Einstieg in die Astrofotografie

Kotain997

Neues Mitglied
Hallo miteinander
Ich bin neu hier und wollte mir gerne eure Meinung und Erfahrungen anhören.
Kurz zu mir, Ich bin nun schon seit ein paar Jahren in der visuellen Beobachtung mit einem Skywatcher Evostar 120/1000 auf einer eq3 Montierung unterwegs. Es ist für mich immer wieder ein Highlight Jupiter oder Saturn zu beobachten aber in letzter Zeit wächst in mir der Wunsch auch Deepsky Objekte zu sehen oder besser gesagt „festzuhalten“. Ich habe mich in den letzten Wochen intensiv mit dem Thema Astrofotografie beschäftigt und bin zu dem Entschluss gekommen es unbedingt „lernen“ zu wollen. Mir ist durchaus bewusst das dies ein langer Weg sein kann und ich bin bereit mich damit zu beschäftigen und zu lernen.
Da Geld auch mir leider nicht im Überfluss da ist würde ich gerne ein Setup aufbauen das mit mir und meinen Skills wächst aber den Einstieg trotzdem etwas erleichtert. Ich habe mir nun folgendes vorgestellt:
Skywatcher Heq5pro
Askar 71F oder Skywatcher Esprit 80EDX
Omegon guidescope 50mm
Omegon guidecamera Mono
Canon EOS 1200D
Die DSLR ist im Bestand und würde diese gerne erstmal beibehalten (wenn möglich)
Ich würde mich freuen wenn ihr eure Einschätzung und Erfahrungen mit mir teilt und freu mich auf euer Feedback
 
Hallo

Das ganze sieht meiner Meinung nach schon ganz gut aus. Ich persönlich würde, wenn Du mobil unterwegs bist, statt der Omegon Guidecam eine ASI120MM Mini kaufen und für die Steuerung des ganzen noch ein Asiair zulegen. Das Asiair steuert dann auch deine Kamera. Außerdem ist mit Asiair durch das Platesolving das Ausrichten der Montierung auf Polaris sowie die Auswahl und das Anfahren des gewünschten Aufnahmeobjektes und auch das Guiding fast schon ein Kinderspiel.
Wenn Du aber ausschließlich vom eigenen Garten aus fotografierst, funktioniert natürlich auch ein Laptop mit NINA mit den von Dir ausgewählten Komponenten.

Hier das neueste Tutorial zu Asiair:

Ich persönlich bin begeistert von Asiair.

VG Walter
 
Hallo,

für einen Refraktor wie Askar 71F oder Skywatcher Esprit 80EDX benötigst Du nicht unbedingt eine HEQ5, für grösseres Instrumentarium eher...

Ist Deine EQ3 motorisiert und mit justiertem Polsucher, dann kannst Du bezüglich Deepsky Objekten auch mit EOS 1200D und Objektiven loslegen... Kostet anfangs nicht so viel :)

Viele Grüsse, schönes Wochenende

Markus
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke schon mal
Ich hätte vielleicht erwähnen sollen das ich zum fotografieren raus fahren würde Bortle Klasse 4 ungefähr.
Die Heq5pro würde ich mir schon zulegen wollen da ich auch mein Evostar zum beobachten damit nutzen möchte.
Meine Eq3 ist nicht motorisiert.
Hat jemand Erfahrung zum Thema Askar 71F vs Esprit 80EDX? Sind ja preislich sehr nahe beieinander.
Würde mir das Asiair Mini reichen?
 
Hallo,

Ich habe den Askar 71F. Mein Lieblingsteleskop, wegen der idealen Kombination aus Größe, Verarbeitung und Sweetspot-Brennweite. Ich liebe ihn. Ich hatte den Fehler gemacht, mein erstes Exemplar vorschnell zu verkaufen, weil ich dachte, ich brächte ihn neben dem Askar 91F und SQA70 nicht mehr. Das war ein Fehler. Die beiden anderen sind toll und für bestimmte Einsatzzwecke auch besser als der 71F, aber der Allrounder ist der 71F, den 91F nutze ich fast nur visuell.

Ich habe dann den 71F wieder kaufen wollen und habe festgestellt, dass es unter dem Label Omegon den exakt baugleichen Omegon Pro 71 Quad gibt, der ca. 150 Euro weniger kostet, aber eindeutig ein Askar 71F ist, nur mit anderer Beschriftung. Also, wenn Du Geld sparen willst, kauf den Omegon.



Die Qualität (Abbildung, Verarbeitung) ist wirklich klasse und für den Preis wirst Du nichts Besseres finden.

