Einstieg in die Astronmie & Teleskop finden

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Jerryw92

Neues Mitglied
Hallo an Alle! :huhu:
Ich bin neu hier im Forum und auch Neuling in Sachen Astronomie.
Ich hatte vor kurzem die Gelegenheit etwas mit einem Teleskop zu experimentieren und möchte jetzt selbst in die Astronomie einsteigen.
Jetzt versuche ich das richtige Teleskop und entsprechendes Zubehör zu finden und hoffe Ihr könnt mir etwas unter die Arme greifen!? :help:
Wichtig ist mir vor Allem die Planetenbeobachtung, aber auch DeepSky wäre schön und ich möchte die Objekte fotografieren können.
Was könnt ihr mir empfehlen und welches Zubehör brauche ich noch? Der Preisrahmen liegt etwa bei 1000€.
Ich hatte mir schonmal zwei Stück im Astroshop rausgesucht, das wäre einmal das Skywatcher 200/1000 mit Neq5-Montierung und das Omegon 203/1000 mit Neq500-Montierung, welches davon ist das Bessere und was könnt ihr noch empfehlen?
Danke schonmal im Voraus!

Beste Grüße!
 
Hallo Jerry,

Auf meiner Website unter: https://13parsec.de/index.php/einsteiger-guide/einsteiger-guide?showall=1&limitstart= findest du einen Einsteigerguide, der dir in Sachen Fotografie vermutlich ein wenig weiterhelfen wird.

Grundsätzlich:
An deiner Stelle würde ich versuchen Fotografie und visuelle Beobachtung zu trennen. Ein 8" Newton ist zwar ein tolles Instrument sowohl zur visuellen Beobachtung als auch zur Fotografie, aber keine der beiden Disziplinen wird dir auf einer NEQ5 wirklich Spass machen. So ein Trumm von Newton ist zu schwer und hat einen viel zu großen Hebel für die NEQ5.

Darüber hinaus sind Planetenvideografie und DeepskyFotografie zwei völlig unterschiedliche Sportarten die nicht mal im selben Stadion gespielt werden.

Wenn es dir jetzt konkret um einen Empfehlung geht wird es schwierig, denn es gibt nur Varianten, wie du dich nähern könntest...

Eine Möglichkeit, die dir Planeten und Deepskybeobachtung (im gewissen Rahmen auch Planetenvideografie) ermöglicht wäre der klassische 8" f/5 Dobson. Den bekommst du gebraucht schon um die 200-250 Euro und so ein Teil wirst du auch wenn du später den Schwerpunkt in Richtung Fotografie setzt immer wieder benutzen, denn es gibt nichts langweiligeres als der Kamera zuzuschauen, wie sie 6h lang Photonen sammelt...

Wie der Einstieg in die Astrofotografie aussehen könnte, habe ich im Guide (link oben) beschrieben. In so fern würde ich an deiner Stelle jetzt nicht unbedingt dein komplettes Budget auf den Kopf hauen, sondern langsam anfangen. Wenn du den Dobson und z.B. eine NEQ5 mit Goto gebraucht kaufst, würde das alles auch noch gut ins Budget passen, so lange du bereits eine Kamera hast. Wenn nicht, kommt die nächste Baustelle.


Wenn du allerdings jezt schon sehr sehr sicher bist, dass du eher fotografiere willst als zu beobachten, dann würde ich zu einer NEQ5 Synscan mit einem kleinen Newton wie dem Skywatcher PDS130 tendieren. Auch damit kannst du ohne weiteres visuelle beobachten, aber seine "Stärken" liegen in der Fotografie.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Danke für den Tipp, werde mir mal alles durchlesen und dann weitere Fragen stellen bzw. euch auch mehr Infos geben! :biggrin:
 
Hi Zusammen,

ich bin ja schon lange dagegen, Fotografie und Beobachtung beim Einsteiger immer in ein Paket pressen zu wollen. Ich denke, das sollte man trennen und zunächst beobachten und dann mit den Erfahrungen aus der Beobachtung überlegen, was man gerne fotografieren will. Die Foto-Ausrüstung und -Anforderungen unterscheiden sich teils erheblich, je nachdem, ob ich schwache Objekte mit enormen Belichtungszeiten angehen will, oder ob ich eine Bilderstrom mit enormer Anzahl Einzelbelichtungen in kürzester Zeit aufnehmen muss, um einen Planeten oder den Mond aufzunehmen.

