Einsteiger-Teleskop gesucht

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shoelzner

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Liebes Forum,

ich möchte mir einen alten Kindheitstraum erfüllen und in die praktische Astronomie einsteigen. Obwohl mit viel Astrophysik aus dem Studium gesegnet, ist dies mein Debüt in der praktischen Astronomie. Ich weiß also genau, was im Deep und Near Sky zu sehen ist - und auch, was nicht zu sehen ist und warum -, habe Optik aber immer ignoriert und kämpfe mich gerade wieder einmal durch die Grundlagen von Öffnung, Brennweite, Okularen, Filtern, usw.

Nun soll ein passendes Teleskop angeschafft werden. Die Standardprogramme von Celestron, Meade/Bresser und Vixen habe ich mir angeschaut, bin aber nun an einem Punkt, wo ich gerne Euren Rat hätte.

Zum Verständnis meine wesentlichen Absichten:

- GRUNDSÄTZLICHES: Ein solides Einsteigergerät sollte es sein. Eines, über dass man auch in ein paar Jahren als fortgeschrittener Himmelsbeobachter nicht den Kopf schüttelt. Preislich will ich keine Vorgaben machen, Qualität darf ruhig kosten, und es muss nicht die unter-200-Euro-Klasse sein. Geld rauswerfen muss natürlich ebenfalls nicht sein.

- OBJEKTE: Langfristiges Ziel ist die Deep Sky-Beobachtung, für den Anfang ist ein „Allround“-Gerät aber okay. Einen Deep Sky-Spezialisten kann ich mir später immer noch zulegen. Bisher habe ich meine Suche im Wesentlichen auf Newtons und SCs (Celestron Omni XLT 150 oder 127 oder NexStar SE 5) konzentriert.

- WOHNORT: Ich wohne im Ruhrgebiet (Stadt) und will es auch unterwegs/im Urlaub benutzen. Ein Kombi ist vorhanden, ich will aber erstmal keinen Riesenaufwand treiben; das Teleskop sollte also vernünftig transportierbar sein und nicht exorbitant viel wiegen. Ein Dobson sollte es also nicht sein (wenn es auch für Deep Sky toll wäre, den Großteil des Platzes in unserem Auto beansprucht jedoch unsere Tochter ;-)

- MONTIERUNG: Sie sollte vor allem stabil sein. Sollte ich parallaktisch präferieren?

- MOTORSTEUERUNG/GOTO: muss für den Anfang nicht unbedingt sein. Eine motorisierte Nachführung oder sogar ein GOTO sind natürlich nett, ggf. gibt es Geräte (gerne auch eine Kombination aus Montierung und Optik), bei denen dies später nachrüstbar ist? Ansonsten wäre es toll, wenn Ihr mir aus Eurer Erfahrung je ein Gerät mit und eins ohne GOTO empfehlen könntet. Grundsätzlich bin ich aber ambitioniert genug, den Himmel kennen zu lernen und nicht nur zu erklicken.

- PHOTOGRAPHIE: Später, nicht jetzt. Dafür fehlt Erfahrung. Dennoch sehr reizvoll und für die Zukunft auch absolut geplant, aber dafür kann dann später die zweite Generation angeschafft werden - fürchte ich. Oder kann ich Montierung oder anderes Zubehör schon jetzt vorausschauend dimensionieren?

-SONSTGES: Ich bin Brillenträger. Gibt es hier noch etwas Spezielles zu beachten?

Ich weiß, dass es Sinn macht, sich viele Gerät im Vorfeld anzusehen und auszuprobieren. Werde ich auch mit dem Einstieg sicherlich angehen, das wird aber sicher etwas dauern, bis sich hier ein klares Bild heraus kristallisiert. Ich würde deshalb gerne jetzt schon mit einem soliden Gerät starten, um auszuprobieren, zu spielen und erste Erfahrungen zu sammeln.

Ich habe zwar eine ungefähre Vorstellung, welches Gerät sinnvoll wäre, möchte Euch aber nicht beeinflussen. Dankbar wäre ich vor allem für ganz konkrete Hinweise auf Hersteller/Modelle, mit denen Ihr gute Erfahrungen gemacht habt. Ein „Newton 114/900“ ist sicherlich auch hilfreich, konkreter wäre aber schöner.

Es gibt hier sicher keine eindeutige Antwort, nur viele Meinungen. Was würdet Ihr mir empfehlen?

* ergänzt *

Viele Grüße,
Stefan
 
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Hallo,

dein Name?

Diese Links haben schon vielen geholfen:
http://www.svenwienstein.de/HTML/einsteiger-ecke.html
http://www.deepsky-brothers.de
http://www.taunus-astronomie.de

Kannst du das näher erläutern, was du zum Dobson sagst? Parallaktische Montis sind eher schwerer und sperriger. Dobsons sind einfach, nicht allzu schwer, stabil. Vielleicht liegt hier ein Missverständnis vor.

Und es tut sich einiges in letzter Zeit. Es gibt jetzt die Flex-Tube-Dobs. Die sind halt noch besser zu transportieren. Es liegen nur wenig Erfahrungberichte vor, aber der Trend ist positiv.

Mi Gruss,
Joachim
 
Hallo Joachim,

vielen Dank schon einmal für die Links, in der Tat sehr hilfreich. Hinsichtlich des Dobsons werde ich Deine Anregung mal aufgreifen, vielleicht hat der erste Eindruck das Urteilsvermögen getrübt. Ich habe mir vorgestellt, dass das Teleskop mit anderen Dingen für einen Urlaub im Auto transportiert werden sollte. Das "Reisedobson" sieht aber tatsächlich transportabel aus.

Den Namen hab ich ergänzt ;-)

Grüße
Stefan
 
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Hallo Stefan,

die Einsteigerseiten werden dich in optischen Belangen sicherlich weiter bringen. Es hilft auch, hier im Forum einige Beiträge mitzulesen.

Wenn bisher noch keine Erfahrung vorhanden ist, so glaube ich, dass du vor allem wissen solltest, worauf du dich mit welchem Gerät einlässt und was du optisch/mechanisch erwarten kannst.

Das ist in einem Thread nur ansatzweise zu vermitteln, wie ich meine.

Deine Anforderungen an die Optik gehen in Richtung Öffnung, deine Anforderungen an die Mobilität verlangen aber auch Berücksichtigung.

Natürlich ist ein kleiner ED-Refraktor transportabel und robust; auch die Montierung darf kleiner ausfallen. Doch eine Öffnung von 3" - 4" ist in Sachen DeepSky begrenzt.

Ein Newton als Dobson hat Öffnung, ist aber wenigstens als 'faltbares' System zu wählen, wenn dieser neben dem Urlaubsgepäck ins Auto soll. Dafür gehen aber auch 8".

Ein Newton auf einer parallaktischen Montierung verbraucht ebenfalls Platz. Die Montierung, das Stativ und Gegengewicht wollen auch untergebracht sein. Das passt für 4.5 - 6" gerade noch zum Gepäck.

Preisliche geht beim Dobson fast alles in die Optik, bei einem parallaktisch montierten Newton zur Hälfte in die Montierung, bei einem Refraktor kosten die Linsen einfach Geld.

Jetzt gibt es noch ein paar Dinge, die du einfach aus den oben genannten Seiten herausziehen kannst. Da wird von Öffnungsverhältnis gesprochen und von Okularen, Filtern etc.
Da wird geschrieben, dass ein Newton die Bilder auf dem Kopf zeigt und ein Refraktor mit Zenitspiegel (ohne geht halt kaum) zwar aufrecht, aber seitenverkehrt. Alles wichtig, wenn du wissen möchtest, was dich bei welchem Gerät erwartet.

Mein zusätzlicher Tip: Schau bei den Onlinehändlern auch nach dem Gewicht der Teile.

Clear skies,
Stefan
 
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Hallo Stefan,

in vielem was Du geschrieben hast finde ich mich wieder.
Deshallb schreibe ich mal welche Geräte ich benutzt habe und benutze.
Ich habe jahrelang mit einem Nikon 8x40 und einem Telementor (Refraktor 63/840) beobachtet und konnte eine Menge sehen.
Hol Dir einen "Mittelklasse" Feldstecher 8*40- 10*50. Auch mit größerem Gerät kann man den immer gebrauchen.
Mit größeren Gerät bin ich auch erst Anfänger. Seit einem halben Jahr habe ich einen Orion 6" f/6 Dobson und bin recht zufrieden. Häufig lege ich damit einen knappen Kilometer zu Fuß zurück. Transportabilität ist also gegeben. Sollte mich die Lust an Photographie noch packen, hoffe ich den Tubus auf eine HEQ5 packen zukönnen. Das wird dann zu Fuß aber nicht mehr gehen.

Eins ist aber unbedingt notwendig. Schau Dir an und besser noch durch, was Du kaufen willst. Vielleicht auch noch ein paar Alternativen.

Gruß Lutz
 
Hallo zusammen,

vielen Dank erst einmal für Eure Ratschläge. Für die nächste Woche Kurzurlaub "auf dem Lande" habe ich mir in der Tat nun erst einmal einen leichten Mittelklasse Feldstecher 10x50 zugelegt und extra Literatur eingepackt. Ich wünsche mir mal selber "clear skies" und dann ein "clear mind", dann sehe ich vermutlich schon weiter.

Bis dahin viele Grüße,

Stefan
 
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