Empfehlungen zum Okular-Kauf

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Wolfram77

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Hallo an alle!
Seit einigen Wochen besitze ich ein 10“ Dobson und habe schon ein wenig den Nachthimmel erkundet. Ich möchte gerne erstmal in unserem Sonnensystem bleiben, später aber auch Deep Sky Objekte ansehen.
Neben einfachen 10 und 25mm 1,25“ Okularen, die beim Teleskop dabei waren, habe ich ein 32mm 70 Grad 2“ Okular (TS Optics, 32WA ERFLE).
Was könnt ihr mir, insbesondere für die Planetenbeobachtung empfehlen. Das Hobby ist neu, ich denke, es wird mich lange fesseln können, aber ich möchte nicht 500€ für ein Okular ausgeben, von dem ich nicht sicher bin, dass ich es brauche, oder ich das Teleskop in 2 Monaten in die Ecke schmeiße. Ich möchte aber auch nicht miese Qualität kaufen, um dann enttäuscht aufzugeben.
Ich habe bereits Okularzusammenstellungen von Sven Wienstein gelesen (ich glaube, er ist auch hier im Forum aktiv), habe aber ebenfalls hier im Forum gelesen, dass Zoom Okulare eher nicht so empfehlenswert sind.

Freue mich auf eure Expertise und bedanke mich im Voraus,
Wolfram.
 
Hallo Wolfram,

(ich glaube, er ist auch hier im Forum aktiv)

Jo Isser... :super:

Sven's Seite kannst Du beim Wort nehmen das ist alles selber durchgeguckt und mit anderen Mitbeobachtern und deren Okularsammelsorium verglichen.


10" Dobson dürfte f5 sein da gibt es eine relativ preiswerte und vor allem flexible Lösung: Basis ist die Komakorrigierende 2,7x ED-Barlow von APM die es ermöglicht mit Okularen zu arbeiten die mit f5 sonst nicht harmonieren: das wären hochwertige Plössel, Orthos oder ähnliches. Die Barlow liegt bei etwa 170,- Euro komplett mit Gehäuse (es gibt das Barlowelement auch einzeln aber das nützt Dir nichts) die Okulare je nach Serie gebraucht ab 50...100,- Euro das Stück. Der Witz ist das diese Kombination je nach Okular auch mit richtig teuren Alternativen mithält aber weitere Brennweiten wesentlich günstiger sind. Denkbare Okulare sind TV Plössel, japanische Orthos wie Baader Genuine Orthos, Kasai Classic, Baader Classic usw...

Variiert man den Abstand zwischen Okular und Barlow verändert sich der Barlowfaktor und man kann zoomen ohne daß in einem gewissen Bereich die Abbildungsleistung nachlässt. Am Newton ist die Kombination dieser Barlow mit guten einfachen Okularen schwer zu übertreffen da auch teure Okulare keine Koma korrigieren.


Viele Grüße Felix
 
Danke Felix,
Das Telsekop ist ein 254/1200 also f4,7. Geht das dann auch noch? Welche Brennweiten sollte ich für zunächst Planeten in jedem Fall haben?

Grüße,
Wolfram.
 
Bedenken sollte man bei den Ortho- und Pössl-Okularen aber auch das Recht kleine Gesichtfeld. Kaum sieht man den Planeten im Okular muss man auch schon nachschubsen. Und auch der Augenabstand ist nicht sehr komfortabel. Mir persönlich würde die Empfehlung nicht gefallen, aber das mag jeder anders sehen.

Ich selber fahre für mich am f4,9 Dobson mit den ES 82° Okularen und bin damit sehr zufrieden. Das 6,7mm kann ich eigentlich immer, das 4,7mm schon etwas seltener und das 3,5mm Televue Nagler nur höchst selten einsetzen...

