Entscheidungshilfe Okulare

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

raaawbean

Neues Mitglied
Hi, ich möchte mir ein Set mit Okularen zulegen. Ich versuche mit gerade zwischen Omegon Okular- und Zubehörkoffer und Meade Okularset Series 4000, 5 Okulare, Barlow-Linse, Filter-Set mit Koffer 1,25" zu entscheiden. Ich habe keine besondere Ansprüche an die Okulare, ich möchte nur eine Auswahl an Okularen haben für verschiedene Vergrößerungen.
Welche Okulare von den beiden Herstellern sind qualitativ besser? Und welcher wäre für ein Orion 203/1000 empfehlenswerter?

Danke schon mal im Voraus für eure Hilfe!
 
Hallo,

wieso hast du keine besonderen Ansprüche an die Okulare? Spätestens wenn du mal durch ein paar höherwertige Okulare geschaut hast, kommen gewisse Ansprüche fast schon von alleine. Daher wäre es besser, wenn du vorher versuchst, bei Sternenfreunden in der Nähe mal probezuschauen und dann 2-3 besserer Okulare kaufst, statt eines Koffers, von dessen Inhalt du wahrscheinlich die Hälfte nicht wirklich benötigst.

Gruß

Carsten
 
Hallo,
wenn du mit einem Okular zufrieden bist wo man dass Gefühl hat man guckt durch einen Tunnel dann sind diese Plössl ideal für dich.
Alleine mit einer Hand voll etwas „besseren“ Okularen ( sind schon ab 40€ das Stück erhältlich) wärst du schon besser aufgestellt.

Mein Rat: Kauf dir lieber 4 60-65 Grad Okulare statt 6 billige 50 Grad Plössls.

Gruß,
Alex
 
Stimmt, das meiste von einem Koffer werde ich wohl nie brauchen. Ich investiere lieber in einzelne bessere Okulare
Ich hab da von Celestron ein 2,3mm 1,25'' Okular um 112€ gefunden. Bei einem 1000mm Teleskop ist das eine Vergrößerung von 435, das Teleskop hat allerdings eine maximale sinnvolle Vergrößerung von 410. Wie genau ist da der Grenzwert? Also sind die 0,14mm, die zur geringsten Brennweite unterschritten werden, zu viel oder kann man sagen, dass diese Unterschreitung noch vertretbar ist und keine signifikante Verschlechterung der Bildqualität mit sich bringt?
 
Hallo,
eine harte Grenze kann man da nicht wirklich festlegen. Es hängt auch von den eigenen Augen ab, was man noch als förderlich empfindet. Generell gibt es aber 3 Probleme bei so hoher Vergrößerung:
Durch die Teleskopöffnung wird die Auflösung des Geräts bestimmt. Ein noch so perfektes Teleskop kann einen Stern niemals wirklich punktförmig darstellen, sondern erzeugt immer ein Beugungsscheibchen. Dieses kann man zwar noch weiter vergrößern, aber ein Detailgewinn ist nicht mehr zu erwarten.
Zusätzlich wird das Bild auch dunkler, wenn stärker vergrößert wird, da sich die gleiche Menge Licht auf eine größere Fläche verteilt.
Schließlich kommt auch noch die Atmosphäre ins Spiel und macht Vergrößerungen über ca. 200fach zunehmend seltener möglich.
Die theoretischen 435fach sind vielleicht zweimal im Jahr möglich, vielleicht häufiger, vielleicht gar nicht. Das hängt stark vom Standort ab.
Aus all diesen Gründen, wäre dieses 2.3mm Okular etwas, was man sich vielleicht holen kann, wenn man sonst schon alles hat und sich mal an Doppelsternen versuchen will. Für den Anfang ist es denkbar ungeeignet.

Auch wenn die hohen Vergrößerungen verlockend klingen, würde ich eher am unteren Ende anfangen. Ein gutes Übersichtsokular um 25-30mm wäre eine gute Wahl.
Dazu dann noch eines um 10-15 für die Beobachtung vieler Nebel und Galaxien und eines um 5 für Mond, Planeten etc.
Anzahl und Staffelung kann man natürlich auch anders wählen und vieles hängt von den persönlichen Vorlieben ab, die man erst entdecken muss.

