Einsteiger sucht Teleskop für visuelles beobachten

NightwalkR

Neues Mitglied
Guten Morgen zusammen,

mein Name ist Max und ich möchte nun in die visuelle Astronomie einsteigen. Ich habe mit einem geschenkten Celestron Star Sense Explorer 70 (Push To) vor ein paar Monaten erste Schritte gemacht. Da ich schnell gemerkt habe, dass es noch etwas mehr sein darf, habe ich hier schon seit einiger Zeit still verschiedene Einsteigerthreads mitgelesen und einige Erkenntnisse bekommen. Oft geht es dann doch Richtung Astrofotografie, aber ich denke, dass für mich erst mal nur die visuelle Astronomie infrage kommt, u.a. aus Zeitgründen.

Dabei wäre ein Dobson mit 8-10" (Volltubus) wohl die beste Wahl für mich, da die Öffnung ausreichend groß ist und der Transport denke ich noch machbar ist. Zumindest waren das die häufigsten Empfehlungen hier. Da die Auswahl von Dobsons nicht gerade klein ist, wollte ich mich nochmal hier absichern, da ich einen Fehlkauf vermeiden will.
Daher ist meine Frage: gibt es bzgl. der Spiegelqualität nennenswerte Unterschiede bei den gängigen Herstellern? Ich habe viele Angebote von GSO, Galaxy, Orion, Omegon, Bresser, Skywatcher gesehen und auch öfter gelesen, dass die alle vom gleichen Band fallen. Alle geben an "beugungsbegrenzt Strehl >0,8" , manche noch "94% Verspiegelung".

Häufig werden die GSO oder Galaxy Dobsons empfohlen. Am ansprechendsten finde ich aber den Bresser Messier Dobson 10", da dieser auch schon große Höhenräder und eine recht leichte Rockerbox (Schleppen in 2.Etage) hat. Wenn die Spiegelqualität bei allen gleich ist, wäre dieser aus meiner Sicht eine gute Option. Alternativ sind momentan Angebote wie z.B. der Omegon Advanced Dobson und der Orion Skyquest Dobson gebraucht verfügbar. Was haltet ihr von den genannten Vorschlägen? Bei diesen Modellen habe ich jedoch nur etwas von beugungsbegrenzter Optik gelesen, keine weiteren Angaben zum Spiegel.

Oder habt ihr ganz andere Teleskopempfehlungen, auch andere Bauarten?

Schon mal vielen Dank für eure Zeit.

Klare Nächte wünscht
Max
 
Bei Bresser finde ich den Okularauszug furchtbar. Wie deren Spiegel sind, weiß ich nicht.
Wenn der Skyquest die motorisierte Variante ist, nimm den. Eine automatische Nachführung ist absolut Gold wert.
GSO und Skywatcher/Orion haben nicht die selbe Spiegelschmiede. Aber die dürften sich Qualitativ dennoch nix nehmen.
Omegon ist erstmal nix weiter als das Hauslabel vom Astroshop. Was die beim Newton verbauen weiß ich nicht, aber in deren Maks steckt Bresser.

Oder habt ihr ganz andere Teleskopempfehlungen, auch andere Bauarten?
Nicht für visuell Deep Sky.

LG
Olli
 
Hallo Max,
ich glaube tatsächlich, dass es hinsichtlich der Qualität des Spiegels keine nennenswerten Unterschiede mehr gibt. Entscheidend kann aber die mechanische Qualität der Hauptspiegelfassung und vor allem auch des Okularauszugs sein. Der Bresser hat den Vorteil, mit Rohrschellen ausgestattet zu sein. Das ist von Vorteil, wenn du mal auf eine parallaktische Montierung wechselst. Den Auszug des Bresser finde ich gut, er kann mit einer Untersetzung nachgerüstet werden. Er soll (hab ich gelesen) baugleich sein mit dem Auszug, der in Refraktoren verbaut wird und damit könnte er den Nachteil haben, dass er relativ lang ist und der Fangspiegel deshalb etwas größer ausfallen müsste. Auch für Fotografie nimmt eher sehr kurzbauende Auszüge. Ansonsten ist der Auszug stabil und gut.
Bei Volltubus solltest du auf jeden Fall einen (möglichst saugenden) Lüfter einplanen, den kaum ein Dobson serienmäßig mitbringt. Der Lüfter sorgt für raschere Abkühlung des Hauptspiegels und verbessert das Tubusseeing. Für rein visuelle Beobachtung nicht unbedingt erforderlich, aber auf jeden Fall zukunftssicher, stabiler und mit einem Adapter problemlos zu verkleinern, würde ich auf einen 2" Auszug nicht verzichten.
CS Harald
 
Haallo Max,

ein Dobson ist für dein Vorhaben auf jeden Fall eine gute Wahl.

Ein 8" Dobson von Galaxy hatte ich selber und war damit sehr zufrieden.
Konnte es auch mit einem 8" Skywatcher, 8" Bresser und 8" GSO vergleichen.
Waren immer die Einsteigermodelle.

Die Dobsons von Bresser und Skywatcher gleich auf.
Besser waren aber die Dobsons von GSO und Galaxy.

Ich war damals noch ein Anfänger kann es also nicht richtig beschreiben wo die Unterschiede lagen.
Optisch fande ich die Dobsons von GSO und Galaxy am besten.
Da ging am Mond und am Jupiter einfach noch ein wenig mehr Vergrößerung.
Auch von der Verarbeitung und der Mechanik waren sie besser als die von Bresser oder SW.
Auch finde ich die Farbe vom Galaxy schöner:D

Ich kann jetzt natürlich nicht ausschließen, dass das Bresser und SW schelchter eingestellt war, bei meinem Galaxy habe ich immer kontrolliert ob alles richtig ist.

