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kulli

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Tag!

Erstmals muss ich sagen, finde euer Forum einfach KLASSE!! Ihr habt mich wieder auf dem Geschmack gebracht, und nun bin ich wild entschlossen mir ein Teleskop zuzulegen!
Da treten aber auch die ersten Schwierigkeiten auf :)

Und zwar kann ich mich nicht entscheiden. Ich weiß, ich bin ein Anfänger, und man soll klein anfangen, doch bin ich stark darauf fixiert Galaxien, bzw zumindest mal Nebel zu beobachten. Ich weiß, die Erwartungen dürfen nicht zu hoch sein, sind sie aber auch nicht! Allerdings habe ich vor, im Sommer mir, extra noch, ein Kamera zuzulegen, für Astrofotografie. Daher will ich schon mal von vorne rein ein Gerät, für welches es sich lohnt. Öffnung sollte 200+ sein, denn soweit ich aus euer Erfahrung/Fotos erkennen konnte ist es das mindeste was man für Deep Sky beobachtungen braucht (wenn man auch was sehen anstatt erahnen will)

Daraufhin habe ich mir 2 Teleskope rausgesucht, doch habe ich nun ein Problem. Dies ist, dass ich bisher kein Zubehör habe, sprich rein GAR NIX! Kein Sorge, ich werde mir Bücher, Software und Karten holen. Zwar habe ich auch noch keine Erfahrung was Teleskope angeht, doch dies schreckt mich nicht zurück und beeinflusst keines Falls meine Etnscheidungen was das Kaufen angeht. Also brauche ich kein "Einsteigerteleskop der miniaturart um Mond und Sonne zu beobachten. Ich will was dickes! :)

So aber mal zurück zum Thema. Hier sind die 2 Teleskope die ich mir bisher rausgesucht habe. Ich lasse mich gerne auch eines besseren belehren, und wenn jemand was anderes empfielt, höre ich auch gerne mal zu!
Nr. 1 http://www.teleskop-service.de/CTeleskope/CTeleskopeNewton.htm#SKN250
Nr. 2 http://www.teleskop-service.de/CTeleskope/CTeleskopeNewton.htm#SKN200

Deep Sky gigant erscheint mir als das was ich will. Als ein Deep Sky Teleskop mit besonderen Maßen. Zudem kommt noch, dass ich damit etwas habe, womit ich Astrofotografie betreiben kann. (Hoffe ich zumindest mal richtig interpretiert zu haben)
Doch das Problem besteht darin, dass ich keine 900€ habe, dafür aber 500. Diese 500€ könnte ich nun dafür ausgeben, doch weiß ich nicht ob es ohne Stativ sinnvoll ist. Bzw weiß ich nichtmal ob da nichtmal ein einfaches Stativ dabei ist. Eventuell könnte ich noch an die 150€ (wenn nötig auch mehr) draufpacken um eine Montierung zu kaufen, doch weiß ich nicht welche passt und welche nicht.

Dagegen besitzt Nr. 2 schon eine Montierung, und kostet ebenfalls nur 500€. Doch hat es um 50mm kleinere Öffnung, wobei ich kein Experte bin und nicht weiß wie viel das wirklich ausmacht.

Eine andere Frage wäre noch, kann ich z.B. http://cgi.ebay.de/Vixen-Cosmos-Sta...yZ107286QQssPageNameZWDVWQQrdZ1QQcmdZViewItem oder änhliches benutzen um Nr. 1 draufzupacken?

Aber zu meine eigentliche Frage, was empfehlt ihr? Ist es fürs Beobachten so wichtig eine gute (bzw. gar eine) Montierung zu haben, reicht da nicht ein einfaches Stativ welches billiger zu bekommen ist? oder sollte ich doch lieber jetzt schon aufrüsten? (Ich erinnere euch wieder daran, dass ich im Sommer ein Kamera kaufen werde, da wird eine Montierung sowieso fällig sein!) Oder doch lieber erstmal kleinere Maßen setzen, und 200er mit Montierung kufen?


MfG, kulli
 
Hi Kulli(?)

Nur ganz kurz:
- Fotografie durchs Telekop vergessen. Höchstens mit aufgesattelter Kamera (Piggyback) möglich, ansonsten mehr Frust als Freude
- Beide Teleskope sind viel zu schwach montiert; visuell an windgeschützter Stelle vielleicht gerade noch so möglich, aber nicht empfehlenswert. --> www.deepsky-brothers.de
- Okulare kommen noch dazu; bei f/5 und schneller werden die nicht gerade billig sein
- die ebay-Montierung wird bei 8" oder gar 10" nicht wackeln, sondern zusammenbrechen.

Alternativen, evtl. gebraucht:

- 6" auf Vixen-GP, ADM o.Ä. (Piggyback oder Webcam eingeschränkt möglich)
oder:
- 8"-10" Dobson (Schnappschüsse auf Mond möglich, evtl. auch Planeten mit Webcam.)
zusätzlich:
- Eigenbau-Fotoplattform (Purus, Barndor, Astrofrust googeln)---> Vorteil: läuft automatisch nebenbei und Du kannst am Teleskop gemütlich spechteln.

Hängt aber alles von deinen Beobachtungsbedingungen, Transportmöglichkeiten etc. ab.
Außer obigem Link solltest Du auch bei www.svenwienstein.de vorbei schauen und dieses Forum nach "500€" durchsuchen; Budget und Wünsche kommen oft in dieser Kombination vor.

