EQ5 Asiair Plus Probleme Guiding

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Dinslakener

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Guten Abend zusammen,

ich habe seit Kurzem ein Askar FRA300, einen ZWO EAF und eine ASI533MC Pro.

Leider habe ich aktuell nichts als Probleme mit dem Guiding und hoffe, dass jemand einen Tipp für mich hat.

Ich nutze den FRA300 auf einer EQ5 mit einem Asiair plus.

Vorher habe eine Canon 200da mit einem Canon EF 200 L Objektiv genutz. Mit diesem Guiding waren auch lange Belichtungen möglich.

Mit dem neuen Setup absolut nicht.

Ich habe mittlerweile rausgefunden, dass die EQ5 in der Theorie eine feine Sache ist, aber qualitätiv wohl viele Ausreisser hat.

Ein Problem ist es die Montierung richtig auszubalancieren, da beide Achsen extrem schwergängig sind. Wenn ich die RA Achse verschiebe kann ich das Gewicht mehrere cm bewegen, bis sich überhaupt irgendwas bewegt. Gefühlt ist auf der DEC Achse noch weniger Bewegung drin. Ein Ausbalancieren ist nur mit Trial and Error gut möglich.

Der Auswertung des Guiding Graphen nach ist die RA Achse wirklich ok, der Wert liegt in der Regel um die 0,5 und darunter. Als Guiding Kamera nutze ich eine Asi120 mini

Der Wert der DEC Achse liegt die meiste Zeit im gleichen Bereich, teilweise geht der Wert bis auf 0,3 darunter und alle paar Minuten bewegt sich der DEC Graph langsam nach oben, teils bis an die 8 und langsam wieder herunter. Gelegentlich auch nach unten, aber öfter nach oben. Das ganze sieht wie ein Berg ohne großen Ausreisser aus. Leider passiert das derart oft, dass ich von 75 Subs a 300s nur 30 verwenden konnte. Das ging jetzt vier Nächte in Folge so. Selbst die Bilder, die keinen offensichtlichen Sprung haben, haben teilweise leicht Ei-förmige Sterne, was extrem unbefriedrigend ist.

Weiterhin ist mir aufgefallen, dass bei der Kalibrierung des Guidings die Schritte in Ost und West Richtung einander gut ausgleich, so dass kaum Backlash Steps ausgeführt werden. Bei den Nord und Süd Schritten sieht das anders aus, In Nordrichtung baut es sich auf und bei den Südschritten steigt der Wert teilweise weiter an, anstatt zu sinken.

Für eure Anregungen und Tipps wäre ich sehr dankbar.

Beigefügt mein Firstlight mit dem neuen Refraktor

Gain 100
30 Subs x 200s
60 Darks
60 Flats
100 Bias
Optonlon L-Extreme Filter

Das Bild wurde in APP gestackt und nicht weiter bearbeitet.

IC1396_final_2.jpg


Vielen Dank vorab

CS,

Henning
 
Guten Morgen Frank,

vielen Dank für die schnelle Hilfe.

Ich denke zu backlash einstellen werde ich sicher im Forum was finden und es dann gleich mal ausprobieren.

Schlechter ausbalancieren verstehe ich nicht so richtig. Ich gehe davon aus, dass die nicht gut ausbalanciert ist, weil die so schwergängig ist, dass nur bei einem extremen Übergewicht auf einer Seite sich etwas bewegt.

Ich bin mehrfach darauf gestoßen, dass man den "gelben China Honig" austauschen soll. Gibt es eine Empfehlung für ein Schmierfett, welche man für die Montierung nehmen kann - eventuell etwas, dass man im Baumarkt oder Fachhandel für Autozubehör kurzfristig besorgen kann?

CS,

Henning
 
Das Fett wird nicht das Problem sein, ich fand es sogar gut, zumindest an den Gleitflächen.
Meine neue EQ5 war auch eher schwergängig und an mehreren Positionen sogar hakelig.
Hatte sie zur Hälfte auseinander gebaut und danach einfach keinen Bock mehr gehabt.
Gibt natürlich einen eher radikalen Schritt, eine vernünftige Montierung a la AM3/AM5 besorgen.
 
Das Fett wird nicht das Problem sein, ich fand es sogar gut, zumindest an den Gleitflächen.
Meine neue EQ5 war auch eher schwergängig und an mehreren Positionen sogar hakelig.
Hatte sie zur Hälfte auseinander gebaut und danach einfach keinen Bock mehr gehabt.
Gibt natürlich einen eher radikalen Schritt, eine vernünftige Montierung a la AM3/AM5 besorgen.
Das wird auch mein nächster Schritt werden. Allerdings bin ich der Meinung, dass die EQ5 mit dem aktuellen Lineup auch zu funktionieren hat. Ich habe jetzt erst einmal wieder genug Geld ausgegeben und will erst einmal ein bisschen Zeit damit verbringen, anstatt noch mehr auszugeben. Deswegen suche ich einen Weg das Teil ans Laufen zu bringen. Aber mittelfristig wird es wohl die AM5 werden.

CS,
Henning
 
Moin Henning,
das gleiche Problem hatte ich vor ein paar Jahren auch. Eine nagelneue EQ5, und beide Achsen waren so schwergängig, dass man sie nur mit leicher Kraft bewegen konnte. Ich hatte auch von "neu fetten" gelesen, aber bei der Montierung hatte ich als kompletter Anfänger auch Skrupel, diese gleich auseinander zu bauen. Nach wochenlangem Überlegen habe ich mich dann aber doch daran gewagt. Eine gute Anleitung gibt es von Chris im Archiv seiner Internetseite (www.cg-5.de), da kann man sich gut dran halten.
Zum neu fetten gibt es hier im Forum reichlich Beiträge, da lies dich mal etwas durch. Bei mir habe ich von Liqui Moly LM47 genommen, das hatte ich ohnehin für meine alte Kreidler im Haus. Egal, was du nimmst, alles ist besser als der Kleber der drin ist. Seit dem Wechsel ging es deutlich besser, inzwischen hat die Montierung aber aus anderen Gründen wieder den Haushalt verlassen.
Viele Grüße,
Berthold
 
Hallo Berthold,

Vielen Dank für die Antwort.

Ich werde mir das Liquid Molly mal besorgen und dann der Anleitung nach die EQ5 sanieren.
 
Guten Morgen zusammen,

es scheint als hätte ich die Probleme vorerst in den Griff bekommen.

Für das gute Gefühl überhaupt etwas getan zu haben, habe ich gestern versucht das Schneckenspiel neu einzustellen.

Dabei sind mir ein paar einfach zu behebende Fehler aufgefallen.

Das Zahnrad, welches die Montierung mit dem Motor verbindet verfügt über zwei Madenschrauben. Eine von beiden muss sich - wie auch immer - gelöst haben. Dadurch hatte das Zahnrad auch ohne Korrektur des Schneckenspiels ein deutliches Spiel und konnte ohne großen Aufwand hin und her bewegt werden. Ich vermute, dass die Montierung bei einem Richtungswechsel damit massive Probleme gehabt haben wird, wenn das Zahnrad erst einmal nciht mehr gepackt hat.

Weiterhin war das Zahnrad ohne ausreichenden Halt ein Stück weiter nach oben gerutscht, so dass dieses Zahnrad das Zahnrad des Motors nur noch zum Teil überlappt hat.

Der Motor saß leicht schräg, so dass die Zahnräder einen deutlichen Abstand aufgewiesen haben. Ich habe den Abstand verringert.

Zusätzlich habe ich nach einer Anleitung aus dem Netz noch das Schneckenspiel angepasst.

Vorletzte Nacht habe ich nach den vorgenommenen Änderungen 120 subs von M31 aufgenommen, jeweils 180s um im Notfall weniger Ausschuss zu haben. Von den 120 Aufnahmen waren 8 überbelichtet, weil ich zu spät angefangen habe und weitere 10 hatten leichte Strichspuren. Insgesamt konnte ich 102 davon verwenden. Mit diesem Schnitt bin ich absolut einverstanden - zumal nicht weit von uns eine Großbaustelle der DB ist, wo auch die Nacht durch mit schwerem Gerät gearbeitet wird. Hier bebt die Erde aktuell 24 Stunden am Tag.

CS,

Henning
 
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