Wenn bei dem Teleskop die Standard 10mm und 25mm "Super" Okulare dabei sind, würde ich mit denen erstmal anfangen, die sind durchaus brauchbar.
Dann kann man immer noch passend zukaufen.
Wenn es direkt was für die Hochvergrößerung sein soll, dann z.B abhängig vom Budget ein 6 oder 4mm Planetary oder Goldkante-Okular oder sowas wie das ES 4.7mm 82°. Von Plösslokularen würde ich in dem Brennweitenbereich die Finger lassen. Der Augenabstand ist sehr gering.
Auch eine einfache Barlow zur Erweiterung der Vergrößerungspalette, wie sie in diesen Sets enthalten ist, ist nicht wirklich zu empfehlen. Die Abbildungsqualität ist oft ziemlich schlecht.
Der Wunsch nach speziellerem Zubehör wie Filter, Telrad, Karten usw. kommt später wahrscheinlich auch auf. Da würde ich mir aber erstmal keine Gedanken drum machen.

Gruß
Thomas
 
Hallo,

Mit f/5 erlebst Du mit Billigokularen nur Frust.
Als ich vor der selben Frage wie Du stand, riet man mir zu 82° Ar-Okularen von ES. Eines probiert: Zufrieden. Über zwei Jahre habe ich mir immer mal eins gekauft, je nach Füllstand der Brieftasche.
Dazu ein preiswerter Komakorrektor. Nun habe ich nadelstichfeine Sterne über 82°.
Und immer schön das a.de-Biete-Forum verfolgen. Manchmal gibt es diese Okulare auch gebraucht. Kannste richtig Geld sparen! :-)

Kaufe Dir gleich gute Okulare, denn die wirst Du noch am 14"er Deiner Sternwarte verwenden - in ferner Zukunft! ;-)

CS
-wunni
 
Ich hab da von Celestron ein 2,3mm 1,25'' Okular um 112€ gefunden. Bei einem 1000mm Teleskop ist das eine Vergrößerung von 435, das Teleskop hat allerdings eine maximale sinnvolle Vergrößerung von 410.

Hallo,

nach Deinem Eigangspost und dem hier, rate ich Dir erst mal nichts zuzukaufen.
Hintergrund ist, dass man daran bereits erkennt, dass Du mit der Materie noch nicht so vertraut bist, als dass Du wirklich eigene sinnvolle Entscheidungen treffen kannst. Dementsprechend hoch ist das Risiko dass Du Geld versenkst, weil Du für Dich ungeeignetes Zeugs kaufst.

Wir können Dich zwar grundsätzlich beraten aber auch das ist ohne Grundlagen bei Dir wenig hilfreich.
Wichtig ist zunächst, dass Du Dich ein wenig mit der Theorie zum Beobachten und Okularen etc vertraut machst um Dich vorzubereiten. Vllt hilft Dir meine Einsteigerseite oder die von anderen versierten Sternfreunden. Daneben such Dir Kontakte und gehe mit denen Probe kucken. Mit wachsendem Erfahrungsschatz wirst Du die Dinge einordnen können und dann auch nachvollziehen können warum die vorgestellten Okularkoffer weitgehend ungeeignet für Dich sind.
CS
 
Ganz einfach: ein 2,3mm Okular am Anfang ist Quatsch. ;)

Bei Astronomie zählt Lichtsammel-, Auflösungsvermögen und Kontrast und nicht Vergrösserung.

Lichtsammel-, Auflösungsvermögen wird durch eine möglichst große Optik/Öffnung erreicht.
Vergrösserung hast du automatisch und eher zu viel.

Kauf dir erstmal ein oder 2 abgestufte gescheite (~>200€) Weitwinkel (~>80°) Okulare mittlerer Brennweite (15-30mm).
Ausser du magst einen Tunnelblick. ;)

Gruß
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben