Entscheidungsqual ED/APO 120 ?

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas dundee
  • Erstellungsdatum Erstellungsdatum
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

dundee

Aktives Mitglied
Nach langem Lesen und Auswertung der Testberichte,bin ich zwar zur Überzeugung gekommen,dass das Equinox zwar das hochwertigste in dieser Preisklasse aber auch weniger Teleskop für viel Geld gekauft wird.Zu dem nackten Tubus mus ja noch einiges an Zubehör
gekauft werden.Das FPL53-Glas und die Mechanik des OAZ und die Optik sind schon sehr hochwertig.
Evostar Skywatcher,Meade,TS,Astro Professional bieten viel Zubehör bei
den 110-120ern mm für deutlich weniger Euronen.
Jetzt überlege ich,trotzdem mehr investieren,da Astrofotografie,oder etwas preiswerter,weil man so schnell nicht ans Limit kommt?
Schwierig,schwierig.Die Entscheidung muss ich alleine treffen,trotzdem würde ich mich über ein paar Meinungen freuen.
cs,Norbert
 
Hi,

ich habe das Evostar ED80/600pro mit 1:10 und den TS2" Flattener.

Damit komme ich sehr gut klar, die Optik ist gut justiert, die Beugungsscheibchen absolut zentrisch. Den Auszug habe ich etwas strammer eingestellt, gestern das erste Mal justiert und ich habe eine Baader Clicklock-Klemme angeschraubt.

Sicher - für viele das absolute Kindergartengerät und natürlich weit unter dem anspruchsvollem Niveau vieler, aber gute Bilder, die kann man damit machen!
Und mit 3" Barlow und 8mm Okular ist meine Frau sogar vom Saturn begeistert (und hat mir so mein 10" Projket genehmigt ;) )

Aber im Ernst - wenig Geld, gute Abbildung und eventuell tauschst Du den Auszug gegen einen Steeltrack (irgendwann).

Ach ja, und ich habe die Schellen noch gegen stabilere mit breiter Auflage für meine 3" Schienen gewechselt.

Hier mal ein Bild:
Link zur Grafik: http://img214.imageshack.us/img214/1097/rohrschellenundbefestig.jpg
By terrorernie at 2011-01-24

Und ein paar Astrobilder von mir findest Du hier im Forum - nix tolles, aber das Ende der Möglichkeiten dieses Gerätes habe ich nach 2 Jahren noch nicht erreicht!

Gruß
Ernie
 
Hallo Norbert,

faszinierend zuzusehen, wie Du Dir über gezielte Fragen Dein Equipment zusammenberaten lässt. Ob Du über diesen Weg dann am Ende wirklich Dein Wunschequipment kaufst, wird die Zukunft weisen.
Meine Empfehlung: Versuche doch erst mal, durch Fernrohre zu sehen, die Unterschiede der Fokussierer zu spüren.
Du willst sehr viel Geld ausgeben, es wäre schade, wenn Du als Gegenwert nicht das bekommst, was Du gerne hättest, sondern das, was Dir mehr oder weniger erfahrene und kompetente Berater aus ihren Gründen, die nicht Deine sein müssen, am nachdrücklichsten empfohlen haben.
Damit möchte ich auch keinem Deiner bisherigen Berater die Kompetenz absprechen, aber jeder hat seine eigenen Vorlieben.
Deshalb, versuche Deine Erfahrungen nicht nur virtuell zu sammeln, Verlass Dich auf Deine Sinne, sammle Erfahrungen mit den Geräten, das geht in Sternwarten, auch bei diversen Vereinen und auf Teleskoptreffen. Dann wirst Du die Kaufentscheidung treffen können, die aus Dir selbst kommt und die für Dich richtig ist, nicht für mich oder irgend jemand anders.

Nix für ungut und viel Spass,

Gottfried
 
Hi Gottfried,
ich habe es auch nicht anderes gemacht, habe aber sehr gezielt mich immer in eine Richtung entwickelt:

Astrofotografie mit großer Brennweite mit CCD Kamera und Schmalbandfiltern.

Der Weg dahin ist noch nicht abgeschlossen und lehrreich, dank Hilfe im Forum.

Ich habe z.B. erst einmal in meinem Leben durch ein SC Teleskop geschaut, noch nie ein Newton in Echt gesehen oder gar angefasst.

Jetzt baue ich mir so ein Teil sogar selber, auf meinem Weg zum Ziel (der Newton ist nur eine Ergänzung dahin).

Ich war noch nie auf einem Teleskoptreffen oder habe mich nachts mit anderen Astrofreaks getroffen.

Ich habe ALLES was ich für mein erstes Gerät brauchte hier aus dem Forum - habe abgewogen, gelesen, gefragt. Und dann einfach gemacht: CGEM und ED80/600.... Dann kam der Rest dazu, zusammen mit eigener Erfahrung.

Dieser Weg geht schon - ist aber sehr individuell und kann von Person zu Person unterschiedlich sein.

Das Wichtigste ist, da gebe ich Dir Recht - Erfahrung sammeln! Ob das erste Gerät, vor allem wenn es vielleicht nicht gleich ein multitausendeurogerät ist, mit Erfahrung gekauft werden muss??? Nein, ich glaube das nicht!

Lies (aber nicht nur hier im Forum) und lerne von den Aussagen und Fehlern anderer!
Wenn aber die Möglichkeiten und die Lust da ist es so zu tun wie Du empfiehlst, Gottfried - dann ist das mit Sicherheit sehr gut investierte Zeit und kürzst den Erfahrungssammelweg ab!!

Aber: das ist nur meine persönlcihe Meinung/Erfahrung...

Gruß
Ernie
 
Hi Ernie,

das geht freilich, Dein Weg über Lidlscope, Volksapo hin zum Hightech-Newton entbehrt der Logik nicht. Deine Bilder zeigen auch, dass Du Dein Equipment beherschst und so muss dass sein.
Dazu hat aber auch gehört, dass Du Dein Lidlscope erst mal zerlegen musstest (hast Du doch, oder?), dran rum optimiert hast und aus den Erfahrungen heraus Dir eine vernünftige Optik und eine vernünftge Monti geholt hast. Und nun geht es einen Schritt weiter, passt doch.
Allerdings, jetzt aus der Mikroskopie, der eine mag Zeiss, der andere Leitz, und beide sind gut (besser auf ihre Art als die China EDs) und mit welchen lieber hantiert wird, kann nur der Benutzer entscheiden. Im Forum bekomme ich die Info, dass beide das zeigen, was ein Lichtmikroskop zeigen kann, aber ob ich den Kreuztisch und die Feineinstellung mag oder nicht, muss ich selbst rausbekommen. Nun kaufe ich mir entweder beide, oder ich schaue Leuten über die Schulter. Da nun aber Finanzen immer ein begrenztes Gut darstellen, ist der Weg für mich klar. Andere mögen das anders sehen.

Übrigens ist die Supernova sn2011by eindrucksvoll, visuell wie fotographisch.

clear skys,

Gottfried
 
Das stimmt, das kann nur selber "herausgefühlt" und "erlebt" werden!

Und viel ausprobieren gehört dazu!

Du hast Recht - ich habe an jedem Teleskop meine persönlichen "Verbesserungen" umgesetzt.

Allerdings ist der erste Schritt, und das habe ich eigentlich an die Adresse von Norbert gerichtet sagen wollen, eben keine Raketentechnik.

Schau hier, lies da - und dann einfach loslegen. Was kann passieren... Dass die 300...400 € für ein 80/600 zum fester rausgeworfen werden... aber das ist eher unwahrscheinlich bei solch einem Massengerät.

Gruß
Ernie

PS: Danke für die Blumen - ich verspreche weiterzumachen ;)

Ich habe gestern übrigens sn2011by vergebens in NGC3972 gesucht. Ich glaube mein 80/600 ist zu klein dafür, oder?
 
Hallo Ernie,

für die SN ist der Volksapo visuell zu klein, die SN ist irgendwo zwischen 12.er und 13.er Größe. Im 16" war die Galaxie visuell für mich ok, für meine Frau schwer, die SN einfach, 8" reichen sicher auch aber 3" wird nicht gehen.

Grüße,

Gottfried
 
Das sind ja schon sehr schöne Bilder,Gegen Deine Montierung is ja meine geplante HEQ5 ein Schnäppchen.Lt. verschiedener Händler soll die HEQ5 ausreichen ?
 
Kann ich leider nicht sagen, da ich die nie hatte und nicht damit arbeite. Die CGEM war/ist meine erste Montierung.
Mein Gefühl/Erfahrung sagt mir, dass die HEQ5 ausreicht um ein ED80/600 sicher auch fotografisch zu tragen. Denk aber immer daran, was noch alles an Zubehör dazu kommt (Leitrohr, Kamera etc.).
 
Hallo Norbert,

an einen 110/120er Refraktor gehört m.M.n. ein größerer Auszug als 2" für Fotografie. Die 2" werden recht stark vignettieren.
Deshalb würde ich eher über einen Refraktor mit 2,5", 2,7" oder gleich 3" Auszug nachdenken. TS z.B. hat hierzu ja eine recht große Auswahl.

Bzgl. HEQ5:
Meinen Takhashi FS-102 (4" f/8, 4,9kg OTA), Tak-Rotator, Clicklock-Klemme, 2" Zenitspiegel, Lodestar, William Optics (WO) Schellen, Schiene, huckepack WO Leitrohrschellen mit 80/480 TS-Triplet (2,3kg OTA), 2" TS-Flattener und EOS 1000D packt meine HEQ5 Pro noch recht gut. Die beiden 5kg Gegengewichte sind aber bereits fast am äußeren Ende der Gegengewichtsstange befestigt.
Für einen größeren Refraktor plus Leitrohr plus ... bräuchte es ein drittes Gegengewicht, was m.E. zu viel für die HEQ5 wäre.

Ein größerer Refraktor als 4" sollte an der HEQ5 dann also eher mit OAG statt mit Leitrohr betrieben werden.

Viele Grüße
Markus
 
Hi Norbert,

über die HEQ5 kann ich eigentlich auch nur gutes* Berichten.
Sie ist ähnlich ausgelastet (ca. 10kg) wie bei Markus und wird fotographisch genutzt.
ICh habe sie hier übers Forum geschossen und ihr ein *VTSB-Tuning gegönnt, sie läuft nun Butterweich...
als nächstes noch ein Berlebach, weil das in die Waage bringen wg. fehlenden Dosenlibelle ein Krampf ist(die HEQ6 hat eine Libelle eingebaut!).

Viel Erfolg auf deinem nicht ganz "unsteinigen" aber immer spannenden Weg in die Astrofotographie!

Gruß
Axel
 
hallo Axel,

wieso willst du denn die HEQ5 "in die Waage" bringen? Es gibt eigentlich keinen physikalischen Grund dafür. Polachse auf den Nordpol und fertig. Das Stativ darunter kann so schief stehen wie es will - Hauptsache die RA Achse ist parallel zur Erdachse.

Zum Thema: Der 120ED hat genau dieselbe Optik wie der 120er Equinox, und ist um einiges leichter - gut für die Montierung. Viele Leute fotografieren mit dem, auch mit Original-OAZ, und zeigen hervorragende Bilder. Der Equinox ist kompakter wegen der einziehbaren Taukappe, und die Verarbeitung ist sicher edler. Aber eben ein Schwergewicht. Wie gesagt, optisch steckt genau dasselbe drin.

lg Tommy

 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben