Entscheidungshilfe MAK oder Dobson

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Hallo zusammen,

muss jetzt auch mal als "Anfänger" meinen Senf dazu geben. Bin in der glücklichen Lage einen 5" Mak auf einer NEQ-3 und einen 8" Dobson zu besitzen. Bezüglich des Transports sehe ich aus meiner bisherigen zugegeben spärlichen Erfahrung (aktiv seit letztem Herbst) keine so großen Unterschiede. Klar ist der kleine Mak-Tubus schnell mal im Galopp wo hingetragen, aber mit ein wenig Fantasie, z. B. 2 selbstgebastelte Trageschlaufen, und der 8-Zöller lässt sich wie eine Sporttasche schultern und ist auch noch relativ bequem zu schleppen. Und ob ich nun die Rockerbox oder eine par. Montierung mit Stativ, Gewichten etc. schleppe, ist nach meiner Meinung kein großer Unterschied.

Der 5" Mak ist nun wirklich kein übles Gerät, aber nach dem ersten Mal Deep Sky mit 8" ist der Mak bei mir fast nur noch am Mond und bei Planeten im Einsatz. Für mich, ich betone ausdrücklich für mich, gilt da das gleiche Prinzip wie bei meinem anderen Hobby dem Motorradfahren: Was ist besser als viel Hubraum? - noch mehr Hubraum!! Entsprechendes gilt hier für Öffnung.

Viele Grüße und cs,
Peter
 
Hallo Peter,

bleibt nur noch die Frage der Justierarbeiten die der Anfänger bei einem Dobson durchführen muß und der preisliche Rahmen von ca. 300 Euro incl.Zubehör. Ein guter Mak mit guter Monti fällt nicht in diesem Rahmen.

Viele Grüße
Torsten

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Torsten,

ich bin nun wirklich kein Technikgenie und es gibt ja klasse Justieranleitungen hier im Netz. Habe es mir zusätzlich in der Sternwarte mal in der Praxis angeguckt und hab keine Probleme damit. Mit dem Preis hast Du sicherlich recht, aber Oliver hat ja ein wenig weiter oben gepostet, dass er die 300 € eher als Rahmen sieht. Bei Anschaffung meiner Ausrüstung ist es auch nie beim vorgesehenen Rahmen geblieben :schwitz: und es wird wohl noch weitergehen.

Viele Grüße,
Peter
 
Ok, hat nicht mehr viel mit dem Original-Thread zu tun, aber: Der Skymax 90 (also der oben erwähnte Mak) scheint doch fast mit jeder Montierung zurechzukommen (siehe hier unter "Tipps und Tricks\Kombination Monti"). Auch das Teleskop selbst kommt auf der gleichen Seite unter "Testberichte" sehr gut weg. Wieso also die Aussage, dass man einen guten Mak nicht für 300 Euro kriegt?Aber wie gesagt: ich lasse mich gerne eines besseren belehren - erstmal freue ich mich immer noch auf die Nutzung des Skymax 127...

Und nochmal der Hinweis: Ich gebe nur Wahrnehmungen aus den Aussagen wieder, und habe selbst keine Erfahrung - also bitte nicht als Werbung für oder gegen einen Mak nehmen, dafür fehlt mir schlicht die Erfahrung...
 
Stimmt, der Thread ist eigentlich erledigt. Zum Preislimit kann ich nur aus meiner Erfahrung sagen, dass es mit dem Anschaffungspreis ja nicht getan ist. Die i. d. R. bei solchen Paketen beigefügten 2 Okulare sind nun nicht der Brüller. Ein vernünftiges Übersichtsokular, 1 - 2 Planetenokulare, noch eins dazwischen, Tauschutzkappe, Telrad oder Leuchtpunktsucher, Literatur etc. und schon hast du auf die Schnelle nochmal mindestens 100 - 200 € weg.

Viele Grüße,
Peter
 
Zitat von mavo0013:
Wieso also die Aussage, dass man einen guten Mak nicht für 300 Euro kriegt?
Hallo Mavo,

bin da auch deiner Meinung, nur dass wir wahrscheinlich noch nie durch richtig gute Geräte gesehen haben. Behaupte ich jetzt mal so. Ich war auch begeistert mit meinem Firstscope mit den Originalokus, bis ich dann bessere Okus hatte, bis ich dann den Mak hatte usw..

@Oliver: Lass dich nicht wegen der Justage stressen, Anleitungen gibts zuhauf und andere schaffen das auch. Ich denke nicht, dass das ein Totschlagargument ist.

Hab viel Spass mit deinem neuen Hobby!