Gruß Horst
 
Bei den Orthos bin sehr wohl der Meinung, dass diese hier sehr gut geeignet sind, gerade für auch für den Anfänger, wegen ihres sehr gutmütigen Einblickverhaltens. Absolut kein Abschatten (kidney beaning) bei dezentriertem oder schrägem Einblick.
Die Baader classic orthos bieten immerhin 52° sGf, das ist schon recht ordentlich und wäre vor 30 Jahren noch als Weitwinkelokular durchgegangen.
Die ausgezeichnete Schärfe- und Kontrastleitung eines Orthos wird auch von 10 Mal so teuren Superweitwinkelokularen nicht ganz erreicht, jedenfalls auf keinen Fall übertroffen.
Meiner zigmal an unterschiedlichen Instrumenten immer wieder gemachten Erfahrung nach, sind Orthos zur Planetenbeobachtung immer noch das non plus ultra.
Bei deep sky allerdings sind ihre Vorteile dann kaum noch spürbar, da punkten dann die Ethos, ES 100° o.ä. mit ihrem großen Gesichtsfeld, gerade für sehr große Objekte, allerdings auch sehr teuer!

In Deinem Fall würde ich Dir ES 82° Okulare empfehlen, in
-24mm, ca € 250.- hab ich selber auch, sehr gutes Okular
-8,8mm, ca € 150.-
Dazu Baader classic ortho
-6mm ca. € 65.-, mein meistverwendetes Planetenokular

Später vielleicht noch eine kürzere Brennweite für hohe Vergrößerungen hinzufügen, aber mit den Dreien kommst Du schon sehr weit!
 
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Hallo Horst und Wolfram,


nur leider korrigiert ein Weitwinkelokular keine Koma und dann ist der Planet bei f4,7 nur auf der Achse wirklich scharf - da hab ich lieber ein kleineres sGF und alles bis zur Feldblende voll nutzbar. Die einfachen Okulare haben etwa 2/3 der Brennweite Augenabstand, mit der 2,7x Barlow kann man bis etwa 10mm Okus die dann etwa die Vergrößerung eines 4mm Okulares liefern einsetzen. Die erwähnte APM-Barlow ist glaube ich bis f4 einsetzbar die funzt an f4,7 auf jeden Fall.



Viele Grüße Felix


 
Hallo Wolfram,

wie bist Du denn mit den Beilagenokularen zufrieden ?

Dir fehlt für die Planeten- / Mondbeobachtung noch ein Okular mit kürzerer Brennweite. Ich selbst habe dafür ein 8mm Planetary, das ich auch bei durchschnittlichen Bedingungen noch gut einsetzen kann. Empfehlen würde ich ein Okular zwischen 6-8mm Brennweite, vielleicht sogar eher 6mm, wenn Dein 10mm Okular gut abbildet.

Ich habe zwar selbst noch ein 6,3mm Plössl aber die Augenlinse ist so winzig und ich muss fast ins Okular reinkriechen. So bleibt es meist im Koffer liegen. Da finde ich ein Planetary viel angenehmer. Auch eine Goldkante / Blaukante käme für mich immer unter dem Aspekt Preis- Leistungsverhältnis in Frage.

Ich verwende z.B. sehr gerne ein TS-SW15mm (Blaukante), ob da das 6mm genauso gut abbildet müsstest Du im Internet mal nachsehen. Mit dem 15mm bin ich auf jeden Fall sehr zufrieden.

Gruß,
Holger
 
Die Planetarys sind zwar günstig, aber ich finde sie nicht so überzeugend. Starkes kidney beaning und sichtbarer Farbstich ins gelbliche, zudem Kontrast und Schärfe nur mittelprächtig.
Für praktisch das gleiche Geld gibt es das 6 mm BCO mit sehr neutraler Farbgebung, und hervorragender Kontrast- und Schärfeleistung. Nur das sGf ist halt minimal kleiner, aber kaum spürbar und das Auge muss etwas näher ran, ist aber reine Gewohnheitssache.
 
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Hallo Wolfram,

ich persönlich würde mir ein gebrauchtes Pentax XL oder besser XW anschaffen. Habe selber ein 3,5 - 5 - 7 er XW und damit sehr zufrieden.

Die Planetary's fand auch ich nicht gut - die hier erwähnten Kritikpunkte sind seinerzeit auch mir aufgefallen.

Alternativ gebrauchte Televue Radians - immerhin 60sGF und sehr bequemer Einblick und Augenabstand verstellbar.
Noch etwas besser die Nachfolger - DeLite Okus - aber neu um einiges teurer.

Die seinerzeit gekauften Baader BCO hingegen waren am Rand unscharf -
ansonsten gut - aber einen unangenehm kurzen Augenabstand - dafür günstig !
Dennoch haben diese mich nicht überzeugt und wurden schnell verkauft.

CS
sunspot
 
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Vielen Dank für eure Tipps.
@komposer: das beiliegende 25mm Okular verwende ich praktisch nie, nach der Übersicht mit dem 2“ Okular gehe ich direkt auf die 10 mm. Mond geht damit schon ganz gut, für Planeten bräuchte ich mehr Vergrößerung.
 
Hi Zusammen,

ich hatte gestern abend schonmal gedacht, ich schreib' was. Aber irgendwie ist mir das zu wenig Info, von Dir, Wolfram. Was für Vorstellungen hast Du? Wie sind die Erfahrungen mit den vorhandenen Okularen?

Es wird auch nicht alles gehen, das kommt mir im Diskussionsverlauf zu kurz:
- Weitwinkelokulare bedeuten einen Vorteil beim nicht nachgeführten Teleskop bezüglich der nutzbaren Zeit während des Durchlaufs.
- Weitwinkelokulare haben einen Nachteil, weil deren Schärfe nicht auf Top-Leistung in der Bildmitte optimiert sein kann. Je mehr Mitten- und Randschärfe gleichzeitig für schnelle Optiken optimiert wird, desto krass teurer werden die Okulare!
- Orthos können bei hoher Fertigungsqualität in einem kleinen Feld sehr gute Ergebnisse liefern. Im Prinzip dürfte aber jeder Dobson-Nutzer ab irgendeiner Vergrößerung X die persönliche Grenze des sinnvoll von Hand nachführbaren erfahren. Daran kann man durch Dobson-Tuning schieben, aber irgendwo ist Schluss. 300x mit einem Ortho ist wirklich in dem Bereich, wo ich glaube, dass das allgemeine Empfinden zu "doof" tendiert. Das sollte aber mit 254mm Öffnung öfter mal erreicht werden können.
- Plössl... sind bezüglich Feld (50°) nicht ganz so anstrengend wie Orthos, aber auch nicht ganz so scharf. Ist aber auch eine Frage der Fertigungsqualität. Televue baut da ganz gute Plössls.
- Bequemer Einblick: Die ganzen "Weniglinser" haben alle um 0,7x Okularbrennweite als Augenabstand. f/5 erfordert für Top-Performance an Jupiter bei optimalen Bedinungen und sauber beherrschtem Teleskop schon 3,5mm Okularbrennweite. Das gibt es als Ortho oder Pössl ohnehin nicht zu kaufen. Hier ist also ein Weniglinser sowieso nicht (allein) die Lösung. Entweder ein natives Okular mit der Brennweite, oder eine Lösung mit Barlow und einem guten Planetenokular. Die Barlow sollte dann auch komakompensierend sein.

Um mal konkreter zu werden: Wenn ich mir für das Gerät Okulare aussuchen würde, dann hätte ich für Höchstvergrößerung an z.B. Jupiter diese beiden im Sinn:
- Pentax XW 3,5
- Vixen HR 3,4
Beides top Okulare. Beim 5mm ist man schon etwas vom kritischen Bereich weg, weshalb da nicht mehr unbedingt ein XW 5 hin muss. Aber wenn es bequem sein soll, kann auch ein XL 5,2 da hin, oder ein für Deepsky beschafftes Okular tut da einfach genauso Dienst. Man kann da gut abwägen, dass ein 5mm Okular (ca. 240x) da ohnehin nicht bei ultimativen Top-Bedingungen gefordert ist, sondern eben bei gemäßigten Bedingungen.
Da aber zwischen 3,5mm (340x) und 5mm (240x) der Sprung recht groß ist, kann man überlegen, was man dazwischen packt. Ein 4mm DeLite beispielsweise, wenn es bequem mit nettem Gesichtsfeld sein soll. (Wirklich weitwinklig ist das noch nicht.)

Wenn es beim 3,5mm Okular nicht so teuer werden darf, kann man schauen, ob man ein 3,8mm Eudia von Baader (oder Celestron Ultima) gebraucht bekommt.

Als Alternative kann man eine Gerd Düring 2.7x Barlow oder eine Klee 2.8x Barlow anschaffen und mit Planeten-Okularen zwischen 9mm und 13mm bestücken. Also gucken, also gängig mit einem 10mm und einem 12,5mm Okular von Classic Ortho bis Plössl.

Das wären mal meine konkreten Empfehlungen für die Planetenbeobachtung mit dem Gerät.

Clear Skies
Sven
 
Worauf ich mit meinem Posting hinaus wollte: Es gibt nicht DIE ultimative Okularlösung, sondern viele Möglichkeiten mit individuellen Stärken und Schwächen. Das Abwägen kann einem dabei auch niemand abnehmen, sondern bestenfalls Vor- und Nachteile konkret benennen.
Was für den einen also die bestmögliche Lösung darstellt, kommt für den Nächsten so gar nicht in Frage.

Gruß Horst
 
Hallo Sven,

würde ich im Prinzip alles so unterschreiben.
Nur: mit dem erwähnten 6mm BCO bist Du erst bei 200 fach.
Das geht noch sehr gut am Dobson. Insbesondere zusammen mit 52* sGf.
 
Hallo an alle,
Vielen Dank für eure konkreten Empfehlungen. Ich tue mir schwer, abzuwägen, welche Vergrößerung, welches Gesichtsfeld. Außerdem verstehe ich gar nicht, was mit Augenabstand gemeint sein soll weil ich doch nur mit einem Auge durchschaue.
Wegen dieser Verständnisprobleme von mir, bin ich euch wirklich sehr dankbar.
@Sven: Tut mir leid, wenn ich zuwenig Informationen geliefert habe, mir war nicht bewusst, auf was es ankommt.
Meine ersten Schritte sollen wie im eigenen Sonnensystem sein. Mond und Planeten, Planetenringe, großer roter Fleck. Mittelfristig, wenn ich mich besser auskenne, Deepsky Objekte. Mein langfristiger Plan ist, das Teleskop irgendwann auf eine stabile parallaktische Montierung zu bringen und ggf. auch zu fotografieren.
Mit den beigelegten Okularen komme ich abgesehen von der Vegrößerung gut zurecht. Das Gesichtsfeld ist ausreichend, die Nachführung bislang kein Problem.
Und ich bin Brillenträger mit geringem Astigmatismus, das Auf- und Absetzen der Brille beim Wechsel zwischen Sucher und Okular ist aber kein Problem.

Grüße,
Wolfram.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Wolfram,

gehen wir mal von einem einfachen Plössl Okular aus. Ab 10mm aufwärts sind die Augenlinsen schon recht groß und auch der Augenabstand um ein optimales Bild zu erhalten wird größer.
Du kannst dann auch mal über 10mm vom Okular entfernt hinein blicken. Bei meinem 6,3 mm Plössl ist die Augenlinse winzig (Stecknadelkopf) und da muss man dann mit dem Auge ganz dicht dran. Ich mag das überhaupt nicht.

Bei meinem 8mm Planetray ist die Augenlinse und der Augenabstand immer noch groß und somit muss ich nicht so extrem nah ran.

Natürlich können die nicht mit den empfohlenen teuren Okularen mithalten aber ich mit dem Preis Leistungsverhältnis zufrieden.
Wo liegt eigentlich Deine Budgetgrenze ?

Gruß,
Holger
 
Gemeint ist mit Augenabstand übrigens der Abstand Deiner Pupille zum Okular. Niedriger Augenabstand bedeutet, dass du schlimmstenfalls bei jedem Wimpernschlag an die Linse kommst und das Okular für Beobachtung mit Brille gänzlich ungeeignet ist.

Gruß Horst
 
Mich stört es nicht, das Auge (ohne Brille) direkt auf das Okular zu legen, also ist der Augenabstand wohl nicht so wichtig.
Eine Budgetgrenze habe ich eigentlich nicht. Aber wie schon gesagt, wil ich nicht 5 Okulare für je 500€ kaufen und dann fesselt mich das Hobby vielleicht doch nicht so, wie ich es mir im Moment erwarte und ich habe viel Geld umsonst ausgegeben. Aber Qualität ist mir wichtig, ich will nicht billig kaufen, was ich später dann doch nochmal austauschen muss. Ich würde mir also eher hochwertige Okulare kaufen, dann aber vielleicht eins nach dem anderen.

Wolfram.
 
Hallo Wolfram,

klingt sinnvoll. Da würde ja dann erst einmal ein gutes Okular um die 6mm für hohe Vergrößerungen anstehen.

Gruß,
Holger
 
Hallo,

Zitat von Wolfram77:
Ich tue mir schwer, abzuwägen, welche Vergrößerung, welches Gesichtsfeld.

wenn man keinen Vergleich hat, ist das nicht so einfach.

Am besten ist es, wenn man Kontakt zu anderen Hobbyastronomen knüpfen und mal deren Okulare am eigenen Gerät testen kann. Die Alternative wären Teleskoptreffen, aber die sollten nicht zu weit entfernt sein und das Wetter sollte möglichst auch passen.

Gruß
Ronald
 
Hallo Wolfram,

es ist doch gar nicht so schwer - du kaufst dir einfach gebrauchte Okulare zu 60/70% des Neupreises. Wenn Du später nach umfangreicher Beobachtung unzufrieden sein solltest verkaufst du sie eben wieder !
Und selbst wenn du dann nur noch 50/55% verlangst wirst du sie immer wieder los (wir reden hier aber wirklich nur von guten Okularen von Televue/ Pentax/ etc)

Ich denke 10% "Kaufverlust" sind doch verschmerzbar ...

Mache ich selbst auch zu 95% so

CS
sunspot


 
Zitat von Wolfram77:
Ich tue mir schwer, abzuwägen, welche Vergrößerung, welches Gesichtsfeld

Hallo Wolfram,
um Dir vorstellen zu können, welche Ansicht Du mit welchem Teleskop
in Verbindung mit welchem Okular erwarten kannst, empfehle ich Dir,
mal mit dem „Field of View - Calculator“ von astronomy tools zu spielen,
Wähle Dein Objekt, Dein Teleskop (oder Öffnung + Brennweite), und Dein
Okular, bzw. Die Daten, und Du Su siehst sofort, was los ist.
Auch für Fotografie sehr interessant.


FOV-Calculator

Oder Du probierst es mit dem von 12Dstring

FOV-Calculator


Der funktioniert auch sehr gut.

CS

Dietmar
 
Den Tip des Gebrauchtkaufs kann ich nur voll unterschreiben. Habe mit diesem Vorgehen bis dato immer gute Erfahrungen gemacht.

Gruß Horst
 
Hallo Wolfram,
Zitat von Wolfram77:
habe aber ebenfalls hier im Forum gelesen, dass Zoom Okulare eher nicht so empfehlenswert sind
gilt nicht für alle. Bei den langbrennweitigeren Zooms ist das Baader Hyperion Zoom 8-24 mm ein feines Teil, bei kürzeren Brennweiten denkt man über die (nur noch gebraucht erhältlichen) Speers-Waler-Zooms nicht anders, und bei kürzesten Brennweiten sind die Naglers eine gute Wahl. Allerdings sind letztere nur mit konstant 50° scheinbarem Gesichtsfeld ausgestattet, während die SW als Ultraweitwinkel ausgelegt wurden.

Grüße

fquadrat
 
Hallo,

Zitat von sunspot:
du kaufst dir einfach gebrauchte Okulare zu 60/70% des Neupreises. Wenn Du später nach umfangreicher Beobachtung unzufrieden sein solltest verkaufst du sie eben wieder !

er soll also so lange kaufen und verkaufen, bis er das Richtige gefunden hat? Kann man wohl machen, aber ich fände das sehr stressig. DHL wird das vielleicht anders sehen.

Besser ist es doch, wenn man sich so gut wie möglich informiert, dann hoffentlich das Richtige kauft und erst gar nicht verkaufen muss.

Für die Gesichtsfelder finde ich diese Seite nicht schlecht:
Okularrechner


Gruß
Ronald
 
Hallo Wolfram,

ich fasse jetzt einfach mal meine praktischen Erfahrungen der letzten Jahre an verschiedensten Geräte zusammen (Refraktor, Maks, Newton, 3 - 25 Zoll):

Ich teste für mich selber seit ein paar Jahren alles an Okluaren, deren ich habhaft werden kann. Ohne zuviel ins Detail zu gehen (man kann lesen, lesen und noch mehr lesen und findet dann doch nix finales) würde ich dir empfehlen, mal folgende Okularserien anzuschauen:

- NED (60 Grad, unter 100 Eur/Stück)
- Explore Scientific (68 Grad unter 100 EUR/Stück)
- Explore Scientific (82 Grad zwischen 100 - 200 EUR/Stück)
- Televue Nagler und Ethos (82 - 110 Grad, ab 300 Eur aufwärts)

Insbesondre die ES 82 Grad sind m.E. auch in den kurzen Brennweiten gut nutzbar. Auch das NED mit z.B. 5mm hat ein gutes Preis/-Leistungsverhältnis.

Das stellt nur einen kleinen Teil des verfügbaren Marktvolumens dar, habe aber selber viel davon getestet und man kann hier mit allen gut arbeiten (primär an 3-4 Zoll Refraktoren und 8 - 12" Dobsons getestet). Es gibt sicherlich noch viele weitere gute Okulare, aber über o.g. kann ich sagen das die gut nutzbar sind und ich viele Leute kenne, die hier damit zufrieden sind.

Das komplexe an Okularen ist leider, das der Subjektive Eindruck eine realtiv hohe Rolle spielt.

CS

Matthias
 
Zitat von lacrimosa:
Hallo,

Zitat von sunspot:
du kaufst dir einfach gebrauchte Okulare zu 60/70% des Neupreises. Wenn Du später nach umfangreicher Beobachtung unzufrieden sein solltest verkaufst du sie eben wieder !

er soll also so lange kaufen und verkaufen, bis er das Richtige gefunden hat? Kann man wohl machen, aber ich fände das sehr stressig. DHL wird das vielleicht anders sehen.

Besser ist es doch, wenn man sich so gut wie möglich informiert, dann hoffentlich das Richtige kauft und erst gar nicht verkaufen muss.

Für die Gesichtsfelder finde ich diese Seite nicht schlecht:
Okularrechner


Gruß
Ronald

Zumindest ich kann aus meiner Anfangszeit behaupten, das ich keine Ahnung hatte, was Augenabstand, Randabbildung, Einblickverhalten , Gesichtfeld, etc. für mein Empfinden überhaupt bedeutet. Dabei habe ich es sehr genossen Gebrauchtokulare zu erstehen, in unterschiedlichen Situationen zu vergleichen und das weniger gefällige Okular wieder nahezu verlustfrei zu verkaufen. Stressig war da gar nichts dran, nachdem 3 Grundbrennweiten vorhanden waren, habe ich bei Gelegenheit Schnäppchen gekauft bis meine Staffel komplett war. Kostet halt nur Zeit. Und die sollte man sich auch nehmen.

Gruß Horst
 
Zitat von bogix:
Ohne zuviel ins Detail zu gehen (man kann lesen, lesen und noch mehr lesen und findet dann doch nix finales) würde ich dir empfehlen, mal folgende Okularserien anzuschauen:

- NED (60 Grad, unter 100 Eur/Stück)
- Explore Scientific (68 Grad unter 100 EUR/Stück)
- Explore Scientific (82 Grad zwischen 100 - 200 EUR/Stück)
- Televue Nagler und Ethos (82 - 110 Grad, ab 300 Eur aufwärts)

Hallo!

Das kann ich aus meiner Erfahrung im Groben so unterschreiben! Ich jedoch hatte an den ES (egal ob 62° oder 82°) immer Probleme mit dem Einblick, da ich immer Kidney Beans (also schwarze Bereiche ohne Bild) hatte.
Ich weiß aber auch, dass viele andere diese Okulare echt gut finden und das Problem nicht haben.

Ich für meinen Teil würde die Liste noch um die TeleVue Delos und Delite und die Baader Morpheus erweitern.
Die Delos sind für mich sogar noch besser als Ethos (ich finde sie liefern mir mehr Kontrast) und besser als die Nagler sowieso.
Und die Morpheus kamen von der Abbildung her fast (außer an sehr schnellen Newtons) an die Delos ran.

Aber allgemein finde ich zu Beginn ein "Kaufen - ausprobieren - verkaufen" von gebrauchten Okularen nicht schlecht. Es ist zwar etwas aufwendig, aber wenn man keine Möglichkeit hat verschiedene Okulare auf Teleskoptreffen oder an Sternwaren zu testen, eine gute Möglichkeit Vergleiche zu ziehen und herauszufinden, was am besten zu einem passt.

Grüße, Mario
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Mario, hallo Wolfgang,

hier haben wir schon ein gutes Beispiel für die verschiedenen Vorlieben an/mit Okularen:

Ich finde den Kontrast von den Delos auch sehr gut, nur komme ich z.B. mit dem Einblick überhaupt nicht zurecht, so dass diese Reihe für mich persönlich nicht in Frage kommt.

CS

Matthias
 
Hallo Wolfram,

wie Du siehst, ist die Frage nach den "richtigen" Okularen nur sehr eingeschränkt zu beantworten.

Ich betreibe nun dieses Hobby schon eine Weile (50 Jahre), habe keine gröberen Geldprobleme was die Anschaffung von Astroequipment betrifft,
möchte auch keine Astrofotografie betreiben und habe hier diese Okulare, welche für mich optimal sind.

NB: 100° Okus (Ethos) hab ich nach entsprechenden Tests wieder zurück geschickt, da ich gerne noch eine Sichtfeldbegrenzung (ca. 82°) zum "festhalten des Auges und einen komfortablen Einblick(ER) haben möchte.
Nein ich bin kein Brillenträger und mein Landhimmel hat die Helligkeit lt. SQM-L: 21.1 arcSec2.

Wünsch Dir noch eine weise Entscheidungsfindung..

 
Hallo Roland,

selbstverständlich erst informieren - recherchieren- Auswahl treffen und danach gezielt suchen. Das versteht sich doch eigentlich von selbst :)

CS
sunspot
 
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