Was ich in der Situation einmal einwerfen würde, ist ein 200/1000 auf einer Push+ Montierung. Das bietet einerseits manuelles Goto mit einer leistungsfähigen 8" Optik, da aber das Teleskop über die Standard Prismenklemme im GP-Format an die Push+ gehängt wird, verbaut man sich für die Optik keinen späteren Nutzungsweg. Sie kann also auf eine Montierung mit Nachführmöglichkeit (je nachdem für Deepsky und/oder Planeten) aufgesetzt werden. Beim normalen Dobson wäre das nicht der Fall.
Ein Vorteil des normalen Dobson 200/1200 ist allerdings das angenehmere Öffnungsverhältnis f/6, das die Okularwahl (je nach Anspruch an Abbildungsgüte unter anderem zum Rand des Bildfeldes hin) leichter und günstiger macht.

Was die Fotografie von Nebeln angeht, wird man allerdings grundsätzlich ohnehin den Einstieg mit kleineren Optiken, inclusive vieler in Frage kommender Kamera-Objektive, angehen wollen. Es wäre dann aber wieder unnötig, sich visuell den Beschränkungen derart kleiner Öffnungen zu unterwerfen, wenn deutlich mehr möglich ist.

Beim Budget von 1000 Euro ist allerdings die Versuchung groß, dieses Budget gleich ganz für den visuellen Start auszureizen. Optik und Montierung sollten nach den Preisen "von Neulich" unter 600 Euro machbar sein, aber für eine nette Erstausstattung mit 3 bis 4 Okularen, einem 2" OIII-Filter und eventuell einem Leuchtpunktsucher sowie einem Einsteiger-Sternatlas sind die verbleibenden 400 Euro schnell umgesetzt - gerade wenn man bei der Okularwahl schon etwas auf die f/5-Tauglichkeit achten muss. Der 200/1000 hat nuneinmal f/5 - woran man sich aber genauso gut auch erfreuen kann, wenn man sich eine entsprechende Okularsammlung aufbaut.

Clear Skies
Sven
 
Hallo :)
Erstmal nochmal Danke an Alle!
@ DonMatu und Sodiac: ich hatte bisher leider noch keine Zeit mir alles durchzulesen, habe aber mal auf Sodiacs Internetseite gestöbert.
@ Sodiac: Wenn ich das richtig gelesen habe, hattest du anfänglich auch Teleskope mit relativ geringer Brennweite und Öffnung, ähnlich dem Skywatcher 130PDS welches du mir empfohlen hast!?
@ Sven_Wienstein: Ich hatte auch schon an ein Dobson gedacht (Orion Dobson Teleskop N 254/1200 SkyQuest XT10i IntelliScope DOB), gegen das allerdings die schlechten Transportmöglichkeiten sprechen. :-/

Das Dobson ist noch nicht ganz aus dem Rennen, die Überlegung ist immer noch da, aber was denkt ihr über diese Kombination? Ist das Teleskop für den Anfang ausreichend? Und was kann ich damit schon sehen bzw. wie gut?
-> Skywatcher Teleskop N 150/750 PDS Explorer BD NEQ-5 Pro SynScan GoTo

Passendes Zubehör wie Okulare, Justierlaser, etc. werde ich mir dann natürlich auch noch dazu holen.

Freue mich über jede Hilfe eurerseits! :)
Danke!!!

Beste Grüße

Jerome

P.S.: Geeignete Kamera zur Fotografie ist vorhanden.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Jerome,

das Zauberwort für tranportable Dobsons heißt Gitterrohr. Gitterrohr Dobsons gibt es recht Kompakt von Explore Scientific oder made in Germany von Astro Optik Martini oder oder...

Für Deep Sky Fotos sind Dobsons aber kaum geeignet.

CU
Klaus
 
Hallo Jerome,
unabhängig, wofür Du Dich entscheidest: eine persönliche Beratung beim Kauf halte ich für wichtig. Denn Du brauchst noch diversen Kleinkram dazu, von dem man als Anfänger gar nicht weiß, das es ihn gibt - zumindest ging es mir so. :)

Und am Schluss muss auch alles zusammenpassen...

Viel Glück bei Deiner Wahl,
Wolfgang
 
Hallo Jerome,

das Transportproblem sehe ich nicht allein beim Dobson. Ich denke das wird gerne so hingeschmissen, ohne darüber nachzudenken, was für Massen man zusammenträgt, wenn man eine fototaugliche Monti für ein deutlich kleineres Teleskop transportiert. Einen 8-Zöller spannt man ja für Deepsky-Fotografie nicht mehr auf eine GP sondern mindestens auf eine GP-DX oder mit aktuellen Produkten gesprochen minimalst auf eine HEQ-5, eher auf eine EQ-6. Teleskop, Gegengewichte - schwupp ist ein gleichgewichtiger Dobson auch ohne Stangenbauweise sogar schon öffnungsmäßig größer. Es ist einfach eine ganze Menge Geraffel, bis man fotomäßig da steht. Von Strom und Laptop hatte ich schon gesprochen?