Das 8" von GSO ist ja grad bei Teleskop Express im Angebot.
Auf jeden Fall einen Blick wert.

Das Galaxy ist das teuerste. Dafür ist aber auch das Zubehör sehr gut für den Einstieg.
Ich habe meins gebraucht gekauft. Da lag ich preislich in etwa bei dem 8" GSO wie es jetzt im Angebot ist.


Was hast du dir denn vom Preis her vorgstellt?
Es gibt ja auch ein Dobson von Celestron mit Star Sense.
Man kann aber auch die Halterung von deinem jetzigen teleskop abnehmen und mit einen Adapter auf das neue Dobson setzten.
Ich hatte auch das Star Sense System auf meinem Dobson und bei DSO war das schon hilfreich.

Grüße
Brian
 
Wenn der Skyquest die motorisierte Variante ist, nimm den. Eine automatische Nachführung ist absolut Gold wert.
Hallo Olli, nein, leider nur die Variante ohne GoTo.

Den Auszug des Bresser finde ich gut, er kann mit einer Untersetzung nachgerüstet werden. Er soll (hab ich gelesen) baugleich sein mit dem Auszug, der in Refraktoren verbaut wird und damit könnte er den Nachteil haben, dass er relativ lang ist und der Fangspiegel deshalb etwas größer ausfallen müsste. Auch für Fotografie nimmt eher sehr kurzbauende Auszüge. Ansonsten ist der Auszug stabil und gut.
Hallo Harald, das ist ja interessant.. auf den Auszug habe ich noch nicht wirklich geachtet. Aber da gehen die Meinungen auch auseinander wie man sieht..Olli findet den nicht gut, du findest ihn gut.
Und danke für den Tipp mit dem Lüfter :)

Die Dobsons von Bresser und Skywatcher gleich auf.
Besser waren aber die Dobsons von GSO und Galaxy.

Ich war damals noch ein Anfänger kann es also nicht richtig beschreiben wo die Unterschiede lagen.
Optisch fande ich die Dobsons von GSO und Galaxy am besten.
Da ging am Mond und am Jupiter einfach noch ein wenig mehr Vergrößerung.
Auch von der Verarbeitung und der Mechanik waren sie besser als die von Bresser oder SW.
Auch finde ich die Farbe vom Galaxy schöner
Hallo Brian, danke für deine Einschätzung. Also sind die Spiegel bei GSO, Galaxy etwas besser. Mich wundert es, dass auch die Mechanik von GSO und Galaxy besser läuft, zumal diese kleinere Höhenräder besitzen, im Vergleich zum Bresser.
Was hast du dir denn vom Preis her vorgstellt?
Es gibt ja auch ein Dobson von Celestron mit Star Sense.
Man kann aber auch die Halterung von deinem jetzigen teleskop abnehmen und mit einen Adapter auf das neue Dobson setzten
Rein für das Teleskop hätte ich höchstens 700€ ausgegeben. Ich bevorzuge aber einen günstigeren Gebrauchtkauf.

Danke an alle für eure Expertise.
 
Hallo Brian, danke für deine Einschätzung. Also sind die Spiegel bei GSO, Galaxy etwas besser. Mich wundert es, dass auch die Mechanik von GSO und Galaxy besser läuft, zumal diese kleinere Höhenräder besitzen, im Vergleich zum Bresser.
Nur weil die Räder groß sind heißt es ja nicht gleich, dass die auch besser sind.
Das Ganze war auch mit auf den Auzug bezogen.
Beim Galaxy kann man zusätzlich noch viel nachrüsten (zB Gleitlager)

Galaxy wird ja unter Spezifikationen von ICS bei GSO produziert.
Was ich beim Galaxy sehr gut finde, dass es eine deutsche Beschreibung gibt und der Support gut ist.

Rein für das Teleskop hätte ich höchstens 700€ ausgegeben. Ich bevorzuge aber einen günstigeren Gebrauchtkauf.
Hab aber im Kopf, dass der Preis für das 8" Dobson von GSO grade sehr gut ist.
Gebraucht lässt sich da auf jeden Fall mehr aus dem Geld rausholen.
Du musst auch die Optik kontrollieren.
Wenn der Spiegel falsch gereinigt wurde ist das schon mal schlecht.
Nur als Beispiel.
Oft sieht man aber schon von außen wie das teleskop behandelt wurde.
Jedenfalls ist es ein kleiner Indikator.

Ein gutes Gebrauchtes sollte man schon für 300€ bekommen.
Dann ein paar einigermaßen gute Okulare dazu und es kann losgehen.

Grüße
Brian
 
Ich kenne den Bresser Auszug tatsächlich nur MIT der Micrountersetzung, was ich an dem Teil nicht mag, ist die mangelhafte Achstreue bei Belastung, er neigt zum verkippen. Auch hat er Spiel bei Richtungswechsel und fühlt sich halt alles andere als weich und gleichmäßig an.
Die Auszüge von Skywatcher sind da deutlich besser, aber selbst die ersetze ich mittlerweile.

LG
Olli
 
Ich habe zwei Refraktoren mit dem Bresser Auszug und konnte keinerlei Verkippung feststellen. Vielleicht habe ich einfach Glück gehabt. Für einen Reflektor mag der Auszug zu lang sein, mehr Kritik kann ich nicht üben. Natürlich geht es besser, aber dann reden wir doch immer über ein paar 100 €.
CS Harald
 
Hallo Max,

Spiegelqualität etc. sind meiner Meinung nach, heute bei den Neugeräten alle sehr ähnlich. Früher waren da noch größere Unterschiede, ob Made in USA, Japan, Taiwan oder China.

