Einsteiger Teleskop für Anfänger

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halloo :)

mich interessiert neuerdings brennend was sich da oben im universum so abspielt und letzte zeit schaue ich auch immer öfters nachts in den himmel, weil es einfach atemberaubend ist. (besonders wenn man draußen im acker steht, wo kein licht ist)

naja, jedenfalls wollt ich jetzt noch tiefer in den all blicken und da hab ich mir gedacht, wieso schaffst du dir nicht ein teleskop an? aber nur welches?

jetzt wollte ich euch fragen, welches teleskop ich mir so für den einstieg kaufen sollte? (ist absoluter neuling und hab auch nur grundkenntnisse über astronomie, würd aber gerne mehr darüber lernen!)

ich bin 20 jahre alt und wohne in einem dorf auf dem land, ich bin mobil, sodass ich auch weit weg von lichtverschmutzten städten und dörfer fahren kann ;) mir geht es erstmals überwiegend um planeten wie den mond, mars, saturn... die ich gerne beobachten würde... aber natürlich auch das andere, wie diese "astronom-nebel?" hoffe ihr wisst was ich meine.

es gibt ja das "fernrohr" und den "spiegelteleskop" - aber welches ist für den anfang am besten? o.o


ich würde bis 200€ ausgeben (man kann es ja ggf. auch zurückschicken) am liebsten würd ich dann über amazon bestellen, da ich weis, das dort der rücktausch 100% klappt


hoffe ihr könnt mir paar gute empfehlen! :)
 
Hallo Squall,

ganz ehrlich für 200 Euro bekommst du nix gescheites. Ich würde an deiner Stelle das Budget auf ca. 500.- erweitern. Für ca 300 gibts den berühmten Dobson, dazu noch Okulare (tja, die kosten auch was u.U. mehr als das Teleskop) und dann noch sachen wie rotlichtlampe, sternkarten fürs Feld etc. Aber vielleicht findet sich ja jemand, der dir einen Tipp für 200 Euro geben kann. Bzgl. amazon: Ich weiss nicht. Fahr lieber zu einem Händler und schau dir die Geräte an und auch durch. Es gibt auch Händler bei denen du ein Teleskop mieten kannst - auch nicht schlecht um mal zu probieren, wie sich das teleskop so anfühlt. Übrigens sind alle Teleskope "Fernrohre" ob Spiegel oder Linse oder Kombinationen davon.
Grüße
Matthias
 
Hi Squall,

warst Du denn schon mal auf ner Sternwarte oder bei einem Astronomieverein? Schau mal ins GAD, da wird auch in Deiner Nähe was sein...

Für 200 Euro bekommst nix gescheites. Das sind entweder Kinderspielzeugteleskope, oder lieblos zusammengedengelte Plastikkramteleskope, die viel zu wenig Öffnung haben und nach kürzester Zeit kaputt gehen.

Hast ein Fernglas? Damit kannst schon mal anfangen, den Himmel zu erkunden. Das kann Dir bereits die Andromedagalaxie zeigen, den Mond und etliche Kugelsternhaufen.

Saug Dir das Programm Stellarium aus dem Internet. Ist Freeware und simuliert den Himmel. Dort kannst nachsehen, wo die Objekte am Himmel stehen. Lern die Sternbilder, damit Du dann mit dem Fernglas die Sternhaufen am Himmel findest. Geht prima vom Garten aus, wenn Du net grad unter ner Laterne stehst. ;)

Damit hast schnell erste Erfolgserlebnisse. Und wenn Du jetzt wirklich nicht mehr als 200 Euro ausgeben kannst, dann
setz auf gebrauchte Teleskope. Aber net bei Ebay oder Amazon. Denn Dir fehlt momentan einfach das Fachwissen, um gute Teile von Schrott zu unterscheiden.

Hier im Forum werden ab und an gebrauchte Teleskope angeboten. Bei Deinem Budget bleibt eigentlich nur ein 6" Newton (Spiegelteleskop) in einer Rockerbox übrig. Das kann Dir schon viel am Himmel zeigen.

Aber Du solltest wirklich vorher schon mal unter Anleitung durch ein Teleskop geschaut haben. Also, geh zu ner Sternwarte oder einem Verein. Erlebe die Teleskope in Aktion.

Falls es einen Verein in Deiner Nähe gibt, werde Mitglied. Dann kannst die Vereinsteleskope nutzen. In der Gruppe macht es sehr viel Spaß. Die erfahreneren Amateure können Dir am Anfang viel zeigen. Wie man mit nem Teleskop umgeht, welches Objekt wo am Himmel steht, mit welchem Okular es am besten beobachtet wird...

Alleine mit einem Teleskop stehst recht hilflos unter dem Sternenhimmel und es kommt schnell Frust auf, weil Du nix findest...
 
hallo,

erstmal vielen dank für eure tipps!

also, ich will mich jetzt nicht gleich an ein astronomieverein anmelden oder so... sondern am wochenende einfach mal ein bisschen den sternenhimmel beobachten ohne jetzt gleich zum experten zu werden^^
ich wollt mir das ja auch erstmal angucken, bevor ich dann richtig in die materie gehe.
und wenn ich mir jetzt ein 500€ teleskop kaufe, damit nicht richtig klar komme oder sehe das es doch nichts für mich ist und es nicht mehr zurückschicken kann, dann hab ich den salat :/

aber du hast von einem fernglas gesprochen? vielleicht sollte ich mir dann lieber erstmal sowas kaufen.. hab nämlich keines.. welches könntet ihr mir den da so empfehlen?

das Programm werd ich mir auf jeden fall gleich mal saugen, scheint sehr interessant auszusehen ;)

 
Zuletzt bearbeitet:
Alternativ um dich zu informieren kannst auch am 14. September auf die AME in Villingen-Schwenningen:
Astro Messe
Dort findest Du vom Fernglas bis zum Riesendobson alles was das Herz begehrt - und u.U. auch zu Messepreisen.
Bzgl. Fernglas: sieh dich nach einem 10x50 Fernglas um (die erste Zahl ist Vergrößerung und die zweite die Öffnung). Vergrößerungen größer als 10 kannst mit der freien Hand nur sehr schwer oder gar nicht mehr ruhig halten. Gutes Buch zum einlesen ist von Lampert Spix "Fern-seher". Kost nicht viel und gibt dir schon mal einen Überblick über die Technik und was so geht mit einem Fernglas. Beim Fernglas gilt das gleiche was Fee schon schrieb: Kauf kein Plasikschei..
Mir macht ein Fernglas Spaß, z.b. Milchstraße absurfen. Details an Planeten siehst damit aber nicht (Ausnahme Jupitermonde als Punkte um Jupiter herum).

Grüße
Matthias
 
Hi Squall,

also, ich will mich jetzt nicht gleich an ein astronomieverein anmelden oder so... sondern am wochenende einfach mal ein bisschen den sternenhimmel beobachten ohne jetzt gleich zum experten zu werden^^

ich will Dich nicht persönlich angreifen, aber ich verstehe Deine Argumentation nicht. Du willst "tiefer" ins All gucken. Was willst Du sehen? Sternpünktchen? Halt mehr als mit dem blosen Auge? Oder möchtest Du Sternhaufen, Planetarische Nebel, Galaxien... sehen?

Wenn Du ohne Kenntnisse mit einem x-beliebigen Teleskop an eine x-beliebige Stelle in den Himmel schaust, dann siehst Du Lichtpunkte (=Sterne). Falls Du es alleine geschafft hast, das Teleskop aufzubauen und ein Okular scharfgestellt bekommen hast. Das wars.

Du wirst ohne "Expertenwissen" kein einziges Objekt außer dem Mond gezielt finden. :mauer:

Dann sind aus meiner Sicht 200 Euro rausgeschmissenes Geld. Ist Dein Geld. Du kannst damit machen, was Du willst.

Du mußt ja nicht Zeit lebens Mitglied im Verein bleiben.

Das war für den Einstieg gedacht. Wenn Du merkst, daß das was für Dich ist, dann kaufst ein Teleskop. Wenn aber das Durchgucken nicht das ist, was Du Dir vorgestellt hast, dann hast kein Geld verbraten. :)

Bei vielen Vereinen kannst auch erstmal unverbindlich reinschnuppern, ob Dir die Leute und Gerätschaften liegen...

aber du hast von einem fernglas gesprochen? vielleicht sollte ich mir dann lieber erstmal sowas kaufen.. hab nämlich keines.. welches könntet ihr mir den da so empfehlen?

wenn Du nicht bereit bist, Dir das "Expertenwissen" anzulesen, ist auch ein Fernglas rausgeschmissenes Geld. Denn auch mit dem Fernglas mußt Du wissen, wo die Objekte stehen.

das Programm werd ich mir auf jeden fall gleich mal saugen, scheint sehr interessant auszusehen ;)

das Programm dient nur der Vorbereitung. Draußen im Dunkeln solltest nicht auf einen Bildschirm gucken. Den kann man garnicht sooo dunkel einstellen, als daß er nicht die Dunkeladaption der Augen kaputtmachen würde. Draußen mußt Du mit Rotlichttaschenlampe und einem Buch arbeiten. Das kann ein Sternatlaß sein oder selber ausgedruckte Karten...

All das kannst Du Dir natürlich im Selbststudium anlesen und in der Praxis erarbeiten. Aber in einer Gruppe mit anderen erfahrenen Amateuren bekommst Du es gezeigt. Das erspart Dir 2 Jahre Frust, weil Du ohne Verein/Sternwarte das Rad zig mal neu erfinden mußt und all die Fehler, vor denen Dich Beobachtungskumpels bewahren könnten, eben erstmal selber machst...

Ehe Du auch nur 1 Cent für ein Fernglas oder Teleskop ausgiebst, solltest Du wirklich mal bei anderen erfahrenen Amateuren durchschauen...

 
Warum gleich durch die Wand, Sternenfee ;-)

Wieso soll es keine Menschen gebenn die einfach mal so schauen wollen was da so am Firmament abgeht, ohne im Hinterkopf zu haben, dieses "mal Schauen" gleich zum Hobby “ausarten” zu lassen.

Programme wie Stellarium bieten nicht nur einen Nachtmodus an, man kann sich den aktuellen Nachthimmel mit seinen Sehenswürdigkeiten auch ausdrucken.

Klar mit sachkundiger Anleitung ist alles einfacher und manches erst möglich. Alles eine Sache des persönlichen Anspruchs. Meine Empfehlung, sich erst einmal bei anderen Sternenfreunden vor Ort kundig zu machen, wäre es auch. Ich sehe es aber nicht unbedingt als Grundvoraussetzung.

Schade das der 160/1300 Kson- Dobson

http://teleskop-spezialisten.de/Dobson_160mm.html

nicht mehr im Angebot ist. Der würde für diesen Zweck vollkommen ausreichen. Der Heritage 130/750 ist da wohl eher umstritten was die Qualität, auch der Optik, angeht.

Aber in seinem Fall könnte ich mir auch so etwas vorstellen:

http://www.astroshop.de/skywatcher-teleskop-ac-90-900-evostar-az-3/p,21947#tab_bar_0_select


Einige Besitzer (darunter auch erfahrene User dieses Forums) habe bereits bestätigen können, dass der 90 / 900 kein schlechtes Gerät ist.
Die AZ 3 dürfte demjenigen der mal schnell am Wochenende Mond, Planeten, Sternhaufen usw. schauen will, durchaus ausreichen.

Ein Fernglas, soweit es kein Schrott ist, kann man auch weiter verwenden, wenn das Sternegucken passe ist(wo befindet sich diese komische "e" mit dem Strichlein drüber auf der Tastatur?).
Die Einsteiger - Gläser von Nikon (8x40 oder besser 10x50) sollen ganz gut sein.

http://www.amazon.de/Nikon-8x40-CF-...=1375650900&sr=1-3&keywords=nikon+action+8x40

http://www.amazon.de/Nikon-10x50-Ac...1375650831&sr=8-4&keywords=nikon+action+10x50


VG,
Michael
 
Guten Morgen :)

vielen Dank nochmal für Eure Antworten! Eine Messe wär echt nicht schlecht, da könnte man echt mal hinfahren ;) und mit dem Fern-Glas informier ich mich mal genau.


ich will Dich nicht persönlich angreifen, aber ich verstehe Deine Argumentation nicht. Du willst "tiefer" ins All gucken. Was willst Du sehen? Sternpünktchen? Halt mehr als mit dem blosen Auge? Oder möchtest Du Sternhaufen, Planetarische Nebel, Galaxien... sehen?

das letzte, planeten, sternhaufen, nebel, galaxien :) aber fürn anfang planeten und sternhaufen, später dann nebel und galaxien.


Wenn Du ohne Kenntnisse mit einem x-beliebigen Teleskop an eine x-beliebige Stelle in den Himmel schaust, dann siehst Du Lichtpunkte (=Sterne). Falls Du es alleine geschafft hast, das Teleskop aufzubauen und ein Okular scharfgestellt bekommen hast. Das wars.

Du wirst ohne "Expertenwissen" kein einziges Objekt außer dem Mond gezielt finden. mauer

Aber das Wissen, wo man genau hinschauen muss und finden kann, kann man sich doch auch so aneignen oder? Ich bin auch eher so der einzelgänger oder werde dann mit Freunden gemeinsam das Universum beobachten.


das Programm dient nur der Vorbereitung. Draußen im Dunkeln solltest nicht auf einen Bildschirm gucken. Den kann man garnicht sooo dunkel einstellen, als daß er nicht die Dunkeladaption der Augen kaputtmachen würde. Draußen mußt Du mit Rotlichttaschenlampe und einem Buch arbeiten. Das kann ein Sternatlaß sein oder selber ausgedruckte Karten...

Aus diesem Grund hab ich mir jetzt erstmal "Sternkarte für Einsteiger: Einfach drehen, sicher erkennen" bestellt ;)



All das kannst Du Dir natürlich im Selbststudium anlesen und in der Praxis erarbeiten. Aber in einer Gruppe mit anderen erfahrenen Amateuren bekommst Du es gezeigt. Das erspart Dir 2 Jahre Frust, weil Du ohne Verein/Sternwarte das Rad zig mal neu erfinden mußt und all die Fehler, vor denen Dich Beobachtungskumpels bewahren könnten, eben erstmal selber machst...

Ehe Du auch nur 1 Cent für ein Fernglas oder Teleskop ausgiebst, solltest Du wirklich mal bei anderen erfahrenen Amateuren durchschauen...


Nagut, ich versuch das erstmal alleine und wenn ich sehe das wird nix oder nur sehr schwer dann überleg ich mir das nochmal mit dem Verein ;)

Danke dann übrigens nochmal für deine Hilfe!





@MichaD80

Danke für die Vorschläge! Wenn ich mich in die Bobachtung von Sternen etc reingelesen und informaiert habe werd ich mir denke mal eines von diesen bestellen und mal gucken ;)
 
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Hi,

Aber das Wissen, wo man genau hinschauen muss und finden kann, kann man sich doch auch so aneignen oder?

Natürlich, das geht. Ich habe es auch so gemacht. Nach anderthalb Jahren habe ich mich dann einer lockeren Beobachtungsgruppe (kein Verein!!!) angeschlossen und innerhalb von zwei Nächten mehr gesehen und gelernt als die zwei Jahre davor ;)

Nagut, ich versuch das erstmal alleine und wenn ich sehe das wird nix oder nur sehr schwer dann überleg ich mir das nochmal mit dem Verein

Ist kein Problem, warum wir immer gerne zu Kontakt raten ist die Tatsache, dass unheimlich viele mit weniger Geduld entnervt hinschmeissen weil manche Dinge in 5min im Gespräch und einmal am Teleskop zeigen eben besser verständlich sind als 20 Artikel darüber lesen :D Trotzdem musst du natürlich auf keinen Fall in einen Verein - bin auch das genaue Gegenteil eines "Vereinsmeiers", eine lockere Beobachtergruppe finde ich ideal, man kennt sich, man schätzt sich, man hilft sich, und wenn man mal keine Lust auf Gesellschaft hat, egal geht man halt alleine raus, ausserdem trifft man sich nicht an der "städtischen Sternwarte" sondern da wo das beobachten eben stattfindet: Auf nem dunklen Acker ;)

Viele Grüße Benny
 
Hallo,

wenn du ein passendes Gerät, ob Teleskop oder Fernglas, gefunden hast, brauchst du mit etwas Eigeninitiative und passenden Kartenmaterial keinen Verein, um das Gerät zu bedienen und um etwas am Himmel zu finden. Wären Fachgeschäfte für Teleskope genau so häufig anzutreffen wie Autohäuser, würde man hier nicht ständig auf Vereine verweisen müssen, um die Optik mal Probe zu... äh... fahren ;).

Eine drehbare Sternkarte ist eine gute Anschaffung. Die "Sternkarte für Einsteiger" ist sehr einfach gehalten. Sie ist zwar ausreichend, wenn es um das Erkennen der Sternbilder geht, jedoch gibt es da "gehaltvollere" Karten, die nicht viel mehr kosten. Einmal von Kosmos und vom Oculum-Verlag zum Beispiel. Auf beiden sind unter anderem die Messier-Objekte verzeichnet, von denen viele unter einem dunklen Himmel bereits mit einem Fernglas zu sehen sind. Zum Beispiel diverse Kugelsternhaufen, Offene Sternhaufen, ein paar helle planetare Nebel, die Andromeda-Galaxie etc.. Auf der Oculum-Karte sind die Objekte hervorgehoben, die man mit Fernglas noch sehen kann.

Allerdings reichen diese drehbaren Sternkarten nicht aus, um die Objekte auch tatsächlich zu finden. Viele springen einem nicht gerade ins Auge, wenn man das Fernglas/Teleskop ungefähr in die richtige Richtung hält. Man braucht zusätzlich noch Sternkarten, die einen kleineren Himmelsausschnitt und somit mehr Sterne zur Orientierung zeigen. Damit kann man sich dann von Stern zu Stern zum Wunschobjekt hangeln. Etwa der Atlas für Himmelsbeobachter (der Karkoschka) oder der Deep Sky Reiseatlas. Beide sind ringgebunden und wasserabweisend , der Karkoschka allerdings erst seit Kurzem (5. Auflage).
 
So war es nicht gedacht ;-)

Ich denke, Du bekommst von anderen Usern noch weitere Vorschläge!
Lass Dir Zeit!

VG,
Michael
 
Hi Squall,

das letzte, planeten, sternhaufen, nebel, galaxien :) aber fürn anfang planeten und sternhaufen, später dann nebel und galaxien.

der Planet Saturn ist jetzt am Abendhimmel schon seeeehr tief am Horizont. Da wabert und schwabbelt das Bild im Okular sehr heftig, weil das Licht eben sehr schräg durch unsere Atmosphäre muß. Du kannst garnicht mehr richtig scharf stellen. Bei Venus das selbe - die ist auch schon zu tief für ne ordentliche scharfe Abbildung. Jupiter, Mars und Merkur kommen grad morgens in der Dämmerung über den Horizont.

Planeten beobachten ist jetzt grad also eher ungünstig. ;)

Sternhaufen findest etliche in der südlichen Milchstraße, oder auch 2 im Sternbild Herkules. Die sind schon im Fernglas als nebeliges Wölkchen zu erkennen.

Da Du aber noch nie selber durch ein Teleskop geguckt hast, kann es sein, daß Du völlig falsche Erwartungen hast, was Du zu sehen bekommst. Denn die meisten Anfänger, die ich kenne, haben die schönen fotos im Kopf, die man aus Büchern, TV-Dokus oder dem Internet kennt. So sieht es aber nicht aus. Weder in einem kleinen Telesköpchen für 200 Euro noch in einem richtig teuren Gerät. Daher der Vorschlag, mal bei anderen (egal ob Sternwarte, Verein oder lockere Beobachtergruppe) durch deren Teleskope zu schauen. Denn da kannst Dich erstmal nur aufs Schauen konzentrieren.

Du müßtest Dir in dem Fall keine Gedanken machen über das Auffinden, die Orientierung am Himmel, die Wahl des richtigen Okulars, den Aufbau des Teleskopes, das Einnorden, das Teleskop justieren...

Wenn Du als blutiger Anfänger all diese Punkte alleine hinbekommen willst, ist es sehr schwer.

Aber das Wissen, wo man genau hinschauen muss und finden kann, kann man sich doch auch so aneignen oder? Ich bin auch eher so der einzelgänger oder werde dann mit Freunden gemeinsam das Universum beobachten.

natürlich kannst Du Dir das selber aneignen. Aber es braucht einige Zeit. Und viel Durchhaltevermögen/Frusttoleranz.

Guck in den nächsten Tagen abends zum Himmel, wenn der Mond auftaucht. Merk Dir, wie groß er Dir erscheint. Dann schau in das Programm Stellarium. Nimm den Mond als Anhaltspunkt, und guck, was in seiner Nähe (4x Monddurchmesser) an Objekten im Programm vermerkt ist. Dann versuche, die Sternkonstellationen aus dem Programm zu erkennen.

Dabei wirst Du merken, wie schwer es für Dich ist, sich "da oben" zu orientieren.

Dank all der elektronischen Helferlein sind wir heute nicht mehr gewohnt, unser Gedächtnis zu trainieren/nutzen.

Wenn das Teleskop/Fernglas nur wenige mm an die falsche Stelle vom Himmel zeigt, ist das gesuchte Objekt eben nicht sichtbar.

Und selbst wenn Du genau an die richtige Stelle guckst, kann es sein, daß Du das Objekt nicht wahrnimmst, weil Du etwas anderes erwartest. Z.B. bunt leuchtende, kräftige Nebel. Die sehen im Fernrohr aber eher unspektakulär aus und sind nur graue "Etwasse". So wie Rauch aus einer Zigarette.

Darum ist es wirklich besser, zuerst mal jemand anderes (der sich mit dem ganzen Kram auskennt) die Objekte einstellen zu lassen und nur durchzusehen. Damit Du erstmal das "teleskopgucken" erlernst. Wenn Du das dann kannst und weißt, wie die Objekte aussehen sollen, dann wird es viel leichter für Dich, sie selber zu suchen und sich dann zu freuen, wenn Du sie gefunden hast. :)

Aus diesem Grund hab ich mir jetzt erstmal "Sternkarte für Einsteiger: Einfach drehen, sicher erkennen" bestellt ;)

ja, das ist ein guter Einstieg, um erstmal die Sternbilder zu lernen. Damit Du eine grobe Orientierung am Himmel erhältst. Aber zum Finden von Sternhaufen und Nebeln sind die viel zu grob. Da suchst Dir nen Wolf...

Dazu brauchst genaueres Kartenmaterial. Du kannst diese Karten selber ausdrucken oder als gebundenes Buch kaufen. Dann brauchst aber noch dringend ne Rotlichttaschenlampe. Die muß gaaanz schwach sein. Geh mit der Taschenlampe dicht an die Karte ran. Mit einer helleren Taschenlampe blendest Du Dich. Dann geht die Iris in Deinen Augen zu und Du siehst die nächsten 10 Minuten rein garnix am Nachthimmel.

Bis Du "da oben" wieder was siehst, hast vergessen, wo genau Du nach dem Nebel oder Sternhaufen suchen sollst. ;)

Darum die Rotlichttaschenlampe. Die blendet Deine Augen nicht...

 
Hi Squall
nach Deiner Eingangsschllderung behaute ich mal ganz frech,
dass Du abgesehen von Mond und Planeten gar nicht weißt was Du sehen willst. Weil nämlich nicht weißt wie es aussieht im Teleskop. Und genau da geht es los.

Ausserdem hast Du bedenken, dass Du wieder hinschmeißt wenn es nichts ist. Richtig, dann sind auch 200 Eumel am Fenster raus geworfen. Das ist Grund 2....

für die Empfehlung: Einlesen auf Astroseiten und Kontakte knüpfen und dort mal live das Ganze zu sehen.

Nach 1 oder 2 Nächten wirst Du wissen was Du willst und dann kann man gezielt beraten.
CS
 
Hi Squall,

Ich will nicht auch noch mit frommen Sprüchen kommen, aber nimm dir die Tipp´s von Fee echt zu Herzen,die Frau weis wovon sie spricht und hat mir auch schon bei Problemen sehr geholfen, ohne wie es hier leider oft geschieht, die Dinge zu komplizieren.

Gruß
Robert

P.S.

Danke Fee!!!...
 
Hallo Heiko,
Zitat von Hisaak:
Hallo,

wenn du ein passendes Gerät, ob Teleskop oder Fernglas, gefunden hast, brauchst du mit etwas Eigeninitiative und passenden Kartenmaterial keinen Verein, um das Gerät zu bedienen und um etwas am Himmel zu finden. Wären Fachgeschäfte für Teleskope genau so häufig anzutreffen wie Autohäuser, würde man hier nicht ständig auf Vereine verweisen müssen, um die Optik mal Probe zu... äh... fahren ;).
da vergisst Du aber einen entscheidenden Unterschied!

Um ein Auto fahren zu dürfen, bedarf es erst eines Führerscheines mit theoretischer und praktischer Ausbildung, sowie bestandener Prüfung.

Würde es so Etwas, mit vergleichbarem Umfang, auch für die Astronomieeinsteiger geben, wären die Einsteigerforen leer und wir müssten uns nicht den immer wiederkehrenden, oft nervenden gleichen Fragen von Newbies stellen...aber dann könnten wir ja auch nicht schlau daher reden bzw. würden nicht mehr wahrgenommen... ?)

Nein, nein, wie schon geschrieben, ist eine praktische Lehrstunde bei einem/mehreren erfahrenen Spechtelkollegen durch k e i n e Theorie zu ersetzen :super:
 
Hallo Werner,

stimmt, das habe ich nicht bedacht. Allerdings besteht keine Lebensgefahr für andere Beobachter, wenn sich ein Anfänger hinter ein Teleskop klemmt ;).

Es klingt bloß manchmal so, als ob man sich ohne praktische Lehrstunde durch ein tiefes Tal der Tränen kämpfen muss, um mit Gerät und Beobachtung klar zu kommen. Dem ist aber nicht unbedingt so. Es hat natürlich Vorteile, wenn man praktische Hilfe von Leuten bekommt, die in ihrer Laufbahn viele Erfahrungen gemacht und aus Fehlern gelernt haben und einen Neuling vor denselben bewahren können. In meiner Jugend (vor dem Internet-Zeitalter) hätte ich mir auch Hilfe von erfahrenen Leuten gewünscht. Da hat es gedauert bis ich herausfand, das ich meine damalige Montierung auch Einnorden muss (das war vorher vielleicht ein Gekurbel...) und man Spiegelteleskope auch kollimieren kann (und muss, wie sich bei meinem ersten Versandhaus-Newton herausstellte).
 
hallo :)


tut mir leid für meine verspätete reaktion ich war letzte zeit etwas viel beschäftigt ~.~

ich habe mir eure beiträge jetzt in ruhe durchgelesen und vielen dank an euch für die vielen tipps und hilfen!


leider kenne ich keinen aus meiner familie oder verwande die schon mal so was gemacht haben, bin daher erstmals komplett auf mich alleine gestellt, was ich aber nicht wirklich schlimm finde.


ja, ich denke diese sternkarte bringt mich erstmal weiter, wenn ich die sternbilder usw. gefunden habe und mit der karte gut klar komme, besorg ich mir ein professionelleres buch oder karte ;)

im moment bin ich erst mal dabei die ganzen begriffe zu lernen, was die bedeuten und so und wie man ein teleskop bedient. ja ich konnte es mir einfach leider nicht verkneifen und hab mir letzte woche den skywatcher evostar 90 auf az3 stativ gekauft >.< aber ich hab 30 tage rückgabe garantie!!!

ich bin mit dem ding auch eig. ganz zufrieden! der aufbau war zunächst ein bisschen verwirrend, weil die anleitung komplett auf englisch war! aber am ende hab ich es mit viel geduld und einlesen hinbekommen ;) weiß auch jetzt wofür die meisten drehknöpfe gut sind und wie man die bedienen muss.

jedoch frage ich mich, wie ich bei diesem teleskop (skywatcher evostar-90) an ein objekt "anzoomen" kann und dann "fokussieren, also scharf stellen". ich war gestern abend mit zwei kumpels auf ‘nem' dunklen acker und hab zunächst ein paar terrestrische beobachtungen gemacht und ein bauern bei seiner arbeit zugesehen :d aber da kam mir auch die frage, wie ich näher an den bauern "zoomen" kann und ihn dann "fokussieren, also scharf stellen" damit ich die details erkenne.. diese funktion hab ich nicht gefunden, kann mir da jemand weiterhelfen? :( denn der bauer war ca. 3-4km entfernt und wenn ich mir jetzt so denke:" hm, was ist wenn ich den mond anvisiere, dann seh ich ja garnix wenn das teleskop nur 3-4km weit schauen kann!" o.ô

dann war bei dem teleskop noch zwei okulare dabei eines mit 10mm und das andere mit 25mm
25mm = super 25 wide angle long eye relif
10mm = super 10mm

was genau bedeuten das? im internet konnte ich nichts genaues dazu finden...




als ich dann erst mal genug von landschaftsbeobachtungen hatte, hab ich mein teleskop auf den sternenhimmel gerichtet und wie zu erwarten war, erst mal nichts gesehen! aber das war mir auch irgendwie klar, da ich noch einsteiger bin (habt ihr ja auch gesagt ;) )
aus diesem grund hab ich dann meine sternkarte rausgekramt und versucht ein bisschen die sternbilder zu finden, aber da komm ich irgendwie überhaupt nicht klar... weil wenn ich so hochgucke, seh ich sooo viele sterne.. hat jemand ein tipp wie ich die am besten erkennen kann?


ich freue mich über jeden hilfreichen beitrag! und ich denke dass ich damit erst mal beschäftigt bin! bin auch ein sehr geduldiger mensch.


achso, ich hab mich ein bisschen informiert und bei uns in der nähe gibt es sogar eine sternwarte und ein verein (hätt ich nicht gedacht!) ich denke da geh ich mal vorbei :) aber möchte gerne zunächst ein bisschen mehr alleine erlernen.


 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Squall,

Zoomen kann man nur mit einem Zoomokular. Du hast Okulare mit Festbrennweiten, die eine feste Vergrößerung erreichen. Die Vergrößerung muss man für jedes Teleskop selbst ausrechnen. Das macht du, indem du die Brennweite des Teleskops durch die Brennweite des Okulars teilst. In deinem Fall wären das für das 10 mm Okular:

Teleskopbrennweite 900 mm / Okularbrennweite 10 mm = 90-fache Vergrößerung

Bei Okularen anderer Brennweiten ergeben sich dann natürlich andere Vergrößerungen.

Um am Himmel Scharfzustellen sucht man sich einen hellen Stern, peilt ihn mit dem Teleskop an, und bewegt die Rädchen am Okularauszug so, dass der Stern möglichst punktförmig erscheint. Dann ist alles andere am Sternhimmel ebenfalls scharf. Das muss man bei jedem Okularwechsel wiederholen.

Um die Sternbilder kennenzulernen, suche dir am besten eine auffällige Konstellation, beispielsweise der große Bär bzw. der große Wagen. Sobald du ein solches Sternbild erkannt hast, suchst du die Sternbilder neben diesem Sternbild. Dann hast du immer einen Ausgangssternbild als Orientierungspunkt. So arbeitest du dich dann von Sternbild zu Sternbild.

Die drehbare Sternkarte musst du übrigens immer so halten, dass die Himmelsrichtung in die du siehst auf der Karte nach unten zeigt. Wenn du von Süden nach Norden schaust, muss du die Karte also auf den Kopf stellen, damit die Sternbilder auf der Karte auch so stehen, wie sie am Himmel stehen.
 
Hi :)

asoo funktioniert das, verstehe, und danke für den tipp! :)

mit der sternkarte muss ich mal rumgucken, die hab ich noch net so gescheckt.. aber das ich die senkrecht statt wagrecht halten muss, wusst ich nicht, heut abend geh ich wieder raus und versuch ein paar sternbilder zu deuten, ich werde dann nochmal berichte.
hab übrigens auch sone app gefunden namens "Google Sky Map" die zeigt auch alle sternbilder wo man hinguckt o.o

 
Hallo Squall,

Stellarium ist gut. Hier kannst Du sogar die Daten von Teleskopen und Okularen eingeben und dann sehen, wie in etwa sich die Vergrößerung bemerkbar macht. Allerdings sind die Bilder dort meist viel heller als man sie in Wirklichkeit sieht und obendrein farbig.

Du musst übrigens nicht Mitglied eines Vereins werden, um mit anderen Sternfreunden beobachten gehen zu können. Wir haben hier in Leipzig und Umgebung eine lockere Runde von etwa 25 Leuten und einen monatlichen Stammtisch, bei dem sich auch immer mal wieder neue Leute vorstellen. Mancher kommt dann ein paar Mal mit beobachten und kauft sich dann selbst ein Teleskop. Oder er merkt noch vor dem Kauf, dass es doch nichts für ihn ist. Auf jeden Fall bleibt den Leuten die Enttäuschung erspart, sich zunächst teures oder nutzloses Zeug zu kaufen, dass dann anschließend Spinnweben ansetzt. ;)

Du kannst ja mal nachschauen, wo in Deiner Ecke es Astrostammtische oder Beobachterrunden gibt. Notfalls kannst Du auch bei einem Verein oder einer Sternwarte nachfragen oder zu einem Teleskoptreffen gehen.

http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/forums/17/1/Treffpunkt

Gruß, Günther.
 
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