Einsteiger

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Hubsi

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Hallo.
Ich bin zwar im Besitz eines Refraktors, trotzdem ein Einsteiger.

Durch Astronomie.de habe wieder meinen ca. 25 Jahre alten Reflektor ausgekramt.
BOB Optik 114mm/900mm mit Holzstativ. Damals hat das Teil ca. 800 D-Mark gekostet und ist eigentlich was für`s Museum.
Hm, für mich war nur der Mond das Beobachtungsobjekt, da ich weder eine Sternkarte oder andere Fachliteratur hatte. Dachte: Teleskop aufstellen, und dann gehts los. Das war ein Irrtum.
Dann wurde das Teleskop immer weniger benutzt und dann völlig in die Ecke gestellt.
Ich möchte mich nun doch wieder mit dem Thema Astronomie beschäftigen und mir dem heutigen Standart ein Teleskop kaufen. Da geht`s aber schon los.
Fachbegriffe wie, F/5, F/6, CS, parallaktische Montierung , azimutale Montierung ,usw.
Autsch. Ich sehe Sterne, ohne dass ich durch mein Teleskop schaue.

Jetzt habe ich erstmal durch euren Rat eine Sternkarte und das Buch Karkoschka bestellt.
ps: Ich hatte schon das MEADE LX200 GPS 12" im "Auge"(Finger weg?), aber dann das Forum Astronomie.de gefunden.
Gruß Horst
 
Hallo Horst,

so ein 114/900 ist beileibe kein schlechtes Gerät, wenn das Teleskop noch in Ordnung ist könntest du ihm ja erst nochmal eine Chance zum Wiedereinstieg geben (eventuell vorher vorsichtig den Spiegel reinigen - kontaktlos mit Spüliwasser und destiliertem Wasser zum abspülen). Sollte das Teleskop über die Möglichkeit verfüge 1,25" Okulare zu verwenden könnte man damit schon richtig was anfangen...

Andererseits bist du ja anscheinend gewillt eine ordentliche Stange Geld für ein Neugerät zu investieren, in jedem Fall würde ich in Ruhe hier das Forum und die Seiten der Mitglieder durchstöbern um sich einen Überblick zu verschaffen. Einige Begriffserklärungen finden sich z.B. auf meiner HP.

CS (Clear Skies) Benny
 
Hallo Horst,

ich krame gerade in meinem Langzeitgedächtnis, da ich damals auch ein BOB Gerät hatte. ?)

Bist Du sicher, das Du einen 114/900 Newton hast und keinen 114/1000 Schmidt-Newton (hat ne Glasplatte vorne an der Öffnung? Ich meine mich zu erinnern, dass in den BOB Prospekten nur die Schmidt-Newtons waren. Aber ich kann mich auch täuschen.

Natürlich könnte man Wie Benny schreibt mit dem Gerät wieder einsteigen, zumal es ja schon vorhanden ist.
Allerdings mit Einschränkungen wie ich meine:

Damals waren Okulare mit 24,5mm Durchmesser üblich, mit denen man nur ein sehr kleines Blickfeld im Okular hatte. D.h. man konnte lange suchen und wenig sehen :(
Heute sind wesentlich bessere Okulare mit knapp 31,75mm (11/4 Zoll) die gängige Größe.
Wenn Dein in Deinen Okularauszug nur die kleineren Okulare reinstecken kannst, dann lass es lieber bleiben (außer vielleicht mal den Mond anzuschauen), denn dann versaust Du Dir den Einstieg ein zweites Mal.

Sollte es kein reiner Newton sein (die Öffnung vorne ist dann offen s.o.) dann lass auch lieber die Finger davon.

Wie ich dem Hinweis mit dem 12" entnehmen kann, bist Du bereit für den Einstieg auch etwas zu investieren. Von daher würde ich den Einstieg nicht unbedingt mit einem 114/900 machen. Es gibt mittlerweile nette Geräte für einen Bruchteil des 12" mit denen man deutlich mehr sieht als mit dem 114er.
Von daher wäre der Einstieg mit dem 114er eher wie Autofahren mit angezogener Handbremse.

Meine eigene Erfahrung war, das ich damals von besagtem 114/1000 Bob auf ein C8 (also gleiche Bauart wie der 12" nur halt mit 8" Öffnung) umgestiegen bin und da habe ich dann endlich auch mal richtig was gesehen. Ich habe danach nie wieder in den Bob geschaut.

Das soll aber nun nicht heißen, dass ich generell den 114/900 schlecht reden will, aber er ist für mich heutzutage nur noch eine Lösung, wenn das Budget wirklich extrem eng begrenzt ist.

CS (heißt übrigens clear skies = klarer Himmel)
Volker
 
Hallo Horst,

als absoluter Neueinsteiger kann man das hier mit Gewinn lesen:

Celnik, Hahn: Astronomie für Einsteiger, Kosmos-Verlag

www.deepsky-brothers.de

www.sven-wienstein.de

Mit Sternkarte und Karkoschka bist Du schon mal gut versorgt.

Den Newton würde ich mal auf Vordermann bringen, wenns sein muss ein paar bessere Okulare kaufen und los gehts.

CS

Klaus
 
Hallo und Danke für eure Tipps. (hat ein bisser`l gedauert auf eure Antworten)

Heute sind die Bücher und Sternkarte eingetroffen. Zusätzlich habe ich noch den "Fernrohr Führeschein" besorgt, wirklich absolut hilfreich dieses Büchlein.
Zwar wusste ich, dass die verschiedenen Teilkreise auf der Montierung etwas zu bedeuten hat, nur nicht für was.
Tja, da hab ich damals den Einstieg falsch gemacht.
Also, erst mal fleissig gelesen, Sternkarte angewendet: Aha, Sternbild Orion, darüber tatsächlich der Mars, der Orionnebel ist auch zu erkennen.
Dann das Teleskop aufgestellt, eingenordet bei ca 50° ( puh, hab ich noch viel zu büffeln) und dann nix gesehen. Hm, das kann nicht nur am verstellten Fangspiegel liegen. Also, Teleskop "zerlegt". Hauptspiegel ausgebaut und gereinigt. Danach war unter diesem Dreckfilm tatsächlich ein klasse Spiegel zu erkennen. Fangspiegel gereinigt und ausgerichtet. Zusammengebaut und nochmal den Mond angepeilt, na also.
Den Versuch, andere Objekte zu beobachten lasse ich erstmal, da ich mit der parallakischen Montierung so meine Schwierigkeiten habe. Erstmal ist die Theorie dran.
Ein neues Teleskop zu kaufen werde ich erst dann , wenn ich mir die grundlegenden Fähigkeiten angeeignet habe.
Denke mal, so`n 114/900 tut`s erstmal auch. (Nur für den "kleinen Einstieg" Volker!)

Jo, stimmt. Ich schrieb einen Refraktor zu besitzen. Natürlich ist es ein Reflektor 114/900 Newton, also ein reiner Newton. Die Okulare haben einen Durchmesser von 24,5mm.
Gruß Horst.

ps: Auf der Sternkarte war zu lesen: Für den nördlichen Sternenhimmel.
Als blutiger Änfänger dachte ich "geht schon prima los, schon falsch eingekauft".
Ich hatte ja nie eine Sternkarte und war der Meinung, da ich hauptsächlich nach Süden schaue die Sternkarte für den südlichen Sternenhimmel bräuchte. Nur so nebenbei. Astronomie kann tatsächlich auch lustig sein.
 
Hi Horst,

Ein neues Teleskop zu kaufen werde ich erst dann , wenn ich mir die grundlegenden Fähigkeiten angeeignet habe.
Denke mal, so`n 114/900 tut`s erstmal auch. (Nur für den "kleinen Einstieg" Volker!)

:super:

Viellicht wird aus Deinem vorhandenem 114/900 ja ganz von selbst ein anderes Teleskop ;)
Vor nicht allzulanger Zeit war dieses Rohr übrigens das Einsteigerteleskop schlechthin.

CS

Klaus
 
Hallo Horst,

idealer Einstieg. Nutze was Du hast und erfahre was Du willst.
Das spart jede Menge Geld weil es Fehlkäufen wegen falscher Erwartungshaltung vorbeugt.
So ein guter 114er zeigt schon eine ganze Menge, eventuell reicht er Dir schon aus.

Gruß und cs
*entfernt*
 
Zitat von Hubsi:
Zusätzlich habe ich noch den "Fernrohr Führeschein" besorgt, wirklich absolut hilfreich dieses Büchlein.
Das Buch hab ich auch; absolut empfehlenswert.
Was ebenfalls für dich interessant sein könnte (je nachdem, ob du von deinem Balkon oder lieber von einer Wiese in der Pampa beobachtest), ist das Buch "Sternbeobachtung in der Stadt" von Denis Berthier. Der schreibt insbesondere auch interessante Dinge zum Thema Equipment, und was man mit welchem Equipment von der Stadt aus machen kann und was nicht. Und welches Equipment für die Stadt ungeeignet ist (z.B. ein 12"-Gerät...).

Den Versuch, andere Objekte zu beobachten lasse ich erstmal, da ich mit der parallakischen Montierung so meine Schwierigkeiten habe.
Wenn das mit Mars geklappt hat, dann solltest du dir den Saturn aber erst recht anschauen. Der steht im Februar/März besonders gut, ist auch die ganze Nacht über sichtbar, und deutlich größer und auch eindrucksvoller und mit mehr Details (Ringe, Monde, evtl. Wolkenbänder, evtl. Cassini-Teilung im Ring) als der Mars, der meist nur ein gelbliches verwaschenes Scheibchen ist. Mein allererstes Erfolgserlebnis mit meinem alten azimutalen 60mm-Refraktor hatte ich, als ich als Jugendlicher einfach aus einer Laune heraus auf so einen hellen Stern scharfgestellt hab, und der so ein längliches Scheibchen war... und bei stärkerer Vergrößerung ganz deutlich einen Ring hatte.

Auch der Orionnebel (M42) ist immer schön, auch bei niedriger Vergrößerung.

Sowohl Saturn als auch M42 siehst du auch schon mit bloßem Auge, daher sollte es nicht soooo schwierig sein, sie im Teleskop einzustellen, auch ohne viel Theorie und mit schlecht justierter Montierung. Im schlimmsten Fall rennen sie dir halt nach kurzer Zeit wieder aus dem Blickfeld.
 
Hallo Horst,

ich denke auch, der Weg ist ok.
Die Orientierung am Himmel und erlernen wie man das Teleskop bedient sind erstmal die wichtigsten Grundlagen.
Und warum sollte man dazu nicht das bereits vorhandene Equipment benutzen (kostet ja nichts).

Nur falls dabei wieder Frust aufkommen sollte und Du dran bist das Handtuch erneut zu werfen, dann behalte im Hinterkopf, das es auch am Gerät liegen könnte. (Soll aber keine Aufforderung sein, dann wahllos einen 12"er zu kaufen ;) ).

@Günther
Das spart jede Menge Geld weil es Fehlkäufen wegen falscher Erwartungshaltung vorbeugt.
So ein guter 114er zeigt schon eine ganze Menge, eventuell reicht er Dir schon aus.

Im Prinzip mein ACK dazu. Was mich allerdings daran stört sind, wie ich schon vermutet habe die 24,5mm Okulare.

@Klaus
Es stimmt schon, dass dieses Gerät lange Zeit das Einsteiger gerät schlecht hin war. Allerdings ändern sich halt manchmal auch die Zeiten und damit auch die Empfehlungen.

CS
Volker
 
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