Re: Entscheidungshilfe...
die notwendige auskühlzeit eines konkreten gerätes
kann natürlich sehr stark variieren und hängt ab:
- von der temperaturdifferenz
- von der luftbewegung am beobachtungsplatz; wenn
wind in den tubus bläßt kühlt er schneller ab
als bei völliger windstille
- vom anspruch des beobachters bzw. von der
art des zu beobachtenden objektes; um saturn bei
300fach knackscharf zu sehen muß ich natürlich
länger warten, als mir bei 25fach den orionnebel
reinzuziehen.
daher hab ich ja auch geschrieben "auskühlzeit 1-2 stunden".
wie lange sie wirklich dauert muß man bei jeder
beobachtung selbst bestimmen.
zumeist wird die auskühlzeit aber viel zu kurz angegeben
und eher in der dauer unterschätzt.
vor allem von refraktoren wird immer wieder behauptet,
sie wären sofort einsatzbereit. das stimmt nur für
ganz niedrige vergrößerungen. mein 120/1000er
braucht bei 20° temperaturdifferenz eineinhalb stunden
bis das bild absolut steht, das ist kein witz!
als planetenbeobachter ist für mich persönlich die
dauer der auskühlzeit ganz besonders entscheidend,
für dich aber, wenn du das gerät im freien lagern
kannst ist das sowieso nur zweitrangig.
du hast dann zwar auch noch einen temperaturunterschied
zwischen schuppen und draußen von ein paar grad,
der ist aber nach einer viertelstunde ausgeglichen.
hast du dir schon mal überlegt ein 125mm MAKCass zu
nehmen? diese geräte von Skywatcher haben anscheinend
eine sehr saubere optik, Cai-Uso Wohler hier im
forum hat eines und ist begeistert. die dinger sind
extrem handlich, leicht und kurz und brauchen keine
schwere montierung. wäre doch auch eine idee oder?
ich hatte mal das 90er, das war auch knackscharf <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)