Einsteigerin sucht passendes Teleskop

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GalaxieX

Neues Mitglied
Hallo liebes Astronomie.de-Forum,

ich interessiere mich leidenschaftlich für Astronomie und ich bin zu dem Entschluss gekommen, mir ein Teleskop zu kaufen.

Informationen :

- Ich bin 14 Jahre alt und weiblich
- Wohne in einer Kleinstadt in NRW
- Am Wochenende möchte ich gerne den Sternenhimmel in unserem Garten beobachten
- Ich habe keine praktischen Erfahrungen mit Teleskopen gesammelt, habe auch noch nie durch ein Teleskop geblickt
- Ich möchte Deep Sky Objekte und Planeten beobachten oder ist das für den Anfang zu viel gewollt/verlangt ???
- Am Sternenhimmel kann ich mich noch nicht orientieren und ich weiß nicht, wo welche Planeten vorzufinden sind
- Ich würde mir ein Teleskop wünschen, mit dem man die Himmelsobjekte klar und deutlich erkennen kann und nicht diffuse Flecken sieht

Fragen :

- Wie teuer ist in etwa ein gutes Einsteiger-Teleskop, mit dem man Deep Sky Objekte und Planeten beobachten kann ???
- Wo kann ich das Teleskop platzieren ??? In der Garage ??? Muss das Teleskop einen festen Standort haben oder kann ich, wenn ich nachts die Sterne etc. beobachten möchte, dass Teleskop von der Garage in den Garten stellen ???
- Der Winter naht. Sind alle Teleskope wetterbeständig beziehungsweise winterfest oder muss ich im Winter von meinem Zimmer aus das Geschehen in unserem Universum beobachten ???

Die Hauptfrage : Welches Teleskop würdet ihr mir empfehlen ???

Würde mich auf eine Antwort von euch sehr freuen !!! :-)
Liebe Grüße
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

willkommen im Forum.
Wenn Du wirklich ganz am Anfang stehst würde ich Dir am ehesten zu einem Dobson raten. Mehr Öffnung für weniger Geld kriegst Du nicht. Und je mehr Öffnung Du hast desto mehr siehst Du.

Die grundlegende Frage ist alledings was Du erwartest. Du wirst NIEMALS die bunten Bilder sehen, die man von Fotografien kennt. Das geht (nahezu) ausschließlich durch Fotografie. Visuell siehst Du bei genügend Öffnung allenfalls einen Hauch von Farbe, meistens jedoch grau. Das sage ich nur, um Dich vor Entäuschungen zu bewahren.

Zurück zum Dobson. Die Größe hängt auch ein bisschen davon ab, ob Du das Teil alleine aufbauen musst oder ob Dir z.B. Deine Eltern helfen können (ich kann schlecht einschätzen, was man mit 14 so heben kann, ist schon seeehr lange her...).
Wenn Du den Aufbau gehandelt kriegst wäre ein schöner Einstieg z.B. ein 8" oder sogar 10" mit ca. f5 mit den entsprechenden Okularen. Da können Dir die visuellen Kollegen hier im Forum sicher mehr dazu sagen.
Du kannst auch erst mal im Forum suchen, die Frage nach einem Einstiegsteleskop kommt hier eigentlich regelmäßig.


Gruesze,
Karsten
 
Hallo!
Wichtig wäre es zu wissen wie hoch denn dein Budget ist. Ungeachtet dessen, würde ich an deiner Stelle einen Einstieg mit moderaten Ausgaben bevorzugen. Mit 14 können sich interessen ja auch mal ändern.
Wie mein Vorredner würd ich dir zu einem Dobson raten, allerdings eine Nummer kleiner. Das ist für dich besser zu Transportieren weil es handlicher ist. Ich selbst habe unter anderem ein 6" Dobson, mit dem man sehr schön Planeten beobachten kann. Größere DS Objekte sind damit auch sehenswert, wie zum Beispiel der Orionnebel.

Gruß Deadlock
 
Hallo,

jedes Teleskop ist natürlich in dem Sinne "wetterfest", als daß Du damit auch im Winter und generell bei jeder Temperatur etc. draußen beobachten kannst. Klar, wenn es regnen sollte, wär das fürs Teleskop schlecht, aber dann kann man ja auch keine Sterne sehen ;)

Taubefall etc. halten Teleskope ebenfalls aus. Es ist höchstens ärgerlich, wenn Du dadurch dann nichts mehr siehst. Dagegen gibt es diverse Schutzmaßnahmen (also um zu verhindern daß die Teleskopspiegel oder das Okular beim Beobachten mit Tau beschlägt), siehe auch hier im Forum.

Wenn die Garage wirklich trocken ist, kann man das Teleskop sicherlich dort aufbewahren, auch langfristig. Hingegen z.B. feuchte Kellerräume oder Gartenschuppen sind dagegen ungeeignet, aber so schwer ist ein 6" oder evtl. auch 8" Dobson auch nicht, daß man den auch wieder an eine wirklich trockene Stelle zurück transportiert bekommt.

Da Du im Garten beobachten willst und nicht auf einem engen Balkon, wo man vielleicht ein extrem kompaktes Fernrohr vorziehen würde, schließe ich mich der Empfehlung für einen Dobson an, und werfe hier einfach mal 6" f/6 oder 8" f/6 in den Ring. 6" = 150 mm Spiegeldurchmesser, 900 mm Brennweite (was in etwa der Länge des Teleskops entspricht) und 8" = 200 mm Durchmesser, 1200 mm Brennweite. Das sind Teleskopgrößen, die relativ preiswert sind, vom Gewicht nicht zu extrem und dank f/6 (=> relativ lange Brennweite im Gegensatz zu f/5 oder f/4) wären die auch nicht so kritisch, was die Okulare angeht. Also m.E. optimal für Einsteiger.

Dobson ist natürlich ein Teleskop, wo man die Objekte am Himmel noch selbst finden muß – das bedeutet, daß man sich dann am Himmel ein bißchen auskennen sollte. Aber das macht ja auch den Spaß an der Sache aus und kann man mit genügend Interesse relativ einfach lernen, dafür gibt es Bücher, Sternkarten oder auch Programme wie z.B. das kostenlose Stellarium usw.

LG,
Thomas
 
Vielen lieben Dank für die zahlreichen Antworten !!! ;-)

Budget < 450€

Wie teuer sind Dobson Teleskope ??? Kann man mit denen auch klar und deutlich Deep Sky Objekte beobachten und andere Himmelskörper ??? Oder ist die Sicht unscharf und wackelig ???

@Thomas_John :
"Dobson ist natürlich ein Teleskop, wo man die Objekte am Himmel noch selbst finden muß."

Gibt es Teleskope, die sich automatisch auf bestimmte Objekte ausrichten können ???

Allgemeine Frage : Ich habe mich auch im Internet ein bisschen schlau gemacht und bin auf ein Newton Teleskop gestoßen. Welches Teleskop ist besser ??? Ein Dobson oder ein Newton Teleskop ???

Liebe Grüße
 
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Hallo,

Zitat von GalaxieX:
Vielen lieben Dank für die zahlreichen Antworten !!! ;-)

Budget > 450€

Wie teuer sind Dobson Teleskope ??? Kann man mit denen auch klar und deutlich Deep Sky Objekte beobachten und andere Himmelskörper ??? Oder ist die Sicht unscharf und wackelig ???

Das funktioniert schon :) . Du musst halt nur per Hand nachführen.

Gibt es Teleskope, die sich automatisch auf bestimmte Objekte ausrichten können ???

Ja, klar, das ist das, was man GoTo nennt. Da reicht aber dann Dein Budget nicht mehr.

Bleib für den Anfang beim Dobson. Ein Dobson ist eigentlich bloss ein Newton auf einer Dobsonmontierung.

Gruesze,
Karsten
 
Jungs! Ihr erschlagt sie ja mit Infos und Fachbegriffen. ;)

Hallo GalaxieX (Dein richtiger Vorname wär auch gut.),

da Du ganz am Anfang stehst, wäre es gut, wenn Du verschiedene Teleskope direkt mal vor die Augen bekommst. So hast Du dann auch eine Vorstellung von dem, was Dich erwartet und jemanden, der Deine Fragen auch direkt mit praktischer Anschauung beantworten kann. Was liegt da näher, als mal eine Sternwarte zu besuchen? Hier findest Du sicher eine in Deiner Nähe.

