Einsteiger-Teleskope für Anfänger

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Johnson
  • Erstellungsdatum Erstellungsdatum
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Johnson

Aktives Mitglied
Hallo,

welche Teleskope könnnt Ihr mir Empfehlen als Einsteiger?
Preisklasse um die 500-600 €uro.
Montierung sollte schon stabil sein, aber auch nicht zu teuer.
Tubus sollte vom Durchmesser in der Richtung vom C5 (5 Zoll) liegen.

Was könnt Ihr mir Empfehlen?

CS
Johnson
 
Hallo Johnson,
nun, das sind etwas wenig Informationen für eine Beratung.

Wenn ich Deine anderen Posts so ansehe, bist Du ja nicht ganz frisch in der Materie.

Wofür soll denn das Teleskop sein (visuell, Fotografie) und wie sind die Rahmenbedingungen (Transport, Himmelsqualität).
Als Ergänzung zu vorhandenem oder, oder, oder...
 
Hallo Ralf,

ich brauche kein Einsteiger-Teleskop. Ich hab schon eine Losmandy mit einen C11 und viel Zubehör.

Meine Frage ist anderer Natur. Ein Arbeitskollege hatte mich Anfang der Woche gefragt, was ich ihm als Einstieg in die Astronomie für ein Teleskop Empfehlen könne, da ich aber schon im Fortgeschritten Stadium bin, hab ich zu ihm gesagt ich werde micht mal erkunden und was zusammenstellen.

Ich habe gedacht eine solide Montierung sollte es schon sein und ein vernümpftigen Tubus auch. Ob SC oder Newton ist egal.

Hauptsache ist das er vorerst nur visuell schauen will.
Der Arbeitskollege wohnt ca. 50km ausserhalb von München (wie ich auch). Die Himmelsqualität ist gut (ca.6-6,5 mag).
Equitment ist bei IHM nicht vorhanden.

Was ist deine Meinung ein gutes Teleskop?

CS Johnson
 
Hm, also die China-Sachen kann ich ruhigen Gewissens irgendwie nicht empfehlen, von daher:

- entweder gebraucht eine GP / GP-DX ergattern mit einem 6" Newton drauf (könnt Ihr ja testen)
- oder als Tip von TAL die MT-S3 mit dem 150/750er Newton drauf (Klasse Optik)

Damit, einem Atlas und 3 guten Okularen sowie Eurer Hilfe sollte er einen gelungenen Start hinlegen können.
 
Hallo Ralf,

wieso kannst du die sogenannten "China-Sachen" nicht empfehlen? Mittlerweile erhaelt man, etwa bei GSO, fuer wenig Geld wirklich gute Optiken mit einem PV-Fehler garantiert geringer als 1/4-Lamba, wenn nicht, Umtausch ohne Probleme. Auch andere Stimmen sagen, dass man dort erstaunlich viel bekommt, natuerlich auch viel Tuningpotential, das sind dann aber Kleinigkeiten, die sich mit wenig Geldeinsatz beheben lassen.
Deswegen: Der Klassiker 8-Zoll-f/6-Dobs fuer den gehobenen Anspruch. Allerdings ist ein solches Teleskop bereits recht massiv. Stellt das kein Problem dar?

Gruss und CS,
Marcel
 
hallo Ralf,

leider ist die TAL MT-3S nicht mehr zu bekommen, ausser vielleicht gebraucht. Die Russen liefern nichts, TAL ist offenbar mit Militäraufträgen eingedeckt. Auch Lajos hat es derzeit aufgegeben.

Insofern ist man mit einem 8" f/6 Dobs aus China gut bedient: Die 8" Spiegel sind ok. Wenn die Randbedingungen stimmen (Grösse, Transport, kein Motor, etc) die beste Wahl IMHO.

lg Tommy
 
HI Johnson
darauf kann man 100 Sachen antworten.
Etwas mehr über die Bedingungen und Erwartungen würde die Möglichekiten auf ein Maß begrenzen das sinnvoll diskutiert werden kann.

So bleibt die Pauschalansage: 8" Dob oder GP-Clone mit 150/750

Nur obs das ist???

CS
 
Hallo Johnson,

ch werde meinen Arbeitskollegen mal ein paar Vorschläge präsentieren. Habt ihr noch andere Vorschläge?

Frag Deinen Kollegen doch mal, ob er seine Anforderungen etwas genauer fassen kann. Will er auch Deep Sky beobachten? Soll das Gerät kompakt sein? Wieviel möchte er tragen und wie sehr ist er bereit mit dem Gerät ins Dunkle zu fahren, brauchts wirklich eine parallaktische Montierung etc.

Dann könnte man genauer Tipps geben.

CS

Klaus



 
Hallo Marcel,
wieso kannst du die sogenannten "China-Sachen" nicht empfehlen?
nun, das ist vielleicht etwas pauschalisiert, aber: Johnson hat ja gleich am Anfang nach einer Montierung gefragt und die kann ich wirklich nicht empfehlen (hatte eine EQ-3, eine ADM und auch eine EQ-6).
Bei den Optiken kann man sicher Glück haben, muß man aber testen. In diesem Fall ist erfahrene Hilfe vorhanden, die meisten Anfänger haben die nicht. Und das was Du mit Tuningpotential umschreibst, verhindert bei manchem Einsteiger die so wichtigen ersten Beobachtungserfolge.

@Johnson: ein C5 ist n.m.A. nicht grad das optimale Einsteiger-Scope, bei DS geht doch schnell das Licht aus, da wäre ein 8" Dobs wohl wirklich besser.
Hat sich denn der Kollege nicht mal geäußert, was ihm an Euren Geräten liegt / nicht liegt?
Die Fragen von Klaus zielen in die richtige Richtung...
 
Hallo Johnson,

würde auch sagen das diese Kombination für Einsteiger nicht so das gelbe vom Ei ist.

Viel Brennweite, wenig Öffnung- macht für Deespsky vermutlich nicht besonders viel Spaß.

Zum Thema Montierung- wenn man bedenkt das eine GP D2 für ca. 900 neu gehandelt wird- schau dir mal die Montierung auf deinem Link an- eindeutig GP Clone.

Nun überleg mal selber: für 577 bekommst du Stativ, Montierung und oben drauf noch den Tubus.

Welche Qualität erwartest du dann von diesem Clone? Das meinte Ralf mit dem Hinweis das er keine China-Sachen empfehlen kann.

Von den GSO Dobson oder so war da ja nicht die Rede.

Schau dir mit deinem Bekannten doch mal die verschiedenen Dobson an, da kriegt ihr viel Optik bzw. Öffnung für wenig Geld und damit macht Beobachten auch Spaß.

Stefan
 
Hallo,

ich habe meinen Bekannten nochmals gefragt. Er möchte und auch für seinen Sohn ein Gerät habe das nicht zig Tsd von Euro kostet, aber das man viele Objekte sieht.

Ich glaube, wie ihr alle schon gesagt habt, das für den Anfang ein Dobson wirklich das richtige wäre.

Was wäre euere Meinung zu welchen Dobson sollte man greifen (Marken)? Ich kenne mich mit Dobson garnicht aus.

CS
Johnson
 
Hi,

welcher Dobson? Die üblichen Verdächtigen- GSO von TS, HoO und anderen oder Galaxy (auch GSO, aber Hausmarke von ICS) oder dann Skywatcher und auch Orion.

Meine persönliche Beurteilung GSO/Galaxy- Skywatcher - Orion in der absteigenden Reihenfolge.

Andere Kollegen werden es anders sehen von der Bewertung, aber vom Prinzip sind alle etwa gleich mit einzelnen Vor- und Nachteilen.

Für mehr Geld gibt es auch deutlich bessere, aber dann musst du auch wirklich deutlich mehr Geld ausgeben.

Zur Größe- typisch 8" für Einsteiger empfohlen, wenn das Geld langt nimm 10" und wenn ihr es noch transportieren könnt (von der Größe her) dann schaut euch auch die 12" Version an. Hab ich gemacht und 12" gekauft- und nicht bereut.

Mehr Öffnung- mehr Licht- mehr Auflösung- mehr zum schleppen :biggrin:

Gruß
Stefan
 
Hi,

danke fürs erste. Ich werde meinen Bekannten das mal vorschlagen. Mal schauen was er sagt.

Ich werde euch dann noch Posten was er gesagt hat.

Jetzt gehe ich erstmal ins Bett.

