Epsilon Lyrae endlich sauber getrennt

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Rolf_Geissinger

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Hallo Doppel(Vierfach)sternfreunde,

gestern konnte ich das erste mal in meiner Astrokarriere Epsilon-Lyrae so richtig knackescharf und dauerhaft trennen.
Meine Balkonsternwarte gibt bezüglich Seeing sowas leider nur selten her.

Beide Doppelkomponenten hatten so viel Zwischenraum, dass eine ganze Elefantenherde durchgepasst hätte [:D]
Im Ernst: In die Zwischenräume passten geschätzt noch 3-4 Sternscheibchendurchmesser rein.

Zeitweise waren die Beugungsringe klar zu erkennen. Perfektes Seeing ist was anderes, aber wieder mal hat sich gezeigt, dass ein Refraktor bei sowas einfach die Nase vorn hat - ich vergleiche das hierbei ausdrücklich mit meinem ehemaligen Intes M715 Mak.

Dietmar - ich danke Dir!

Geguckt und bestaunt durch:
- TEC 140
- Großfeldbino mit 1.25x Korrektor
- 2x 4.5mm TMB Burgess
- V= 272x

Wie sind Eure Erfahrungen an Epsilon-Lyrae?

Grüße
Rolf
 
Hi!

Ich hab mit meinen Beobachtungen an der örtlichen Volkssternwarte angefangen und die üblichen Verdächtigen mit Öffnung erschlagen - Eps Lyrae ist im 150/2250-Refraktor kein Problem, und der Blinking Planetary blinkt im C14 auch nicht wirklich.

Im letzten Jahr kam nach vielen Jahren mit größeren Teleskopen dann das erste eigene (Celestron ED80/600). Beim Blick auf Epsilon Lyrae war mir dann auch klar, warum der Vierfachstern so gerne zum Testen der Auflösung genutzt wird. Da ich das Telesköpchen als Richfielder gekauft hatte, war ich da erst mal an der fehlende Vergrößerung gescheitert... Mittlerweile weiß ich auch, warum es Okulare mit Brennweiten von 5mm und weniger gibt - wenn man Teleskope über zwei Meter Brennweite gewohnt ist, bleiben die Dinger in der Regel in der Schublade. Jenseits von 100fach ging's dann aber auch. Immer wieder ein hübscher Anblick.

Gruß,
Alex
 
Hi Rolf,

naja eps lyrae ist eher ein Objekt für einen 2 Zöller. Probier dich mal an Epsilon Bootes oder Delta Cygni.

Gruß

Lots
 
Zitat von Rolf_Geissinger:
Hallo Doppel(Vierfach)sternfreunde,

Beide Doppelkomponenten hatten so viel Zwischenraum, dass eine ganze Elefantenherde durchgepasst hätte [:D]
Im Ernst: In die Zwischenräume passten geschätzt noch 3-4 Sternscheibchendurchmesser rein.

Wie sind Eure Erfahrungen an Epsilon-Lyrae?



Das liefert so auch ein 90/1300 Tasco Frauenhofer.

CS
bernd

 
Hallo Rolf,
mit einen TEC 140 auf eps Lyrae ist wie mit Kanonen auf Spatzen schießen. :/ Hab letzte Nacht im kleinen 4" Takahashi FS Refraktor bei 117x die Komponenten sauber getrennt.

Aber es ist richtig, das Seeing spielt eine nicht unbedeutende Rolle. Ich kann mich noch an mein erstes Teleskop erinnern, ein C8. Als Anfänger bin ich damals auch schier an eps Lyr verzweifelt.

Ich weiß noch, wie glücklich ich war, als es bei gutem Seeing dann das erste Mal geklappt hat; von daher kann ich Deine Freude gut nachempfinden. Selbst nach Jahren der Beobachtung kehre ich immer wieder gerne zu diesem bezaubernden 4-fach-System zurück.

Ohne Frage ist ein APO bei Doppelsternbeobachtung gegenüber einem SC klar im Vorteil. Wünsch Dir weiter viele Erfolge! :super:

CS
André

 
Hallo André,

ist schon klar, dass Eps-Lyr locker auch mit einem kleineren Gerät unter guten Bedingungen locker getrennt werden kann - ich hatte halt gerade nix anderes parat :-)
Das ist aber nicht das Thema.

Mir ging es hier eigentlich darum, dass es mit einem geeigneten Gerät auch unter nicht optimalen Seeingbedingungen sehr gut klappen kann. Mein Mak konnte das nicht.
DAS ist der Unterschied.

(Vorsicht, Du hast hier das böse Wort mit dem A.. gesagt :-))



Grüße
Rolf
 
Hallo Rolf,

(Vorsicht, Du hast hier das böse Wort mit dem A.. gesagt :-))

Sorry, hab nicht dran gedacht. Wieso - ist eigentlich "Anfänger" ein so böses Wort? :/

Ich denke, ob "Anfänger" oder Fortgeschrittener, ist ein APO doch das beste Teleskop, besser als Mak´s und SC´s, oder? :biggrin:

CS
André
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Lots,

hatte jahrelang einen 2" im Einsatz, aber der Vierfachstern epsilon-Lyra blieb mir versagt (max. 45x Vergrößerung). Im Karkoschka wird ein 6 Zöller für die Vierfachkomponente empfohlen.

Die Zweifachkomponente stellte auch im 2" kein Problem dar.

CS,
Doppelstern
 
Hallo Rolf,

schön, dass Du ihn getrennt hast!

Epsilon Lyra ist ja immmer wieder schön und ab 3" Öffnung auch eigentlich gut zu trennen. Ich konnte ihn im 4"er schon ab ca. 75X trennen. Im TMB 115 sieht er am schönsten bei ca. 130x aus.

Allerdings muß ich jetzt doch mal nachfragen, wieso Du so viele Jahre gebraucht hast Epsilon Lyra zu trennen? Er ist ja nun das Paraobjekt für den doppelten Doppelstern schlechthin (obwohl es Wirklichkeit wohl sogar ein 5 bis 6fachSystem ist).
Wenn ich mir auf Deiner Seite die Liste Deiner schönen Teleskope anschaue ist eigentlich keines darunter welches nicht mit Leichtigkeit diesen Doppelstern trennen kann.

Viele Grüße, Jürgen
 
Hallo,

Epsilon Lyrae haben wir letztens mal ausgiebig mit allen möglichen Geräten von 3" (Pentax) bis 16" "geknackt" - ging im Prinzip immer problemlos, viel wichtiger als die Öffnung war in meinen Augen ein gescheites Okular, mein Matschebild 5mm LE war schrottig und ein Ortho mit ich glaube 9mm war wiederum ein Kinderspiel (am 8" f/6)...

Epsilon Bootes war etwas knackiger aber auch problemlos, aber das war dann auch mit 8", ging wenn ich mich recht erinnere aber auch mit anwesenden 4"ern.

CS Benny
 
hallo Doppelsternfreunde,

nachdems bei Doppelsternen nicht um Kontrast geht, ist ein Apo dem SCT - wenns denn eine brauchbare Optik hat - ohne Frage nicht klar überlegen, sondern unklar. Ist also schon eine Frage, lieber André.

Epsilon Lyrae ist im 80/400 Fraunhofer kein Problem, für eine 140mm empfehle ich sehr Gamma Virginis, derzeit 0,8", Komponenten gleich hell so um 3,5 mag. In meinem C6 auf Anhieb getrennt, im 5" Mak eine liegende 8, im 4" Refraktor ein längliches Scheibchen. So siehts der Herr Dawes auch vor, und auch Apos halten sich für gewöhnlich an die Gesetze der Physik -> Dawes - Kriterium

lg Tommy
 
Hi,

klar mit 45x schafft das auch ein 8 Zöller nicht. Hättest auf mindestens 100x hoch ziehen sollen.

Gruß

Lots
 
Hallo Sternfreunde !

Zum Trennen von eps Lyrae ist ein gutes Seeing das Entscheidende. Selbst meine alte Russentonne trennte eps Lyrae in vier Komponenten, der vierzöllige f15 FH der Sternwarte mit riesigen Abstand, mein 5zölliger FH sowieso und für meinen siebenzölligen Maknewton ist die Aufgabe fast schon eine Beleidigung. Dennoch, immer wieder ein Leckerli, dieser Anblick.

Sternklare Nächte
Berthold
 
Hi Lots,

sollen, klar, aber wie geschrieben nicht können.
Die 2.5" stellen für einen 2" aber das absolute Maximum dar.
Hast du epsilon-Lyra mit einem 2" schon trennen können?

CS,
Doppelstern
 
Hallo Jürgen,

klar, trennen konnte ich eps-Lyrae mit allen meinen Instrumenten mehr oder weniger problemlos. Je nach Position und Seeing.
In meinem Post stand aber: "knackescharf" und "dauerhaft" mit "riesigem Abstand" zwischenden Komponenten.
DAS hat bislang noch keines meiner Scopes in dieser Güte hinbekommen - wohlgemkert auf der Balkonsternwarte.

An alle:

Dass das Ganze natürlich unter bessern Bedingungen auch mit viel weniger Öffung geht steht hier nicht zur Diskussion.

Bevor wieder hitzige Diskussionen um Geräte (deren Namen man hier nicht nennen darf) entstehen, bitte ich mein Eingangspost genau zu lesen.

Danke!

Grüße
Rolf
 
Hi Rolf
das ist ne Frage des Seeings. Es gibt Tage da kann das mein Dob nicht vor lauter Gewaber und es gibt Tage da ist er schon bei kleinen Vergrößerung sauber mit Distanz trennbar.
Mit Kleingeräten geht es auch, wobei ich die V nicht mehr exakt im Kopf habe:

LIDL Scope - mehrfach jenseits der 100fach
80/400 Skywatcher -mehrfach bei 100fach aufwärts
80/555 Williams - um 70fach
Vixen 80M - 91fach
114/900 - um 100fach

Der Pronto eines Bekannte konnte es unter 100fach
Ein 80mm Scopops bei 140

Immer mit schwarz zwischen den Sternen.
Soviel zu meinen Erfahrungen mit kleinen Geräten
CS
 
Hi Doppelstern,

nicht in jüngster Vergangenheit.
Hatte in den 80ziger Jahren einen 50/600 mm Refraktörchen und damit war m.W. die Trennung möglich. Das Ganze liegt aber schon sehr lange zurück, kann ich also nicht mehr mit 100% Sicherheit sagen.

Aber das Auflösungsvermögen beträgt anch der Fasutformel: 116/D = 2,32" also durchaus im Bereich des Möglichen. Die vergrößerung sollte allerdings so hoch wie möglich sein.

Mit meinem 72mm Williams (2,5 Zöller) ist epsilon Lyrae überhaupt kein Problem bei 106x und gutem bis mittelmäßigem Seeing!

Gruß

Lots
 
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