CS
Jürgen



 
Hi Kulli
bei aller Euphorie.. Budget und Forderungen passen gar nicht. Und Foto im Sommer dann mit solchen Brennweiten auch nicht.
Ich meine Du solltest noch mal ganz von vorn anfangen und DIch vorbereiten. Einlesen und probe gucken und daraus neue, realisierbare Forderungen entwickeln.
CS
 
hi Kulli,

also ich weiß aus eigener Erfahrung, wie du dich fühlst... Hast grad richtig Lust bekommen, volle Kanne ins Astro rein zuspringen und am besten gleich noch coole Fotos machen...
An dem Punkt war ich auch vor grob 'nem Jahr. Die Sache ist halt die:
Fürs Fotografieren brauchst du 2 Dinge: 1, ein Teleskop, 2. eine Montierung. Und das blöde dabei ist: BEIDES muss fürs fotografieren auch noch gut sein! Und mit ner schlechteren Optik und ner besseren Monti macht man bessere Fotos, als umgekehrt! Ist aber eigentlich immernoch kein Problem, wenn da nicht dein Limit von 500 € wäre... Leg nochmal 1000 drauf um ne halbwegs gescheite Monti und Kamera zu holen, und das ist dann eine Foto-EINSTEIGERAusrüstung! Mit 500 € für Optik und Monti hast du keinen Spaß- ich meine nicht du hast wenig Spaß- nein sondern nur Frust und am Ende verkaufst du alles, und gehst Angeln oder so!
Kauf dir für 500 € ein 8 oder 10 Zoll dobson, gebraucht, mit 3 Okus, damit wirst du bestimmt Spaß haben! Und dann kannst du ja anfangen, richtig zu sparen, bis du das Geld zusammen hast, dir eine gescheite Ausrüstung zu kaufen.
Ich weiß: Das willst du bestimmt nicht hören- wollt ich auch nicht. Aber nachdem ich mich gott sei dank vor meinem Kauf ein bisschen mit der Sache beschäftigt habe, und dann Abends unter der Bettdecke auch mal ganz ehrlich zu mir selbst war, habe ich eingesehen, dass Astrofotografie mit 500 € budget einfach nicht drin ist... Jedenfalls nicht mit Teleskop! Vlt wenn du Glück hast, kriegst du dafür eine Kamera und ne Monti- alles gebraucht natürlich, damit kannst du dann ganz nette widefields machen, aber mit Teleskop: vergiss es!
Kauf dir nen dobs: grad, wenn du noch keine Ahnung hast, wirst du staunen, was du damit alles sehen kannst.

CS
AO
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi,

ich will niemanden angreifen .. aber wenn du fragst ob du einen 10"er auf eine Montierung setzen kannst wo "empfohlen" wird maximal 6"er draufzusetzen dann gehe ich davon aus das du dich noch nicht richtig ins Thema eingelesen hast. Also stöber am besten erstmal auf 3-4 Astroseiten herum (Sven, Deepskybrothers,Seeing1 usw.) und schau dir dort nicht nur die Bilder sondern auch Equipment und Erfahrungsberichte an. Das "befriedigt" einen erstmal für den Moment und man lernt die Thematik zum verstehen ;)

Zum Geld... hmm mit 500eur never. Kannst du dir ja gern ausrechnen.. eine Steuerung alleine kostet schon 200 EUR mindestens (mit Motoren..).

Mein Tip: verlange am Anfang nicht zuviel. Gern kannst du dir Ziele setzen.. aber sei dir bewusst das dieses Hobby massig Geld verschlingt ;). Mit nem 200er wirst du auch schon ganz gut unterwegs sein.
 
Hallo Kulli,

in die gleiche Kerbe wie die anderen Schreiber möchte ich nicht gehen, da ist genug gesagt.

Mit einem Newton in der Klasse f4 bis f4,5 wirst Du nur Schwierigkeiten haben.
1. mit der Kollimation (Haupt-Fangspiegel richtig justieren)
2. mit den Okularen (Du brauchst sehr hochwertige = teure!)

Fotografie, das lasse am Anfang mal besser. Glaube es uns einfach, das sieht einfacher aus als es ist und zieht einen Rattenschwanz teuren Zubehörs nach sich.

Beginne mit einem Dobson, das ist auch ein Newton, nur eben azimutal mit der s.g. Rockerbox aufgestellt. Den kann man später immernoch aufrüsten.

Die ideale Kombination, nicht nur für Anfänger (die meisten bleiben ein ganzes Leben dabei) wäre ein 8" f6 Dobson.
- unkritisch was die Justage anbelangt
- unkritisch was die Okulare anbelangt

Damit erst mal den Himmel kennenlernen, dann weitersehen. Und am besten sich Leute benennen lassen, die in Deiner Gegend wohnen und beobachten, sich mit denen zusammentun und sich die Geräte mal life anschauen. - Eine bessere Beratung gibt es nicht und dazu ist jeder Hobbyastronom bereit.

Viele Grüße
Winfried
 
Hallo Kulli,

als allererste Maßnahme würde ich Dir empfehlen,Kontakt zu Sternenfreunden zu suchen, mitzugehen und zu beobachten.
Beobachten was sie tun, womit sie es tun und dann auch zu beobachten was sie sehen.

Du wirst dann feststellen, dass visuelle Astronomie und fotografische Astronomie höchst unterschiedlich sind.

Du bist visuell auf die Augenblickswahnehmung angewiesen und musst Dir selbst mit 12" Öfnung so manchen Anblick erkämpfen den ein guter Fotograf mit 3" Öffnung im Endergebnis ganz locker schlägt, sogar farbig bringt, ganz einfach weil er ein paar Sekunden Licht auf dem Chip sammeln kann.

Jemandem der ernsthaft fotografieren will kann und will ich das gar nicht ausreden, aber nicht nur angesichts des bescheidenen Budgets ist der Rat, zunächst visuell mit guter Öffnung (8-12" Dobson) einzusteigen, den Himmel kennenzulernen und dann später den Einstig in die Fotografie zu betreiben, ganz sicher richtig.

Wenn Du Dich visuell auf einen 8" F/6 Dobson einlässt, also eine gewisse Beschränkung der Öffnung hinnimmst, kann man dann über eine dafür tragfähige große Monti nachdenken (EQ 6 Klasse) auf der man zunächst nur mit der Kamera und leichtem Tele, dann mit einem kleinen Zweitteleskop (z.B. ED 80) und der Kamera, später mit dem Newton als Leitrohr und dem ED als Fotogerät und dann erst mit der langen Brennweite des Newton als Fotogerät und dem kleinen ED als Leitrohr fotografieren kann.

Ein anderer Ansatz wäre, visuell größer zu starten und mit der Fotografie konsequent kleiner und damit zweigleisig zu arbeiten.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Nun, erstmal danke für die aufmunternde Worte (achtung, irnoie)
Ich kann euch verstehen, ihr wollt mich abraten etwas falsches zu tun. Aber glaibe ich auch, ihr habt einige Sachen falsch verstanden.

1. Ich bin bereit, momentan 500- 700(oberste Grenze) für ein Teleskop, und soweit nötig für visuelles Betrachten der Sterne, eine Montierung zu kaufen.

