Elektrobasteleien - Taukappenheizung

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Hallo!

Jetzt muß ich doch mal was zu den Thema schreiben.

1. Der bei "C" erhältliche Widerstandsdraht ist kein Konstantan sondern ISOTAN(CuNi44 - Cu55%, Ni44% und Mn1%). Konstantan läßt sich nicht verlöten, es geht mit Lötzinn keine Verbindung ein. Vielleicht ist es hilfreich, auch mal in das dazugehörige Datenblatt zu sehen. Wieso die Webshopmacher von C das Zeug immer noch als Konstantan bezeichnen(Datenblatt Stand 01/1997), zeugt eigentlich nur davon, dass sie selbst die Datenblätter nicht lesen oder keine Ahnung haben von dem was sie da schreiben.

2. Der Widerstandsdraht ist gemäß Datenblatt mit PU(Polyurethan) beschichtet. Dieser Kunststoff leitet keinen Strom. Vielleicht ist es ganz hilfreich, da mal kurz mit den Lötkolben draufzuhalten oder die Beschichtung vorsichtig abzukratzen.

Ich habe schon dutzende Taukappen- und Objektivheizugen mit den Isotan gebaut und meinen Bekanntenkreis damit versorgt.

Bei der geringen Waermeentwickung von ca. 1.4Watt kann ich auch nicht wirklich Waerme wahrnehmen.
Doch, kann man. Und das recht deutlich. Falls man am Anschlußkabel keine Werte messen kann hats da irgendwo eine kalte Lötstelle.

Falls ich mal meinen Hintern rum kriege, mache ich mal den Baubericht fertig, in dem es genau um eine solche Heizung geht.

Grüße,
Matthias
 
Hallo Matthias

Danke für die Aufklärung. Werde den Ratschlag beherzigen und das Datenblatt mal nachschlagen.

Ich habe mehrere Bauanleitungen für Taukappenheizung gelesen und irgendwie nie den Hinweis entdeckt (bzw. überlesen), dass der Draht isoliert sein könnte. Bei dem filigranen Draht bin ich von selbst auch nicht drauf gekommen, dass da noch was drumrum sein könnte ;-)

CS
Robse
 
Hallo Robse,

es käme einer Katastrophe gleich, wenn der Draht beim wickeln eigener Widerstandswerte bei Kontakt sofort einen Kurzschluß verursachen würde. Die Isolierung hat durchaus Sinn.
Bei normalen Löttemperaturen verbrennt das PU vollständig. Es fällt eigentlich garnicht auf, dass da noch was drumrum ist, wenn da nicht die grüne Farbe des Drahtes wäre. Zumindest ist/war meiner immer grün. ?)

Grüße,
Matthias
 
Hallo Leute,

nach laengerer Pause vom Thread wollte ich Euch kurz meine mittlerweile erprobte Akkukiste zeigen. Ich habe Neutrik XLR verwendet und alle Kabel darauf ausgelegt. Ein paar Adapterkabel fuehre ich auch immer mit.

Bitte nicht schlagen, aber ich habe doch eine inerne, schwache Heizung gebaut um den Akku waehrend des Aufbaus gemaechlich zu waermen ehe er volle Leistung abgeben muss. Der Tipp kam vom Freund eines Arbeitskollegen, der Atmel-Boards entwickelt und das bei Aussentests anscheinend auch so handhabt. Wahrscheinlich haette ich drauf verzichten koennen, aber der 15Ah Akku hielt sowieso locker 6h bei Minusgraden durch. Bei 6h war das Notebook dann schlapp und ist somit der limitierende Faktor. Um 0 Grad geht dann aber schon wieder mehr :biggrin:

Die Kiste hat dick Styropor drin und der Akku kann von aussen direkt abgegriffen/geladen werden. Eine 10A Sicherung haengt als Main-Fuse drin und die jeweiligen Kanaele werden einzeln abgesichert. Je nach Geraet mit der passenden Schraubsicherung.

Der Tragegriff ist chique, dank des roten Fahrradlenkerbandes und die Kiste steht auf Gummi-Tuerstoppern etwas erhoeht. Die Kiste hat nun schon mehrere Ausseneinsaetze und Transporte hinter sich und eigentlich fehlt mir nur noch eine Art Tauschutz zum ueberstuelpen, wo dennoch die Kabel ihren Weg nach aussen finden.

Die Taukappenheizung am ED80 funktioniert 1A und am Sucher lass ich sie aus. Seit ich dort das abgesaegte Bassreflexrohr als Kappe angebracht habe (mit integrierter Heizung) beschlaegt auch so nichts mehr.

Vielen Dank an Alle,
Robse
 

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Hallo,

ich bin auch dabei, mir eine Taukappenheizung (wobei "Schmidtplatten-Heizung" wohl eher zutrifft :biggrin: ) für mein 10" SCT zu planen bzw. bauen. Ich bin mir aber noch nicht zu 100% sicher, ob meine Berechnungen stimmen.

Ziel ist es, die empfohlene Heizleistung von ca. 8W bei 12V zu erreichen. Ich gehe von 2 Windungen zu je 0,94m mit dem Conrad "Konstantan" 10 Ohm/m aus. Da komme ich bei der Formel

P = U² / (l x R) = 12² / (1,88m x 10)

auf 7,6W (bei einem 13,8V Netzteil sogar auf 10W)

Ist das ausreichend oder sogar schon zuviel? Ist ein Steuergerät "Pflicht", oder hänge ich die Heizung direkt an die die Spannungsquelle?

Wie sind da eure Erfahrungen?

Gruß
Manni
 
Hallo Manni,

leider habe ich mit dem SC jetzt keine eigene Erfahrung. Aber die Berechnung klingt plausibel soweit.

Wenn das ganze zu warm werden sollte, kannst Du immer noch so einen guenstigen LED PWM Dimmer dazwischensetzen denke ich. Sollte es dahingegen zu wenig Leistung sein, wuerde eine zusätzliche Taukappe etwas helfen.

VG,
Robse
 
Hi Robse,

mit den LED-Dimmern habe ich mich noch nicht beschäftigt, kannst Du da welche empfehlen?

CS
Manni
 
Hallo Manni,

ich habe selbst auch noch keinen eingesetzt. Weiter vorne im Thread (#959438) wurde mir das empfohlen und ich denke mit einer für die Leistung ausgelegte PWM-Regelung kann man nichts falsch machen.

Ich habe bisher das Glück gehabt, dass meine Heizung ausreicht und ich nichts herunterregeln muss. Aber nachträglich ist so ein Dimmer anzubringen sicher nicht schwer, wenn mal doch benötigt.

VG,
Robse

 
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