Einstieg mit 6" Dobson von GSO? + Welche Okulare?

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pede81

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Hallo zusammen,

ich plane eine Anschaffung, wobei ich dazu sagen muss, dass ich in meiner Vergangenheit schon mal erste Erfahrungen mit einem 114er Reflektor sowohl einem 102 Refraktor sammeln konnte. Mit dem Spiegelteleskop kam ich damals besser zurecht.

Ich möchte nun wieder in die Welt der Astronomie eintauchen und plane eine Neuanschaffung. Die Restriktionen sind jedoch zum einen der Preis, zum anderen die Größe / Volumen des Equipments. Nach diversen Recherchen bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ein 6" Dobson mir am meisten "Optik / Invest" liefert und dieser auch von der Sperrigkeit gerade noch für mich zu händeln ist. Ab 8" wird es mir zu groß (Wohnung/ kleiner Kofferraum...)

Der GSO Dobson 150/1200 ist im A...o-Shop ja für 300 Euro zu bekommen. Ist dieser generell empfehlenswert? der verfügen vergleichbare Dobsons über bessere Optiken?

Zubehör spielt für mich weniger eine Rolle, das kann und will ich nachrüsten. Im ersten Step war meine Vorstellung, im Bekannten Online-Shop "A....n" mir 2-3 Plössel von Celestron für ca. 30-40 Euro in 6, 10 und 25mm zuzulegen. Ich gehe davon aus, dass diese schon eine deutliche Steigerung zum Mitgelieferten Zubehör bieten.

Ich würde mich über Meinungen und Anregungen zu meinem Vorhaben freuen. Wäre mein Startkapital so sinnvoll investiert?

Vielen Dank vorab
Peter
 
Hallo Peter,

Ich habe den 8'' F6 Dobson von GSO und bin sehr zufrieden.
Also denke ich wird der 6'' auch nicht schlecht sein.

Das mitgelieferte Okular würde ich erst einmal verwenden und dann noch 2 weitere Brennweiten dazu kaufen.

Häufig zum Einsatz kommen bei mir 25mm, 15mm und 8mm.
Bei dem 25mm habe ich ein Plössl, da ist die Linse und der Augenabstand noch groß genug.
Dann habe ich mir gebraucht ein TSSW15mm Okular zugelegt.
Große Augenlinse und angenehmer Augenabstand.
Das 8mm ist ein Planetary. Dies lässt sich auch bei nicht optimalen Bedingungen (Seeing) noch gut einsetzen.

Ich habe zwar auch ein 6,3mm Plössl, aber die Linse ist winzig und der Augenabstand auch. Das kommt seit dem ich das Planetary habe gar nicht mehr zum Einsatz.

Gruß,
Holger
 
Hallo erstmal,

Zitat von pede81:
Ab 8" wird es mir zu groß (Wohnung/ kleiner Kofferraum...)

Der GSO Dobson 150/1200 ist im A...o-Shop ja für 300 Euro zu bekommen.

wenn die Länge oder der Preis das Problem wäre, könnte ich ein eventuelles Platzproblem noch nachvollziehen. Der Durchmesser eines 200/1200er wäre nur etwas größer als bei einem 150er. Das sind knapp 50mm, wenn ich richtig gerechnet habe. Ist der Platz wirklich so knapp, dass es auf 50mm ankommt?
Das Rohr sollte eigentlich auf jeder Rückbank Platz haben. In den Kofferraum kannst Du die Rockerbox legen.

Gruß

Ronald
 
Hallo Ronald,

Ich habe eine Frage zu deiner Antwort: wenn ich nach einem 8“er gefragt hätte, hättest du mir dann zu einem zehner geraten?

Und wenn nein, was hat ein achter einem sechser voraus, was ein zehner wiederum nicht einem Achter voraus hat?
 
Also:

von 6" auf 8" - 78% mehr Licht für 75€ - hier kann man mit wenig Geld eine große Leistungssteigerung bekommen, genauso steigen das Gewicht und die Abmessungen nicht so dramatisch im Verhältnis zu den 78% Spiegelflächegewinn
von 8" auf 10" - 56% mehr Licht für 160€ - noch mehr Licht wird aber ab hier deutlich teuerer (1% zusätzliche Spiegelfläche kostet auf einmal dreimal so viel)

Zusätzliche 78% Spiegelfläche kann man leider für die 75€ nicht nachkaufen, also würde ich lieber ein Okular weniger kaufen und zu 8" greifen.

Viele sagen, dass richtige "deep-sky" Fernrohre erst bei 8" anfangen, aber das ist wohl eine Geschmacksache.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Moin Stano!

Peter hat schon irgendwo recht: man kann mit jeder Teleskopgröße loslegen. Irgendwann wird's sowieso was Größeres, falls man überhaupt bei dem Hobby bleibt.

Sind Vierzöller allerdings bekannt, dann machen 6" IMO wenig Sinn. Faustregel ist: Aufrüstung in 4"-Schritten. Das wäre in diesem Fall dann der empfohlene 8" f/6-Dobson, der heutzutage wohl sehr oft als Einstieg angeschafft wird.

Allerdings: Nichts ist problemloser als eine f/8-Newton-Optik. Die Toleranzen beim Justieren sind größer als bei f/6 (oder gar f/5), und die Wahl der Okulare ist wesentlich unkritischer. Ich würde mir da in jedem Fall einen Satz aus drei Standard-Okularen zusammensuchen, Gesichtsfeld im Bereich 65-68°. Das sind die gängigen Erfle-Designs dazu vielleicht für Hochvergrößerung ein Ortho - bitte mal ins Okular-Board dieses Forum schauen und sich da einlesen, was Einsteigerokulare betrifft! Dann muß man das hier nicht zum x-ten Mal durchkauen.

> Viele sagen, dass richtige "deep-sky" Fernrohre erst bei 8" anfangen

Das ist ein ganz blöder Spruch, IMO aufgestellt von betriebsblinden Ignoranten. "Viele sagen" auch, daß Spinat Eisen enthält... :gutefrage:
 
Vielen Dank für eure Antworten.

ca. 80% mehr Licht für 20% mehr invest klingt erstmal logisch. Im gegensatz dazu steht die Tatsache, dass ich für die Delta 75 Euro ein (für Einsteiger) ordentliches Okular bekäme und f/8 statt f/6, was bekantlicherweise ja einfacher zu händeln sein soll.
Die Logik mit den 4" Schritten kann ich physikalisch nicht nachvollziehen, denn IMO macht das upgrade von 4" auf 6" über das doppelte an Licht aus...

Aber vielleicht mal dazu, was ich damit vorhabe: Ich habe mir nicht auf die Fahne geschrieben ein versierter Astronom zu werden. Dafür habe ich zu viele Interessen und zu wenig Zeit. Auch konnte ich Deep-Sky Objekten stets wenig abgewinnen bzw. hatte nie groß die Gedult mich mit diesen zu befassen. Allerdings hat mich ein Blick auf den Mond oder den Saturn durch ein Teleskop in der Vergangenheit immer wieder verzaubert, darum möchte ich mir die Möglichkeit schaffen, dies gelegentlich mal wieder zu tun wenn sich die Gelegenheit bietet.

Also, mein Hauptanspruch ist es, den Mond und die üblichen verdächtigen Planeten wie Saturn oder auch Jupiter zu sehen. Mein Anspruch ist ein gutes, Scharfes Bild und ein Konfortables Blickfeld...

Mein gedachter Invest waren 400 Euro. 300 für das Teleskop und 100 Euro das nötigste Zubehör. Damit möchte ich den bestmöglichsten Wirkungsgrad am Planeten. Vielleicht reicht für diese Aufgabe ja auch ein Herritage 130p und dafür ein höherer Invest in bessere Okulare?

Also meine Vorstellung zusammengefasst? Für 400 Euro den bestmöglichen Blick auf Planeten. Referenz ist Saturn... Mond geht ja dann sowieso immer...

Gruß Peter
 
Hallo Peter,

ich bin noch nicht lange dabei, aber auch mit 8" f/6 eingestiegen. Und ich kann es dir nur empfehlen. Dein 150/1200 wäre genauso lang, das Platz-Argument zählt nicht. Der 8 Zoll passt bequem in einen VW "UP"...

f/6 Handling? Ich habe vor ein paar Tagen gemerkt, ich habe seit Jahren die Justage nicht verstanden, habe aber schon wirklich tolle Dinge (3-4 Bänder auf Jupiter, Großer Roter Fleck, Jupiter-Mondereignisse) mit sehr billigen Okularen gesehen. Bei Öffnung denkt man als Laie immer an Lichtstärke, dabei ist Öffnung auch gleich Auflösung. Du wirst die Planeten statt 150-fach -> 200-fach Vergrößern können.

Ein tolles, robustes, einfaches und für den Preis sehr leistungsstarkes Teleskop. Die 2 fehlenden Zoll wirst du spätestens in 1-2 Jahren mit Sicherheit vermissen.

Egal welches es wird: Viel Spaß beim Einstieg im Hobby!
Clemens
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Peter,

Im Anhang mal 2 bearbeitete Bilder im Vergleich, bei denen ich mit meiner Digicam durchs Okular gefilmt habe. Neben der Helligkeit kann ich auch den von Clemens erwähnten Auflösungsgewinn bestätigen.
Natürlich kann man das jetzt nicht 100% vergleichen, da die Aufnahmen zu unterschiedlichen Zeiten und Bedingungen entstanden sind.
Aber dies gibt ungefähr meinen persönlichen Eindruck wieder.

Ich bevorzuge auch mehr die Planeten / Mond usw...
Aber auch beim Mond sehe ich jetzt viel mehr Details, es lohnt sich also auch hier die größere Öffnung.

Ich will Dir das nicht ausreden, aber ich hatte viele Jahre lang einen 114/900 mm Newton und mein Budget war ähnlich begrenzt, allerdings hatte ich mir da schon die erwähnten Okulare zugelegt. Ich wollte dann aber lieber die 8'' um einfach einen deutlicheren Unterschied zu sehen.

Wenn Dir das nicht ganz so wichtig ist, sollte mit 150mm auch schon einiges zu sehen sein.

Gruß,
Holger







 

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Zitat von pede81:
Auch konnte ich Deep-Sky Objekten stets wenig abgewinnen bzw. hatte nie groß die Gedult mich mit diesen zu befassen. Allerdings hat mich ein Blick auf den Mond oder den Saturn durch ein Teleskop in der Vergangenheit immer wieder verzaubert, darum möchte ich mir die Möglichkeit schaffen, dies gelegentlich mal wieder zu tun wenn sich die Gelegenheit bietet.

Also, mein Hauptanspruch ist es, den Mond und die üblichen verdächtigen Planeten wie Saturn oder auch Jupiter zu sehen. Mein Anspruch ist ein gutes, Scharfes Bild und ein Konfortables Blickfeld...

Mein gedachter Invest waren 400 Euro. 300 für das Teleskop und 100 Euro das nötigste Zubehör. Damit möchte ich den bestmöglichsten Wirkungsgrad am Planeten. Vielleicht reicht für diese Aufgabe ja auch ein Herritage 130p und dafür ein höherer Invest in bessere Okulare?

Also meine Vorstellung zusammengefasst? Für 400 Euro den bestmöglichen Blick auf Planeten. Referenz ist Saturn... Mond geht ja dann sowieso immer...

Gruß Peter

OK, das ist eine ganz klare Ansage wo ich dann mit guten Gewissen eine Empfehlung geben kann: 6" Dobson, dazu Baader Classic Ortho 18mm und Q-Turret Barlow. Kostet ein wenig mehr als 400, lohnt sich aber.

Die Kombination liefert 150x Vergrösserung, komfortabler Einblick, Spitzenschärfe auf der Achse, keine Reflexe, guter Kontrast. Mit 52° Gesichtsfeld ist das kein Tunnelblick mehr, also durchaus auch mondtauglich. Ganz am Rande des Feldes nicht mehr so scharf und mit Farbfehler, aber am f/8 und hinter 2.25x Barlow wird der Okular den Großteil von Feld scharf abbilden.

Mit dem mitgelieferten 25mm Plössl, 18mm Ortho und 2.25x Barlow bekommst Du dann Vergrößerungen 150x, 108x, 67x, 48x - reicht erstmal für den Anfang, 150x ist gut für Planeten beim durchschnitlichen seeing, später kannst Du sicherlich auch Planetenokulare für 125x, 180x und höher anschaffen und etwas weitwinkiges.

Heritage bietet keine ausreichende mechanische Stabilität - kommt für den Zweck nicht in Frage.
 
Und noch ein Nachtrag zu den Okularen - die ursprünglich angedachte Plössl Okulare wären auch möglich, aber unterhalb von 15mm wird es langsam eng was Komfort angeht - für Planeten dann einen Plössl immer in Kombination mit dem 2.25 Q-Turret Barlow nehmen. Also eventuell an Okularen sparen, wenn gespart werden müßte, könnte man zähneknirschend Orthos durch Plössl ersetzen. In keinem Fall aber am Barlow sparen, noch günstigere Barlows habe ich einige ausprobiert und bin nie glücklich geworden - es kam immer so viel Farbfehler dazu, dass ich sie schnell verworfen habe.

Über Barlowlinsen wird oft schlecht geredet, man hat Bedenken weil ja zusätzliches Glass das Bild immer verschlechtert usw. usw. Hier ist aber der Einsatz absolut gerechtfertigt, Q-Turret Barlow ist auch optisch sehr hochwertig und für den Preis unschlagbar.

 
Hallo zusammen. Vielen Dank soweit.

Eine Frage betreffend der Okulare: wäre ein Baader Hyperion 8mm ein brauchbares Planetenokular am 150/1200 Dobson?
Ich frage, da ich eines gebraucht erwerben könnte...
 
Brauchbar, naja, brauchbar schon. Theoretisch sind die Hyperions zwar genau andersherum gebaut, es sind typische nichtPlanetenokulare. Das bedeutet viel Gesichtsfeld auf kosten von Schärfe, aber bis Du in den Bereich kommst, wo Dich der Okular daran hindert, noch mehr zu sehen, werden einige Monate oder Jahre vergehen - zuerst wird Dich seeing und mangel an Erfahrung limitieren.

Wenn alles andere passt, kann man auch mit Hyperion schöne Planetenbeobachtungen machen. Eine von meinen schönsten Beobachtungen von Jupiter habe ich gerade mit Hyperion gemacht (mit Binoansatz an einem großen Refraktor beim tollen Dämmerungsseeing) - es waren keine Planetenokulare da, also mussten die Hyperion auch für Planeten herhalten und ich war erstaunt, was alles ging.

8mm sind gut für die 150x Vergrösserung, wenn der Verkäufer 60€ oder weniger verlangt wäre es einer Überlegung wert, sonst lieber Orthos/Plössl. Bereits 80€ wären mir schon zu viel, da man schon für 75€ einen einfache 17mm Plössl mit Q-Barlow bekommt und für 115€ 18mm Ortho mit Q-Barlow.
 
Hallo Micha,

ich hab zwar Muskeln, die kommen aber nicht vom Spinatessen... :cool:

Tatsäcklich esse ich kaum Spinat. Ich habe das nur erwähnt, weil aus einem alten Mythos (Spinat enthält unglaublich viel Eisen) gleich ein neuer Mythos (Spinat enthält kein Eisen) entstanden ist.

Beide Mythen sind falsch! Wie Du Deinem Link entnehmen kannst, enthält Spinat 3 bis 4 mg Eisen. Das ist für Gemüse wirklich sehr viel. Bei der Nährstoffdichte (= Nährstoff im Verhältnis zum Brennwert) liegt Spinat sogar ganz vorne beim Eisen.

Warum gibt es auf Deiner Seite eigentlich das Tchibo-FAQ nicht mehr? Das hat mich zur Astronomie gebracht! Vielen Dank dafür!!! :knuddel:

Freundliche Grüße von
Christian
 
Hallo,


Zitat von pede81:
Ich habe eine Frage zu deiner Antwort: wenn ich nach einem 8“er gefragt hätte, hättest du mir dann zu einem zehner geraten?

Und wenn nein, was hat ein achter einem sechser voraus, was ein zehner wiederum nicht einem Achter voraus hat?

zu einem Zehner hätte ich Dir nicht geraten, weil er mir zu schwer wäre und weil man etwas bessere Okulare wegen des Öffnungsverhältnisses f/5 braucht.
Ein 200/1200er hat mehr Öffnung als ein 150/1200er, ist aber trotzdem noch angenehm zu transportieren.

Gruß

Ronald
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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