Einsteiger-Teleskope für Anfänger

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Johnson
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Hi,

ich denke , ich kenne Leute mit Hirn und auch jemand mit so einem 8" Dob, und der ärgert sich trotz Campinghockerchen immer über den etwas niedrigen Eindruck, vom Peilen durch den Sucher mal ganz zu schweigen. Mir gehts mit seinem Fernrophr übrigens genau so.

Außerdem ist ja das argument für den Dobson auch, wenig Teile, schnell aufgebaut. Naja, ne Kiste unter die Rockerbox oder ein Astrostuhl, dann der Tubus und die Rockerbox; ist das jetzt wirklich sooo viel weniger aufwändig als ne Skyview in die Wiese zu stellen, das Gewicht dranhängen und den Tubus draufklicksen?


Siesht, und darüberhinaus hast DU auch mit nem 114/900 angefangen. Also doch ein empfehlenswertes Einsteigergerät?

Zu Stabilität zählt für mich persönlich nicht nur das Zittern beim Fokussieren (ein nicht sooo oft vorkommender Prozeß), sondern auch die ARt und Weise der Nachführung, und da finde ich (v.a. am Planeten) Handnachführung mit ner biegsamen Welle zitterfrei in 1 Achse deutlich stabiler als das Dobsongeschubse.

Gruß

Markus



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Quidquid agis, agas prudenter et respice finem!
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DANUBIA - OBSERVATORIUM

Markus A. R. Langlotz
Dr.-Bruno-Sahliger-Str. 8
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Die Astroseite: www.N-T-L.de
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Hallo Markus,

ich als durchschnitlich großer Hobbyastronom habe keinerlei Probleme mit der Peilung, die Lösung lautet hier ganz einfach: Benutze einen Stuhl...Meiner ist noch nichteinmal höhenverstellbar, eigentlich ist es auch eher ne Art kleienr Holztisch, aber dank seiner großen Fläche und dem wunderbaren Kissen drauf eine wunderbare Sache.

Was die Einfachheit angeht ist ein Dobson, selbst die allergünstigsten Dinger, absolut unschlagbar. Intuitiver kann man ein ein Objekt nicht aufsuchen. An den parallaktischen Montierungen hat mich die ständige Klemmerei, Dreherei und Kipperei durch arg genervt. Beim Dobs sind mit ein wenig Übung auch Vergrößerungen um 300- oder 400-fach spielend leicht zu meistern, indem man für sehr wenig Geld ein bisschen an der Rockerbox bastelt. Das schafft jeder. Ansonsten lautet die Lösung: EQ-Ebene. Selbstgebastelt für viel weniger als 100 Euro zur realisieren. So kriegt man für unter 500 Euro ein Teleskop mit weit mehr Öffnung und den gleichen Möglichkeiten als bei der Investition in ein kleineres Modell mit parallaktischer Montierung.

Niemand will hier den Nutzen einer parallaktischen Montierung anzweifeln. Es geht lediglich um die Tauglichkeit für den Anfänger. Und da ist der Dobs, auch wenn du es nicht wahrhaben willst, einfach unschlagbar. Viele Menschen schätzen die Einfachheit. Zu Recht! Ich gehöre auch dazu. Denn kompliziert-machen kann jeder.

Und was den Dogmatismus angeht möge sich bitte einmal jeder selbst an die Nase fassen, denn wir alle sind kleine Dogmatiker. Jeder für sich und jeder auf seine Art!

Gruß und CS,
Marcel
 
Hallo Leute,

sehr interessant Eure Ansichten. Ich selbst besitze eine G11 mit einem C11, bin auch sehr zufrieden. Vor ca. 8 Wochen habe ich zum ersten mal durch ein 10 oder 12 Zoll Dobson geschaut. War echt fasziniert von den Dingern. Die Einstellung der gewünschten Objekte ging sehr reibungslos.

Will damit sagen um das Objekt zu finden, war an diesem Dobson ein Telerad montiert. Ich hab mir das Objekt rausgesucht durchs Telerad geschaut und schon hatte ich es, es war ganz einfach. Ohne größeren Aufwand. Zum nachdrehen ging das ganze Butter-weich.

Ich werde die Dobs-Fraktion nicht in Schutz nehmen, aber für Anfänger "WÜRDE ICH" sagen, echt ok. Nur so kann man die Objekte finden die ich ansehen will.

Oder sieht Ihr das anders?

CS Johnson
 
Hi Johnson,

man sollte da noch hinzufügen, dass Deine G-11 wie meine Gm-8 eine saubere Rutschkupplung hat, was man bei guter Einstellung und passender Balancierung der Gegengewichte einen parallaktischen Dobson nennen könnte.
Man nimmt eine solche Montierung ja nicht wahr, weil man eben nicht dauernd klemmen muss. Man schiebt einfach mit dem Scope hier hin und dort hin. Klasse!

Trotzdem kamst Du mit dem Dobs gut klar und mir ging es bei den wenigen Stunden an unterschiedlichen Dobsons ebenso - und davon waren einige im Auslieferungszustand.

Das ist es, was mich letztendlich überzeugt hat. Auch wenn ich meine parallaktische Montierung sehr schätze.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Johnson,

Du benutzt den Begriff "Dobs-Fraktion" und den mag ich gar nicht, auch nicht die "Refraktorianer" oder "Parallaktiker" mit dem Zusatz "Fraktion".
Diese Fraktionen habe es so an sich, das "Eigene" in den höchsten Tönen zu loben und das "Andere" niederzumachen. Der Thread steht auch auf der Kippe, man merkt das daran, dass immer mehr das Neagtive an einem Lösungsvorschlag beackert wird und sei es noch so an den Haaren herbeigezogen.
Vor dem "Dobs" muss man in die Knie und ein Stuhl ist unnötiger Aufwand. Auch der kleinste Refraktor ist so stabil wie sein Unterbau, er gewinnt meist erheblich, bei nicht ausgezogenem Stativ und wenn es dann in den Zenit geht, sitze ich auch auf einem Stuhl, weil ich Arthrose in beiden Knieen habe.
Das sind Pseudoargumente Für und Wider, aber sie sind in Beton gegossen.
Dann kommt noch der "Nachschlag" mit dem riesigen 8" F/6, dabei habe ich doch genau das zu Bedenken gegeben und die Frage aufgeworfen, ob nicht die Anschaffung eines 6" F/6 in Erwägung zu ziehen wäre. Da wäre dann, zumindest bei dem günstigeren Produkt, noch etwas Wartezeit auf die käufliche RB oder eben Selbstbau anzudenken. So ein Gerät lässt sich mit den in Rede stehenden 600 € eben schon ordentlich ausstatten und bietet die Möglichkeit, günstig und transportabel auf parallaktischen Betrieb umrüstbar zu sein, wenn man das eben will.
Fraktionen sollten bei dem Teil eigentlich keine Rolle spielen. :neinnein:

Gruß und CS
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Leute,

erheiternd bis traurig... An Johnson: Der Kollege soll/muss beides parallel mal anschauen und dann entscheiden - alles andere führt zu nichts ausser mehreren Käufen nach Fehlkauf :/

Dobson/parallaktisch/Einsteiger/Profi.... ich finde diese Einordnungen nicht zielführend, ich habe zwar vielfach die Erfahrung gemacht, dass sich Einsteiger mit der Dobsonbedienung einfacher tun aber ich will das jetzt nicht als repräsentativ darstellen. Tatsache ist aber, dass ein Dobson weder was für Einsteiger noch was für "Profis" alleine ist :D so ein Schmarrn, ein "professioneller" Deepskybeobachter würde kein C14 in die Alpen karren und ein "professioneller" Fotograf würde auch nicht mit einem 12" Dobson fotografieren...

Ich meine wirklich: Echt live ausprobieren, ich hab mich fast zwo Jahre mit einer für das kleine Teleskop gar nicht mal so instabilen parallaktischen Montierung gequält bis ich in Kontakt mit einigen Dobsonbesitzern kam ;)

Viele Grüße Benny
 
Hallo Günther, Benny,

sorry das es so rüber gekommen ist. Ich finde ein Dobson echt klasse, würde auch als fortgeschrittener Astrofotograf auch mit einem Dobson schauen bzw. einen kaufen. Das mit den "in die Knie gehen" habe ich ja nicht behauptet.

Ich finde zum Anfangen ein Dobson genau so gut wie als fortgeschrittener. Zum lernen und verschiedene Objekte finden ist es doch ideal oder nicht?

Wo bekommt man für ca. 600-800 Euro einen 8"-10" und das mit f/6 oder weniger?

Ich habe mit einem kleinen Newton angefangen (114/900) und das auf einen wackligen Montierung! Diese Newton hatte nicht einmal 1 1/4" Okulare sondern, wenn ich mich nicht täusche 37mm oder sowas.

Gesehen hatte ich zum damaliger Zeit nicht viel außer Mond und Venus. War eigentlich immer frustriert, wollte das Hobby schon aufgeben bis ich später dann mein G11 mit C11 bekommen habe. Hätte ich damals gewust das es ein Dobson auch gibt, hätte ich mir bestimmt eins zugelegt.

Was mein Kollege sich mit seinem Sohn dann letztendlich kauft weiß ich nicht. Er wirds mir bestimmt dann sagen. In diesem Sinne schönen Abend noch.

Ich hoffe der Thread läuft nicht aus dem ruder.

Eine schöne Nacht noch
CS
Johnson
 
Hallo Johnson,

na rate Mal, mit was ich angefangen habe. Na klar, 114/900 auf EQ 2. Damals war DAS eben der noch bezahlbare Einstig und schon recht teuer für meine Verhältnisse.
Natürlich ist ein solches Teleskop auch heute noch zum Einstig geeignet, aber man hat eben auch Alternativen.
Eine größere Öffnung auf Dobsonmontierung ist eine solche Alternative und es gibt durchaus gute Gründe sie als geeignet oder gar geeigneter anzusehen, auch ohne einer "Fraktion" anzugehören. ;)

Gruß und CS
*entfernt*
 
Hallo Markus,

najaaa, jetzt übertreib mal nicht. Es ist ja nicht so, daß Einsteiger, die sich den Feldwaldwiesen-8"-Dobson gekauft haben ständig mit den von Dir beschriebenen Systemfehlern zu kämpfen hätten.
 
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