Einstieg mit 6'' Refraktor auf EQ6

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raphael_aachen

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Hallo,

ich heiße Raphael und möchte gerne einen Traum von mir verwirklichen, die Weiten unseres Universums besser kennenlernen. Dabei möchte ich anfangen mit unserem Sonnensystem, später oder gleichzeitig gerne die Messier Objekte beobachten. Und wenn ich dann mit Optik und Montierung gut vertraut bin, mich mit der Astrophotographie beschäftigen.


Ich möchte gerne eine Montierung von der ich lange etwas habe. Lieber gebe ich hier ein bisschen mehr aus. Da denke, ich liege ich mit der NEQ6 PRO SYNSCAN™ Montierung nicht schlecht, oder?
Könnt ihr meine Wahl gut heißen oder mir Vergleichbares vorschlagen, was für einen ambitionierten Anfänger empfehlenswert wäre und auch später für eine erfolgreiche Astrophotographie (ggf. mit einem 10''SC) genutzt werden könnte?

Bei der Optik bin ich mir bewusst, dass ich zu Beginn mit einem günstigen Achromat Refraktor beginnen werde und später auf ein größeres SC umsteigen möchte. Ich kann mich aber hier nicht genau entscheiden, welcher Hersteller die bessere Optik auf dem Markt hat, bzw. ob ein anderer 6'' Refraktor sinnvoller wäre:

STARTRAVEL-150

MESSIER AR-152L/1200 HEXAFOC


Bevor ich jetzt wild drauf loskaufe, würde ich gerne einige Meinungen von euch mir zu Herzen nehmen.


Schöne Grüße
Raphael
 
Hallo Raphael,

ein Einstieg mit 6" Refraktor ist auf jeden Fall sportlich, falls du vorher tatsächlich gar kein eigenes Teleskop hattest...

Du wirst noch gute Tipps bekommen, daher das naheliegende sofort: Ein FH (Fraunhofer) Achromat zeigt je nach Brennweite einen mehr oder weniger starken Farbsaum um helle Objekte (der Startravel mehr als der Messier). Dies stört manche Beobachter v A bei Planeten sehr, andere eher weniger...

Für Deep Sky könnte man meinen, dass 6" nicht sehr viel sind, da würden einige wohl zu deutlich größeren Spiegeln raten... je mehr Lichtsammelfläche, desto eher können Details in lichtschwachen Objekten wahrgenommen werden...

Ein Refraktor hat laut vieler Nutzer dafür eine pro Objektivdurchmesser brilliante, scharfe, kontrastreiche Abbildung, die nicht immer von ähnlich großen Spiegeln erreicht werden kann, wobei dies unterschiedlich wahrgenommen wird...

CS, Maiko

 
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Hallo Raphael,

der Startravel ist eher ein Großfeldrefraktor, durch die kurze Brennweite ist der für Hochvergrößerung nicht so gut geeignet da er einen größeren Farbfehler haben dürfte!
Dafür kann man mit dem Startravel größere Gesichtsfelder erreichen was bei flächenmäßig großen Objekten von Vorteil ist!
Den Skywatcher gibt es aber auch mit längerer Brennweite!
Wenn du wirklich höher vergrößern willst für Planeten z.B. würde ich eher eine lange Brennweite bevorzugen!
Die NEQ6 ist schon eine sehr solide Montierung und hält die verlinkten Teleskope locker...
Viel Spaß bei den ersten Beobachtungen.

Andreas

P.S. mit ein SC. Astrofotografie ist wegen der langen Brennweite von diesen Teleskopen nicht so sinnvoll, man sollte erstmal mit kleiner Brennweite anfangen, wobei jenseits von 1000mm Brennweite das Fotografieren sowieso schon recht sportlich wird!


 
Hallo Raphael!

Ich habe eine alte EQ 6 und einen dem 152/1200 baugleichen Refraktor.

Mit der Montierung kannst du nichts verkehrt machen - in dieser Preisklasse jedenfalls. Ggf. etwas Tuning - neue Polhöhenschrauben und anderes Fett, dann läuft die.

Ich finde deine Idee richtig, denn ich hatte dazu auch einen 10" SC für Hochvergrößerungen. Allein mit dem Refraktor hast den oben beschriebenen Nachteil - hier ein Bsp. https://www.youtube.com/watch?v=Ux8tl3cqwqo
Die Bänder sind zu rosa und nicht braun, der Planet gelb und nicht weiß.

