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Flippy

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Hallo mein Name ist Jan.

Seit etwa einem halben Jahr Interessiere ich mich stark für die Astronomie. Ich hab mir schon dutzende Dokus über dieses Thema angeschaut und bin hin und weg. :)
Konnte mir auch vor wenigen Monaten ein "Billig-Teleskop" besorgen, nur leider ist die verarbeitung relativ mäßig..
Wenn ich z.B. scharf stellen möchte wackelt das teil so stark das mein Ziel komplett weg ist und ich wieder nachjustieren muss. Auch hab ich in den letzten Tagen als der Jupiter super zu sehen war nur sehr schlechte optische erfahrungen sammeln können (mit dem Teleskop auch kein Wunder ;)) Jetzt schleicht sich langsam der Gedanke ein mir ein besseres zu kaufen.
Meine Frage ist nun welches Equipment ich für eine vernünftige Ausstattung brauche und wieviel Scheine mich das wohl kosten wird für vernünftige Bilder.
PS: Ich will jetzt nicht das beste vom besten haben, nur etwas um mehr Details zu sehen.

Vielen Dank im vorraus...

Gruß Jan
 
Hallo Jan,
schau dich doch mal in deiner Gegend nach Astronomiebegeisterten um. Mit ihnen kannst du in der Regel zusammen Beobachten und deine Vorlieben (Objekte, Optiksysteme usw.) konkretisieren. Außerdem kannst du so einen Blick in den Bereich der Astrofotografie werfern, da dieser eine Sache für sich ist. (nicht mit der normalen Fotografie am Tag
vergleichbar)
Wie siehts bei dir bezüglich der Lichtverschmutzung durch Städte und Industrie aus? Je nachdem musst du aus den Lichtglocken fahren. Wie wird bei dir der Transport organisiert?
Weißt du schon wie viel Geld du zur Verfügung hast?

Mithilfe der folgenden Links findest du Astronomiebegeisterte in deiner Umgebung:
http://www.astronomie.de/gad/
http://www.astrotreff.de/astromap.asp?Koord.x=0&Koord.y=0

Auch der Besuch eines der vielen Teleskoptreffen ist sehr hilfreich:
http://www.teleskoptreffen.de/
http://www.teleskoptreffen.info/ttreffen.htm

Hier noch Material zum weiteren Einlesen in die Materie:
http://www.ajoma.de/
http://www.binoviewer.at/
http://www.deepsky-brothers.de/
http://www.eifeltwister.de/
http://www.heiko-schaut-ins-all.de/hsia/
http://www.stern-fan.de/Seiten/frameset.htm
http://www.svenwienstein.de/index.html
http://www.taunus-astronomie.de/
http://www.y-auriga.de/home/home.html
http://www.zellix.de/amateurteleskope/index.htm

Gruß
Simon
 
Danke erstmal für Deine schnelle Antwort!
Ich wohne auf dem Dorf wo es recht Dunkel ist, und zur Not würde auch ein Auto vor dem Haus stehen.
Ich werde mich mal erkundigen ob es hier solch ein Verein gibt wobei ich dies bezweifle.. :D
Das Thema mit dem Geld ist auch sowas, ich will jetzt keine 1000 Euro ausgeben für Funktionen die ich warscheinlich nichtmal nutzen würde wobei mich die Fotografie schon Interessiert, hab schon Schnappschüsse (!) mit meinem Handy gemacht wobei ich sagen muss das sie relativ gut sind wie ich finde (Mond) Klar kein vergleich zu hochwärtigeren Instrument aber ich war schon recht stolz drauf :D http://s7.directupload.net/file/d/2681/ew4er2tr_jpg.htm. Also ich würde sagen so max 200 Euro sollten für den Anfang ausreichen.. denke ich.

Danke nochmal für die Links.

Gruß Jan
 
Moin Jan!

Ich meine, Du solltest Dir erstmal einige der nahezu gleichlautenden Einsteiger-Threads hier im Board durchlesen und Dich dann durch die Links, die Dir oben gepostet wurden, ducharbeiten. Dann kommst Du nämlich schnell auf den Trichter, daß...

> Also ich würde sagen so max 200 Euro sollten für den Anfang ausreichen.. denke ich.

...für ein "vernünftiges" Teleskop, das u.U. auch noch photographisch geeignet sein soll, keineswegs ausreicht. Bei so einem geringen Budget solltest Du Dich nach dem Quellenstudium eher nach was Gebrauchtem umsehen, und selbst dann wirst Du noch einige Abstriche machen müssen. Es geht ja nicht nur um ein Teleskop inkl. Montierung, die einigermaßen stabil sein sollen, sondern auch noch um Zubehör, sprich: vor allem Okulare. Da wirst Du mit so ein paar Mücken wirklich nicht weit kommen, um es klar auszudrücken.
 
Deshalb ja erstmal was zum starten, denn das gewackel von meinem TMC oder ähnlich?! macht überhaupt keinen Spaß.
Und mit unserem Sonnensystem bin ich schonmal gut bedient, will jetzt nicht gleich die Galaxien oder andere "schwachen"
Objekte beobachten.
Ja und bei den Threads meiner Leidensgenossen hab ich auch schon reingeschaut, nur wird da schon mit für mich zu hohen Tempo an die sache rangegangen, teilweise zumindest.
Aber Danke für den Tipp.



 
Hallo Jan,

schau einfach die nächsten Wochen ins Biete Board. Es werden immerwieder kleine Dobsons angeboten, weil man sich was größeres zulegt :)...

Dobson ist die einfachste Bauform. Kein Stativ, keine Montierung (= kein Gewackel), die die Erdrotation ausgleicht.

Bei einem Dobson hast die meiste Optik fürs Geld. Sonne (mit Baaderfolienfilter vor der Teleskop-Öffnung), Mond und Planeten machen mit einem kleinen Dobson Spaß. Damit Du nicht viel Geld für die Okulare ausgeben mußt, nimm einen "langsamen". Also f=8. Z.B. 150/1200.

Der hier wäre neu und liegt gerade noch in Deiner Preisvorstellung. Schau mal, ob Du einen solchen gebraucht für 50 Euro weniger bekommst...

Die gesparten Euros steckst dann in eine Rotlichttaschenlampe, einen Himmelsatlas und eventuell auch noch ein gebrauchtes Übersichtsokular mit 2" und 30-40 mm Brennweite...

Z.B. so oder so eines...

 
Interessant wäre auch, was Du da für ein Teleskop hast? TMC klingt nach dem Tschibo Torpedo (Spiegelteleskop 76/700 auf grausamer azimutaler Wackelmontierung). Sollte es so etwas sein, kann man billigst verbessern. Ich hab den Tubus auf eine Pipemount mit Vermessungsstativ gesetzt. Schon war es vorbei mit dem Gewackel und ich konnte Ringnebel, Hantelnebel, M13 usw. entdecken. Sehr schnell kam dann ein größeres Teleskop.
 
Hallo,

danke erstmal an Sternenfee123, ich werde mir Deinen Rat zu Herzen nehmen und mich nach einem Dobson umschauen.
Was mich nun irgentwie noch Interessiert ist ob diese Baaderfolie zu Hundert Prozent sicher ist. Ich meine ist es vielleicht doch schon in den geringsten fällen zur Materialermüdung gekommen oder ähnlich? Vielleicht blöd die Frage aber "Wer nicht fragt bleibt Dumm" :)

Und ja mein Teleskop ist glaube ich von Tschibo...
Ich war anfangs Stolz dass ich überhaupt ersteinmal etwas beobachten konnte, nur leider war der Spaß dann schnell vorbei als es mit dem Schärfer stellen u.s.w. anfing! Ich muss sagen den Mond konnte ich noch relativ gut damit beobachten aber was weiterhinaus ging war unmöglich.
Die letzten Tage hab ich auch (versucht) den Jupiter damit zu beobachten, naja bei dem versuch ist es geblieben... Ich hab einen hellen weißen PUNKT gesehen und 4 kleine für die Monde (mit ach und krach!) Als ich dann schärfer stellen wollte ist mir das gesammte Konstrukt abgesackt und ich durfte wieder von vorne anfangen, am liebsten hätte ich das Teil gegen die Gartenmauer gefeuert. Anfangs dachte ich echt man könnte mit dem Teleskop was anfangen aber als ich mich dann in die Materie eingelesen habe und meine Persönliche Erfahrung gesammelt habe wusste ich das es nicht mal als Vogelscheuche im Garten mit Blechdosen am Leib taugt weil unter dem kleinsten Lüftchen diese High-End konstruktion in sich zusammen fallen würde.

Ich bedanke mich erstmal bei allen die mir hier geantwortet haben. :)

PS ist vielleicht jemand aus Minden-Lübbecke hier anwesend? Oder Lemgo-Dörentrup.

Danke und Mit freundlichen Grüßen
Jan
 
Hallo Fee,

Du schriebst:
Zitat von Sternenfee123:
Dobson ist die einfachste Bauform. Kein Stativ, keine Montierung (= kein Gewackel), die die Erdrotation ausgleicht.
Dabei muß man aber sagen daß die Betonung auf "die die Erdrotation ausgleicht" liegt, denn eine Montierung hat man sehr wohl, eben eine Dobsonmontierung. Das ist eine aus Holz bestehende azimutale Gabelmontierung einer bestimmten Bauart, also noch immer eine Montierung.

Grüße

fquadrat
 
Hallo Jan, Dein Teleskop ist nicht so schlecht, schlecht ist das Stativ und die Aufhängung des Teleskops in dieser seltsamen Gabel. Ersetze die seltsame Gabel zwischen Stativ und Teleskop durch so etwas: Pipemount, im Baumarkt verfügbare Größe reicht völlig aus (preiswerter) und Du kannst deutlich mehr sehen. Jupiter bleibt auch in großen Teleskopen eine kleine Scheibe.

Die Tschibo FAQ von Winnie kennst Du schon? Nicht daß Du nur den kleinen Objektivdeckel entfernst....wärst nicht der erste dem daß passiert.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
... jetzt schockst Du mich..
Ich muss direkt zu meinem Schwager Düsen und nachschauen ob ich da noch mehr abnehemen kann (ich kenne auch nur diese kleine Kappe). Bis gleich :D

E:/ Ab jetzt nenne ich Dich Gott! Ich bin gerade zu meinem Schwager gefahren wo mein Teleskop steht.. Ich habe sofort die GROßE Kappe abgenommen und auf den Jupiter gerichtet, ich hab Ihn sofort im okular gesehen und schärfer gestellt. Ich konnte sage und schreibe die vier Monde erkennen die verdammt hell leuchten (vorher nur ganz schwach) oh man was ein Highlight am Abend :D
Jetzt muss ich nur die Befestigung ändern damit es nicht auf und ab wippt wenn ich dran rumdrehe. Und gegebenenfalls noch in naher Zukunft bessere okulare kaufen.

Ich werde mir bestimmt irgentwann ein besseres Teleskop holen aber jetzt ist es nicht mehr so eilig! :)

Danke Dir nochmal, hast mir den Abend gerettet ;)

Gruß Jan
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Nee bitte nicht. Mir ist es doch genauso gegangen, wenn dann gebührt Winnie diese Ehre, der sich die Mühe gemacht hat das alles zusammenzustellen und auf seiner Homepage zu veröffentlichen. Viel Spaß mit Deinem Tschibo!
 
Hallo Jan,

meine Vorposter haben Recht: Mit der richtigen Montierung nd Okularen und einer guten Justage der Optik kann ein 76/700er im Sonnensystem schon sehr viel zeigen! Hier ein beispiel am Mond:

http://forum.astronomie.de/phpapps/....php/topics/360710/100_Mond_mit_kleinem_Gerat

Bedenke bitte, dass erst ein gutes Okular das Leistungsvermögen eines Teleskops im direkten Wortsinn ins Auge bringt. Die Okulare sind genauso wichtig wie die Primäroptik und der Fangspiegel. Hier darf nicht gespart werfden!

CS und VG Christian
 
Hi!

Zitat von copernicus:
Die Okulare sind genauso wichtig wie die
Primäroptik und der Fangspiegel. Hier darf nicht gespart werfden
Allerdings heißt das nicht unbedingt, daß man ein Vermögen dafür ausgeben muß. Man darf sehr wohl sparen, wenn man weiß, wie weit man dabei gehen darf. Was nicht geht, ist übertriebener Geiz.

Das vielen Einsteigerteleskopen billiger Art beiliegende 4-mm-SR ist ein berüchtigtes Beispiel für Geiz, ein Satz preiswerter Plössls von irgendeinem etablierten Astrohändler ein gutes Beispiel für vernünftige Sparsamkeit. Gilt aber nur, wenn das Teleskop eine kleines oder moderates Öffnungsverhältnis aufweist und man nicht mit hohen Vergrößerungen an einem Dobson arbeitet. Bei großen Öffnungsverhältnissen wird der Rand unscharf, beim Dobson ist man bei zunehmend hoher Vergrößerung irgendwann nur noch am Herumschubsen.

Grüße

fquadrat
 
Hallo fquadrat,

ich meinte ja auch nicht, dass ein solcher Newton mit einem Satz Naglers bestückt werden muss. Ich tauschte mal bei einem Kaufhausteleskop die Set-Okulare (welchen Typs, kann ich nach über zehn Jahren leider nicht mehr sagen) gegen durchschnittliche Plössls und hatte den Eindruck, ein völlig neues Teleskop zu haben,, so groß war der Qualitätsunterschied. Das meinte ich.

Und der 76/700er hat ja ein Plössl-freundliches Öffnungsverhältnis.

CS und VG Christian
 
Ich kann mich fquadrat nur anschließen,

habe selbst am Anfang zwei sehr schlechte Okulare gehabt, dieses Okulare wurden bei meinem billigeren Teleskop mitgeliefert.
Ich habe den direkten vergleich, weil ich mir kurz darauf ein Set von Plössls gekauft habe. Es treffen Welten aufeinander, wenn man diese beiden Okulare miteinander vergleicht.

Ich geb lieber etwas mehr Geld aus und habe dafür die beste Optik als mich unscharfen Sternen,Planeten... etc. Zufrieden zu geben.

 
Hallo Christian,

Zitat von copernicus:
Ich tauschte mal bei einem Kaufhausteleskop die Set-Okulare (welchen Typs, kann ich nach über zehn Jahren leider nicht mehr sagen) gegen durchschnittliche Plössls und hatte den Eindruck, ein völlig neues Teleskop zu haben,, so groß war der Qualitätsunterschied. Das meinte ich.
Ich auch. ;-)

Bei meinem 114/900er (Mechanik saumies, Optik in Ordnung) lagen zwei Kellner dabei. Das 20er hat einen zu tunneligen Blick, um beachtet zu werden, das 9er läßt im Vergleich zum 20-Euro-Plössl merklich nach. Man bekommt keinen Augenkrebs, merkt aber den Kontrastverlust bei Mondbeobachtungen.

Klare Nächte wünscht

fquadrat
 
Hallo fquadrat,

meiner bisherigen Erfahrung nach sind, vom Spezialfall Cat-Newton abgesehen, die Qualitäten der Primäroptiken von Teleskopen der Kaufhaus- oder Tchiboskop-Klasse fast immer im grünen bis dunkelgrünen Bereich. Meist scheitert es an beiliegendem, minderwertigem Zubehör, der Verarbeitung und Justage.

CS und VG Christian
 
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