EQ Plattform - zweite Version

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fujtor

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Abend,

Nachteile der erste Plattform haben mich dazu veranlasst, eine neue Version zu bauen. Folgende Kriterien sollten berücksichtigt werden:

* Kein Reibungsantrieb
* Keine komplizierte Herstellung
* Einfaches Zurückfahren der Plattform
* Elektronische Steuerung
* Automatische Abschaltung
* Keine herumliegende Kabel
* In der Höhe verstellbare Füßen
* Transportsicherung und Tragegriff
* Hohe Stabilität und Genauigkeit
* Die alte Plattform soll weiterhin dienen

Wie letztes Jahr auch, hat das kommende ATB bei mir eine verstärkte Bastelwut ausgelöst...

Und dabei heraus kam:

Link zur Grafik: http://vangestel.de/fujtor/eq/001_firstlight.jpg


Link zur Grafik: http://vangestel.de/fujtor/eq/000_firstlight.jpg


Günther und ich beschlossen gleich 2 Plattformen zu bauen - für jeder eine. Für die Berechnung kam meine bewerte Excel-Datei
zum Einsatz, welche ich nun auch mit den genauen Maße der neue Plattform und eine Liste mit Teilen (+ Bestellnummern und Preise bei Reichelt und Conrad) ergänzt habe.

Und unter diese Adresse gibt es einen sehr ausführlichen Bericht mit vielen Bildern über die Herstellung.

Hoffentlich gefällt es Euch... und ja, wer die Dinger live sehen will kommt zum ATB nächste Woche ;)

CS - fred
 
Hallo Fred,

da hast du eine tolle EP gebaut! Ich plane, auch sowas zu bauen und werde da gerne die eine oder andere Idee von dir aufzunehmen. Vielen Dank!!

Kai
 
Hallo Fred,

da hast Du ein paar gute Ideen eingebaut. Der Federandruckantrieb über die Zahnstange gefällt mir sehr gut. Damit hast Du die Probleme beim Durchrutschen gelöst und hast außerdem auch immer guten Andruck.

Hast Du Dir mal die Plattform von Ed Jones angeschaut (link ist auf meiner Webseite) ? Der hat auch ein schrägstehendes Kreissegment, hat aber die Lauffläche eben gemacht. Er zeigt auch, wie man das recht einfach mit einer Kreissäge machen kann. Im Prinzip dasselbe wie bei Dir.

Bei Deiner nächsten Plattform solltest Du Dir dann allerdings doch mal Gedanken über ein senkrechtes Segment machen :-) . Das ist wirklich kein großer Aufwand und in einer halben Stunde fertig. Die ganze Konstruktion wird dadurch einfacher.

Viele Grüße
Reiner
 
Hallo Fred!

Glückwunsch zur neuen Plattform. Totschick das geölte Multiplex und alles sehr ordentlich gebaut.

Besonders gefällt mir der Zahnstangenantrieb mit dem Federmechanismus (sieht ein bisschen professioneller aus, als meine Wäscheklammern). Toll finde ich auch Deine Stückliste mit Artikelnummern. Das vereinfacht die Sache für Nachbauer ungemein.

Warum hast Du die Gewindestangen für die Füße so lang gemacht? So weit bücken musst Du Dich doch garnicht oder ist das nur bei Günthers Version so? :erschreck: :D

Das Südlager ragt ziemlich weit nach Süden heraus. Stolpert man da nicht drüber, wenn man mal nach Westen spechteln möchte?

Auf der HP hat sich noch ein Fehler eingeschlichen: Dass man das Kreissegment elliptisch abschleifen muss, um es auf die Räder zu stellen, ist nicht richtig, da Dein Kreissegment ja schräg steht. Die Projektion auf die vertikale Ebene muss eine Ellipse sein und sie ist es bei einem schräg stehenden Kreis genau dann, wenn man von der Kante überall gleich viel wegnimmt. Vielleicht ist es Günther deswegen leichter gefallen als ihr dachtet ;)

Schöne Grüße in die Heimat :huhu:
Frank
 
Hallöchen und thx für die Blumen :)

@Reiner:
Hast Du Dir mal die Plattform von Ed Jones angeschaut (link ist auf meiner Webseite) ?

Werde ich noch tun müssen, gesehen hatte ich sie bereits bei Dir - genauer angeschaut jedoch nicht.

Bei Deiner nächsten Plattform solltest Du Dir dann allerdings doch mal Gedanken über ein senkrechtes Segment machen :-)
*grins* *grins* ...
Du läßt ja gar nicht locker und gehst gleich davon aus, dass es eine dritte Plattform geben wird - eine Annahme womit Du wahrscheinlich gar nicht so falsch liegst... ;)

@Frank:
Warum hast Du die Gewindestangen für die Füße so lang gemacht?

*grins*
Das war tatsächlich Günthers Idee, aber das Bücken war nicht der Grund :) Du weißt doch wie es hier aussieht? Genau. Hügel und Hänge und für mich als Flachländer sind das hier sogar Berge... Die füßchen meiner alte Plattform haben 6 Cm oder so... da bin ich an unseren Beobachtungsplatz am Camp immer mit mindestens noch einmal 4 cm klötzchen dabei, um den Hang dort auszugleichen.

Auf der HP hat sich noch ein Fehler eingeschlichen: Dass man das Kreissegment elliptisch abschleifen muss, um es auf die Räder zu stellen, ist nicht richtig, da Dein Kreissegment ja schräg steht.

O jeeeh.... jetzt bringst Du mich im Zweifeln... :gutefrage:
Kann sein, dass es stimmt was Du schreibst... grübel, grübel...

Siehe, ich bin nur darauf gekommen weil ich experimentiert habe mit ein zweites Segment (weiter Richtung Südlager), um das Wackelproblem zu lösen.
Dieses Segment verlief ganz klar elliptisch. Da kam dann Günter mit der Idee, dieses hinteren Segment wegzulassen und gleich das Hauptsegment dazu zu verwenden. Der Antrieb dort läuft ja kreisförmig - da hast Du natürlich Recht - aber die Zahnstange ist nur 5 mm breit. Dieser Kreisförmigen Rand von 5mm muss natürlich stehen bleiben auf dem Segment, der Rest der stärke der Multiplexplatte (13mm an der hintere kante also) kann umdisponiert werden zur ellipse für die zusätzliche Räder die ja den senkrechten Druck auffangen.

Die hintere Kante des Segments verfolgt ganz gut sichtbar keine kreisförmige Bewegung. Ich habe (vor dem Schleifen) einen Bleistift an so ein Rad befestigt und dabei die Plattform laufen lassen. Dabei enstand einen Strich auf die Rückseite des Segments. Drei mal raten was da enstand... Genau: die Projektion eines Kreises - nämlich eine Ellipse. Ich habe den Strich sogar mit einer Kreisförmige Schablone verglichen. Leider habe ich davon kein Bild gemacht, sonst hätte ich Dir das geschickt.

Merkwürdigerweise war die Ellipse an der linke Seite weniger ausgeprägt (fast kreisförmig) wie auf der rechte Seite, warum das ist, weiß ich nicht. Vielleicht hast Du also recht???
Aber wenn ich die empirisch geschliffene Lauffläche betrachte siehe ich doch ganz klar eine Ellipse die meinen Bleifstiftstrich ziemlich ähnlich ist.

Also... :confused: :confused: :confused:

Nächste Woche auf's ATB werden wir die Plattforme natürlich auf Herz und Nieren testen... wenn dabei neu Sachen herauskommen werde ich sie hier posten.

Liebe Grüße und CS,
fred
 
Hi Frank,

ich habe noch was vergessen:

Zitat von Cor_Francoli:
Toll finde ich auch Deine Stückliste mit Artikelnummern. Das vereinfacht die Sache für Nachbauer ungemein.