Das sollte man mal selbst erlebt haben, indem man versucht, sich einer aktiven Beobachtergruppe anzuschließen.
Ein Reisedobson ist natürlich sehr attraktiv, hat aber auch seine eigenen Anforderungen. Während der normale Dobson aufgebaut wird, indem man erst die Rockerbox aus dem Auto wuchtet und dann den Tubus drauf setzt, wird man beim zerlegten Reisedobson erstmal anfangen, einiges an Geraffel auszubreiten, um dann die Stangen zusammenzusetzen, diese einzuspannen, dann Grundjustage, Feinjustage, noch ein paar Handgriffe - man kann den Reisedobson natürlich auch zusammengebaut transportieren, ist dann halt deutlich leichter und angenehmer.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Jerome,

Wolfgang und Sven haben das wichtigste schon geschrieben, am besten schaust du dir das alles mal in natura an und nicht nur am Monitor. Wie ich auch schon in meinem Einsteigerguide geschrieben habe, ist der Aufwand bei der Astrofotografie DEUTLICH größer als wenn man "nur" mal eben den Dobson in den Garten wuchtet, mal kurz die Justage prüft und dann schon drauf los beobachten kann.

Und was mein erstes Teleskop betrifft, das hatte zwar 130mm Öffnung, aber auch 1.000mm Brennweite, hatte also eher was von Regenfallrohr als von kleinem schnellen Fotonewton.

Und da wären wir auch schon bei deiner Auswahl: Skywatcher Teleskop N 150/750 PDS Explorer BD NEQ-5 Pro SynScan GoTo

Damit kannst du schon ne Menge anfangen wenngleich ich fotografisch den PDS130 vorziehen würde, erstens ist kleiner, leichter, hat einen günstigeren Hebel und zweitens sind für viele der "typischen Einsteigermotive" in Sachen fotografie 750mm schon fast zu viel. Und ganz nebei sei erwähnt, je kürzer die Brennweite, desto entspannter und frustfreier wird auch der Einstieg in die Fotografie! Darüber hinaus solltest du dir dann auch direkt Gedanken machen wie du das mobil mit Strom versorgen willst.
 
Hallo :)
danke nochmal für die Empfehlungen und Hilfestellungen!

Ich habe jetzt mal Kontakt zu einer Sternwarte (Peterberg) in meiner Nähe aufgenommen und werde mir dort mal alles ansehen, vielleicht Mitglied werden und mir alles mal noch mal genau erklären lassen.

Wenn ich dann eine grobe Vorstellung habe welches Teleskop es werden soll, fahre ich nach Landsberg zum Astroshop und lasse mich dort nochmal beraten.
Mehr kann ich denke ich nicht tun um das "richtige" Teleskop für mich zu finden und den Einstieg in die Astronomie zu beginnen. :D

Für Tipps eurerseits bin ich aber weiterhin jederzeit dankbar! :)

 
Hallo Jerome,

lass Dich besser unabhängig beraten. Kommt mehr bei 'rum. Mit nur ein, zwei Nächten als Gast an einem Amateur-Teleskop hast Du da schon einen viel besseren Background, was Du willst.

Clear Skies
Sven
 
Hallo,

hoffe euch gehts gut und ihr hattet am Wochenende das Glück ein paar Planeten, Sterne und DeepSky-Objekte zu entdecken!? :smiley61:
Nur zur Info, ich habe am 24.06.2017 Abends einen Termin in meiner nächstgelegen Sternwarte um mir alles mal anzusehen, bin dort Mitglied geworden, habe mein Budget auf 2000-2500€ erhöht und bin weiterhin für Teleskopempfehlungen dankbar! :)

Clear Skies

Jerome
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Jerry

mit der Deep-Sky Fotografie ist das so eine Sache, für 2500€ kommst du da auch nicht sehr weit sei denn du kaufst alles Gebraucht.

Kleine Rechnung: EQ6 1500€, Teleskop min ca 400€, DSLR als Da Umbau min 400€, Autoguider (MGEN oder so) 550€, Stromversorgung ca 34 Ah mit Ladegerät 100€, Drei bis Vier Filter 2" ca 400€, gut Filter braucht man zum Anfang nicht unbedingt.

Der ganze Kleinkram wie Adapter für Kamera und so weiter wäre noch nicht dabei, den Autoguider brauchst du denn sonst bekommst du keine Bilder zusammen. Belichtungszeiten von 3 bis 10 min pro Bild sind meist erforderlich, wobei das Einstellen des Autoguider auch eine Disziplin sein kann.

Wenn du eine Kamera am Teleskop hast kannst du die zum Teil lichtschwachen Objekte nicht sehen die du ablichtest.

