Einstiegsgerät für Kind ( 12 Jahre )

Hallo,

Ich sehe es wie in der Musik. Nicht das Werkzeug ist zu verteufeln, sondern eventuell der Umgang damit. Man kann auch mit dem Computer intelligente Musik machen und man kann auch mit einem Smartscope Astronomie erlernen. Wer nur konsumiert, wird nichts lernen, wer aber Interesse für die Hintergründe hat, der wird auch durch ein Smartscope nicht dümmer. Nur weil man dann eventuell das Einnorden nicht lernt, heißt das ja nicht, dass man auch sonst nichts vom Himmel lernt. Ich behaupte, dass das Interesse an Astronomie durch EAA und Smartscopes eher geweckt wird als durch das bloße Hantieren an einem klassischen Teleskop, um am Ende bis auf Mond und Planeten kaum was zu sehen. Da muss man schon Nerd sein, um am Ball zu bleiben. Ich finde es aber gut, wenn sich nicht nur Nerds für Astronomie interessieren, sondern auch Leute, die völlig fassungslos sind, wenn sie ein mediokres Astrofoto eines Amateurs sehen. Ich hab noch keinen getroffen, der nicht davon fasziniert war.

LG Olaf
 
Ich behaupte, dass das Interesse an Astronomie durch EAA und Smartscopes eher geweckt wird als durch das bloße Hantieren an einem klassischen Teleskop
Ich behaupte das Gegenteil.

um am Ende bis auf Mond und Planeten kaum was zu sehen.
Auch das sehe ich anders. Hast Du mal am Okular Planeten oder die Mondoberfläche gezeichnet?

Mars-Jupiter 18.1.2025.jpg

Und wenn ich bunte Bilder von Galaxien sehen möchte, greife ich ins Regal und sehe mir ein Buch an (- so ein Ding aus buntem Papier, erinnerst Du Dich?).

Da muss man schon Nerd sein, um am Ball zu bleiben.
Ich bin an der Astronomie hängen geblieben, weil ich einfach den Sternenhimmel mag. Ich bin kein Nerd. Und Schmitti und Hannes, diverse Franks und eine ganze Reihe anderer hier im Forum übrigens auch nicht.

Wir alle mögen (in der Regel) Refraktoren einfach lieber als elektronische Aufnahmegeräte.
Und keiner von uns versucht hier irgendjemanden zu missionieren.
Ich glaube das ist der Unterschied. :)


Schöne Grüße,
Urs

P. S. Was bedeutet "mediokres"?
 
Vielleicht meldet sich der Papa ja nochmal nach einiger Zeit und berichtet. Würde mich auch interessieren was so in zwei drei Jahren daraus entstanden oder geworden ist.
Gruß Gerd
 
Danke, Stefan!

Den Begriff habe ich tatsächlich noch nie gehört.
Bin aber andererseits schon so viele Sachen genannt worden, dass es darauf auch nicht mehr angekommen wäre.

Schöne Grüße,
Urs
 
Ich bin kein Nerd. Und Schmitti und Hannes, diverse Franks und eine ganze Reihe anderer hier im Forum übrigens auch nicht.

Wir alle mögen (in der Regel) Refraktoren einfach lieber als elektronische Aufnahmegeräte.

Moin Urs,
es will Euch hier niemand - wirklich niemand - Eure Liebe für manuelle Refraktoren schlecht reden. Wozu auch?

Aber Eure Liebe für manuelle Refraktoren macht ja noch kein didaktisches Konzept für ein 12 jähriges Kind, dessen Eltern keine Lust auf Astronomie haben!

Natürlich macht es Sinn, etwas von der Pieke auf zu lernen. Die Kinder lernen ja auch zuerst das kleine Einmaleins, und erst später wenn sie das Einmaleins können, bekommen sie einen Taschenrechner.

Aber wenn Du sagst,
- Sternenatlas aus Pappe und
- kleines Dobson Teleskop
ist besser,

dann musst Du zusätzlich dazu auch ein didaktisches Konzept mit vorlegen, wie das Kind sich das Sternengucken ganz alleine beibringen kann, sodass das Kind das neue Hobby genauso attraktiv findet wie Hörbücher, Fernsehen und vor allem das Smartphone, denn das Kind ist ja schon 12 Jahre.

Im Prinzip fehlt das "Astronomie autodidaktisch (also selbstlernend) für Kinder und Heranwachsende" Lehrbuch.
Gleichzeitig bietet der Smartie so eine Art Ersatzlehrbuch, mit dem ein Kind es selbst - weitgehend ohne Erwachsene - lernen kann und schnell Erfolgserfolgserlebnisse bekommt.

"Wir haben es früher auch so gelernt", reicht eben heute nicht mehr, denn die Kinder haben heute Hobbyangebote im Überfluss! Das ist heute komplett anders als früher!
Gruß
 
Heiner,
lass' stecken, ist gut jetzt - ich "muss" hier niemandem ein "didaktisches Konzept" vorlegen.

Ich habe in meiner eigenen kleinen privaten Sternwarte und in den Kursen, die ich an der lokalen Grundschule abgehalten habe, genügend Kinder erlebt, die es auch ohne Elektronik toll fanden, einfach in den Himmel zu gucken.

Einer - der Lars, jetzt mittlerweile auch 12 Jahre alt - ist sogar "hängengeblieben" und unregelmäßiger Gast bei mir auf dem Dach. Mit drehbarerer Sternkarte aus Pappe.

Mach' Du es einfach, wie Du möchtest, und ich (wir "Analogen") auch; okay?! :)


Einen schönen Abend wünscht Dir der
Urs
 
Das ist absolut vorbildlich und löblich von Dir. :y: :y:

Und dennoch ist die harte Realität, dass es nicht genug "Urs-Double" für alle Kinder in Deutschland geben kann, die sich für Astronomie interessieren. Schon allein wegen des Orts- und Fahrtweg-Problems. Auch die brauchen einen Zugang ...

Dir auch einen schönen Abend.
Wir bleiben trotzdem Freunde, oder? ;)
 
Ich behaupte das Gegenteil.


Auch das sehe ich anders. Hast Du mal am Okular Planeten oder die Mondoberfläche gezeichnet?

Den Anhang 564826 betrachten

Und wenn ich bunte Bilder von Galaxien sehen möchte, greife ich ins Regal und sehe mir ein Buch an (- so ein Ding aus buntem Papier, erinnerst Du Dich?).


Ich bin an der Astronomie hängen geblieben, weil ich einfach den Sternenhimmel mag. Ich bin kein Nerd. Und Schmitti und Hannes, diverse Franks und eine ganze Reihe anderer hier im Forum übrigens auch nicht.

Wir alle mögen (in der Regel) Refraktoren einfach lieber als elektronische Aufnahmegeräte.
Und keiner von uns versucht hier irgendjemanden zu missionieren.
Ich glaube das ist der Unterschied. :)


Schöne Grüße,
Urs

P. S. Was bedeutet "mediokres"?
Hallo Urs,

Du hast mich offenbar nicht richtig verstanden oder nicht richtig gelesen. Ich schrieb sinngemäß, dass man bis auf Mond und Planeten visuell auf Anhieb nicht viel wird sehen können, wenn man anfängt. Da kann ein Smartscope manch einen an Bord holen, der sich sonst ganz anderen Dingen zuwenden würde, Nochmal: Das Werkzeug ist nicht das Problem, sondern die Art der Nutzung entscheidet darüber, ob und was man über Astronomie lernt oder nicht. Heute ist das Portfolio an Werkzeugen größer als vor 30 Jahren. Ich präferiere auch Refraktoren gegenüber anderen Werkzeugen, ziehe aber Kameras den Okularen vor. Aus ganz persönlichen guten Gründen. Andere präferieren andere Werkzeuge.

Team Buch bin ich übrigens auch, ich bin auch „native analog“, wie Du.

LG Olaf
 
Das ist absolut vorbildlich und löblich von Dir. :y: :y:

Und dennoch ist die harte Realität, dass es nicht genug "Urs-Double" für alle Kinder in Deutschland geben kann, die sich für Astronomie interessieren. Schon allein wegen des Orts- und Fahrtweg-Problems. Auch die brauchen einen Zugang ...

Der Zugang kann vielfältig sein, manche haben einen Mentor in der Nähe, die anderen haben genug Entdeckergeist (wie die meisten Kollegen hier), und wieder andere ziehen sich ein paar Videos von John Read (o.ä.) rein (Youtube, learn how to stargaze, Schwerpunkt Kids und Einsteiger).

Clear skies
Martin
 
Zurück
Oben