Ja - genau das hatte ich mir bei der erste Plattform gewünscht und mittlerweile bekomme ich regelmäßig PN's mit der Frage nach der Stückliste.

Eins muss ich noch zu der Liste sagen:

In der Liste fehlen noch Teile. Das sind die, die ich nicht gekauft habe weil ich sie bereits hatte: die Wellen (hatte ich noch von der erste Plattform) und Teile, die ich aus alte Druckern geholt habe (Mikroschalter und die Feder).

Nach dem ATB habe ich mehr Zeit, und werde dann die Liste noch mal vervollständigen.

Gruß und CS - fred
 
Hallo Frank,

Du weist doch...."Rücken hab isch auch!!" :teufelgrr: und trotzden, die langen Gewindestangen sind wegen unserer Äcker Pflicht.
Die Plattformen sind so auch auf dem abschüssigsten Acker exakt zu positionieren. :cool:
Im Übrigen ist Fred der Planer und Rechner, hat auch den Löwenanteil der Arbeit übernommen, meinen Dank dafür. :hochachtung:
Ich war nur der Mann für einige kleine unorthodoxe Problemlösungen wie den Griff mit Transportsicherung und die Positionierung der zusätzlichen Rollen per Handarbeit.
Da sind Mathematiker manchmal etwas zu vorsichtig. :schwitz:
Von der Stabilität her merkt man durch die vier(!) Rollen nicht, dass die Dobsons auf einer Plattform stehen. Superstabile Sache, bisher bei den Kurztests habe ich kein verstärktes Nachführ- oder Fokussierzittern bemerkt.

CS
*entfernt*
 
Hi Günther,

Zitat von *entfernt*GMS:
Ich war nur der Mann für einige kleine unorthodoxe Problemlösungen

"Nur" ist gut... ohne Dich wäre das ganze gar nicht erst fertig geworden und eben nicht so stabil!

Und die kleine unorthodoxe Ideen finde ich schlichtweg genial in der Einfachkeit :super: :super: :super:

Also hier noch einmal ganz offiziell und öffentlich: vielen Dank für die ganze unterstützung!

CS - fred
 
Hallo fred

Herzlichen Dank für deinen super Bericht mit den anschaulichen Fotos auf deine HP. :respekt2:

Ich bin auch dabei eine EQ für meinen 8" Dobson zu bauen
und da sind mir so anschauliche und verständliche Berichte eine grosse Hilfe.

CS
Daniel
 
Zitat von *entfernt*GMS:
Da sind Mathematiker manchmal etwas zu vorsichtig. :schwitz:

Hallo Günther,

ich denke auch, dass man bereits mit dem ersten Sägeschnitt den Bereich mathematischer Exaktheit hinter sich lässt und jederzeit bereit sein muss, alle Pläne und Berechnungen auch mal mutig zu ignorieren, wenns am Ende etwas werden soll
;)

Übrigens hab ich an meine Plattform noch immer keine Füße dran gebaut. Ich werfe das Teil aufs Gras und ruckel dann noch ein bisschen, bis mir mein All-in-one "Präzissions"-Instrument (Autokompass) sagt, dass Himmelsrichtung und Nivellierung grob passen. Die Faulheit hat gesiegt.

Schöne Grüße,
Frank
 
hallo ..
mich hat auch das EQ-Fieber erfasst.. und stecke gerade in der Planung ...meinem 10"Dobson einen neuen Boden zu schenken..


Ich habe mal per einem 3D-Programm das ich mein eigen nennen darf mal eine erste Konstruktion erstellt.. könnte es vielleicht so klappen ?! die achse am südlager muss mit sicherheit optimiert werden..denke ich...
und ich habe eine orange-linie gezogen, da ich wissen möchte ob das Kreissegment dem mittelpunkt des südlager enden muss oder sollte..bei mir ist es gerade so das der radius dazu verkleinert werden müsste.

Link zur Grafik: http://img174.imageshack.us/img174/9237/eqzd7.th.jpg

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Fred!

Ich plane auch gerade eine EQ-Plattform für meinen Dobson. Deine Plattform ist sehr schön und handwerklich sauber gebaut, Kompliment.

Trotzdem sind mir u.a. folgende Punkte bei Deiner Plattform aufgefallen:
-- 4 Füsse (3 wären statisch bestimmt, bei 4 muss es trotz höhenverstellbarer Füsse immer etwas wackeln, weil die Füsse unteschiedlich stark belastet werden und Grasboden etwas nachgibt)
-- Südlager steht schräg (soll laut Erfahrungsbericht eines anderen Sternfreunds ganz einfach senkrecht zu machen sein und so auch bestens funktionieren. Senkrechtes Südlager ist steifer, kleiner und leichter herzustellen)

Ausserdem hast Du einen Getriebemotor verwendet, der wohl öfter bei Plattformen zum Einsatz kommt (RB35 von Conrad). Diesen habe ich mir selber mal angesehen und ich fand, dass dieser viel (!) zu laut ist.
Ist der RB35 nicht gnadenlos überdimensioniert? Der Stromhunger von dem Teil ist ja gewaltig (auch im Leerlauf), wieso Du wohl auch das große Blei-Gel-Akku verwendest.
In anbetracht dessen, dass das Teleskop nur 15° pro Stunde gedreht werden muss (und das idealerweise auf Kugellagern), sollte doch ein wesentlich kleinerer (und wesentlich leiserer) Motor völlig ausreichend sein, oder?
Ein 9V-Block sollte so für etliche Stunden Betrieb ausreichend sein.


Gruß Harald
 
Hallo Harald,

entschuldige meine späte Antwort - ich war ja auf ein Teleskoptreffen ;) Danke auch für das Kompliment!

4 Füsse (3 wären statisch bestimmt, bei 4 muss es trotz höhenverstellbarer Füsse immer etwas wackeln, weil die Füsse unteschiedlich stark belastet werden und Grasboden etwas nachgibt)

Ich habe ja beide Varianten, meine erste Plattform hatte 3, die neue 4 Füße. Ich bevorzuge klar die Variante mit 4 Füßen. Die plattform ist besser in Waage zu stellen und steht wesentlich stabiler. Auf dem Teleskoptreffen gab's viel Regen und Schlamm, der Boden war entsprechend. Gewackelt hat da aber nichts. Zugegebenerweise muss ich sagen, dass die Plattform mit 3 Füßen schneller aufgestellt ist.

Südlager steht schräg (soll laut Erfahrungsbericht eines anderen Sternfreunds ganz einfach senkrecht zu machen sein und so auch bestens funktionieren. Senkrechtes Südlager ist steifer, kleiner und leichter herzustellen)

Stimmt, es ist einfacher zu machen. Das es steifer sein sollte wage ich aber zu bezweifeln. Deshalb wollte ich das Südlager schräg weil meine Schraube das Ganze ziemlich gut zusammenhält - steifer geht nicht.

Ausserdem hast Du einen Getriebemotor verwendet, der wohl öfter bei Plattformen zum Einsatz kommt (RB35 von Conrad). Diesen habe ich mir selber mal angesehen und ich fand, dass dieser viel (!) zu laut ist.

Stimmt definitiv nicht. Dieser Motor ist nur laut, wenn er mit 12V betrieben wird. Bei mir läuft der Motor extrem langsam mit ca. 2,8 Volt und ist quasi unhörbar. Nachts schaue ich auf die Kontrollleuchte, wenn ich wissen will ob die Plattform noch läuft denn ich höre sie praktisch nicht.

Ist der RB35 nicht gnadenlos überdimensioniert? Der Stromhunger von dem Teil ist ja gewaltig (auch im Leerlauf), wieso Du wohl auch das große Blei-Gel-Akku verwendest.

