EQP Getriebefrage

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AndreasD

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Hallo zusammen,

meine Frage schließt sich inhaltlich an den thread: EQ-Pattform, wie antreiben? an.

Ich habe jetzt für den Antrieb meiner geplanten EQP ein Faulhaber Planetengetriebe 1920:1 sowie einen dazu passenden Motor bei einem beliebten Internet-Autkionshaus ersteigert <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />, und jetzt möchte ich beide verheiraten.
Erstmal die Bilder:

Link zur Grafik: http://www.duda-derwahl.de/images/antrieb1.jpg
Link zur Grafik: http://www.duda-derwahl.de/images/antrieb2.jpg

Das Planetengetriebe hat am Eingang drei relativ kleine Zahnräder und ich weiß nicht so recht, welches Zahrad ich zur Adaption des Motors brauche. Wie kann ich das benötigte Modul feststellen? Ausbauen und ausmessen würde ich eigentlich gerne vermeiden. Zufälligerweise passt ein Spax-Schlüsssel T20 (oder wie heißen diese Innenstern-Dinger?) ungefähr. So hab ich die Funktionstüchtigkeit des Getriebes schonmal feststellen können.

Faulhaber gibt zwar auf der HP an, daß diese beiden (Planetengetriebe 1920:1 Serie 34/1 sowie Motor 3557K009C) für einander geeignet sind, aber bei einem Anruf beim technischen Service haben sie mich ziemlich abblitzen lassen (ebay-Kunden kosten nur Zeit und bringen keinen Umsatz, kann ich auch verstehen).

Die 4 mm Achse passt jedenfalls nicht ins Getriebe rein, der innere Durchmesser eines passenden Zahrades müsste also kleiner sein. Ich nehme stark an, daß das benötigte Zahrad/Ritzel sechs Zähne haben wird, aber welches Modul?

Weiß einer ob es bei Conrad entsprechende Zahnräder geben würde? Da könnte ich dann einfach mal vorbeifahren und rumprobieren.

Oder gibt es sonst einen empfehlenswerten Händler?

Vielen Dank für eure Hilfe,
Andreas
 
Hallo Andreas,

mein Vorschlag: irgendwas halbwegs stramm passendes (weiches Holzstäbchen) zurechtbasteln und dann ein wenig drehen. Dann kannst du die Zahnspuren bequem mit der Lupe ausmessen. Evtl. vorher noch einen dünnen Paperstreifen rumwickeln, den kannst du dann wieder abwickeln und die Zahneindrücke oder Ölspuren am Schreibtisch analysieren.

Standardzahnräder fangen eigentlich erst so bei 10 Zähnen an, weil sonst für die Evolventen-Zahnform kein 'Fleisch' mehr bleibt (abgesehen von exotischen Sonderverzahnungen).
Wenn du Glück hast, ist es ein Standardmodul, ich tippe mal auf Mod 0.3 mit 12 Zähnen (da=4.2mm).
Die Conrad-Apotheke ist da nicht so gut sortiert, versuch's mal bei www.ghw-modellbau.de, da habe ich bisher gute Erfahrungen gemacht.
Wie soll das Zahnrad auf die Achse? Die müsstest du ja aufbohren zum Verstiften oder abdrehen (und dazu evtl. ausbauen). Wahrscheinlich war das Getriebe für einen Motor gedacht, der das Ritzel schon in die massive Achse geschnitten hat.
Falls die Achse nicht gehärtet ist: Nadelfeile, ein ruhiges Händchen, präzises Augenmaß und vieeeel Geduld <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />

Gruß
Karl-Heinz
 
Hallo Karl-Heinz,

ich habe deinen Tip mit dem Holzstäbchen beherzigt und einen Schaschlikspieß mit etwas Papier umwickelt und am Getriebeeingang gedreht. Wenn ich nun die deutlichen Eindrücke auf dem Paiper auszähle, komme ich auf eine Zahnzahl von 6, wie ich schon vermutet habe.

Ich habe nach einer nochmaligen Googelei den folgenden Versand gefunden: Veroma Shop, der einen Motorflansch für den 3557 inclusive Ritzel anbietet, leider weiß ich nicht, ob er zur Adaption des Planetengetriebes gedacht ist. Jedenfalls zeigt das Bild des Flansches ein 12zähniges Ritzel. Kann natürlich sein, daß das Bild nicht stimmt, aber wenn es doch stimmen sollte habe ich folgende Frage: kann es sein, daß ein 12zähniges Ritzel trotz der Ausmessaktion (die ja für ein 6zähniges spricht) passen würde?

Eigentlich ärgerlich, daß Faulhaber nicht weiterhelfen will, der Vertriebler sagte mir am Telefon, daß die Adaption zu kompliziert wäre und Verklebungen nötig mache, wo doch sowohl aus dem technischen Dokument zum Planetengetriebe, als auch aus den Gewinden am Motor und Getriebe klar hervorgeht, daß es nur zwei Teile sein können, die man dazu braucht: ein passendes Ritzel und einen Flansch.

Eigentlich sollte ich diesen Aufwand nicht treiben, aber insbesondere das Getriebe hat es mir angetan. Das ist so massiv und spielfrei, in Verbindung mit dem Motor könnte ich damit auch einen eqatorialen Beobachtungsstuhl antreiben <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />.
Da fällt mir ein, gibt es eigentlich schon Equatorial-Terassen (so 10 x 10 m), für ganze Dobson-Beobachtergruppen? Das wär doch der Hit für das nächste Telskoptreffen.

Wie soll das Zahnrad auf die Achse? Die müsstest du ja aufbohren zum Verstiften oder abdrehen (und dazu evtl. ausbauen). Wahrscheinlich war das Getriebe für einen Motor gedacht, der das Ritzel schon in die massive Achse geschnitten hat.
Aus der Zeichnung im pdf-Dokument fürs Getriebe: Faulhaber Planetengetriebe Serie 34/1 wird deutlich , daß die Motorachse (die ist bestimmt gehärtet, fühlt sich sehr edel an) nicht ins Getriebe eintaucht, daher denke ich, daß eine Art Aufsteckhülse mit dem Zahnrad am Ende auf die Achse aufgesetzt wird.

Noch eine verrückte Idee: ich habe noch eine 6mm Messingwelle da, kann ich die aufbohren (lassen?) und das Zahnrad reinfräsen? Wenn ich die Welle statt den Bohrer drehe müßte ich die Bohrung einigermaßen zentral hineinkriegen. Und da das Messing weicher als die Stahl-Zahnräder des Getriebes ist, könnte sich vielleicht die korrekte Evolventenform einschleifen?
Wie gesagt: eine verückte Idee.

Jedenfalls vielen Dank für deine geduldige Hilfsbereitschaft, wenn ich mal was chemisches für Dich tun kann lass es mich wissen.

Viele Grüße,
Andreas
 
Hi Andreas,

Noch eine verrückte Idee: ich habe noch eine 6mm Messingwelle da, kann ich die aufbohren (lassen?) und das Zahnrad reinfräsen? Wenn ich die Welle statt den Bohrer drehe müßte ich die Bohrung einigermaßen zentral hineinkriegen. Und da das Messing weicher als die Stahl-Zahnräder des Getriebes ist, könnte sich vielleicht die korrekte Evolventenform einschleifen?

1 Messingritzel gegen 3 größere St-Räder? Dürfte nicht lange gutgehen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/crazy.gif" alt="" />

Und das mit der zentrischen Bohrung als Passung für die Motorwelle... mit Spiralbohrer keine Chance, wird viel zu ungenau (Durchmesser, Rundheit, Zylinderform). Sowas macht man normalerweise mit einer Reibahle auf der Drehmaschine.


Wir setzen in der Firma auch FH-Motoren mit Planetengetrieben ein. Dort ist ein Ritzel auf der Motorwelle aufgeschrumpft oder schrumpfgeklebt, das sich nach vorne hin, wo es ins Getriebe eintaucht, verjüngt. Also Durchmesser hinten ca. 8mm, vorne an der Verzahnung irgendwo um die 5mm. Werkstoff ist irgend ein Stahl, das Teil ist kritisch bezüglich der Lebensdauer.

Der Motorflansch hält nur Motor und Getriebe zusammen, und sorgt für den richtigen Abstand.

cs
Martin
 
Hallo Martin,

vielen vielen Dank für deine Infos aus erster Hand.

Dort ist ein Ritzel auf der Motorwelle aufgeschrumpft oder schrumpfgeklebt, das sich nach vorne hin, wo es ins Getriebe eintaucht, verjüngt. Also Durchmesser hinten ca. 8mm, vorne an der Verzahnung irgendwo um die 5mm. Werkstoff ist irgend ein Stahl, das Teil ist kritisch bezüglich der Lebensdauer.

Also doch eine proprietäre Lösung, die sich wohl nicht zur Zufriedenheit und einfach von mir wird nachbasteln lassen.

Das schöne Getriebe nutzt ja auch nichts, wenn ich es durch eine Bastellösung nach einer Woche zerbröselt habe, schade.

Bleibt nur noch auf ein Ebay-Wunder zu hoffen (Angebot von Motor plus Ritzel) oder nochmal unter Vorspielung eines möglichen Großauftrages bei Faulhaber vorstellig werden... (wohl eher nicht)

Schade, muß ich wohl doch den RB35 nehmen...

Nochmal vielen Dank und schönes Wochenende,

Andreas
 
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