Empfehlung von Einsteigergeräten

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gugawu

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hallo nachteulen,

ich habe vor einigen wochen aus heiterem himmel den gedanken gehabt, mir ein teleskop zulegen zu müssen. ist halt manchmal so. ich denke, ihr kennt das bestimmt.
ich habe mir literatur besorgt (themen: fernrohrwahl, astrofotografie digital, himmelsbeobachtung in der stadt und himmel 2008 oder so) und erstes schon durch, die anderen überflogen.

mir ist klar, dass ich atrofotografie erstmal nur als experiment sehen kann. ich glaube nicht, dass mich das langfristig interessiert, ich hänge so schon genug vorm bildschirm. also bitte nicht beachten.

mein interesse ist ersteinmal planeten und mond. jedoch (jem ehr ich mich schlau mache) wird es auch ausserhalb des sonnensystems immer interessanter. auch wenn da das gefühl für die objekte fehlt. eine kugel wie einen planeten kann man im kopf noch intuitiv von 2d in 3d übersetzen, einen sternhaufen (noch) nicht.

hin und hergeschüttelt beobachte ich täglich viele auktionen bei übay, kann mir aber oft keinen reim draus machen.
die marken kenne ich zur hälfte schon (zumindest die häufig angebotenen), allerdings sind mir die modelle noch nicht so geläufig, dass ich weiss, welches newton z.b. einen parabolspiegel hat.

anfangs war ich eher für einen großen achromaten. allerdings sagt mir mein gefühl, dass mir farbfehler mehr auf den sender gehen würden, als unschärfen an den rändern.

meine randbedingungen:
1. ich bin faul, spricht für eine parallaktische montierung.
2. ich kann mir gerade ein sinnvolles einsteiger-/schnüffelbudget erlauben, wills aber nicht auf gut glück ausreizen (wer weiss, ob ich wirklich spaß dran habe?) bevor noch fragen auftauchen: ich will max 750 euro im ersten jahr ausgeben.
3. ich bin unerfahren, aber nicht auf den kopf gefallen. technisch kann mich nix schocken (ausser chinesen und ihre anleitungen)
4. ich werde nicht jede nacht rausrennen, wenn keine wolken da sind.
5. ich habe ein auto, was nur im sommer die garage verlässt, es mag wasser nicht so leiden. meine freundin hat einen kleinen fiat, der auch 'ikea-am-samstag' mitmacht. sollte also auch einen größeren tubus aufnehmen können.
6. ich wohne in wuppertal, und zwar so, dass es nicht zentraler geht. bin allerdings in 10 min zu fuß etwa 200 höhenmeter über der stadt. meine freundin hat auch (nicht ganz so zentral) zur südseite einen sehr großen balkon (eigentlich das dach der unteren fabrik).

ein neugerät finde ich doof als einsteiger, lieber etwas, bei dem ich nicht auf die märchen eines händlers vertrauen muss.

ich will noch budget über haben, so dass ich noch technisch optimieren kann (wenns mir gefällt). ich brauche ja eh erstmal übung und erfahrung um zu merken, was die grenze des gerätes und was doch eher meine eigene ist.

was haltet ihr denn von diesem gerät als gute mischung?
ich habe den verkäufer angeschrieben und hat sogar in ganzen sätzen geantwortet:
http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=170187570952

um das vorweg zu nehmen: ich will hier nicht wieder einen dobson-religions-krieg anzetteln.
wenn das einer in kauf nehmen will, kann er gerne andere neulinge vergraulen. da scheinen einige schon übung drin zu haben :)

gruß aus wuppertal,

guido
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi guido

Statt einem Dobson-Religionskrieg hast Du vielleicht gerade einen Goto-Religionskrieg vom Zaun gebrochen ;)

Eigentlich bin ja auch gegen Goto für Einsteiger, aber es kann auch Sinn machen: bevor man als Gelegenheits-Spechtler beim Aufsuchen verzweifelt (was aber auch Spass machen kann) ist es sinnvoller, sich vom Teleskp hinbringen zu lassen.
Und mit 130mm gibt es schon einiges zu sehen, da ist es schon ganz was anderes, als bei den Kleinsgeräten mit 70 oder 80mm..

Optimierungspotential ist gerade bei solchen Geräten gegeben:
-Innenschwärzung verbessern
-richtig justieren
-Klapperstativ austauschen [evtl. nicht ganz einfach]
-bessere Okulare

Ein recht ähnliches Gerät (Celestron NexStar 130) gibts für 10€ weniger auch neu, allerdings mit 650mm Brennweite (Vorteil: transportabler, mehr Gesichtsfeld; Nachteil: verlangt bessere Okulare). Andererseits wird selten in der Größenklasse ein 2" Auszug angeboten, das wertet das ebay-Angebot wieder etwas auf, obwohl Sucher und Okulare eher als nicht verwendbar eingestuft werden müssen.

Mond geht ohnehin mit allem (wenn auch nicht gleich gut), Planeten sind vorerst eher ungünstig (sind grad weit weg, haben die Ringe falsch gestellt oder kommen zur falschen Zeit raus...)
Und bei DeepSky ist Transportabilität (=dunkler Himmel), große Öffnung (=viel Licht) und schnelles Öffnungsverhältnis (=größerer Himmelsbereich sichtbar u.a.) wichtig.


