EQ2 Motor für EQ Platform

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joetaiga

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Hallo zusammen,

ich bin gerade am Planen meiner EQ Platform und überlege, ob ich den EQ2 RA Motor als Antrieb für die Platform nehmen soll:

Kann mir jemand die Dimensionen des Motors sagen? Und wieviel U/min der im normalen Vortrieb bringt und wie viele maximal?

Und wie stark ist der Motor? Kann der 30-40kg problemlos bewegen auf einer EQ Platform oder muss man da schon sehr auf die Balance achten bei der Konstruktion?

Dann würde mich noch interessieren, wie laut der Motor im Betrieb ist.

Danke und CS
Joachim
 
Hallo Joachim, ich bin auch noch auf der Suche nach einem geeignetem Motor für meine EQ Plattform. Ich hatte mir seiner Zeit einen Motor aus Rainer`s Stückliste bei Conrad beschafft. Der schafft die Nachführung in der Abwärtsbewegung bis UT, aber nicht aufwärts. Selbst ohne Teleskop gibt es Zeitverlust in der Aufwärtsbewegung. Einen knapp 20 kg 10 Zoll Gitterrohr-Dobson muss der Motor schaffen. So schließe ich mich Deiner Fragestellung an. Vielleicht weiss jemand Rat?

CS
Wilfried
 
Hallo Wilfried,

ich habe mir den Motor einfach mal bestellt. Unabhängig von der Leistung brauche ich die Maße und Drehgeschwindigkeiten bevor ich mit der Planung anfange. Sowas kann man ja immer noch verkaufen, wenn es nicht tut. Ich werde dann berichten.

Ich habe zwei Tuben für mein Spiegelset: einen Gittertubus mit 30kg und und teilbaren Volltubus mit ca. 40kg. Letzterer hat einen etwas höheren Schwerpunkt. Ich habe grob durchgerechnet, dass die Tuben über 5kg Last erzeugen, wenn ich bei 15° Auslenkung bin und die Plattform so baue, dass die Achse zwischen den Schwerpunkten beider Tuben liegt. Das ist schon was, aber ich hätte erwartet, dass so ein Motor bei der kleinen Übersetzung und bei guter Lagerung das trotzdem ziehen müsste.

Bei der Planung werde ich jetzt aber darauf achten, dass der Teleskopschwerpunkt genau auf der Drehachse des Gittertubus liegt, auch wenn das heißt, dass ich für den Volltubus nochmal extra eine Plattform bauen muss. Wenn die Plattform gut balanciert ist, muss der Motor nur gegen die Trägheit und die Reibung der Lager ankämpfen ähnlich wie bei einer gut balancierten äquatorialen Montierung.

Hast du mal probiert, die Plattform durch Anbringung von Gewichten zu balancieren?

CS Joachim
 
Hallo Joachim,
das Dobson steht zentrisch auf der EQ im UT, ich nenne das Unterer Totpunkt , und ist auch nicht so ganz richtig weil es in diesem Fall keinen OT gibt. Egal Du weißt was ich meine. Nun lässt sich das Dobson nach rechts oder links mit gleichem Kraftaufwand verschieben. Von beiden Seiten zum UT geht es leichter meine ich. Deswegen schrieb ich von Aufwärts- und Abwärtsbewegung, oder liegt da ein grundsätzlicher Gedankenfehler anheim? Zum Start geht es aber irgendwie nach oben und dann zurück nach unten. Eigentlich müsste das Gewicht auf der ganzen Bahn neutral sein, da hast Du recht , wie mir scheint, ist es aber nicht. Ein Versuch mit der EQ ohne Teleskop hatte folgendes Ergebnis: Der Lauf vom Start bis zum UT lag genau in der vorgeschriebenen Zeit, die nächsten 7,5 ° "aufwärtz" schon mit deutlicher Zeitverzögerung. Mit aufgesetztem Teleskop war die Sache noch unbefriedigender. Einen Schlupf kann ich ausschließen , da die EQ über eine Zahnstange angetrieben wird. Sei wie es will, mit ausreichend starkem Motor würde die EQ laufen. Ob Schrittmotoren stark genug sind weiß ich nicht, ich werde das einfach mal ausproberen.

