Einsteiger - Teleskop

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Renton

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Hallo zusammen!

Ich bin ein absoluter Astronomie - Neuling und trage mich aber dennoch seit einiger Zeit mit dem Gedanken, mir erstmals ein Teleskop anzuschaffen. Möglicherweise gibt es zu diesem Thema schon eine Menge anderer Threads, ich will euch aber trotzdem mal mit meinem Anliegen belästigen.

In die engere Auswahl kommen drei Geräte der Marke "Skywatcher". Ein Skywatcher 114/900, das Skywatcher 114/1000 und das Skywatcher 130/900, da sie alle in der Preislage der für mich erschwinglichen 200 bis 300 Euro liegen.

Meine Frage(n): Gibt es in dieser Preisklasse möglicherweise bessere Geräte, oder ist man mit einem dieser Teleskope gut bedient? Meine größte Aufmerksamkeit gilt zunächst einmal unserem Sonnensystem, sprich unseren Planeten ( kann man die äußeren Planeten überhaupt mit einem Teleskop sehen? ) und natürlich dem Mond. Ich hätte allerdings auch nichts dagegen, auch mal einen tieferen Blick ins Weltall zu riskieren, etwa auf fremde Sterne oder Galaxien. Sind die von mir genannten Teleskope dafür geeignet, oder lohnt sich die Anschaffung nicht? Wie verhält es sich mit dem Aufbau und der Handhabung der Geräte, ist das kompliziert oder auch für einen Laien wie mich verständlich? Zudem muss man berücksichtigen, dass ich in einer Großstadt lebe und es da Probleme mit dem Streulicht geben könnte. Ich habe zwar die Möglichkeit, auch außerhalb das Teleskop zu benutzen ( z.B. Odenwald ), will zunächst aber einmal von zu Hause beginnen.

So, das waren doch etliche Fragen auf einmal, vielleicht kann aber trotzdem einer von euch was dazu schreiben!

Velen Dank und Gruß
 
Hallo Renton,

die von dir ausgesuchten Teleskopte sind allesamt das, was man als klasischen Einsteigerteleskop bezeichnen würde. Und für diesen Zweck auch sicherlich ausreichend. Auch die Qualität dürfte bei den Skywatcher Systemen sehr in Ordnung sein. An deiner Stelle würde ich den 130/900 nehmen, da er die grösste Öffnung hat und die ist gerade bei Deep Sky halt entscheidend.
Nun noch eine Standard Empfehlung:
Falls du keinen Wert auf eine paralaktische Montierung legst (hauptsächlich wg. Fotografie oder GoTo) solltest du auch einen Dobson in Betracht ziehen. So ksotet beispielsweise ein GSO Dobson mit einer 150er-Öffnung ca. 300 Euro. Hier bekommst du also am meisten Öffnung pro Euro.

Aufbau und Handhabung ist bei diesen Geräten mit Sicherheit kein Problem :-) Ausserdem sind die Geäte noch sehr transportabel.

Noch Fragen. Stell sie einfach....

Gruss

Oli
 
hallo erstmal,

also alle drei geräte die du aufgezählt hast zeigen
dir recht schöne bilder von den planeten (auch von
den äußeren) und von nebeln, galaxien und sternhaufen.

zu beachten ist, das beim gerät 114/1000 eine fixe
zusätzliche linse eingebaut ist, die die qualität
bei hohen vergrößerungen in den meisten fällen etwas
beeinträchtigt. daher würde ich dieses gerät aus
der wahl herausnehmen.

bei den anderen beiden geräten ist der wichtigste
punkt die montierung, die dazugeliefert wird.
es handelt sich nämlich um relativ lange geräte und
ist die montierung zu schwach, so kann man bei höheren
vergrößerungen nicht mehr ordentlich scharfstellen, weil
das bild bei jeder berührung stark zittert.

die meisten 114er-newtons werden auf der montierung
EQ2 geliefert. diese ist aber für eine ordentliche
stabilität nicht ausreichend und nur eine notlösung.
sie ist zwar billig, aber so billig wie sie ist, so
schlecht trägt sie auch dieses gerät.

besser passt zu diesem teleskop die montierung Skyview von GSO,
die wesentlich stabiler ist als die EQ2 und auch von der
verarbeitung sowie von der bedienung her eine ganze klasse
besser ist.

bei www.teleskop-service.de bekommst du gleich die
komplette kombination von 114/900 + Skyview um 348 Euro:

Link zur Grafik: http://www.teleskop-service.de/gsseiten/GSVorschau/Komplettgeraete/114900.jpg

mit dabei sind auch ein guter 6x30-sucher sowie zwei gute
okulare. später kann diese montierung noch mit einer
motorischen nachführung aufgerüstet werden.

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Hallo Renton,

die ultimative 114mm Seite findest Du hier

Ach dort gibt's jede Menge Infos für Einsteiger.

Und da gibt's Einsteigerinfos und unter "Themen" steht was zu Astronomie in der Stadt.

Wie immer der Rat: schau vor dem Kauf durch ein paar Teleskope, z.B. bei Sternfreunden in Deiner Nähe, damit Du auch realistisch einschätzen kannst, welches Seherlebnis Dich erwartet.

Eine Liste von Vereinen, etc. gibt's hier

Gruß
Schicko
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo.

Vielen Dank für eure Antworten, jetzt bin ich doch schon etwas schlauer. Fotografieren möchte ich mit dem Telekop eigentlich nicht, mir reicht es auch, einfach zu beobachten. Nach euren Empfehlungen ist wohl der Skywatcher 130/900 mein Favorit, allenfalls die von einigen bemängelte Befestigung stört mich. Wie schwer wiegt denn dieses Problem? So schwer, dass man leicht den Spaß verlieren kann?

Gruß
 
hallo nochmal renton,

der 130er ist gleich lang wie der 114er, aber dicker
und daher auch schwerer.
als minimum für dieses gerät kommen folgende
montierungen in frage:

montierung EQ3:
Link zur Grafik: http://www.teleskop-service.de/Antares/Montierung/Vorschaubilder/EQ3-2.gif
die alubeine der EQ3 sowie die verbindung der beine zum
achskreuz sind leider ziehmlich schwach.

montierung TS-Astro3:
Link zur Grafik: http://www.teleskop-service.de/Antares/Montierung/Astro3/Astro3klein.jpg
hat eine praktische schnellwechselkupplung.

montierung SkyView:
Link zur Grafik: http://www.teleskop-service.de/gsbilder/skyview/Montgross.jpg
die stabilste dieser drei montierungen und auch meine
persönliche empfehlung.

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Hallo,

auch meine Empfehlung ist die SkyView. Habe Sie selber. Auf einem soliden Holzstativ
leistet sie erstaunliches. Für den 130/900 sollte sie sehr gut gehen, auch mit dem
Originalstativ kein Problem. Sie ist auch noch aufrüstbar mit Motor und Polsucher.
Wenn aber Fotographie wirklich kategorisch ausgeschlossen ist, dann ist auch meine
Empfehlung 150/1200 Dobson von GSO. Nur das "dobsen" muß man vorher mal ausprobiert
haben. Selbst der paßt später aber auch noch so ganz eben auf die SkyView, aber das
wird schon etwas wackelig. Da würde ich dann zur HEQ5 greifen.
 
Hm, die Dobson 150/1200 ist, wie ich bemerkt habe, nur unwesentlich teurer als die Skywatcher 130/900. Liegen die Vorteile in der breiteren Öffnung und dem besseren und stabileren Stativ? Und was ist "dobson" bzw. heißt das, dass der Umgang mit dem Gerät nicht ganz einfach ist? Wie gesagt, die Fotografie spielt bei mir eigentlich keine Rolle.

Gruß
 
Eine Frage habe ich dann doch noch: In einem der obigen Threads wird ein wenig über 4 und 8 - Zoll Teleskope gestritten. Ich kann mit dieser Bezeichnung gar nichts anfangen. Was gibt diese Einheit an und in welche Kategorie würde denn das von mir favorisierte Dobson 150/1200 gehören?

Gruß
 
ganz einfach:

mit zoll gibt man die öffnung des teleskops an, also
den linsen- oder spiegeldurchmesser.

1 zoll = 2.54cm

ein 4 zoll teleskop hat eine öffnung von rund 10cm,
ein 8 zoll teleskop hat rund 20cm öffnung.

frage an dich: der 150/1200er ist demnach ein ? zoll teleskop?

richtig, ein 6 zoll teleskop. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" />

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Hallo Renton,

bei den Zollangaben geht es immer um die Öffnung des Teleskops. Ein Zoll hat ja etwa 2,5 cm (bitte nicht schlagen dass ich es nicht genau weiss :-). Demzufolge ist ein 4-Zöller ein gerät mit ca. 10 cm Öffnung. Ein 8-Zöller hat 20 cm. Dein 150(mm)er ist somit ein 6-Zöller.

Gruss

Oli
 
Hallo Renton,

ich möchte noch einen weitern Aspekt aufzeigen: Deine Auswahl umfasst nur Newton Teleskope, die sind allesamt etwas instabil was die Justierung angeht. Man mus ab und an den Hauptspiegel, und recht häufig den Fangspiegel justieren. Wenn man es nicht macht, sieht man zwar immer noch etwas, aber eben in schlechterer Qualität. Das ist ein schleichender Prozess, der oft dazu führt, dass man sein Fernrohr für ein schlechtes hält. Ich finde das für jemenden der neu ist im Geschäft, keine gute Emfpehlung.

Diese Probleme hast Du mit einem Refrator (Linsenteleskop) nicht, die Linse muss nur äußerst selten, eigentlich fast nie justiert werden.

Weitehin möchtest Du Dich ja hauptsächlich im Sonnensystem bewegen, und nur ab und an einen Blick auf die intra- und extragalaktischen Objekte werfen. Dafür ist weniger die Öffnung, sondern eine scharfe und kontrastreiche Abbildung wichtig, was Dir ein Refraktor bestimmt bietet.

Im übrigen ist es ein Gerücht, dass mit wenig Öffnung keine Deep Sky Objekte anschauen kann. Siehe auch den Thread "Offnungswahn".

Empfehlen würde ich den 90/1000 Refraktor von GSO, er ist allerdings um etwa 100 Euro teuer als Dein Budget. Es ist Qualitativ gut, hat einen 2" Okularauszug (wichtig für lichtschschwache Deep Sky Objekte => 2" Okulare) und die dem Gerät angemessene Sky View Montierung. Nebenempfehlung: Den Sucher weglassen und dafür einen Telrad Finder nehmen.

Viele Grüße
Andreas



 
Hallo,

die Aussage ein 2" Auszug sei wichtig für lichtschwache Objekte ist so in dieser
Form unsinnig. 2" hat primär nichts mit Lichtstärke zu tun, sondern eher mit Gesichts-
feld. Richtig ist, daß langbrennweitige Okulare bei großem Gesichtsfeld einen 2" Auszug
brauchen, damit von ihrem Gesichtsfeld nichts abgeschnitten wird. Außerdem ist richtig,
daß die langbrennweitigen Okulare die hellstmöglichen Bilder für das jeweilige Teleskop
liefern. Dabei ist zu beachten, daß die Mindestvergrößerung nicht unterschritten wird.
(Mindesvergrößerung = Öffnung in mm / 7. Vergrößerung = Brennweite Fernrohr / Brennweite Okular)
Generell kann man bei Newtons bis f/6 größere Gesichtsfelder hinkriegen als bei Refraktoren
mit f/8 bis f/10, was aber bei Planetenbeobachtung völlig egal ist. Die Sage, daß Refraktoren
nicht justiert werden müssen, hält sich auch recht hartnäckig. Meist ist aber bei den
Refraktoren nicht das Objektiv, sondern der Auszug der Schuldige. Pech ist dabei nur, daß
die Justage eines Refraktors oft nicht vorgesehen ist, und dann wirds unentspannt <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" /> . Die
Häufigkeit des Justierungsbedarfs ist aber natürlich wesentlich geringer beim Refraktor.
 
Hallo Sternenguckergemeinde,

dann möchte ich doch auch noch mein Bestes dazutun:

Ich habe einen Synta 90/910 auf Astro-3. Zugegeben, die ist an der Grenze ihrer Belastbarkeit, aber es geht.

Mit diesem Gerät ist es aber ohne weiteres möglich, Deepsky zu erleben. Gutes Beispiel ist M57, der gar nicht so viel schlecher zu sehen ist, als mit dem 8"-Dob.

Oder sagen wir lieber: Erstaunlich gut zu sehen! Und für Planeten ist dieser FH auch sehr schön geeignet, Mars zeigte mir gestern abend viele Details, und die gestochen scharf.

Auch wenn er nur einen 1,25"-Auszug hat, ich beobachte sehr gerne damit, und bin von der Abbildungsqualität begeistert. Ein 90/500 und auch der MAK 102/1400 haben eine
erheblich schlechte Abbildungsqualität gezeigt.

 
Hallo Antonius,

Du kannst bei einem relativ langsamen FH, wie der von mir vorgeschlagene das volle Gesichtsfeld nur mit 2" Okularen erreichen.

Bei dem GSO Refraktor erricht man mit einem 42 mm LVW eine AP vom 7 und eine scheinbares GF von knapp 3°. Wie Du das mit einem 1 1/4" Okular schaffen willst, weiß ich nicht.

Warum soll man diese Option einfach verschenken, indem man einen 1 1/4 OAZ akzeptiert?

Andreas
 
Hallo zusammen!

Vielen Dank zunächst einmal für eure zahlreichen Antworten und die kompetente Kaufberatung. Ich habe mich letztlich für das Dobson GSO 150/1200 entschieden. Ich denke, ich werde euch, sobald ich das Gerät besitze, ein wenig berichten, welche Erfahrungen ich damit so mache. Außerdem fürchte ich, dass sich auch hinsichtlich der Handhabung noch einige Fragen ergeben werden und vielleicht darf ich die euch dann ja auch stellen!

Gruß
 
Na dann Glückwunsch zur Entscheidung - ist sicherlich kein Fehlgriff!

Und bei Fragen - frag einfach <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" />
 
Moin Andreas!

> Bei dem GSO Refraktor erricht man mit einem 42 mm LVW eine AP vom 7 und
> eine scheinbares GF von knapp 3°. Wie Du das mit einem 1 1/4" Okular
> schaffen willst, weiß ich nicht.

Gegenfrage: Was willst Du damit? Mal abgesehen davon, was so ein Oku
kostet - wer hat in diesem Land schon die Möglichkeit, 7 mm AP sinnvoll
ausnutzen zu können? Die beste Erkennbarkeit bei DeepSky liegt eher so
um die 3 mm AP.

Also - ich würde bei dem vorgeschlagenen 90 mm-Refraktor nicht in erster
Linie auf 2" schielen. Mit 1,25" läßt sich auch eine Menge anfangen und das
zu einem günstigeren Preis. Beispiel: 1,25" 32 mm-Plössl (50° sGF) ergeben bei
diesem Gerät auch 31fache Vergrößerung, 2,9 mm AP und 1,6° Gesichtsfeld am
Himmel. Das reicht allemal für fast alle Gelegenheiten.

> Warum soll man diese Option einfach verschenken, indem man einen 1 1/4
> OAZ akzeptiert?

Wenn es sie umsonst dazu gibt - gut. Wenn man sie auch sinnvoll nutzen
kann, ist das noch besser.
 
Moin Peter!

Ich glaube nicht, daß die 90er FH allgemein schlechtgeredet werden. Es ist
alles nur eine Frage des Einsatzszwecks. Auch mit 90 mm-Linse und einem
Meter Brennweite kann man eine Menge Blödsinn machen... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />
...im positiven Sinn.
 
bitte nicht verallgemeinern...

es ist nicht klug, einfach nur von den "FH's" zu
sprechen. das führt nur zu unklaren und daher dann
auch meist falschen und nicht zutreffenden aussagen!

ein FH ist erstmal nichts anderes als die bezeichnung
für den optischen aufbau des objektiv.
es handelt sich um einen zweilinser mit luftspalt,
wobei im normalfall kron- und flintglas verwendet werden.

wie gut das jeweilige objektiv (bzw. teleskop) dann
abbildet hängt vor allem vom verhältnis öffnung zu
brennweite ab, also vom öffnungsverhältnis.

je länger die brennweite im verhältnis zur öffnung
ist, umso besser bildet ein fraunhofer-objektiv ab.

man muß sich also immer das konkret vorliegende
teleskop mit den spezifischen verhältnissen ansehen.
eine pauschale aussage wie: "ein FH ist gut" geht
an der realität vorbei und führt nur zu verwirrung.

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Re: bitte nicht verallgemeinern...

Hi Tom,

du hast auch recht!

Wir (oder ich) sollten uns darauf besinnen, vor allem wenn es um Anfängerfragen geht, "genauer" zu antworten.

Wenn ich mich jetzt in die Figur des Fragenden begebe, würde ich auch nur Bahnhof verstehen! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/tongue.gif" alt="" />

Daher: Mal wieder ein bisserl am Riemen reissen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Herzliche Grüsse!!
 
Hallo Andreas,

ich habe nicht gegen 2" Auszüge, sondern wollte nur klarstellen, daß 2" primär
nichts mit Lichtstärke zu tun hat.
 
Hallo Antonius,

ich kann in meinen Beiträgen das Wort "Lichtstärke" nirgendwo finden. Bitte lies demnächst genauer und unterstelle mir nicht so einen Blödsinn! Die Lichstärke ist einzig und allein über das Öffnungsverhältnis definiert.

Mir ging es ausschließlich darum, das maximal sinnvolle GF für einen mittelschnelles Gerät nutzen zu können, und das geht nun mal nur mit einem 2" Auszug.

Bei mäßigem Himmel kann man eine AP von 3,8 nutzen; diese erreicht man nur mit einem 2" Okular sowie maximaler Feldblende. Es handelt sich hierbei nicht um einen Spezialfall, sondern um eine häufige Anwendung für den Refraktor.

Man sollte sein Teleskop, egal welches, so ausstatten, das die optische Leistungsfähigkeit ausgenutzt werden kann, nur dann wird man Freude am Gerät haben.

Viele Grüße
Andreas
 
2" vs 1,25" Auszug

Hallo Andreas,

ich denke Antonius bezieht sich auf diese Äußerung von dir:

Empfehlen würde ich den 90/1000 Refraktor von GSO, er ist allerdings um etwa 100 Euro teuer als Dein Budget. Es ist Qualitativ gut, hat einen 2" Okularauszug (wichtig für lichtschschwache Deep Sky Objekte => 2" Okulare)

In dem Zusammenhang störte ihn wohl das Wort "lichtschwache".

Ich persönliche meine,daß euer Streit eigentlich unnötig ist.
Habe ich ein lichtschwaches Objekt,also mit
geringer Flächenhelligkeit brauche ich einen
dunklen Himmel und eine große Austrittspupille.

Für die Ap brauche ich ein angemessen langbrennweitiges Okular,
egel ob 1,25" oder 2" Auszug.

Insofern hat Antonius sicher Recht.

Aber:Das längste was ich bei 1,25" persönlich
kenne ist ein 42mm Okular,das Celestron Ultima.

Bei f/11,1 des 90/1000er bringt das eine AP von 3,78mm.

Bei 2" Okularen gibt es zum Beispiel das Televue Plössl mit 55mm Brennweite.
Am f/11,1 Teleskop hat man damit dann eine AP von 4,95mm,
was für die angesprochenen flächenlichtschwachen Objekte
wesentlich günstiger ist.

Insofern hast du Recht mit deinem Hinweis darauf,
ein 2" Auszug sei in dem Zusammenhang besser.

MfG,Karsten


 
Hallo!

Ich bin´s nochmal. Habe mich, wie bereits beschrieben, für den Dobson GSO 580 entschieden, mit 153 Öffnung. Ich habe mir in den vergangenen Tagen ein wenig die Mühe gemacht, ein bisschen in diesem Forum zu stöbern und die Threads zu finden, die das gleiche Thema zum Gegenstand hatten. Ich hatte zeitweilig den Eindrcuk, dass das Dobson vielelcht doch nicht eine so gute Wahl war ( noch ist es nicht geliefert worden). Ihm wird zwar bei Deep sky eine gute Leistung bescheinigt, zur Planetenbeobachtung taugt es nach der der Meinung Einiger aber offenbar nicht. Und daher meine Frage: Wieviel von den Planeten sieht man jetzt eigentlich wirklich damit?

Grüße
 
Hallo Renton!
Quark! Natürlich taugt es auch am Planeten! Mit f6 ist das ein gutes Offnungsverhältnis, das auch am Planeten besser ist als ein kürzerer Dobson. Ich habe aber auch schon an dicken (12") f4 Dobsons Planeten gesehen, daß Dir die Luft weg bleibt, von der Spucke ganz zu schweigen.
Du kannst Dich ganz beruhigt auf Dein Teleskop freuen. Es zeigt Dir am Planeten verdammt viel!
Wichtig: Ein dunkler Himmel und ein gutes seeing ( Luftruhe) sind "die halbe Miete". Nicht gleich die Flinte ins Korn werfen, wenn das Bild mau ist. Es kommen bessere Nächte und dann wirst Du Deinen Dobson lieben!
Sternklare Nächte
Berthold vom WIDATO
www.widato.de
 
Hallo renton,

soviel sei gesagt:

Der Dobson wird dir als Anfänger (nicht bös gemeint) mehr als genug an den Planeten zeigen. Grundsätzlich wird es immer ein Gerät geben, dass in einem Bereich mehr zeigt als das, das du gerade hast. Das ist das Los des Amateurastronomen. Mit diesem Gerät wirst du schon herausfinden, ob du ein Planeten-, Sonnen-, Kometen-, Deep Sky oder was auch immer für ein Beobachter bist. Und danach kannst du dich beim Kauf weiterer Teleskope immer noch richten.

Also ran an das Gerät und immer fleissig im Forum davon berichten :-)

Gruss

Oli
 
Hallo,

da kann ich Dich beruhigen. Ich finde der 6" f/8 Newton ist hier bei uns in den
meisten Fällen das ultimative Planetengerät! Gut kollimieren und los gehts. Da wird
dann mancher Apo Besitzer, der etliche Kiloeuro bezahlt hat, im Vergleich wohl ein bißchen
blass um die Nase werden. Gerade am Planeten hast Du mit der Optik wohl schon ausgesorgt!
 
Das dürfte Unsinn sein. Wenn man von einem guten Spiegel ausgeht hast Du mit dem Gerät auch am Planeten viel Spaß. Das wurde hier speziell für dieses Gerät auch schon bestätigt.
 
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