CS
Jürgen

 
so...

danke erstmal für deine schnelle antwort.

ich hab mal ein mini-teleksop gehabt. ich verstehe auch das system von sternkarten und komme damit (zumindest theoretisch) zurecht.
goto ist mir nicht so wichtig, das wichtige bei dem gerät wäre mir eher die nachführung. und da ich programmierer bin, kann ich mir durchaus vorstellen, damit ein bisschen zu spielen.

sicherlich gibt es viele verschiedene meinungen zum goto, aber ich will etwas sehen und nicht aussschließlich etwas suchen. ich muss das goto ja auch nicht benutzen. wenn ich vom balkon aus 150° sischt habe, siehts eh schlecht mit dem ausrichten aus. das muss ich dann wohl eh anders machen.

der 2" auszug hat mich auch angesprochen. bezüglich der okulare hatte ich eh vor da etwas nachzurüsten. das ist mir klar, dass kleinere geräte eher mit fast-müll daherkommen müssen, damit sie den preiskampf mit alles-müll-geräten aufnehmen können.

was ist denn z.b. mit einem seben navigator II, 203-1000? der wird ja auch gerade bei übay für 349 incl. parallaktischer montierung. mein gefühl sagt mir allerdings, dass das nichts sein kann und das gebrauchtgerät besser wäre. liege ich da richtig?
http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=360016642987
ohne die barlow-linse macht das gerät schon 250-fach maximale vergrößerung. rechnerisch müsste das jabedeuten, dass da noch was geht. ausser, wenn die hauptoptik müll ist.

dass die plaeten gerade ungünstig stehen kann ja keiner ändern. es sollte mich aber nicht davon abhalten, ein vorrangig planetengeeignetes gerät zu kaufen. entsprechend meiner vorliebe.

wie sieht denn das mit dem 'verschleiß' aus, ist ein neues gerät meistens besser als ein gebrauchtes? ich will hier ja nicht nach einer regel, sondern nach erfahrungen fragen.
die regeln kann ich schließlich auch im buch nachschlagen :)

danke und gruß,

guido
 
Mahlzeit Gugawu :huhu:

Was Dir(auch mir)die alten Hasen (ge)raten,such Dir hier im Forum Leute aus Deiner Umgebung damit Du mal Ihre Teleskope vergleichen kannst.
Hab ich auch gemacht,Gruß Supernova69 :huhu:
Also ich kommen aus Velbert-Langenberg ist also nicht weit von Dir.

Angefangen hatte ich mit einen Breeser Pluto 114mm/500mm, Optik "gut" dazu gehörigen Okulare waren Müll so das die Lust an Sternegucken verging.
Als nächstes hatte ich ein MEADE ETX-70 GoTo,Optik "gut" Okulare naja besser als die anderen.
Dann hatte ich die Idee mir ein DOBSON zu kaufen,nur welchen.

Hatte dann hier im Forum jemanden gefunden aus meinem Nachbarort mit einem 8"DOBSON.
Also mal einen Termin ausgemacht,ich hab meine mitgebracht und Er seines.
Das 8"DOBSON war in allen Belangen meinen beiden um Lichtjahre vorraus.

Wobei ich fairerweise sagen muß als wir seine Okulare,ich meine richtige Okulare,auch in meins einsteckten kam dann dort auch die Optik mal zur Geltung.
Aber am Ende hab ich dann nur noch durch sein DOBSON geschaut.

Schlußendlich hab ich mir ein 12" DOBSON(ich mags halt gern groß) gekauft,hier aus dem Forum-Gruß Slyworld :huhu:.
Bin rundum zufrieden hab mir noch bessere Okulare geleistet und warte mal auf bessers Wetter um Sie zu testen.

Nun begeh nicht denn gleichen Fehler wie ich zu glauben das man die bunten Bilder aus den Katalogen auch wirklich so durch das Teleskop sieht.

Wenn Du mal Interesse hast schick mir eine Nachricht dann kannst Du mal ein 8"DOBSON und ein 12" DOBSON vergleichen,ich kann ja auch noch mein Pluto mitbringen(ja das hab ich trotzdem noch......als Erinnerung an die Anfänge).

Gruß APOPHIS
 
Hi Guido

Vorerst auf goto zu verzichten ist schonmal gut; für Selbstbauer bringen 2 Schrittmotore und eine Ansteuerung sowieso bessere Ergebnisse.

Ganz so schlimm wie der Big Boss ist das andere Teil von ebay nicht, aber selbst wenn die Optik noch irgendwie ok sein sollte, die Montierung KANN so ein Gerät einfach nicht vernünftig tragen. Und Planetengeeigneter ist dieses Gerät ebenfalls nicht, nur unhandlicher und dafür lichtstärker.
Ich würde deine erste Wahl dem Navigator vorziehen.

Gebrauchtgeräte sind per Ferndiagnose schwer einzuschätzen; sofern der Vorbesitzer nicht auf die Idee kam, den Spiegel zu reinigen oder ein Teil der Optik verkratzt ist, ist ein Unterschied zum Neuteil oft nur im Preis gegeben. Kommt eben immer darauf an, wie es behandelt wurde. Ein Teleskop kann nach etlichen Jahren noch mindestens so gut dastehen wie am ersten Tag, muss es aber nicht.