Gruß André
 
Ja, die vielen Fachbegriffe .... das stimmt :)

Dobson-Teleskop wird bei Wikipedia erklärt:

http://de.wikipedia.org/wiki/Dobson-Teleskop

Also "Dobson" bedeutet: ein Newton-Teleskop welches auf einer sehr einfachen, aber dafür robusten und günstigen Montierung steht (also die "Kiste" wo es draufsteht und dann halt nach links/rechts und oben/unten bewegt werden kann.

Wegen der Frage bzw. dem Wunsch von GalaxieX, die Objekte am Himmel möglichst klar und deutlich zu sehen, empfiehlt sich halt der Dobson, weil das einfach die größten und somit leistungsfähigsten Teleskope sind, die man für kleines Geld kaufen kann. Leistungsfähig in dem Sinn daß die Objekte (gerade lichtschwache Objekte wie Galaxien und andere) einfach im Okular maximal hell und deutlich erscheinen und man auch relativ stark vergrößern kann. Aber Vergrößerung ist gar nicht so wichtig, vieles schaut man sich mit "nur" z.B. 40x, 60x oder 100x am besten an!

Jedenfalls: Noch größere Teleskope als einen Dobson bekommt man für dasselbe Geld schlichtweg nicht. Und das liegt im wesentlichen daran, daß Newton-Spiegel relativ einfach herzustellen sind.

Sowie auch an der simplen, preiswerten Kiste untendrunter statt einer teuren komplizierten Montierung.

Ja es gibt auch Fernrohre mit "Fernbedienung" und Motoren, die sich selbständig auf ein Objekt am Himmel einstellen können. Diese Technik nennt sich "GoTo". Aber das ist halt kostspielig und bei kleinerem Budget bekommt man dann wieder nur ein sehr kleines Teleskop und sieht dann speziell die lichtschwächeren Objekte am Himmel (Nebel, Galaxien) einfach entsprechend deutlich weniger gut. Für 400 Euro kann man schon wirklich einen Super Dobson kaufen, der sehr vieles am Himmel zeigen kann, aber nur ein sehr kleines GoTo-Teleskop.

Leider hab ich jetzt z.B. bei youtube nicht auf Anhieb ein Video gefunden, wo jemand mal so ein einfaches Dobson-Teleskop vorstellt und wie man damit halt umgeht. (Ich hab auch selbst keinen Dobson und kann daher sowas nicht filmen *g*)

Ansonsten hat André natürlich absolut recht, wenn eine Sternwarte in der Nähe sein sollte, diese mal zu besuchen !!

LG
Thomas
 
Hi,

hier sind ein paar recht lesenswerte Artikel:

http://www.taunus-astronomie.de/artikel.html

>Kann man mit denen auch klar und deutlich Deep Sky Objekte beobachten und andere Himmelskörper ??? Oder ist die Sicht unscharf und wackelig ???

Bei jedem Teleskop ist die Abbildung auch von den Turbulenzen in der Luft abhängig.

 
Hallo GalaxieX,

mein Vorschlag: wie wäre es, wenn du dir erstmal eine drehbare Sternkarte, eine Rotlichtlampe und ein Fernglas kaufst?
Da du dich am Sternenhimmel ja überhaupt nicht auskennst, kannst du damit deine ersten Beobachtungen und Erfahrungen machen. Ein vernünftiges Stativ wäre ab etwa 10-facher Vergrößerung auch ganz praktisch.
Du wirst erstaunt sein, wieviel du mit so einem Fernglas am Himmel sehen kannst.
Selbst "alte Hasen" beobachten hin und wieder gerne mit einem Fernglas. Ich selbst habe mir gerade ein Fernglas mit Stativ gekauft und gestern mal schnell die Plejaden und Hyaden beobachtet. Den Jupiter siehst du schon als kleine Scheibe. Außerdem alle seine vier Monde.
Vorteile: du kannst schnell mal in den Garten gehen und sofort loslegen. Ein Teleskop mußt du erst aufbauen, und dann muß es auskühlen bevor du es nutzen kannst.
Außerdem mußt du nicht so viel Geld investieren, wenn die Astronomie doch nicht so dein Ding sein sollte.


 
hallo galaxieX,

von mir auch noch ein tip:

versuche doch mal deine eltern zu überzeugen, mit dir zu einem beobachtertreffen in der wohnnähe zu gehen/fahren.
da hast nicht nur du, sondern auch deine eltern eine vorstellungen von diesem hobby... :o)
dort sind dann auch meistens verschiedene geräte in action zu erleben und du kannst mal live sehen, was man tatsächlich letztendlich im okular erkennt - oder auch nicht...
eine gute anlaufstelle betreffs des findens solcher beobachtertreffen ist das hiessige forum -> "Treffpunkt"


viele grüsse
 
Hallo!

