Reverend_Coyote
Aktives Mitglied
Guten Morgen allerseits,
gestern Nacht war bei uns in Erftstadt endlich eine schöne Nacht ohne Cirruswolken oder Schlimmeres. Hier ein kurzer Bericht, der sicher nicht so schön wird wie die Berichte von Annette Aslan. Als verlängertes Auge nutzten wir den 120/1000mm Refraktor von Matthias auf meiner Gartensäule. Visuelle Grenzgröße war etwa 5 mag.
Zuerst der Mond, da gibt es nicht viel zu sagen, wunderschön wie immer. Die alte Säufersonne ist ja mein Lieblingsobjekt.
Jupiter und später Mars und noch später Saturn zeigten viele Details, mit dem üblichen leichten Farbfehler und atm. Dispersion.
Nach dem Abklappern diverser Standard-DS-Objekte (M13, M92 ,M27, Granatstern, LaLande-21185, etc.) wurden wir mutiger. Nordamerikanebel-keine Sichtung (40mm Plössl), Cirrusnebel-erahntes Filament bei 52 Cyg (?), Cocon-Nebel-auch nicht sicher, die Heringsgalaxie-ebenfalls nicht sicher. Dafür braucht man wohl dunkleren Landhimmel mit 120mm Öffnung.
Aber M13 war in den Außenbereichen klar in Sterne aufgelöst, mit vereinzelten Sternen im Zentralbereich. M92 im Außenbereich einige Sterne. M27 war "hantelig" zu erkennen, ein Wattebausch mit viel Struktur.
Zum Schluß, als ich alleine war, nahm ich mir den offenen Sternhaufen NGC-6811 im Cygnus vor. Von dem hatte ich in einem Beobachtungsbericht (Buch W.S.Houston, S.J. O'Meara-Deep Sky Wonders) gelesen, daß er irgendwie den Eindruck erwecke, ein "Loch" im Inneren zu haben.
Der Haufen ist klein aber sehr schön. Viele schwache Sternlein auf einem schimmernden Hintergrund. Zunächst konnte ich kein "Loch" sehen, als ich aber den Blick flüchtig über den Haufen zum Gesichtsfeldrand dirigierte, hatte ich plötzlich den Eindruck, innen im Haufen "fehlt etwas". Dieser Eindruck war reproduzierbar, aber bei direktem Blick auf den Haufen nicht zu halten. Irgendwie merkwürdig. Aber der Haufen - mit oder ohne "Loch" - ist ein schöner Anblick.
Grüße, Coyote
gestern Nacht war bei uns in Erftstadt endlich eine schöne Nacht ohne Cirruswolken oder Schlimmeres. Hier ein kurzer Bericht, der sicher nicht so schön wird wie die Berichte von Annette Aslan. Als verlängertes Auge nutzten wir den 120/1000mm Refraktor von Matthias auf meiner Gartensäule. Visuelle Grenzgröße war etwa 5 mag.
Zuerst der Mond, da gibt es nicht viel zu sagen, wunderschön wie immer. Die alte Säufersonne ist ja mein Lieblingsobjekt.
Jupiter und später Mars und noch später Saturn zeigten viele Details, mit dem üblichen leichten Farbfehler und atm. Dispersion.
Nach dem Abklappern diverser Standard-DS-Objekte (M13, M92 ,M27, Granatstern, LaLande-21185, etc.) wurden wir mutiger. Nordamerikanebel-keine Sichtung (40mm Plössl), Cirrusnebel-erahntes Filament bei 52 Cyg (?), Cocon-Nebel-auch nicht sicher, die Heringsgalaxie-ebenfalls nicht sicher. Dafür braucht man wohl dunkleren Landhimmel mit 120mm Öffnung.
Aber M13 war in den Außenbereichen klar in Sterne aufgelöst, mit vereinzelten Sternen im Zentralbereich. M92 im Außenbereich einige Sterne. M27 war "hantelig" zu erkennen, ein Wattebausch mit viel Struktur.
Zum Schluß, als ich alleine war, nahm ich mir den offenen Sternhaufen NGC-6811 im Cygnus vor. Von dem hatte ich in einem Beobachtungsbericht (Buch W.S.Houston, S.J. O'Meara-Deep Sky Wonders) gelesen, daß er irgendwie den Eindruck erwecke, ein "Loch" im Inneren zu haben.
Der Haufen ist klein aber sehr schön. Viele schwache Sternlein auf einem schimmernden Hintergrund. Zunächst konnte ich kein "Loch" sehen, als ich aber den Blick flüchtig über den Haufen zum Gesichtsfeldrand dirigierte, hatte ich plötzlich den Eindruck, innen im Haufen "fehlt etwas". Dieser Eindruck war reproduzierbar, aber bei direktem Blick auf den Haufen nicht zu halten. Irgendwie merkwürdig. Aber der Haufen - mit oder ohne "Loch" - ist ein schöner Anblick.
Grüße, Coyote