Enttäuschung auf der Sternwarte

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Anette_Aslan

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Liebe Astrofäns,
demnächst werde ich sämtliche Nachbarn zum einmal Durchgucken einladen und Eintritt verlangen!
Also was ich da auf der STernwarte (will mal den Namen nicht nennen und die können weis Gott nichts dafür bei diesem versäuchtem Himmel)erlebte wertet 1. meine Seeingbedingungen am Stadtrand deutlich auf und 2. sogar meine Teleskope!
Als ich gegen 21h mit Freundin die Terasse der Sternwarte betrat stand ein 7 Zöller Refri mit 1600 Brennweite vor uns, auf einer hochprofessionellen Montierung mit Nachführtechnologie...ich wollte schon einen Kniefall machen vor lauter Ehrfurcht und betete in mich hinein: "Nein, lieber Gott, ich will ihn nicht, weil das käme einem Wunder gleich und und und wer bin ich, dass mir solche Wunder wiederfahren sollen....
Der liebe Sternenführer zeigte uns das Reiterlein, welches ich sogar im schlechten 2" Quälekaufhausrefri genauso sehe...dann gingen wir rüber zu Albireo...na ja, nix aufregendes, krieg ich alles locker hin mit meinen Instrumenten...dann die Andromedagalaxie...öhem...also Leute ich lad euch zu mir in den Garten ein...und ich will nieeeee wieeder meckern.....dann sind wir alle in die Kuppel und haben durch ein weit größeres Instrument die beiden STernhaufen im Perseus gesehen....ha, das schaff ich mitm Dobs allemal.....und umsonst....ich frag mich, was der ein oder andere in diesem stillen 20 Leute starken Publimkum wohl so erwartet, bzw. gedacht hat? Also Leute, ich bin sehr glücklich nach Hause, ran an meine eigenen Instrumente und holte nach, was ich auf der STernwarte vermisst habe, eine viel bessere Präsentation.....mir geht es wirklich gut...was soll das erst im Hochgebirge werden? Muß ich dann sterben vor Glück?
Hab mir übrigens mal meinen alten Kinderrefraktor von 60mm und 710 Brennweite mal wieder nach Hause geholt, den hatte ich ja verschenkt und nun mit einem 1,24 Zoll Adapter und besseren Okularen aufgemotzt.....das ist was wert...machte mal wieder Spaß so richtig dem Galileo nachzuempfinden...aber ich geb ihn wieder her.....das Einzige was auf der Sternwarte beeindruckt hat, war der grüne Laser bei der Vorführung...ich war hin und weg....
Grüß Euch Anette <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gutefrage.gif" alt="" />
 
Hi Anette,

schade, daß Du so ne Vorführung miterleben mußtest, kenne das eigentlich anders ... Na ja, dort sind auch nur Menschen am Werke.
Froh bin ich, daß Dir der Wert Deiner eigenen Instrumente (trotz Fauna und Flora - Stichwort Katzenmarke <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />) nun um so mehr kenntlich geworden ist.

Und im Hochgebirge - nein, sterben wirst Du nicht, aber dieses leichte ehrfürchtige Schauern, das wirst Du spüren.

Möge immer ein Licht über Deinen Wegen leuchten,

J.
 
Hallo
Ich kenne auch eine Sternwarte, welche mitten in der Stadt ist. Das schlimme daran ist, es ist keine alte Sternwarte, sondern sie gibt es erst 3 Jahre.
In diesem Lichtermeer zeigt das 12" Vereinstelekop soviel, wie ein 8" 10 km entfernt. Eigentlich schade, dass soviel Energie beim Aufbau vergeudet wird.
Bis bald
Marcus
 
Unter so schlechten Bedingungen gehen vermutl. nur Sternhaufen und Emissionsnebel.
Die Nebel zumindest mit den entsprechenden Filtern. Die dunkeln den lichtverschmutzten Himmel stark ab.

Astronomik CLS: 2,1 mag
Astronomik UHC: 2,46 mag
Astronomik O3: 3,0 mag
Baader O3: 4,3 mag

Der meist ebenfalls vorhandene Reflektionsanteil im Nebelspektrum wird von den Filtern absorbiert. Vermutl. erzielen die Filter deshalb, und wegen der unter lichtverschmutztem Himmel problematischen Dunkeladaption, nicht die gleiche Wirkung wie ein dunkler Standort.

Gruß
Helmut
 
Ciao,

Na sag ich doch: Schwarzwaldhimmel muss man haben !!! :-) (Volks- aber auch Profi-) Sternwarten (und oft auch deren Leutchen) kann man oft völlig vergessen... (man kann Glück haben aber eben auch nicht wie in Deinem Fall). Dennoch hätten Nebelfilter (z.B. UHC) sicher geholfen um M27 und M57 zu sehen ...

Schöne Grüsse,
Peter
 
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Hallo Anette,

da wir anscheinend aus derselben Stadt kommen, glaube ich zu mal zu wissen, um welche Sternwarte es sich da handelt...
Da teile ich Deine Enttäuschung voll, was aber ganz nett ist, sind die Sonnenführungen.
Es gibt aber in der Umgebung eine weitere Sternwarte und da ist der Himmel weitaus dunkler.

Gruß Frank
 
Was erwartet ihr ?

Hallo Anette,

ich mache selbst Führungen auf einer Sternwarte, und frage mich: Was erwartet ihr?
Wir werden oft gefragt, warum die Sternwarte mitten in einer Großstadt ist, und die Antwort ist: Es ist eine Volkssternwarte, und Bedingung Nr. 1 dafür ist, daß sie leicht erreichar für das Volk ist. Wir zeigen auch an unseren großen Teleskopen gelegentlich - u.a. Albireo, um den Farbkontrast zu demonstrieren. Saturn, Jupiter und Mond werden immer gerne genommen, hellere Planetarische und auch Kugelsternhaufen, aber dann läßt die Begeisterung der Zuschauer sehr schnell nach. Der Ringnebel sieht auch in unserem 80 cm Teleskop wie ein schwacher Rauchring aus, viele sind da enttäuscht.
Aus Deinen Beiträgen hier lese ich eine gewisse Erwartungshaltung heraus, nach Effekten wie bei einem Feuerwerk - das gibt es in der Astronomie nicht. Die Freude über das Beobachtete kommt nicht durch die Intensität der Erscheinung, sondern erst mit dem Wissen, was man da sieht, bzw. daß man es überhaupt mal sieht. 2 von 100 Besuchern können das nachempfinden, alle anderen nicht - und wenn man sich noch so Mühe gibt. Diesen empfehle ich einen guten Actionfilm, eine Lasershow oder einen nervigen Handyklingelton

Gruß
Moriarty
 
Re: Was erwartet ihr ?

och Moriarty...nu sei nich soooooo gekränkt...
..ich dachte mir, ich schau nun einfach mal durch bessere Teleskope um einen Vergleich zu haben...und war recht zufrieden..mit meinen...die der Sternwarte würden unter bessren Bedingungen auch ganz andere Präsentationen zeigen, da bin ich sicher....und ich bin der 2. von Hundert, die genau das verstehen, was Du meinst...im Moment muss ich als Neueinsteigerin aber all meine NEugier bezüglich der optischen Leistung noch stillen....und Laserschow hasse ich, Handy noch nie bessesen (wenn ich weg bin bin ich weg) und Actionfilm mag ich nicht...also lass mir doch meine Sternwarte, wenn auch unter schlechtem Himmel.....Grüß Dich Anette
 
Re: Was erwartet ihr ?

Hallo Moriaty
Deine Ansicht teile ich leider nicht. Damals sind die Sternwarten an den Stadtrand gebaut worden. Zudem war die Lichtverschmutzung noch sehr gering (Thema Gaslich).
Heute sind diese alten Sternwarten mitten in der Stadt. Dies ist auch leider nichtmehr zu ändern und ok so.
Aber wenn man doch was neues aufzieht, sollte man sich doch nicht mitten in ein Lichtermeer setzen.
Heute haben auch fast alle Interessierten ein Auto und sind bereit 10 km zu fahren.
Bis bald
Marcus
 
Re: Was erwartet ihr ?

wenn auch unter schlechtem Himmel.....Grüß Dich Anette

Hallo,
Das ist so eine Sache mit den Himmeln, ich bin zu Hause im Ruhrpott und nun schon ein halbes Jahr in Stuttgart. Mittlerweile ist nicht nur mein TAL250iger sondern auch der ganze "Kleinkram" hierher gewandert. Und am Wochenende gejts immermal in den Schwarzwald. Es ist der Himmel auf Erden hier am Rande von Stuttgart, jedenfalls für mich, ich komme da aus dem Schwärmen nicht heraus.

Schöne Grüße und allzeit ruhigen und klaren Herbsthimmel
wünscht Rainer

www.borchmann.de
 
Re: Was erwartet ihr ?

Hallo Rainer,
mit Auto wäre der Schwarzwäld ja gleich um die Ecke, ich würde da schon bald in Calw sein, weil ich in der NÄhe der A8 wohne...wo spechtelst du denn da? Fährst du bis runter oder eher im Norden des Schwarzwaldes...aber ich bekomme hier bei mir leider den totalen Lichtstreu von Stuttgart mit, selbst, wenn ich auf den Acker fahre nützt das nichts ausser ein bissel mehr Horizont....Gruß von Anette
 
>Na sag ich doch: Schwarzwaldhimmel muss man haben !!! :-) >(Volks- aber auch Profi-) Sternwarten (und oft auch deren >Leutchen) kann man oft völlig vergessen...

Wie nett. Man kann uns also ruhig vergessen. Schade das hier mancher nicht verstehen will, dass Volkssternwarten immer einen Kompromiß zwischen Erreichbarkeit und Dunkelheit eingehen müssen. Klar kann ich im Hochgebirge und hintersten Kuhkaff den Nachthimmel besser beobachten. Dass ein größeres Teleskop einen guten Nachthimmel nicht ersetzten kann, ist den meisten Volkssternwartlern auch klar. Wenn sie tollste Beobachtungsbedingungen haben wollen fahren sie auch los in die Pampa (oft haben Volkssternwarten auch schon Außenstationen). Eine Volkssternwarte soll aber möglichst vielen Menschen eine Tür zur Himmelsbeobachtung sein, auch solchen, die keinen eigenen PKW + Riesendobson zur Verfügung haben (viele Gäste sind übrigens Schüler, die sicher nicht mal eben 100km fahren können). Deshalb liegen sie oft in Stadtnähe oder sogar mitten in der Stadt. Dabei hat man auch nicht immer die Wahl den optimalen Standort zu besetzen (viele Sternwarten haben nicht die Mittel mal eben eine Immobilie zu erwerben und auszustatten). Auch die Fernrohre sind nicht immer der neueste Chic. Wir haben einen 6" f/20 Refraktor, der sicher schon einige Jahrzehnte auf dem Buckel hat. Trotzdem sind solche Sternwarten nicht so ganz unwichtig. Viele Sternfreunde (ich auch) haben ihre Karriere in einem solchen Gebäude begonnen und der erste Blick auf den Saturnring wird trotz der schlechten äußeren Bedingungen für viele (gerade die Großstädter) noch zum Aha-Erlebnis. Da ich auch selbst gerne bei der Beobachtung Abwechslung mag, versuche ich auch mal "exotischere" Objekte wie Eskimonebel oder Kleiderbügelhaufen anzufahren. Damit stoße ich freilich aus verständlichen Gründen oft auf mäßige Begeisterung des Publikums und oft ist es im Stadtdunst auch schlicht nicht machbar. Etwas Verständnis für uns Sternwartler täte uns also gut und wenn Ihr einen tollen Beobachtungsplatz vor der Haustür habt und ein brauchbares Teleskop dazu, dann freut Euch doch. Die Mitarbeiter versuchen an der Sternwarte oft das Ihnen mögliche aus den gegebenen Rahmenbedingungen herauszuholen und sind oft auch für konstruktive Verbesserungsvorschläge offen. Mitarbeit ist auch willkommen:). Man sollte vielleicht auch erwähnen, dass viele Sternfreunde freiwillig und aus Spaß an der Freud' an der Sternwarte arbeiten und auch keine astronomische oder pädagogische Fachausbildung haben. Wem das alles nicht reicht, der hat halt Pech gehabt. Anbetung irgendwelcher Gerätschaften ist albern, sie sind Mittel zum Zweck. Wobei es schon etwas besonderes ist, an einem sehr alten Instrument mit Uhrwerksantrieb einen Beobachtungsabend durchzuführen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />. Das konnte ich mal an der Sternwarte Sonneberg machen. Letztlich kommt es immer darauf an was man daraus macht. Zeigt sich das Publikum interessiert, so lebt oft auch der Beobachtungsleiter auf. Kommen nur Kommentare wie: "da sieht man ja nix!" oder "zuhause in Kleinniederdunkelsdorf in meinem 16"-GOTOgerät geht das schneller und sieht viel besser aus!", dann fällt es mir nach einer langen Arbeitswoche auch nicht immer leicht, größten Enthusiasmus zu versprühen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />. Bei stark aufgehelltem Himmel bleibt übrigens trotz Nebelfilter vom Ringnebel nicht mehr viel übrig (ungeübte sehen oft gar nichts mehr), weshalb man dann bisweilen von einer Vorführung schonmal absieht, ehe man der Phantasterei verdächtigt wird.
 
Moin,

man muß der Wahrheit die Ehre geben, die meisten traditionellen Standorte sind heute so lichtverseucht, daß ein sinnvolles Beobachten letztlich nicht mehr möglich ist, man kann - bei guten Voraussetzungen, halt zeigen was geht, vielleicht noch mit nem Light-Pollution-Filter ein bischen was retten, aber OK.

Nur, was erwarten wir?

Der grundsätzliche Sachverhalt muß dem Amateurastronomen schon zu Beginn des Besuchs klar sein. Wenn es mir darum geht, die letzten Feinheiten irgendeines Objekts zu sehen, bin ich da sicher falsch. Um ein Gemeinschaftserlebnis zu haben, vielleicht historische Technik im Einsatz zu erleben, die früher wissenschaftliche Bedeutung hatte oder einfach auch mal Umfeldinformationen aufzunehmen, könnte man dort aber durchaus richtig sein.

Eine Volkssternwarte ist letztlich eine Bildungseinrichtung, die einem breiten Publikum den Zugang zur Astronomie schaffen soll. Und dazu brauchts keine perfekten Bedingungen. Schön, wenn sie da sind, aber es geht um den Zugang - nicht um die Zielgerade.

Ich freue mich immer wieder, wenn ich mal geschäftlich in einer anderen Stadt bin und im Web lese, daß ein interessanter Vortrag gehalten wird, ein interessantes Instrument besichtigt werden kann usw. und nutze diese Gelegenheiten, die ja meist von Hobbyfreunden in der Freizeit für uns organisiert werden.

Und wenn dann auch für die, die (noch) kein eigenes Instrument haben, eine Beobachtungsmöglichkeit geschaffen werden kann - um so besser, oder?


CS

J.

P.S.: Und das in den astronomischen Vereinen, die die Volkssternwarten teils tragen, auch richtig gute Arbeit gemacht wird, z.B. fotografisch, wo die Lichtverschmutzung besser ausgetrickst werden kann, haben wir oft genug in den Foren gesehen, bloß - was bringt das Zusehen bei einer 60min-Belichtung den Besuchern - nix. Die können das viel besser im Vortragssaal erleben, mit Beamer, Erläuterungen usw. oder bei einem Workshop.
 
Re: Was erwartet ihr ?

Hi, ich brauche keine Volkssternwarte um die Astronomie dem Volk näher zu bringen. Es reicht völlig aus, wenn ich mich mit einem mittelgroßen Instrument auf den Hauptplatz stelle und den Leuten den zunehmenden Mond am Abendhimmel, den Saturnring und diverse Mondfinsternisse präsentiere, da war noch kaum wer enttäuscht, ganz im Gegenteil.

Und die wirklich Vorbelasteten und Interessierten sind gerne bereit auch mal auf einen Berg zu fahren und sich M51, M13 usw. im großen Dobson anzusehen.

Wer eine richtige Show will, soll ins Planetarium gehen.
Volkssternwarten in der Stadt sind nimmer in...

CS Mike
 
Ciao,

also muss mich halt dann doch reumütig für meine verkürzte und deshalb ungerechte Ausdrucksweise entschuldigen. Sorry !!!
Über einzelne wollte ich auch nicht urteilen (wie könnte ich, da ich ja nicht jeden kenne.

Für Leute, die ansonsten keinen Zugang zu Teleskopen haben, sind Volkssternwarten (VSW) sicher wertvoll. Da würde ich ja komplett zustimmen.

Dennoch hab ich das Gefühl, dass, bei etwas mehr Vorbildung doch schon sehr sehr schnell (!) die Grenzen der Volkssternwarten erreicht werden - hauptsächlich vom Equipment und vom Standort her. Und heutzutage ist es eben so, dass man einen 8" Newton für 500 Euro bekommt und amn sich recht schnell informieren kann (es gibt viele Intzeressengruppen und deren Präsenzen im Internet). Das alles steht in starker Konkurrenz zu den VSWs denke ich. Für einen Amateur, der schon 1-2 Jahre Beobachten mit einem Dob auf dem Buckel hat, ist dein VSW-Besuch glaube ich in den meisten Fällen enttäuschend.

Ich kann mir aber schon vorstellen, dass es an manchen VSWs Interessengruppen gibt, die dann ambitioniertere Projekte machen können, aber dazu muss man halt lokal dann die richtigen aktiven Leute + Geräte haben + anziehen + Ideen haben...

Mein Urteil oben war sicher zu pauschal. Sorry also nochmal wenn ich damit jemand abqualifiziert haben sollte !

Schöne Grüsse,
Peter
 
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Hallo Freunde,

ich war ja noch nie in einer Sternwarte, auch nicht in der, die Annette wohl meint, und die hier bei uns in der Stadt ist. Aber ich kann mir gut vorstellen, was das "Volk" so erwartet. Andererseits denke ich aber, daß die 98% auch verhältnismäßig schnell wieder verschwinden. Die warten sicher nicht mal die Dunkeladaption ab. Und dann müßte doch auch etwas anspruchsvolleres möglich sein. Oder wird dann schon wieder geschlossen? Man muß halt warten können.

Viele Grüße und CS, auch über der VSW,

Gerhard
 
Hallo Gerhard,
ich denke mal, die kommen nicht so schnell wieder....aber alle blieben wirklich brav bis geschlossen wurde, ein jeder von den Teilnehmern stellte sich auch immer schön zum Durchschauen an...viele waren sehr schweigsam, selten eine Frage, beklommene Stille.....ich frage mich, was ein Mensch, der keine Ahnung von Astro hat sich dabei denkt, nur einen Doppelstern zu sehen....darüber hatte sich auch niemand ausgelassen....ich selbst finde es ja toll, mal Teleskop und Seeingvergleiche zu machen, mehr auch nicht, aber was erwartet einer, der eine hoch ausgerüstete Sternwarte vor sich sieht, Eintritt zahlt und zwei Stunden sich die Füssse in den Bauch steht? Für den Anblick von Mirzar und Albireo und einer verwaschnen Galaxie ....????Es hatte sich aber auch keiner beschwert, ob die Leute enttäuscht waren oder von irgendwelchen Gedanken benebelt, weil "Nichtdurchblicker" ja immer so hoch heilige Gefühle gegenüber Observatorien haben.....ich weis es nicht...ich weis nur immer eines, nach dem Besuch dieses Observatoriums: ich bin nicht schlecht drann mit meinen Billigskopes....und bin wohl die heimlich Allerzufriedenste bei dieser Verantstaltung. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/pftroest.gif" alt="" />
Gruß von Anette
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Anette,

ich mache Führungen in der Sternwarte des Dt. Museums mitten in München, sprich, an einem der schlechtesten Beobachtungsorte Mitteleuropas ;-)
Von mir noch ein paar Gedanken:

Es ist tatsächlich alles eine Frage der Erwartungen. Bei lichtschwachen Objekten sind viele sicher enttäuscht; aber manche sind auch mit dem Anblick von Albireo oder der Andromedagalaxie oder einem offenen Sternhaufen durchaus zufrieden. Von Mond, Jupiter und Saturn sind, denke ich, alle recht angetan bzw. begeistert.

Manche Besucher werden sicher nicht mehr wiederkommen, manche möchten explizit wiederkommen. Und letzten Dienstag gabs nach der Führung sogar Applaus :-)

Ein Bonus 'unserer' Sternwarte ist sicherlich, dass sie ziemlich alt ist - eine schöne Holzkuppel, ein altes Fernrohr. Das macht ziemlichen Eindruck, v.a. das Drehen der Kuppel.
Und die Aussicht auf München ist auch ganz interessant. Von daher denke ich, dass zumindest in diesem Fall die meisten Besucher zufrieden sind.


Viele Grüsse
Markus
 
Hallöchen Annette

Wie ein jeweiliger Abend abläuft ist immer sehr vom Publikum abhängig. Das Allgemeinwissen in der Astronomie ist in der Regel sehr schlecht (fast keiner kennt die Ursachen für Mondphasen, Jahreszeiten, ...). Solange die Leute Fragen stellen (was glücklicherweise meistens der Fall ist) ist das aber nicht so schlimm - nur manchmal hast du so eine Gruppendynamik, wo jeder 'ne halbe Sekunde durchschaut, sich ein "aha" entlocken lässt und dann wieder still einreiht <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/frown.gif" alt="" />

Für deinen nächsten Besuch daher ein paar Tipps:
1. gib dich als Hobbyastronomin zu erkennen:
Wenn ich weiß, wie das Vorwissen meiner Hörer ist, kann ich Inhaltlich darauf reagieren.
2. Frag' Sachen, äußere irgend welche Wünsche:
sofern es sinnvoll ist, stelle ich gerne irgend welchen Wunschobjekte ein. Der Hauptreiz für Hobbyastronomen auf Sternwarten ist meines Erachtens, mit anderen Fachsimpeln zu können und sich die Geräte anzuschauen.
3. Mach die nächste Führung bei mir <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />
ich stelle zwar auch Albireo ein, aber nur, um den Leuten die physikalischen Prozesse in Sternen und Sonnensystemen zu erklären (still daneben zu stehen ist ja blöd)

Punkt 3 war übrigens ernst gemeint. Melde dich einfach, wenn du das nächste mal kommen willst, dann mach ich dir eine Supersonderspezialführung. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/huhu.gif" alt="" />

Gruß
Andy
 
Hallo Andy, lieben Dank, nächstemal wenn ich dort anrufe, frage ich nach Dir.....Gruß von Anette
 
Hallöchen

@Annette: Telefonisch erreichst du bei uns kaum jemanden. Schreib mir einfach eine PN, wenn du das nächste mal kommen willst.

@alle: Wie wär das eigentlich. Fändet ihr es eine gute Idee, wenn man regelmäßig eine Spezialführung für Hobbyastronomen mit Vorwissen anbieten würde? Wer hätte interesse?
(wir machen natürlich auch jetzt schon Gruppenführungen, die sich dann ein wenig dem Vorwissen der Gruppe anpassen - nur beim "Laufpublikum" einer normalen Führung muss man sich auf das Durchschnittsniveau - also niedrig - einlassen).

Gruß
Andy
 
Hallo, Andy!

Wie wär das eigentlich. Fändet ihr es eine gute Idee, wenn man regelmäßig eine Spezialführung für Hobbyastronomen mit Vorwissen anbieten würde? Wer hätte interesse?
(wir machen natürlich auch jetzt schon Gruppenführungen, die sich dann ein wenig dem Vorwissen der Gruppe anpassen - nur beim "Laufpublikum" einer normalen Führung muss man sich auf das Durchschnittsniveau - also niedrig - einlassen).

Da hätt ich auch mal Interesse dran.

Gruß
Oli
 
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@alle: Wie wär das eigentlich. Fändet ihr es eine gute Idee, wenn man regelmäßig eine Spezialführung für Hobbyastronomen mit Vorwissen anbieten würde? Wer hätte interesse?
(wir machen natürlich auch jetzt schon Gruppenführungen, die sich dann ein wenig dem Vorwissen der Gruppe anpassen - nur beim "Laufpublikum" einer normalen Führung muss man sich auf das Durchschnittsniveau - also niedrig - einlassen).

Gruß
Andy

Eine sehr gute Idee <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />
 
Hallo,

ich will zu der Diskussion auch mal etwas beitragen.

Wie schon angesprochen, ist eine Volkssternwarte für das Volk da. Die meisten Personen die dort zu den öffentlichen Zeiten hinkommen, haben noch nie durch ein Teleskop gesehen oder sich mit dem Weltraum befasst. Daher wollen die meisten einfach mal etwas Neues erfahren und mal live durch ein Teleskop schauen.

Neben einem kurzen allgemeinen Vortrag über das Weltall und einer Vorstellung der Teleskope ist das größe Erlebnis für die meisten Leute, etwas live durch das Teleskop zu beobachten, was sie auch gut sehen können.

Die Meisten finden es am schönsten, den Mond, Jupiter oder Saturn zu sehen. Das sind Objekte, die sie schon kennen (zumindest von Bildern) und es einfach toll finden, einen Planeten live oder den Mond in Details zu erleben.

Selbst die gängigsten deep sky Objekte wie M13 oder M57 sind für die Meisten weniger interessant, da man nicht so viel sieht. Was bringt es mir dann, solchen Personen Galaxien oder Nebel zu zeigen, die man mit Filter und indirekt gerade so erahnen kann, die sie aber nicht sehen und man von etwas erzählt, was in ihren Augen nicht da ist?

Wenn sich jemand als Hobbyastronom zu erkennen gibt, kann man, sofern es der Andrang zulässt, auch mal andere/ schwächere Objekte zeigen. Das ist in der Regel kein Problem. Fakt ist nur, das die meisten Leute , die zu einer Volkssternwarte gehen, astronomische Laien ohne Grundwissen sind und man ihnen sind, denen man die komplexe Materie der Astronomie möglichst einfach erklären und vorführen muss.

Außerdem können interessierte Personen mit Vorwissen auch angepasste Sonderführungen buchen, die viele Sternwarten anbieten.

Viele Grüße

Carsten
 
Hi,

@alle: Wie wär das eigentlich. Fändet ihr es eine gute Idee, wenn man regelmäßig eine Spezialführung für Hobbyastronomen mit Vorwissen anbieten würde? Wer hätte interesse?
(wir machen natürlich auch jetzt schon Gruppenführungen, die sich dann ein wenig dem Vorwissen der Gruppe anpassen - nur beim "Laufpublikum" einer normalen Führung muss man sich auf das Durchschnittsniveau - also niedrig - einlassen).

Gruß
Andy

Eine sehr gute Idee wie ich finde, aber wie auch schon angesprochen wurde, ist es wohl kein Problem bei nachlassendem Andrang "sich erkennen zu geben". So war ich im Mai in der Sternwarte Limburg, der allgemeine Vortrag und die Beobachtungen von Jupiter durch diverse Scopes war interessant und als dann gegen Mitternacht nur noch eine Handvoll "Vorbelastete" da waren, ging es auch zu anderen Objekten...

Grüße und CS Benny
 
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Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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