Welches Teleskop für dich das richtige ist, kann ich nicht sagen. Für ein Gebrauchtes find ich deine erste Wahl etwas teuer (idr. 60-70% vom Neupreis), ansonsten aber sehr interessant und universell. Wenn es keine Macken hat, würde ich etwas den Preis runterhandeln ("Die Okulare sind wertlos und das PC-okular bringt so viel wie eine 10€ Webcam") und kaufen. [Wart aber vielleicht noch eine 2te und 3te Meinung ab]
Obwohl es eben recht zwiespältig ist: Die Daten sprechen für ein sehr interessantes Einsteigerteleskop, aber die Montierung dürfte an ihrer Grenze sein. Andererseits lässt die sich austauschen; goto dürfte mit der richtigen Produktbeschreibung einen guten Wiederverkauswert erziehlen.


CS
Jürgen


 
Hallo Guido,

ich wieß nicht, ob Du schon so "reif" für eine Entscheidung bist, wie Du glaubst.
Kontakt zu Sternenfreunden und einige Abende/Nächte mitbeobachten könnten Dir sicher nicht schaden.

Schon Dein Punkt 1 lässt mich schmunzeln, denn "faul + parallaktische Monti" im Bereich 5-8" Öffnung kann anders ausgehen als Du es Dir vorstellst, weil das eben auch mit Aufbau, Schleppen, Wuchten verbunden ist.
Der Satz im letzten, schon auf 8" schielenden Post "Gerät macht schon ohne Barlow 250fach" klingt auch noch sehr nach Informationsbedarf.
Auch Dein begrenztes Budget (max. 750 €) erlaubt nicht es nicht mal eben ein Gerät zu kaufen und dann zu merken, dass es das nun nicht wirklich ist.
Gerade bei knapper Kasse tut ein Fehlkauf doppelt weh und kann das Aus für ein an und für sich schönes Hobby sein.

Du bist Programmierer, dann sicher auch ein Bastler der mit normalem Heimwerkerwerkzeug klar kommt.
Das ermöglicht nicht nur im Bereich von Steuerung und Motoren rumzubasteln, es kann auch ermöglichen einen Teleskoptubus auf die Basis einer Rockerbox -nun kommt es doch, das böse Wort SelbstbauDOBSON- zu stellen und Antrieb, Nachführung, Motoren bis hin zu GoTo selbst zu entwickeln bzw selbst zu adaptieren.
Das bringt mehr Öffnung und Komfort fürs Geld an den Start und kann auch, mit etwas Aufand, äußerst transportabel gehalten werden.

Solche Optionen sollte man sich offen haltn bis man sich Geräte Mal im Einsatz angesehen und vor Allem, bis man durchgesehen und sie bedient hat.

CS
*entfernt*

 
hallo alle zusammen,

danke für die vielen eigenen erfahrungen, die helfen mir echt weiter! genau nach solchen berichten suche ich ja hier :)

das thema mit dem reinigen des spiegels habe ich gestern auch schon gelesen :)

in erster linie geht es mir ja darum, erfahrungen zu sammeln und nicht erst wochenlang basteln zu müssen. das kann ich noch immer, wenn ich herausgefunden habe, dass mir das thema spaß macht.

etwas praktischs und qualitativ hochwertiges selbst zu bauen bzw. etwas vorhandenes zu optimieren ist durchaus reizvoll. ich will aber schon in den himmel gucken und mit diesen erfahrungen parallel dazu mein 'großes gerät' bauen können. ich denke, dass bauen ganz schön frustrierend sein kann, wenn man nicht weiss, wo der fehler stecken könnte.

zum informationsbedarf: ganz so doof war das nicht gemeint. ich wollte eher argumente haben, aus denen ich schließen kann, worauf zu achen ist. das das ding mist ist sag mir mein bauch auch. aber warum?

zu 'faul und parallaktisch': ich scheue keinen großen aufwand (aufbau), wenn es im nachhinein weniger aufwand bedeutet (nachführen).

ich werde mic hmirgen dazu nochmal melden, jetzt ist erstmal schlafen dran...

danke nochmal,

guido
 
Hi
solange Du nicht gut und Mist unterscheiden kannst,
bzw weißt warum das so ist, kommt der kauf zu früh.
Also kauf noch nichts, lesen, lerne und geh Probe gucken mit Kollegen.
Sehr schnell wirst merken was als Gerät für Dich in Frage kommt.
Btw, Ebay ist nicht immer billig ;)
CS
 
Goto braucht man für Planeten überhaupt nicht. Ich empfehle ein solides Gerät oberhalb der Billigklasse mit einer stabilen Montierung. Vom Astrofachhandel. Es gibt brauchbare FH oder Newtons auf einer EQ3 zu durchaus bezahlbaren Preisen.

Im großen Notfall, wenn du gar nicht damit klar kommts, hast du sogar ein Rückgaberecht nach Fernabsatzgesetz. So was läßt sich bei Ebay idR schwer durchsetzen.
 
hi gagawu(guido),

ich bin in der selben situation...jedoch schon etwas weiter....

ich kann dir echt nur empfehlen, astrofreunde in deiner nähe zu suchen... die können dir schon mal ihre geräte zeigen und, wenn das wetter es erlaubt, auch mal vllt durchgucken lassen... beraten werden sie dich auch bestimmt...

mein budget ist sogar noch kleiner(560), jedoch dank der beratung hier im forum(vielen dank an benny der mich mit auf den acker genommen hat und antares für die lange telefonberatung, gute besserung übrigens)bin ich jetzt viel schlauer...


jetzt weiss ich, dass ich mir für den einstieg ein ordentliches gerät holen kann und noch ein paar okulare dazu...und ja es soll jetzt ein dobson sein.... so kann ich mein budget optimal ausreizen...


mfg mac

 
Hallo Mac und Guido,

was ist "ordentlich", das ist hier die Frage. ?)

Zunächst mal wird man fast automatisch das klassische Fernrohr damit verbinden, Stativ, Montierung, Rohr.
Dann sind wir schon seit Jahrzehnten sogar mit motorisierten Zahnbürsten ausgestattet, völlig logische Konsequenz, dass die Fernrohrmontierung Motoren haben soll und automatisch nachzuführen hat, GoTo inklusive.
"Bigger ist better" ist ebenfalls Zeitgeist pur, hat allerdings, gerade in der Astronomie, immer auch "Leistungsgewinn" zur Folge, so weit so gut.

Nun schaut man sich entsprechende Geräte an, hoffentlich in Natura, und dann merkt man schnell, dass Kompromisse dringend erforderlich sind.
Zum Einen kommt man schnell von der reinen Größe und vom Gewicht her (ganz zu schweigen von den vielen Einzelteilen) da hin, einen stationären Aufbau vorzuziehen, was selten möglich ist, zum Anderen lehrt häufig der Blick auf den Kontostand, dass Selbstbeschränkung zur Pflicht wird.

Nun kann man nur noch drastisch mit der Öffnung runter, das GoTo als zukünftige Option sehen, sonstigens Zubehör auf später verschieben, Mal bei Billiganbietern oder "Ihbäh" gucken, den Gebrauchtmarkt durchforsten.

Alternativ gibt es noch diese von der Öffnung her passenden Röhren auf Holzkiste mit der Flair der alten Mörser die man beim Ausflug zur Burg xy gesehen hat. Handbedienung, der Tubus schleift fast auf dem Boden, eine Lagerung die an Omas Drehtellerkuchenplatte erinnert, das kann es ja eigentlich nicht sein, das kann nicht funktionieren.

Nun zwingt sich der technikverwöhnte Mensch mti Namen Mac dazu, sich diese Dinge live anzusehen, vor allen Dingen durchzusehen und sie zu bedienen.
Sofort im Anschluss weiß er, dass er ein "ordentliches" Teleskop braucht. Ganz konkret handelt es sich um einen dieser Mörser....äh, sorry ich meine Dobsons.
Für sein Geld und seine nunmehr erkannten tatsächlichen Ansprüche ist das die sinnvollste Variante.

Guido könnte es durchaus genau so gehen, auch ich bin diesen Weg vor Jahren gegangen, allerdings nicht ohne den teuren Um-/Irrweg über ein Nexstar 114 GT, der mir mangels Kontakt zu Sternenfreunden und Zugnag zu Informationsmöglichkeiten im Internet leider nicht erspart blieb.
Ein solcher 8" F/6 Dobson ist von Anfang an hervorragend zum Beobachten geeignet und bietet dann dem Bastler, Elektroniker, Programmierer eine Vielzahl von Verbesserungs- und Tuningmöglichkeiten bis hin zur vollautomatischen Steuerung.

Für mehr Geld gibt es mehr. Mehr Technik, mehr Öffnung, mehr Qualität, mehr Auwahl an optischen Systemen mit vergleichbarer Leistung bei vergleichbarer Öffnung.

Mehr preis-/leistungsbezogenes "Sehvergnügen" gibt es für Geld nicht zu kaufen, vorausgesetzt, die Handbedinung und die Objektsuche sind (zunächst) zu akzeptieren.
Ausschließen sollte man also die Option Dobson von vorne herein nicht.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Hallo Guido,

auch noch ein Tip von mir, als Vorgehensweise zum Kennenlernen:

1. Schau Dich nach Kumpels mit Teleskopen um, die Dich mal mitnehmen. Besser kann man sich nicht informieren.

2. Überlege Dir noch mal ganz genau, wozu Du eine automatische Nachführung wirklich brauchst (nachdem Du bei anderen mal durchgeschaut hast).

3. Überschlage mal Preis- Nutzen- und Preis-Leistungsverhältnis der entsprechenden Geräte.

Du wirst vielleicht dann selbst feststellen:

- Parallaktische Geräte verzehren ein Höchstmaß an Geld, das man rein in die wackelfreie (!) Montierung steckt. Für das eigentliche Teleskop bleibt nur noch ein Bruchtel des Geldes übrig, das man eigentlich bräuchte.

- Ein Dobson-Teleskop in 8" f6 liegt komplett bei 300-400 Euro, mit Rockerbox. Gefällt einem das Hobby dann trotzdem wirklich nicht, ist das schnell wieder verkauft, mit nicht all zu großem Verlust.

- Ein parallaktisch montiertes Billig-GOTO Gerät verkaufst Du mit immensem Verlust, denn das will keiner haben.

- und am guten Schluß: einen Dobson kann man nachträglich, wenn einem das Hobby so richtig gepackt hat und man das wirklich noch möchte, nachträglich parallaktisch montieren.
Damit hat man dann beides. Die Box zum gemütlichen Zwischendurch-Spechteln und die Montierung, wenn`s mal die ganze Nacht gehen soll.

Das alles bitte aber erst dann, wenn Du mal LIFE durchgesehen hast und die ersten Eindrücke sammeln konntest.

CS
Winfried
 
jojo, das mit dem angucken in real habe ich jetzt schonmal ins auge gefasst. danke apophis!

wenns der himmel zulässt, werde ich mal seinen mörser in augenschein nehmen. alles weitere wird sich danach ergeben.

danke an alle für die nette beratung!
 
ach ja.. geduldig bin ich nicht :)

was halten die herren (und damen?) von folgendem gerät?
klingt für mich nach viel öffnung für 'kleines':

http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=200193708132

hat auch einen 2" auszug + 1'25#er hülse und 9x50 sucher (fraunhofer) sowie 10' und 25' super-plössel (apo). derspiegel ist parabolisch geformt und aus pyrex (scheint schneller auszukühlen).

vergessen... ist ein 10" dobson
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi,

das ist viel Öffung für wenige Geld. Der Pyrex-Spiegel kühlt nicht schneller aus, er arbeitet nur nicht so sehr während der Auskühlung wie BK7 oder gar Floatglas und man kann etwas schneller höhere Vergrößerungen einsetzen.

Der Pferdefuß fürs "kleine Geld" ist das Öffnungsverhältnis von F/4,8. Das nennt man schon einen sehr "schnellen" Spiegel und ist noch Mal merklich okularkritischer als F/5, was schon kritisch genug ist. Brauchbare Okulare dafür sind sehr teuer.

F/6 ist bereits recht okularfreundlich und damit auch freundlich zur schmalen Geldbörse und damit ist 8" F/6 in der Summe von Öffnung-/Preis-/Leistung als Dobson MIT dem benötigten Zubehör, welches sich in den für F/4,8 annähernd unbrauchbaren Beipackokularen bei Weitem nicht erschöpft, unschlagbar.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
wie teuer wäre denn ein 'brauchbares' okular für so ein gerät?
ich habe in meinen büchern noch nicht gefunden, wie ich ermitteln kann, was überhaupt brauchbar ist.
 
Hi,

was ist/bedeutet "brauchbar" für Dich (wieder so eine Definitionsfrage)?
Eine rand- und Achsscharfe Okularreihe für F/4,8 nach meinen Qualitätsansprüchen dafür wäre:

31er Nagler ~ 600 €
22er LVW ~ 170 €
13er LVW ~ 170 €
10er Speers ~ 150 €
5-8mmSWZoom ~ 250 €
eventuell kann man beim 2" Übersichtsokular mit einem Panoptik leben und zw. 10 mm und V.Max auch mit Hyperions klar kommen, Abstriche in der R(andschärfe)-Note gibt es aber dabei schon.

Dann kommen noch Nebel- und Graufilter hinzu und was das Herz sonst so begehrt.
Für den Einstig scheint mir das doch etwas happig, zumal dann wenn Du eventuell noch gar nicht weißt, ob das Hobby überhaupt dauerhaft etwas für Dich ist.
Ich lebe jetzt schon jahrelang mit meinem Einstiegsmodell, einem 8" F/6 Dobson, habe noch lange nicht alles gesehen, was damit geht und bin dabei meine Okularreihe in die oben vorgestellte Richtung zu treiben. Ich weiß, dass ich MEIN Hobby gefunden habe, das hat mir den 8" F/6 sehr nachdrücklich gezeigt. So langsam denke ich an "Steigerung", daher sind auch die "guten" teuren Okulare, die ja noch lange nicht die teuersten sind, JETZT sicher nicht in den Sand gesetzt.

Es gibt auch Leute, die raten zur größtmöglichen Öffnung oder zur bestmöglichen Technik von Anfang an, Andere kommen am F/4,5 mit Plössl Okularen klar und empfehlen das auch.

Daher rate ich Dir dringendst, eigene Liveeindrücke zu sammeln und den direkten Kontakt zu Sternenfreunden, das Mitbeobachten auf der Wiese, VOR eine Teleskopentscheidung zu stellen.

CS
*entfernt*

 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Guga,

zum Teleskop:
1. Die Höhenachse ist noch kleiner als die des GSO- oder Galaxy-Dobsons, also wird das Gerät beim Einsatz schweren Zubehörs wie 2" Okularen kopflastig werden und es läßt sich mit Sicherheit nicht so genau einstellen.
2. Den PYREX-Spiegel halte ich, mit Verlaub, für eine bewußt eingestellte Ente. Skywatcher haben in der Regel keine Pyrex-Spiegel und wenn ja, dann kann ich sogar behaupten, daß alle meine Glasdeckel auf allen meinen Kochtöpfen aus PYREX sind....
Pyrex ist eben nicht gleich Pyrex, es ist ein Markenname, keine Qualitätsgarantie.

Für den gleichen Preis bekommst Du einen Galaxy- oder GSO-Dobson in 10" f5, der sicherlich besser sein dürfte als dieses Chinagerät.

Ich würde Dir davon abraten. Kaufe bei einem Händler, von dem man weiß, wer er ist und höre nicht auf diese hochtrabenden Versprechungen. Zitat: "Der 9*50 Sucher (d.h. mit 50mm Öffnung!) ist ein hochwertiger Fraunhofer Achromat..."
Naja, hatte auch nicht gedacht, daß es ein APO wäre....
Sinnvoller wäre hier ein Leuchtpunktsucher oder ein Telrad. Das sind Finder und keine "Sucher".

Die Okularabstufung der mitgelieferten Okus ist ein Graus! Zu einem solchen Gerät gehört ein 32mm Übersichtsokular und mindestens ein 8-9mm Okular zur höheren Vergrößerung. Ein 10mm Okular ist weder Fleich noch Fisch!

CS
Winfried
 
Moin Winfried!

> Skywatcher haben in der Regel keine Pyrex-Spiegel und wenn ja, dann kann ich sogar behaupten, daß alle meine Glasdeckel auf allen meinen Kochtöpfen aus PYREX sind...

Woher WEISST Du das, was die Chinesen in ihren Skywatchern verbauen? Borosilikatglas kann ja nun so gut wie jeder - auch in Lizenz - herstellen. Ob da nun als Markenname (lt. Wikipedia) Jenaer Glas, Duran, Pyrex, Ilmabor, Simax, Solidex, oder Fiolax draufsteht, ist völlig egal. Natürlich ist das ein Gebrauchsglas - Auflaufformen, Teegläser und Kochtopfdeckel werden in Massen daraus hergestellt. Auf den Namen "Pyrex" braucht sich niemand was einbilden, das ist nix Außergewöhnliches!
 
Hallo Winfried,

nö, auch in dem Fall wieder nicht so. :neinnein:

Die Höhenachse ist nicht kleiner als beim GSO und Deinen GSO-Galaxys und sie weist, wenn auch nicht gut ausgeführt aber sehr leicht zu tunen einen sehr größen Vorteil gegenüber den reinen Gleit-/Reib-/Drucklagern auf, weil sie dosierbar ist.
Im Originalzustand läuft das genau so gut oder schlecht wie Dein Galaxy, wie man das ganz simpel tunen kann steht auf dieser
http://www.deepsky-brothers.de/index.htm
HP unter Tuning-Skywatcher-Rockerb. von mir beschrieben und dann ist diese Sache den reinen gleit-/reib-/druckgelagerten Produkten haushoch überlegen.
Zum Pyrex hat Winfried schon das Richtige gesagt. Mein Spiegel ist "getestet", es handelt sich um Pyrex oder ein ähnliches Borsillikat mit vergleichbaren Eigenschaften. kein Float und auch kein BK 7.

Ich rate von 10" F/4,8 ab, einen 8" F/6 Skywatcher kann man genau so empfehlen wie GSO, Galaxy-GSO, Chelestron und was sonst noch Parabolspiegel in in dieser Preis- und Qualitätsklasse(!!!!!) hat.
An den Fakten vorbei schlecht reden hilft da gar nichts. :neinnein:

CS
*entfernt*
 
Hallo Günther,

Fakt ist jedoch, daß ein erhebliches Maß an Tuning notwendig ist, was nicht jedermanns Sache ist. Fakt ist auch, daß die mitgelieferten Okulare ziemlich an dem, was man anfangs benötigt, daneben liegen. Mit dem 25mm kann man ja noch leben, ein 32er gehört aber dazu und die 10mm sind, wie ich bereits schrieb, weder Fleisch noch Fisch. Mein GSO/GALAXY etc. musste an den Höhenrädern nicht getunt werden, es hält auch mein Meade UWA 14mm sowie das SWA 40mm einwandfrei ohne nach vorne zu kippen, was ich bei anderen Konstruktionen schon oft sah (Lightbridge z.B.). Lediglich wenn ich den Telrad + 8x50 Sucher + 14mm UWA gemeinsam am Oberteil habe, muß ich mit einem Gegengewicht gegensteuern. - Soweit zu den "Fakten".

Zu Micha:
Ich wollte hier mal ganz bewußt aussprechen, war viele nicht wissen: mit Pyrex kann jeder werben, der Seinen Kochtopfdeckel innen versilbert. Der von meiner Pfanne hat immerhin 28cm Durchmesser, also fast 12". Und das für 9,90 Euro.....
Pyrex, und das wollte ich sagen, heißt noch lange nicht, daß der Spiegel auch gut ist. Nicht mehr und nicht weniger. Zudem wird das oft auch übertrieben. Nur während der Anpassungsphase zeigt der "echte" Pyrexspiegel ein besseres Bild, danach unterscheidet er sich nicht mehr von BK-7 und sogar das Fensterglas (sollte es in der Nacht jemals auf die geforderte Temperatur kommen) schneidet dann gut ab!

CS
Winfried
 
Hallo Winfried,

sorry aber das stimmt so nicht.
Du hast weder mein Post richtig gelesen noch (was offensichtlich ist) jemals die Achsen beider Systeme im Vergleich bewegt.

Im Originalzustand laufen Beide gleich gut oder schlecht.
Das ist FAKT und Fakt ist auch, dass das getunete Skywarcher System überlegen ist zun zwar jeder, auch den getuneten reinen Reib-/Höhenlagerung.
Sonst könnte es DAS http://freizeitorientiert.de/Astro/Gallery/Starparties/ATB2007/atb2007_IMG12624.htm
z.B. nicht. Das ist eine Kopflastigkeit von ca. 2,5 kg und zwar komplet vor/über der Drehachse, nahe der frontseitigen Öffnung des Newton.

Der Rest ist geanu so an den Haaren herbeigezogen.
Mein Spiegel ist in Ordnung und musste schon für viele GSO/Galaxys und andere Spieglein zum Nachweis der preis-/leistungsgerechten und damit um beugungsbegrenzt liegenden Abbildungsleistung das "Vergelichsteleskop" stellen.
Erspare uns doch bitte künftig Deine Bratpfanne. :erschreck:

CS
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Winfried,

nun sei nicht beleidigt. Ich meine wirklich nur die Bratpfanne und nicht der Kerl der sie schwenkt. ;)

Eventuell könnte sich dieser Kerl noch überwinden, sich in seiner Zuneigung zu enem gewissen Laden pauschaler und unzutreffender Schlechtmacherei in anderer Richtung zu enthalten und dann ist das ganz ok so wie es ist.
Was nicht stimmt ist einfach nicht richtig, Ende der Durchsage.

Noch was, auch die Okularabstufung ist so eine Sache.

Ein 10er und ein 25er Okular können durchaus etwas für sich haben, wenn man dadurch nicht genötigt ist, unbedingt das 32er und 9er (Beipack)Plössl zu kaufen sondern ein 30er-42er 2" Weitfelderfle und ein 6er (Planeten)Okular zusätzlich zu ordern.
38, 25, 10 und 6 mm sind eine passable Grundausstattung, im Mittelfeld dann sicher mit fraglicher Qualität, aber immerhin, für den Anfang reicht es (auch die ICS-Plössl reichen an so einem Gerät wirklich nur für den Anfang).

Du siehst, so hat ALLES seine zwei (und mehr) Seiten.

CS
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
hallo günther,

du scheinst ja total schlau und auch noch witzig zu sein.
leider hast du übersehen, dass es hier um meine fragen und nicht um dein umfassendes und unumstößliches wissen geht.
ich bitte dich höflich (auch wenn du bestimmt einiges wissen magst und in alle richtungen preis geben willst), meine fragen zu lesen und deine persönliche meinung nur für mich zu schreiben. wenn du am ende des themas 10 andere meinungen plattgeredet hast, habe ich nur noch eine und damit weniger davon, als wenn ich mir ein buch gekauft hätte.
man könte fast meinen du wolltest dein ego mit deinen beiträgen polieren :)

zum begriff 'brauchbar': der stammt von dir selbst, einen beitrag höher: #465538 - 26/01/2008 00:21
scheinbar hast du dein 'post' auch nicht gelesen.

brauchbar für mich bedeutet bis jetzt alles ab feldstecher und aufwärts. daher frage ich ja nach einsteigergeräten.
feintuning kann ich eh noch nicht beurteilen, daher ist die aufstellung '38, 25, 10 und 6' eine sehr zufriedenstellende da einfache.

danke dir, winfried, für deine skepsis und deine offenlegung deiner kritischen denkweise. genau so etwas brauche ich, um mir keinen müll zu kaufen.
du hast richtig gelesen, dass ich erstmal nicht basteln will. auch nicht tunen.

falls noch jemand klug[zensiert]n will: pyrex
http://www.arc-international-cookware.com/de_Die_Marke_Pyrex.html
pyrex ist demnach eine marke und hat eine genau so große aussagekraft über die qualität eines produktes wie z.b. das wort 'haribo'.
vor 10 jahren hätte ich mir auch noch einen 'mercedes' gekauft, aber heute...
ach ja - vmax ist die höchstgeschwindigkeit in der physik :)

so. das solls erstmal gewesen sein. ich warte mal ab, bis ich beim apophis in die röhre gucken darf. bis dahin sehe ich mich nach feldstechern um. will ich sowieso haben und kann man nicht basteln.
wie praktisch :)
 
Mahlzeit gugawu :huhu:

Na da muß ich langsam mal den Ventilator rausstellen damit die Wolken wegziehen. :biggrin:

Gruß APOPHIS
 
Hallo Gugawu,

ja, wir leben eben in einer meinungsgesteuerten Gesellschaft. Da ist es eben wichtig, viele Meinungen vorzufinden, oder wenigstens eine Meinung, die einem persönlich gefällt (und den meisten Profit bringt).
Blöde, wenn dann jemand Fakten bringt, und darauf pocht, dass zwischen Fakten und Meinungen ein wesentlicher Unterschied besteht. Das nennst Du dann "Plattreden", wohl bekomm's...

Übrigens, die Sache mit den Büchern, also gerade in letzter Zeit sind einige Bücher erschienen, in denen Teleskope und Okulare empfohlen werden, dass man getreu dem Motto "nicht ärgern, nur wundern" bestimmte Verlage geistig mal wegstreicht.

Ich würde mal empfehlen, mit kühlem Kopf an die Sache heranzugehen. Überlegen, ob die Unterschiede so groß sein können, wenn der Preis so ähnlich ist. Und wo der Preis nicht ähnlich ist, gilt es zu schauen, wo die Unterschiede sind, die den höheren Preis rechtfertigen sollen. Rechtfertigen die den Preis? Passen sie zu den eigenen Ansprüchen?

Die Sache mit der Geduld hat mich schon ganz früh im Thread dazu gebracht, ein angefangenes Posting zu entsorgen. Ohne Geduld wird das sowieso nichts.
Zielstrebig finde ich den Threadverlauf sowieso nicht, die Beraterrunde rennt quasi hingeworfenen Ebay-Häppchen nach, anstatt dass man nach einer zünftigen Bedarfsermittlung ein individuelles Wunschpaket zusammenstellt und schaut, wie sich das mit vorhandenen Paketen durch Ergänzung und Austausch hinbekommen lässt.
Übrigens, worum geht's denn jetzt, um ein 10" f/4,8 für den die Okularreihe 38, 25, 10, 6 nun gar nicht passt (allein qualitativ), oder ist der 8" f/6 damit durch? Nicht, dass am Ende der 10" f/4,8 mit ebendieser Okularpalette da steht... (Den Händler würd's sicher freuen, macht mehr Umsatz, wenn alles nochmal gekauft wird.)

Clear Skies
Sven
 
hallo sven,

ganz so meinungsorientiert bin ich nicht, wie es vielleicht den anschein macht. aber ich werde ja hier widersprüchlich beraten, was mir die sache nicht einfacher macht. oder zumindest sind sich die berater nicht einig.
ich frage hier ja nicht nach tfsi oder tdi, sondern nach dampfmaschine oder ottomotor. es kommt mir halt so vor, als wenn das thema für meine ansprüche zu genau behandelt würde. aber ich scheine mich da zu irren und lese gespannt weiter.
wenn du einen vorschlag hast, wie ich mein wesen von 'ungeduldig' zu 'geduldig' umerziehe, wäre ich dir sehr dankbar.

ich habe für mich bis jetzt folgendes herausgezogen (an fakten):

- ein 8" f/6 ist nicht so okularkritisch wie eins mit f/4,8. ich glaube herausgelesen zu haben, dass es dabei nur ums öffnunsverhältnis geht. ein 10" mit f/6 wäre genau so wenig okularkritisch. da ein spiegel mit kürzerer brennweite (-> größerem offnunfverhältnis) genauer gearbeitet sein muss, muss ich dafür mehr geld ausgeben. wenn ich allerdings dann weniger für die okulare ausgeben muss, kann der f/6'er am ende preiswerter sein, als der 'günstige' f/4,8'er.
- 30, 25, 10 und 6 passt nicht zum 10'er f/4,8 (oder nur nicht zu f/4,8?)
- ein achter dobson erscheint mir aus budgetgründen ein passendes gerät für den einstieg zu sein

haben sich bis hierher fehler eingeschlichen?
 
Hi,
das mit der Öffnung siehst Du richtig. Ein 10" f/6 ist genauso unkritisch wie ein 8" f/6. Allerdings gibt es kaum 10" f/6. Und sie sind deutlich größer. 1500 mm Brennweite bedeuten auch einen etwa so langen Tubus - der dann meist nicht mehr auf die Rückbank eines normalen PKW passt.
Das mit der Verarbeitungsgenauigkeit wirfst Du etwas durcheinander... Größeres Öffnungsverhältnis bedeutet höhere Anforderungen an die Optik - sowohl an den Spiegel als auch an die Okulare. Insofern ist f/6 auch in dieser Hinsicht unkritischer als f/5 oder f/4,8.
Der 8" f/6 ist derzeit die gängigste Öffnung und nicht zuletzt aus diesem Grund der aktuelle Preis-/Leistungssieger.

Was nicht heißt, dass man nicht auch mit einem 10" f/5 glücklich werden kann (wie ich...). Man muss aber dann halt schon wissen, was man bekommt und welche Konsequenzen im Bezug auf spätere Investitionen damit verbunden sind.

Zum Thema Okulare empfehle ich die Seiten von Reese: www.astro-okulare.de. Da findest Du übersichtlich, kompetent und kompakt alles was Du zur Auswahl der "richtigen" Okulare wissen musst. Am Besten liest Du Dich selbst mal ein - dann kannst Du die Vorschläge für Okulare auch besser beurteilen.

Wie geschrieben ist der 8" f/6 ein sehr brauchbares Einsteigergerät. Vor 10 Jahren hätten die meisten Amateurastronomen von solch einem Gerät nur träumen können - weil unbezahlbar. Dabei scheint es (und das ist jetzt meine private, subjektive Meinung und Überzeugung) völlig egal zu sein welchen Hersteller man im 300,- € Preisbereich wählt. Die Optik ist - egal was einzelne Händler oder deren Werbetrommler behaupten mögen - brauchbar. Aber natürlich ein gutes Stück vom technisch Machbaren "Ideal" entfernt. Bei diesem Preisniveau kann man auch von einer erheblichen Serienstreuung ausgehen. Wobei das Niveau insgesamt recht ordentlich ist. Die Auswahl des richtigen Dobsons sollte man daher von anderen Kriterien abhängig machen:
- Habe ich einen Händler in erreichbarer Nähe den ich auch mal im Ladenlokal "löchern" kann?
- Habe ich das Gefühl, dass der Händler mich kompetent und sachdienlich berät ohne mir überflüssiges Zubehör aufdrängen zu wollen?
- Bietet der Händler an z.B. 2-3 Okulare zur Ansicht zu schicken, wenn man sich nicht für Eines entscheiden kann?
- Schließlich spielt sicherlich auch der Preis eine Rolle - bzw. die Verhandlungsbereitschaft des Händlers.

Ciao, Udo
 
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