2. Ich will momentan keine Fotografie betreiben. Ich habe, wie ich weiß, nicht das nötige Geld dazu. Aber eben wird mir im Sommer das benötigte Betrag zustehen, so wird es mir möglich dann für etwa 1000€ Ausrüstung (wenn nötig 2000) zu kaufen. Ich glaube damit kann man sich zumindest mal ein ausreichendes Equipment holen (zumindest für Anfänger)

3. Ich springe nicht einfach ins kalte Wasser. Ich habe genug beobachtet, und weiß, dass ich ein Teleskop kaufen möchte. Es ist kein plötzliches Gefühl, sondern eine sich über mehrere Jahre ausdehnende Periode, wobei ich mich am Ende nähere und eine Entscheidung bevorsteht.

4. Ebenso wenig stimmt die Aussage, ich habe mich nicht informiert. Seit Monaten stöbere ich rum, benutze euer Forum und etliche andere Seiten. Diese Montierungsfehler (Ebayauktion) war ein versehen, hab dabei gerade nicht darauf geachtet, sondern schnell eine rausgesucht. Es sollte auch eigentlich nur darum gehen ob ich UNBEDINGT eine EQ5 montierung brauche oder ich auch etwas anderes hernehmen kann (sofern es passt)


Also nochmal ran an die Frage:
Was würdet ihr mir jetzt empfehlen? Vergesst erstmal das Fotografieren, und denkt nicht über Geld nach was das angeht. Ich will ein TELESKOP kaufen. Lohnt sich da eher 250mm Öffnung ohne Montierung, (ist ja natürlich unsinn, doch bin ich bereit, wie schon erwähnt noch für 200€ etwas herzuholen) oder doch lieber 200mm mit Montierung, und dafür noch lieber das Koffer mit den Okkularen?

MfG, kulli

edit: Ahja, da wirft sich noch shcnell die Frage auf, wo ich gebrauchte Teleskope bekomme?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Zitat von kulli:
1. Ich bin bereit, momentan 500- 700(oberste Grenze) für ein Teleskop, und soweit nötig für visuelles Betrachten der Sterne, eine Montierung zu kaufen.

Du brauchst in JEDEM Fall so etwas wie eine Montierung. Entweder ein paralaktische/azimutale auf Stativ oder eine Rockerbox (Newton + Rockerbox = Dobson). Nur alleine mit einem (Fern-)Rohr kannst du auch visuell nichts anfangen.


Gruß Oliver
 
Hallo Freunde der Nacht.
Ich habe mir vor ca. zwei Jahren einen BOB 4,5"/900mm Newton gekauft. Mit einer Webcam (640*480 Pixel) konnte ich schon einige schöne Aufnahme vom Mond nachen. Saturn und Mars zeigten auch "Einzelheiten". Die Vergrößerung war aber zu klein, nur 4-5 Pixel für die Planetenscheibe. Hätte ich mal ein Barlow eingesteckt. Deep Sky fällt natürlich mit 'ner Webcam aus, aber die Kosten sind (fast) unerheblich.
Ich suche nun eine Webcam mit min. 1,3MPixel, wo man den CCD-Chip leicht Freilegen kann. Ohne Okular und Plastiklinse der Webcam ist das Bild deutlich besser.
Wo bekomme ich so 'ne Cam, (mit Funk für unter 10€ ;) )?

Gruß, Mark.
 
hi kulli,
muss ich mich auch mal einmischen...mein "beratungsthema" geht einige threads voran ;-)
Ich habe genau die gleichen Anforderungen wie du gestellt..
Ich habe auch alle möglichen Newtons auf shop-seiten angeguckt und mich auch schon nahezu entschieden, bevor ich den thread ins forum hier gestellt habe und um hilfe bei der entscheidung bat...

nun, das mit der fotografie- ich habe genauso gedacht wie du-klar, die bilder reizen einfach total!!! Aber ich habe auch eingesehen, dass auch wenn man das Geld hat und sich wirklich so ne ausrüstung kauft, dass es trotzdem wahnsinnig viel an erfahrung und übung braucht um solche fotos zu schießen...

Und es mag natürlich sein, dass du dich schon sehr viel merh am himmel auskennst als ich. Ich hab zur zeit wirklich noch probleme mit bloßem auge alles zu finden, was ich auf den sternkarten sehe und habe auch noh schwierigkeiten mich wirklich komplett zurecht zu finden...obwohl ich mich ebenfalls schon seit längerem damit beschäftige.

Nun zum Teleskop- für mich steht nun die entscheidung fest:
Ich werde mir ein 8" Dobson f/6 holen

Die Gründe sind ganz einfach weil ich denke dass man sich mit nem Dobs grad am anfang sehr leicht tut und den himmel kennenlernt.
Das nächste ist, dass man für "wenig" geld sehr viel leistung bekommt und schon ganz schön viel sehen kann mit dem teil!
Es wäre auch möglich nachträglich den Dobs auf ne parallaktische monti zu schrauben, was ich aber mittlerweile auch zurückgestellt habe..
ich werde natürlich versuchen auch mit webcam o.ä. ein paar schnappschüsse zu machen von mond und planeten usw...und ich denke dass mir das vorerst reichen wird, weil ich wenn ich ehrlich bin eingestehe dass hinter den hier gezeigten fotos etwas mehr steckt, dass ich vielleicht in 2-3 jahren nochmal an das thema fotografie heran gehen werde.

Ja wenn du wissen möchtest welches dobs ich mir ausgesucht hab kann ich dir gern ne pm schreiben...
PS: vergiss nicht, dass die okulare mind. genauso viel kosten wie das teleskop an sich...

viele grüße
matthias
 
Hi Kulli

So ganz kann ich dir Punkt 4 nicht glauben, dass parallaktische Einsteigerkombis fast schon grundsätzlich untermontiert verkauft werden lässt sich in fast jedem Thread zu dem Thema lesen und dass es mit einem Stativ allein nicht getan ist, erst recht. Aber egal.