Bei wirklicher visueller Beobachtung geht nichts über Öffnung. Je größer desto mehr details, und mit den passenden Filtern kann auch aus der Lichtverschmutzten Stadt noch gut beobachtet werden.

Bin selbst mit einem 12" Gitterrohr Dobson unterwegs und würd ihn nicht mehr gegen einen 8" eintauschen und vom Preis sind auch diese Geräte bereits in deinem Budget.



Und mit den Lichtschutzhüllen sind die Geräte absolut mit einen Volltubus vergleichbar.

CS Mario
 
Hallo Max,

Häufig werden die GSO oder Galaxy Dobsons empfohlen. Am ansprechendsten finde ich aber den Bresser Messier Dobson 10", da dieser auch schon große Höhenräder und eine recht leichte Rockerbox (Schleppen in 2.Etage) hat. Wenn die Spiegelqualität bei allen gleich ist, wäre dieser aus meiner Sicht eine gute Option. Alternativ sind momentan Angebote wie z.B. der Omegon Advanced Dobson und der Orion Skyquest Dobson gebraucht verfügbar. Was haltet ihr von den genannten Vorschlägen? Bei diesen Modellen habe ich jedoch nur etwas von beugungsbegrenzter Optik gelesen, keine weiteren Angaben zum Spiegel.

Wenn du das Teleskop bis in die zweite Etage schleppen musst, nimm besser einen 6-Zöller, höchstens aber einen 8-Zöller.

Zum Thema Spiegelqualität ist bereits einiges gesagt worden. ICS bietet bei den Galaxy-Dobsons gegen Aufpreis Spiegel mit Interferogramm oder als Quarz-Variante.

Für welchen Hersteller du dich entscheidest, ist letztlich Geschmackssache. Ich persönlich würde mittlerweile GSO/Galaxy bevorzugen.

Die handelsüblichen Dobsons aus China-Fabrikation haben allesamt irgendwelche mechanischen Defizite. Diese kann man m. E. angesichts der geringen Preise für solche Teleskope in Kauf nehmen. Wenn man mehr Qualität möchte, hilft nur Tuning, siehe z. B. Deepsky Brothers - Die Astroseite für Einsteiger.

Der einzige 10-Zoll-Dobson auf dem deutschsprachigen Markt, der wirklich mechanische Qualität bietet, dürfte der von ICS sein: 10'' f/4 ICS ATD PFS komplettes Dobson Teleskop | Intercon Spacetec - Alles für die Astronomie. Der Preis ist dann allerdings für die meisten ein Ausschlusskriterium.

Wichtig wäre, zu wissen, wie du den Dobson lagern möchtest. Wenn er stehend gelagert werden soll, ist ein Modell ohne Lüfter vorzuziehen. Dann würde ich den Skywatcher nehmen.

Oder habt ihr ganz andere Teleskopempfehlungen, auch andere Bauarten?

Das hängt davon ab, was du beobachten möchtest und wie hoch dein Budget ist. Wenn bei 1000 € nur für das Teleskop die Preisgrenze erreicht ist, bleib besser beim Dobson. Das gilt auch, wie schon Olli sagte, wenn du dich vornehmlich auf das Thema Deep Sky konzentrieren möchtest.

Wenn es eher um Objekte des Sonnensystems geht und das Budget flexibel ist, kommen natürlich auch andere Bauarten infrage.

Da du beim Transport viel Treppen steigen musst, wäre eventuell ein Maksutov vorzugsweise für Mond und Planeten eine Möglichkeit.

Viele Grüße

Claus
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,
hier aus der Praxis: habe seit 1998 ein 12,5" von Starfinder Meade (Gewicht 25 kg) auf Rockerbox, die Rockerbox hat den Geist aufgegeben. Die Optik machte ich 2x sauber, und tat bis zuletzt seinen Dienst (Beobachtungsvorliebe sind die Veränderlichen Sterne) Ds Gerät brachte z.B. bei 304fach bei einem 7mag Himmel eindeutig 15,3mag. Beim Himmel von z.B. 5,5, allenfalls 6mag reicht er bis gut 14,5mag. Die Veränderlichen im Orion-Nebel waren immer eine Wucht.
Nach dem Kauf eines 25x100 Binos 1995, wollte ich mich optisch verbessern und so griff ich zum Dobson,
die Nachschubserei hat mich noch nie gestört. Nur bei Vergrößerung bis 609fach "hörte der Spass auf.....". Da ließ ich einfach z.B. den Saturn durchs Gesichtsfeld wandern.
Gruß Guenther
 
Hab aber im Kopf, dass der Preis für das 8" Dobson von GSO grade sehr gut ist.
Gebraucht lässt sich da auf jeden Fall mehr aus dem Geld rausholen.
Ja das habe ich gesehen. Ich habe mir die verschiedenen Angebote für 8" und 10" angeschaut...die unterscheiden sich teilweise nur durch:
  • "innovative Friktionslagerung für die Höheneinstellung" anstelle der Federklemmung - wirklich ein Mehrwert? Oder wäre mittelfristig eine andere Rockerbox ohnehin besser?
  • Kugellager bzw. Nadellager anstatt Rollenlager - auch hier die Frage..ist das Rollenlager in der Standardversion verbesserungsbedürftig? Ich habe auch schon öfter von Teflon/Ebonystar gelesen
  • 1:10 Untersetzung - das ist denke ich ein nice to have, an das man sich aber schnell gewöhnen kann oder?:D
Puuuh, jetzt ist die Frage ob ich das brauche.

Bei wirklicher visueller Beobachtung geht nichts über Öffnung. Je größer desto mehr details, und mit den passenden Filtern kann auch aus der Lichtverschmutzten Stadt noch gut beobachtet werden.

Bin selbst mit einem 12" Gitterrohr Dobson unterwegs und würd ihn nicht mehr gegen einen 8" eintauschen und vom Preis sind auch diese Geräte bereits in deinem Budget.
Hallo Mario, danke für deine Einschätzung. Ich glaube größer als 10" ist schwierig bei mir, der Tubus ist bei 12" 1,45m lang und schwer noch dazu. Das wird im Auto eng. Die Rockerbox wird ja auch noch schwerer. Die angebotenen Meade Dobsons schaue ich mir an.
Wichtig wäre, zu wissen, wie du den Dobson lagern möchtest. Wenn er stehend gelagert werden soll, ist ein Modell ohne Lüfter vorzuziehen. Dann würde ich den Skywatcher nehmen.
Hallo Claus, da bin ich recht flexibel, eine Lagerung auf der Rockerbox ist möglich.

Das hängt davon ab, was du beobachten möchtest und wie hoch dein Budget ist. Wenn bei 1000 € nur für das Teleskop die Preisgrenze erreicht ist, bleib besser beim Dobson. Das gilt auch, wie schon Olli sagte, wenn du dich vornehmlich auf das Thema Deep Sky konzentrieren möchtest.
Ich wollte mich vorerst nicht einschränken deswegen sollte der Dobson passen.


hier aus der Praxis: habe seit 1998 ein 12,5" von Starfinder Meade (Gewicht 25 kg) auf Rockerbox, die Rockerbox hat den Geist aufgegeben. Die Optik machte ich 2x sauber, und tat bis zuletzt seinen Dienst (Beobachtungsvorliebe sind die Veränderlichen Sterne) Ds Gerät brachte z.B. bei 304fach bei einem 7mag Himmel eindeutig 15,3mag. Beim Himmel von z.B. 5,5, allenfalls 6mag reicht er bis gut 14,5mag. Die Veränderlichen im Orion-Nebel waren immer eine Wucht.
Hallo Guenther, danke für den praktischen Ausblick. Der Starfinder ist schon ein Schwergewicht, aber wie es scheint sehr robust.
 
Die 1:10 Untersetzung ist meines Erachtens absolut unverzichtbar bei F/6 oder F/5.
Ohne Diese wird das Fokussieren zur Gedulds- und Feingefühlprobe.

LG
Olli
 
Guten Morgen zusammen,

mein Name ist Max und ich möchte nun in die visuelle Astronomie einsteigen.
Dabei wäre ein Dobson mit 8-10" (Volltubus) wohl die beste Wahl für mich, da die Öffnung ausreichend groß ist und der Transport denke ich noch machbar ist.

Häufig werden die GSO oder Galaxy Dobsons empfohlen. Am ansprechendsten finde ich aber den Bresser Messier Dobson 10", da dieser auch schon große Höhenräder und eine recht leichte Rockerbox (Schleppen in 2.Etage) hat.

Oder habt ihr ganz andere Teleskopempfehlungen, auch andere Bauarten?

Schon mal vielen Dank für eure Zeit.

Klare Nächte wünscht
Max


Ich rate, gerade bei deiner Situation zu einem Gitterrohr, dieter Martini hat die ab 10" zoll ist allerdings vom Büdget abhängig, die sind dan schon teurer.
Nachtrag: zu dem Zeitpunkt nichts von den 700€ gelesen, dan übersteigt so einer wahrscheinlich das büdget zumindest neu

Das ist mein 16 zoll trage den regelmäßig die Treppen runter in den garten nicht an einem Stück und baue in in unter 10 min auf.
Als ganzes wiegt es übrigens etwa 30kg

Ein 12 zoll oder gar 10 oder 8 wird noch sehr viel einfacher im Transport sein.

IMG_20230708_151743588.jpg
IMG_20230715_013853111.jpg
IMG_20230724_233932207.jpg
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Olli, nein, leider nur die Variante ohne GoTo.

Dan Kauf irgendwan ne eq Plattform kostet neu so 350€ gebraucht weniger kannst auch selbst bauen.
Hatte bei meinem ersten ein 8 zoll auch eine
Dan hast du Nachführung das reicht auch. Suchen macht durch aus den Reiz und mit übung findet man alles echt schnell, ich nehm da nen Telrad. Den ,8 zoll hab ich schon lange nicht mehr war ein omegon, der Okularauszug von dem Teil ist echt Misst. Hat gekratzt, wirklich klar wie schlecht dervist war mir aber erst viel später.

Screenshot_20230726-194748.png
 
Wenn es eher um Objekte des Sonnensystems geht und das Budget flexibel ist, kommen natürlich auch andere Bauarten infrage.

Da du beim Transport viel Treppen steigen musst, wäre eventuell ein Maksutov vorzugsweise für Mond und Planeten eine Möglichkeit.

Wie kommst du zu der Aussage Claus ein Maksutov hat meist mehr Obstruktion ist geschlossen gebaut und Preis öffnungsmäßig schlechter der schlägt ganz sicher keinen brauchbaren Dobson bei Mond und Planeten.
Hinzu kommt die Montierung. Wenn Azimutal ne giro wohl tragbar aber wenn paralaktisch mit Gegengewicht wird das mehr zu schleppen, als ein 8 zoll oder 6 zoll dobson

Clear skies Felix
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Felix,

die Überlegung ging dahin, dass Max nicht so viel Treppen steigen müsste, wenn er einen Maksutov nimmt - Tubus in den Rucksack, Stativ und Montierung in die Hand. Es müsste dafür natürlich eine azimuale Montierung sein, am besten rein manuell.

Beim Dobson müsste er zweimal die Treppen gehen, jeweils für den Tubus und für die Rockerbox. Das macht mindestens viermal Treppen steigen bei Anfahrt und Rückkehr.

Ich gebe dir natürlich Recht, dass er mit dieser Entscheidung auf Öffnung verzichtet und auch bauartbedingte Nachteile (Obstruktion, höhere Auskühlzeit usw.) in Kauf nimmt.

Maksutov-Teleskope bleiben aber m. E. die beste Lösung, wenn es auf den Kompromiss zwischen kompakten Abmessungen/geringem Gewicht und akzeptabler Öffnung ankommt.

Im Zweifelsfall läge er mit dieser Lösung besser, als wenn die Beobachtungsgelegenheiten wegen des hohen Transportaufwands zu selten bleiben.

CS und viele Grüße

Claus
 
Ich weiß jetzt nicht wie alt Max ist, aber 2te Etage ist nun wirklich kein Hindernis einmal mehr zu laufen.

Ein Mak ist eigentlich Unsinn unter 180mm Öffnung, zu wenig Auflösung und Kontrast für Planeten, zu wenig Gesichtsfeld für Deep Sky.
Und so einen steckste dir auch nicht mehr freiwillig in den Rucksack.

Da würde ich eher ein C8 in Erwägung ziehen. Kürzer und leichter gibts 8" Öffnung nicht.
Den sinnvoll zu Montieren macht die ganze Nummer aber direkt wieder kaputt sobald Gegengewichte ins Spiel kommen.

Ist wies ist, unter zweimal laufen kommste nicht weg.
Spätestens wenn einem einfällt, dass man noch den Okularkoffer holen muss...

LG
Olli
 
Ich weiß jetzt nicht wie alt Max ist, aber 2te Etage ist nun wirklich kein Hindernis einmal mehr zu laufen.

Also, ich bin froh, dass wir im Erdgeschoss wohnen :) Ich schleppe gelegentlich 8 "- und 12 "-Dobsons hin und her. Das kostet jedes Mal Überwindung.

Wobei ich gestehen muss, dass ich auch langsam zu den älteren Semestern übergehe. Mit Mitte zwanzig hätte ich vor lauter Begeisterung auch den 12-Zoll-Dobson in den zweiten Stock hochgetragen ;)

Viele Grüße

Claus
 
Nachtrag: zu dem Zeitpunkt nichts von den 700€ gelesen, dan übersteigt so einer wahrscheinlich das büdget zumindest neu
Hallo Felix, ja das ist teurer als ich plane. Danke fürs Teilen deines Dobsons!


Ich weiß jetzt nicht wie alt Max ist, aber 2te Etage ist nun wirklich kein Hindernis einmal mehr zu laufen
Noch bin ich 26, an der Kraft solls auch nicht scheitern aber wenn der Transportaufwand immens hoch wird, baut man alles sicherlich nur bei den besseren Gelegenheiten auf, und nicht wenn nur eine Wolkenlücke von 1h zu erwarten ist.


Wobei ich gestehen muss, dass ich auch langsam zu den älteren Semestern übergehe. Mit Mitte zwanzig hätte ich vor lauter Begeisterung auch den 12-Zoll-Dobson in den zweiten Stock hochgetragen ;)
Um die Begeisterung zu bekommen brauche ich erst mal einen Dobson;) :D

Ich halte mal auf dem Gebrauchtmarkt Ausschau, habe die Suchanfrage im Marktplatz gemacht und kläre mal ab wie lange die TS Sommeraktion noch geht. Aber ich denke mit einem 10" GSO oder Galaxy mache ich bei meinem Einstieg nichts verkehrt.

Noch 2 Fragen für GSO/Galaxy Besitzer, die mir beim Lesen der Angebote aufgefallen sind:
  1. Lohnt sich das Upgrade des Höhenlagers auf die Friktionslagerung und des Azimutlagers auf Kugel/Nadellager bzw. Beim Galaxy auf Ebony/Teflon?
  2. Nur beim teuersten Angebot steht in der Beschreibung dass der Fangspiegel mit korrektem Offset geklebt ist - das sollte bei den anderen Angeboten aber auch der Fall sein oder?


Danke im voraus
Max
 
Hallo Felix, ja das ist teurer als ich plane. Danke fürs Teilen deines Dobsons!



Noch bin ich 26, an der Kraft solls auch nicht scheitern aber wenn der Transportaufwand immens hoch wird, baut man alles sicherlich nur bei den besseren Gelegenheiten auf, und nicht wenn nur eine Wolkenlücke von 1h zu erwarten ist.



Um die Begeisterung zu bekommen brauche ich erst mal einen Dobson;) :D

Ich halte mal auf dem Gebrauchtmarkt Ausschau, habe die Suchanfrage im Marktplatz gemacht und kläre mal ab wie lange die TS Sommeraktion noch geht. Aber ich denke mit einem 10" GSO oder Galaxy mache ich bei meinem Einstieg nichts verkehrt.

Noch 2 Fragen für GSO/Galaxy Besitzer, die mir beim Lesen der Angebote aufgefallen sind:
  1. Lohnt sich das Upgrade des Höhenlagers auf die Friktionslagerung und des Azimutlagers auf Kugel/Nadellager bzw. Beim Galaxy auf Ebony/Teflon?
  2. Nur beim teuersten Angebot steht in der Beschreibung dass der Fangspiegel mit korrektem Offset geklebt ist - das sollte bei den anderen Angeboten aber auch der Fall sein oder?


Danke im voraus
Max
Moin Max
Mein Galaxy von ISC verfügt über die große Teflon Scheibe und läuft ruckfrei . Früher hat ich mal einen 8“ ( noch mit Papptube) der dieses Feature nicht hatte und der „verklebte“ immer beim nächsten Schubs , total nervig da es anschließend immer erst Wackelpudding gab , bevor sich das Bild beruhigte !! Also sehr empfehlenswert

CS Knut
 
Sorry für die verzögerte Antwort, ich war ein paar Tage im Urlaub. Hier war es ja kaum auszuhalten;)
wenn es wirklich leicht werden soll, müssen größere Dobsons wohl Reisegeräte sein.
Was ists denn mit einem Skywatcher Heritage 150mm? Der ist unter dem Budget, leicht und kann noch leichter gemacht werden
Hallo Antares, mir geht es primär um das Handling und die Einfachheit des Transports, also dass das Teleskop z.B. auf die Rückbank passt, ggf. auch direkt Transportgriffe hat oder sich schnell und einfach aufbauen lässt. Da ich noch relativ jung bin, ist das Gewicht nicht oberste Priorität aber natürlich bin auch ich froh um jedes Kilo das ich nicht tragen muss. Über den Heritage habe ich auch positives gelesen, oft hört man aber dass die Beobachtung erst ab 8" richtig Spaß macht. Daher habe ich mich in Richtung 8" aber vorzugsweise 10" orientiert.

Mein Galaxy von ISC verfügt über die große Teflon Scheibe und läuft ruckfrei . Früher hat ich mal einen 8“ ( noch mit Papptube) der dieses Feature nicht hatte und der „verklebte“ immer beim nächsten Schubs , total nervig da es anschließend immer erst Wackelpudding gab , bevor sich das Bild beruhigte !! Also sehr empfehlenswert
Hallo Knut, danke für deine Einschätzung. Ich kann mir gut vorstellen wie dieser Stick-Slip-Effekt einiges an Beobachtungskomfort kostet.

CS Max
 
Ciao Max,

zu einem 10" f/5 oder 8" f/5...6 kann man Dich absolut bestärken, ja !

Ich hab oben nicht alles gelesen, aber check die Grösse des Fangspiegels dass er möglichst gut ausleuchtet und nicht zu stark vignettiert (0.2...0.3mag = 20-30% sind noch ok). Hiermit:
Man soll nicht glauben wieviele Teleskope schlecht konstruiert sind !

Oft vignettieren die vorderen Enden der Teleskoptuben ! Lass Dich beraten, dass sie das nicht tun ! Zu enge Tuben sind schlecht !!!!
(Skizze des Checks zum selbermachen (geom. Optik): maximales GF in ° des Teleskops in 2"-2mm = 48.4mm Felddurchmesser mit der Brennweite ausrechnen, dann diesen Winkel halbieren und ausrechnen, ob der Tubus vom Haupt-Spiegel aus gesehen weit genug ist für diesen Öffnungswinkel, Tangenssatz für rechtwinklige Dreiecke)

0.2...0.3mag (20-30%) Randvignettierung merkst Du nicht und ist ok.
0.5mag (60%) Randvignettierung ist absolut bedenklich (falsche Konstruktion) !!!

Ausserdem:
- Dob natürlich mit 2" OAZ mit 1:10
- beugungsbegrenzter Spiegel (auch der Fangspiegel !)
[ - Ventilatoren eher nicht unbedingt nötig, möglichst offene Spiegelzelle ist gut, evtl. im Nachhinein Ventil. noch einbauen, FALLS nötig ]
- auf jeden Fall: Telrad-Sucher dazu !
- (Option:) evtl. RACI Sucherfernrohr (mit aufrechtem Seitenrichtigem Bild), 50mm Öffnung nicht weniger
[ - mitgelieferte Okulare immer sofort vergessen (schlecht + maximal billig) ]
- bestmögliche UWW (sGF >=80°) Okulare dazukaufen, sind teuer, aber eben das langfristige Investment !
(Teleskope wechseln, Okulare bleiben !)
- guter OIII Filter in 2" (z.B. Astronomik)
- (günstiger) Justier-Laser mit 45° (!) Fenster

Okulare:
- Philosophie: die Okulare bleiben, das Teleskop wechselt !
- kosten in 82° sGF Ausführung in guter Quali (für f/5 geeignet) volles Set ca 1000 Euro !!! (+200.- OIII Filter) --> Restbudget für Teleskop
- f_ok_max = 30mm als längste Brennweite, weil Öffnungzahl wird N=4-5 sein (f/4...f/5), d.h. Austrittspupille AP = f_ok/N = 6mm (bei f/5). Das ist
gut. (Bei f/4 geht es - später grosser Dob f/4 - sogar auch (gerade so) noch: AP = 30mm/4 = 7.5mm)
- die längste Brennweite ist für Suchen (max Feldgrösse) und für grosse Objekta da !
- danach Okular-Stepping etwa so: 30 - 20 - 13 - 9 - 5mm - ggf. noch eine 2x Barlow (AP = f_ok/N...)
- Okulare mit AP <1mm werden selten gebraucht (ausser bei Planetenfreaks und dauerndem Best-Seeing !???)
- alles was vom Hersteller her in 2" ist, in 2" Ausführung kaufen --> daher 2" Filter oben !

Good luck,
Peter

PS:
Bei mir auf der Seite eyes4skies - articles findest Du im BC -Tech auch einige Infos... (zusammengetragen für einen Freund mit neuem 10" f/5)
Hier kann man auch noch was zur visuellen Beobachtung i.a. lesen: eyes4skies - vDSO
 
Zuletzt bearbeitet:
Oft vignettieren die vorderen Enden der Teleskoptuben ! Lass Dich beraten, dass sie das nicht tun ! Zu enge Tuben sind schlecht !!!!
(Skizze des Checks zum selbermachen (geom. Optik): maximales GF in ° des Teleskops in 2"-2mm = 48.4mm Felddurchmesser mit der Brennweite ausrechnen, dann diesen Winkel halbieren und ausrechnen, ob der Tubus vom Haupt-Spiegel aus gesehen weit genug ist für diesen Öffnungswinkel, Tangenssatz für rechtwinklige Dreiecke)
Das kannst du beruhigt vollkommen vernachlässigen. Selbst wenn bei einem 12"er der Tubus nur 310mm Durchmesser hatte, hätte man bei D=48mm noch 98% Ausleuchtung (ausreichender Fangspiegel vorrausgesetzt)
Der Fangspiegel und die Höhe des Fokuspunkts über der Tubuswand macht da viel viel mehr.
- beugungsbegrenzter Spiegel (auch der Fangspiegel !)
Zwei gerade beugungsbegrenzte Spiegel ergeben noch lange keine beugungsbegrenzte Abbildung.
[ - Ventilatoren eher nicht unbedingt nötig, möglichst offene Spiegelzelle ist gut, evtl. im Nachhinein Ventil. noch einbauen, FALLS nötig ]
oh im Gegenteil, Ventilation ist absolut kritisch.
Grenzschicht auf dem Spiegel und Kamineffekt im Tubus ist so ziemlich das schlimmste, was man der Abbildung antun kann.
- auf jeden Fall: Telrad-Sucher dazu !
- (Option:) evtl. RACI Sucherfernrohr (mit aufrechtem Seitenrichtigem Bild), 50mm Öffnung nicht weniger
[ - mitgelieferte Okulare immer sofort vergessen (schlecht + maximal billig) ]
- bestmögliche UWW (sGF >=80°) Okulare dazukaufen, sind teuer, aber eben das langfristige Investment !
Mit großen Gesichtsfeldern muss man vom Einblick auch klar kommen, viele mögen das nicht.
Die Erfahrung kann ich beim besten Willen nicht teilem
- kosten in 82° sGF Ausführung in guter Quali (für f/5 geeignet) volles Set ca 1000 Euro !!!
Du meinst eher ein einzelnes Okular.
Ein ganzes Set 82er für 1000€ ist eher die Kopie als das Original
- f_ok_max = 30mm als längste Brennweite, weil Öffnungzahl wird N=4-5 sein (f/4...f/5), d.h. Austrittspupille AP = f_ok/N = 6mm (bei f/5). Das ist
gut. (Bei f/4 geht es - später grosser Dob f/4 - sogar auch (gerade so) noch: AP = 30mm/4 = 7.5mm)
- die längste Brennweite ist für Suchen (Feldgrösse) und für grosse Objekta da !
Beim Aufsuchen darfs auch ruhig deutlich über 7mm AP hinaus gehen. Da gehts um Feld.

LG
Olli

P.S.: Fragezeichen und Ausrufezeichen erfüllen auch einzeln durchaus ihren Zweck. Dreier- oder gar Fünfergruppen von denen als Meinungsverstärkung geben niemanden mehr Stimmrecht.
 
Hallo,

und da kommt wieder der Luxus Einstiegsvorschlag. Wenn das Budget egal ist,, kein Problem.
Aber falls das doch knapper bemessen ist kann man ruhig mit einem Standard Set starten und erst einmal Erfahrungen sammeln.

Das vorhandene Equipment habe ich immer erst richtig ausgereizt und dann ganz gezielt nachgelegt.

Gruß,
Holger
 
Hey,

Was das Budget angeht stand oben 700. - nur für Teleskop. Also der ics d10 f/5 passt grob rein. Auch dessen Vignettierungsverhalten (FS Grösse) ist einigermassen vernünftig übrigens (nicht so der D8).

Okulare ist mein Argument, meine Philosophie-Empfehlung: gute Okulare gleich am Anfang kaufen ! Mal explizit: Explore Scientific 82° Set 30 - 18 - 11 - 6.7 - 4.7mm kosten 1080.-. Die Ausgaben dafür reduziert man - wenn gewünscht - dadurch dass man eben nicht alle Okulare sofort kauft. In Perspektive legt man später dann nach...

700 Teleskop und 700+ für (3+) Okulare halte ich in keinster Weise für einen Fehler, ganz im Gegenteil.

Entscheiden kann ja denke ich der TO selbst, was er mit dieser Sichtweise anfängt.

Gruss, Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Peter,

klar jede Sichtweise ist wichtig um ein besseres Geamtbild zu erhalten.

Ich bin halt mehr auf Preis-Leistung aus und versuche mit knappen Budget auszukommen.
Hier geht es ja um: Einsteiger sucht Teleskop für visuelles beobachten

Ich bin mit 114/900mm Nweton auf alter EQ2 eingestiegen und trotz Wackeldackel konnte man damit erste Erfahrungen sammeln ohne gleich Unsummen zu investieren.
Bei den 8-12 " Einstiegsdobsons ist das Startpaket bei weitem besser geschnürt als damals bei meinem 114er Newton.
Also ich kann auch ohne gut fokussieren, für mich kein Must Have

Ich verwende heute noch den Standard Sucher am GSO Dobson

[ - mitgelieferte Okulare immer sofort vergessen (schlecht + maximal billig) ]
Das sind ja häufig die Super 10 / 25 mm Okulare. Sicher kein Highlight und kein großes Gesichtsfeld aber damit kann man doch schon mal starten.
Mein 114er hatte noch einen 0,96" Auszug und Okulare, da waren die Beilagen wirklich schlecht aber meine Super10 und 20mm Okulare sind absolut in Ordnung.
Klar habe ich dann später mit weiteren Brennweiten nachgerüstet. Hier allerdings wieder nach Preis-Leistungsprinzip.
So bin ich z.B. bei einem 8mm Planetary gelandet und einem gebrauchten TSSW15mm (Blaukante, ähnlich Goldkante)
Ich bin damit sehr zufrieden muss aber zugeben, dass ich keine teuren Okulare kenne. Die sind bestimmt nochmal besser aber mir einfach zu teuer.

- guter OIII Filter in 2" (z.B. Astronomik)
Habe mal gerade nachgesehen was der von Astronomik kostet: ca. 200 Euro. Muss das gleich beim Einstieg wirklich sein ?
Ich habe heute noch keinen und dennoch tolle Beobachtungen machen können.

- (günstiger) Justier-Laser mit 45° (!) Fenster
Ich habe erst mit einer milchigen Okularkappe und mittigem Loch nach Prinzip Filmdose justiert. Und da ich mit dem Prinzip vetraut war dann später einen Concenter.

Ich will hiermit deine Vorschläge nicht schlecht reden, ist bestimmt auch konfortabler aber das kostet alles auch eine Menge Geld und es wird der Eindruck erweckt, dass so ein Standard Paket den Einstieg vermiest. Eventuell wird man auch von den hohen Kosten abgeschreckt und lässt es ganz bleiben.
Daher habe ich die günstigen Alternativen für Low Budget Einsteiger erwähnt.

Aber es gibt natürlich auch die Einsteiger mit üppigen Budget, die gleich mit optimalen Zubehör beginnen wollen. Für diese sind dann deine Vorschläge interessanter.

Unabhängig von deinen Emfpehlungen stört es mich aber generell wenn die, ich nenne sie jetzt mal Luxus-Riege, das teure Zubehör als unverzichtbar anpreist.
Du brauchst unbedingt noch dies und das an Zubehör sonst wird dir der Einstieg vergrault usw....

Gruß,
Holger
 
Also ich kann auch ohne gut fokussieren, für mich kein Must Have
Ich finde an F/5 ist es eine Quälerei ohne Feintrieb
Ich verwende heute noch den Standard Sucher am GSO Dobson
Mir reicht auch ein schnöder Leuchtpunktsucher
Hier allerdings wieder nach Preis-Leistungsprinzip.
So bin ich z.B. bei einem 8mm Planetary gelandet und einem gebrauchten TSSW15mm (Blaukante, ähnlich Goldkante)
Ich bin damit sehr zufrieden muss aber zugeben, dass ich keine teuren Okulare kenne. Die sind bestimmt nochmal besser aber mir einfach zu teuer.
Ich musste feststellen, dass die Planetary bei F/4,7 auch auf der Achse nicht mehr richtig scharf sind.
mal gerade nachgesehen was der von Astronomik kostet: ca. 200 Euro. Muss das gleich beim Einstieg wirklich sein ?
Meine Meinung: Tatsächlich Ja!
Selbst beim Sankt Andreasberger Teleskoptreffen im Hochharz macht das bei so manchen Objekten einen gravierenden Unterschied.

Unabhängig von deinen Emfpehlungen stört es mich aber generell wenn die, ich nenne sie jetzt mal Luxus-Riege, das teure Zubehör als unverzichtbar anpreist.
Nicht Luxus, sondern Erfahrung.
Qualität sieht von unten schnell aus wie Arroganz, nur ist es seltenst so gemeint.
Es muss sich ja nicht Jeder den selben Weg voran irren, wenn man von den Erfahrungen Anderer profitieren kann.
Wenn ich mal bedenke, wie oft ich so manche Brennweite in den letzten 20 Jahren neu besetzt habe, immer auf den Preis schauend, habe ich am Ende kumulativ etwa das doppelte bezahlt als hätte ich einfach direkt zum Anfang TeleVue gekauft (die TeleVue die ich jetzt habe mitgerechnet)
Wenn man also gleich etwas tiefer in die Tasche greift, spart man längerfristig eine Menge Geld.
Klar, muss jetzt nicht TeleVue sein, war nur ein Beispiel, aber der Unterschied von den ollen Planetarys oder Goldkanten zu APM UFL oder Morpheus ist schon sehr krass, da merkt an erstmal dass man vorher immer nur im zweiten Gang gefahren ist.

LG
Olli
 
Danke Olli für die Ergänzungen.

Vielleicht fehlt mir da wirklich der konkrete Vergleich.
Aber das bisher gebotene hat mich schon begeistert.
Qualität sieht von unten schnell aus wie Arroganz, nur ist es seltenst so gemeint.
Das wollte ich auch nicht behaupten. Kann das schon nachvollziehen und will dieses Vorgehen nicht schlecht reden.
Ist schon wichtig das mit anzusprechen. Nur wenn es als alternativlos dargestellt wird sört mich das.
Ich möchte nur hervorheben, dass ein Einstieg auch mit Standard Equipment gelingen kann ohne einen zu vegraulen.
So sieht man schon ob einen die Thematik packt und man dabei bleiben wird. Dann kann gezielt nachgelegt werden.

Gruß,
Holger
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück
Oben