Eloxieren

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Andromeda

Aktives Mitglied
Hallo,

ich möchte meine Alu-Teile selbst eloxieren und suche noch die richtige Farbe dafür. Die ersten Versuche habe ich mit Textielfarben unternommen, leider wurden die Teile nur grau.
Wer kennt solche Farben und wo kann man sie beziehen.

Gruß
Peter
 
Hi Peter,
die Bezeichnung ELOXAL ist eine Abkürzung und bedeutet, Elektrolytische Oxidation von Aluminium.
Erzeugt wird die Eloxalschicht, mittels Gleichstrom, z.b. in einem Schwefelsäureelektrolyten in dem das Werkstück als Anode geschaltet wird.
Die nach dem Eloxalbad offenporige Oberfläche bietet die Möglichkeit unterschiedliche Farben in diese Poren einzulagern. Die Farbe lagert also nicht auf der Oberfläche, sondern in der Eloxalpore.
Anschließend werden die Teile getempert damit sich die Poren schließen.
Das wird zuhause recht schwierig in die Praxis umzusetzen sein.

Gruß
Ralf
 
Hi Ralf,

nöö, das "tempern" ist gar nicht schwierig: kochen einfach in Wasser. DAs macht die Löcher zu, weil sich Aluminium-Hydroxid bildet, was eigentlich die normale Oberfläche von ALu ist, das schon eine Weile an der Luft war. Die ist unheimlich hart.
Harte Grüße und
cs
jorgos
 
Moin Jorgos,
das "Zuhause schwierig" bezog sich nicht auf das Tempern, sondern eigentlich auf den Rest der Prozedur.
Habe mich vielleicht ein bisserl unglücklich ausgedrückt.
Das alles war auch mehr oder weniger ein Crashkurs in Sachen Eloxieren.

Auch von mir harte Grüße
Ralf
 
Hallo,

das mit dem Eloxieren geht gut, nur mit der Farbe habe ich Probleme. Nach dem eloxieren ohne Farbe war die Oberfläche leicht grau und sehr hart.
Beim Versuch mit Textilfarbe ( angewärmt ) wurde die Oberfläche nur leicht dunkelgrau.
Ich glaube das die Farbe nicht geeignet ist.

Gruß
Peter
 
Ich habe diverse Farben bisher ausprobiert (Edding-Nachfüllfarbe, schwarze Tusche, Stoffmalfarben, ...). Befriedigendes Ergebnis habe ich bisher nur mit Farben zum Einfärben von Stoffen (Simplicol) erzielt. Allerdings hatte ich auch schon Drehteile, die die Farbe einfach nicht angenommen haben. Ich vermute, daß das an unterschiedlichen Alu-Legierungen liegt. Da ich meine Rohstoffe zum Drehen vom Schrottplatz beziehe, kann ich über die Legierungen nichts sagen. Es ist aber auch in der Literatur zu finden, daß sich unterschiedliche Legierungen unterschiedlich gut zum Eloxieren eignen.

Gruß aus Ulm,

Robert
 
Hallo Peter,
wenn es Dir nicht unbedingt darauf ankommt, es selbst zu machen, würde ich die Teile vielleicht doch zum Fachmann bringen. Die Kosten sind relativ gering, bei mir waren es bisher immer nur ein paar Euro auf freiwilliger Basis in die Kaffee-Kasse. Zu den Farben oder Verfärbungen kann ich aus Erfahrung sagen, dass es einerseits auf die Legierung ankommt und andererseits auch, ob z.B. das Rohmaterial gewalzt oder ein Guss ist. Bei gewalztem Material (aus dicken Platten hergestellte Hülsen) ergaben sich bei mir teilweise dunkelblau bis violett-Farbtöne anstatt schwarzmatt. Diese (nicht dramatischen) Fehlschläge waren überwiegend zum Nulltarif zum haben. Wiederholtes Eloxieren (das Material muss dann zuvor erst enteloxiert werden) führt zu extrem rauhen Oberflächen. Wenn die Teile ein Gewinde haben oder so, rate ich davon ab. Beim zweiten mal wirds auch nicht unbedingt besser. Meine Sammlung hat daher auch verschiedene Farbtöne.

Gruß von
 
Hallo Günter,

der Link funktioniert nicht.

Gruß
Peter
 
Hallo, habe noch ein paar links zum Thema:

http://avf.astronomie.ch/steiner/anodisieren.htm

http://www.atmpage.de/eloxieren/

http://www.chemie.uni-oldenburg.de/didaktik/peter3.htm


Ich eloxiere gelegentlich selber und hatte vor längerer Zeit das Glück, etwas originales schwarzes Eloxal-Farbpulver zu bekommen. Damit geht das Einfärben natürlich am besten. Aber ich habe vorher auch erfolgreich Wäschefarbe und sogar mal blaue Ostereierfarbe verwendet. Entscheidend ist eine sehr hochkonzentrierte erhitzte Farbe und vor allem die Aufnahmefähigkeit der Oxidschicht. Das hängt wesentlich von der Legierung ab. So richtig mausgraue Fehlversuche kommen auch mal vor!

Gruß Steffen
 
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