EQ6-R bei eingefahrenem Stativ nicht im Wasser

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wizzardKvothe

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Hallo Zusammen,

Ich habe heute voller Freude meine EQ6-R Pro beim Händler abgeholt. Der Aufbau war ja recht easy und intuitiv.

Was mich aber doch etwas wundert ist, dass bei komplett eingefahrenen Stativbeinen die Montierung laut integrierter Wasserwaage nicht im Wasser ist. Ich muss ein Bein ca 4 cm und ein zweites ca 7 cm ausfahren, so dass die Montierung im Wasser liegt. Ist das normal? Liegt es an der Wasserwaage? Wie ist es denn bei euch so?

Viele Grüße,
Sascha
 
Hab ich getan. Die eigene Wasserwaage sah deutlich besser aus.

Aber gut zu wissen, dass auf die Libelle dann nicht all zu viel Verlass ist.
 
Außerdem: das Stativ muss nicht in der Waage sein. Es erleichtert die Nordung, weil dann schön senkrecht und waagrecht eingestellt werden kann und nicht schräg, aber wenn deine RA-Achse auf den Pol zeigt, ist es egal, ob das Zeug schief steht oder minutiös im Wasser. ;)

lg
Niki
 
PS.: Hab's dann auch hier im Forum entdeckt. Hätte ich doch vorher mal gewusst, dass das Ding "Libelle" heißt. :)

Danke für den Hinweis Niki!
 
Hi,

Mobil des öfteren unterwegs steck ich mir immer eine kleine Wasserwaage in den Rucksack neben den Knabbersachen, die ich dann wenigsten noch gut sehen kann mit der Stirnlampe wenn das Stativ aufgebaut wird meistens im dunklen.
Diese runden viel zu kleinen Libellen sind meistens nicht einmal gut sichtbar und dazu noch schief eingeklebt.
IMG_4797.jpg

Clear skies,
- Martin
 
Moin,

die eingebauten Mini-Teile sind allenfalls eine Orientierung, dazu sind sie oft auch nicht sorgfältig eingebaut. Ich habe auch immer eine kleine Wasserwage dabei, das hilft einfach mehr.

CS
Jörg
 
Hallo Zusammen,

ich versuche es mal über dieses Thread um keinen neuen aufzumachen.

Nach ein paar Trockenübungen mit der EQ6-R und dem Versuch die Homeposition einzustellen, habe ich gemerkt, dass das Polar Scope und sein Fadenkreuz nicht der realen Position entspricht.
Sprich, das Fadenkreuz ist um ein paar Grad gedreht.

Das mag bei dem Polar Alignment über einen PC+Kamera egal sein, aber wenn man das wirklich über den Polar Scope tun möchte, dann ist man doch auf dessen korrekte Ausrichtung angewiesen?

Mit meinem Skywatcher klappt das jedenfalls ganz gut.

Weiß hier jemand Rat?

Viele Grüße
Sascha
 
PS: Außerdem steht die Skala auf dem Kopf.
An dem Scope gibt es zwei Schrauben. Sagt jetzt nicht, dass man das selbst noch kalibrieren muss ?
 
Hallo Zusammen,

ich versuche es mal über dieses Thread um keinen neuen aufzumachen.

Nach ein paar Trockenübungen mit der EQ6-R und dem Versuch die Homeposition einzustellen, habe ich gemerkt, dass das Polar Scope und sein Fadenkreuz nicht der realen Position entspricht.
Sprich, das Fadenkreuz ist um ein paar Grad gedreht.

Das mag bei dem Polar Alignment über einen PC+Kamera egal sein, aber wenn man das wirklich über den Polar Scope tun möchte, dann ist man doch auf dessen korrekte Ausrichtung angewiesen?

Mit meinem Skywatcher klappt das jedenfalls ganz gut.

Weiß hier jemand Rat?

Viele Grüße
Sascha
Polsucher justieren ...

Das gehört zum Leiden dazu.