CS
Wilfried
 
Hallo Achim,
ich habe mir die EQ Plattform noch mal vorgenommen. Es ist so wie Du sagtest, das Gewicht verhält sich vollkommen neutral. Voraussetzung ist die absolute Symmetrie des Ganzen. Die zeitlichen Ungenauigkeiten waren dem Batteriebetrieb geschuldet, mjt Netzteil ist alles exakt, 15 ° in 60 min.
Der nächste Schritt ist die Belastung mit dem Dobson, 21 kg muß der Motor schaffen. Ich bin gespannt und melde mich dann noch mal.
 
Hallo Wilfried,

das ist eine interessante Info. Was für einen Motor verwendest du? Das scheint mir der Vorteil zu sein, wenn man den Motor bei Batteriebetrieb über einen Spannungsregler betreibt.

Der EQ2 Motor scheint auf 9V betrieben zu werden. Ich hätte eigentlich erwartet, dass so ein Motor einen Spannungsregler verbaut hat, damit er nicht langsamer wird mit sinkender Batteriespannung.

Mal sehen, ob ich da einen Adapter hinbekomme, damit ich ihn mit einem stabilisierten Netzteil betreiben kann. Dann wäre das Thema Geschichte. Ich will ja nicht immer Lithiumbatterien kaufen. Wenn das Teil mit einer Batterie 40h läuft, dann sind das 20mA bei 800mAh. Das wären dann weniger als 0,2W. Das scheint mir etwas wenig, um 30-40kg zu bewegen...wobei bei der kleinen Übersetzung.

CS Joachim
 
Hallo Joachim,
ich habe nochmal getestet. Der Motor schafft locker 24 kg, exakt 15° in 60 min. Das funktioniert aber nur mit Netzteil, nicht im Batteriebetrieb. Den Motor habe ich von CONRAD . Da mußt Du mal googeln. Die vollständige Typen- Bezeichnung ist folgende

MODELCRAFT
RB 350600-0A101R
Operating Voltage 12/DC
Speed under load 9 rpm
Maxi gear load 18kg cm
Steady gear load 6kg cm

ich hoffe das hilft Dir weiter , berichte mal.

Gruß
Wilfried
 
Hallo Wilfried,

das ist der Motor, der auch auf Reiner Vogels Homepage empfohlen wird, genau wie der EQ Motor.

Hast du keinen Spannungsregler in die Schaltung mit eingebaut? Damit sollte der Motor doch theoretisch auch mit Batterie auf konstanten Vortrieb kommen. Die ganzen Komponenten drum rum waren auch der Grund für mich es erst mal mit dem EQ Motor zu probieren. Der sollte das alles eingebaut haben und ist günstiger als die Summe der Einzelteile.

CS Joachim
 
Hallo Joachim,
zur Ergänzung der EQ Plattform :
Das variable Netzteil, 3 bis 12 Volt speist einen kleinen Steuerungskasten, der über einen Drehschalter die Motorgeschwindigkeit stufenlos reguliert. Die Platine dazu hat mir ein Kollege (Elektroniker) gelötet, da ich davon nichts verstehe. Der Steuerungskasten ist auch von Ihm. Die elektronischen Bauteile sind wie Motor, Zahräder, Schnecke und Stellringe alle aus Rainer Vogels Stückliste zum Bau dieser EQ Plattform.
Google mal nach: Rainer Vogel "Bau einer EQ Plttform"

Gruß
Wilfried
 
Ich werde meinen Kollegen fragen, ob er einen Spannungsregler eingebaut hat.

CS
wilfried
 
Hallo Joachim,
Fehler gefunden und abgestellt. Es waren mechanische Widerstände in der Zahnstange deren Überwindung zum Zeitverlust führten. Jetzt 15 ° in 60 min, alles ok.
Gruß
Wilfried
 
Hallo Wilfried,

was für mechanische Widerstände waren denn das?

Ich bin auch am Überlegen, ob ich über eine Zahnstange antreiben soll. Ich habe mich dazu entschieden, dass ich eine Kreissegmentplattform bauen will. Da wird eine Walze nicht genug andrücken und evtl. durchrutschen. Wie hast du bei dir das Südlager gemacht? Mit einem weiteren Kreissegment oder einer Achse?

