Einsteigerteleskop Seben 76700 Mond/Jupiter/Saturn

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AstronomMax

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Hallo Freunde der Astronomie,
Ich habe zu Weihnachten von meiner Freundin ein Teleskop bekommen (das Seben 76700).

Ich wollte die Tage gern mal den Mond betrachten, da ich aber keine Ahnung habe, welche Objektive oder Okulare ich verwenden sollte frage ich hier mal nach.


Ich besitze 2 Objektive ( " 2x Barlow " ; " 1,5x Erecting Eyepiece " )

Dazu besitze ich 4 Okulare ( " H20mm " ; " H12,5mm " ; " H6mm " ; SR4mm " )

Welche Kombination sollte ich davon benutzen?
Ebenso möchte ich später Jupiter und Saturn beobachten, was sollte ich dafür nehmen.
Danke schon mal im Vorraus für die Hilfe!
(Verzeiht wenn ich irgendwas falsch bezeichnet habe oder ähnliches)

*Edit* Ich habe auch noch wie eine Art Okularaufsatz welcher etwas bläuchlicher in der Mitte ist und auf dem "Moon" steht
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Max,

naja, das Teleskop ist wohl ein sehr günstiges Einsteiger-Teleskop. Die Beilage-Okulare werden dementsprechend auch nicht hochwertig sein. Vor allem 4mm und auch 6mm sind kaum einsetzbar. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man eine derart kleine Brennweite / starke Vergrößerung bei der geringen Öffnung einsetzen kann. Das Bild wird unscharf und der Einblick auch sehr schlecht. Ich würde da nur das 20mm & 12,5mm Okular verwenden.

Mit besseren Okularen lässt sich da bestimmt noch etwas mehr heraus holen, aber Wunder sollte man da eher nicht erwarten und zu viel Geld würde ich da auch nicht reinstecken.

Aber es ist ja nun da und vielleicht weckt es zumindest Dein Interesse. Eventuell machen noch günstige gebrauchte Okulare mit Brennweite 8-10mm & ca. 25mm Sinn.

Vielleicht sogar die typischen Beilage Okulare Super 10mm & 25mm. Mit etwas Glück sind die gar nicht so schlecht und die werden auch öfter gebraucht sehr günstig angeboten.

Gruß,
Holger
 
Hallo Max,

Mein Einstiegsteleskop war ein 114/900mm Newton, damit war es möglich. Dies hatte nur einen 0,96'' Auszug und die Okulare waren sehr schlecht. Ich hatte mir dann später ein Vixen 114/900 mm Newton Tubus mit Optik gebraucht zugelegt um nur die Optik austauschen zu können und das Stativ weiter nutzen zu können.

Da hatte ich dann auch einen 1 1/4 Zoll Okularauszug und zeitgleich habe ich ein Set aus 10mm & 20mm Super Okularen gekauft. Das war dann insgesamt ein riesen Sprung und damit konnte ich auf Jupiter und Saturn schon jede Menge erkennen.

Dein Teleskop hat allerdings weniger Öffnung. Bei Bekannten habe ich mal durch einen kleinen Refraktor den Mond betrachtet. Das ging mit dem 20mm Okular recht gut. Das habe ich den Kindern dann gezeigt und die waren völlig überrascht.
Der sieht man ja richtig die Krater usw...

Die haben es nämlich bisher nur mit den Okularen mit kleineren Brennweiten versucht und da war der Mond zwar schön groß aber immer unscharf. Und schon landete das Teleskop in der Ecke.
Schlimm war auch das Wackel-Stativ. Es war unglaublich schwer damit vernünftig zu beobachten oder auch etwas zu finden.

Der Mond ist da aber ein gutes Einstiegsobjekt.
Jupiter am Morgenhimmel ist zur Zeit auch möglich.

Einfach mal testen aber bloß nicht mit dem 4 bzw. 6mm Okular oder gar der Barlow Linse.

Erst einmal das 20mm Okular, wenn Du dann Mond oder Jupiter gefunden und auch scharf bekommen hast könntest Du noch auf das 12,5mm Okular wechseln.

Gruß,
Holger
 
Vielen Dank....
Ich werde trotzdem mal noch die Barlow Linse benutzen und schauen wie das Ergebnis ist :)

Ich schreibe hier später nochmal wie das Ergebnis dann war. Erstmal Danke für die Tipps :D
 
Hallo Max,

den Saturnring kannst du damit sicherlich sehen, aber die Cassini-Teilung wird erst ab 8" Öffnung sichtbar.

Bei gutem Seeing solltest du auch Oberflächenstrukturen bei Jupiter erkennen können

Grüße,
Matze
 
Moin zusammen!

> aber die Cassini-Teilung wird erst ab 8" Öffnung sichtbar.

Schnickschnack :neinnein: - natürlich kann man mit dem 3"-Newton die C-Teilung sehen, entsprechende Ringöffnung und Himmelsqualität vorausgesetzt.

Für die ganzen Newbies hier mein alterwürdiges "Tchibo-FAQ" als PDF: http://www.ki.tng.de/~winnie/tchibo.zip

Das dort Geschriebene ist zwar schon mindestens 12 Jahre her, aber im Grunde immer noch für dieses Gerät gültig, auch wenn das Zubehör mittlerweile etwas verändert daherkommt.
 
Hallo,

Zitat von epfeli:
Hallo Max,

den Saturnring kannst du damit sicherlich sehen, aber die Cassini-Teilung wird erst ab 8" Öffnung sichtbar.

Grüße,
Matze

Das kann ich so nicht nachvollziehen.
Die Cassinische Teilung konnte ich bereits mit meinem kleinsten
Teleskop, das nur eine Öffnung von 80mm hatte, klar und
deutlich sehen.
Bei der derzeitigen großen Ringöffnung von Saturn ist es
kein Problem, die Cassinische Teilung auch in kleinen
Teleskopen sehen zu können.

Auch Details auf Jupiter werden schon mit kleiner Öffnung
sichtbar.
Meist ist das nur eine Frage der Übung, die aber sicher mit
der Zeit kommt.

Natürlich sollte auch das Teleskop dafür geeignet sein. Bei
diesem Seben Teleskop meine ich, das es nicht so sehr dafür
geeignet ist.


Viele Grüße
*entfernt*
 
Hallo Gerd,

das ist ja interessant, ich hab konnte die Cassini-Teilung in meinem 6" f/8 bisher nicht wahrnehmen. Ich werde das aber, sobald der Saturn wieder günstiger zum Beobachten ist nochmal versuchen.

Grüße,
Matze
 
Hallo,

Zitat von epfeli:
Hallo *entfernt*,

das ist ja interessant, ich hab konnte die Cassini-Teilung in meinem 6" f/8 bisher nicht wahrnehmen. Ich werde das aber, sobald der Saturn wieder günstiger zum Beobachten ist nochmal versuchen.

Grüße,
Matze

Mit sechs Zoll solltest du die Cassinische Teilung wirklich
deutlich sehen können.
In meinem sechs Zoll Schiefspiegler kann ich diese Teilung
problemlos sehen.

Viele Grüße
*entfernt*
 
Hi Zusammen,

ich habe Anfang der 1990er Jahre so ein Gerät von Dörr/Danubia besessen. Von der Konstruktion her dürfte das immer noch praktisch gleich aussehen - es wird halt ein anderes Labelsein.
Also Cassini liegt mit so einem Gerät in Reichweite und auch einige Jupiterdetails mehr als nur zwei Wolkenbänder. Aber Voraussetzung dafür ist, dass es in Ordnung ist. Ich möchte hier nicht den Spaß am Gerät verderben, weise aber darauf hin, dass wir vor ca. 2 Jahren mal sowas wie eine Info-Sammlung hatten, wonach die heutige Produktion der Geräte wohl eher "nachgelassen" hat bezüglich der Qualität. Da gibt es gerne zu fest angezogene Fassungen, so dass der Hauptspiegel verspannt und es steht sicher fest, dass einige dieser Hauptspiegel optisch nicht gut gelungen sind (was man vom Ansehen her nicht erkennen kann).

Daher sollte man nicht enttäuscht sein, wenn die Cassini Teilung auch mit dem 6mm nicht zu sehen ist. Das HR4... hat an meinem Gerät nie irgendwas halbwegs sinnvolles geleistet. Überhaupt muss man schauen, wie die Okulare aussehen. Ich hatte ein H=20mm aus Metall/Glas, ein 6mm (Wellensittich-Auge) aus Metall/Glas und dann SR4 aus Plastik und irgendwie auch 8mm oder so aus Plastik, also komplett Plastik. Bei meinem Gerät war es damals richtig, bessere Okulare zuzukaufen. Bei heutigen Geräten ist das ein Risiko, weil es nicht funktioniert, wenn das Teleskop irgendein optisches Problem birgt.

