EQ Plattform lackieren, lasieren oder…?

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Metalblade

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Hallo,


Ich habe meine EQ Plattform von D. Martini da und möchte sie wetterfest machen . Nun wollte ich gerne nach dem Farbauftrag die Maserung im Holz (Multiplex) noch sehen. Am liebsten wäre mir, das sie mit der Pistole schön gleichmäßig gespritzt wird.

Aber was nimmt man da am besten für eine Lasur oder einen Lack ? Ich war schon bei mehreren Lackierern , aber jeder sagt was anderes und ich selbst bin da kein Fachmann drin.:D

Wie würdet ihr vorgehen ?

Viele Grüße
Stefan
 
Hallo Stefan,
ich als Fachmann frage Dich - Ist das Holz denn schon behandelt worden? Ich denke rohes Holz wird es nicht mehr sein!?
Dann ist es auch mit einer Lasur schlecht zu behandeln, weil diese am besten auf rohen Holzuntergründen haftet und ihre Vorteile ausspielt.
Sonst zeig doch mal die zu Beschichtenden Teile.

Gruß und CS
Alex
 
Hi Stefan,

ich habe meine Martini Plattform schon einige Jahre.
Ich hatte und habe keinen Grund sie zu lackieren.
Wozu? Ich bin ein fauler Hund. ;)
Sie sieht noch top aus. Bei Regen steht das Teleskop sowieso nicht draussen. Aber ich bin auch nicht der "Hardcore" Beobachter.

Ansonsten würde ich einfach eine farblose Standard Holz-Lasur von einem Markenhersteller aus dem Baumarkt nehmen.

Übrigens die Martini Plattform eignet sich mM aufgrund ihrer tollen Einfachheit sehr gut zum Optimieren.
Bessere, feinfühligere PWM-Motorsteuerung (nicht teuer) oder gleich Umrüstung auf Getriebe Schrittmotor. Damit kann ich sie auch mit dem Schrittmotor und Arduino Steuerung genau auf die Anfangsposition auf Kommando zurückdrehen.

Die Alu-Segmente sollte man mM mit feinem Schmirgelpapier bearbeiten, damit sie glatter werden. Genauso den Kugelkopf.

Gruß
Peter
 
Danke für die Antworten , ich habe ja gehört das es auch ohne Lackierung gehen soll, aber es sollte eben farblich zum Dobson passen . Ich mache dann mal ein Bild vom Material.
 
Sie sieht das Holz aus . Es it die große Variante mit 90Kg Tragkraft.

Mit freundlichen Grüßen
 

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Ja, sieht bei mir ähnlich aus.
Martini benutzt immer sehr schönes Holz. ;)

Wie ich geschrieben hatte, ich würde eine ganz normale transparente Holz-Lasur (für aussen) nehmen.
Ich habe schon andere Holz-Arbeiten gemacht. Sollte wirklich kein Problem sein und gut aussehen.
Wenn's besser werden soll, einmal einstreichen, abwarten bis es trocken ist, dann fein schleifen und nochmal lackieren.
Das so oft, wie man Lust hat. ;)

Aha, du hast die grössere. Ich hätte eine Bitte: Könntest du ungefähr den Abstand vom Kugelkopf zu einem Segment ausmessen und mitteilen. Danke, das wäre echt nett.
Würde mich interessieren und es kommt ja nur auf dieses Mass bei einer EQ-Plattform an.

Gruß
Peter
 
Oder wenn es farbig sein soll: Osmo Landhausfarbe. Das Zeug ist zwar teuer, aber es bietet wirklich lang anhaltenden Wetterschutz ohne abblättern und Verfärbungen. Die Maserung bleibt erhalten, je nach Farbton aber etwas schwächer.

Ciao, Udo
 
Hallo,

ich wachse nur noch. Zwar ist Wachs nicht wirklich witterungsbeständig, aber wer lagert schon sein Teleskop und Zubehör das ganze Jahr ungeschützt draußen. Gut gewachste Hölzer überstehen problemlos einen Regenschauer oder massiven Taubeschlag. Sollte doch mal ein Schaden entstehen, was noch an keinem meiner Geräte geschehen ist, so wird die Schadstelle einfach ausgeschliffen und neu gewachst.
Von Clou gibt es ein lösemittelfreies Wachs, welches das Holz fast im Naturton belässt. Die lösemittelhaltige Version ergibt eher einen Honigton bei Birke. Keine Ahnung ob es noch weitere Hersteller gibt, unser örtliche Farbenhandel gibt leider nicht mehr her.

Lacke und Farben kommen mir für die Holzteile meiner Teleskope nicht mehr ins Haus. Die sind viel schwieriger als Wachs aufzutragen und billiger sind sie auch nicht.


MfG

Rainmaker
 
Das Osmo Zeug ist ölbasiert. Zieht auch relativ tief ins Holz ein und ist wirklich saugut. Gartenhütte aus Kiefernholz sah nach 10 Jahren noch fast wie neu aus.
Wachs ist eher etwas für Innenräume.

Ciao, Udo
 
Jain. In Prinzip wird das als deckend beworben. Stimmt auch irgendwie. Alles wird rot.... Aber die Maserung bleibt trotzdem irgendwie sichtbar. Schwer zu beschreiben.

Solche Farben werden in Skandinavien für die "Schwedenhäuser" verwendet.

Ciao, Udo
 
Hallo Udo,

für den wirklich längerfristigen ungeschützten Verbleib im Freien ist Wachs nichts, aber wer lagert sein Fernrohr schon über Wochen und Monate ohne Abdeckung im Freien.
Die Birkmeier Dobsons waren meines Wissens auch "nur" gewachst und da hat es auch niemanden gestört. ;)
Das originale Schwedenrot ist übrigens korrosiv und vielleicht nicht unbedingt was für Fernrohre.


MfG

Rainmaker
 
Hallo Stefan,
ich empfehle eine Kombination aus Schutz gegen Pilze und Schutz gegen Wasser und UV-Licht.
Schutz gegen Bläue und Insekten erreichst Du mit einer guten Holzschutzgrundierung.
Zum Beispiel dieser:


Die ist farblos, zieht unglaublich schnell ein, und ist auch sehr schnell trocken.

Anschließend empfehle ich, damit die Holzstruktur schön sichtbar bleibt, eine transparente Lasur.

Beste Erfahrung haben wir bei unseren Hütten hiermit gemacht :


Die Lasur lässt sich wunderbar verarbeiten. Ich habe sie sowohl mit breitem Pinsel aufgetragen, wie auch mit einem Niederdruck-Spritzgerät gespritzt. Nach dem Spritzen habe ich mit einem breiten Lasurpinsel Ungleichmäßigkeiten egalisiert.

Das Ergebnis ist sehr gut. Die behandelten Flächen sind stark wasserabweisend, glänzen nach zweimaligem Auftrag etwas, und das Holz ist sehr angenehm griffig.

Damit kannst Du auch dann noch ruhig schlafen, wenn Deine Plattform mal richtig nass geworden ist.

CS

Dietmar
 
Danke Dietmar für die Antwort! Das ist sicher auch eine sehr gut Lösung. Es hängt natürlich auch davon ab was der Lackierer seiner Sprühpistole zutraut. Aber Niederdruck muss ich mir mal merken.:y:

Hier hast du ein paar Werte, Peter:

Abstand Kugelkopf zum Segment : 74cm

Längste Länge :76cm von der Spitze bis zum hinteren Rand

Breiteste Länge :74cm

Ich meine aber , der 20“er müsste auch auf die kleinere Plattform passen, sicher bin ich mir aber nicht und vom Gewicht her passt es nicht mehr. Die große trägt 90Kg, da hat man Reserven .

Viele Grüße
Stefan
 
Hi Stefan,
Hier hast du ein paar Werte, Peter:

Abstand Kugelkopf zum Segment : 74cm

Längste Länge :76cm von der Spitze bis zum hinteren Rand

Breiteste Länge :74cm
Danke für die Werte.
Bei der kleineren Plattform ist der Abstand Kugelkopf Segment nur 57,5cm. Also schon deutlich kleiner.
Durch den grösseren Abstand sollten sich Ungenauigkeiten weniger auswirken, die virtuelle Achse und die ganze Konstruktion stabiler sein.

Ich meine aber , der 20“er müsste auch auf die kleinere Plattform passen, sicher bin ich mir aber nicht und vom Gewicht her passt es nicht mehr. Die große trägt 90Kg, da hat man Reserven .
Ich habe die Kleine und es passt der 20 Zöller tatsächlich drauf. Das Gewicht ist definitiv kein Problem, da der 20 Zöller ja sogar leichter wie mancher 8 Zöller ist. Aber es ist halt von den Abmessungen ein bisschen knapp. Ich muss mit dem 20 Zöller aber erst noch mehr Erfahrungen mit der kleinen EQ-Plattform gewinnen.

Gruß
Peter
 
Hallo Dietmar,

nimm es mir nicht übel, aber Bläue und Insektenschutz ist unter den üblichen Bedingungen eher mit Kanonen auf Spatzen zu schießen. Außerdem will man gerade solche Wirkstoffe vielleicht nicht unbedingt in den Farben haben, wenn man sein Teleskop üblicherweise in der Wohnung aufbewahrt. Das Zeug gast ja üblicherweise auch etwas aus und man muss die Raumluft ja nicht unnötig belasten. Wer sein Zeug ganzjährig in einem Brennholzlager unterbringt mag möglicherweise einen gewissen Vorteil vom Insektenschutz haben, aber Bläueschutz ist eher überflüssig, es sei denn man lässt sein Material dauernd über lange Zeit im Regen stehen oder lagert es unter der Dusche.
Das bisschen Tau, also im Norden dauernd tropfnasses Material, oder mal einen Regenschauer bekommt man auch mit einfachen Behandlungsmöglichkeiten für das Holz in den Griff.
Gori66 habe ich noch nicht verwendet, aber Gori88 und ich habe das Zeug zutiefst hasse gelernt. Spätestens nach zwei Jahren im Außenbereich schält sich das Zeug ab und bei dem Preis krieg ich dann echt die Krise. Jetzt kommen Solarzellen statt großflächiges Holz auf die Terrasse. Das hält länger und ist auch noch günstiger. :)

MfG

Rainmaker
 
Hallo Dietmar,

nimm es mir nicht übel, aber Bläue und Insektenschutz ist unter den üblichen Bedingungen eher mit Kanonen auf Spatzen zu schießen. aber Gori88 und ich habe das Zeug zutiefst hasse gelernt. Spätestens nach zwei Jahren im Außenbereich schält sich das Zeug ab und bei dem Preis krieg ich dann echt die Krise. Jetzt kommen Solarzellen statt großflächiges Holz auf die Terrasse. Das hält länger und ist auch noch günstiger. :)

MfG

Rainmaker
Hallo Rainmaker,

da muss ich Dir widersprechen. In der Anfrage steht es ja „Wetterfest machen“ Das geht in der Regel mit Lasuren sehr wirkungsvoll. Da sind natürlich auch „Stoffe“ enthalten, die es erst wetterfest machen und Schädlinge abwehren. Es soll auch nicht nur ein paar Monate halten.

Und zu Gori 88….es ist eine der besten Lasuren auf dem Markt. Wie immer kommt es auf die Vorarbeiten an und den Untergrund.

Gruß Alex
 
Hallo Stefan,

ich würde das Holz behandeln und habe das mit all meinen Holzbauteilen im Astrobereich durch. Wird sonst stellenweise grau und fleckig, je nach wieviel Wasser durch Taubeschlag so im Spiel ist.
Ich nutze dazu Osmo Hartwachs seidenmatt. Macht eine seidenmatte Oberfläche und die Maserung und die Schichtung bei Multiplex kommt sehr schön raus.
Das Holz etwas anschleifen und reinigen. Dann dünn mit Lappen oder Pinsel auftragen. Sprühen ist absolut nicht notendig. Nach dem Trocknen noch einmal leicht nachschleifen, da sich feine Holzfasern hochstellen und ein zweites mal dünn auftragen, dann ist es perfekt.
Fässt sich auch gut an und schützt das Holz.

Gruß Thomas
 
Hallo

@ Alex,
die Frage ist doch was Du unter wetterfest verstehst. Willst Du einen Zaun oder Holzteile beim Teleskop oder Zubehör wetterfest machen. Der Zaun steht das ganze Jahr draußen ohne jeglichen Schutz, das Teleskop und Zubehör üblicherweise nur ein paar Stunden oder höchstens wenige Tage bei direkter Bewitterung. Für den Zaun sollte es daher etwas anderes sein, als für ein Fernrohr.
Von wegen Belastung sind wohl die Unterseiten der Geräte am meisten beansprucht, denn sie stehen oft im nassen Gras oder auf harten Untergründen, wie Schotterwegen, welche die Oberflächen beschädigen und beim Abtrocknen ist die Belüftung dort meist auch nicht optimal. Wenn da also was durch Pilze besiedelt wird, dann wohl am ehesten dort. Dennoch hat nicht eines meiner Geräte dort auch nur den Ansatz eines Problems, nicht mal die Batterieboxen, welche ich nun wirklich nicht pfleglich behandelt habe.
Was Gori88 angeht, ich habe es genau so angewendet wie gefordert, also Bläueschutz und mehrfachen Anstrich des sauberen, staubfreien durchgetrockneten Holzes. Das Ergebnis war in jedem Fall das gleiche (zwei Gartenhütten, ein Terrassengeländer und ein Garagentor). Die Seiten die der Sonne abgewandt sind halten sich recht gut, aber der Rest geht den Bach runter, egal was man tut, zumindest wenn Kiefer verwendet wird. Für die Gartenhütten habe ich inzwischen eine Lösung, nämlich Consolan Wetterschutzfarbe. Das Zeug ist deutlich günstiger und hält um Welten besser, ist aber dicker und farbig.

@ Thomas,
ich mache es genau so, nur streiche ich drei bis vier mal dünn, wobei bei den ersten beiden Anstrichen verschliffen wird. Das Ergebnis ist eine sehr saubere Fläche die deutlich glatter ist, als wenn man einen Lack streicht. Fehlstellen wie Tropfnasen, weil man im Winter wieder mal den viel zu dunklen Heizungskeller zum Streichen genutzt hat, lassen sich sehr leicht entfernen und beim nächsten Anstrich fast unsichtbar machen. Sehr nett ist auch die Eigenschaft, dass die Oberfläche etwas gehärtet wird.


MfG

Rainmaker
 
Hab mir mal das Wachsöl angeschaut. Das gibt es ja für innen und außen . Und das trage ich dann mit dem Pinsel auf ? Es sollen keine Pinselstriche sichtbar sein .
 
Das ist richtig. Durch Spritzen / Sprühen wird mit den hier genannten Lasuren kein Vorteil beim Aussehen der fertigen Oberflächen erreicht. Die Lasuren verlaufen in der Regel sehr gut, und es bleiben keine Strukturen vom Pinselstrich. Zumindest die Lasur von Gori. Da die Lasur transparent auftrocknet wäre das aber ohnehin nicht zu sehen.
Bei Objekten dieser Größe ist also in jedem Fall der Lasurpinsel das richtige Werkzeug.

Ich habe die Lasur deshalb mit Niederdruck gespritzt, weil ich so deutlich schneller vorankam. Rund 30 Quadratmeter Holzoberfläche waren so in einem Bruchteil der Zeit behandelt, und es war im Vergleich mit breitem Pinsel weniger anstrengend. Dazu konnte ich die Lasur besser in Spalte, Risse und Fugen „pusten“. Allerdings war der Materialverbrauch etwas höher.

CS

Dietmar
 
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