Den EQ2 Motor habe ich jetzt hier. Auf langsamster Einstellung braucht er ca. 27min und auf schnellerster Stufe ca. 5min für einen Umlauf. Hätte nicht gedacht, dass der so langsam ist. Da werde ich noch ein Zahnrad brauchen, damit ich auf die richtige Geschwindigkeit komme. Möglichst mit der niedrigsten Stufe, die höheren Geschwindigkeiten sind schon gut hörbar.

CS Joachim
 
Hallo Joachim,
die mechanischen Widerstände waren Ungenauigkeiten in der Zahnstange. Dazu folgender Bericht. Die Plattform war geplant und gebaut nach Rainer Vogel. Also erst mal ohne Zahnstange. Es zeigte sich sofort der Nachteil des Schlupfs heraus. Abhilfe versprach ich mir von einer Zahnstange. Diese ist ein ganz besonderes Gebilde, und schon gar nicht käuflich. Zudem hat die Zahnstange in der horizontalen und in der vertikalen Ebene den vorgegebenen Radius. Das Zahnrad dafür war in R. Vogels Stückliste vorhanden. Nach Modul und Zähnezahl fertigte ich erst mal eine gerade Zahnstange aus Alu, harmonierte ganz gut mit dem Zahnrad . Nachdem ich den Radius in der vertikalen (Ebene ?) Richtung angebracht hatte, war der Rollablauf , Zahnrad - Zahnstange, auch noch in Ordnung. Der Radius für die horizontale Ebene brachte Ungenauigkeit (mechanische Widerstände) in den Rollablauf. Diese sind nun beseitigt. Die Zahnstange ist zum Aus-und Einrasten verschiebbar angelegt, aus sicher ganz verständlichen Gründen.

CS
Wilfried
 
Ergänzung.
Antwort zum Südlager: Es ist eine Achse aus Siberstahl mit Halbrund, angefeilt und poliert in der Bohrmaschine und mit Radiuslehre. Das Gegenlager ist ebenso simpel, ein Alustück mit eingebohrter Radiuspfanne. Den gleichen Radius an einen Spiralbohrer geschliffen natürlich wieder mit Radiuslehre. Nicht zu tief bohren, der Bewegungsablauf muß gewährleistet sein.
CS
Wilfried
 
Hallo Wilfried,

ich fürchte, dass übersteigt meine bescheidenen Heimwerkerfähigkeiten :)

Verwendest du Vertikallager für das Nordlager? Ansonsten würde ich deinen Text nicht verstehen.

Ich plane eine Kreissegmentplattform. Die elliptischen Lager sind mir zu heikel. Die Kreislager kann ich mit meiner Oberfräse und meiner Tauchsäge gut machen.

Als Zahnstange plane ich eine aus Polyacetal mit Modul 1 zu verwenden und mit Sekundenkleber auf das Kreissegment zu kleben. Evtl. muss ich dafür etwas warm machen. Wenn das nicht klappt, werde ich sie seitlich an das Segment verschrauben. Dazu passendes Zahnrad gibt mit dem passenden Achsdurchmesser bei Conrad. Der Motor hat eine Federkupplung mit 6mm Steckdurchmesser. Für die Lagerung muss ich mir noch ein paar gut gelagerte Rollen suchen. Evtl. von Rollerscatern. Damit das alles möglichst rund läuft, werde ich auf das Sperrholzsegment noch ein Alublech schrauben oder einen Teflonriemen kleben. Mal sehen. Ich werde das Nordlager auf der Motorseite aber nicht auf dem Zahnrad lagern, sondern auf einer etwas versetzten Rolle. Dann kann ich hoffentlich mechanisches Verklemmen vermeiden. Der Motor ist mit 7,5cm x 6 cm x 5 cm relativ kompakt und es ist eine Halterung dabei, mit der ich ihn einfach an die Unterkonstruktion von den Rollen schrauben kann. für den Vortrieb sollte das gut genug sein, Last kann man da aber keine draufgeben. Das würde nicht funktionieren.

Das Südlager muss ich mir auch noch überlegen. Entweder ich verwende ein Stehlager mit einer simplen Schraube oder ich mache mir ein weiteres kleineres Kreissegment (was derzeit mein Favorit ist, da ich die Plattform damit kompakter machen kann. Ich habe auch noch ein paar Gleitlager hier rumliegen, mal sehen.