Startkapital 500€, maximale Öffnung:
---> Dobson, f/6 und langsamer
Das wäre mal wieder das magische Grenzgerät 8" f/6 :
- langsam genug, um nicht die teuersten Okulare zu velangen
- schnell genug, um ausreichen Gesichtsfeld zu bieten
- groß genug, um einen guten Himmel zu nutzen
- leicht genug, um irgendwann mal für unter 3000€ auf eine parallaktische Montierung gepackt zu werden

Andererseits ists bis zum Sommer nicht mehr lange hin. Mit einem günstigen Fernglas liesse sich in der Zeit nichtmal ein Bruchteil dessen erspechteln, was mit so einem Gerät in Reichweite wäre; und ein Fernglas ist sowieso das praktischste und meistgenutzte Zubehör, ein absolutes must-have und ein sehr angenehmer Wartezeitverkürzer.
Vielleicht ändern sich deine Wünsche noch und du könntest bei Verzicht auf Fotografie mit 1500-2500€ wesentlich mehr in eine gute Ausrüstung stecken, sofern die Rahmenbdingungen stimmen.

Wenn es jetzt gleich sein muss, bleiben dir nur 8" Dobson oder 6" parallaktisch, und mit Fragen dazu quillt das Forum praktisch über.

CS
Jürgen

edit: Gebrauchtgeräte findes Du im Biete-Board und in den Schnäppchenlisten div. Händler

 
In der Tat habe ich deine Frage vorhin durchgelesen, und auch die Antworten. Doch leider will ich überhaupt nix von Dobson hören, für mich ist es einfach nichts.

Habe mich aber auch sogut wie entschieden.
Ich sehe ein, ich brauche eine gescheite Montierung, also wird es mit NR. 1 (250mm) nix. Denn für weitere Montierung habe ich kein Geld, und ich sehe auch ein, dass eine Billigmontierung nichts bringt.
Ich hole mir aber für das Geld welches ich ausgegeben hätte, die Okulare die damit angeboten wird. Darüber würde ich aber gerne euer Meinung einbeziehen!

Desweiteren werde ich mir im Sommer, wie bereis gesagt, eine Kamera und eine Montierung fürs Fotografieren zulegen. Ich hoffe ich komme mit 1500€ davon, falls nicht ist es auch nicht schlimm.

Also, ich werde zwar noch rumstöbern und auf diese Frage eine Antwort suchen, aber solange würde ich gerne euere Meinung hören, was die Okulare (http://www.teleskop-service.de/AstroTS/Okularkoffer/Okularkoffer.htm) angeht.

MfG, kulli
 
Hi Kulli,

na dann äußere Dich doch mal.

Willst Du weiterhin mit mindestens 8" Öffnung, oder sogar lieber 12" Öffnung einsteigen und das dann mit der Zeit fototauglich machen

oder kleiner einsteigen und mit der Zeit die Fotoambitionen steigern und sollen da die 500-700 € für Teleskop und fototaugliche Monti reichen

oder willst Du zweigleisig fahren, also visuelle Beobachtung und Fotoambitionen getrennt angehen.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Zitat von kulli:
Also, ich werde zwar noch rumstöbern und auf diese Frage eine Antwort suchen, aber solange würde ich gerne euere Meinung hören, was die Okulare (http://www.teleskop-service.de/AstroTS/Okularkoffer/Okularkoffer.htm) angeht.

Das Problem mit disem Koffer ist, das die Teile für sich gar nicht so schlecht sind, du aber die Hälfte davon gar nicht benötigst. Farbfilter benötigt man zuerst einmal gar nicht (später warscheinlich auch eher selten), einzig der Graufilter macht bei hellem Mond einen Sinn. Das 32er ist ein 1,25" Okular. Da macht eigentlich die 2" Variante viel mehr Sinn. Das 6mm Plössl ist im Einblick eine Qual, damit wirst du nicht Glücklich.

Wenn ich dich richtig verstanden habe, hast du dich jetzt für ein 200/1000 auf EQ-5 entschieden, oder? Wieviel Geld hast du dann noch übrig für Sonstiges (Okulare, Justier-Okular/Laser, Bücher, Taschenlampe, etc...)?


Gruß Oliver
 
wie schon erwähnt bevorzuge ich momentan skywatcher 200/1000, mit Koffer von TS, (kosten 149€ und, soweit ich hoffe, Material für Anfänger). Bestehendes Montierung wird im Sommer auf Fotomontierung hohcgetunt und ein Kamera wird dann gekauft.

Aber da ihr mich wieder zum schreiben bringt frage ich nochmal was anderes.
- Denkt ihr das passt so? Glaubt ihr, ich kann diese Nummer durchziehen welches ich mir in den Kopf gesetzt habe? Oder ist es überhaupt möglich es durchzuführen, kann ich die EQ5 so auftunen, dass es für Fotografie geeignet ist? Oder ist es überhaupt möglich/empfehlenswert mit 200/1000 Fotos zu schießen? (nur amateurfotos, keine profisachen!)

kulli

ps.: kulli stammt von kullancska, eine ungarische Spitzname welche ich mir noch vor 8 Jahren zugelegt habe (bin vor 6 Jahren nach DE gezogen, was manche meine grammatikalische Fehler erklärt ;) )
 
Zitat von kulli:
wie schon erwähnt bevorzuge ich momentan skywatcher 200/1000, mit Koffer von TS, (kosten 149€ und, soweit ich hoffe, Material für Anfänger). Bestehendes Montierung wird im Sommer auf Fotomontierung hohcgetunt und ein Kamera wird dann gekauft.

Wie schon erwähnt, der Koffer enthält viel Krempel, den man nicht braucht. Stell die Sachen lieber einzeln zusammen, wir können dir dabei helfen (wenn du sagst, was es maximal noch kosten darf). Der 200/1000 ist ein f/5 Gerät, was heißt, das er schon etwas kritisch bei Okularen ist. Billige Okulare bilden nicht randscharf ab und gute Okulare gehen wirklich ins Geld. Einen Tod muss man halt sterben.
Das mit dem "hochtunen" der Montierung dürfte sich etwas schwierig gestalten, aber da bin ich nicht so der Spezialist.


Gruß Oliver
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Kulli,

der Okularkoffer ist in seiner Ausstattung nichts für schnelle Teleskope, allenfalls mit f/6 würde ich den als Grundausstattung durchgehen lassen. Aber stets mit der Anmerkung, dass im Koffer garantiert Dinge sind, die man nicht braucht, so dass man besser Beraten ist, sich beraten zu lassen, welche Okulare wirklich und auf lange Sicht zum Gerät, den Beobachtungszielen und den eigenen Vorlieben passen.

