Epsilon 130d - just arrived! Doku: Vorbereitung für ersten Einsatz - und ein paar Fragen

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Jan-Fre

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Hallo allerseits,

ich wollte einmal berichten, dass nach langem Warten endlich mein Takahashi Epsilon 130d angekommen ist. Das heißt aber auch, dass das Wetter noch eine Weile weiter schlecht sein wird.... Das mit dem Frist Light wird noch dauern. Trotzdem wollte ich hier mal ein paar Punkte zusammenfassen, die vielleicht für den einen oder anderen interessant sein könnten. Den einen oder anderen Punkt wird man sicher auch an anderen Stellen im Netz finden können. Egal... Ich habe auch noch selbst ein paar Fragen. Feedback wäre hier sehr erwünscht.

- Erster Eindruck: Ein tolles Teil! Die Verarbeitung scheint wirklich prima zu sein. Das Teleskop ist etwas kleiner als gedacht. Es ist auf jeden Fall ein kleiner relativ einfach transportabler Newton. Ich freue mich sehr.

- Ich habe einen ZWO EAF und eine Pegasus Astro Powerbox Advanced (PAPBA) angebracht. Dank der PAPBA gehen (wie bei meinen anderen Setups) nur zwei Kabel vom Teleskop zum Mini-PC, der am Stativ (Berlebach) angebracht ist. An der Seite vom Epsi wird noch ein 50er-Sucher mit einer ZWO ASI 178MM angebracht.

- Der OAZ wirkt auf den Blick viel wertiger als er an anderen Stellen im Netzt beschrieben wird. Allerdings – ja, doch – hätte Takahashi inzwischen doch einmal eine etwas bessere Lösung realisieren können, mit der man einen Fokus-Motor (hier: EAF) anbringen kann. Ja, es geht und funktioniert. Ich selbst hätte mir mit meinem Ingenieurs-Hintergrund doch etwas mehr gewünscht, als dass der ganze Motor von einer einzigen M4-Schraube, die in ein dünnes Blech aus einer Cu-Legierung geschraubt wird, das zugleich noch die Fokus-Welle zu fixieren scheint, gehalten wird. Wenn das Ding mal einen Stoß wegstecken muss, war es das. Der EAF funktioniert dennoch überraschend gut. Ich habe den EAF mit einem kleinen 3D-Druck-Hilfsblock gestützt, den mir ein Nachbar aus PLA gedruckt hat (siehe Foto). Mit diesem Arrangement, habe ich insgesamt 80 Steps Backlash (gemessen mit einer Messuhr). Interessant ist, dass ca. 60 Steps vom EAF selbst kommen. Die weiteren 20 schienen vom Tak-Fokusser zu stammen. Letzteres ist gar nicht schlecht! Ach ja... für den Epsi musste ich noch eine neue Wellenkupplung bestellen (die Kupplungen, die beim EAF dabei waaren, passten nicht). Ich hatte etwas Sorge, dass die Kupplung keinen richtigen Grip hat, da die Welle vom Tak einen kreisrunden Querschnitt hat und sehr glatt poliert ist. Daher habe ich die kleinen Madenschrauben der Kupplung richtig fest angezogen und sie so in/an die Welle gequetscht. Scheint zu funktionieren.

- Mit Kamera (QHY 268M), EAF und Guide-Rohr, ist der Tak stark frontlastig. Die Losmandy-Schiene, die im Lacerta-Komplett-Paket dabei war, ist mit 180mm etwas kurz. Das kriegt meine Montierung nicht gegriffen. Daher musste eine längere Schiene ran. Ich habe jetzt eine, die knapp 350mm lang ist. Hier ist aber Vorsicht geboten. Die Schiene muss genau zwischen den Ringen liegen, mit denen an den Enden des Tubus Spiegel und Fangspinne gehalten werden. Wenn man nicht aufpasst und alles festschraubt, drückt die Losmandy-Schiene gegen diese Ringe, was sicherlich zu vermeiden ist. Mit der längeren Schiene kriege ich den Epsi aber gut ins Gleichgewicht auf dem DEC-Sattel. Muss jetzt aber noch gucken, dass mir der Metallbauern (um die Ecke) noch Flachsenkbohrungen in die Schiene setzt.

