M4XIM
Aktives Mitglied
Hallo liebe Sternenfreunde,
in diesem Jahr gab es für mich leider noch nicht viele Möglichkeiten, einige schöne Stunden unter freiem Sternenhimmel zu verbringen: von einem Prüfungsblock stürzt man sich als motivierter Student in den nächsten und dann legt mich auch noch ein Handgelekbruch flach. Aber gestern war es endlich mal wieder so weit: nach fast acht Monaten Abstinenz konnte ich schließlich meine neue Okularpalette testen und mit den Blaukanten vergleichen, auch wenn dafür die Bedingungen wahrlich nicht optimal waren (Vollmond). Aber man darf nicht zu anspruchsvoll sein in unserem Hobby: sobald sich eine Gelegenheit bietet muss man raus
Equipment: 8"f6 Galaxy, Nagler 31 mm vs. TSWA 32 mm, Vixen LVW 22 mm vs. 20 mm Blaukante, 13,4 mm Speers Waler vs. 15 mm Blaukante, 5-8mm Speers Waler Zoom vs 9/6 mm Blaukante.
Objekte: h + x, M57, M27, M13, Jupiter und natürlich Mond
M13: Wie gewohnt schön, vor allem im Zoom eine Wucht, auch wenn der Himmelshintergrund etwas zu hell war. Im Unterschied zur 9 mm Blaukante waren die Sterne am Rand erwartungsgemäß scharf und nadelpunktförmig - soweit man den Rand überhaupt erblicken konnte! Der Einblick der Speers Waler ist m.E. nicht optimal, ohne mit den Wimpern die Augenlinse zu berühren ist es mir nicht möglich, das gesamte GF auf einmal zu überblicken. Das einzige, was mich an den Speers stört - von der Abbildungsleistung hervorragend, vom Einblick solala.
M27: Ohne Astronomik UHC mit dem Vixen LVW unauffindbar, da vom Mond überstrahlt. Also UHC rein und schwupps - schon gefunden
Mit Abstand am Besten hat mir der Hantelnebel im Zoom bei 8mm gefallen: trotz strahlenden Mondscheins war die Hantelstruktur klar erkennbar und das auch noch mit guten Strukturen, in der 9mm Blaukante hatte ich den Eindruck, dass sich neben Reflexen an der Augenlinse auch die Detailvielfalt nicht so ausgeprägt war wie im Zoom.
M57: einer meiner absoluten Lieblingsobjekte - da taucht auf einmal dieser feine Rauchring vor einem Hintergrund an nadelpunktfeinen Sternen auf, Wahnsinn. Vor allem das Zoom hat mich da wieder- trotz suboptimalem Einblickverhalten - ansolut überzeugt. Mit und hne UHC war der Nebel sehr schön beobachtbar, vor allem bei indirektem Sehen.
Jupiter: mehr als 6,5 mm waren an diesem Abend leider nicht drin, dazu stand Jupiter zu tief am Hotizont. Ein absolut fantastischer Anblick mit seinen 5 hellsten Monden, alle hübsch in einer Reihe aufgereiht. Was mich hierbei überrascht hat: bei 8mm im Zoom waren etwas weniger Details auf der Oberfläche sichtbarer, als in der 9mm Blaukante. Ich weiß nicht, obs an dem einen mm weniger Brennweite lag, oder ob das Zoom nicht gerade als Planetenkiller gilt, nichtsdestotrotz ist es sehr angenehm, sich mit dem Zoom an die optimale Vergrößerung heranzutasten
Insgesamt habe ich fast eine Stunde mit dem Beobachten des Gasriesen zugebracht - je länger ich geschaut habe desto mehr Details waren über der Zeit sichtbar, vor allem, wenn die Luft mal für ein paar Sekunden komplett still stand und die helle Scheibe nicht am Wabern war.
Mond: zwar ein Killer für sämtliche DS Beobachtung (es war so hell, dass ich beim Auf- und Abbauen und beim Blättern im KArkoschka kein einziges Mal meine Rotlichtlampe benutzen musste!!), aber wenn er schon mal da ist...schnell war der Ärger verflogen, als ich über die Kraterlandschaft mit dem Zoom "geflogen" bin
Besonders esthetisch war der Anblick im 13,4 mm Speers Waler und im 22mm LVW, wo der Mond bildfüllend im Okular zu sehen war. Im Vergleich zu den Blaukanten mach sich hier der PReisunerschied deutlich bemerkbar: insgesamt war das Bild deutlich heller und transparenter, auch waren am Rand keine Farbsäume zu sehen - insgesamt ein absoltuer Traum, mit diesen teuren Traumokus beobachten zu können 
Fazit: 1) Das Nagler kam nur ganz kurz zum Einsatz, da die 1-Kilo-Handgranate meinen Dobs sofort in die Knie zwang - da besteht dringender Handlungsbedarf! Solange ich noch nicht mit den Optimierungsumbauarbeiten (Verkleiden mit Samt, Austausch der Justageschrauben etc.) fertig bin, muss wohl ein Aquariumsmagnet her.