LG Olaf


PS: AsiAir Mini reicht, nutze ich ebenfalls, kein Performance-Unterschied zur Plus-Version. Wenn du keine regelbaren Stromanschlüsse und keinen LAN-Anschluss brauchst, reicht die Mini völlig aus. Allerdings willst du ja Omegon Kameras nutzen, das geht mit AsiAir nicht, schau dir daher mal die Touptek Stellavita an, die ist mit der AsiAir Plus vergleichbar. Die würde ich an Deiner Stelle kaufen, die scheint inzwischen so ausgereift, dass sie konkurrenzfähig ist. Nur Livestacking geht noch nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

Danke für die schnellen hilfreichen Tipps,
Da ich bisher auch schon sehr viel gutes von Asiair gehört habe werde ich wie mir schon geraten wurde zu diesem Gerät greifen und eine ZWO guidingcam nutzen.
Der Tipp mit dem Omegon Pro71 ist sehr gut Danke dafür.
 
Hi Kotain,

ich schließe mich meinen Vorrednern an, das klingt alles solide. Wenn Du markenoffen agieren willst, nimm Stellavita - mittlerweile wie schon erwähnt vergleichbar, bis auf den fehlenden "Live-Preview-Stack" (du siehst das live gestackte Bild im Tablet, allerdings nicht ganz in der Stacking-Qualität eines Pixinsight o.ä.). Ich nutze ASIAir und bin sehr zufrieden, bewege mich aber auch vollends im ZWO-Environment, weil mir die Systemintegration wichtiger war als der Preis.

Zu den Teleskopen:

Das Esprit EDX ist ein klassischer, wertiger Triplet-Apo. Du benötigst Flattener/Reducer für Astrofotografie zur Bildfeldkorrektur. Daher das einplanen. Mit dem Reducer hast Du eben zusätzlich die Möglichkeit Deine Brennweite zu verkleinern und damit Bildausschnitt zu vergrößern. Nachteil: Backfokus/Arbeitsabstand muss beachtet werden! (Regelhaft irgendetwas um die 55mm Abstand letzte optische Linse des Flatteners/Reducers zum Kamerasensor.

Der Askar 71F (Flatfield) ist ein Quadruplet-Apo, sprich vierlinsig. Da ist die Korrekturlinse quasi fest verbaut. Hier brauchst Du keine Beachtung des Backfokus. Es ist daher das anwenderfreundlichere System. Trotzdem gibt es für den 71F auch noch einen 0,75 Reducer. Dann muss auch hier der Backfokus beachtet werden.

In Summe würde ich definitiv auch zum 71F tendieren.

Was die Montierung betrifft - heikles Thema - die HEQ5pro ist ein solides Eisenschwein, da gibt´s prinzipiell nichts zu meckern. Ich würde mir trotzdem an Deiner Stelle überlegen, etwas länger zu sparen und auf eine Strainwave-Montierung zu gehen. Mir ist bewusst, dass das kostentechnisch eine andere Hausnummer ist, hinten raus ist das aber eine definitiv sinnvolle Anschaffung, denn bei Astrofotografie sollte neben den Komponentenwahl auch immer der systemische Gedanke mitspielen.

Viele Grüße & CS
Thomas
 
Hallo nochmal zusammen
Könnte die Stellavita überhaupt die Canon 1200d ansteuern die der Themenhersteller verwenden will ?
VG Walter


Gute Frage, nach meinem Kenntnisstand werden DSLR erkannt, aber haben noch keine vollständige Funktionalität. Aber er will ja doch auf AsiAir gehen, was ja auch kein Fehler ist. Damit geht die Canon auf jeden Fall.

LG Olaf
 
Frage an den Themenstarter von dem leider noch kein Vorname bekannt ist : Was hast du denn als Stromversorgung geplant ?
Meine Empfehlung dazu wäre ein 50Ah LiFePo4 Akku. Damit kommst du sicher auch im Winter durch eine lange Aufnahmenacht bei Verwendung von Asiair, Kamera, Montierung, Guidecam, Heizbändern, automatischer Fokussierung oder einem Filterrad.
Nur ein Vorschlag von mir 🤷
VG Walter
 
Tut mir leid ich bin nicht häufig in Foren unterwegs.
Deniz heiße ich.
Beim Thema Stromversorgung hatte an den Celestron PowerTank Pro gedacht. Ich hoffe das ich damit auskomme. Fokussieren wollte ich erstmal mit Bahtinov Maske. Ich werde mich wohl für den 71F entscheiden. Dazu das Asiair Mini + guiding

Ihr habt mir damit schon sehr weitergeholfen danke für das schnelle Feedback.
 
Na dann herzlich willkommen hier im Forum Deniz. Und viel Spaß und Erfolg mit unserem schönen Hobby !!!
VG Walter
 
Schau mal Deniz, vielleicht wär das was für Dich :

 
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