Einstieg sinnvoll?

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Maaadin

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Hallo, werte Community! ^^

Schon lange spiele ich mit dem Gedanken, mir ein Teleskop zuzulegen und so meine theoretischen Ambitionen in Sachen Astronomie mit "direktem" Kontakt zu unserem großartigen Universum zu unterfüttern.

Nun hab ich den großen Fehler begangen, mich unter anderem hier im Board und auf den sonstigen Einsteigerseiten stundenlang zu informieren. Mit dem Ergebnis, dass ich noch nie so viel Bock hatte, mir endlich ein eigenes Gerät anzuschaffen! ;)

Mein Problem ist nur: Ich wohne auf einer Insel (Norderney) in einer kleinen Wohnung ohne Garten und Balkon, und ich habe kein Auto. Als Transportmöglichkeit habe ich nur meinen Rücken (*ächz*) und ein Fahrrad. Ich hab noch keine geeignete Stelle zum Beobachten ausgespäht, ich werde aber min. 2km zurücklegen müssen.

Das System meiner Wahl sollte also mit meinen geringen Möglichkeiten zu transportieren sein und dennoch Beobachtungen erlauben, die die Anschaffung als solche rechtfertigen und mich nicht nach den ersten kleinen Erfolgen über meinen vorschnellen Kauf fluchen lassen.

Ich habe mir sehr viele Teleskope und Montierungen im Internet angeschaut und konnte schon vieles ausschließen (Dobson, Maksutov, generell alles ab 150mm Öffnung, da allein die Montierung schon zu schwer sein wird...?). Aber ich bin nur ein Laie, der ein bisschen im Internet gelesen hat. Ihr seid die Experten! :)

Meine Frage an euch lautet also:
Gibt es ein System, das meinen Kriterien entspricht, oder sollte ich lieber noch warten, bis ich was "richtiges" transportieren oder vielleicht sogar im eigenen Garten/auf dem eigenen Balkon aufstellen kann?

MfG und danke schonmal für euren fachkundigen Rat!

Martin

P.S.: Ich vergaß zu erwähnen, was ich denn überhaupt beobachten möchte. Hihi...also am Liebsten das, was alle Anfänger wollen: Alles! Konkret: Planeten und n bissl Deep Sky. Wenn ich wählen muss: Nur Deep Sky.
 
Hallo Martin,

willkommen im Forum!

Auch für deinen Fall gibt es schöne Instrumente. Der Skywatcher Heritage z.B. ist ein kleiner, kompakter Dobson.

Auch ein kurzer 80-100mm Refraktor auf einer azimutalen Montierung wie z.B. die Giro Mini mit stabilem Stativ sollte noch gut transportabel sein.

Je nach Budget gibt es auch transortable Reisedobsons mit 8"-... Öffnung, die dann allerdings locker in vierstelligen Summen ohne jegliches Zubehör liegen, im Gewicht aber auch unter 10 kg bleiben.

Wenn es für den Anfang sehr transportabel sein soll, kannst du dir auch ein Fernglas wie z.B. 10x50 oder auch 20x80 auf einem stabilen Fotostativ verwenden. Das ist für viele deep sky Objekte schon ein guter Einstieg und bietet ein sehr großes Gesichtsfeld.

Solltest du dir ein Teleskop anschaffen, bedenke auch, dass du noch 2-3 Okulare und eventuell den einen oder anderen Filter brauchst.

Viele Grüße

Carsten
 
Hallo Carsten,

danke für die schnelle Antwort! Wenn der 130'er Dobson wirklich zu Fuß transportierbar ist, dann muss ich wohl nicht weiter suchen. Wenn ich all den begeisterten Foreneinträgen glauben darf, dann ist ein Dobson das beste Einsteigergerät. :)

Ich werde mir aber natürlich vor jeder Anschaffung ein paar Geräte bei den örtlichen Sternenfreunden anschauen (AAK Norderney).

Auch wenn ich was investieren kann und will...für Lightscope & Konsorten hab ich dann doch nicht die nötigen Mittel. *g*

Wie siehts denn mit SCs aus, ich hab leider nirgendwo deren Gewicht gefunden. Immerhin sind die auch sehr kompakt gebaut...
 
Guten Morgen! :)

Danke für den Hinweis! Da muss ich mir wohl was überlegen. Stabil muss die Unterlage ja auch sein...

Ich hab leider keinen Keller, daher kann ich auch keine Sackkarre oder ähnliches einsetzten. Vielleicht ist der Dobson dann doch zu sperrig. *grübel*

Sind diese Alu-Stative eigentlich sinnvoll einsetzbar, falls ich mich für einen Refraktor entscheiden sollte? Es werden ja verschiedene Taschen für Teleskope und Stative angeboten, nur denke ich, dass es kein Spass ist, ein Stahl-Stativ über die halbe Insel zu schleppen. *g*

 
Hi,

ich finde wenn Du nicht gerade selbst bauen oder sehr teuer einkaufen willst (8" Reisedobson), müsste das hier doch die Lösung sein:
Link zur Grafik: http://vangestel.de/astrozoom/images/simplelists/neu/rb_alpha_transport_gro_.jpg
Das ist der von TS angebotene 150mm f/6 Dobson in der Rockerbox Alpha von *entfernt*. Ein guter Kompromiss zwischen Öffnung und Transportabilität. Der lässt sich auch quer über Norderney transportieren. Man braucht noch einen kleineren Untersatz, damit man nicht zu niedrig sitzt. Aber womöglich gibt es da vor Ort schon eine Gelegenheit zur Aufstellung. Ein leichter Klapphocker (Anglerbedarf, die typische, höhenverstellbare Variante des "landgestützten Fahrradsattels") kann mit in den Rucksack. Dazu drei gut gewählte Okulare, Kleinkram-Zubehör und los geht's.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Martin,

Ich habe mir neulich auch dieses kleine Dob gekauft und kann es nur empfehlen.

Da der Einblick eben sehr niedrig ist habe ich mir einfach ne 40x40x40 cm große Kiste aus Holz gebaut.

Zu SCs: Die sind in der Regel recht teuer und soweit
ich weiß recht schwer. Geh doch einfach mal
nächsten Dienstag zu Sternwarte. Die haben da
mehrere SCs.

Zu den Stativen : Ich habe so ein Stativ wie es auch im
Fenster der Apotheke am Kurplatz steht.
Es sieht ja recht sperrig und schwer aus,
aber über kurze Strecke kann man das auch
noch einigermaßen transportieren.

Von diesen Alustativen halte ich
persöhnlich nicht so viel.
Ich hatte mal eins und das hat so
gewackelt, dass das beobachten eigentlich
unmöglich war.

Wo wolltest du denn hier auf der Insel beobachten?

CS
Felix
 
Hallo Martin,

wieviel Öffnung es werden kann hängt auch vom Budget ab: es gibt zerlegbare "Reisedobsons" die ein sehr kleines Packmaß aufweisen wenn sie demontiert sind und dadurch leicht transportierbar sind, andererseits aber eine große Öffnung (durchaus 8" oder mehr) haben können. Leider sind sie nicht ganz billig wenn sie nicht im Eigenbau entstehen, ist aber die einzige Möglichkeit 8" oder 10" auf die Abmessungen eines Aktenkoffers zu bringen. Schau mal z.B. hier: http://www.hofheiminstruments.com/reise-dobson.html oder hier: http://www.dietermartini.de/reisedobson.html oder google einfach mal nach "Reisedobson".

Eigenbau hört sich viel komplizierter an als es ist und läßt die Kosten drastisch schrumpfen. Alternativ könntest Du nach einem gebrauchten Reisedobson oder der nackten Mechanik ohne Optk Ausschau halten (evtl das Suche-Bord bemühen) und da die Spiegel selber einbauen, da könnte man auf zwei gebrauchte Schnäppchen hoffen und so günstig ohne vie Gebastel zu einem schönen teleskop kommen.

Schreib was für ein Budget Du eingeplant hats, dann läßt sich manches schon im Vorfeld ausklammern...


Viele Grüße Felix

 
Hallo zusammen!

Danke für die vielen hilfreichen Antworten, hier wird einem wirklich schnell und kompetent geholfen! :)

@Sven: Das ist mal ein sehr guter Vorschlag und passt sowohl preislich als auch von der Größe in meine Planung! Ich hatte nicht damit gerechnet, eine 150'er Öffnung transportieren zu können, die Rockerbox Alpha eröffnet mir da völlig neue Möglichkeiten. *freu*

@Felix: Ich dachte an das Südufer in der Nähe des Hafens. Da ich in der Innenstadt wohne, hätte ich es dann nicht so weit. Leider ist nördlich von dort ja noch bewohntes Gebiet mit Straßenbeleuchtung. Wirklich dunkel ist's ja nur weit im Osten der Insel.
Ich werde aber ohnehin in Kürze die Sternenwarte besuchen, dort kann man mir wahrscheinlich ein paar Tips bezüglich guter Beobachtungspunkte geben.
Wohnst du auch auf der Insel? Zumindest kennst du ja die Schaufensterdeko der Apotheke am Kurplatz... ;)
Vielleicht kann man sich ja mal treffen?

@Felix: Mit dem Budget ist das so eine Sache...die EUR 990 für den billigsten Reisedobson wären schon weit mehr, als ich für alles zusammen (Teleskop, Okulare, Filter, Rotlicht + sonst. Zubehör) ausgeben könnte. Die Rockerbox Alpha + 6" Newton wären dafür etwas billiger, als ich erwartet habe, dafür könnte ich dann mehr in Okulare investieren.

Ich werde mich aber nicht vor einem Besuch beim AAK Norderney, bei denen ich vielleicht ein paar der Vorschläge live begutachten kann, entscheiden und bin nach wie vor für alle Vorschläge offen.
 
Hallo Martin und alle.
Bei dem Transportproblem hatte ich auch die grössten Bedenken, da ich auch nur über das Fahrrad verfüge. Aber erstaunlicherweise geht das sehr gut.
Bei mir:
Tubus Skywatcher Mak 102/1300 in Rucksack (kl.Rucksack).
Daneben noch Platz für kl. Fototasche Samsonite (Inhalt:Digicam,3 Okulare, Zenitspiegel,Leuchtpunktsucher).In den Seitentaschen: Rotlichtlampe,Tempos,Tabak,Flachmann,Sonnenbrille,etc.(gesamt höchstens 3,5 Kg).
Auf den Gepäckständer in längstrichtung mit 2 Feststellriemen gezurrt:
Stativsack mit Stativ FEX1+ Giro-mini (montiert mit Prismenklemme),ca.3,5Kg. Das wars.So gehe ich auf Fahrradtour tagsüber für terristische Beobachtungen und Nachts/Abends ebenso für Mond und Planeten. Absolut kein Problem.Natürlich ist dies alles eine kleine, vielleicht kritische Ausrüstung, aber mir (totaler Anfänger) hat es bisher viel Spass gemacht.

mfG, Siegfried
 
Hallo Martin,

An deiner Stelle würde ich mir das echt 3 mal überlegen was du bereit bist über welche Entfernung mit Muskelkraft zu Transportieren. Von Bildern und Hörensagen hast du meines Erachtens nicht viel, schau dir die Teleskope besser mal im Laden oder bei Freunden an, dann weisst du in 5 Minuten was für dich in Frage kommt und was nicht!

Auch kleine kompakte Optiken haben durchaus ihren Himmel und sind evtl. auch am Tag oder auf Reisen einsetzbar. Ich kann ja nur für mich sprechen aber ein Dobson wär das letzte was ich mir an deiner Stelle anschaffen würde. Für Deep Sky ist der Dobson aber natürlich erste Wahl. Allerdings sind dann die 6" aus der Stadt Deep Sky mäßig wahrscheinlich auch nicht gerade der Brüller, da würde ich wenn schon denn schon eher gleich auf einen 8" Reisedobson gehen.

Tip1: Wie gesagt, schau dir die Teleskope mal live an!
Tip2: Schau mal durch verschiedene Teleskope in den Himmel!

Erst danach würde ich einkaufen.





 
Hallo,

selbst ein kleines C6 (SC) wiegt mindestens 6kg und braucht eine tragfähige Montierung, die ebenfalls so um die 6-10kg wiegt. Mit dem Rad ohne Hänger kannst Du das sicher vergessen.

Neben dem 150er Dobs würde ich dir das Equinox80 mit Fotostativ empfehlen. Da sieht man schon ne ganze Menge mit. Das ganze dürfte unter 5-6 kg mit Stativ wiegen und lässt sich gut transportieren.
 
Hallo Martin,

Hast du meine NAchrichten bekommen?

ICh bin mir nämlich nicht ganz so sicher ob das alls geklappt hat :D

Wär nett wenn du antworten würdest.

CS
Felix
 
Hallo Martin,

wenn du 2km mit dem Fahrrad oder gar zu Fuß zurücklegen musst, ist das Gewicht des Teleskops (mit Zubehör) und die Montierung zu berücksichtigen. Einen 6" als Mak oder SC schließe ich da mal aus, wenn du irgendwie zu Fuß unterwegs sein möchtest. Obwohl eine Giro auf Berlebach mit C6 im Rucksack ... wenn man gut zu Fuß ist ... will ich jetzt doch nicht gleich abstreiten.

Mit dem Fahrrad ist das Teleskop am besten auf dem Rücken zu transportieren.

Höhere Vergrößerungen verlangen nach einer halbwegs gut nachführbaren Montierung, sei es mit Rutschkupplung oder via Feintrieb.

Natürlich gehen Dobsons, aber bei Svens Lösung glaube ich nicht, dass man ohne Hilfsmittel eine adäquate Beobachtungshöhe erreicht.

Für diese Fälle verwende ich persönlich einen 80/400 Achromaten (Achtung: Keine Planeten, keine Vergrößerungen über 50x), welcher auf einem leichten Fotostativ Platz findet. Den trage ich auch einige Kilometer zu Fuß.

Dann habe ich noch einen 4" Mak, welcher aber eine stabilere und besser nachführtbare Montierung für höhere Vergrößerungen benötigt. Den nehme ich auf's Fahrrad - wegen der Montierung aber nicht mehr zu Fuß. Als f/10 geht auch DeepSky ganz passabel.

Einen Reisedobson konnte ich mir nicht leisten und daher habe ich keine Erfahrungen über den Zusammenbau etc.

Weitere Möglichkeiten sind 80er ED als Allrounder mit etwas wenig Öffnung oder C5 / 127er Mak mit mehr Öffnung für DS.
Und wie gesagt: Die Montierung vom Gewicht berücksichtigen.

CS,
Stefan
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo zusammen!

Ich sehe, es gibt doch mehr Optionen als ich zunächst befürchtet habe. Die Variante mit dem Mak im Rucksack und dem Stativ festgezurrt am Gepäckträger reizt mich sehr, da ich so sehr mobil wäre und garantiert einen netten dunklen Flecken auf dem unbewohnten Teil der Insel finden könnte.

Bis auf SCs scheint also fast alles in irgend einer Variante möglich zu sein, jetzt fieber' ich meinem Besuch der Sternwarte am Dienstag entgegen! Dort sind laut Homepage alle Teleskopvarianten vorhanden, die für mich in Frage kommen. Und vielleicht gibts ja sogar die Möglichkeit, ein bisschen zu beobachten, auch wenn die Wettervorhersage nicht wirklich gut aussieht.

Meine Entscheidung treffe ich aber erst, nachdem ich die verschiedenen Systeme auch mal am offenen Himmel getestet habe. ;)

Danke für eure Anregungen! Ich werde euch auf dem Laufenden halten. Vielleicht hat ja mal jemand das gleiche Problem wie ich und findet dann hierher...

Ach ja: Felix, du hast Post! :)

CS
Martin
 
Hallo Martin,

an Mak wie auch SC stört für Deepsky das Öffnungsverhältnis. Für Mond und Planeten ist es prima, aber da braucht man keinen dunklen Ort sondern nur einen, der thermisch ausgewogen ist (Luftunruhe).
Wenn man also vor dem Licht flieht, dann wäre ein Gerät mit guter Deepsky-Eignung nur konsequent und da ist f/6 um einiges Vorteilhafter als f/10 oder gar f/14. Es gibt ziemlich viele Gelegenheiten, bei denen eine niedrige Vergrößerung gefragt ist. Das kann der Mak nicht adäquat leisten und auch das SC hat so seine Probleme. Die Geräte sind für mittlere bis hohe Vergrößerung gut. Nachteil einer f/6-Optik ist hingegen ein spürbarer Anspruch an die verwendeten Okulare.

Clear Skies
Sven
 
Diesmal ist die Nachricht angekommen, Felix! :)

Und danke für den Tip Sven, dann wird es wohl kein Mak oder SC werden. Deepsky reizt mich ja wesentlich mehr...

Wenn doch schon Dienstag wäre!
 
Also ich habe genau das gleiche Problem bezüglich Mobilität und Transport. Deswegen habe ich mich auch für das Heritage 130/650mm entschieden, und habe es bisher nicht bereut.

Man könnte es rein theoretisch mit dem vorhandenem Tragegriff transportieren, aber das wird schnell unbequem.
Größter Nachteil ist echt, das man einen stabilen Unterbau braucht.

Gruß

 
Im Moment liebäugel ich auch mit dem 130/650'er Skywatcher, allerdings auf einer NEQ 3 Montierung, da ich diese in einer Umhängetasche besser transportieren könnte.

Hier auf der Insel ists immer recht windig, da wird es wohl ein Stahl-Stativ werden müssen. Oder könnte da doch die Aluversion reichen? Hat jemand von euch Erfahrung mit Alu-Stativen?

Morgen Abend solls ja sternenklar werden, freu mich schon wie ein kleiner Junge auf meinen Besuch bei der Sternenwarte! :)
 
Also das 130/650 ist recht leicht ( im Vergleich zu anderen ,ca. 1 kg ) und hat eine, im Verhältnis zum Gewicht, große Fläche.

Das dürfte dir schnell wegfliegen wenn du es auf ein Alustativ setzt. :D

Bei starkem Wind solltest du aber auch nur von einer geschützten Stelle aus beobachten, denn egal wie schwer die Ausrüstung ist, wird sie anfangen zu zittern.

Jetzt nur noch mal so : Wenn du es auf ein Stativ setzt müsstes du einen neuen Sucherschuh anbauen, denn der Sucher hängt sonst UNTER dem Teleskop

CS
Felix
 
Hallo,

beim Heritage ist zu beachten, das der OAZ nicht austauschbar ist und es sich dabei um einen Drehfokussierer handelt. Das einzige Manko an einem Supergerät.
 
Hallo,

genau den meine ich. Fokussiert wird, indem man den oaz mit/gegen den Uhrzeigersinn dreht.
 
Hallo Leute,

so ein Drehfokussierer ist zwar in der Bedienung ungewohnt und bietet keine großen intra- bzw. extrafokalen Reserven, doch ist die Helical-Bauweise unschlagbar flach und ermöglicht die Verwendung sehr kleiner Fangspiegel. Leider konnte ich nirgendwo den Grad der Obstruktion des Heritage 130/650 finden, doch auf den ersten Blick scheints für nen f/5er-Gerät wirklich erfreulich wenig zu sein. Hat jemand vielleicht zufälligerweise die Daten parat?

Generell kann gesagt werden, dass dieses Gerät genau die den Erfordernissen des Threadstarters entspricht: Es ist leicht, sehr gut zu transportieren und bietet mit den 130 mm Öffnung genug lichtsammelnde Fläche, um viele Objekte sehr schön zu zeigen. f/5 stellt natürlich schon gewisse Anforderungen an die Justierung sowie die Okulare, doch denke ich, dass das zu schaffen sein sollte.

Gruß, frohe Ostern und CS,
Marcel
 
Hallo,

der Hauptspiegel lässt sich übrigens werkzeugfrei justieren, der FS benötigt einen kleinen Inbusschlüssel, der natürlich nicht dabei ist.

Auch auf meiner HEQ5 macht der Newton eine gute Figur.

Die Balance ist gut. Auch mit einem schweren Hyperion 5mm am OAZ kann man noch gut nachführen, ohne das der Dobson wegkippt.
 
Hallo zusammen!

Danke noch mal für eure zahlreichen Beiträge. Ich komme grade vom Treffen mit den Sternenfreunden der örtlichen Sternwarte. Mensch, die haben vielleicht ein paar nette Geräte da rumstehen! (Z.b. der 12" SC...)

Menschlich hats auch gepasst, also werd ich künftig nicht allein beobachten müssen.

Aber back to topic: Es wird kein Newton werden können, weder auf EQ3 noch als Dobson. Die salzhaltige Seeluft, die Norderney zum Luftkurort macht, zerstört die Spiegel eines Newton wohl in wenigen Stunden. Sowas muss man ja erst mal wissen! Ich stell mir mein Gesicht vor, wenn ich in der dritten oder vierten Beobachtungsnacht dann nichts mehr (richtig) gesehen hätte...

Also muss ein geschlossenes System her. Entweder ein 102'er Refraktor, ein 127'er Travelmak oder ein SC C5 oder C6.

Durch das freundiche Angebot, alle diese Teleskope mit den örtlichen Sternenfreunden zu testen, werd' ich mich erst dann entscheiden, wenn ich mir wirklich sicher bin.
Wirklich schön, wie solidarisch die Gemeinschaft der Astronomen hier auf Norderney ist. :)

Und Felix? Nächstes Mal hast du deinen Refraktor (nicht den Dob!) dabei, dann wird gespechtelt, bis die Schwarte kracht! :D

CS

Martin
 
Hallo Martin,

also so ein Newton wird heute ja nicht mehr versilbert sondern da ist Alu mit Quarz-Schutzschicht drauf und ich fürchte, dass der nicht empfindlicher ist, als ein vergütetes Refraktorobjektiv. Da habe ich in weiterem Bekanntenkreis nämlich schonmal aus erster Hand das lange Gesicht gesehen, weil jemand auf einer Klippe beobachtete, unter der es gebrandet hat. Da war halt die Vergütung großflächig runter. Es kommt letztendlich darauf an, einen Standort zu finden, der abseits von Flugsand und Brandung liegt, so dass die Luft eben einen geringen Aerosolgehalt hat. Beobachten am Strand ist eh auch der Tod der Mechanik. Und dann spricht wieder für den Spiegel, dass der vergleichsweise billig ist, wenn es wirklich schiefgeht. Linsen sind teuer und besonders im Verhältnis zur Öffnung. Ein Spiegel kann aber neu belegt werden, jedenfalls lohnt das ab einer bestimmten Größe.
Jedenfalls, da es nur um Stunden geht, könnte man ja für 20 Euro nen Tchibo-Torpedo 76/700 schießen und schauen, die der Spiegel dann nach so ein, zwei Tagen Seeluft so ausschaut.

Clear Skies
Sven
 
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