Ich würde mir an deiner stelle erst mal ein Teleskop(wie oben) mit EQ6 Goto Kaufen und ein paar gute Okulare wenn du die EQ in der Bedienung im griff hast die ersten Fotos machen. Will sagen nicht alles auf einmal versuchen sonst kann das schnell in Frust enden.

Ansonsten hast du dir ein schönes Hobby ausgesucht.

Gurß und CS Achim
 
Hallo Jerome,

hm, Erfahrung kann man nicht kaufen. Ich meine, dass Du überlegen solltest, ein Gerät für die Beobachtung zu beschaffen. Daneben kannst Du langsam eine Fotoausrüstung aufbauen. Grundlage für die Fotografie ist immer eine nachgeführte, parallaktische Montierung. Hier gibt es mehrere Wege: Einerseits kann man sofort eine Montierung anstreben, die der Größenordnung nach für lange Zeit ausreichend ist, und diese wird nach Erfahrung, Lust und Laune mit fotografischen Geräten bestückt - angefangen mit dem Weitwinkel- und dann dem Teleobjektiv, vielleicht einem kleinen Leitrohr, etc.

Ein anderer Einstieg mit Kamera und leichtem Objektiv sind die vielen Reisemontierungen wie Polarie, Star Adventurer, Sky Tracker usw. Die reichen zwar nur bis hin zu einem 200mm oder maximal 300mm Objektiv, haben aber als Reisemontierung ein langfristiges Nutzungspotenzial.

Als Kamera kann eine vorhandene DSLR oder Systemkamera schonmal ein großes Nutzungspotenzial offenbaren. Das erweitert man, indem man die Kamera umrüsten lässt, so dass diese auch rote Nebel wiedergibt (Filter-Umbau auf einen H-Alpha durchlässigen Filter), oder indem man eine umgerüstete Gebraucht-Kamera kauft. Manche bleiben sehr lange dabei, andere sparen dann doch auf eine reine Astrokamera mit Kühlung usw. Ein Autoguider kommt dann beizeiten auch - oder vielfach sofort. Es gibt viele Wege.

Daneben kann man sich gönnen, visuell zu beobachten - während der Autoguider blinkt beispielsweise. Das wäre dann eine komplett unabhängige Ausrüstung. Kann ein Dobson sein oder gar ein Reisedobson. Oder alles andere.

Quetscht man alle Fähigkeiten in ein Gerät, kommt dabei ein Paket raus, was
- Fotografisch anfangs total überfordert, weil man visuell eine gewisse Leistung will.
- Aufgrund der Foto-Eigenschaften Ansprüche an teure Okulare stellt.
- Visuell recht mager ist, weil man auf eine kleine Foto-Einstiegs-Optik gesetzt hat.
- Immer die Entscheidung abverlangt, ob man an dem Abend Foto will oder ob visuell reicht. Foto kann auch mal Langeweile bedeuten, wenn alles automatisiert abläuft, und die Belichtungszeit herunter tickern muss. Vielleicht ein Solitaire auf dem Laptop dafür vorsehen?

Nachteil der getrennten Lösung: Will man beides an einem Abend, wird es schnell furchtbar viel Geraffel.

Also gut, Teleskopempfehlung:

Visuell puristisch: 200/1200 Dobson mit normalem Metalltubus, schöner Satz Okulare, OIII oder UHC Filter, gibt für insgesamt 800 Euro eine wirklich tolle Ausstattung.

Visuell komfort: 1000+1 Möglichkeiten, ein Dobson mit Nachführung, ein Dobson mit digitalen Teilkreisen (also Einstellhilfe die sagt, wohin man von Hand schwenken muss), Ein Computer-Goto-Dingsbums kann es auch sein.

Alles in eins zusammengepresst - kommt meistens wirklich ein Newton 200/1000 als Optik heraus, je nach Geldbeutel Komakorrektor/Leitrohr oder Foto-Newton mit Off-Axis-Guider-Fähigkeit, und eben eine so teure/tragfähige parallaktische Goto-Montierung, wie man kann. Mehr Öffnung wird vom Preis her schnell orbitant, weniger Öffnung schränkt visuell halt ein.

Clear Skies
Sven
 
Hallo! :-)
Nachdem ich jetzt am Samstag die Möglichkeit hatte mir die Sternwarte anzusehen und auch bei anderen Amateurastranomen mal durch deren Teleskope zu sehen, habe ich mich entschieden erstmal nur bei der visuellen Beobachtung zu bleiben und mir später noch ein zweites Teleskop rein für die Fotografie anzuschaffen.
Für die Visuelle Beobachtung sind nun 3 Teleskope und Montierungen in der engeren Auswahl:

1.Skywatcher Newton 250/1200 PDS mit NEQ6
2. Skywatcher Newton 200/1000 PDS mit HEQ5
3. Explore Scientific Ultra Light Dobson 305/1525

Clear Skies

Jerome
 
Hallo Jerome.

dann würde ich zur Nummer 3 greifen oder den 8" Newton auf die NEQ6 packen. Einen 10"er parallaktisch montiert würde ich auf jeden Fall sein lassen.
 