Viele Grüße
Markus
 
Hallo,
Ich denke ich weiß was Torsten meint, auch wenn das ganze ziemlich fatalistisch klingt.
Ich selbst besaß so ziemlich als erstes ein Revue 120/1400, was so ziemlich die letzte Scherbe gewesen ist. Aber ich hab trotzdem durchgeschaut und konnte tatsächlich was darin entdecken und das war wesentlich mehr als mit dem Auge d;-).
Meine Meinung nach ist jedes Teleskop besser als kein Teleskop. Sie eignen sich eben nur für die eine Aufgabe mehr für die andere weniger. Da es Maks gibt schließ ich mal daraus, dass sie sich verkaufen, was wiederum bedeutet, dass einige wohl was damit anfangen können. Mavo lass dich nicht verschrecken! Freu dich auf deine Beobachtungen und lass uns ein wenig an deinem wachsenden Erfahrungsschatz teilhaben. Das wäre die beste Rückmeldung die wir hier bekommen können.

Gruß Deadlock
 
Hi, keine Sorge - ich werde definitiv berichten! Im Juni gehts nach Schottland, mitten in die Pampa der Highlands - da sollte doch ein klarer Himmel drin sein, wenn es nicht gerade regnet :)
 
hi oliver, hoffe du bist jetzt der ersteller ;-)

auf dem balkon wird so ne sache. da ist ein großer nachteil des dobsons. wenn du dichter am horizont beobachten willst. stellt man den dobson logischer weise eher waagerechtein. bedingt durch seinen niedrigen fix punkt der höhenlager beim gso delux etwa 70cm wird hier die beobachtung durchs balkongeländer sehr schwer ;-)
da hilft dann nur (aber auch nur für die niedrig stehenden objekte) standort wechseln oder etwas unterstellen (bierkästen etc) kann dann sicher schon etwas wackelig werden.

ist jetzt nicht unbedingt ein ko für den dobson aber ein echter problemfall beim beobachten horizontnaher objekte

hoffe du liest das noch.

bye michael
 
Hi Michael,

stimmt, da geb ich dir Recht, aber der Balkon ist im Sommer eh so eingeschränkt durch die Bäume, dass Du nur ein kleines Beobachtungsfenster hast.

Im Winter kann ich den dann eher benutzen oder dann bei klaren Nächten auf den ehemaligen Flugplatz Bremgarten rausfahren, sind nichtmal 10 Min., dort hast Du dann eine riesige Freifläche, Störfaktor müsste nur Mulhouse und Freiburg sein, aber sonst ok. Und im Sommer auf den Berg.
Mann, da überleg ich mir gerade, ich wohn doch wirklich hervorragend, 10min ins Rheintal und 30min auf den Berg (Sommer nur 20min). Hoffe nur das Wetter spielt mit, aber da sitze ich ja an der Quelle :biggrin:

Gruss Oliver
 
Hi Oliver,

ich bin auch aus der Nähe von Freiburg und beobachte im Südschwarzwald. Wenn Du Dich mal anschließen möchtest, meld Dich doch einfach. Ich kann zwar keinen kleinen Mak bieten, aber dafür Dobsons, auch einen 8".

Mit Auto ist ein 8" Dob auch nicht komplizierter zu transportieren als andere Teleskope. Wenn jemand keine Lust hat rauszufahren, liegt es im seltensten Fall am Teleskop ... ;)

Viele Grüße
Reiner
 
Hallo Mavo,

im Juni in Schottland kannst Du Deinen Mak am besten für Landschafts und Vogelbeobachtung nutzen, evtl siehst Du auch Nessi....
Dunkel wird es im Juni in Schottland nicht, dazu ist es zu weit nördlich (weisse Nächte!). Empfehle Dir aber durchaus, Dich auch tags mit dem Teleskop zu beschäftigen, dann geht es nachts reibungsloser und routinierter.

Viel Spass,

Gottfried
 
Hallo Gottfried,

verflucht, daran hatte ich nicht gedacht. Habe das gerade mal mit Stellarium simuliert - gar so schlimm sieht es aber nachts um 2 - 4 nicht aus. Denkt Ihr nicht, dass man da sinnvoll beobachten könnte? Als Bezugspunkt habe ich Edinburgh genommen (wobei ich nicht in der Stadt, sondern eben im Niemandsland bin :) ).

Gruß Volker
 
Hallo Volker,

Edinbourgh ist bei etwa 57° nördliche Breite, ab 66° nördliche Breite geht am 21 Juni die Sonne gar nicht unter. Das Phänomän heisst schon ab der Mitte Deutschlands "weisse Nächte". Astronomisch dunkel ist es, wenn die Sonne tiefer als 18° unter dem Horizont ist. Für den 21 Juni schafft sie in Edinbourgh noch etwa 9°, da brauchst Du keine Taschenlampe! Das ist noch bürgerliche Dämmerung. Natürlich geht Mond und Planeten, die kannst Du auch machmal tags beobachten. Deepsky wird nix, da rettet Dich auch die Entfernung zur Stadt nicht. Deutlich wird das hier: http://lexikon.astronomie.info/zeitgleichung/anim.gif

Trotzdem ne schöne Zeit im Norden, benutz Dein Teleskop halt als Spektiv!

Gottfried
 
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