Du hast, im Gegensatz zu vielen anderen Anfängern, eine Reihe von relevanten Informationen bereitgestellt, das hilft schon weiter. Einige Vermutungen bzw. Hinweise:

14 Jahre alt: leichte Teleskope bevorzugt, kein Auto
Kleinstadt: Himmel nicht zu sehr aufgehellt, dunkler Himmel erreichbar
Garten: Teleskop muß nicht extrem transportabel sein
keine praktischen Erfahrungen: eventuell einfacheres Design
Deep-Sky und Planeten: kein Mak, kein kurzbrennweitiger Achromat
nicht orientieren können: sagt nichts aus, sollte man lernen
Himmelsobjekte nicht diffuse Flecken: bei Planeten, Mond und offenen Sternhaufen einfach, sonst oft unmöglich
< 450 €: Es muß kein Billigteleskop sein.

Nun zu den Fragen:

Gute Einsteigertelekope: eine Frage der Definition. Ich persönlich habe fünf Jahre lang viel Spaß mit einem parallaktisch montierten 114(900er Newton für unter 150 Euro gehabt, obwohl fast die gesamte Mechanik mies war. Nur Weitfeldbeobachtungen waren nicht möglich. Der Nachfolger war deutlich teurer und bot noch weniger absolutes Gesichtsfeld, da mit 1200 mm noch mehr Brennweite bei gleichem Okularsteckdurchmesser. Die parallaktische Montierung war ein Schnäppchenangebot mit einem Fehler, den ich bis heute nur vermuten kann. :-) Sollte ich heute ein Instrument dieser Öffnungsklasse wählen, wäre ein 150/900er die wahrscheinlichere Wahl. Ein 150/750er ist zu justagekritisch, was Planetenbeobachtungen erschwert.

Nachteile der parallaktischen (äquatorialen) Montierung: Sie ist teurer, schwerer und komplizierter als eine azimutale, und wenn man ihren Vorteil nutzen möchte, muß man sie recht genau ausrichten. Vorteil: Man muß nur um eine einzelne Achse drehen, um die Erddrehung auszugleichen und so das Objekt selbst bei hoher Vergrößerung im Blickfeld zu halten. Das geht ohne teure Prozessorunterstützung, sondern schon mit einem preisgünstigen Schrittmotor. Bei meiner Montierung Typ "EQ-5" hat es nicht lange gedauert, bis die nötigen Teile nachbestellt wurden, obwohl sie sich sehr gut manuell drehen läßt. Jupiter bei 240facher Vergrößerung kann einen Beobachter lange in seinen Bann ziehen, wenn man sich nur um das Beobachten kümmern muß ...

Aufbewahrungsort: dort, wo es Dir Deine Eltern erlauben, aber nicht allzu war und bloß nicht feucht. Ob Du das Teleskop in den Garten stellen kannst, hängt davon ab, ob Du das von der Kraft hinbekommst. Dobsons kann man bei Bedarf in Tubus und Rockerbox aufteilen, Newtons mit parallaktischer Montierung in Tubus, Montierung, Ausgleichsgewicht und Stativ. Einen 114/900er kann man auch so lassen, wie er ist.

Winterfestigkeit: Regen mag kein Teleskop wirklich, aber winterfest sollte jedes sein. Aus dem Zimmer heraus zu schauen, kann man nicht empfehlen. Ist das Fenster zu, stört dessen Glasqualität, die nicht als "optisch" zu bezeichnen sein dürfte. Ist das Fenster auf, gibt es Luftunruhe, die schlimmer sein wird, als durch eine gute Fensterscheibe zu sehen. Und obendrein muß ein Teleskop ausgekühlt sein, will man hohe Vergrößerungen erreichen.