Ich finde nicht, dass der Motor überdimensioniert ist. Er zieht bei der Geschwindigkeit ca. 35mA. Meine erste Plattform hatte auch den RB35 und die habe ich damals mit 4 AA Batterien betrieben. Die 4 haben für ca. 20 Stunden gehalten, der Bleigelakku dagegen hält ewig, ich habe es bis jetzt nicht geschäft den Akku leer zu ziehen und das nach etliche Beobachtungsnächte.

Ausserdem musst Du bedenken, dass da einiges an Gewicht auf die Plattform kommt. Meine Plattform ist für 8 Zoll ausgelegt, ich hätte jedoch kein Bedenken, einen 12 Zoll Volltubus drauf zu stellen, bei kleinere Motoren würde ich das wohl nicht mehr tun.

CS - fred
 
Hallo Fujitor!

Den RB35, den ich getestet habe, war megalaut!
Vielleicht hat Deiner eine andere Übersetzung? Ich testete den mit dem 600:1 Getriebe und das rasselte auch bei wenigen Volt völlig unakzeptabel für eine Nachführplattform.

Der Leerlaufstrom des Motors (ohne Getriebe) wird bei 12V schon mit 80mA angegeben. Das Getriebe erhöht diesen Strom.
Eine Strommessung von mir ergab, dass der Leerlaufstrom mit Getriebe bei ca. 3-4V bei etwa 50mA lag (weiss nicht mehr genau, passt aber von der Größenordnung). Wenn jetzt noch Last draufkommt (also im Betrieb) geht der Strom dann ja wieder etwas höher.


Gruß Harald
 
Hi Harald,

Vielleicht hat Deiner eine andere Übersetzung?

Nein, ich verwende auch 600:1.

Ob 35 oder 50 mA ist mir ehrlich gesagt wurscht, wie gesagt, das Akku hält sehr lange.

Laut oder nicht laut, ist dann wohl eher Geschmacksache - mich stört das wirklich sehr leise Geräusch überhaupt nicht. Mein Lüfter am Dobs (hochwertiger extra-leise 12cm PC-Lüfter) macht z.B. deutlich Krach in Vergleich zur Plattform. Also: für mich ist das Ding OK und ich bin zufrieden :)

Wenn kleiner und leiser möglich ist, werde ich mich gerne von Dir belehren lassen - bin schon gespannt auf Deine Lösung mit Erfahrungsbericht ;)

Den RB35 habe ich übrigens genommen weil ich mir die Mühe ersparen wollte, ein Getriebe selber bauen zu müssen. Ein Nachteil hat dieser Motor dennoch für mich: die Welle ist rostanfällig! Das war ganz deutlich beim feuchten Teleskoptreffen :mauer:

Bester Gruß und CS
fred




 
Hallo nochmal!

Ich habe ja beide Varianten, meine erste Plattform hatte 3, die neue 4 Füße. Ich bevorzuge klar die Variante mit 4 Füßen. Die plattform ist besser in Waage zu stellen und steht wesentlich stabiler. Auf dem Teleskoptreffen gab's viel Regen und Schlamm, der Boden war entsprechend. Gewackelt hat da aber nichts. Zugegebenerweise muss ich sagen, dass die Plattform mit 3 Füßen schneller aufgestellt ist.
Ich hatte mal 4 Füsse an der Rockerbox von meinem Dobson. Das war einfach wackliger als 3 Füsse. Wie schon geschrieben, der Grund für das Wackeln war der, dass der Untergrund nachgiebig war (Gras) und daher das Gewichtbei 4 Füssen immer sehr ungleich auf die Füsse verteilt war (kann auch gar nicht anders sein).

Warum Du mit 4 Füssen trotzdem gute Erfahrungen gesammelt hast, liegt vermutlich wohl evtl hierin begründet:
-- Die Füsse von Deiner Plattform haben eine kleine Auflagefläche oder sind sogar spitz (habe ich jetzt nicht auf Deinen Bildern nachgeguckt). Sie drücken sich daher in weichen Boden und sorgen somit automatisch für eine gleichmäßige Gewichtsverteilung.
Anmerkung: Ich verwende bei meinem Dobson Maschinenfüsse mit einem Durchmesser von 40mm. Hier drückt sich nichts in den Boden.
-- Der Boden bei Deinem Beobachtungsort ist nicht so "federnd" wie bei meinem Beobachtungsort. Schlammboden wie von Dir berichtet, hat imo beste Voraussetzungen bei 4 Füssen gute Standfestigkeit zu ermöglichen. Grasboden hingegen verhindert ein Eindringen der Füsse in den Boden und ist trotzdem elastisch. Hier machen 4 Füsse bei einer Rockerbox oder Plattform imo immer "Ärger".


Gruß Harald
 
Dann gibt es unterschiedlich laute Modelle von dem Getriebemotor. Halte ich auch nicht für ausgeschlossen, denn das Geräusch dürfte von der Fertigungsgenauigkeit des Getriebes abhängig sein. In anbetracht dessen, dass der RB35 vermutlich in Fernost (und ich meine nicht Japan) produziert wird, sind hier wohl Qualitätsschwankungen zu erwarten.


Gruß Harald
 
Hallo Harald,

ich bin nun der Besitzer der zweiten viefüßigen Plattfom und habe weder auf meinem geplätteten Freisitz noch auf meiner Wiese noch im Schlamm irgendwelchen Wacklizismus feststellen können.
Auf weichem Untergrund bringe ich von dem Auswiegen mal kurz meine 100 kg (wenn es ganz weich ist nur teilweise ;)) auf die Plattform und dann schraub ich das Ding ins Lot. :D
Die Füße haben 30 mm Durchmesser.
Der Motor ist leiser als mein Lüfter (Noiseblocker).
Die Nachführzeit beträgt 110 Minuten, dann muss umgesetzt werden, was mit einer Hand geht. :cool:
Ich habe als Plattformneuling noch etwas Probleme mit der Regulierung der Motordrehzahl, bin aber schon bei 40 Minuten Genauigkeit mit ca. 1° Feld, da hat Fred die Nase vorn. :respekt:

CS
*entfernt*
 
hallo .. fujitor !

erstmal Dir und Reiner ..vielen dank für eure guten Doku´s..

Ich habe nun auch meine EQ-Form langsam aber sicher fertig!

heute den Motor installiert ! aber direkt an die Zahnstange ohne schnecke usw.

jetzt habe ich die schaltung von pteng nachgebaut. Ist soweit auch alles iO. jedoch ist der Motor nun mit 1,25 V zu schnell.. wie kann ich Spannung noch weiter reduzieren ?!
Mit weiteren Dioden ?! aber wo verschalten oder macht es Sinn erst eine Umsetzung mit Schnecke zu installieren ?! Bin mit mechanischen Themen nicht so im Rennen :)

hier mal der schaltplan (http://www.pteng.de/temp/lm317.pdf)



 
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Hallo,

der RB35 läuft unter 2,3 Volt sehr sehr schlecht und ungenau.
Der schafft es gerade noch sich Lastfrei zu drehen und läuft dabei messbar und hörbar unrund.

Ich habe zig Versuche gemacht und würde selbst nicht unter 2,5V gehen.
Das sind auch nur 20% der normalen RB35-Spannung.
Daniel betreibt seine EQP derzeit mit der gezeigten Schaltung und ca. 2,3V und hat bei Vergrößerungen um 800x mit seinem 16" selbst über 45 Minuten kaum Abweichungen.

Geht man eklatant unter diese Voltzahl ist es vorbei mit der Präzision.

Auf meinem Schaltplan steht, wie Du die Ausgangsspannung runter bekommst, macht aber wirklich in der Praxis keinen Sinn!