- Die PAPBA wird bei mir von einer zweiten Losmandy-Schiene (auf dem Bild rot) getragen. Auf dieser habe ich auch eine weitere Prismanschiene angebracht. Ist vielleicht unnötig, weiß ich noch nicht, werde es beim Nutzen sehen. Hier kann ich bei Bedarf eine weitere Prismenschiene senkrecht zur Tubus-Achse anbringen, an der dann ein kleines Laufgewicht montiert werden kann. Durch dieses Off-Axis-Gewicht kann ich dann die seitliche Verlagerung des Schwerpunkts des Gesamtsystems ausgleichen, wenn der Sucher, der EAF und auch die Kamera mit Filterrad angebracht sind. Ich weiß, die Prismenklemme ist etwas überdimensioniert. Ich hatte sie aber noch übrig....

- Zur Kollimation werden die Tak Tools zum Einsatz kommen. Ich habe in der Vergangenheit viel Gutes von den Dingern gehört. Das Fine-Tuning dann ggf. am Stern nach Tommies Primer erfolgen (und ggf. wird man von mir Hilferufe hören....).

- Etwas verwundert hat mich die Tatsache, dass Takahashi an mehreren Stellen Kreuz- und Schlitz-Schrauben verwendet hat. Sowas habe ich noch nirgendwo gesehen. Vielleicht ist beabsichtigt, dass so ein zu starkes Festziehen vermieden wird. Naja... in meiner mobilen Astro-Werkzeugkiste gibt es jetzt auch Kreuz- und Schlitzschraubenzieher.

So sieht es aus.... Und nun zu den Fragen:

1) Ist der Rotator vom Tak eigentlich zuverlässig? Beim früheren Modell soll es nach Netz-Angaben so sein, dass eine Drehung zwangsläufig mit einem Kollimationsverlust verbunden ist. Trifft das immer noch zu? Bim richtigen Target-Framing im Feld möchte ich nach dem Einstellen des Kamera-Rotationswinkels ungern noch mal neu kollimieren müssen. Wie macht Ihr das? Einen Rotator möchte ich bei f/3.3 ungerne nutzen. Potenzielle Tilt-Gefahr.

2) Über einen Punkt hatte ich noch gar nicht nachdegacht. Wie verträgt sich wohl die 268M mit 36mm-Filtern mit f/3.3? Sind die Filter vielleicht zu klein und es kommt zu einer stärkeren Vignette? Werden größere Filter benötigt? Hat jemand Erfahrung?

So, dass war es erst mal....Ich hoffe, dass ein paar Dinge hier vielleicht für den einen oder anderen (m/w/d) interessant waren Für Feedback wäre ich sehr dankbar.
Viele Grüße and alles Gute
Jan

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@castro.pic : Das sieht interessant aus. Ich probiere erstmal, wie das alles mit dem Werks-Fokussen klappt. Später kann mann ggf. immer noch wechseln.
Ich hätte ich zwei Fragen:
- Warum hast Du einen anderen Fokussen gewählt? Probleme mit Tilt?
- Ist die Justage beim E130 schwierig (verglichen z.B. mit einer Lacerta 10" f/4 Photonewton, falls Du den kennst?)? Das mit dem Primer klappt gut?

Viele Grüße
Jan
 
Warum hast Du einen anderen Fokussen gewählt?
finde die Dinger sind für den Preis von dem Teleskop eine Frechheit, weiterhin hatte ich kein reproduzieren Backlasch der war mal so und dann mal so.
Somit habe ich den Autofokus nicht reproduzierbar auf den Punkt hinbekommen.
Ja, der hat mal gepasst, dann aber auch mal nicht mehr. Dann total daneben.
Weiterhin hatte sich das Bildfeld bei Richtungswechsel verdreht, das geht gar nicht.

wollte in schon in die Tonne treten ;) Trick war dann für mich die Inra und Extrafokalen Bilder auf einen großen Monitor in PI zu blinken, damit ich die Beugungsscheiben korrekt interpretieren konnte. Auch hat Tommy seine Anleitung noch etwas angepasst, da ich ein Verständnis Problem hatte.

Grüße
Carsten
 
Klingt gut. Ich gucke mal, wie es bei mir mit dem Werksfokusser klappt. Auf jeden Fall bin ich von der Art, wie hier ein Fokus-Motor befestigt wird, auch nicht so begeistert.

Ich frage mich ja, was der Grund ist, warum manche Leute Probleme mit dem OAZ haben, während das bei anderen nicht der Fall ist. Vielleicht nutzen die einen Kameras mit großen Pixeln (DSLRs?) während andere auf feiner Pixelscala unterwegs sind und schwerere Kameras mit Filterräden verwenden. Kann das sein? Oder ist es sowas wie Montage- oder Serienstreuung?
 
Streuung ja, der erste war wirklich unterirdisch, der zweite deutlich besser.
Hatte an der Zahnstange einen Messingstreifen, damit das verdrehen nicht so schlimm war. Den Fix hatte ich auf dem ATT auch an einem ausgestellten gesehen.

Viele nutzen DSLR mit großen Pixel da fällt das nicht auf, andere haben einfach nich den Anspruch das die Sterne perfekt sind.

Habe inzwischen schon mit vielen Kontakt gehabt die mit den Originalen so ihre Probleme hatten und ihren Epsi auch deshalb wieder verkauft habe.

Bei anderen käme es Gotteslästerung gleich, was zu kritisieren.
 
Hm… meiner ist bestimmt ganz toll ;-)

Was ist das für ein Fix mit dem Messingstreifen? Findet man Infos dazu im Netz? Höre davon heute zum ersten Mal…
 
Was ist das für ein Fix mit dem Messingstreifen?
nein, hatte ich nicht im Netz gefunden, damit habe ich einfach versucht das verdrehen vom Auzugsrohr zu minimieren.
Fand ich nur witzig das ich den Fix auf dem ATT auch gesehen hab.

Ich hatte zwei Streifen links und rechts die ich oben miteinander verlötet hatte.
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Das ist vom ATT
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Grüße
Carsten
 
Ok. Alles klar. Und dass hat eine Verbesserung gebracht, aber letztendlich bist Du dann beim Monolith gelandet?
Ich habe eben Deinen alten Thread "Epsilon Montage Service" gefunden und lese dort mal etwas.
 
Auf jeden Fall schon mal vielen Dank für die vielen Infos. Ich habe Deine letzten Justage-Ergebnisse in dem anderen Thread gesehen. Das ist auf jeden Fall ganz weit vorn!
Ich gucke mal, wie weit ich komme. Das größte Problem sehe ich derzeit im Wetter :) und in der Jahreszeit....

Viele Grüße und alles Gute!
Jan
 
Hallo Leute,

jetzt nachdem mein Epsi 160ED endlich angekommen ist, kann ich auch mal mitreden.
Die Zahnstangenführung und der mechnische Versatz von dem gerne immer wieder in Zusammenhang mit den Epsi OAZ gesprochen wird, machte mir im Vorfeld auch ein wenig Sorgen. Bisher konnte ich leider nur Trockenübungen machen, da das Wetter wieder mal nicht mitspielt. War ja eigentlich klar wenn man sich ein neues Teil gönnt. Bitte kauft keine Astrokomponenten mehr ;);). Wahrscheinlich liegst an uns, die gerade teures Zeug gekauft haben.
Aber zurück zur Trockenübung. Mein OAZ macht einen besseren Eindruck als ich befürchtet habe. Einen Shift beim Bewegen rein/raus kann ich beim besten Willen nicht feststellen. Der Spalt zwischen Zahnstange und Führung ist kaum auszumachen. Ein Blechstreifen würde hier sicher nicht mehr dazwischenpassen.
Evtl. hat Takahashi endlich ein Ohr gefunden und diese Stelle optimiert oder ich hatte einfach Glück. BtW der OAZ vom 130er und 160er ist vermutlich ja der Gleiche ? Am Ende brauche ich nun einfach mal ein paar klare Nachstunden um das zu Verifizieren und kann dann mal berichten wie's bei mir läuft.
Den Rotator und dessen Genauigkeit in Bezug auf die Justage klappt ohnehin erst in realen Betrieb.

CS,CS,
Franz
 
Man muss halt wirklich gucken. Epsilon-Besitzer sind oder mutieren gerne zu Überperfektionisten. Für eine µ-genaue Abbildung im Vollformat braucht es schon einen anderen OAZ. Gibt man sich mit 5% weniger zufrieden, dann tut es auch der TAK-OAZ. Vor allem in Zeiten von BXT.
Insbesondere gibt es bei Epsis ja nur die *eine richtige* Ausrichtung der Spikes :-) Da will ich auch nicht an der Rotation drehen.
Für alle, die nicht genug haben können, gibt es jetzt die Ultra-High-End-Lösung: #19749 - Hercules Focusing Rotator
Fröhliches Fokussieren!
 
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