CS
Jörg
 
Aber nochmal für mein Verständnis. Gemäß der Anleitung von TS verschiebt man das Glas des Polarsuchers mit den drei Stellachrauben nur in X und Y. Damit ist zwar gewährleistet, dass die Mitte des Fadenkreuzes auf der RA Achse ausgerichtet ist, aber damit hat man noch nicht die Drehung justiert.

Die Y Achse des Fadenkreuzes sollte ja exakt
"Im Lot" stehen. Also oben 0 und unten 6 Uhr.

Aber diese Justierung der Drehung stelle ich mir echt schwierig vor, wenn man sie exakt durchführen möchte.
 
Hallo Sascha,
bei meiner EQ6R-PRO war das Glas auch verdreht, allerdings genau um 90° und nicht irgendwie schief. Wenn es ausserhalb von 90, 180 oder 270° verdreht ist, dann ist das besonders ärgerlich, weil ja die Übertragung der einzustellenden Position recht schwierig ist.
Ich hatte hier im Forum mal meinen Leidensweg aufgeschrieben: Polsucher justieren, boahhh, nie mehr!!!

Wenn man sich auf eklige Arbeit einstellt, ist es halb so schlimm, wenn man meint, das geht mal eben, kann es echt eklig werden.

Grüße
Hartmut
 
Es begann bereits eklig zu werden. Ich habe natürlich nicht VORHER die Anleitung gelesen wie man den Polsucher aligned und alle drei Schrauben soweit aufgedreht, dass schön das Glasplättchen rausgefallen ist.

Aber da meine Skala ohnehin "irgendwie" verdreht war, hätte ich die Rotation sowieso justieren müssen.

Es ist schon irgendwie ärglich, dass man da jetzt selbst die Arbeit reinstecken muss. Ich hätte vielleicht gleich eine justierte Montierung bei TS kaufen sollen. Aber ich wusste einfach nicht um die Problematik.

Ich schätze ich bekomme das hin. Erfordert eben Geduld und etwas Raffinesse.

Danke für deinen Link. Ich schau mal rein.
 
Moin!
Warum stellt man die Rotationsachse des Polsuchers ein? Lateral ist klar, aber die rotatorische Ausrichtung?
Wenn ich die 6Uhr unbedingt unten haben will, drehe ich die RA-Achse oder den ohnehin empfehlenswerten Winkelsucher. Es ist doch die Lage der DEC-Achse zur Position Polaris auf dem Justierkreis relevant, ob auf der Strichplatte 6, 9 oder sqr pi steht ist doch egal. Oder mache ich hier einen Denkfehler?

Schönen Restsonntag
Helge
 
Natürlich hast Du Recht und willkommen im Forum!

Es gibt ja auch Glasscheibchen ohne eingeätzte Uhrzeitmarkierungen. Primär geht es also darum, das Polarscope zur Achse auszurichten.
Die Ausrichtung des Plättchen analog zur Abbildung im Manual oder einer APP mit "korrekter" Angabe der Uhrzeit ist ein nettes Beiwerk, dass man machen kann aber nicht muß.
Der eine putzt seine Autofelgen, für den anderen ist die Karre ein Gebrauchsgegenstand.

Grüße
Hartmut
 
Aber wenn die Skala keine Zahlen hätte, oder man sie sich wegdenkt, dann braucht man schon noch ein Kreuz dass genau gerade steht, also Y-Achse Senkrecht und X-Achse waagrecht. Sonst, wüsste ich nicht wie man nur anhand von Markern auf einem Kreis die korrekte Koordinate treffen soll.

Bei mir kommt eben noch dazu, dass ich mit dem Star Adventurer nach der Pol Justierung das Objekt manuell in den Kamerasucher gebracht habe. Das bedeutet, ich drehe auch um die RA Achse. Um hinterher die korrekte Polausrichtung nochmal zu prüfen, habe ich der App Polar Finder mitgeteilt um wievie Grad(Stunden, Minuten) ich um die RA Achse gedreht habe und durch die App erkannte ich dann, dass Polaris durch die Drehung eben nicht mehr auf 6 Uhr liegt, sondern jetzt auf 3:40 Uhr.

Oft habe ich nachjustieren müssen, weil mit einem Fotostativ und Kameraequipment doch alles etwas empfindlicher ist.
 
Der Polarstern wird ja nicht auf ein Fadenkreuz ausgerichtet, sondern in den Kreis je nach Uhrzeit vom Polsucher. Da ist es relativ Schnuppe, ob oben 12 Uhr steht, oder neun usw. Hauptsache Polaris ist nicht in der Mitte, sondern im Kreis.
 
Ich habe bis jetzt zwei Polsucher justiert (einmal iOptron Skyguider, einmal HEQ5 pro). Das ganze ist theoretisch erstmal gewöhnungsbedürftig, wenn du aber sorgfältig vorgehst ist das absolut kein Hexenwerk und nimmt nicht allzuviel Zeit in Anspruch.

Und je nach Anwendungszweck ist es wurscht, ob das Teil 100% in die richtige Position gedreht ist. Polaris gehört auf den entsprechenden Teilkreis laut Berechnung oder App. Bei der HEQ5 hab ich nichtmal Teilkreise sonder nur Cassiopia und den größten Wagen abgebildet und orientiere mich an der Position der Sternbilder am Himmel. Hat für 3 Minuten mit einem 150/750 Newton ohne Guiding gereicht bei schön runden Sternen.

Jetzt bin ich sogar so unterwegs, dass ich meinen Polsucher von der HEQ5 pro verkauft habe und nur noch über die Guiding Kamera per PlateSolving Einnorde. Bei knapp 2m Körpergröße ist das aber auch ein kein Zuckerschlecken länger durch den Polsucher zu schauen.

Stativ grob Richtung Polarstern ausrichten und in Waage bringen. Rest drauf. Ausbalancieren. Polar Alignment in Ekos starten... Feierabend.

Gruß

Ralph
 
Ich hab's hinter mir. Die Monti stand in einer Ecke, das Kalibrierkreuz mit 10m Abstand in der anderen. Ging ganz gut.

Anschließend first light im Garten. Ohne Aufnahmen, aber mit aufgeschnalltem Objektiv+Kamera. Wollte nur mal sehen, ob ich es hinbekomme und wie gute die Monti so performt. Ich komme ja, wie oben geschrieben von einer Star Adventurer.

Der totale RMS lag so bei 0.6. Für den weichen Boden unter mir und für's erste Mal war ich ganz zufrieden.
 
Hallo!
die Chinesen haben es nicht so mit der Präzision.
Nein, dafür haben die Chinesen aber eben verstanden, dass eine exakte Nivellierung bei parallaktischen Montierungen unnötig ist. Wie Niki schon sagte, kommt es einzig darauf an, dass die RA-Achse nach dem Einnorden auf den Pol zeigt. Die Montierung selbst kann so schief stehen wie sie will.
Eine einigermaßen gerade Aufstellung hilft etwas beim Polar-Alignment und total schief sollte die Montierung schon deshalb nicht aufgestellt werden, damit sie nicht umstürzt. Aber das sind Anforderungen die man auch mit der einfachen Libelle hinbekommt.

Andererseits kommt die eigene Wasserwaage so auch mal ein bisschen raus und sieht was von der Welt... :cool:

Gruß
Sebastian
 
Stimmt, es ist eigentlich nicht wichtig, die Basis der Montierung exakt waagerecht aufzustellen. Trotzdem mache ich das immer so, dass ich mit der Libelle in meinem Stativ (Berlebach Uni 18) dieses so exakt wie möglich waagerecht aufstelle. Die Libelle im Stativ passt recht genau.
Zudem wird mit dem Kompass der "Zapfen" vom Stativ nach Norden eingerichtet. Damit hat man schon mal eine gute Basis, sodass nach dem Aufsetzen der Montierung der Polarstern schon fast perfekt im Polsucher zu sehen ist und nur noch kleine Korrekturen durchgeführt werden müssen. Insbesondere beim wiederholten Aufbau des ganzen Zeugs macht es sich dann bezahlt, wenn man immer gleich vorgeht. Damit ist man recht schnell am Ziel.
Und der Winkelsucher hilft hier ungemein beim Einblick in den Polsucher (Vixen GPD2) um den Polarstern zu platzieren. Ich hasse es nämlich, auf den Knien herumzurutschen und den Nacken zu verbiegen, damit man in den Polsucher blicken kann. Bin ja auch nicht mehr der Jüngste. Mit dem Winkelsucher geht das aber recht problemlos.
 
Stimmt, es ist eigentlich nicht wichtig, die Basis der Montierung exakt waagerecht aufzustellen. Trotzdem mache ich das immer so, dass ich mit der Libelle in meinem Stativ (Berlebach Uni 18) dieses so exakt wie möglich waagerecht aufstelle. Die Libelle im Stativ passt recht genau.
Zudem wird mit dem Kompass der "Zapfen" vom Stativ nach Norden eingerichtet. Damit hat man schon mal eine gute Basis, sodass nach dem Aufsetzen der Montierung der Polarstern schon fast perfekt im Polsucher zu sehen ist und nur noch kleine Korrekturen durchgeführt werden müssen. Insbesondere beim wiederholten Aufbau des ganzen Zeugs macht es sich dann bezahlt, wenn man immer gleich vorgeht. Damit ist man recht schnell am Ziel.
Und der Winkelsucher hilft hier ungemein beim Einblick in den Polsucher (Vixen GPD2) um den Polarstern zu platzieren. Ich hasse es nämlich, auf den Knien herumzurutschen und den Nacken zu verbiegen, damit man in den Polsucher blicken kann. Bin ja auch nicht mehr der Jüngste. Mit dem Winkelsucher geht das aber recht problemlos.
Guten Morgen zusammen. Ich finde mich hier gerade in den gemachten Aussagen zu 100% wieder. Vorgestern habe ich die gleiche Prozedur mit meiner Super Polaris durchexerziert, der Winkelsucher für den Polsucher ist jetzt gerade im Bau, damit es dann beim nächsten Mal bequemer und ohne 'Rücken' abläuft. Ich würde auch bei der mobilen Aufstellung das Stativ zumindest annähernd in die Waage bringen und nach Norden ausrichten, damit ich dann nicht beim Suchen von Polaris groß an den Azimut- und Höhenschrauben kurbeln muss...
Das (halbwegs) lotrechte Ausrichten kostet ja auch nicht ewig Zeit.
Viele Grüße
Kay
 
Hallo Kay,
Das (halbwegs) lotrechte Ausrichten kostet ja auch nicht ewig Zeit.
Genau richtig. Halbwegs gerade sollte die parallaktische Montierung aus den genannten Gründen stehen. Aber speziell bei Anfängern breitet sich gerne die irrige Annahme aus, man müsse mit Präzisionswasserwaagen zu Werke gehen, weil bei einer nicht zu 100% nivellierten Montierung die Nachführung leidet oder irgendwelche anderen Nachteile entstehen. Bei einem Hobby, das ansonsten nicht selten Präzision im hundertstel Millimeterbereich verlangt, ist so ein Irrtum auch gut zu verstehen und es erschließt sich auch erst nach einiger Überlegung, warum es nicht auf eine exakt plane Aufstellung ankommt. Es bleibt aber ein Irrtum und dieser Hinweis gehört in diese (immer mal wieder aufkommenden) Diskussionen in einem Astronomieforum schon hinein, bevor da jemand die halbe Nacht mit der Wasserwaage verschwendet.
Gruß
Sebastian
 
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