Hallo Jerome,

ich sehe, dass Du mit 1000 Euro Budget gestartet bist und inzwischen ist (m.E. völlig logisch und richtig bei dem Ansatz) der Fotowunsch erst mal auf Eis gelegt.

Deine drei Vorschläge sprengen nun (ohne Fotoambitionen) bereits in der Grundausstattung das ehemalige Budget deutlich und da will ich einhaken und etwas zu bedenken geben.
Ist es bedacht und die Auswahl/Entscheidung bleibt, dann schließe ich mich Markus an.

Fakt ist aber, dass bei allen drei Teleskopen bis man sie so ausgesattet hat, dass man gute visuelle Beobachtungen im Rahmen ihrer Leistungsfähigkeit machen kann, noch mal mindestens 1000 Euro + X ausgeben kann/muss. Wenn man da an der Untergrenze bleibt, sind sichtbare Kompromisse beim Umfang und bei der Abbildungsgüte (Rand-/Achsschärfe pp) angesagt, denn wir reden über Teleskope mit großem Öffnungsverhältnis, also f/4,7 bis f/5.

So weit, so gut.
Ich nehme mal an, dass die jetzt schon bei zwei Vorschlägen eingebrachten parallaktischen Montierungen den später denkbaren Schwenk zur Fotografie offen halten sollen.

Da ist es sehr interessant, dass z.B. die HEQ5 für sich noch recht transportabel ist und kleine(!) Teleskope (deutlich kleiner als eine 5" f/5) die sich zum fotografischen Einstieg sehr viel besser eignen als ein 8-Zöller auch absolut sicher und stabil trägt.
Noch interesanter ist, dass die Montierung ohne Teleskop in etwa so viel günsitiger ist als mit dem 8" f/5 darauf, dass dabei fast ein neuer 8" f/6 Dobson rausspringt (gebraucht geht das ganz sicher).

Für einen kompletten Neueinsteiger wäre also durchaus zu überlegen, zunächst mal nur einen 8" f/6 Dobson zu kaufen, den einigermaßen vernünftig mit Zubehör auszustatten und erst nachdem (!!!) eigene Erfahrungen gesammelt sind, also, wenn klar ist, dass das Hobby Spaß macht, klar ist, ob es in Richtung Foto gehen soll oder ob es rein visuell bleibt und wirklich weiter betrieben werden soll, das übrig gebliebene Budget als Grundstock für weitere, zielgerichtete Anschaffungen nimmt.

Ein 8" f/6 Newton(Dobson) zeigt nicht weniger als ein 8" f/5 Newton, er ist nur "gutmütiger" bezüglich Justage und Okulare. Ich gehe sogar so weit, dass er mit einfachen/günstigen Okularen ausgestattet mehr Spaß macht als der ebenfalls zur Wahl stehende 10" f/4,7 Newton.
Mit guten, teuren Okularen machen sie beide Spaß und der 10-Zöller zeigt im Rahmen der Öffnung mehr.

Zum Thema Okulare und Zubehör kannst Du Dich mal hier

http://www.svenwienstein.de/HTML/okulare_fur_den_8_zoll_dobson.html

einlesen.
Wenn es nicht der zugrunde gelegte f/6 sondern f/5 oder schneller werden sollte, dann fallen zumindest die ersten beiden Ausstattungsvorschläge bei steigenden Ansprüchen komplett flach.

Gruß
*entfernt*
 
Hi Jerome,

ein 10" F/5 Nowton hat den Voteil, dass man ihn quer auf der Rücksitzbank transportieren kann. Bei 12" F/5 geht das nicht mehr. Mit Gitterrohr musst Du vor dem Beobachten alles zusammenbauen, wohingegen Du einen Volltubus nur auf die Montierung setzen musst.
Die Frage ob Du jetzt eine Dobson- oder Parallaktische Montierung haben möchtest musst Du Dir natürlich auch stellen mit allen Vor- und Nachteilen, insbesondere auf Okulare.

Viele Grüße,
Marcus

Edit: Dem Vorgängerpost von Günther kann ich mich anschließen. Bei dem eingeschränkten Preisrahmen ist ein 8" F/6 Dobson, wenn noch Okulare dazu kommen sollen, wahrscheinlich an geschicktesten.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo :)
Welche Okulare würdet ihr für ein Newton mit 250er Öffnung und 1200mm Brennweite f4,7 empfehlen? Also welche Brennweiten und welche Marke/Modell?
Preisgrenze pro Okular ca. 200€, TeleVue wäre zwar schön, sind mir aber im Moment noch zu teuer. :biggrin:
Danke schonmal im Voraus!

Clear Skies

Jerome
 
Guck mal nach den Explore scientific 82° Okularen....

Gruß Becky
 
Hallo Jerome,

ich Würde an deiner Stelle immer als Montierung die NEQ-6 Goto nehmen.
Und wie Markus weiter oben schon geschrieben hat ruhig das 150/750 PDS Skywatcher aller höchstens das 200/1000 PDS mehr geht auch nicht auf einer NEQ-6 Goto.

Mit den Teleskopen kann man gut beobachten und auch Fotografieren also beides !!.

Ich habe mit einem 6" RC f/9 auf NEQ5 angefangen(war nicht so begeistert) bin dann auf das 200/1000 PDS auf NEQ-6 umgestiegen alles gut.

Mit mehr Erfahrung und auch dem einen oder anderen A ha Effekt möchte ich das RC heute nicht mehr missen (auf NEQ6) für Fotografie.

Für denn Einstig bei bis zu 2500€ ist das für mich die beste Wahl da bleibt auch noch was über für ein bis zwei Okulare.

Gruß und CS Achim
 
Hallo Jerome,

also bevor ich Dir jetzt auch undifferenziert eine ganze Okularreihe an den Kopf werfe oder auf etwas antworte, was gar nicht mehr aktuell ist, ein paar Gedanken mit Optionen.

Okulare sind eine sehr individuelle Sache. Ein Teleskop mit f/4,7 stellt weiter auch gewisse Ansprüche an das Okular und es führt zu Brennweiten, die nicht mehr so häufig angeboten werden. Die gut nutzbaren Okularbrennweiten siedeln sich zwischen 3,3mm und 33mm an. Bei kurzen Okularbrennweiten wird damit der Augenabstand ein Thema, bzw. bei manchen Okularen wird der so knapp, dass sie in solchen Brennweiten nicht mehr anzubieten sind. Bei langen Brennweiten wiederum kostet eine bei f/4,7 gute Randabbildung auch ordentlich Geld, bzw. viele Sternfreunde verwenden einen Komakorrektor (nicht allein wegen Koma, die ist in einem 70° 3,5mm Okular genauso deutlich, wie in einem 70° 30mm, da sie quasi mit dem scheinbaren Gesichtsfeld wächst).

Ich würde generell empfehlen, auch an gebrauchte Okulare zu denken. Denn die lassen sich quasi zum Portopreis wieder abgeben, wenn man mit einem Kauf nicht zurecht kommt. Das ist sehr wenig Lehrgeld.
Ich meine, dass Du besonders bei den kurzen Brennweiten auch LVW und Pentax XL in Betracht ziehen kannst. Pentax XW werden trotz Gebrauchtkauf aus Deinem Preisrahmen fallen. Beide Okularklassen haben 65° aber einen sehr bequemen Einblick. Das Pentax XL gibt es mit 5,2mm als kürzeste Brennweite, das LVW sogar bis 3,5mm. Wobei 3,5mm Brennweite nicht so häufig einsetzbar sein werden. Trotzdem ist man froh, in dem Bereich bestückt zu sein, wenn man die Bedingungen hat. Um 5mm wird man aber weit häufiger einsetzen, so dass diese Brennweite eindeutig zu bevorzugen ist.

Als ein interessantes Übersichtsokular würde ich ein 20mm Lunt HDC einwerfen wollen. Gebraucht im Preisrahmen, mit 100° scheinbarem Gesichtsfeld ein ziemlicher Überblick, alternativ auch von anderen Labels, dann aber mit einer Augenauflage statt Gummiaugenmuschel ausgerüstet. Das passt nicht an jedes Jochbein... Ich denke mit dem 20mm in 100° kann man sogar überlegen, ob man sich bis zur Erholung der Kassenlage auch ohne ein 30mm mit 82° zufrieden gibt. Das würde nämlich auch aus dem Preisrahmen heraus wollen.

Besetzen würde ich letztendlich als "Haupt-Brennweiten", wenn man so will oder muss:

ca. 20mm
ca. 13mm
ca. 8mm
ca. 5mm

und ca. 30mm sowie ca. 3,5mm sind Randbrennweiten. Wenn Einblick und Augenabstand nicht so wichtig sind, wären die genannten 82° Okulare von Explore Scientific eine Option. Günstiger kommen Speers Waler 7mm, 10mm oder 14mm in Frage (bzw. es gibt bei den Speers Waler der 2. Generation so Kommastellen nah dran, 9,4mm statt 10mm zum Bleistift).

Wenn der Augenabstand wichtig ist, dann sollte die Suche nach einem 5,2mm XL und einem 7mm XL vorrang haben. LVW würde ich bei f/4,7 so kurz dahinter als Alternative sehen - die XL dürften seltener auftauchen, als LVW 5 und LVW 8. Auch ein LVW 13mm ist eine option, aber da würde ich sagen, tun 65° statt 82° etwas mehr weh - kann man machen, muss man nicht machen.
Beim 20mm in 100° wäre man mit dem genannten gut dabei, wenn es gebraucht auftaucht.

Clear Skies
Sven
 
Hallo und danke für die Tipps! :)
Also als Montierung werde ich mir auf jedenfall die neue EQ6-R holen, also den Nachfolger der NEQ6-GoTo, die ist zwar aktuell nicht lieferbar, aber auf ein paar Wochen kommt es mir nicht an. Als Teleskop dann entweder das Skywatcher 200/1000 PDS oder das Skywatcher 250/1200 PDS.
@ Achim: Denkst du die neue Montierung kommt mit dem 250/1200 PDS klar?
Was haltet ihr für den Anfang von einem Baader Hyperion Zoom-Okular? Oder soll ich mir lieber einzelne Okulare holen? Welche Filter brauche ich auf jeden Fall?
Danke schonmal im Voraus!


Beste Grüße und Clear Skies


Jerome
 
Hallo Jerome,

mit der EQ6-R habe ich mich noch nicht beschäftigt, beide Montierungen tragen 20Kg für Beobachtung aber für Fotografie sollte man sie nicht über 13 bis 14Kg belasten.

Das PDS 200/1000 wiegt 8,8Kg und das 250/1200 gleich 14,5Kg da ist bei dem großen Newton nicht mehr viel Luft nach oben bei den Teleskopen solltest du zwischen den Rohrschellen oben gleich eine 2" Schiene in der richtigen Länge mit bestellen hilft beim tragen.

An die 2" Schiene oben an den Rohrschellen kann man gut Zusatzgeräte montieren mit den richtigen Klemmen.

Bei den Filtern kommt es auch immer auf deinen Standort an,z.B. Baader UHC-S Breitband Nebelfilter bei mir am Stadtrand.

Okulare habe ich mir die TS EXP 22,13,5mm besorgt einfach so ohne Beratung da mit denen auch Okularprojektion möglich ist z.B. mit der ASI120MC an meinem 6" RC geht das gut am Newton hab ich das noch nicht probiert.

Die Okulare sind nicht die besten aber für mich OK da ich meistens Fotografiere also Weg zum Ziel.


Gruß und CS Achim.
 
Warum kein 8" oder 10" Dobson und visuell von fotographisch gänzlich trennen?

Das ist wie beim Hobby vereisen: Fahr ich mit dem Motorrad oder mit dem Wohnmobil. Und entscheidet sich dann für ein Motorad mit kleinstmöglichen Wohnwagen. Damit am Ende weder beim Motioradfahren mit Anhänger noch im viel zu engen Wohnanhänger so etwas wie Urlaubsfreude aufkommt....

Gruß
Becky
 
Hallo Jerome,

bei f/4,7 würde ich nicht auf das Zoom setzen. Es gibt da ohnehin nur wenige Zooms, die allgemein akzeptiert sind. Das nur gebraucht erhältliche Speers Waler Zoom 5-8mm ist eines davon. Zwei LVW 5mm und 8mm ersetzt es. Zwei Pentax XL bei f/5,7 nicht mehr so ganz (bei f/4 eher schon, in der Summe der Eigenschaften).

Kurz was zur Filterei. Ich finde die heute übliche Filterbenennung irreführend. Diese ganze Filterklasse mit den vielen Abkürzungen rund um Stadtlicht, also sowas blumiges wie "Minus Citylight" oder "Light Pollution Reducer", was sich in diesem Akürzungswust CLS, LPB, LPR,,, niederschlägt, ist alles irgendwie Nachfahre des Lumicon Deepsky. Filterkonzept: Bereiche des Spektrums mit viel Störlicht ausblenden. (Beginnendes Problem: Durch LED ändert sich die spektrale Zusammensetzung des Lichtmülls, das Konzept könnte bald nach und nach versagen.) Der Baader UHC-S klingt nach der Filterklasse "UHC" ist aber der Charakteristik nach viel mehr auch einer der Deepsky-Filter - und als solcher mit hoher Transmission wirklich gelungen.

Der Punkt ist nun: Diese Deepsky-Filter würde ich einsetzen, wenn der Himmel schon ziemlich gut ist, um noch etwas "nachzuhelfen", oder um bei hoher Vergrößerung, wenn der Hintergrund im Okular eh fast schwarz ist, noch das letzte herauszuholen.
Das heißt nicht, dass der Filter wirkungslos wäre, ganz im Gegenteil, auch in Bochum Stadtmitte ist die Filterwirkung deutlich erkennbar - aber eben nicht ausreichend im Vergleich zu einem (dort immer noch nicht ausreichenden) wirklichen UHC oder eben einem (dort wirklich angebrachten) OIII. Bei einem 10" mit typischen Öffnungsverhältnis würde ich einen Baader OIII gleich in 2" vorschlagen, wenn man meist weniger als 6mag visuelle Grenzgröße hat - also Vorstadthimmel bis weniger guter Landhimmel. Den OIII kann man dann zum suchen und für große Objekte nehmen und gut mit einem UHC-S ergänzen.

Wer besseren Himmel hat, muss letztendlich individuell entscheiden. Das kommt dann auf die Lieblingsobjekte an.

http://www.svenwienstein.de/HTML/nebelfilter.html

Clear Skies
Sven
 
Zitat von *entfernt*GMS:
Hallo Jerome,

ich sehe, dass Du mit 1000 Euro Budget gestartet bist und inzwischen ist (m.E. völlig logisch und richtig bei dem Ansatz) der Fotowunsch erst mal auf Eis gelegt.

Deine drei Vorschläge sprengen nun (ohne Fotoambitionen) bereits in der Grundausstattung das ehemalige Budget deutlich und da will ich einhaken und etwas zu bedenken geben.
Ist es bedacht und die Auswahl/Entscheidung bleibt, dann schließe ich mich Markus an.

Fakt ist aber, dass bei allen drei Teleskopen bis man sie so ausgesattet hat, dass man gute visuelle Beobachtungen im Rahmen ihrer Leistungsfähigkeit machen kann, noch mal mindestens 1000 Euro + X ausgeben kann/muss. Wenn man da an der Untergrenze bleibt, sind sichtbare Kompromisse beim Umfang und bei der Abbildungsgüte (Rand-/Achsschärfe pp) angesagt, denn wir reden über Teleskope mit großem Öffnungsverhältnis, also f/4,7 bis f/5.

So weit, so gut.
Ich nehme mal an, dass die jetzt schon bei zwei Vorschlägen eingebrachten parallaktischen Montierungen den später denkbaren Schwenk zur Fotografie offen halten sollen.

Da ist es sehr interessant, dass z.B. die HEQ5 für sich noch recht transportabel ist und kleine(!) Teleskope (deutlich kleiner als eine 5" f/5) die sich zum fotografischen Einstieg sehr viel besser eignen als ein 8-Zöller auch absolut sicher und stabil trägt.
Noch interesanter ist, dass die Montierung ohne Teleskop in etwa so viel günsitiger ist als mit dem 8" f/5 darauf, dass dabei fast ein neuer 8" f/6 Dobson rausspringt (gebraucht geht das ganz sicher).

Für einen kompletten Neueinsteiger wäre also durchaus zu überlegen, zunächst mal nur einen 8" f/6 Dobson zu kaufen, den einigermaßen vernünftig mit Zubehör auszustatten und erst nachdem (!!!) eigene Erfahrungen gesammelt sind, also, wenn klar ist, dass das Hobby Spaß macht, klar ist, ob es in Richtung Foto gehen soll oder ob es rein visuell bleibt und wirklich weiter betrieben werden soll, das übrig gebliebene Budget als Grundstock für weitere, zielgerichtete Anschaffungen nimmt.

Ein 8" f/6 Newton(Dobson) zeigt nicht weniger als ein 8" f/5 Newton, er ist nur "gutmütiger" bezüglich Justage und Okulare. Ich gehe sogar so weit, dass er mit einfachen/günstigen Okularen ausgestattet mehr Spaß macht als der ebenfalls zur Wahl stehende 10" f/4,7 Newton.
Mit guten, teuren Okularen machen sie beide Spaß und der 10-Zöller zeigt im Rahmen der Öffnung mehr.

Zum Thema Okulare und Zubehör kannst Du Dich mal hier

http://www.svenwienstein.de/HTML/okulare_fur_den_8_zoll_dobson.html

einlesen.
Wenn es nicht der zugrunde gelegte f/6 sondern f/5 oder schneller werden sollte, dann fallen zumindest die ersten beiden Ausstattungsvorschläge bei steigenden Ansprüchen komplett flach.

Gruß
Günther


Das Posting von Günther würde ich in jedem Fall nochmals bei meinen Planungen beherzigen!!!

Gruß Becky
 
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Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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