Einsteigerteleskop

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

adalbert

Mitglied
Hallo ich wollt mir ein teleskop kaufen mit dem man planeten und galaxien beobachten kann ich hab da an das
Skywatcher Skyliner-150P / Parabol Dobson 150/1200mm gedacht
und da wollt ich fragen was für linsen und filter wären da am besten nebelfilter brauch ich den und seh ich da ein paar farben
in den galaxien oder nebel

danke schon mal
mfg
 
Hi,
das Teleskop ist brauchbar, Linsen brauchts nicht, Nebelfilter kann man später machen, Farben gibts außer an den Planeten damit nicht zu sehen.
Mit Linsen waren wahrscheinlich Okulare gemeint - davon sollten 2-3 beim Angebot dabei sein, mit denen man erstmal starten kann.
 
Hallo,

Zitat von adalbert:
ich hab da an das
Skywatcher Skyliner-150P / Parabol Dobson 150/1200mm gedacht

Nicht schlecht, damit kannste eine ganze Weile beobachten und bekommst auch so einige "Wow-Effekte" geliefert.


Du meinst wahrscheinlich Okulare. Vereinfacht erklärter Zusammenhang: Bei dem gutmütigen Öffnungsverhältnis des Teleskopes von f/8 kannst Du qualitativ auf eine recht breite Palette an Okularen zurückgreifen, auch im preisgünstigen Sektor bei den Plössls. Für Planeten gehen an dem Teleskop auch Ortho-Okulare recht gut. Als Allrounder würden sich auch die Planetary-Okulare anbieten. Planetary ist hier eher eine Art Markenname und weniger damit zu tun, daß diese Okulare speziell für Planeten wären...Du kannst sie also sowohl für Planeten als auch für Deepsky einsetzen.

Die benötigten Brennweiten der Okulare kannst Du selbst bestimmen, Du brauchst etwa 3-4 Okulare:
http://www.bernd-leitenberger.de/teleskop-okulare.shtml
(Absatz 'Welche und wie viele Okularen benötige ich?' etwa in der Mitte der Seite)

und filter wären da am besten nebelfilter brauch ich den

Für den Anfang brauchste erstmal keine Filter. Später wäre evtl ein moderater UHC-Filter für Emmisionsnebel angesagt, ein Neutralgrau Filter kann bei der Mondbeobachtung und in der 2. Jahreshälfte am Jupiter hilfreich sein.

und seh ich da ein paar farben
in den galaxien oder nebel

In den Galaxien nicht und bei den allermeisten Nebel auch nicht. Der große Orionnebel (Herbst/Winter) zeigt visuell eine grau-grüne Färbung. Sterne zeigen schon deutlichere Farbunterschiede. Sehr schön z.B. bei der Doppelsternbeobachtung am Albireo (Sommer) zu sehen.

 
ah cool danke für die ausführliche info
was sind die barlow linsen brauch ich die und wenn ja welche
danke schon mal
mfg
 
hab noch ein paar fragen
was sind zoom okulare und was heißt


Der Teiler Teleskopbrennweite / Okularbrennweite sollte nicht größer als 1.5 mal Durchmesser des Teleskops und nicht kleiner als Durchmesser/8 sein?????

sorry ich raffs nicht wo seh ich die brennnweite des teleskops nicht größer als 1,5 mal durchmesser des teleskops ?
bitte um hilfe

danke
mfg


 
Na, auf Leitenberger würde ich mich nicht verlassen.

Zitat von obiger Seite: "Reflektoren haben meist die beste Abbildungsleistung, sie gelten auch als unempfindlich und daher eher für Anfänger geeignet. Allerdings bekommt man dafür auch am wenigsten Teleskop fürs Geld. Der Einblick hinten ist schwer wenn man senkrecht zum Zenit schaut."

Da hat der gute Mann mit Sicherheit etwas verwechselt.

Das von Dir ausgesuchte Teleskop hat einen Spiegeldurchmesser von 150 mm und eine Brennweite von 1200 mm. Die Vergrößerung sollte nicht höher als 1,5 x 150 sein, also 225. Größer wird nicht besser sondern matschig.

Das Okular mit der kleinsten Brennweite sollte also um 1200 mm : 225 = 5,333 mm liegen, ich empfehle eher 6 mm.

Weitere Stufen wären 15 mm und 35 mm zum Beispiel. Eine Barlow vervielfacht die Vergrößerung. Hast Du eine 2xBarlow zusammen mit dem 6-mm-Okular, so wirkt beides zusammen wie ein 3-mm-Okular. Ein 15-mm-Okular wirkt wie ein 7,5-mm-Okular usw.

Die Pupille kann maximal 6 mm groß werden. Aus den 150 mm werden 6 mm bei (150 : 6 =) 25-facher Vergrößerung. Das Okular mit der größten Brennweite sollte für Dein Teleskop also maximal 1200 mm : 25 = 48 mm haben.

Da ich aber wenig davon halte, so absolut an die Grenzen zu gehen, würde ich um 8 mm, um 15 mm und um 30 mm wählen.

Gruß, Günther.

Und hier kannst Du Dir die Rechnerei erleichtern: http://www.sternfreunde-muenster.de/orechner.php
 
Hallo nochmal,

Zitat von adalbert:
was sind die barlow linsen brauch ich die und wenn ja welche

Eine Barlowlinse ist eine künstliche (optische) Brennweitenverlängerung, sie wirkt also direkt auf die Vergrößerung.

Beispiel ohne Barlow:
Teleskop 1000mm Brennweite
Okular 10mm Brennweite
Vergrößerung also f(Teleskop) / f(Okular) = 100fach

Beispiel mit 2fach Barlow:
Teleskop 1000mm Brennweite
Okular 10mm Brennweite
Vergrößerung also f(Teleskop)*2(Faktor der Barlow) / f(Okular) = 200fach

Die Barlow wird visuell gerne als Hilfsmittel für fehlende Okularbrennweiten verkauft, ihren m.E. eigentlichen Sinn hat sie in der Fotografie, wo man fokal gar nicht anders mit der Vergrößerung spielen könnte.

Zitat von adalbert:

Zoom-Okulare können anders als Festbrennweiten ihre Brennweiten über einen Bereich variieren. Dies wird mit einer verschiebbaren Barlowlinse bewerkstelligt, da der Abstand der Barlow zum Okular (mit) den Faktor bestimmt.

Der Teiler Teleskopbrennweite / Okularbrennweite sollte nicht größer als 1.5 mal Durchmesser des Teleskops und nicht kleiner als Durchmesser/8 sein?????

Das ist in der Tat etwas "vom Rücken durchs Auge" formuliert. Was der Mann sagen will, ohne schon den Einsteiger mit Themen wie Austrittspupille zu ermüden ist, die maximal erzielbare Vergrößerung soll sich bei ca. dem 1,5fachen der Öffnung (Spiegel oder Linsendurchmesser) bewegen. Das ist ein eingängiger Faustwert. Bei der minimalen Vergrößerung macht er es genauso, er gibt dem Einsteiger den Öffnungsdurchmesser/8 als Faustwert und umgeht so das Thema Austrittspupille. Damit verteidige oder rechtfertige ich den vorgeschlagenen Link nicht, schau Dich ruhig einmal selbst um, es gibt sehr viele gute Einsteigerseiten, z.B.
http://www.svenwienstein.de/HTML/einsteiger-ecke.html
http://www.deepsky-brothers.de/
http://www.strickling.net/astro.htm

Was nun also eigentlich zählt ist, entweder 3 Okulare, Min-Vergrößerung, Mittlere Vergrößerung und Max-Vergrößerung oder 4 Okulare, aber diese dann nicht linear gleich über den Min/Max-Bereich verteilt sondern eher in richtung höhere Vergrößerung um hier dann feiner Abstufen zu können.
Also 1.Min-Vergrößerung, 2.Mittlere Vergrößerung, 3.Max-vergrößerung und dann noch eine Okularbrennweite zwischen 1. und 2.

Soweit die Rechnung auf dem Papier. In der Praxis musst du ohnehin dann nochmal etwas hin und her schieben, da Du nicht jeden Okulartyp haarfein in jeder von Dir gewünschten Brennweite bekommst.

Noch ein Tip: Es macht Sinn, das Okular der mittleren Vergrößerung qualitativ höherwertig zu nehmen, hier also bewusst mehr Geld auszugeben. Du wirst recht schnell merken, daß dieses Okular zum Most-Wanted mutiert ;)
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben