EQ-2 Motorisierung realisieren

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Matzju

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Hallo zusammen,
nachdem ich jetzt mit meinem 114/1000 Newton schon so einige Beobachtungen gemacht habe, juckt es mich jetzt auch in den Fingern, selbst etwas zu basteln / optimieren.
Ich habe mir jetzt in den Kopf gesetzt, meine EQ-2 zu motorisieren. (1-Achsig)
Ich weiß, die Motoren kann man auch kaufen, etc, aber wo ist da noch der Reiz?
Allerdings habe ich noch gar keine Ahnung, wo bzw. wie ich einne Motor an meiner EQ-2 anbringen könnte. Schrittmotoren (ziemlich fein stellbar) sind vorhanden. Ein entsprechender Mikro-controller zur Ansteuerung ist auch "schnell" gebastelt. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />
Nun zu den Fragen:
Wie muss ich das Getriebe berechnen? (das wird ja sicherlich in Abhängigkeit von den Motoren sein)
und wie kann das ganze hinterher an der Monti befestigen?
<img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gruebel.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gruebel.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gruebel.gif" alt="" />

Ich hoffe, einige der Erfahrenen Bastler können mir hier helfen. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/help.gif" alt="" />

Vielen Dank!

Grüße

Matthias
 
Hi,
schau Dir doch mal andere Montierungen an, in Katalogen blättern, im Internet stöbern, wie wird der original Motor angebaut?
Ich würde versuchen in die Montierung keine Löcher zu bohren sondern eine Lösung zum Anklemmen suchen.
Bohrungen mindern den Wiedeverkaufswert wenn das mit dem Antrieb doch nicht so richtig klappt.
Es gibt viele mechanische Normteile mit denen man basteln kann, ich denke da an Ketten oder Zahnriemen und die zugehörigen Räder. Getriebe und Normteile findet man bei Fa. Mädler aber auch im Modellbaubereich z.B. im Conrad Katalog.
Das mit der Drehzahl ist relativ einfach, die Stundenachse muß in 24 Stunden eine Umdrehung machen. Dann kannst Du ja ausrechnen wieviel Umdrehungen das pro Minute sind.
Die Übersetzung berechnet sich dann bei der Drehzahl n und einer Zähnezahl Z (Zahnrad, Kettenrad usw.) wie folgt:
n1 : Z1 = n2 : Z2

Schau mal in ein Physikbuch da findest Du alle nötigen Formeln zur Berechnung.

Aber auch im Net z.B. auf dieser Seite: http://www.uni-muenster.de/Physik.TD/Uvortec/Transport/Benz/Uebertragung/Arbeitsbl/HkUeberset.htm

Gruß, Edi
 
Hi Matthias,

ich denke, wie der Vorredner sagt, das sollte mit einem einfachen 2-achsigen Antriebskit und ein wenig basteln gehen.

Ich rate Dir mal zu Modellbauzahnriemen, die sind spielfrei und die Riementriebe gibt's in nahezu unendlicher Vielfalt im RC-Modellbaufachhandel. Das sollte sich vielleicht mit Hilfe eines Drehers anstelle Deiner Handwellen auf jeden Fall machen lassen.
Sofern es die Wackelitis Deiner Monti zuläßt hast Du dann eine brauchbare Nachführmöglichkeit mit allen Optionen.

Wenn Du dann schon beim Dreher bist zeig ihm mal die Lagerung samt Schneckenantrieb. Dreher neigen dazu verkappte Daniel Düsentriebs zu sein, das könnte dann nochmal einen Quantensprung an Genauigkeit bringen.

CS

J.
 
Hallo,
vielen Dank schonmal für die Hinweise.
Habe jetzt mal ein wenig gestöbert und oh wunder, teilweise auch brauchbares gefunden. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Beim Getriebe stellt sich mir jetzt die Frage, auf welche Belastung es ausgelegt sein sollte. Gibt's da nen "Richtwert"?
Danke & Grüße

Matthias
 
Hallo Matthias,

das kann man nicht so einfach sagen, das ist abhängig von den Massen die es bewegen soll, d.h. wie schwer ist Dein Teleskop mit allem drum und dran?
Was man auch beachten muß, ist die Länge das Rohres. Es ist praktisch ein langer Hebel und wenn Du mal aus Versehen dagegenstößt überträgt sich diese Kraft
(Last * Lastarm = Kraft * Kraftarm) als Drehmoment auf das Getriebe. Dieses kann dabei leicht über den Jordan gehen wenn es falsch dimensioniert ist.
Ein Sicherung wäre hier ein Rutschkupplung oder eine Durschlagsicherung wie Scherbolzen o.ä.
Du siehst, der Teufel steckt im Detail...

Gruß, Edi
 
Hallo Edi,
es ist "nur" ein 114/1000. D.h. die Baulänge & damit der Hebel ist sehr kurz.
Später kommt noch ne DSLR mit drauf, um Piggy-Pack (?) noch Fotos zu machen.
Hast du eine Idee, wie ich die minimal-Belastung errechnen könnte?

Grüße

Matthias
 
Hallo Matthias,
wenn das Teleskop gut aus balanciert ist, dann ist kein großes Drehmoment nötig um es zu bewegen. Es muß die "Losreisskraft" d.h. die Reibungen der Lager und des Getriebes überwunden werden.
Was aber selbst bei dieser kurzen Baulänge zu beachten ist, ist die Sicherung des Getriebes wie schon beschrieben.
Ein Beispiel: Das Teleskop ist 1000 mm lang und in der Mitte gehalten dann haben wir eine Hebellänge von 500 mm.
Angenommen der Achsdurchmesser sei 10 mm, weiter angenommen Du drückst mit einer Kraft von 10 kN (1 kp) auf das Ende des Rohres dann ergibt sich, gemäß dem Hebelgesetz, ein Moment von 100 kN (100 kp) auf die Achse.
Du kannst Dir vorstellen wie da ein Getriebe mit Kunststoff Zahnrädchen aussieht?
Versuch mal, bei gelöster Feststellung, die Achse mit zwei Fingern zu drehen um ein Gefühl dafür zu bekommen. Du kannst auch, z.B. am Gegengewicht, tangential eine Ferderwaage befestigen und die Kraft messen die zum Drehen nötig ist. Über die Hebelgesetze kannst Du dann das Drehmoment bestimmen. Plus doppelter Sicherheit, ergibt das Drehmoment für das Getriebe. Bei käuflichen Getrieben sollte das Drehmoment angegeben sein.

Gruß, Edi
 
hallo!

also wenn ich mich verrechnet habe, dann schande auf mein haupt, aber wenn nicht.... 10kn? 1t? man wird die monti ja gewiss nicht einbetonieren, und dann mit nem lkw dran ziehen..... hoffentlich hab ich einen umrechnungsfehler, oder du nen schreibfehler.... ich glaub das würde kein so einfach käufliches minigetriebe aushalten <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/augenruppel.gif" alt="" />
 
Hallo,
natürlich hast Du recht - Schreibfehler von mir. So geht`s wenn die Finger schneller sind als die Gedanken.
... haben die Amis nicht auch km und Meilen verwechselt und sind etwas unsanfter auf dem Mars gelandet?

---------------
 
Hallo,
sind die danach nicht eher gar nicht, bzw. in "leuchtenden Einzelteilen" <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/totlach.gif" alt="" /> gelandet? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Vielen Dank für die vielen Hinweise. Naja, LKW-Umfahr-Sicher wollte ich das Getriebe ja sowieso nicht gestalten....

Ich habe mir das ganze jetzt so überlegt, dass ich die vorhandene Schnecke (an der Welle) belasse, und dann die Welle motorisiere.
Wo, bzw. wie kann ich denn, ohne "ausprobieren", das Übersetzungsverhältnis der Welle rauskriegen? Das muss ja dann in die Berechnung des Getriebe-Verhältnisses mit einfließen. Damit dürfte auch die Belastung des Getriebes bei einem Stoß gegen das Teleskop gegen null gehen, oder täusche ich mich? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gruebel.gif" alt="" />

Grüße

Matthias
 
Hallo,
ermittle einfach die Anzahl der Umdrehungen, dreh die Schnecke von Hand bis ein Winkel von z.B. 90° durchfahren ist, mit Hilfe der Teilkreise ist das doch ganz einfach.
Wenn Du dann auf 360° hochrechnest, hast Du die Umdrehungen für 24 Stunden.

Gruß, Edi
 
Hallo,
danke. Hatte mir schon gedacht, dass ich selbst Hand anlegen muss.... kommt wahrscheinlich vom Board-Namen... Selbstbau <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Aber der Tip nur 90° zu drehen ist gut. Ich hätte, wie ich mich kenne 360° gemacht. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/mauer.gif" alt="" />

Grüße

Matthias
 
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