2) Die teuren Okulare sind jeden Cent wert - die Bildesthetik überzeugt vollkommen, die Blaukanten werden in absehbarer Zeit im Biete-Forum landen
Einziger Wehrmutstropfen: der Einblick bei den Speers, da hoffe ich mich noch daran gewöhnen zu können...
3) Es hat sich ausgezahlt, davor in Autan zu baden und mit Kapuzenpulli, Handschuhe und Sturmhaube zu spechteln: die Mücken waren unglaublich nervig! Gegen das ständige Summen helfen in Zukunft nur Kopfhöhrer mit entspannendem Minimal-Electro
4) Es gibt nix besseres, als zum Entspannen mit dem Dobs allein in der Natur in einer lauen Sommernacht zu spechteln - ich liebe dieses Hobby!
Beste Grüße und immer klare Nächte,
Max
in diesem Jahr gab es für mich leider noch nicht viele Möglichkeiten, einige schöne Stunden unter freiem Sternenhimmel zu verbringen: von einem Prüfungsblock stürzt man sich als motivierter Student in den nächsten und dann legt mich auch noch ein Handgelekbruch flach. Aber gestern war es endlich mal wieder so weit: nach fast acht Monaten Abstinenz konnte ich schließlich meine neue Okularpalette testen und mit den Blaukanten vergleichen, auch wenn dafür die Bedingungen wahrlich nicht optimal waren (Vollmond). Aber man darf nicht zu anspruchsvoll sein in unserem Hobby: sobald sich eine Gelegenheit bietet muss man raus
Equipment: 8"f6 Galaxy, Nagler 31 mm vs. TSWA 32 mm, Vixen LVW 22 mm vs. 20 mm Blaukante, 13,4 mm Speers Waler vs. 15 mm Blaukante, 5-8mm Speers Waler Zoom vs 9/6 mm Blaukante.
Objekte: h + x, M57, M27, M13, Jupiter und natürlich Mond
M13: Wie gewohnt schön, vor allem im Zoom eine Wucht, auch wenn der Himmelshintergrund etwas zu hell war. Im Unterschied zur 9 mm Blaukante waren die Sterne am Rand erwartungsgemäß scharf und nadelpunktförmig - soweit man den Rand überhaupt erblicken konnte! Der Einblick der Speers Waler ist m.E. nicht optimal, ohne mit den Wimpern die Augenlinse zu berühren ist es mir nicht möglich, das gesamte GF auf einmal zu überblicken. Das einzige, was mich an den Speers stört - von der Abbildungsleistung hervorragend, vom Einblick solala.
M27: Ohne Astronomik UHC mit dem Vixen LVW unauffindbar, da vom Mond überstrahlt. Also UHC rein und schwupps - schon gefunden
M57: einer meiner absoluten Lieblingsobjekte - da taucht auf einmal dieser feine Rauchring vor einem Hintergrund an nadelpunktfeinen Sternen auf, Wahnsinn. Vor allem das Zoom hat mich da wieder- trotz suboptimalem Einblickverhalten - ansolut überzeugt. Mit und hne UHC war der Nebel sehr schön beobachtbar, vor allem bei indirektem Sehen.
Jupiter: mehr als 6,5 mm waren an diesem Abend leider nicht drin, dazu stand Jupiter zu tief am Hotizont. Ein absolut fantastischer Anblick mit seinen 5 hellsten Monden, alle hübsch in einer Reihe aufgereiht. Was mich hierbei überrascht hat: bei 8mm im Zoom waren etwas weniger Details auf der Oberfläche sichtbarer, als in der 9mm Blaukante. Ich weiß nicht, obs an dem einen mm weniger Brennweite lag, oder ob das Zoom nicht gerade als Planetenkiller gilt, nichtsdestotrotz ist es sehr angenehm, sich mit dem Zoom an die optimale Vergrößerung heranzutasten
Mond: zwar ein Killer für sämtliche DS Beobachtung (es war so hell, dass ich beim Auf- und Abbauen und beim Blättern im KArkoschka kein einziges Mal meine Rotlichtlampe benutzen musste!!), aber wenn er schon mal da ist...schnell war der Ärger verflogen, als ich über die Kraterlandschaft mit dem Zoom "geflogen" bin
Fazit: 1) Das Nagler kam nur ganz kurz zum Einsatz, da die 1-Kilo-Handgranate meinen Dobs sofort in die Knie zwang - da besteht dringender Handlungsbedarf! Solange ich noch nicht mit den Optimierungsumbauarbeiten (Verkleiden mit Samt, Austausch der Justageschrauben etc.) fertig bin, muss wohl ein Aquariumsmagnet her.
2) Die teuren Okulare sind jeden Cent wert - die Bildesthetik überzeugt vollkommen, die Blaukanten werden in absehbarer Zeit im Biete-Forum landen
3) Es hat sich ausgezahlt, davor in Autan zu baden und mit Kapuzenpulli, Handschuhe und Sturmhaube zu spechteln: die Mücken waren unglaublich nervig! Gegen das ständige Summen helfen in Zukunft nur Kopfhöhrer mit entspannendem Minimal-Electro
4) Es gibt nix besseres, als zum Entspannen mit dem Dobs allein in der Natur in einer lauen Sommernacht zu spechteln - ich liebe dieses Hobby!
Beste Grüße und immer klare Nächte,
Max