Daher der beste Hinweis: Um diese Jahreszeit mal schauen, welche Volkssternwarte, welcher Astroverein in der Nähe den weihnachtlich beschenkten Sternfreunden anbietet, mit dem neuen Gerät vorbei zu schauen und einiges über Hobby und Gerät aus erster Hand zu erfahren.

Und natürlich durchschauen und Fragen stellen!

Clear Skies
Sven
 
Hallo Max,

willkommen bei unserem schönen Hobby!

Zitat von AstronomMax:
Ich besitze 2 Objektive ( " 2x Barlow " ; " 1,5x Erecting Eyepiece " )
Keine Objektive, sondern eine Barlowlinse und eine Umkehrlinse, beide vermutlich schlecht bzw. zum Abgewöhnen.

Dazu besitze ich 4 Okulare ( " H20mm " ; " H12,5mm " ; " H6mm " ; SR4mm " )
Das 20-mm-Huygens sollte in Ordnung sein, beim 12,5-mm habe ich Zweifel, das 6-mm wird nicht viel taugen. Das 4-mm-Ramsden eignet sich als Schutzdeckel, aber kaum zum Beobachten.

Welche Kombination sollte ich davon benutzen?
Ebenso möchte ich später Jupiter und Saturn beobachten, was sollte ich dafür nehmen.
Keine Kombination dieses Zubehörs ist dafür wirklich sinnvoll. Du kannst das 20-mm verwenden, bei guter, aber vermutlich so nicht vorhandener Qualität auch das 12,5-mm.

Für mehr Vergrößerung würde ich Plössl-Okulare vorschlagen: 10 mm (aufteilbar in 12,5 mm und 9 mm), evtl. etwas um 6 mm. Hier könnte allerdings schon eine andere Bauart anzuraten sein, z.B. ein "Planetary". Das 8-24-mm-Zoomokular von Seben ersetzt einen ganzen Bereich und ist nicht einmal schlecht. Die Plössl-Teile kosten freilich auch nicht viel und sind leichter.

Mit einer 2x-Barlow guter Qualität kannst Du die Teleskopbrennweite und somit die Vergrößerung der einzelnen Okulare verdoppeln, was deren Anzahl verringert, doch kostet eine wirklich gute Barlow ebenfalls einiges Geld.

*Edit* Ich habe auch noch wie eine Art Okularaufsatz welcher etwas bläuchlicher in der Mitte ist und auf dem "Moon" steht
Das nennte man einen Okularfilter, in diesem Fall einen Mondfilter. Das Teil wird in das Okular geschraubt und verringert die Helligkeit des Mondes auf ein angenehmeres Maß. Bei der Farbe könnte der Filter auch bei Jupiter leichte Vorteile haben.

Grüße

fquadrat
 
Ah ok :D
Vielen Dank erstmal für die tolle Antwort. Ich habe heute einmal Venus beobachtet, und dabei konnte ich zumindest einbildungsweise eine Schattenseite erkennen. Wirklich scharf war es aber nicht :/
Zudem konnte man auch schwer scharfstellen, da das Teleskop sehr leicht verwackelt und beim "festjustieren" sich meist schon selbst verstellt.
Ich schau mal nach ob ich irgendwo solche Okulare ergattern kann.

Hättest du eine Idee für ein gutes Einsteigerteleskop? Kann auch den ein oder anderen Euro mehr kosten :)

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

Meinst du nicht, dass deine Freundin ein wenig sauer ist, wenn du dir gleich ein anderes kaufst? ;)

lg

Simon
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Moin Max!

> Wirklich scharf war es aber nicht

Eins Sache wurd hier noch gar nicht angesprochen: die Justage.

Denn gerade heute kam mein "neuer" alter Tchibo-Torpedo an, und zwar das letzte "Original" mit Silbertubus und schwarzem Kunststoffkoffer, Baujahr um 2003/04. Ich habe ihn mir - angeregt durch diesen Thread und aus sentimentalen Gründen - günstig in der Bucht geschossen.

Das Erste, was mir auffiel war die Dejustage, als ich (wie bei jedem Neuerwerb) meinen Laser in den Auszug steckte: Laserpunkt zeigte nicht auf HS-Spiegelmitte. Desweiteren liegt hier der FS nicht zentrisch im OAZ. (Da gege ich dann gleich im neuen Jahr dran.)

Ich meine, ohne wenigstens die Grundjustage hat es wenig Zweck, sich über eine schlechte Abbildung zu beschweren.

Trotzdem: Euch allen einen guten Rutsch! :super:
 
Naja, was soll ich denn tun :D
Die Justierung meines Teleskopes ist einfach nicht so gut.
Manchmal verkanten sich Schrauben (ja ich habe das Gewinde schon mehrmals gründlich gereinigt).

Zumal die ganze Sache selbst vollkommen festgezurrt sehr wackelig ist.
Wenn ich auch nur mit der Augenbraue an das Okular komme lauf ich Gefahr, dass es verwackelt und das Scharfstellen unmöglich wird... :/
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
hay..

ja also... mit einem 76er teleskop (dann auch noch ein newton),
kannst nicht viel erwarten..
dann kommen noch die billigokulare dazu, die ich ned mal geschenkt
wöllte.. jo mit dem teil kannst problemlos den mond geobachten..
(also den erdmond!), dann jupiter viell.noch.. H/CHi.. u. M45.. da biste
wohl mit einem schönen fernglas besser dran..^^
dennoch ein cooler gag für den starter.. wenn dir das hobby nach
paar monaten noch gefällt, kannst immernoch aufrüsten.. -also ein
anderes kaufen!^^
have fun..

beschte grüßee..
 
Jaaa, es geht schon :D
Ich hätte mir es schlimmer vorgestellt...
Die Jupitermonde konnte ich zumindest erkennen, und die grobe Oberflächenstruktur konnte ich mir auch vorstellen.

Ich warte noch bis Januar und Februar, bis man Saturn nochmal beobachten kann, und dann wird das Teil sicherlich erstmal eingemottet :D
 
Schrott-Telekop, einpacken und zurück geben!
Das ist der beste Ratschlag den ich dir geben kann.
Mit diesem Wackelgestell kann man nicht vernünftig arbeiten.
 
Moin Max!

> was soll ich denn tun

...eine der zahlreichen Newton-Justageanleitungen ducharbeiten und den Schraubenzieher in die Hand nehmen! :pfeif:
Früher oder später muß sich damit jeder Newtonbesitzer mal auseinandersetzen - und man kriegt's ja auch hin, es ist keine Geheimwissenschaft. Guckst du: http://www.seeing1.de/2a_justage.html

> Wenn ich auch nur mit der Augenbraue an das Okular komme lauf ich Gefahr, dass es verwackelt und das Scharfstellen unmöglich wird...

Nur nicht nach wenigen Tagen ins Bockshorn jagen lassen! Die preisgünstigen Kaufhausteleskope sind nunmal zittrig. Da kann man nichts dran ändern, außer vielleicht basteltechnisch verbessern. Sich hinzustellen und im Forum rumzujammern bringt auch nichts.

<ironie>
"Kauf dir was besseres!" ist aber auch wirklich der Tip der Woche... :confused:
</ironie>
 
Hi!
Zitat von winnie:
Die preisgünstigen Kaufhausteleskope sind nunmal zittrig. Da kann man nichts dran ändern, außer vielleicht basteltechnisch verbessern.
Das ist genau der Tipp! Das meiste Gewackel kommt bei diesen Teleskopen von lockeren Schraubverbindungen und besonders von großem Lagerspiel. Erstere lassen sich festziehen, letzteres läßt sich mit Tesafilm drastisch verringern.

Ich habe mich 2004 eines solchen 76/700-Newtons angenommen, den der Besitzer auf einem Flohmarkt für 5 Euro erstanden hat. Zustand bei Kauf: schlechtes Bild, fast alles wackelig, ein paar Sachen schwergängig. Zustand nach Justage im "Fachgeschäft": gar kein Bild, Rest daher egal.

Der einzige Bestandteil, der wirklich unbrauchbar war und ersetzt werden mußte, war das 4-mm-Okular (vom Vorbesitzer bei Sonnenprojektion stark angekokelte Fassung). Das Teil wurde leihweise durch ein 5-mm-Vixenortho vertreten.

Der Rest war durch passende Justage (einschließlich Gröbstjustage), Durchmesseranpassungen, Teflon- und Feinmechanikölspray auf eine gute Gebrauchsfähigkeit zu bekommen.

Grüße

fquadrat

 
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