CS Joachim
 
Hallo Achim,
nur Mut, man wächst mit der Aufgabe. Als Werkzeugschlosser der alten Schulle bin ich handwerklich nicht gerade unfähig. Zum besseren Verständnis würden Fotos sicher weiter helfen. Via Mail würde das gehen.
CS W.
 
Hallo Achim ,
hier ein paar Bilder.
IMG_1216_Kopie.jpg

Ansicht Nordlagerung
IMG_1185_Kopie.jpg

IMG_1227_Kopie.jpg

zum Entsperren Zahnstange verschiebbar
IMG_1226_Kopie.jpg

Südlager
 
Die Plattform, das Gewicht läuft über die Kreissegmente, die Zahnstange im freien Antrieb.
Ich hoffe, hier sind ein paar Anregungen. Wenn Du noch weitere Bilder brauchst melde Dich.
CS
Wilfried
 
Deine Plattform sieht ja klasse aus. Ich hoffe, dass ich meine auch so stylisch hinbekomme. Aber durch die Kreissegmentlager wird die eher nicht so elegant aussehen am Ende.

Wozu brauchst du eigentlich die Zahnstange bei den Vertikallagern? Du könntest doch theoretisch direkt über die Welle antreiben, wo deine Achse drin ist. Die Andruckkraft müsste doch reichen.

Und wie stellst du die Plattform zurück? Einfach hochheben?

CS Joachim
 
Ah, habs grad gelesen. Die Zahnräder kann man verschieben. Coole Idee. Ich will meine über eine Feder andrücken. Die Zahnstange soll aber fest auf das Segment. Ich werde den kompletten Motor auf eine Platte montieren, die ich gegen Federdruck nach außen ziehen kann und mit der anderen Hand derweil einfach die Plattform zurückschieben.
 
Hallo,

ich steige gerade in diesen Thread ein und habe nicht alles gelesen. Zur Anfangsfrage habe ich noch ein paar Erfahrungen/Anmerkungen:

Das Gewicht ist nicht unbedingt ganz zentrisch. Bei mir ging das soweit, dass bei Blickrichtung Osten die Plattform an der Ostseite herunterrutschte. Das liegt wohl auch am auf der Seite montierten OAZ. Ein gegenüber montiertes Gegengewicht behob jedenfalls das Problem. Der Dob ist ein ziemlicher Leichtbau, vielleicht lag es auch daran.

Den Motor hatte ich ohne weitere Übersetzung an die Welle montiert, wie es bei Reiner Vogels Website auch zu sehen ist. Für visuelle Beobachtung lief der EQ2 Motor auf jeden Fall genau genug.

VG Klaus
 
Hallo,
der Anpressdruck reichte leider nicht, ich hatte ständig mit Durchrutschen (Schlupf) zu kämpfen, deswegen habe ich auf Zahnstangenbetrieb umgebaut. Es laufen jetzt beide Segmentrollen im Freilauf. Die EQ-Pl. läuft einwandfrei. Die Zahnstange ist verschiebbar, wie man auf dem 3. Foto gut erkennen kann, keinem Gewicht ausgesetzt und nur für den Antrieb zuständig. Die Last tragen die Kreissegmente mit ihren Freilaufrollen.
CS
Wilfried
 
Hallo Klaus, hallo Achim.

Wenn man die EQ Pl. nur über die Segmentrolle antreibt Ist die Balance sehr wichtig. Man stelle sich vor, hoch oben am OAZ ein 2" Okular bei dem Hebel----. Ein Gegengewicht ist hilfreich, da hast Du recht, ich meine aber, eine Zahnstange zwar aufwendiger und gut gemacht, bringt sehr gute Ergebnisse im Zeitablauf. Ich liege da nach mehreren Messungen über 1 Std bei plus-minus 3 sec. Um dort auf Null zu kommen, müsste die stufenlose Einstellungsscala präzieser sein. Meine nächte Aufgabe.

Gruß
Wilfried
 
Hallo Achim,
was sind für Dich "Kreissegmentlager" ? Wenn es geht, setz mal ein Bild rein.

Gruß
Wilfried
 
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