Gehen würde das mit unserer PWM-Steuerung, die hab ich aber noch nicht fertig, da mir ständig der Router des Layoutprogramms abpfeift und ich derzeit knapp an Zeit bin.
 
Also im Klartext ist das der falsche weg unter 2,5V Ausgangsspannung zu kommen.. bei deiner Schaltung.

Nun muss ein Schneckengetriebe eingesetzt werden, der die Drehzahl reduziert.. sehe ich das richtig..?!

Danke für die Antwort..
 
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Hi Bencho -

Ekkehard hat Recht: RB35 läuft auf unserer Plattform - mit 1:20 Schnecke gerade noch stabil und genau und der Schaltplan kann ohne Veränderung genommen werden.

Langsamere Geschwindigkeiten (also Direktantrieb ohne Schnecke) würde m.E. nur gehen mit Schrittmotor und entsprechende Steuerung.

Lass dich nicht abschrecken vom Schneckenrad, ist wirklich nur halb so wild, um es einzubauen. Aluprofil, 2 Löcher, 2 Bundbuchsen und Welle - fertig. es gibt 2 "Schwierigkeiten" bei der Herstellung:

1) die Bohrung für die Welle musst Du so hinzukriegen, dass die Bundbuchsen passen. Einer 0 8 15 Standbohrmaschine tut's aber.

2) das Schneckenrad wird von Conrad ohne Made geliefert, hier musst du ein 2,5mm Loch bohren und M3 Gewinde reinziehen. Auch diese Bohrung geht mit der Standbohrmaschine gut.

Alle Teile sind übrigens in der Excel-datei aufgelistet.

CS - fred
 
Hallo Fred!

bin schon gespannt auf Deine Lösung mit Erfahrungsbericht
Ich habe jetzt endlich die Kurventeile für meine Plattform ermittelt. Das war nicht so einfach, weil ich senkrechte Kurventeile einbauen will und diese dann auch nochmal um eine vertikale Achse verdreht anordnen will (um Reibung zur Antriebswelle und Stützrolle zu minimieren).

Jetzt habe ich also die Schablonen dafür und einem Bau der Plattform steht eigentlich nichts mehr im Wege. Wenn ich die Plattform fertiggebaut habe, kann ich die hier ja mal präsentieren. Eure Meinung und Kritk würde mich natürlich interessieren.


Gruß Harald
 
Hallo Harald,

Zitat von Harald_M:
Leider hat dann der M3-Gewindestift gerade mal nur ne halbe Umdrehung tragenden Gewindegang, weil der Bund so eine geringe Wandstärke hat. Finde ich nicht so toll, funktioniert aber offenbar (ihr habt es ja so umgesetzt).

Stimmt - die Schraube hat wenig "Fleisch" (am Zahnrad ist es aber nicht so arg), deshalb haben wir die Wellen auch leicht angebohrt - dann muss die Made nicht mit großer Kraft angezogen werden und tut trotzdem was sie soll.

CS - fred

 
Welle anbohren gefällt mir nicht so. Die ist ja rund (wie Wellen nunmal so sind) und da radial eine Senkung reinmachen?

Ich werde wohl Loctite (zwischen Welle und Schneckenradnabe) verwenden, falls die reine Klemmung nicht ausreichen sollte.


Gruß Harald
 
Hi,

Code:
Also im Klartext ist das der falsche weg unter 2,5V Ausgangsspannung zu kommen.. bei deiner Schaltung.

Nein, im Klatext heisst das, DER MOTOR läuft nicht unter 2,3V sauber.
Das hat nichts mit der Schaltung zu tun.

inen Schrittmotor braucht man dennoch nicht, da wir eine PWM-Steuerung enwickelt haben, die die Drehzahl von ca. 1V am RB35 bringt, aber gewaltig Kraft am Motor hat und ausserdem die Drehzaht AKTIV konstant hält....ist nur noch nicht Serienreif, da keine Platinen vorhanden.
 
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