Einsteiger-Was brauch ich alles?

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moond

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Hallo zusammen,

mein Name ist Kevin und ich würde gerne mit der Fotografie von Weltraum-Nebeln, Sternen und Planeten beginnen, habe jedoch keinerlei Ahnung und Erfahrung schon überhaupt nicht.

Was mir zur Verfügung steht, ist eine 550D von Canon. Nun aber, was brauche ich für ein Teleskop? (Ein Dobson würde ich in Erwägung ziehen, um das Geld in die Optik zu investieren, wenn ich das richtig verstanden habe.) Ist eine Webcam zwingend notwendig oder lässt sich die Unschärfe auch bspw. durch drei Fotos alle fünf Sekunden ausgleichen? Was brauche ich sonst noch?

Vom Licht her sollte es kein Problem darstellen, da ich in der Nähe eines Waldes wohne und es somit schön finster ist.

Ich denke, so 300 Euro für ein Teleskop und 100 allenfalls für die Webcam wären in Ordnung, um auch eine einigermassen gute Qualität zu erhalten; natürlich nur für den Einstieg.

Brauche ich einen Refraktor und ein Okular? (Ich weiss mit den Begriffen leider nichts anzufangen.)

Gibt's Literatur, die für die Beobachtung und Fotografie wichtig oder hilfreich ist?

Ich bin um Hilfe, aber auch um Links sehr dankbar.

Viele Grüsse
 
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Hallo Kevin!
Was Du brauchst ist Geld! Viel Geld. Vom Teleskop abgesehen ist das wichtigste Einzelteil eine vernünftige parallaktische Montierung. Je nachdem was für ein Teleskop Du draufschrauben willst muss die Größe der Montierung dem Teleskop angepasst sein. Unter einer HEQ-5 würde ich gar nicht anfangen wollen. Neben dem Teleskop kommen dann noch so nette Sachen wie Leitrohr und Autoguider dazu.
Kurz um: Hänge noch eine Null an Dein Budget, dann lässt sich was machen!

Schöne Grüsse und CS

Christoph
 
Hi Kevin,

google mal nach dem Begriff "Barndoor".
M.E. der einfachste, preiswerteste und erfolgversprechenste Weg in die Astrofotografie einzusteigen. Ein Teleskop wird dafür nicht benötigt.

Gruß
Chris
 
Hi!

Teleskop brauchst du keins, aber eine Montierung, die sauber nachführt - und vor allem einen Plan... Aber hier nachzufragen, ist schon mal nicht schlecht (willkommen im Forum übrigens).

Guck mal unter http://www.astronomie.de/beobachtungspraxis/der-mond/fotografische-beobachtung/ , da hab ich was zur Mondfotografie geschrieben - da empfiehlt sich aber schon mal ein Teleskop, um auf Vergrößerung zu kommen.

300 Euro sind arg knapp bemessen, auch wenn du neben der Kamera schon ein Objektiv hast... die Montierung muss nämlich stabil sein und die Kamera sauber nachführen. 1000 Euro sind schon ein realistischeres Budget, auch für kleine Brennweiten. Google mal nach Barndoor oder Astrofrust - das sind Selbstbaumontierungen, die sowas können.

Ein Refraktor ist ein Linsenteleskop; ein Dobson ist ein Spiegelteleskop (Newton-Bauart) auf einer simplen azimutalen Montierung, die John Dobson ersonnen hat - und für die Fotografie leider unbrauchbar, da 1.) azimutal (das bedeutet Bilddrehung) und 2.) ohne Motornachführung. Beides lässt sich umgehen, aber nicht in dem Preisrahmen und mit fotografischer Genauigkeit.

Was mit dem Budget problemlos geht, sind Strichspuraufnahmen. Du brauchst ein vernünftiges Fotostativ (dafür geht schon mal den halbes Budget drauf) mit Videoneiger oder zumindest vernünftigem Kugelkopf. Dann fotografierst du einfach immer wieder, sagen wir 1,5 Stunden lang jeweils 30 Sekunden belichten udn 30 Sekunden automatisches Dunkelbild. Das Ergebnis wird mit Startrails (Freeware) addiert, das Ergebnis sieht so aus:
Link zur Grafik: http://www.kerste.de/A-de-Bilder/Strichspur.jpg

Astrofotografie ist leider alles andere als einfach oder billig - stöber mal im Einsteiger- und Fotoboard hier auf Astronomie.de (da gibt es haufenweise Threads zum Thema), besuch die nächste Sternwarte (Liste unter http://www.astronomie.de/gad/ ) und such mal das Buch "Himmelsfotografie mit der digitalen Spiegelreflexkamera" von Stefan Seip oder - für Planeten - "Sonne Mond Planeten beobachten und fotografieren" von Weigand und Geyer. Der Seip dürfte für dich hilfreicher sein.

Viel Erfolg,
Alex
 
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