Am Mond macht der mit Grünfilter gute Fotos http://www.astrobin.com/full/145084/C/

Ich würde den ganz kurzen UND das SC nehmen, dann bist du visuell gut aufgestellt. Das SC mit 10" zeigt am Mond natürlich mehr, hier etwa dieselbe Ecke http://www.astrobin.com/full/108165/B/

Die Option Fotografie von DS-Objekten bleibt dann aber außen vor, da kann man nur bequem Mond und Planeten machen.

Ich habe allerdings das SC verkauft und bin bei einem großen GoTo-Dobson gelandet, weil ich DS-Fotos ausschließe und mehr Öffnung wollte.

Wenn du DS-Fotos ausschließt und visuell unterwegs bist + Mond und Planeten fotografieren willst, ist das von dir Gedachte ein gangbarer Weg. Allerdings bietet dir z. B. ein 16" Goto-Dobson zu ähnlichem Preis viel mehr Öffnung.

Steht für dich die DS-Fotografie im Vordergrund, dann must du nochmal neu ansetzen.

Willst du nicht gleich so viel Geld ausgeben, dann nimm die EQ 6 und sieh dich nach einem gebrauchten 6" Refraktor um, teilweise gehen die für 300€ bei ebay weg. Z. Zt. ist ein 5er im Angebot
http://www.ebay.de/itm/Bresser-Hexa...795258?hash=item2ee7b37c3a:g:5fcAAOSw14xWLe9H

Da kannst du dich in die Materie einarbeiten und ggf. später das Rohr fast zu demselben Preis wieder abgeben.

Den Refraktor habe ich übrigens immer noch und würde ihn nie abgeben, weil ich trotz der bekannten Schwächen sein kontrastreiches Bild sehr mag.

Viele Grüße und CS

Martin

 
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Hallo Andreas,

wie kann ein Gerät mit 1200mm ein "Großfeld-X"(Optikbauart egal) sein? Meine persönliche Definition von Großfeld hat 4° Feld und damit maximal... na 680mm Brennweite, wohlwollend.

Ich bin ganz persönlich, das ist bekannt, kein Freund von derartig ausgelegten Achromaten. Ich halte Sie für überholt und meine, dass man eine mehr als gleichwertige optische Leistung auch mit anderen Geräten erzielen kann. Mir ist bewusst, dass ich damit gerne bei Geräte-Liebhabern anecke. Da ich schlechte Abbildung nicht leiden kann, lässt sich das nicht so recht beheben.

Darum wollte ich fragen, welchen konkreten Grund es denn für den 152/1200 als zu kurz dimensionierten FH gibt.

Weiterhin den von mir oft gebrachten Hinweis: Ich meine, der richtige Weg ist zunächst der Kauf einer rein visuell ausgelegten Ausrüstung, die nur diesem Aspekt dienlich ist, um später dann das benötigte Equipment für die Fotografie wieder rein unter diesem Aspekt zu beschaffen. Führt sehr oft dazu, dass der Fotograf während stundenlanger Belichtungsorgien sich die Zeit mit einem hübschen Dobson visuell vertreibt.

Soll es aber wirklich ein Mittelweg auf der genannten EQ-6 Variante sein, dann würde ich einen 200/1000 Newton vorschlagen, der später mit Komakorrektor fotografisch nachgerüstet wird, oder aber der langfristig doch dem visuellen Teil der Beobachtung vorbehalten bleibt und für den Start von einer kleineren Foto-Optik unterstützt bzw. abgelöst wird. Kommt fotografisch aber eine eher kleine Optik zum Einsatz, zum Beispiel ein netter ED, dann wird die EQ-6-Klasse womöglich nicht unbedingt benötigt. Andererseits kann man fotografisch nicht stabil genug denken. Für 152/1200 als FH ist die EQ-6 aber nötig. Für einen 150/1200 Newton wiederum nicht (und da fragt sich, was der FH kann, was ein Newton ähnlicher Preisklasse nicht können sollte. (Herschelkeil für Sonnenbeobachtung... da müsste man halt Baader-Folie nehmen... Wenn das die einzige Einschränkung ist...)

Clear Skies
Sven
 
Zitat von Sven_Wienstein:
Hallo Andreas,

wie kann ein Gerät mit 1200mm ein "Großfeld-X"(Optikbauart egal) sein? Meine persönliche Definition von Großfeld hat 4° Feld und damit maximal... na 680mm Brennweite, wohlwollend.

Clear Skies
Sven

Hallo Sven,

der Startravel ist mit 750mm Brennweite angegeben, somit bei 150mm Öffnung ein f/5 Gerät und das ist für mich ein Großfeldrefraktor!
http://www.teleskop-express.de/shop...el-150-ota---gro-feldrefraktor-150-750mm.html

Mit einem 31 Nagler kommt man da schon auf ca. 3,5° Grad, wenn bei dir Großfeld erst ab 4° Grad anfängt...nagut.

Andreas

P.S.
hier der wird sogar noch mit 900mm Brennweite als Grofeldrefraktor verkauft...
http://www.apm-telescopes.de/de/tel...0mm-grossfeldrefraktor-3-crayford-auszug.html
 
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Hallo Andreas,

na wenn er so von Händleren verkauft wird, dann muss es ja stimmen. ;)

Nur schade, dass der Cirruskomplex nicht komplett ins Feld passt, Andromeda GX ebensowenig und man immer noch mitten in Nordamerika baden kann ohne es zu sehen. Auch der Sternhaufencharakter der Plejaden, der Krippe und des Doppelhaufens im Perseus ist mit Platz drumherum besser und schöner erfassbar.

Großfeld ist nicht Werbungs-, sondern eher Definitionssache. Wenn man die Definition an erfassbaren, realen, hierzulande als Standards bezeichneten und erreichbaren Objekten festmacht, hat die Idee von knapp 4° oder auch einer Teleskopbrennweite unter 700 mm schon ihre Berechtigung.

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi Raphael,

die (N)EQ-6 in allen Ehren - ist ja nunmal das Arbeitspferd - aber hast Du mal eine derartige Montierung mitsamt Stromversorgung und sonstigen Gerödel geschleppt und aufgebaut? Ist vollkommen ok, wenn man den Beobachtungsplatz ein paar wenige Meter hinter der Heckklappe hat; ansonsten braucht man nach der Anfangsmotivation einen sehr ausgeprägten Willen und eine gewisse Alternativlosigkeit, um die raren wolkenlosen Nächte damit zu nutzen. (Nur so als Vorwarnung - eine gewisse Leidensfähigkeit für die Belohnung gehört nunmal dazu)
Was die beiden verlinkten Fraunhoferartigen angeht: Der Kurze ist ein Spezialist für kleine Vergrößerungen und einigermaßen große Felder bei sehr gutem Kontrast.
Der Größere weder Fisch noch Fleisch.
Ich würde an deiner Stelle erstmal zu einem Teleskoptreffen oder zumindst einem gut sortierten Händler gehen und die Geräte life anschauen. Und nicht nur die verlinkten 6", sondern auch kleine ED/Apos mit 70-80mm. Mit einer zusätzlichen leichten Montierung hättest Du damit nen Schnellspechtler, bekommst große Felder und der fotogafische Einstieg gelingt damit auch eher. Als Ergänzung zu einem langbrennweitigen SC passt es damit ebenfalls deutlich besser.

cs
Jürgen
 
Hallo Raphael,

schon mal über eine Alt-azimutale Montierung nachgedacht?
Ja, ich weiß, als Anfänger denkt man, warum händisch nachführen wenn man alles vollautomatisch machen kann. Ging mir genau so, aber frag mal die Ayo Besitzer, die wollen nichts anderes mehr.

Für den Preis der EQ6 Synscan bekommst Du eine Ayo digi II mit einem Planet Stativ. Diese Kombi trägt bei mir einen 8" f/6 Newton.

EQ6 16kg + Stativ 7,5kg + 2GG á 5kg = 33,5kg
Dann kommt zumindest grob einnorden und in 2 Achsen austarieren.

Dem gegenüber steht:

Ayo digi II 6kg + Berlebach Planet 9,5kg = 15,5kg
Einfach aufstellen und eine Achse austarieren -> fertig.

Auserdem hast Du mit dem Planet ein wesentlich besseres Stativ als das der EQ6.

Gruß Uwe
 
Zitat von *entfernt*GMS:
Hallo Andreas,

na wenn er so von Händleren verkauft wird, dann muss es ja stimmen. ;)

Nur schade, dass der Cirruskomplex nicht komplett ins Feld passt, Andromeda GX ebensowenig und man immer noch mitten in Nordamerika baden kann ohne es zu sehen. Auch der Sternhaufencharakter der Plejaden, der Krippe und des Doppelhaufens im Perseus ist mit Platz drumherum besser und schöner erfassbar.

Großfeld ist nicht Werbungs-, sondern eher Definitionssache. Wenn man die Definition an erfassbaren, realen, hierzulande als Standards bezeichneten und erreichbaren Objekten festmacht, hat die Idee von knapp 4° oder auch einer Teleskopbrennweite unter 700 mm schon ihre Berechtigung.

Gruß
Günther

Hallo Günther,

ich will mich jetzt gar nicht darum streiten ob der 150/750mm noch ein Großfeldrefraktor ist oder nicht, zumindest können wir uns doch soweit einigen das man mit dem Ding wesentlich mehr Gesichtfeld bekommt als mit dem 150/1200mm.
Zudem taugt er halt nur für geringe Vergrößerungen, dass war die Kernaussage meines ersten Beitrages... ;)

Andreas
 
Hallo Andreas,

jedem seine Definition, kein Problem.

Ich bin halt mal "reingefallen", hab einen 150/739er Spiegel in ein Teleskop eingebaut und war sehr enttäuscht, dass der Cirrus gerade so den Gesichtsfeldrand einnahm, dass er von unvermeidlichen Randunschärfen und Bildfeldwölbung zerfleddert wurde und ohnehin einige Grad Pölatz rundherum fehlten.
Seitdem achte ich vorher(!) auf solche "Kleinigkeiten" wenn ich etwas will.
Wem Weitfeld also wichtig ist, der könnte glatt einen 150/750er Refraktor zugunsten eines 120/600er Refraktors wischen lassen um wirklich z.B. die genannten Objekte gut ins Szene zu setzen.
Eventuell könnte er sogar an einen 130/650er Newton (SW/PDS mit 2" OAZ) denken, wenn der Wunsch nach farbtreuer Abbildung und etwas höherer Vergrößerung andere Befürchtungen und Erschwernisse überwiegt.
Mich hat diese Weitfeldgeschichte bei gleichzeitigem Wunsch nach Hochvergrößerung im Rahmen der Öffnung und mit einfachen Zubehörmitteln letztlich zur Eigenkonstruktion eines 114/660er Newtons geführt.

So findet jeder seinen Weg. Möglichkeiten aufzuzeigen sollte auch kein Problem sein.

Gruß
*entfernt*
 
Hallo Raphael,

ich möchte keine konkrete Empfehlung abgeben, das überlasse ich lieber den Experten. Mein Beitrag soll Dich erst einmal dazu anregen, über die Rahmenbedingungen nachzudenken.

Wo möchtest Du beobachten? Planeten kann man in der Stadt beobachten, für meisten Messierobjekte braucht man schon einen dunklen Himmel. Wenn Du in einer dunklen Gegend wohnst und einen Garten hast, dann musst Du nicht viel schleppen und die ganze Sache könnte gut laufen.

Musst Du allerdings irgendwo hinfahren, dann kann es unterschiedliche Probleme geben. Spontan fallen mir hier folgende Dinge ein:

1) Die Montierung ist Dir zu schwer und Du hast keine Lust, sie ständig durch die Gegend zu schleppen. Auch brauchst Du eine Energieversorgung, die möglichst schnell einsatzbereit sein sollte.

2) Das Wetter bestimmt, wann Du beobachten darfst. Das heisst, Du müsstest relativ flexibel sein. Wenn Du aus beruflichen Gründen hier eingeschränkt bist, könntest Du seltener in den Genuß kommen, Deinem Hobby nachzugehen.

3) Bei unsicherer Wetterlage kann es passieren, dass Du das ganze Gerödel aufbaust, dann Wolken aufziehen und Du alles wieder abbauen musst. Das könnte ärgerlich sein.

Letztendlich ist es von Vorteil, wenn man die Geräte auch mal sieht und in die Hand nehmen kann.


Gruß

Ronald
 
Hallo Andreas,

ja, lag an mir, der 150/750 als Achromat war mir zu bunt, ihn in meine Überlegungen einzubeziehen und fotografisch... au backe!

Clear Skies
Sven
 
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