Gute Nacht

CS Johnson
 
Hi Johnson,

wie alt ist der Sohnemann? Soll/darf er alleine mit dem Teleskop umgehen?
ein 8" F/6 Dobson dieser 300 € Klasse wiegt etwa 20 kg (zwei Teile, also ca. 2x10), 10" und 12" deutlich schwerer.
Die Handhabung ist denkbar einfach und auch für Jugendliche ideal, nur unter den Himmel schaffen müssen sie ihn können und vor allen Dingen auch wollen.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi Günther,

der Sohnemann ist (soviel ich weiß) 10 Jahre alt. Aber ich könnte mir vorstellen das der Papa auch gerne durch das Teleskop schauen wir.

Habe gestern abend noch ein paar Infos zu den Dobson ausgedruckt und werde es heute mal geben. Mal schauen was rauskommt.

CS
Johnson
 
Hallo Johnson,

mein inzwischen 12jähriger Neffe hat mit dem Handling meines 8" F/6 Dobsons bei der Beobachtung keine Probleme, war auch schon vor zwei Jahren mit mir auf Teleskoptreffen. Er führt nicht nur voreingestellte Objekte nach sondern holt auch, teilweise ohne Anleitung, beginnend bei Mond/Jupiter/Saturn Objekte rein die er kennt.
Das Ding muss halt stehen und dann legt er schon Mal los. Das geht 30 Minuten bis einen Stunde, unter Anleitung und mit Hilfe hält er natürlich wesentlich länger durch.

Mit Unterstützung durch Papa ist ein Dobson durchaus sehr geeignet und schon ein 8" F/6 zeigt so viel, dass ich ihn gegenüber 10" oder 12" (noch mehr Masse, Gewicht, Aufwand und in der Klasse immer F/5) vorziehen würde.
Relativ neu sind 6" F/6 Tuben von Orion UK und inzwischen taufrisch auch GSO, beim preisgünstigen GSO ist allerdings noch keine Rockerbox verfügbar (ich weiß nicht, wie eilig die Anschaffung ist).
Der etwas geringeren Leistungsfähigkeit steht die höhere Mobilität und bessere spätere Ausbaufähigkeit (günsitger und leichter parllaktisch montierbar) gegenüber.
Den könnte ein kräftiger und williger 10jähriger schon bald alleine wuchten.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Also wenn es um die 600 Euro geht - und auch jetzt werd ich gleich wieder gesteinigt) kann ich das Meade LXD 6" Newton Paket empfehlen. Da ist dann natürlich weniger öffnung dran als bei nem Dobbi, aber dafür ne schöne Goto montierung und ich für meinen Fall liebe es mir Objekte anzuschauen.. und nicht mit dem hinterherschubsen zu bedienen *zieht den Kopf ein*

Klar wenn man ein guter Jumper ist dann kann man mit nen Dobby in Sekunden von einem Ziel das näächste anpeilen, hat fürs gleiche Geld mehr Öffnung und auch noch Geld über für ein paar Okulare die was taugen....

trotzdem war und bin ich immernoch it meiner Goto Montierung zufrieden und ich möchte sie auch nicht missen.

Mitlerweile hab ich das Paket hier auch im Forum für neu - 600 Euro gesehen. Da kann man meinermeinung nach nicht mit falsch machen...

Gruß Kai
 
Hallo Kai,

OK, you asked for it! Hier der Nackenschlag.
Der 6" Newton auf LXD-75 ist ein f/5 Schmidt-Newton. Der Korrektor geht Koma nicht vollständig aber spürbar an - aber wenn das der einzige Fehler bei der Randabbildung wäre.
Letztendlich ist Okularastigmatismus das Hauptproblem und somit die Anforderung an die zu beschaffenden Okulare. Somit macht der Korrektor das Gerät vor allem schwer, ohne visuell einen besonderen Vorteil gegenüber einem normalen f/5-Newton zu bewirken. Visuell spürbar wirken kann der Korrektor erst, wenn man sich wirklich geeignete Okulare zulegt, und das ist im Budget nicht drin.

Die LXD-75 ist natürlich schon eine der attraktiven Goto-Lösungen, aber es muss auch noch Geld für die Optik übrig bleiben. Die CAM spielt ja in derselben Liga.
6" Öffnung sind nicht zu unterschätzen, verlangen aber auch nach Okularen, die das mit Freude nutzbar machen. Das macht hier den Knackpunkt aus, die sprengen das Budget. Daher ist es schon richtig, dass Güntehr auf 6" f/6 verweist. f/6 ist, ob mit 8" als Dobson oder mit 6" montierbar auf genannten Goto-Montierungen, auch mit günstigen Okularen betreibbar und sicher zu handhaben.