Ansonsten würde ich sagen, dass Du auf einem guten Wege bist, mit Deiner Art des Einstiegs die Erfahrung "Kopf - Wand - Schmerz" zu machen.
Es ist in Ordnung, wenn Du den Dobson ablehnst. Nur Du selbst kannst wissen, ob Deine Einschätzung der Dobson-Handhabung auf soliden Überlegungen oder einem reinen Bauchgefühl basiert.
Konsequent aus Sicht des Astrofotografen ist der Einstieg mit einer parallaktischen Montierung allerdings, denn deren Handhabung wirst Du dann zunächst einmal erlernen.
Aber die Idee, jetzt eine parallaktische Wegwerf-Montierung zu kaufen, scheint mir doch reichlich unüberlegt. Warum?
Nun, der Zeitplan lautet "zum Sommer". Was bedeutet das? Nehmen wir mal an, es folgt eine schnelle Entscheidung und schnelle Lieferung, dann könnte Ostern das Teleskop da sein. In den letzten Märztagen beginnt dann die erste Beobachtungsphase für Deepsky, die etwa bis zum 10. April gehen wird. Danach kann man sinnvoll nur Mond und Saturn beobachten. Ende April bis zum 10. Mai kommt die zweite Beobachtungsphase ohne Störung durch den Mond. Ab dann ist die Deepsky-Beobachtung bis mitte Juli ersteinmal praktisch abgeschrieben, weil es ab Ende Mai nicht mehr astronomisch dunkel Wird (etwa ab Breite Frankfurt nördlich). Es geht dann schon auf die Sommersonnenwende zu. Im Sommer kann man wenigstens noch Jupiter tiefstehend beobachten, er steht recht unglücklich und ist kein besonders lohnendes Objekt in diesen Jahren.
Man kann normalerweise Glücklich sein, im Schnitt pro Neumondphase eine Beobachtungsnacht mitzunehmen, was in der Praxis heißt, eine oder zwei Neumondphasen wetterbedingt ganz zu verpassen, um dann zwei oder drei Nächte nacheinander zu beobachten (was auch schlaucht). Realistisch betrachtet würdest Du also das Gerät auf der Wegwerf-Montierung bis zur Sommerpause wohl an 2 Abenden auf Deepsky einsetzen können, und dann noch ein paar Versuche mit Mond, Saturn und Jupiter wagen können.

Frage: Lohnt es sich, dafür eine Montierung für gut 250 bis 300 Euro (was günstig ausgesucht ist) anzuschaffen?
Ich denke nicht, dass das lohnt. Außerdem ist mir klar, dass Du in diesen wenigen Nächten nicht die nötige Erfahrung hast, um dann im August wirklich sinnvolle fotografische Gehversuche zu machen. Ich nehme mal an, es soll dabei um Deepsky-Fotografie gehen, denn für Planetenfotografie wären die Gerätevorschläge nicht besonders gut gewesen.

Von daher wäre mein Rat, lieber auf ein Dobson-Teleskop zu setzen, welches dann im Sommer eine fotografisch taugliche Montierung zur Seite bekommt. Der übliche 8" f/6 Dobson kann auf einer EQ-6 Syntrak fotografisch montiert werden. Weiterhin benötigt wird ein leichtes Leitrohr und ein Fadenkreuz-Okular zum händischen Nachführen, und natürlich die Kamera. Ein Komakorrektor zum Newton wäre optional, bei 8" f/6 stört Koma noch nicht so furchtbar. Mit wachsendem Anspruch ist aber mit der Anschaffung zu rechnen.
Sollte es nur um Planetenfotografie gehen, wäre diese Kombination ebenfalls eine gute Wahl, aber es reicht die Normalausführung der EQ-6 schon völlig aus, dann wären eben Webcam und Laptop die benötigten Zubehör-Teile.

Für die Pläne mit 200/1000 sehe ich reichlich Probleme. Fotografisch würde ich den (für Deepsky) nicht mehr ohne Komakorrektor planen. Als Dobson gekauft, wäre das Gerät unnötig schwer für die spätere Montierung, aber selbst eine Wegwerf-Montierung für 3 Nächte kostet schon ihr Geld, nämlich meiner Meinung nach 250 Euro Minimum. Visuell kann man natürlich das Gerät mit den hinterletzten Okularen ausstatten, wenn einem rein gar nicht am Beobachten liegt, aber wie will man ohne visuelle Beobachtung den Himmel kennenlernen und seine fotografischen Objekte finden?

Normalerweise ist der Rat richtig, zunächst einmal visuell den Himmel kennenzulernen, und dann fotografisch loszulegen. Dafür jedoch 3 Monate einzuplanen ist doch reichlich utopisch, zumal sich der Himmel im Jahreslauf verändert, und nicht im Quartals-Rhythmus wiederkehrt. Es wäre schon sinnvoll, davon auszugehen, sich visuell ein Jahr mit dem Teleskop zu beschäftigen, ehe man fotografiert. Selbst wenn man "nur" Planetenfotografie mit der Webcam machen möchte, also auf eine Nachführkontrolle verzichten kann, kommt man letztendlich auf solche Zeitrahmen.

Trotzdem zum Abschluss noch ein Vorschlag, der am ehesten realisierbar wäre: 150/750 mit 2" Auszug auf einer Montierung der GP-Klasse (z.B. ADM). Das Gerät wäre für Deepsky-Fotografie nutzbar, ist visuell natürlich auch interessant und Planetenfotografie kann man auch damit versuchen. Motorisierung der Montierung und Komakorrektor sowie Leitfernrohr, Leitrohrschellen und Fadenkreuzokular können im Sommer angeschafft werden, nebst Kamera. Auf diese Weise hat man ein Teleskop, was leicht genug für die Montierungen der GP-Klasse ist, um Leitrohr und anderes Fotozubehör zuzuladen. Fotografisch ist die kleinere Öffnung auch bei weitem nicht so relevant, wie visuell. Natürlich müsste man dann darauf verzichten, ein richtig dickes Teleskop zu haben. Fotografisch ist es eben besser, auf kleiner und feiner zu setzen. Man könnte fotografisch sogar mit einem kleinen ED Apo hervorragend einsteigen und würde bei guter Auswahl der Objekte wohl auch bessere Bilder machen, also mit 250/1250 im Paket mit mangelnder Erfahrung und wackelnder Montierung.

Clear Skies
Sven
 
Danke Sven,

durch deine Überlegungen habe ich zuum ersten mal richtig Hilfe bekommen. Du hast mich auf den Boden der Tatsachen zurückgebracht, und mir gezeigt, dass ich im Sommer, sofern ich nicht auf Dobson bzw kleinere Teleskope umsteigen will, nicht sonderlich erfolgreich mit Atsrofotografie sein kann. (in der Tat beschäftigen mich Deep Sky Objekte). Somit wäre diese Idee weggeworfen, und eine neue Szenarie geschafft.
Diese wäre:

Hey, ich bin dabei mir ein 200/1000 Skywatcher Teleskop anzuschaffen. Ich bin ziemlich entschlossen, und glaube kaum, dass mich jemand auf ein Dobson umreden kann. Also brauche ich euere Hilfe.
Ich bin ein Anfänger, und würde gerne wissen was ihr mir an Zubehör empfehlen könnt. Das Teleskop sollte http://www.teleskop-service.de/CTeleskope/CTeleskopeNewton.htm#SKN200
werden. Welche Okulare/Filter sollte ich mir anschaffen? Ich will Deep Sky Beobachtungen durchführen, und in vieln vielen Jahren eventuell auch mal selber Fotografieren.

MfG, kulli
 
Hi Kulli,

viele habe ihn Dir ans Herz gelegt, den einzig richtigen Newton, der da immer heissen wird 8" f6. Auch mit dem f5 Gerät benötigst Du entsprechend teure Okulare, die auf jeden Fall mehr kosten als das Teleskop selbst.

Aber Da Du Dich ja bereits entschieden hast, würde ich mich einfach auch dort beim absoluten und wohl einzigem Händler beraten lassen. Dann hast Du einen Wegwerfkoffer und eine Wegwerfmontierung, die den einzigen Vorteil hat, daß man sie nicht getrennt entsorgen muß.

Schade, einige haben sich richtig Mühe gegeben, aber wie Adson hier in den Foren schon schreibt, viele Anfrager haben sich bereits zuvor entschieden und werden das auch kaufen. Egal was die, die sich auskennen, dazu sagen...
Schade einfach

CS
Winfried
 
Hallo Kulli,

schau doch als Alternative auch mal den C8N auf einer ADM an, der ist preislich vergleichbar und hat die gleichen optischen Eckdaten. Die ADM scheint etwas stabiler als die derzeit als EQ-5 angebotene Montierung zu sein, ich bin da aber unsicher, weil es immer mal wieder änderungen gibt. Womöglich ist es eine sehr ähnliche oder gar identische Montierung.
Jedenfalls ist es immer gut, ein alternatives Produkt zu haben und dadurch ggf. auch alternative Anbieter. Die können ja dann ihre Angebote machen und müssen sich mit dem Angebot der "Gegenseite" konfrontieren lassen.

Was Zubehör angeht, ist ein f/5 schonmal nicht ganz uneben. Die "Super" Okus in der Beilage Deines Links sind meiner Meinung nach nur Okulare für den Übergang. Auch ein Satz Plössl würde ich so sehen. Für die Deepsky-Beobachtung würde ich auf Weitwinkel-Okulare setzen, das macht visuell viel Spaß. Hier kann man sich im relativ günstigen Bereich die Hyperion/Stratus und die Planetary HR/TMB Burgess anschauen. Bei den Hyperion mit der Einschränkung ab 13mm Brennweite abwärts, 17mm und 21mm würde ich an f/5 nicht mehr einsetzen, weil die Randschärfe nachlässt, da kann man gleich ein günstigeres Okular nehmen, bzw. man würde später eh was besseres haben wollen, wenn man visuell dabei bleibt. (Z.B. LVW 22)
Ein 2" Übersichtsokular sollte man sich auch anschaffen, auch das ist bei f/5 gemein, und mein Ablehnen von 17mm und 21mm oben zeigt schon, dass gerade längere Okularbrennweiten problematisch sind. Da werden Lösungen für's Leben richtig teuer. Für einen kleinen Schwindelanfall schau doch mal nach dem Listenpreis der ********* TeleVue 31mm Nagler Typ 5.
Meistens lebt man daher mit den Nachteilen (an Randschärfe) von günstigen 2" Okularen zwischen 30mm und 35mm in der Preisklasse bis 150 Euro. Gewaltig sind die Unterschiede zwischen denen nicht.

Willst Du bei den Okularen eine Klasse höher als Hyperion usw. gehen, schau Dir die Speers-Waler an. Insbesondere das Zoom 5-8mm lohnt sich, es benimmt sich optisch wie ein Okular mit Festbrennweite. Die Speers-Waler sind mit 14mm Brennweite und darunter für f/5-Newtons zu gebrauchen. Für längere Brennweiten kann man gut auf LVW 17 und 22 zurückgreifen. Was bei f/5 auch gut ausschaut, sind die Panoptic zwischen 22mm und 27mm, die liegen aber schon wieder ein Stückchen höher im Preis.

Die Abstimmung der Okularpalette sollte ungefähr so ausschauen:
1. Übersicht 30mm bis 35mm Brennweite
2. mittlere Vergrößerung um 20mm
3. nächste Stufe 10mm - 14mm
4. Hochvergrößerungsbereich, 5mm-8mm
5. Höchstvergrößerungsbereich 3,5mm - 5mm
Man muss nicht alles sofort besetzen, die Stufen zeigen aber, wo sich auf lange Sicht bedarf anmelden wird. Den Höchstvergrößerungsbereich kann man als Deepsky-Beobachter ruhig hinten anstellen, und auch ein Okular um 20mm kann man eine Weile aufschieben. Die Bereiche hinter den Punkten 1, 3 und 4 sollte man aber bei der Erstausstattung irgendwie abdecken.

Sonderfall: Brille mit Hornhautverkrümmung, dann kann man die nicht bei allen Okularbrennweiten abnehmen. In dem Falle frag nochmal nach. Eine normale Brille nimmt man ab.

Fragt sich nun halt, was Du ausgeben willst oder kannst. Wenn es bei 700 Euro Maximum bleiben soll und 500 Euro im Teleskoppaket stecken, wird die Sache eben knifflig, wenn auch nicht unmöglich.

Sonstiges Zubehör: Für Deepsky sollte ein OIII-Filter kommen, wobei es Sinn macht, gleich 2" zu nehmen, denn der passt auch in den 1,25" Adapter und kann so für 1,25" Okulare Verwendung finden. Muss nicht sofort sein, entscheidet aber unter den meisten Himmelsbedingungen in Mitteleuropa über sehen und nicht sehen. Hat schon jemand die Standortfrage gestellt? Aus der Stadt heraus werden die Möglichkeiten doch sehr dürftig sein, da wäre ein OIII unverzichtbar, aber für Sterne, Galaxien und Sternhaufen auch keine Lösung.

Clear Skies
Sven
 
Zitat von kulli:
Hey, ich bin dabei mir ein 200/1000 Skywatcher Teleskop anzuschaffen. Ich bin ziemlich entschlossen, und glaube kaum, dass mich jemand auf ein Dobson umreden kann. Also brauche ich euere Hilfe.
Ich bin ein Anfänger, und würde gerne wissen was ihr mir an Zubehör empfehlen könnt. Das Teleskop sollte http://www.teleskop-service.de/CTeleskope/CTeleskopeNewton.htm#SKN200
werden. Welche Okulare/Filter sollte ich mir anschaffen? Ich will Deep Sky Beobachtungen durchführen, und in vieln vielen Jahren eventuell auch mal selber Fotografieren.

Ok, wollen wir es mal versuchen. Du hast leider keinen Preisrahmen für die Okulare angegeben. Daher hier einige etwas teurere Varianten:


1. Übersichtsokular 2": TeleVue Panoptic 27mm 359,-
2. Vixen LVW 13 170,-
3. Speers Waler Zoom 5-8 248,-


oder alles etwas günstiger (aber in einigen Bereichen schon mit starker Einschränkung)

1. TS - WA32 2" 98,- (dieses Okular ist bei f/5 aber schon lange nicht mehr randscharf
2. Vixen LVW 22mm 170,-
3. Vixen LVW 13mm 170,-
4. Baader Hyperion 8mm 110,-
5. Baader Hyperion 5mm 110,-


oder noch günstiger:

1. TS - WA 32mm 2" 98,-
2. Baader Hyperion 21mm 110,-
3. Baader Hyperion 13mm 110,-
4. TS Planetary 8mm 70,-
5. TS Planetary 5mm 70,-


noch günstiger geht natürlich auch, aber da fällt mir bei f/5 nicht viel ein.


Gruß Oliver
 
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Hi Kulli,

okay Du kaufts den 200/1000 auf der EQ-5? Damit solltest Du im grenzwertigen Bereich der Montierung sein (vgl: http://www.deepsky-brothers.de/ unter Einsteiger/Montierungen). Rechne damit, dass Du spätestens zum Fotografieren eine neue Montierung benötigen wirst.

Du brauchst ein Übersichtsokular, das für F/5 taugt. Das sollte eine AP haben, die ca. dem fst Wert in Deiner typischen Beobachtungsumgebung entspricht - also bei fst=6m im Bereich um 30mm Okularbrennweite. Das günstige TS-WA wir von vielen als schon eher schlecht beschrieben und auch Plössls machen am F/5 bei den großen Feldern schon vielen keinen Spaß mehr. Wenn Du Dich mit dem engen Gesichtfeld (50°) des mitgelieferten 25mm RKellner ('Super') zufrieden gibst weil Du eh nicht mehr als fst=5m hast, fällt das weg, allerdings hast Du dann bei ausgedehnten Objekten (z.B. von Größe der Plejaden) schon Probleme sie am Stück zu sehen.
Gute Okulare sind in diesem Breich Televue Panoptik, Vixen LVW...In Kürze - sobald ich meins habe - werde ich Dir sagen können, inwiefern das Williams SWAN 33 an F/5 noch brauchbar ist. Ggf. solltest Du ein 2" Okular kaufen (je nach Brennweite und Gesichtsfeld nowendig) (min. 100€)

Für die Justage am Stern, Doppelsterntrennung und Auflösung kleiner Details willst Du um 250-fach vergrößern - (theoretisch kann der 8" Newton bis zu 400-fach sinnvoll - aber nur bei gutem Seeing). für 250-fach brauchst Du ein Okular im Bereich von 4mm. Ich verwende ein Hyperion 3.5 am F/5 und bin damit recht zufrieden, besonders, weil ich bei den hohen Vergrößerungen eher auf der Achse als am Rand des GF beobachte. (rd. 100€)

Im Bereich zwischen 4 und 10 mm wären noch 1-2 Okulare hilfreich - hier beobachtet man viele DS Objekte am besten - je nach Seeing, Himmel etc.(min. 100€) Eine gute Wahl wäre hier das Speers-Waler-Zoom (5-8mm) das Du mit Tuningringen sogar noch 'kürzer' ziehen kannst. (rd. 300€, spart evtl. das 4mm Okular).

Später möchtest Du evtl. auch noch ein Okular im Bereich zwischen 10mm und Deinem Übersichtsokular haben. (min. 100€)

Für DS möchtest Du möglischt schnell auch einen Telradfinder/Leuchtpunktsucher und einen Deep-Sky-Reiseatlas haben. (rd. 80€)

Am Mond und Planeten willst Du bei der großen Öffnung ja auch Details sehen und brauchst daher einen Grau- oder variablen Polfilter, um die Details nicht zu übertrahlen.

Uuups, jetzt habe wir ja schon für mindestens 400 € Zubehör gekauft, um mit dem Teleskop wirklichen DS-Beobachtungsspaß zu haben...

Sven's Vorschlag - 6" F/5 auf MON2 (wie ADM) - besitze ich selbst. In meinen 500€ Anfangsbudget war noch ein Telrad und der Reiseatlas drin - nach wenigen Beobachtungsnächten (also ein paar Monaten sparen) hatte ich mich soweit mit dem Teleskop vertraut gemacht, dass ich Geld in die Hand genommen habe mir nacheinander weitere Okulare (neben den Super 10 und 25) gekauft habe (SW 5-8, Hyperion 3.5, Panoptik 24). Schon 1000€ später hatte ich dann das Gefühl eine visuell (in vielen Nächten) brauchbare Kombination zu haben. Jetz bin ich gerade daran, die Montierung zu motorisieren und mal piggyback Fotos zu versuchen.

Glaub mir, es ist nicht nur Öffnung, die zählt - planetarische Nebel in Farbe siehst Du eh erst mit Riesenteleskopen - und solange noch alles hellgrau in dunkelgrau ist kannst Du mit 'sehen lernen' mehr erreichen als mit mehr Öffnung.

Sei Dir in jedem Fall darüber im klaren (gerade, weil Du entschlossen bist, dass Du beim Hobby bleiben willst), dass die teuerste Ausrüstung die ist, die man zweimal kauft, die nächst teure ist die, die keiner (auch man selbst nicht) braucht. Am billigsten ist, was man selbst weiterverwenden kann oder zumindest für einen rellen Preis weiterverkaufen.

CS
Holger
 
Danke Leute, bin nun überschüttelt mit Infos, und weiß gar nicht mehr was zu machen :)

Wie gesagt werde ich wahrscheinlich ein Teleskop mit 200mm (f5) Öffnung kaufen. Allererst hole ich mir 1-2 Okulare. Wie angesprochen bleibt mir bis Sommer eh nicht viel Zeit, bzw nicht so viele Gelegenheiten um richtig DS zu beobachten, daher fallen dies Kriterien erstmal weg. Dann im Sommer, wenn ich mehr Zeit und Geld habe, und auch die Bedingungen günstig sind werde ich rumexperimentieren und schauen, dass ich klarkomme. Wahrscheinlich hole ich mir dann auch weitere Okulare bzw eine bessere Montierung, doch soweit sind wir noch nicht.

Übrigens Wohne ich in Friedrichshafen, am Bodensee.
Es ist eine Stadt mit 48.000 Einwohner, doch es gibt hier in der Gegend einige Plötze (schön versteckt) wo man wunderbar die Sterne sehen kann. Ich glaube, da wird mein Hauptquartier liegen, und werde wohl immer dahinreisen wenn ich was sehen will.

Wollte mich nochmal bedanken, Anfangs habt ihr mich ziemlich frustriert, ich war(und bin immernoch) Dikcköpfig, doch habt ihr mir klar gemacht wie wichtig die einzelnen Teile eines Teleskoppakets sind. Da ich aber wie gesagt Anfänger bin, gebe ich mich mit eine "Wegschmeißmontierung" zufrieden, und tausche sie aus wenn es doch etwas aus Astrofotografie wird.

kulli
 
Hi kulli,
sorry, wollte Dich nicht verwirren, nur vermeiden dass Du die angekündigte 'Kopf-Wand-Schmerz'-Erfahrung wirklich selbst machen musst:
Heute: Teleskop für 500€ gekauft -> "Mist im Sucher kann ich gar nix erkennen -> Posting auf astronomie.de: Hilfe - ich seh nix im Sucher!"
Dann: Telrad und Reiseatlas für 100€ gekauft -> "Mist, ich kann die Objekte gar nicht richtig anvisieren, das wackelt ja alles"
Dann: Montierung gegen ADM für 300€(knapp) oder H-EQ5 für 600€ getauscht (warum kostet das Teleskop auf der H-EQ5 eigentlich nur 800€?) -> "Mist, ich kann ja gar nicht die richtige Vergrößerung wählen"
Dann: Okularkoffer für 179€ gekauft -> "Mist, das Bild ist ja gar nicht randscharf"
Dann: Viel Geld in teure Okulare gesteckt -> "Cool! jetzt kann ich gut beobachten!"
Heißt, von heute bis zum Beginn des Beobachtungsspaßes hast Du mehr als 600-900 € zusätzlich ausgegeben und viel Frust
gehabt - vielleicht hast Du bis dahin ja auch mittlerweile die Lust verloren. Den Tubus, den Telrad und Reiseatlas und ggf. die ADM/H-EQ5 kannst Du noch passabel gebraucht verkaufen, für den Rest gibt's ohnehin viel mehr Angebot als Nachfrage...

Sven,
meine Geduld war ein wenig größer als Deine - wie hast Du das nur so schnell gemerkt, dass es darauf hinausläuft - ich habe noch bis zum Schluss geglaubt, dss mir jemand zuhört.

CS
Holger
CS
Holger
 
Hallo Holger,

gemachte Erfahrungen, sorry, aber es gibt einfach ein paar Verhaltensweisen, die für ein solches Ende signifikant sind. Gut, mir sind auch Sternfreunde begegnet, die am Ende sagten, dass sie solche Negativ-Erfahrungen brauchten, um sich weiterentwickeln zu können, und dass sie daher durchaus im Übertragenen Sinne dankbar dafür sind und das Geld nicht als völlig unsinnig verbrannt ansehen, aber die Leute sind eigentlich selten.

Es ist ganz klar schwer, gegen die Suggestion von Werbetexten und anderen Angeboten aufzukommen, wenn nicht wenigstens ein Hauch Grunderfahrung da ist. Ich meine, wenn jemand sich nach dem Kauf einer absoluten Kaufhausgurke für bis zu 50 Euro noch mit dem Hobby befassen will, dann kann man ja auf der Erfahrung aufsetzen, dass eine Wackeldackel-Monti den Sternfreund nicht voran bringt, und dass die beste Optik mit zu schrottigen Okularen bestückt nichts zeigt. Da hat die Vernunft dann einen Hebelansatz. So aber bleibt eben nur eine große Verwirrung und der Wunsch (und der glaube), dass mit 500 Euro doch was machbar sein sollte. Nun ja, wär's auch, aber das machbare ist ja diskussionslos und kategorisch abgelehnt: Dobson 200/1200.
Jetzt geh rüber zum Smalltalk, beschwere Dich drüber, und lass Dir dann schreiben, Du wärst ne beleidigte Leberwurst, weil man auf Deinen Rat nicht bedingungslos gehorcht... ;)

Clear Skies
Sven
 
Sven,
ja neee, iss klar. Den Smalltalk-Thread verfolge ich auch, hier schreibe ich nix mehr. Wir sehen uns drüben und schimmeln beleidigt vor uns hin...
CS
Holger
 
Na Holger,

dann sind wir immerhin schon zu dritt. Also raus mit den Skatkarten oder spielt ihr Schafskopf?

Wenn Günther dann auch rüberkommt, kann ja der, der gerade Karten gibt, aussetzen und sich um die Getränke kümmern.

Also dann, "drüben"...

CS
Winfried
 
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