Sternfreundliche Grüße sendet

fquadrat

PS
Ausrufe- und Fragezeichen werden üblicherweise einfach gesetzt, nicht dreifach. Sie folgen dem letzen Wort des Satzes ohne einen Leerschritt.
 
Ich würde ebenfalls dazu raten, erstmal ein Fernglas anzuschaffen. Damit meine ich kein Taschenfernglas, sondern etwas zwischen 8x30 und 10x50, evtl. ein 8x42 von guter Qualität. Damit kann man sich wunderbar orientieren und Messier-Objekte sowie hellere Kometen beobachten, auch solche die man mit bloßem Auge nicht sehen kann.
Empfehlenswerte Hilfsmittel sind die drehbare Sternkarte sowie der "Karkoschka" vom Kosmos-Verlag, ein überraschend einfach verständlicher Himmelsatlas der auch einige Grundbegriffe und Zusammenhänge der Beobachtungspraxis gut erklärt.
Wenn man es digital mag kann man sich kostenlos Stellarium herunterladen. Gibt's auch für Smartphones und iPod touch.

Das Fernglas kann man auch am Tag gut gebrauchen (Wanderungen in den Bergen usw.), wenn man für die Himmelsbeobachtung mal keine Zeit, oder keine Lust hat.
Wenn man dann richtig Hunger auf mehr hat, kann man sich das Teleskop immernoch anschaffen.

Trotzdem kann man natürlich auch mit einem Teleskop anfangen. Dann sollte man aber gerade die niedrigen Vergrößerungen nicht unterschätzen. Wer gleich Vollgas gibt (150x), könnte schnell frustriert sein.

Gruß
 
Hallo,

ich gebe Arne recht. Habe seit gut einer Woche mein Teleskop und schaue zur Zeit mit einem 26mm und 32mm Okular. Ich versuche mich erstmal zurecht finden.
Die verschiedenen Sterne/Planeten/Galaxien zuzuordnen und mir ein paar Notizen mache, wie ich sie schnell wieder finde.



Ich empfehle dir aufjedenfall kein billig Teleskop, oder ein Newton auf einer schlechten Montierung.
Ich habe mir selbst erst ein 150/750 Newton bestehlt, dieses Newton war auf einer Astro 3(<-Montierung) (getarnt als EQ3 =)).
Bei dieser Kombination kann ich nur einwas sagen...."FINGER WEG", dass macht keinen Spaß. Alles viel zu wacklig und es kommt schnell Frust auf.

Ich empfehle dir ebenfalls ein Dobson.

(geb aber nicht dein ganzes Geld für das Teleskop aus, du benötigst noch Okulare und vielleicht andere Kleinigkeiten)



 
Hallo,

ich würde mich zuerst auch dem Tipp anschließen, zuerst ein Fernglas mit Stativ und drehbarer Sternkarte, Himmelsatlas sowie eine Rotlichtlampe zu kaufen. Die Vorteile wurden ja schon genannt.

Der nächste Schritt wäre dann ein Teleskop, den Dobson halte ich hier auch für die beste Wahl.

Zum Budget kann ich nur raten, sich auf dem Gebrauchtmarkt umzusehen. Hier bekommt man sehr gute Ware oft zu einem vergleichsweise günstigen Preis.

CS und VG Christian
 
Hallo,

für 450€ wirst du bei vielen Messier Objekten nicht mehr als diffuse Flecken sehen, da braucht es schon einiges an Öffnung um klarer zu sehen. Aber lass dich davon nicht abschrecken. Viele Sternhaufen ob offene oder Kugelsternhaufen sind im 6" oder 8" sehr schön zu beobachten. Gerade h und chi sind wunderschön anzusehen.

Ob es ein Dobson, oder doch eine dt. Montierung werden soll, lässt sich am Monitor immer nur schwer vermitteln. Ich pers. bin kein Fan von Dobsons aber das sehen viele hier ganz anders.

Ich weiss ja nicht aus welchem kleinen Nest in NRW du kommst (muss hier auch nicht verkündet werden) aber der Tip mit den Sternwarten in deiner Nähe ist schon mal gut. Eine weitere Alternative wären "Astro-Vereine" und zuletzt fällt mir noch Meade/Bresser in Rhede als Hersteller ein. Die haben dort einen recht großen Showroom wo man einfach mal all die verschiedenen Systeme anschauen kann. Wenn es nicht all zu weit weg ist, anrufen, Termin vereinbaren und hinbringen lassen. Hin und wieder gibt´s dort auch Ausstellungsstücke zu sehr guten Konditionen.

