EQ Plattform

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klawipo

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Hallo liebe Astro-Frickler,

für meinen 8 Zoll Dobson (Baumarkt-Gitterrohr-Umbau) habe ich mir eine EQ Plattform aus Fichten-Leimholz gebaut. Die Nordlager sind mit Kugellagern realisiert. In denen steckt 8mm Alurohr, in das eine 6mm dicke Schlossschraube per Sekundenkleber befestigt ist. Diese Schraube lässt mit einen "Simple Type" EQ-2 Motor antreiben. Die Segmente hatte ich erst aus 6mm Holz gefertigt (irgendein Multiplex), aber das schlupfte durch. Jetzt habe ich sie nochmal mit 3mm Alu nachgebaut. Dabei kam mir zupass, dass die Segment-Höhe sich zu 5,9cm addierte, so dass ein 6cm breites Blech genau ausreichte. Ob es damit aber besser klappt bleibt abzuwarten, ich habe die Holzsegmente zur Sicherheit jedenfalls aufbewahrt.

Am Südlager kommt ein Bolzenanker zum Einsatz, der hat schon einen etwas rundlichen Kopf. Dieser läuft auf einem kleinen Plastikteil (sowas wie eine Schrauben-Abdeckkappe), das bei mir noch rumlag. Diese Plastikscheibe habe ich in einer flachen Mulde (Forstnerbohrer) verleimt, so dass die bauchige Seite gegen den Kopf des Bolzenankers läuft. Ein kleines Stück durchbohrten Multiplex-Holzes fixiert das Plastikteil und sorgt für ein einfaches Einführen des Bolzenankers.

Wasserwage und gut erkennbarer Kompass dürfen natürlich nicht fehlen.

Visuell konnte ich mit den Holzsegmenten bis zu einer halben Stunde bei 200x nachführen, wenn ich mir mit der Ausrichtung etwas Mühe gab. Irgendwann fing dann aber das Durchrutschen an. Dann warte ich mal auf besseres Wetter...

VG Klaus

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Hallo Klaus,

jetzt mußt Du nur noch mit dem Fotografieren anfangen wie Holger. Mit kurzen Aufnahmen und Livestacking könnte man damit vielleicht schöne Ergebnisse erzielen. Ich wette, da geht was.

Gruß

*entfernt*
 
Hallo Heiko,

ja das steht an. Ich hatte es auch schon probiert mit einer Svbony SV205, die war aber so gar nichts (schlimme Farben, Sensor wahrscheinlich zu unempfindlich) und ging zurück. Die gestern gelieferte, gebrauchte AstroLumina (QHY 5-II c oder so ähnlich) machte am Tag schonmal einen wesentlich besseren Eindruck.

Auf das Niveau von Holger bringe ich es aber wahrscheinlich in absehbarer Zeit, da fehlen dann irgendwo Ehrgeiz und Zeit für die Bildbearbeitung. Und visuell macht die Planetenbeobachtung mit Nachführung auch ganz schön viel Laune.

VG Klaus
 
Hallo Klaus,

man das sieht aber professionell aus, hätte ich nie hinbekommen.

Ist das der günstige 40 Euro Motor, mit Drehregler für die genaue Geschwindigkeitsanpassung ?
Da bin ich aber auf Deine ersten Versuche gespannt. Wie genau / konstant läuft wohl der Motor und wie viele Sekunden sind damit möglich ???

Gruß,
Holger
 
Hi Klaus @klawipo ,

sieht gut aus.

Ich war faul und habe mir gerade diese Woche eine EQ-Plattform von Martini (Astro Optik Martini) gegönnt.
Kam heute an.

Die von Martini sieht ähnlich aus wie deine.

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Das Problem des Durchrutschens der Motorachse scheint gut gelöst, da es eine aufgeraute Walze ist.
Südachse ist eine Plastikkugel in Alupfanne.
Der Motor ist ein EQ1.

Gruß
Peter
 
Das sieht alles sehr gut aus, und ich vermute jetzt, dass ich damals wohl bei meinen Plattformen den Aufwand viel zu hoch getrieben haben. Dieses sehr einfache, punktfömige Südlager gefällt mir außerordentlich gut.
Ich bin sehr auf eure Erfahrungen gespannt !
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Klaus,

herzlichen Glückwunsch zu dieser schönen EQ-Plattform.

Zur Vermeidung des Schlupfes kann ich Dir aus eigener Erfahrung empfehlen das angetriebene Nordsegment mit Schleifleinen (ca. Korn 120) zu bekleben. Das funktioniert sehr gut und hält auch überraschend lange. Zur Befestigung hat sich doppelseitiges Klebeband bewährt. Das hält gut, lässt sich aber auch recht gut entfernen, wenn man das Schleifleinen nach einiger Zeit erneuern möchte.

Eine Frage zur Lagerung der Nordsegmente: Wo gibt es die Halterungen für die Kugellager, bzw. wie heißen diese Teile?

Viele Grüße,
Matthias
 
Hallo Holger,

am Motor lag es jedenfalls bislang eher nicht, wenn es nicht richtig lief. Der läuft schon sehr exakt. Bei den ersten Gehversuchen war eher der Dobson selbst zu wackelig, vor allem bei Wind, weil sich die Laufflächen an den Höhenrädern gelockert hatten. Die habe ich jetzt neu verleimt.

Ich glaube eq 1 und eq 2 Motor sind ziemlich baugleich, ja das ist einer für 35 Euro.

VG Klaus
 
Hallo Matthias,

danke für den Tipp! Die Lager gibt's so komplett für 10 Euro/4 Stück bei Amazon. Die nennt man wohl Stehlager oder Flansch Lager.



VG Klaus
 
Hallo Klaus,

danke für den Tipp bzgl. der Flanschlager.

Wenn der Dobson auf der Plattform wacklig ist, würde ich Dir zu einer Versteifung der Plattform raten. Das hat bei meiner Plattform in Bezug auf Schwingungen einen großen Unterschied gemacht. Wichtig ist dabei insbesondere der Plattformtisch. Das Bodenbrett ist dagegen unkritisch, wenn die Füße möglichst direkt unter den Lagern angebracht sind.

Viele Grüße,
Matthias
 
Hallo Matthias,

nene, das Hammerschlag-Alublech an den Höhenrädern (Ich weiß, Ebony wäre besser) hatte sich stellenweise gelöst, das gab einen schönen Sprungfeder-Effekt. Jedenfalls wackelte er ohne Plattform auch schon. Hab ich schon gut stabilisieren können.

VG Klaus
 
man das sieht aber professionell aus, hätte ich nie hinbekommen.
Ich glaube doch. Diese VNS Plattformen sind doch viel einfacher zu bauen als klassische Plattformen mit schräg gestellten Segmenten, die man dann irgendwie stabil bekommen muss. Abgesehen davon stehen mir auch nur Pendelhubstichsäge, Schlagbohrmaschine sowie Feile und Schleifpapier zur Verfügung. Das äußert sich darin, dass die Kanten eher gewellt als gerade sind und nicht mal der Bolzenanker exakt senkrecht aus der Bodenplatte ragt.

Der Preis für die vereinfachte VNS Bauweise ist nur, dass man an den Segmenten rumrechnen muss, wir Reiner Vogel es auf seinen Seiten beschrieben hat.

VG
Klaus
 
Der Preis für die vereinfachte VNS Bauweise ist nur, dass man an den Segmenten rumrechnen muss, wir Reiner Vogel es auf seinen Seiten beschrieben hat.
Oder man baut eine Vorrichtung bei der mit einer einfachen Oberfräse die Segmente genau gefräst werden können.
Die Vorrichtung muss sozusagen die virtuelle Achse in echt aufbauen und daran muss die Oberfräse dann drehbar um diese Achse befestigt werden mit der dann die Segmente gefräst werden.
Kein großes Ding, aber nur etwas für Heimwerker. ;)

Wenn überhaupt, dann würde ich es so machen.

Die Segmente sind eigentlich auch das einzigste Teil, das etwas schwieriger herzustellen ist. Der Rest kann ja durch einfache Säge-, Kleb- und Schraubvorgänge hergestellt werden.

Gruß
Peter
 
Der Preis für die vereinfachte VNS Bauweise ist nur, dass man an den Segmenten rumrechnen muss

Hi Klaus,

sind die Segmente "nur" in einer Richtung geformt (2D) oder ist die Auflagefläche selbst auch irgendwie "schräg"?
Falls ersteres wenn das mal jemand versuchen will, könnte ich an Hand einer CAD-Zeichnung solche Segmente Fräsen (CNC 3-Achsen, 2D). Kostet nur Porto für ein Experiment.

Gruß Martin

PS: Bei meiner letzten hatte ich auf das Antriebssegment den Abschnitt von einem Zahnriemen aufgeklebt und mit einer Zahnriemenscheibe angetrieben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Peter,

ich habe zwar keine Ahnung wie man sowas bauen könnte, klingt aber gut. Ich habe mir die Segmente ausgedruckt, dann auf etwas dickeres Papier und von da aufs Holz bzw. Blech übertragen. Dann eben ausgesägt und gefeilt/geschliffen. Beim Streichen mit dem Daumen über die Kante (mit schnittfestem Handschuh) sowie Blick über die Kante erkennt man die Unebenheiten ganz gut und kann sie dann auswetzen. Muss ja auch nicht perfekt sein.

VG Klaus
 
Hi Klaus,

sind die Segmente "nur" in einer Richtung geformt (2D) oder ist die Auflagefläche selbst auch irgendwie "schräg"?
Falls ersteres wenn das mal jemand versuchen will, könnte ich an Hand einer CAD-Zeichnung solche Segmente Fräsen (CNC 3-Achsen, 2D). Kostet nur Porto für ein Experiment.

Gruß Martin

PS: Bei meiner letzten hatte ich auf das Antriebssegment den Abschnitt von einem Zahnriemen aufgeklebt und mit einer Zahnriemenscheibe angetrieben.
Hi Martin,

durch erste Tests mit meiner Plattform habe ich jetzt erst festgestellt, dass die Segmente, da sie gerade sind, sich vertikal auf den Walzenlagern bewegen. Das ist mM sehr unschön.
Könntest du die Segmente auch gebogen herstellen?
So dass sie sich nicht mehr auf den Walzenlagern hin- und herbewegen.
Das wäre mM eine tolle Verbesserung.

(Aber vielleicht spielt es in der Praxis beim Nachführen auch keine grosse Rolle.)

Gruß
Peter
 
Hallo Martin,

der ursprüngliche Kreis wird vertikal gestaucht und horizontal gestreckt. Da kommt also eine Ellipse bei heraus.

Die Formeln findest du bei ReinerVogel.net. Die genauen Maße hängen neben dem Breitengrad natürlich von Länge und Breite der Plattform ab.

VG Klaus
 
Könntest du die Segmente auch gebogen herstellen?
Prinzipiell schon, allerdings könnte ich diese Biegung nicht fräsen.
Man müsste zuerst eine Kreisschablone bauen, mit dem Radius der Biegung.
Darauf dann dünne Furnierstreifen aufleimen, dann erhält man sozusagen ein gebogenes Leimholz.
An dessen Kante könnte man dann wiederum die erforderliche Form für die Auflage anfräsen,
aber das wäre sehr aufwendig ...
 
Hallo Peter,

ich habe zwar keine Ahnung wie man sowas bauen könnte, klingt aber gut. Ich habe mir die Segmente ausgedruckt, dann auf etwas dickeres Papier und von da aufs Holz bzw. Blech übertragen. Dann eben ausgesägt und gefeilt/geschliffen. Beim Streichen mit dem Daumen über die Kante (mit schnittfestem Handschuh) sowie Blick über die Kante erkennt man die Unebenheiten ganz gut und kann sie dann auswetzen. Muss ja auch nicht perfekt sein.

VG Klaus
Meiner Meinung so ähnlich wie wenn man mit einer Oberfräse montiert auf einem Zirkel einen Kreisbogen aussägt/fräst.

Man muss in der Zirkelkonstruktion noch zusätzlich berücksichtigen dass die Oberfräse nicht einfach senkrecht zur Kreisachse steht sondern im Winkel des gewünschten Breitengrades.

Wird schon etwas komplizierter, aber "im Kopf" hätte ich eine einfache Konstruktion. ;)
Praktisch wie wenn man eine EQ-Plattform ohne virtuelle Achse aufbauen würde.

Gruß
Peter
 
Hallo Peter,

wegen dieser Bewegung macht man die Plattform besser nicht zu kurz und die Segmente besser nicht zu lang. Außerdem wird empfohlen, die Laufkante leicht abzurunden. Das Biegen des Blechs würde es halt wieder Recht aufwendig machen.

VG Klaus
 
Meiner Meinung so ähnlich wie wenn man mit einer Oberfräse montiert auf einem Zirkel einen Kreisbogen aussägt/fräst.
Man muss in der Zirkelkonstruktion noch zusätzlich berücksichtigen dass die Oberfräse nicht einfach senkrecht zur Kreisachse steht sondern im Winkel des gewünschten Breitengrades.
Das funktioniert. Findet man auch im Netz.
Die Achse muss recht stabil sein und die Segmente sollten schon fast auf Fertigmaß gesägt sein, damit man nur noch 1/2mm oder so abfräsen muss.
 
Aha. Aber sägt man denn damit wirklich die gewünschte Ellipse? Ich kann mir das bildlich noch nicht vorstellen.

VG Klaus
 
Du fräst damit genau die Form, welche deine Segmente haben müssen.
Stell dir vor, statt deiner Antriebsachse wäre ein Fräser drin ...
Allerdings ist es schwierig, dass bei dieser Bauform exakt zu machen, denn ihr habt ja eine "virtuelle Achse".
Mann muss zum Fräsen erst eine echte Achse aufbauen, welche möglichst exakt der virtuellen Achse entspricht ...
 
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