Übrigens, das Dobson-Schubsen wird viel zu gerne als Lästig beschrieben. Das ist es nicht. Es fällt eigentlich erst ab ca. 200-facher Vergrößerung wirklich auf und da ist es auch eine Frage des (scheinbaren) Gesichtsfeldes, ob es nervig wird. 240x bei 30° scheinbarem Gesichtsfeld bedeuten, dass es knifflig wird. 60° - da fällt es kaum auf. Und das ist meine Erfahrung als Parallaktiker, am Dobson habe ich nur wenige Stunden zugebracht - ich habe bis jetzt keinen. Plane aber gelegentlich einen Umbau oder Selbstbau...

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven

Ich muss dich erstmal berichtigen. Ja, es gibt (für den deutschen Markt) die Version als 6" SN - also den Schmidt-Newton, aber!!!!! es gibt ihn auch als 6" Newton ohne Schmidtplatte. Ich muss es wissen, den ich habe dieses Gerät. Und hier im Forum wird (oder wurde) es auch für ich meine 599€ Euro angeboten.

Das dann kein Geld mehr für Okulare übrig ist ist mir auch klar, aber ich finde das dieses Gerät für Anfänger sehr schön und gut ist. Ich habe teils sehr schöne Fotos mit dieser Kombination gemacht, bin Visuel auch zufrieden damit (klar ist mehr Öffnung schon wünschenswert....) und Transportabel ist das Gerät auch ohne Probleme. Deswegen in ich der Meinung das auch eine günstige GoTo Lösung mal angesprochen werden sollte.

Naja ^^

Gruß Kai
 
Hallo Kai,

wird der auch noch angeboten? Ich habe vorher auf der Meade-Homepage unter LXD-75 nachgeschaut, da wurde nur der SN aufgeführt. Ich schau nochmal... unverändert.

Meine Meinung zu Goto ist nach wie vor, dass es beim Einstieg von einem wesentlichen Teil des Hobbys ablenkt: Himmel kennenlernen. Dafür kostet es Geld, das man besser in die Optik steckt oder in gutes Zubehör.

Wenn 600 Euro da stehen, dann geht letztendlich ein Teleskop mit 300 Euro oder knapp drüber und der Rest in sinnvolles Zubehör, genauer sinnvolle Okulare, Sucher-Zurüstung (Leuchtpunkt) und ggf. Justierzubehör sowie Literatur (Sternatlas, Karkoschka), bedeutet ein echtes Komplettpaket. Die LXD-75 bedeutet mir eher Budgetüberschreitung bei zu knappem Zubehör. Muss auch mal so gesehen werden. Du hattest das außerdem so haben wollen, siehe oben! :D

Clear Skies
Sven
 
Hi,

hier möchte ich mal einhaken!
5" zu wenig Öffnung für einen Einsteiger? Ein Dobson ideal? Derartige Aussagen möchte ich mal etwas kritischer beleuchten:

Der vielgerühmte 8" f/6 Dob ist doch als DOb eigentlich eine Zumutung: Der Okularauszug bei durchschnittlicher Beobachtungselevation von 45° grad mal so nen knappen Meter über Grasnarbe, für Leute die gerne vor ihrem Equipment in die Knie gehen und sich beim Peilen den Hals verrenken: Bitte, gerne! Dann kommt hinzu, daß man nen Dob nie so bewegt bekommt, daß dessen Bewegung irgendetwas mit den Achsen einer STernkarte zu tun hat, will heissen: bewegst Du in Elevation im O oder W, bewgst Du eigentlich in RA, im N und S jedoch in DEC. Dazwischen irgendeine stetig variable Linearkombination aus beiden Vektoren. Vollkommen ungeeignet für Anfänger! Da hat man nun nach ewigem Gefrickel ein Objekt gefunden, wechselt auf ein andres Okular und sieht im Bild: nix mehr. Klar, das Objekt ist rausgelaufen. Nur: in welche Richtung nachführen????? Etwas GeDrücken am Tubus, ah ja: da ist es. Hand vom Tubus, selbiger schwingt wieder zurpck. Also etwas mehr Kraft aufgewendet und schwups: der DOb bewegt sich nun zwar, aber leider zu weit! So viel zum Thema 375,68 Euro-Dobson.

5" zu wenig? Ein Anfänger wird mit 8" und mit 4" gleich viel sehen: nämlich NIX! Lieber also sehen lernen, mit 4-6" Öffnung und sich gemütlich an äquatorialen Koordinaten orientieren können und damit auch Sternkarten verstehen lernen, dafür brauchts nicht mal ne Motornachführung! Jedes Objekt findet sich schön durch Kurbeln an der RA-Achse wieder. Mein Tip: 114/900 oder 150/750 Newton auf ner äquatorialen Montierung!
Mein verflossener 114/900 auf EQ2 (!) hat mir nie Probleme bereitet, auch nicht bei 180x am Planeten, man muß nur wollen!
So stabil wie ein billiger Standardlabberdobson war das allemal. Und mit ner EQ2 kannst bei 180x wenigstens nen Planeten bequem von Hand nachführen mit den biegsamen Wellen, und das in entspannter Beobachtungshöhe.

Gruß

Markus



____________________________________________________

Quidquid agis, agas prudenter et respice finem!
____________________________________________________

DANUBIA - OBSERVATORIUM

Markus A. R. Langlotz
Dr.-Bruno-Sahliger-Str. 8
D-93096 Köfering

Die Astroseite: www.N-T-L.de
Die Starfinderseite: starfinder.N-T-L.de
Die Mailadresse: ntl.observatory (at) freenet.de
 
Hallo Markus,

ich weiß schon, wo ich die Ignorierfunktion mal kurz abschalte. Wenn es nicht unzählige Male gemachte Erfahrung wäre, dass Einsteiger besser mit der soliden Optikleistung von 8" f/6 klarkommen als mit Pünktchengucken durch kleine Edeloptiken, könnte man geneigt sein, Dir zu glauben.
So aber widerspricht Dir einfach die Praxis...

CS
Sven
 
Hallo Markus

ich aute mich mal selber als Anfänger und muss deiner Interpretation persönlich widersprechen. Selbst mit dem mitgelieferten 9mm Plössi und dem 42 WA hat es mir unheimlich Spaß gemacht die Objekte zu suchen und zu finden. Die Tatsache das so ein Dobson in weniger als 2 Minuten aufgebaut und zudem wirklich keinerlei Voraussetzungen hat, fand ich einfach Klasse. Einzig das man ein Auto haben sollte, sprich mobil ist, sehe ich heute als Kritikpunkt an. Das so ein 8er Dobson auch mit Rockerbox gute 20 kg auf die Wage bringt, sollte auch nicht verschwiegen werden. Ich als Anfänger wollte möglichst viel sehen für möglichst wenig finanziellen Aufwand, das habe ich bekommen. Und meinem Hals geht es noch gut. Jedem das Seine. Noch schöner finde ich das Potential das in einem 8er steckt, im Grunde eine Anschaffung fürs Leben, alles was nun noch kommt bedeutet für mich mehr Öffnung :D

Viele Grüße und Clear Sky
Markus
 
Hallo Markus,

Deine guten Erfahrungen mit parallaktisch aufgestellten Teleskopen seinen Dir unbenommen, aber Dein Dogmatismus ist weder angebracht noch im Ansatz haltbar.
Es liegen einfach zu viele positive Erfahrungen (auch von mir) vor, entsprechende Antworten sind ja bereits eingegangen.

Deine Einleitung mit der unüberwindlich nahen "Grasnarbe" will ich aber dennoch aufnehmen.
Was bitte zwingt Dich dabei in die Knie? Selbst unter einem Meter Höhe des OAZ beim Einblick kann man noch eine äußerst bequeme sitzende Position einnehmen, wenn man so erfindungsreich ist, einen Hocker oder Stuhl zu benutzen. solche Hilfsmittel gibt es inzwischen, speziell für "Astros" sogar werkzeuglos höhenverstellbar.
Wer unbedingt stehen will, mag seinem 6-10" Dobson einen Hocker oder eine stabile Zubehörkiste unterschieben.

Gruß und CS
*entfernt*

 
Hallo Lotz,

Der vielgerühmte 8" f/6 Dob ist doch als DOb eigentlich eine Zumutung: Der Okularauszug bei durchschnittlicher Beobachtungselevation von 45° grad mal so nen knappen Meter über Grasnarbe, für Leute die gerne vor ihrem Equipment in die Knie gehen und sich beim Peilen den Hals verrenken:

Leute mit Hirn verwenden einen möglichst höhenverstellbaren Hocker
zum draufsetzen. Ist superbequem. Dann stimmt auch die Auszugshöhe.

