Einsteiger-Teleskop und Zubehör

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Darkbane

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Hallo,

mein Name ist Christian, bin noch 30 Jahre alt und wohne in Köln. Wie die meisten mit einer Einsteiger-Frage geht es natürlich darum, dass richtige Teleskop und das passende Zubehör zu finden. ;)

Wie ich beim durchsuchen des Forums und einiger anderer Seiten bereits meine gelesen zu haben, ist wohl ein Dobson für den blutigen Anfänger eine gute Wahl. Ins Auge gefasst habe ich dabei den Skywatcher Skyliner-200P.
Da ich primär vom Balkon aus beobachten möchte (unser Balkon bietet freie Sicht zwischen Süden und Westen, auch nach oben), ist meine erste Frage, ob sich dieses Teleskop auch für die Stadt eignet oder ich mit einem anderen glücklicher würde?

Weiterhin lass ich, dass ein Weitwinkel Okular für den Anfang auch ganz gut wäre und den Preis lohnt. In dem entsprechenden Thread ging es jedoch um ein f/8 Teleskop. Der oben genannte f/6 bräuchte somit ein anderes. Wäre da z.B. das GSWA42 geeignet oder gäbe es sinnvolle(re) Alternativen dazu?

Etwas verwirrt mich noch die Größen der Filtergewinde. Auch wenn des Teleskop eine "Reduzierung für 1,25" enthält, bin ich mir nicht sicher, ob ich einen 1,25" Graufilter einfach mit dem 2" Okular kombinieren kann? Wenn es Probleme macht, wäre es sinnvoller ein 2" Graufilter zu holen oder das Weitwinkel Okular auch in 1,25"?

Und zu Letzt noch die Frage nach dem Sucher. Ich lass dass man sich (auch bereits bzw. grade da) für den Anfang einen Telrad oder Rigel leisten sollte. Preislich unterscheiden diese sich ja kaum. Ist es auch eher eine Glaubensfrage was besser ist, oder unterscheiden sie sich doch in gewissen Punkten?

Schon Mal vielen Dank im Voraus!

Gruß,
Christian
 
Hallo Christian,

Da ich primär vom Balkon aus beobachten möchte (unser Balkon bietet freie Sicht zwischen Süden und Westen, auch nach oben), ist meine erste Frage, ob sich dieses Teleskop auch für die Stadt eignet oder ich mit einem anderen glücklicher würde?

Wenn Euer Balkon breit genug ist, spricht wenig gegen den von Dir ausgesuchten Dobson. Die einzige Beschränkung ist das Balkongeländer. Da sollte der Tubus nicht anstoßen ;)

Eventuell mußt Du die Rockerbox für horizontnahe Beobachtungen auf eine umgedrehte Getränkekiste oder ähnliches stellen.

Bei Beobachtungen aus der Stadt raus hast eine Einschränkung bei den zu beobachtenden Objekten. Lichtschwache, flächige Objekte wie Galaxien gehen in der Lichtverschmutzung durch die Lichter der Stadt unter. Hellere Objekte wie Sonne, Mond und Planeten sowie Kugelsternhaufen lassen sich dagegen prima beobachten. Bei Planetarischen Nebeln kannst mit einem CLS oder UHC Filter den Kontrast zum Himmel verbessern.

Etwas verwirrt mich noch die Größen der Filtergewinde. Auch wenn des Teleskop eine "Reduzierung für 1,25" enthält, bin ich mir nicht sicher, ob ich einen 1,25" Graufilter einfach mit dem 2" Okular kombinieren kann?

nein, das geht nicht. Anderst rum wird ein Schuh draus. Du kannst einen 2" Filter in das 2" Gewinde des Reduzierrings einschrauben und dann in den Reduzierring ein 1 1/4" Okular stecken. Das mach Sinn, wenn Du ein Objekt nacheinander mit verschiedenen Vergrößerungen anschauen und nicht jedesmal den Filter von einem zum anderen Okular dranschrauben willst.

Wenn es Probleme macht, wäre es sinnvoller ein 2" Graufilter zu holen oder das Weitwinkel Okular auch in 1,25"?

2" Graufilter und 2" Weitwinkelokular. Okulare für höhere Vergrößerung dann in 1 1/4". :)

Und zu Letzt noch die Frage nach dem Sucher.

Ich habe einen Telrad und den 8x50 Sucher. Beide sind ok, aber ich nutze lieber den Telrad, weil ich da die Sterne außerhalb des Telradgesichtsfeld halt auch sehe. Die roten Kreise vom Telrad lassen mich die Entfernungen zum Objekt besser abschätzen. Ich kann sie in meinem Planetariumsprogramm (Guide 8) einblenden und mich so besser orientieren...

 
Hallo Christian und Willkommne hier,

ein 42mm Okular ist für die Stadt wahrscheinlich ungeeignet. Als Faustregel kann man sagen die AP sollte der Himmelsqualität in mag entsprechen. Dazu lies Dir mal diesen Link durch: Thema AP

Und zu den Filtern: UHC oder OIIIl

Auf dem Balkon könnte das mit dem Dobson schwierig werden. Das musst du aber abschätzen ob da genug Platz für ist. Wenn nicht müsste man vielleicht nochmal klärne welcher Teleskoptyp für Dich sonst in Frage kommen würde.

Ich empfinde einen 8" Dobs als einen wunderbaren Allrounder was das visuelle betrifft.

Wenn Du dich auf bestimmte Objekte beschränken/spezialisieren willst dann kämen aber eventuell andere Teleskope in frage.

LG & CS
Basti
 
Hallo Fee,


vielen Dank für die Antwort, das hat mir schon Mal weitergeholfen. Natürlich habe ich nun noch mehr Fragen. ;)


Bei Planetarischen Nebeln kannst mit einem CLS oder UHC Filter den Kontrast zum Himmel verbessern.

Wäre ein CLS- oder UHC-Filter für den Anfang empfehlenswert, so dass man überhaupt mehr als eine Handvoll Objekte am Himmel sieht oder eher die nächste Anschaffung, wenn man weiß wo oben und unten am Teleskop ist? ;)


2" Graufilter und 2" Weitwinkelokular. Okulare für höhere Vergrößerung dann in 1 1/4". :)

Also Filter wenn möglich in 2" und Okulare entsprechend der Funktion in 1,25" oder 2"?


Nun noch zum Thema Justierlaser. Was man hier im Forum so liest, klingt grob nach "eigentlich taugen die nichts, aber für den Anfang besser als nichts". Die Frage wäre nun bekommt man eine Justage auch ohne so ein Hilfsmittel als unerfahrener Anfänger hin? Und wie oft justiert man sein Teleskop, wenn es quasi nur auf den Balkon und zurück in die Wohnung getragen wird?
Dann habe ich noch gelesen, dass die meisten Laser (selbst wenn sie um die 40 Euro kosten) selber nicht genau sind (womit sie irgendwie sinnlos sind) und man dann lieber das doppelte für einen guten zahlen soll. Gut wäre wohl ein Göbel Laser (wenn es die noch geben würde) oder einer von www.drehen-und-mehr.de. Oder sieht es vielleicht doch ganz anders aus?

Gruß und vielen Dank!
Christian
 
Hallo nochmal Christian,

Ob ein OIII oder UHC von Anfang an sein muss hängt stark von der Lichtverschmutzung vor Ort ab. Bestimme doch einfach mal Deine Himmelsqualität in mag und teile sie uns mit.

Zu den Justierlaser:
Viel - vor allem die alten Hasen - halten nicht viel davon *weg duck*.
Es sind einige Dinge zu beachten aber wenn man alles richtig macht ist das eine tolle Methode seinen Newton zu kollimieren.
Die billigen Laser haben meist das Problem, dass sie nur eine relativ kleine Auflagefläche am OAZ haben und dadurch sehr stark kippeln oder leicht verkannten. Ich habe einen von "drehen-und-merh", der ist echt Top und kann ich dir uneingeschränkt empfehlen.
Die einfachste Methode einen Newton zu justieren ist wohl die Filmdose. Google das mal oder suche hier im Forum. Da findest Du sicher was.

LG & CS
Basti

PS: hier noch ein toller Link zur Justage
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Basti,


auch Dir Danke für Deine Antwort. :) Hatte sie bei meiner Letzten zu spät gesehen.


ein 42mm Okular ist für die Stadt wahrscheinlich ungeeignet. Als Faustregel kann man sagen die AP sollte der Himmelsqualität in mag entsprechen. Dazu lies Dir mal diesen Link durch: Thema AP

Bei der Seite scheine ich irgendwas nicht zu verstehen. Wenn ich nun die Rechnung dort aufstelle, komme ich bei (7/200)*1200 auf 42. Aber ich sah, dass für das Teleskop ein TSWA38 empfohlen wird. Verstanden habe ich es zwar nicht, aber ich hoffe die Empfehlung ist nicht falsch und irgendwann verstehe ich es bestimmt auch noch. ;)


Ob ein OIII oder UHC von Anfang an sein muss hängt stark von der Lichtverschmutzung vor Ort ab. Bestimme doch einfach mal Deine Himmelsqualität in mag und teile sie uns mit.

Einfach ist einfach gesagt. ^^ Wenn es gleich Mal dunkel ist und sollten dann die Wolken weg sein, werde ich es Mal versuchen. Aber ich befürchte schlimmes. Auf jeden Fall unter 20 mag, vermutlich sogar unter 19 mag.


Auf dem Balkon könnte das mit dem Dobson schwierig werden.

Der Balkon ist 1,80 x 1,60 groß bzw. klein. Prinzipiell zwar recht wenig Platz aber in dem Fall dürfte es eigentlich ein Vorteil gegenüber den typischen langen, schmalen Balkonen sein.


Ich empfinde einen 8" Dobs als einen wunderbaren Allrounder was das visuelle betrifft.
Wenn Du dich auf bestimmte Objekte beschränken/spezialisieren willst dann kämen aber eventuell andere Teleskope in frage.

Das war auch der Grund weswegen ich mich erst Mal für dieses interessierte (halt aus dem was ich sonst so gelesen habe). Wenn es aber aufgrund des recht hellen Himmels jedoch sinnvoller wäre sich auf helle Objekte zu beschränken, würde ich natürlich fragen, was die bessere Alternative ist und was dann da alles zu beachten ist. ;)



Super! Ich werde mich da Mal durcharbeiten, aber auf den ersten Blick erscheint mir die Methode mit dem Laser erst Mal recht einfach.
Bei drehen und mehr steht, dass man bei Newtons ab 10" einen 2" Laser nehmen sollte. Da am 8" auch ein 2" Gewinde ist, würde ich ja sagen, dass man auch da den 2" Laser nimmt, oder ist das in dem Fall egal?


Gruß,
Christian
 
Hallo Christian,

bei der Formel (7/200)*1200 = 42 musst Du die AP anpassen.
Wenn du nun deinen Himmel eingeschätzt hast, sagen wir mal auf 5 mag, setzt du stat der 7 die 5 ein und kommst so auf die Okularbrennweite die zu Deinem Himmel passt.

Auf jeden Fall unter 20 mag, vermutlich sogar unter 19 mag.
Du redest sicher von Magnituden pro Bogensekunde². Die Magnitude des kleinsten (dunkelsten) Sterns der mit dem Auge sichtbar ist ist aber die Bezugsgröße in der obigen Formel.
Ich erreiche z.B. über 6mag bei mir an der polnischen Grenze. Ich denke in der nähe von Köln wirst du nicht über 4,5-5mag kommen. Kann ich aber nicht abschätzen. Habe noch nie aus einer so großen Stadt beobachten müssen.

Beim 2'' Justagelaser kannst Du die 1,25" Reduzierung weg lassen. Eine Fehlerquelle weniger ;)

LG & gute Nacht
Basti
 
Hallo Christian,

du kannst das 42er theoretisch schon benutzen, aber es schaufelt so viel Licht in deine Optik, dass du es sinnbringend nur bei wirklicher Dunkelheit einsetzen könntest. In der Stadt ist dies nur selten der Fall. Die eher dunklen Deepsky-Objekte werden sich mit AP 7mm zum hellen Himmelhintergrund kaum absetzen/finden lassen.

Ich würde dir bei eher hellen Stadtverhältnissen und 8" Newton eher zum 32er als Übersichtsokular raten.

Das mit der Grenzhelligkeit (...mag...) läßt sich in der hellsten/kürzesten Nacht des Jahres (morgen Nacht) zudem überhaupt nicht sinnvoll bestimmen. Es ist schlicht zu hell. Zumindest zu humanen Nachtzeiten bis 24:00 Uhr. Das geht sinnvoll eher in der dunklen Jahreszeit. Ich denke aber, dass du mit einem 32er einen guten Kompromiss aus noch großen Gesichtsfeld und stadtangemessener AP finden würdest.


Clear and dark Sky

Logi
 
Hi Basti,

Zitat von Basti_fantasti:
Die billigen Laser haben meist das Problem, dass sie nur eine relativ kleine Auflagefläche am OAZ haben und dadurch sehr stark kippeln oder leicht verkannten.
kleine Verständnisfrage: an einem Dobson muß der Laser doch eh geklemmt werden, da er stark hecklastig ist und ohne Klemmung sonst verkippt. Das senkrechte Reinstöpseln des Lasers in den OAZ geht beim Dobson ja nicht, da der OAZ waagerecht liegt.
Insofern spielt die kleine Auflagefläche des Lasers keine Rolle, oder? Hauptsache ist, er selbst ist justiert.

Ich hab' hier zwei Laser:
http://www.teleskop-express.de/shop/product_info.php/info/p83_TS-Newton-Justierlaser-1-25-.html
http://www.teleskop-express.de/shop...Justierlaser-1-25----dimmbare-Helligkeit.html
aber von woanders her. Deren Justage habe ich überprüft, und beide verhalten sich an meinem Dobson identisch.

Viele Grüße
Markus
 
Zitat von helly:
kleine Verständnisfrage: an einem Dobson muß der Laser doch eh geklemmt werden...

Du musst das Instrument so justieren, wie es dann auch benutzt wird. Da ist das plane Auflegen eine gute Wahl, das kann man auch mit Okularen machen, wenns draufankommt. Bei vielen Dabs ist der OAZ etwas nach oben gerichtet und nicht exakt waagerecht, das funktioniert meist.
 
Hallo Markus,

Zitat von helly:
kleine Verständnisfrage: an einem Dobson muß der Laser doch eh geklemmt werden, da er stark hecklastig ist und ohne Klemmung sonst verkippt. Das senkrechte Reinstöpseln des Lasers in den OAZ geht beim Dobson ja nicht, da der OAZ waagerecht liegt.
Insofern spielt die kleine Auflagefläche des Lasers keine Rolle, oder? Hauptsache ist, er selbst ist justiert.

klemmen würde ich einen Justierlaser nie! Wie Uwe schon schreibt: sinnvoll ist es den Newton so zu justieren, wie er auch benutzt wird. Also den Newton in Elevation auf 45° stellen und lost gehts. Wenn der Laser in dieser Position durch sein eigenes Gewicht verkippen sollte muss man ihn mit der Hand an den OAZ drücken. Nicht verklemmen!
Wenn man nun aber eine stabile Newtonkonstruktion hat kann man auch den Tubus waagerecht legen mit dem OAZ nach oben und den Laser einstecken. Dann kann er nicht verkippen. Dabei muss aber beachtet werden, dass der Hauptspiegel nicht verkippt weil sonst die Justage in Beobachtungsposition nicht mehr gegeben ist.
Sollte bei dem Newton den man sein eigen nennt bekannt sein, dass der HS verkippt, kann man gleich in 45° Elevation mit der Justage starten.

Ich gehe immer wie folgt vor:

-Tubus waagerecht legen und justieren (dann hat man schonmal das grobe wenn er total dejustiert ist)
-Tubus in 45° Elevation stellen
-Laser mit der Hand plan an den OAZ drücken und ggf. nachjustieren

Die beiden Laser die Du verlinkt hast sind denkbar ungünstig. Schau mal wie klein die Auflagefläche OAZ seitig ist. Die eiern im OAZ nur so hin und her. :o

LG & CS
Basti

PS: Jetzt werden einige sagen, wenn ich die Okulare klemme, dann kann ich den Laser doch auch klemmen, denn ich soll den Newton ja so justieren wie ich ihn auch benutze. Die Verkippung ist aber nicht reproduzierbar und von Okular zu Okular unterschiedlich und selbst bei ein und dem selben Okular nicht reproduzierbar.
Außerdem ist es für der Justage viel wichtiger, dass der Laser auf der optischen Achse läuft (dafür muss der OAZ justiert sein!!! und der Laser darf dafür nicht verkippen!!!) anstatt, dass die Lichtstrahlen später genau senkrecht auf ein evtl. zufällig verkipptes Okular fallen. Und das würde eh passieren auch wenn man den Laser klemmt da ja wie gesagt die Verkippung nicht reproduzierbar ist.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,


ich werde mir dann wohl einen Laser holen, vielleicht nicht direkt aber kurz danach. Gibt es noch Alternativen zu dem 2" Laser von Drehen Und Mehr, die nicht teurer sind aber halt auch 2"?


Um das Thema Filter noch Mal aufzugreifen. Wenn ich es richtig sehe, scheint es also sinnvoll zu sein am Rand einer Großstadt einen Filter von Anfang an einzusetzen?
Zum Thema O-III oder UHC am Anfang gibt es ja viele Quellen, da denke ich, dass für mich der eher universelle Charakter des UHC überwiegt.
Fee erwähnte noch CLS-Filter, was man aber hier bei A.de so liest, klingt ja nicht so prickelnd. Da diese Filter, besonders in 2", deutlich teurer zu sein scheinen als ein UHC, denke ich wird der UHC der Filter der Wahl sein?


Gruss,
Christian
 
Hallo Christian,

Wie gesagt würde es eine Filmdose tun. Aber es gibt da auch andere feine Möglichkeiten z.B: http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/topics/821390/Concenter_MKII_Eine_richtige_G#Post821390
Du benötigst neben dem Laser sowieso noch ein Instrument um den Fangspiegel mittig in den OAZ zu bringne. Das geht nämlich mit dem Laser NICHT!

Lies Dir nochmal den UHC/OIII Link richtig durch. Gerade wenn der Himmel nicht optimal ist, ist ein OIII meist gewinnbringender.

LG & CS
Basti
 
Hallo Basti und Michael,


vielen Dank für den Tipp. Anscheinend habe ich da tatsächlich die falschen Schlüsse gezogen. Besonders die Seite zum Thema Stadt-Astronomie zeigte sehr schön, dass ein O-III durchaus besser sein kann.

So bin ich auch auf einen Artikel zu dem Dobson gestoßen welchen ich ins Auge gefasst habe. Dort wird ein 8-24mm Zoom Okular empfohlen, was ich zwar nicht gefunden habe, aber ein TSZ7. Dieses kann man wohl, wie dort auch empfohlen, mit einem 2fach Barlow günstig kombinieren, konkrett das TSB21. Die Argumentation, dass man so relativ günstig sehen kann, was man irgendwann an speziellen Okularen will, scheint mir einleuchtend. Oder ist es (der TSZ7 und oder TSB21) dann doch zu schlecht? Bzw. habe ich da Mal wieder was falsch verstanden?


Gruss,
Christian
 
Hallo Christian,

was Du da ansprichst ist die absolute "Low-Budget" Empfehlung und wenn Dir klar ist, dass es dann noch wesentlich(!) bessere Okulare gibt die Du Dir anhand der Erfahrungen mit dieser Kombination anhand eigener Erfahrungen und Ansprüche nach und nach zulegen kannst, ist das kein schlechter Ansatz.
Im Übersichtsbereich geh auf ein 2" Okular mit ca. 30 mm Brennweite. Das passt in aller Regel, auch unter aufgehelltem Himmel und das Feld bleibt groß genug für Aufsuche und Übersicht.
Ob das nun 28 mm oder 32 mm Brennweite sind ist nicht so wichtig, aber ca. 70° Eigengesichtsfeld sollten mindestens ausgewiesen sein.
Dieses Okular ist quasi die Eintrittskarte zu Himmel für Dich, damit wirst Du (nach Leuchtpunktsucher und/oder optischem Sucher) Suchen und hoffentlich Finden, also ist es von Anfang an sehr wichtig.

Gruß
*entfernt*

 
Hallo Christian,

das TS Zoomokular kenne ich nicht. Was mir aber auffällt ist, dass auf der Seite von TS keine Angabe zum scheinbaren Gesichtsfeld des Okulars zu finden ist. Grade bei einem Dobsen ist ein großes Feld sehr von Vorteil beim finden und nach führen von Objekten. ICH würde nicht unter 70° gehen.

LG
Basti
 
Hallo,


nach bisschen Recherche habe ich dann noch das in dem Artikel angesprochene Seben Zoom Okular bei eBay gefunden von Seben selber. Und einen recht günstigen 2fach Barlow haben sie auch im Angebot.

Dass es bei dem ins Auge gefasste Zubehör kaum etwas günstigeres gibt ist mir bewusst und auch ein Stück-weit Absicht. Ich denke es ist einfacher das Zubehör Stück für Stück zu verbessern als das Teleskop selber.
Vermutlich ist es sinnvoller lieber die 90 Euro mehr für das 8" Dobson zu zahlen, als 90 Euro mehr für ein Okular und dann das 6" Dobson zu haben. Oder?

Aber zusätzlich zu dem Zoom und Barlow wollte ich mir schon noch das TSWA32 holen. Wenn ich alles bisher richtig verstanden habe, ist für den Überblick ein 2" Okular eh ganz praktisch und für die Vergrößerung dann das 1,25".

Für den Anfang wäre es dann folgendes:Habe ich was wichtiges vergessen oder ist was unnötiges aufgelistet?

Viele Dank und Grüße,
Christian
 
Hallo Christian,

die Barlow würde ich noch mal überdenken.
Da erscheint mir das zuvor verlinkte Teil von TS den Mehrpreis wert, denn hier bin ich mir sicher, dass man das Barlowelement abschrauben und separat auf ein 1 1/4" Okular aufschrauben kann, sodass diese TS-Barlow sowohl als 2fach als auch als 1,5fach Barlow zu verwenden ist.
Beide Barlows und auch das Okular sind (bei dem Preis) sicher einer gewissen Serienstreung unterworfen, aber dieses Risiko gehst Du ja bewusst ein.

Gruß
*entfernt*
 
Hi Christian,

passt schon für den Anfang, du machst damit nichts falsch.

Ich hatte für den Anfang auf einzelne Plössl mit verschiedenen Brennweiten + Barlow gesetzt. Du kannst hingegen mit dem Zoom erstmal ein Gefühl für die Vergrößerungen bekommen und dann später gezielt bessere Okulare nachkaufen. 8mm bringen beim 1200er allerdings nur 150x Vergrößerung; hier wirst du dich am Mond oder Planeten schon rasch nach 7-6mm sehnen. Die Barlow kannst du mit dem Zoom allerdings nicht einsetzen und natürlich auch nicht mit dem 2"-Okular. Damit würde ich dann noch warten, bis du Einzelokulare in 1,25" hast...

Bestell dir gleich eine "Filmdose mit Loch" für 2,95 Euro mit, dann kannst du gleich nach der Lieferung kontrollieren, ob der Fangspiegel korrekt sitzt und auch schon mal einen Blick auf die Justage werfen...

Viel Spaß und guten Himmel damit

CS


Logi
 
Hi Logi,

dooooch, er kann die Barlow mit diesem Zoom einsetzen. Ich hatte es auch mal, auch die Barlow, es ging.
Es ging genau so lange, bis ich meine erste Speers Reihe (18,14,10, 5-8mm Zoom) komplett hatte.
Hat man das, oder Ähnliches (nach den erkannten eigenen Bedürfnissen!) erst mal, dann gehts nicht mehr. ;)

Gruß
*entfernt*
 
Hallo,

Zitat von loginov:
8mm bringen beim 1200er allerdings nur 150x Vergrößerung; hier wirst du dich am Mond oder Planeten schon rasch nach 7-6mm sehnen.

Vergrößerungen über 150x werden von einem Balkon in der Stadt wohl selten gehen. Da macht das Seeing wahrscheinlich nur sehr selten mit.


Christian,
auf jeden Fall fehlt bei Deiner Einkaufsliste noch Kartenmaterial. Eine Ordentliche drehbare Sternkarte und ein Sternatlas sind immer hilfreich für Deep Sky.

LG & CS
Basti
 
Hallo,


das der 1,25" Barlow nicht mit dem 2" Okular kompatibel ist, ist mir klar. :) Aber wenn ich Günthers Antwort "dann gehts nicht mehr" richtig deute, ist es eher ein "man will es dann nicht" als ein "es passt nicht"?
Auf der Liste würde ich dann also den Seben Barlow gegen den von TS tauschen.


Bestell dir gleich eine "Filmdose mit Loch"
Ich nehme an, Du meinst sowas wie die TS Justierkappe?


auf jeden Fall fehlt bei Deiner Einkaufsliste noch Kartenmaterial. Eine Ordentliche drehbare Sternkarte und ein Sternatlas sind immer hilfreich für Deep Sky.
Nicht das ich daran sparen wollte, aber anfangs wollte ich mit Hilfe von Cartes du Ciel, Stellarium und der Sommer-Tour der Deepsky-Brothers meine Beobachtungen machen (also entsprechende Karten mit markierten Orientierungspunkten ausdrucken).
Um rauszufinden wie rum ich das Teleskop halten muss ;) habe ich mir den Fernrohr-Führerschein in 4 Schritten zugelegt.
Ich bin aber gerne offen für Vorschläge was hier leicht verständlich ist. :)


Gruß,
Christian
 
Hi Christian,

genau: Justierkappe.

Und nochmal genau: Vertrau mal Günther wegen der Barlow: der Mann versteht da was von. In der Regel haben diese Zooms schon ein Barlow-Element eingebaut und in Kombination mit einer externen, weiteren Barlow ist ein gutes Ergebnis wohl nicht immer gegeben... aber probiers einfach aus, so teuer ist eine Einstiegsbarlow ja nicht und später kannst du die wahrscheinlich immer mal einsetzen. Oder du holst dir später gleich eine gute... oder du setzt auf ein Zoomset... aber du willst ja auch die nächsten Jahre noch was zum Aufbessern haben...

CS

Logi

 
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