Einsteigerhilfe

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Aldiratte

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Hallo liebe Astrofreunde, hätte da mal ein paar fragen an euch.

Da ich als Ahnungsloser nun mit dem Wunsch meines Sohnes konfrontiert wurde,
"ich wünsch mir das Hubbleteleskop zum Geburtstag" musste ich mich ein wenig
mit der Materie auseinander setzen.
Nun hab ich festgestellt das es mit dem Hubble nicht so einfach ist ;-).
Nach Anfragen bei der NASA wollten die es zwar verkaufen, aber es überschritt etwas meinen Geldbeutel.
Jetzt hab ich mich ein bisschen mit Teleskopen befasst und bin zu dem Entschluss gekommen:"Hey, da hab ich auch Spaß dran".
Nach Rücksprachen mit meinem Haushaltsvorstand (meine Frau ;-)) und etwas Überzeugungskraft wurde auch sie schnell überzeugt.
Selbstverständlich gingen diese Verhandlungen nicht ohne Bedingungen zuende L.
Meine Frau möchte damit auch Bilder von Planeten und Mond machen, man soll es auch zur Naturbeobachtungen nutzen können und das Gerät soll nicht über 300Euros kosten.
Damit waren meine Pläne leider Vernichtet (sofort die Terrasse als Sternwarte umbauen) aber immerhin wurde ich nicht ganz abgeschmettert J.
Jetzt hatte ich viele Punkte zu berücksichtigen:
1.Fotografieren
2.gute Planeten und Mond Beobachtungen
3.Naturbeobachtung
4.max. 300Euros
Dann müssen noch die Punkte die meinen Sohn betreffen berücksichtigt werden:
1.Nicht zu wackelig
2.Nicht zu kompliziert
3.Sterne sehen
Damit waren meine Bedürfnisse (DeepSky) wohl nicht zu realisieren, zumal wir noch in der Großstadt wohnen (Ruhrgebiet:-( )
Aber nun zu meinen fragen(wenn überhaupt bis hier jemand gelesen hat :-)
1.Kennt jemand einen guten Händler im Ruhrgebiet? (hab bisher nur Kaufhausteleskope gesehen, Bresser Meade usw.)
2.Hab mich eigentlich auf TS Refraktor 90mm Öffnung 900mm Brennweite auf Astro 3 mit Schrittmotor MD Astro3 eingeschossen
( Link http://www.teleskop-service.de/Astropraxis/Angebote/einsteigerangebote.htm - AstroRE90
ist das die richtige Wahl für oben genannte Punkte?
3.Preis liegt somit bei 367Euros (ev. Noch 1,2 Bücher), war es das? Oder fehlt dann noch etwas damit wir loslegen können?(wie oben schon gesagt, Limit ist schon überschritten :-( werd das aber vielleicht noch rausleiern können :-))
4.Als Alternative hat ich noch ein Newton Skywatcher 114/900 mit EQ2 und RA Nachführung komplett für 248Euros, ist das die bessere Wahl und habe somit noch ein paar Euros für ja was weiß ich ;-)?
5.Oder waren meine bisherigen Bemühungen Umsonst und jemand hat einen besseren Vorschlag?
6.Am Montag ist in unsere Sternwarte in Bochum immer "Beobachtung" kann man sich da auch Informieren? war da schon mal Jemand? Hab gehört die haben viele Bresser Teleskope, aber die sollen doch nicht so toll sein?
Nun hoff ich es gibt Jemanden der mir die ein oder andere Frage beantworten kann und auch möchte :-). Ist vielleicht ein bisschen lang geworden, aber danke schon mal denjenigen die bis Hierhin durchgelesen haben ;-)
 
Hallo,

zu Deinen Fragen,

Meine Frau möchte damit auch Bilder von Planeten und Mond machen, man soll es auch zur Naturbeobachtungen nutzen können und das Gerät soll nicht über 300Euros kosten.

All das mit 300 EUR wird schwierig. Vermutlich wirst Du (wie eigentlich immer) in etwa mit dem doppelten rauskommen.

Das Problem ist u.a. die typische Latte unvereinbarer Forderungen:

Jetzt hatte ich viele Punkte zu berücksichtigen:
1.Fotografieren
2.gute Planeten und Mond Beobachtungen
3.Naturbeobachtung
4.max. 300Euros
Dann müssen noch die Punkte die meinen Sohn betreffen berücksichtigt werden:
1.Nicht zu wackelig
2.Nicht zu kompliziert
3.Sterne sehen

Hmmm, II 3. ist einfach, Sterne sieht man auch mit bloßem Auge. Wirklich problematisch sind I 1. und I 4.: Astrophotographie ist ein extrem kostspieliges Wort. Das mit der Naturbeobachtung macht es noch schwieriger, dann fallen die eigentlich geeigneten Newton-Systeme raus, da sie das Bild prinzipiell auf den Kopf stellen.

Das von Dir favorisierte Gerät 90/900 auf Astro 3 erfüllt die Bedingung II 1. nur bedingt. Da II 1. auch eine unbedingte Voraussetzung für I 1. ist, würde ich sagen, lieber nicht.

Mir würden da zwei Geräte einfallen, die weitgehend auf Dein Anforderungsprofil passen:

a) Der GSO 114/900 Newton auf Sky View. Wurde von Wolfi mal für 300 EUR angeboten, ist aber nicht mehr auf der Webseite. Weiß nicht warum.

b) Der GSO 80/480 FH ebenfalls auf Sky View für 345 EUR. Der hat am ehesten Schwächen bei der Beobachtung von Planeten, ist aber ansonsten für Deine Zwecke das beste Gerät. Siehe hier.

Die Sky View ist eine solide Montierung, speziell den kleinen FH sollte sie bombenfest halten, und man kann sie mit Polsucher uns Schrittmotor ausrüsten. Natürlich gegen Aufpreis. Der kleine FH ist in Sachen "Naturbeobachtung" ganz brauchbar einzusetzen, er ist durch sein kompakte Bauform leicht zu handhaben (im Gegensatz zu einem 90/900, bei dem sich der OAZ bei Zenitbeobachtung auch mal auf Kniehöhe befindet) und er erlaubt prima weite Blickfelder für große Objekte wie Andromeda- oder Cirrusnebel. Bei Planetenbeobachtung ist allerdings bei 160-170-fach Schluß, das ist der einzige Nachteil.

Da kämen wir auf:

GSO 80/480 345 EUR
Polsucher 50 EUR
Motor 127 EUR
6mm Oku 50 EUR
B2T Barlow 55 EUR
32mm Oku 55 EUR
Karkoschka 17 EUR (Sternatlas, unverzichtbar)
Himmelsjahr 13 EUR (Jahrbuch mit Ephemeriden-Tabellen)
Mondatlas 15 EUR

Kommt dann auf etwa 730 EUR. Filter sind da noch keine dabei. Man evtl. verhandeln und das 25mm Original-Oku gegen ein 32mm Oku auswechseln, dann wird es etwas billiger. Man könnte auch noch sparen, wenn man das eine oder andere Teil aus Wolfis Schnäppchenregal oder aus dem Biete-Forum gebraucht kauft. Dazu muß man sich aber etwas auskennen.

Es ist halt kein billiges Hobby. Man muß aber nicht alles auf einmal kaufen. Mit dem normalen Angebot, der Barlow, dem Karkoschka und dem Himmelsjahr kann es schon mal losgehen.

Wenn man noch ein paar andere Einschränkungen macht, kann es ein insgesamt billigeres Gerät werden (u.U. sogar ein Lidlscope), aber dazu muß Deinerseits erst noch ein Willensbildungsprozeß stattfinden.

Wie genau soll denn fotographiert werden? Ist schon eine Kamera da? Das kostet nämlich nochmal alles extra.

Am Montag ist in unsere Sternwarte in Bochum immer "Beobachtung" kann man sich da auch Informieren?

Da muß man mit der notwendigen Vorsicht hingehen. Bei der Münchner Volkssternwarte hat man mir gesagt, daß bei Amateuren 16 Zoll Öffnung inzischen Standard wären...

Ach ja, es kann nicht lange dauern, bis jemand schreibt "kauf doch einen Dobson". Stimmt, ein Dobson bietet die meiste Öffnung für's Geld. Aber Dobson ist auch das Gegenteil von Fotographie.

CS Gernot
 
Hallo Aldiratte,

normalerweise bekommt man für so eine Anrede eine Backpfeife, nicht so im Internet! Ich kann mich den Ausführungen von gernot nur anschließen. Mein Problem, bei solchen Fragen wie Du sie als Anfänger stellst, ist, daß mich sich die Finger wund schreiben könnte. Ein weiteres Problem ist, daß man immer aus der eigenen Perspektive antwortet. Da Du wie ich im Ruhrgebiet wohnst, könnte man sich doch mal treffen und das ganze durchdiskutieren. Ich glaube nicht, das all die gut gemeinten Ratschläge etwas fruchten, wenn die Vorstellungen noch so wirr sind. Da hilft nur eines: Mitspechteln. "Spechteln" ist ein Insider-Ausdruck und bezeichnet das ins Teleskop schauen! Spechteln und spechteln kann grundlegend unterschiedlich sein. Ich gehöre der Fraktion an, die beim Beobachten seinen Spaß haben will. Andere wiederum sehen die Sache viel ernster und betreiben fast richtige Forschung. Wiederum andere haben sich so auf Photographie eingestellt, sodaß diese Spezialisten, aufgrund der diversen Störungen oft lieber unter sich bleiben. Daher ist der Hinweis von Gernot bezüglich des Besuches der Bochumer Sternwarte wirklich ernst zu nehmen. Vermutlich wirst Du mit den Ratschlägen nichts anfagen können. Da ist es hier bei a.de schon wesentlich besser.
Doch nun zu den Teleskopen.
Also zuesrt möchte ich mich mal gernot wieder anschließen und sagen daß Du mit 300Euro keine eierlegende Wollmilchsau bekommst. Lass die Motorisierung weg, vergiß erst mal die Photographie (Mond und Planeten gegen auch so) und konzentrier dich auf optimales Beobachten. Bevor ich Dir etwas empfehle lass mich noch eine kleine Anmerkung machen. Viele Ratschläge hier gehen davon aus, daß man sich ein optimales Equipment kauft und dieses lange nutzt. In der Preisregion unter 2000 Euro ist dies eine falsche Annahme, da man nach relativ kurzer Zeit, also wenn man fesstellt daß Astronomie riesig Spaß macht, sowieso Neuanschaffungen plant. Entweder ist es ein größeres Teleskop, eine größere Montierung oder beides. Unterhalb dieser Grenze gibt es nur Kompromisse...gute zwar, aber Kompromisse. Ich empfehle Dir: Kauf was ganz billiges, also z.B. einen 70/800 auf AZ2. Damit kannst Du dann erst mal ausprobieren wie das ganze so geht und hast, falls es Dir keinen Spaß macht, noch ein tolles Fernrohr zur Erdbeobachtung. Und dazu kommst Du mal mit uns mit, wir zeigen Dir dann was man anschauen kann, muß usw.
Wenn Du aber dann Feuer gefangen hast, kannst Du mit wesentlich mehr Wissen eine bessere Wahl treffen, und hast zudem immer noch ein gutes Erdfernrohr und ein Teleskop zum Nachführen bei Langzeitbelichtungen. Somit sind die schlappen 100-Euro nicht rausgeschmissen. Ich weis, mit einem 70er-Refraktor sieht mann nocht allzuviel, schon gar nicht hubblemäßig. Aber man bekommt einen Eindruck von der Sache. Und danach, ich vermute mal das dauert keine 14 Tage, ist eine neue Diskussion nötig. Erst mal mit deinem Finanzminister, und dann mit uns.

Jeder andere Vorschlag würde davon ausgehen, daß Dir die Sache so ernst ist, daß Du bereit bist jede Menge hunderter dafür zu opfern. Und das kann man von einem Anfänger nicht erwarten.

So, solltest Du interesse haben, mail mich mal an!

Clear Skies

PS: Wenn Du entweder eine orange-blaue Unterschrift siehst, oder den Namenszug Albireos irgendwo liest, dann weist Du, daß dies einer der Spaßfraktion ist. Besuche mal die Albireo-Homepage, dann bekommst Du ein Gespür dafür, daß nicht nur Du an der Frage "Was soll ich nur kaufen?" verzweifelst.
 
Danke Captain_cdr für Deine schnelle Antwort,
natürlich hast du recht, es wird wohl unmöglich sein alles unter einen Hut zu bekommen.
Aber leider ist die Forderung 300 Euros nicht zu ignorieren,
muss also andere Punkte finden die vielleicht rausfallen (schluchz).
Wenn ich das so betrachte würd ich für die Montierung und Schrittmotor allein über 300Euro liegen (schreck).
Das GSO 80/480 ist schon sehr interessant, da es vermutlich mit der vorhandenen Cannon EOS kombiniert werden kann.
Aber wie du schon sagtest, ich glaub ich werd da erst mal einen "Willenbildungsprozess" starten.
Nochmal auf die vorgesehenen Bilder zu kommen, es sollten Mond und Planeten-Bilder gemacht werden, ist da die Einschränkung (160-170fach ist Schluss wie du schreibst) ein Problem ist doch schon ganz ordentlich oder?
Aber wenn 16 Zoll Öffnung Standard sind dann hab ich wohl äh ein falsches Teleskop-Bild ;-)
 
Auch bei mir war es anfangs der Gedanke an ein günstiges Einsteigerteleskop. Preisklasse um die 200 Euro. Nachdem ich viel im Forume hier gelesen hatte war ich schnell überzeugt das man lieber etwas wartet, wirklich gut abwägt was man machen will und dann vielleicht etwas mehr ausgiebt. Aus etwas mehr wurde bei mir nach guter Überlegung nun eine Bestellung bei teleskop-service.de jenseits der 2000 Euro. Dies kostete zwar auch Überredung meiner Eltern. Dennoch werde ich meine Entscheidung sicher nicht bereuen. Also nichts überstürzen.

gruß Jens
 
Hallo UlrichW,
hatte deine Antwort erst jetzt gesehen,
hab jetzt leider Wochenend (;-))und kann jetzt nur kurz danke sagen für dein Angebot mal mit zu "Spechteln" ;-)
Bottrop ist ja nicht soweit weg.
Werd mich Montag mal melden,
schönes WE die Aldiratte
PS werd dich auch nicht mit Astrofreund begrüssen ;-)
 
Re-Hallo,

Danke Captain_cdr für Deine schnelle Antwort,

Bitte.

Wenn ich das so betrachte würd ich für die Montierung und Schrittmotor allein über 300Euro liegen (schreck).
Das GSO 80/480 ist schon sehr interessant, da es vermutlich mit der vorhandenen Cannon EOS kombiniert werden kann.
Aber wie du schon sagtest, ich glaub ich werd da erst mal einen "Willenbildungsprozess" starten.
Nochmal auf die vorgesehenen Bilder zu kommen, es sollten Mond und Planeten-Bilder gemacht werden, ist da die Einschränkung (160-170fach ist Schluss wie du schreibst) ein Problem ist doch schon ganz ordentlich oder?

Dazu noch ein paar Hinweise, ich hatte das vorher nicht richtig verstanden. Der 80/480 ist recht gut geeignet, um Fotos von Deep-Sky-Objekten zu machen, dafür ist die EOS einzusetzen. Allerdings ist Astrofotographie nicht nur ein teures, sondern auch ein schwieriges Wort. Um solche Fotos hervorzubringen, wie sie hier im "Eigene Bilder"-Forum zu sehen sind, braucht man nicht nur sündteueres Equipment, sondern auch Jahre an Erfahrung. Für den Anfänger empfiehlt es sich zunächst mal, die Kamera huckepack auf das Fernrohr zu packen (aka Piggyback-Fotographie) und mit 50-200mm Brennweite größere Bildausschnitte zu knipsen. Es ist schon schwer genug, bei diesen Brennweiten ordentlich scharfe, runde Sternpunkte zu erzeugen, da schon recht gut fokussiert und nachgeführt werden muß.

Die Fotographie von Planeten ist etwas komplett anderes. Dazu werden inzwischen fast ausschließlich Webcams verwendet, mit den nötigen Adaptern um die 130 EUR, die man zur Aufnahme an den Rechner anschließt. Ein Notebook ist hier wegen der Mobilität sehr hilfreich, aber auch wieder teuer. Die EOS kannst Du zu diesem Zweck einfach vergessen. Allerdings: Wenn man nur mit der Webcam Planeten fotographieren will, muß die Montierung nicht mehr ganz so gut sein.

Mondfotographie ist ein dritter Punkt. Um den Mond halbwegs formatfüllend auf Kleinbildformat zu kriegen, braucht man AFAIK so um die 2000-3000mm Brennweite. Mit der Webcam wiederum (die hat einen sehr kleinen Chip) kriegt man schon bei 480mm Brennweite nur einen Teil (ca. 2/3) des Mondes ins Bild. D.h. mit der Webcam geht man eher auf Monddetails wie einzelne Krater. Unser bester gesamt-Mond entstand mit der Nikon 4300 mit 105mm Zoom an einem 700mm-Aldi-Torpedo mit 40mm Okular. Dafür erlaubt der Mond sehr kurze Belichtungszeiten, weil er so schön hell ist.

Nochmal auf die vorgesehenen Bilder zu kommen, es sollten Mond und Planeten-Bilder gemacht werden, ist da die Einschränkung (160-170fach ist Schluss wie du schreibst) ein Problem ist doch schon ganz ordentlich oder?

Der 80/480 ist also in erster Linie tauglich für die Art von Fotographie, die Du gar nicht im Sinn hast. Sorry, mein Fehler, aber ich hatte zunächst mal mehr auf die Naturbeobachtung geachtet. Die Einschränkungen bei der Vergrößerung von Planeten pflanzen sich auch zur Webcam-Fotographie fort.

Kurz zusammengefaßt: Für die Beobachtung von großen Deep-Sky Objekten und Naturbeobachtung ist ein kurzer Refraktor wohl besser. Wenn es mehr um Mond- und Planetendetails und -fotographie geht, ist ein etwas längerer Newton wohl besser. Das Problem ist wie immer, daß beides gemacht werden soll. Deswegen am besten zwei Instrumente oder, wie gesagt, eine Willensbildung zuvor.

Aber wenn 16 Zoll Öffnung Standard sind dann hab ich wohl äh ein falsches Teleskop-Bild

Das dachte ich mir damals auch.

CS Gernot
 
Hallo,

vieles wurde bereits geschrieben und ich möchte nur einige Aspekte untermauern. Fotografie und ein kleines Budget ist tatsächlich häufig ein Wiederspruch <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" /> . Vor allem die steife Montierung und die Motorisierung kostet viel Geld. Mit Webcams und etwas bastlerischem Geschick können aber auch mit kleinen Montierungen bei der Mond- und Planetenfotografie tolle Fotografien stellt werden. Einfach mal diese Suchbegriffe eingeben und viel lesen. Der beste Tipp ist aber immer noch derjenige, selber durch unterschiedliche Teleskope zu schauen und sich persönlich einen Eindruck vom Gesamtsystem zu machen. Auch bei NightSky findest Du viele Informationen.

Grüße, Christoph Lohuis.
 
Hi Aldiratte,

ganz kurz und knapp: Für 300 Euro ist der Anspruch Deep-Sky-Fotografie ohne bestehende Ausrüstung nicht zu realisieren. Es ist auch unerheblich, daß die Kamera vorhanden ist. (Batteriefrage ist ohnehin ungeklärt, oder handelt es sich um eine digitale mit Akkus?)

Zu realisieren ist ein Teleskop ohne elektrische Nachführung, welches zur Planetenfotografie und zur Mondfotografie verwendet werden kann. Auch die Sonne kommt mit Objektiv-Sonnenfilter in Frage.
Wenn Sonnenfotos oder Sonnenbeobachtung in Frage kommen, bitte gesonder nachfragen!!!

Für 300 Euro ist ein 6" Dobson Teleskop möglich, und damit ist auch DeepSky-Beobachtung bereits interessant. Das würde ich bei Deinen Gedanken als beste Lösung ansehen. Parallaktisch kostet ein 6" Newton gut 100 Euro mehr. Das wäre eventuell zu überlegen, wenn später eine motorisierung nachgerüstet werden soll. Denn damit wäre DeepSky-Fotografie mit einem 50mm oder 135mm Objektiv bereits machbar. Mit etwas Geschick kann man auch 5 Minuten mit 50mm Objektiv von Hand nachführen. Für den Kometen im Mai könnte das schon reichen.

Bei dem Gedanken an DeepSky würde ich mich vom Refraktor verabschieden, weil man hier zu wenig Öffnung für's Geld bekommt. Der 80/480 ist ein Spezialist für Wide-Field, also Deepsky bei schwacher Vergrößerung. Das Teleskop macht wenig Spaß für die Beobachtung und Fotografie von Mond und Planeten.

Also wenn die 300 Euro strikt sind, würde ich den 6" f/8 Dobson empfehlen, für 400 Euro bekommt man einen 150/750 Newton auf einer kleinen parallaktischen Montierung, die später mit Motoren nachgerüstet werden kann.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Aldiratte,

ähnlich wie du stand ich vor der Entscheidung, als (Wieder-)Einsteiger ein Teleskop zu kaufen. Hin- und hergerechnet, und ungefähr 200 Möglichkeiten gefunden, mein Budget zu sprengen. Dann habe ich mir kurzentschlossen für 80 Ecu ein Lidlscope gekauft. So übel ist das wirklich nicht und macht neben meinem alten 50mm Zeiss eine ganz gute Figur. (vielleicht habe ich auch einfach nur eine gute Optik erwischt, die Dinger sollen ja eine starke Streuung haben) Der Preis ist eh unschlagbar.
In den letzten Monaten hat sich für mich gezeigt, dass ich genau die richtige Entscheidung getroffen habe. Der Himmel ist ständig bewölkt, und wenn er es mal nicht ist, bin ich mit Geld verdienen beschäftigt. Wenn ich denn doch mal dick eingepackt mit dem Teleskop in der Landschaft rumstand, war ich bisher immer ganz gut damit ausgelastet, mich am Himmel zu orientieren und die parallaktische Montierung zu durchschauen...alles oberhalb des Lidls wäre einfach nur unnötig.
Vielleicht hilft dir das ja weiter. Mein Tipp wäre also: Kauf dir ein Lidl, eine drehbare Sternkarte und vielleicht ein zwei Bücher. Damit ist man an Anfang schon mal gut dabei. Und wenn du merkst, dass du das Hobby intensiv betreiben willst, hast du später schon mehr Ahnung, was dich genau interessiert und kannst dir dann noch ein gutes, spezialisiertes (teures :-)) Teleskop kaufen.

Lieben Gruß,
Moritz
 
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