CS Markus

 
Hi!

Nicht nur Astro-Vereine sind eine Alternative, auch engagierte Amateure helfen oft weiter. In Sirko Molaus E-Mail-Adreßbuch haben sich viele davon eintragen lassen. Sinnvollerweise sucht man dort in Gebieten, wenn man jemanden in seinem eigenen finden möchte.

Eine freundliche Anfrage kostet nichts, man sollte aber ein "Nein" akzeptieren, so unwahrscheinlich es auch vorkommen dürfte.

Grüße

fquadrat
 
Hallo,

ich hab meine ersten Astroerfahrungen mit einem Feldstecher 8x30 gemacht. Aber ehrlich, mehr als Mond, einige Planeten und den Orionnebel hab ich damit nicht gesehen.
Daher halte ich einen Newton auf Dobsonmomtierung (also einen Dobson) mit ca. 150mm Spiegeldurchmesser für einen Einstieg sehr geeignet. Günther *entfernt* hat ja gezeigt, wieviel mit einem optimierten 6 Zöller zu sehen ist. Ein Dobson ist schnell hingestellt, schnell weggeräumt und intuitiv bedienbar. Bei 6 Zoll Öffnung bleibt auch noch Geld für Okulare und anderes Zubehör übrig. Die Orientierung am Sternenhimmel kommt von allein, so nach und nach erkennt man immer mehr Sternbilder.

Viel Spaß,

CS Jörg!
 
Hallo,

ich möchte ja nicht doof klingen aber wenn ich mir hier
so die Vorschläge anschaue und in Betracht ziehe, dass
ein (bitte nicht falsch verstehen), 14 Jahre altes Mädchen
das ganze Equipment zu mindest bis in den Garten schleppen
muss finde ich eine EQ3 oder ein "großes" Dobson schon
sehr sehr an den Haaren herbei gezogen.
So nett das alles ist, muss man auch bedenken, dass die
Ausrüstung für das alter doch so schwer und unhandlich groß
sein kann, dass man sehr schnell die Lust verliert, über-
haupt rauszugehen damit.
Ich würde zu einem kleineren Telesko raten in diesesm Fall
und wenn es einem gefällt und man sieht wie das alles geht
kann man später eines von der größeren Sorte kaufen.


Viele Grüße

Shahin
 
Servus,

also ich pers. finde ein 6" oder 8" Dobson alles andere als groß! Das ist für mich der Kompromiss zwischen Flexibilität (Transport) und dem was ich sehen will/kann.

Aber was wäre für dich denn ein kleiners Teleskop mit dem man

Zitat von GalaxieX:
...
- Ich möchte Deep Sky Objekte und Planeten beobachten oder ist das für den Anfang zu viel gewollt/verlangt ???
...
- Ich würde mir ein Teleskop wünschen, mit dem man die Himmelsobjekte klar und deutlich erkennen kann und nicht diffuse Flecken sieht...

Beim 8" Dobson wiegt die Basis ca. 9kg (Meade-Angabe), ein 6" Newton wiegt ca. 6kg und ein 102mm Refraktor lediglich 2,5kg. Allerdings ist bei den meisten günstigen Refraktoren in der Größenordnung bei 100fach-Vergrößerung Ende und da sind Planeten noch verdammt klein! (6" Newton immerhin 300fach)

Natürlich ist das alles irgendwo Geschleppe, ich schleppe ja auch mein Fotogeraffel in 4 Etappen in den Garten...

Daher war auch mein Tip einfach mal irgendwo hin zufahren und zu schauen. Da erübrigt sich das ein oder andere Gerät dann ganz schnell anhand seiner Dimension!

CS Markus
 
Hallo Jörg,

Zitat von Erposs:
ich hab meine ersten Astroerfahrungen mit einem Feldstecher 8x30 gemacht. Aber ehrlich, mehr als Mond, einige Planeten und den Orionnebel hab ich damit nicht gesehen.
deutet auf eine zu helle Umgebung oder eine suboptimale Optik hin. Mit meinem alten, nicht teuren, aber sehr guten Feldstecher, der ebenfalls diese Daten aufweist, habe ich viele Deep-Sky-Objekte gesehen, z.B. Sternhaufen und Nebel. Manche, z.B. die Nebel um gammy Cygni, wurden nur einmal erwischt, andere öfter.

Grüße

fquadrat
 
Moin,

also ich glaub auch, mit 14 kriegt man einen Dobson in 6" und auch 8" schon gehandelt..... ;)

Ein Feldstecher so um 8x40 'rum als *zusätzliches* Gerät find ich absolut keine verkehrte Idee. Der hilft auch beim Zurechtfinden am Himmel sehr! Paßt, wenn man einen 6er oder 8er Dobson nähm, prinzipiell auch sicher noch ins Budget....

LG
Thomas
 
Viele von den 'älteren' Semestern hier haben einst mit einem 60/900mm Refraktor auf einer nicht gerade stabilen Montierung angefangen. Heute dagegen ...

Heute würde ich jemanden, der noch am Anfang steht, beispielsweise aus dem Skywatcher Sortiment die EQ-3-2 Montierung (150 €) und einen 127/1500mm Maksutov empfehlen. Den Feldstecher für die Plejaden und den Andromedanebel hat womöglich noch der Vater im Schrank liegen. Das Buch 'Welcher Stern ist das?' darf nicht fehlen. Die Ausgabe darf ruhig alt und billig (ca. 5 €) sein. Das Teleskop mit Zenitspiegel und einem Okular nebst Stativ und Montierung kostet neu ziemlich genau 450 €. Der Gebrauchtmarkt hier gibt so ein Set für deutlich weniger her.

Das Sky-Watcher EXPLORER 150/750 mm - NEQ-3-2 mit RA-Motornachführung und zwei Okularen ist für 350 € zu bekommen und für Anfänger, die mit etwas Ordentlichem beginnen möchten, gut.

Am aufregendsten sind doch zunächst die Planeten Saturn und Jupiter und der Mond. Deep Sky ist so eine Sache. Man kann die Objekte finden, doch wirklich gut sieht man sie erst unter besten Beobachtungsbedingungen und mit deutlich (!) mehr Öffnung. Oder man 'sieht' sie fotografisch mit Laptop und Webcam. Die Astrofotografie hat ihren Reiz.

Tom

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Tom,

ich denke nicht, dass ein 127/1500mm Mak ein gutes Einsteiger-Teleskop ist. Ein Bekannter hat es, und damit konnte ich ach schon öfters beobachten. Es ist exzellent, wenn man mobil Mond und Planeten beobachten möchte. Zumindest an unseren Beobachtungsplätzen ist die Beobachtung damit oft seeingbegrenzt.

Im Deep Sky-Bereich ist man damit jedoch im direkten Wortsinn ziemlich eingeengt. Einige kompakte offene Sternhaufen sind schön zu beobachten, jedoch ist für viele DS-Objekte das Gesichtsfeld zu eng. Und für Nebel und Galaxien sind die möglichen Minimalvegrößerungen (46-fach mit 32mm 1 1/4 Zoll-Okular) einfach zu hoch und damit die bestmögliche Auastrittspupille (ca. 2,7 mm) und Bildhelligkeit zu klein. 40mm-Okulare bringen nicht viel, da sich das Gesichtsfeld damit bei 1 1/4 Zoll-Steckhülse nicht vergrößert.

Der 150/750mm-Newton erfüllt die Kriterien für einen Einsteiger-Allrounder schon eher, mit der Einschränkung, dass die Justage für einen Einsteiger schon recht fummelig ist und die für eine gute Randschärfe benötigten Okulare schnell recht teuer werden.

CS und VG Christian
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo zusammen,

in Bezug auf den 127er Mak kann ich Christian nur zustimmen. Bin selbst in Besitz des guten Stücks auf einer NEQ 3-2 SynScan und finde es für Mond und Planeten bei diesem Preis-/Leistungsverhältnis schon richtig gut. Für deep sky, bis auf wenige Ausnahmen, ist es eigentlich nicht wirklich zu gebrauchen. Vor allem bei Anfängern kann da schon beim Suchen von DS-Objekten Frust aufkommen und es ist zu befürchten, dass einem die Lust an diesem tollen Hobby schnell vergehen könnte. Den von Christian erwähnten 150/750 Newton würde ich da auch bevorzugen. Falls man sich nicht mit der für Anfänger evtl. schwierigen Justage beschäftigen möchte, würde ich evtl. auch einen Richfielder für Anfänger in Erwägung ziehen. Klar, Farbeimer..... usw., aber für Einsteiger muss es ja nicht gleich ein farbreiner APO sein. Nehme den Richfielder immer wieder gerne mal fürs surfen in der Milchstraße.

Viele Grüße,
Peter
 
Ich hab auch einen 5" Mak und wie die beiden Vorredner sagen: Super-Teleskop für Mond und Planeten. Sowie auch absolut klasse für kleine Balkone, Stadtlage wo Deep Sky vielleicht eh nicht so interessant ist als wenn man rausfährt, oder wenn man mobil sein möchte.

Aber für einen schönen großen Garten und unter dunklerem Himmel würd ich das aus den von Christian und Peter genannten Gründen eigentlich auch nicht empfehlen.

CS
Thomas
 
Also zu helle Umgebung. Die Zeiss-Optiken sind gut, wenngleich die Stiftung Warentest mein Fernglas 1975 eine ganze Note besser bewertete.

Freihand und ohne Stativ geht bei 8x30 durchaus mehr, als Du angegeben hast, viel mehr.

Grüße

fquadrat
 
Ich habe neulich auch mal mit meinem Zeiss ein wenig gespechtelt, aber angenehm wird so was auch nur im Liegestuhl oder mit Stativ. Mir pers. werden da doch recht schnell die Arme lahm und dann ist auch vorbei mit ruhigem Bild.

Wenn das Fotogeraffel mal läuft, ist es immer wieder schön, sich so "die Zeit zu vertreiben", aber wenn es um das reine Beobachten geht, schleppe ich lieber mein Teleskop in den Garten und schau entspannt durch´s Okular.

Gruß Markus
 
So, jetzt hatte ich gerade an einem längeren Beitrag mit zwei Fotos, die hochgeladen werden mussten, gebastelt und da verschwindet das Eingabefentster samt Text. Schönen Dank! Nochmal schreibe ich den nicht.

Daher das ganze nur noch in kurzer Form.
Das war mein erstes Teleskop, mit dem ich schöne Beobachtungen gemacht habe. Die Zeichnungen von Sonnenflecken, die daran enstanden sind, kann ich heute nicht toppen.

Link zur Grafik: http://www.photoinfos.com/astronomie/images/Newton197707--0003.jpg

Wenn ich das Argument Deep Sky in Verbindung mit Geräten unter 8" höre/lese, frage ich mich, was ihr sehen könnt, was ich nicht sehe. Hier und da ein kleiner Sternhaufen, eher diffus als wirklich schön zu sehen, dort der Andromedanebel, der mir im 10x50mm Feldstecher schon gut gefällt wie auch die Plejaden. Aber schon bald sind ziemlich große Optiken nötig, um Deep Sky besser zu sehen. Unter 450 € ist daran noch lange nicht zu denken. Fotografisch ist das anders aber visuell ist Deep Sky mit Öffnungen unter 8" nicht der Hit. Ausgenommen davon sind Spaziergänge mit dem lichtstarken Fernglas bequem aus dem Liegestuhl.



Eine super Kombination für Anfänger und Nicht-Anfänger (ich mag das Wort 'Fortgeschrittene' hier nicht) ist das SKM 127mm Maksutov auf einer kompakten parallaktischen Montierung. Auf dem Foto ist es die Vixen NP. Sie ist rechts zu sehen. Damit kann man schon viel anfangen und vielleicht braucht man auch gar nicht mehr. So ein Teleskop läßt auch gut als Spektiv verwenden. Da werden die Nutzer der teueren Leicas und Svarowskis dumm gucken.

Links sieht man ein 8" SCT auf einer LX200 Gabel. Das Ding ist sauschwer und nervt, wenn man sie hin und her tragen muss.


Link zur Grafik: http://www.photoinfos.com/astronomie/images/Teleskope20060529-10b.jpg


Tom
 
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