Mein verflossener 114/900 auf EQ2 (!) hat mir nie Probleme bereitet, auch nicht bei 180x am Planeten, man muß nur wollen!

Mit so einem bin ich vor 34 Jahren angefangen.
180x an Jupiter (damals 5 Bänder und GRF) an Saturn brachte er auch.

So stabil wie ein billiger Standardlabberdobson war das allemal.

Da bin ich anderer Ansicht. Der 114/900er auf eq2 zitterte nach
dem fokussieren deutlich länger als der originale 8"f/6 Dobson.

CS,Karsten
 
Hi,

wenn Du einen 114/900 auf EQ-2 als edeloptischen Pünktchengucker einordnest, ahst Du entweder meine
Ausführungen schlampig gelesen
oder
meine Ausführungen nicht verstanden / verstehen wollen
oder aber einfach mal die Ich-hab-immer-Recht-Automatik nicht abgeschaltet.

Gruß

Markus


____________________________________________________

Quidquid agis, agas prudenter et respice finem!
____________________________________________________

DANUBIA - OBSERVATORIUM

Markus A. R. Langlotz
Dr.-Bruno-Sahliger-Str. 8
D-93096 Köfering

Die Astroseite: www.N-T-L.de
Die Starfinderseite: starfinder.N-T-L.de
Die Mailadresse: ntl.observatory (at) freenet.de
 
Hi,
Dann kommt hinzu, daß man nen Dob nie so bewegt bekommt, daß dessen Bewegung irgendetwas mit den Achsen einer STernkarte zu tun hat, will heissen: bewegst Du in Elevation im O oder W, bewgst Du eigentlich in RA, im N und S jedoch in DEC. Dazwischen irgendeine stetig variable Linearkombination aus beiden Vektoren. Vollkommen ungeeignet für Anfänger!
Komisch- bei einem Dobson ist so etwas also untauglich.
Frag ich mich dann aber, warum bei einer azimutalen Montierung für einen kleinen Refraktor oder ein Fernglas das als prima Lösung beschrieben wird?

Ein Anfänger denkt nicht in RA und Dek, er guckt nach oben und sucht sein Wunschobjekt- und mit dem Dobson intuitiv in die Richtung schieben schaffen selbst 8-jährige- hab das bei mir im Garten selbst erlebt.

Dagegen an der Steuerung den richtigen Knopf zu drücken- und die passende Geschwindigkeit eingestellt zu haben, dürfte schwieriger sein. Zu langsam dauert es, zu schnell ist man im Nu zu weit- oder dazu noch in die falsche Richtung gefahren.

Zur Einblickhöhe- lieber knapp über der Grasnarbe sitzen und dafür eine stabile Rockerbox haben als mit ausgezogenen Beinen eines Wackelstatives stehend beobachten.

Und die Beschreibung hinsichtlich der Bedienung eines Dobson- da sollte der Besitzer mal mit Ebony und Teflon nachbessern, dann klappt das so wie gewünscht und nicht wie von dir beschrieben.
Einen Dobs hinsichtlich leichter Nachführung hinzubekommen ist nicht so schwer- ich hatte letztes Wochenende den Gelegenheit mal einen 18" Obsession sowie einen großen Selbstbaudobs zu bedienen- das ging mit dem kleinen Finger so soft und exakt, da schmeißt du dagegen jede andere Montierung in die Tonne :biggrin:

Stefan
 
Hallo Günther,

was ist bitte daran Dogmatismus, eine Meinung zu haben und diese hier im Forum darzustellen? ICh habe niemandem abgesprochen, daß ein 8" Dob auch gute Eigenschaften habe, habe mir aber erlaubt, auch die Nachteile eines solchen Gerätes mal aus meiner Sicht darzustellen und hab mich erdreistet, als >Tip einen 114/900 oder 150/750 zu nennen.
Wo bitte ist da Dogmatismus? Wenn das Dogmatisdmus ist, ist es auch Dogmatismus, nen 8" Dob als allein seligmachendes EInsteigerteleskop zu proklamieren.

Viele Grüße

Markus


____________________________________________________

Quidquid agis, agas prudenter et respice finem!
____________________________________________________

DANUBIA - OBSERVATORIUM

Markus A. R. Langlotz
Dr.-Bruno-Sahliger-Str. 8
D-93096 Köfering

Die Astroseite: www.N-T-L.de
Die Starfinderseite: starfinder.N-T-L.de
Die Mailadresse: ntl.observatory (at) freenet.de
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben