Episkop, Epiotar oder Anastikmat als Apo ???

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Alnitak

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Hallo Sternfreunde,
immer wieder werden in Internetauktionen oben genannte Objektive angeboten. Oftmals sind diese von Herstellern wie
Zeiss, Görlitz usw,usw. Was haltet Ihr von den Dingern ? Manchmal haben die Optiken ja ganz annehmbare Brennweiten....
Hat jemand schon einmal was damit gebastelt ? Taugen die Teile überhaupt zu etwas ? Freu mich auf jede Antwort
Gruß
Chris
 
Hi Chris,

diese Projektionsobjektive sind für ganz bestimmte Anwendungsfälle berechnet und konstruiert:

Sie übertragen ein extrem helles Objektfeld (durchstrahltes Dia oder Folie bzw. Auflichtbild einer Papiervorlage auf den Projektionsschirm mit ebenem Bildfeld in endlicher Entfernung).

Zumeist leisten sie im Einsatz mit einem unendlich entfernten Objekt deutlich schlechter ihre Arbeit als z.B. Fotoobjektive, die man ebenfalls mit brauchbaren Brennweiten zu günstigen Preisen bekommt.

Im Web finden sich eine Reihe Berichte zu Versuchen, derartige Objektive zu Teleskopselbstbauten zu nutzen, in den allerseltensten Fällen mit guten Ergebnissen. Eigene Versuche haben ergeben, dass auch für Tageslichtfotografie letztlich nur recht flaue Bilder entstehen, anscheinend ist auch die Kontrastwiedergabe entsprechend dem eigentlich vorgesehenen Einsatz gänzlich anders entworfen als wir es brauchen.

Als "APO", also Refraktoronjektiv mit apochromatischen Eigenschaften taugen sie erst recht nicht, da diese Objektive selbst schon keine Apochromate sind. Sie sind allenfalls Achromate, also Objektive mit in zwei Farben korrigierter Abbildung, was man im übrigen auch bei der Projektion von Strichvorlagen gut an den dabei sehr häufig entstehenden starken Farbsäumen erkennt.

Jörg
 
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