Equipment für Anfänger (Wien)

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Thrawns

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Hallo zusammen,

ich spiele mit dem Gedanken mir Equipment anzuschaffen, um Himmelsobjekte zu beobachten. Wenig überraschend, immerhin schreibe ich ja in diesem Unterforum: ich bin Anfänger. Ich lese gerne was über Astronomie und bin vom Weltall seit jeher fasziniert, aber konkret "reingefuchst" habe ich mich noch nicht.

Nun habe ich gar keine konkrete Vorstellung davon, was ich sehen will. Ich bin für alles offen und glaube, dass sich es erst langfristig rauskristallisieren wird, woran ich am meisten Spaß habe. Wichtiger wäre mir deshalb, dass ich am Anfang möglichst oft und möglichst unkompliziert beobachten und entdecken kann. Denn ich kenne mich: nach der Arbeit noch aufraffen und mit Equipment und Auto irgendwo rausfahren, wo es dunkel ist, werde ich anfangs nicht machen.

"Wo es dunkel ist" schreibe ich deshalb, weil ich in Wien wohne. Keine gute Bedingungen, aber ich denke für Mond, Sonne und Planeten dürfte es vielleicht reichen?! Zumindest hoffe ich das. Ein großer Vorteil ist wohl, dass ich Zugang zu einer Dachterasse habe, die zwar keinen kompletten Rundumblick bis zum Horizont bietet (nur nach Norden und Osten bis zum Horizont) aber aufgrund der Größe keine Einschränkungen an die Größe des Equipments darstellt.

Was das Budget betrifft, wäre mir was niedriges im dreistelligen Bereich am liebsten. Wirklich festgelegt bin ich da aber nicht, weil ich bei entsprechendem Mehrwert durchaus bereit bin auch am Anfang schon mehr zu bezahlen. Wenn es aber was Ordentliches für weniger Geld gibt, würde ich es vorziehen, die nice-to-have-Features für eine etwaige spätere Anschaffung aufzusparen und am Anfang eher was für den nicht ganz so prall gefüllten Geldbeutel zu holen.

Habt ihr Anregungen oder konkrete Vorschläge für mich, womit ich in Wien meine ersten Sehversuche starten kann?

Danke für eure Zeit und liebe Grüße
Stephan
 
Hallo Stephan.

Ansich kann man mit einer *günstigen* Ausrüstung in das Hobby einsteigen.
Bei dem was du so beschreibst, scheinst du aber noch recht unentschlossen zu sein, was du genau sehen möchtest.
Wahrscheinlich mangels (astronomischer) Erfahrung.

Der gröste Knackpunkt hierbei ist WIEN xD.
Laut einer Lichtverschmutzungskarte sieht das genau so übel aus wie bei mir im Ruhrgebiet (Oberhausen).
Nach einer Skala (Bortel) hast du dort Bortel 7 was schon sehr schlecht ist in Sachen Lichtverschmutzung.

Die gute Nachricht.
Richtung Orth an der Donau oder Bereich Götzendorf hast du nur noch Bortel 4.
Und da geht schon einiges mehr.

Städte selbst sind aus mehreren Gründen ungeeignet.
- es wird NIE richtig dunkel
- man hat VIEL Lichtverschmutzung (kann man ein wenig gegen steuern mit Filtern)
- und man darf auch die Thermik (Luftwabbern durch wärmeabluft) nie vergessen.

Da bliebe dann wirklich nur Sonne (NUR mit Filter). Mond, bedingt Planeten (stehen aber momentan alle ungünstig TIEF),
und SEHR helle Sternenhaufen und dergleichen.

Der immer noch BESTE Tip ist.
Sternenfreunde in der Gegend kontaktieren, ob man mal mitgucken kann und sich einiges Zeigen lassen.
Sternwarten besuchen, die Gast/Besucher abende anbieten.

Ansonsten wenn es unbedingt was eigenes werden soll, muss du mit etwa 500€ mind. (Neuwert),
rechnen wenn du was aussichtsreiches haben willst was auch Sinn und Spass macht.

In der Regel muss man sich meist entscheiden zwischen hohe Vergrößerung, oder breites (weites) Beobachtungsfeld.

Wenn du auf Sonne Mond und Planeten gehen magst und helle Sternenhaufen, könnte ein MAK (Maksutov cassegrain)
Sinn machen.
Aber auch weit verbreitet ein Dobson Newton. Da sollte die Terassenbrüstung aber nicht zu hoch sein.

Und ein Grundsatz gilt eigentlich immer.
Wählen Sie 2 von den 3 Option:
- Gut
- Günstig
- Neu

Gruß
Markus
 
Hallo Stephan
Erstmal: Sonne NUR mit geeignetem Sonnenfilter. Das kommt vorn auf das Teleskop.
Tja und mitten in Wien... geht nur wie du schon schreibst; Sonne Mond Planeten und ev. Kugelsternhaufen. Vielleicht auch Offene Sternhaufen und ein bis zwei Nebel.
Du darfst dir aber beim visuellen beobachten keinerlei Farbe erwarten.
Zu den Teleskopen gibt es viel Möglichkeiten.
Meistens wird ein Dobson empfohlen. Öffnung 8 Zoll wäre schon gut. Beim Dobson ist mehr Qualität bei der Optik zu erwarten. Die Montierung wird nur weiter "geschubst". Solltest du GOTO haben wollen, musst du noch ordentlich Budget nachlegen.
Refraktoren sind auch ok, da du keine Justage (Kollimation beim Dobson, der eigentlich ein Newton ist) machen brauchst. Sind aber in der Anschaffung schon teurer. Auch brauchst du eine vernünftige Montierung dazu.
Dann gibt es noch die Maksutov - System oder SC.
Über die verschiedenen Systeme kannst du im Netz alles finden.

Am besten wäre, wenn du einen Teleskop - Besitzer kennst und du schaust mal durch.
Auch ein halbwegs guter Feldstecher kann auch sinnvoll sein.

Ich hatte mir anfangs ein CPC 9,25 zugelegt. War natürlich ganz schön schwer. Dann immer im Garten aufbauen und Alingment machen war schon ein Aufwand. Man geht ja auch Arbeiten, dann passt das wetter wieder nicht usw.

Jetzt habe ich eine Rolldachhütte und betreibe Astrofotografie seit einem Jahr.

Aber schau dir mal die einschlägigen Anbieter an. Die verkaufen viele viele schöne Sachen. GGG.

Teleskope Mikroskope Outdooroptik den gibt es auch in Wien

LG
Franz

P.s: Ich fotografiere auch aus der Stadt heraus. St.Pölten
 
Hallo Stephan,

ich habe mit einem 114/900mm Newton auf Wackelmontierung angefangen. Das ging auch aber inzwischen besitze ich einen 8" und 12" Dobson und bin damit sehr zufrieden. Fast das gesamte Geld steckt in der Optik und die Bedienung finde ich auch einfach. Rockerbox hinstellen, Tubus einhängen und loslegen.
Die Lagerung sollte bedacht werden. Bei mir ist es die kühle Garage und so ist der Dobson ohne Auskühlzeit sofort einsatzbereit.

Gruß,
Holger
 
Hallo Stephan,

aus einer Stadt heraus beobachten wird schwierig.
Wenn ich da an die Kleinstadt in meiner Nähe denke :rolleyes: und Wien ist ja mal ne ganz andere Nummer :eek:.
Wie meine Vorredner schon geschrieben haben, Mond/Planten, Sonne (sehr) helle Sternhaufen, mehr wird wohl nicht drin sein.

Für Planeten wäre ein Maksutov gut geeignet.
So zwischen 120mm bis 180mm Öffnung.
Bei deinem Budget würde es wohl ein 120mm werden, da noch eine Montierung dazu gehört.
Da wäre eine manuelle EQ-5 ganz gut. Montierungen hier auf Grund des Budget ohne GoTo.
Maksutov hat auch den Vorteil, dass er kurz und kompakt ist. Wäre dann praktisch für spätere Ausflüge in's Finstere ;).
Hat allerdings einen "Nachteil": er muss lange auskühlen, so ca. 1,5 Stunden.

Auf Grund deiner Dachterrasse wäre auch ein Refraktor/FH anzudenken.
Refraktoren brauchen allerdings eine stabile Montierung. Da sie auf Grund ihrer Länge einen ordentlichen Hebel bewirken.
Als FH haben sie auch, je kürzer die Brennweite ist, einen Farbfehler. Lässt sich aber mit 1000mm oder 1200m sehr gut einschränken.
Hier würde ich eine Öffnung um 120/127mm vorschlagen.
Bei einer Brennweite von 1000mm wäre auch hier die EQ-5 brauchbar. Bei 1200mm Brennweite muss was größeres her.
Ein 120/1000 und ein 127/1200 nenn ich mein Eigen und sie machen ein tolles Bild an Planeten. Farbfehler ist vorhanden, aber ich finde ihn vernachlässigbar. Montierungen hier auch auf Grund des Budget ohne GoTo.

Und natürlich der allseits beliebte Dobson.
Auf Grund der Dachterrasse wäre die Größe nur von dem abhängig, was du schleppen möchtest ;).
8", 10", 12" mit oder ohne GoTo (Achtung Budget). Mit GoTo, ist, so weit ich weiß, kein Handschubsen mehr möglich.
Als Alternative zu GoTo, wäre Push-To (Schubs-To) ein netter Zusatz für so einen Dobson. Das Dobson feeling bleibt erhalten, aber das Aufsuchen wird erleichtert.
Wie auch schon erwähnt, müssen Newtons mehr oder weniger Regelmäßig justiert werden.
Viel Licht für angenehmes Geld.

Sonnenbeobachtung NIE ohne geeigneten Filter.
 
Hallo Stephan,

schau mal bei Tommy Nawartil (der ist auch im Forum hobbytechnisch aktiv)
vorbei.
Er kenn sich nicht nur mit den für Dich geeigneten Teleskopen aus, sondern betreibt das Hobby auch mit Freude und Können in und um Wien herum, kennt also die städtischen/regionalen Gegebenheiten und Möglichkeiten bestens.
Aus der Ferne ist eine Beratung m.E. eher deutlich schlechter zu machen.

Gruß
*entfernt*
 
Hallo Stephan,

ich bin auch in Wien zu Hause und gucke auch hie und da unter dem Stadthimmel. Geht. :)

Bezüglich erste Beobachtungsmöglichkeiten: die Kuffner-Sternwarte bietet So, Mo, Mi und Do die "Offene Sternwarte", da kann man kostenlos (bzw gegen gern gesehene, kleine Spende) plaudern, fragen und durch den Refraktor gucken: Kuffner Sternwarte, Astronomie & Beobachtungsabende beim Verein Kuffner-Sternwarte

Tommy ist, wie Günther sagt, eine gute Adresse.

Du kannst auch gerne mal zu Antares in NÖ mitkommen, dort ist der Himmel viel dunkler und oft sind dort schon Teleskope aufgebaut. Bei Interesse schreib mir eine Nachricht hier.

lg
Niki
 
Danke für die vielen hilfreichen Antworten. Ich werde mich mal durch die Links/Shops arbeiten, mit euren Hinweisen vergleichen und dann noch mal melden. :)

Dass Wien nicht ideal zum Beobachten ist, ist mir klar. Aber ich denke trotzdem, dass es sinnvoller ist nach etwas für Wien zu schauen, weil ich weiß dass ich es dann auch nutze. Die Alternative wäre etwas für dunklere Orte zu kaufen, was schließlich aber doch nur unbenutzt in der Wohnung steht. Wie gesagt: ich kenne mich ja und weiß wie so was endet. ;)

Auf jeden Fall habe ich durch euch schon mal jede Menge neuen Input, dem ich jetzt nachgehe. Weitere Fragen folgen sicher in Kürze ;)
 
Servus,

nachdem ich mich eine zeitlang nicht mehr mit dem Thema beschäftigen konnte bzw. nach anstrengenden Arbeitstagen wollte, habe ich mich nun noch etwas weiter eingelesen und Preise verglichen. Dabei hat sich herauskristallisiert, dass ein Dobsen mit meinem Budget die einzige Möglichkeit ist, wenn man für das Geld etwas ordentliches haben möchte.

Maksutov und Refraktoren scheiden allein aufgrund einer ordentlichen Befestigung (EQ5) preislich erstmal aus.

Was ich nur schwer einschätzen kann ist aber, wie groß der Gewinn einer größeren Öffnung im Verhältnis zum Preis ist. Oder um es konkret zu machen: ein SkyWatcher Dobsen mit 203mm Durchmesser kostet 395€, eines mit 254mm Durchmesser schon 579€. Glaubt ihr ein Aufpreis von 184€ ist es für mich (Wien, Dachterasse, Sonne/Mond/Planeten) wert?

Vor dem Kauf würde ich aber ohnehin mal ein Dobsen live anfassen und anschauen, da die Konstruktion ja doch irgendwie speziell ist. ;)
 
Hallo!
Ich finde, dass der Aufpreis zum 10-Zoll Gerät (also 254mm) es definitiv wert ist. Alleine der Zugewinn an Auflösung an Planeten ist es meiner Meinung nach wert. Aber auch das hellere Bild durch das größere Lichtsammelvermögen bringt Vorteile, wenn du es mal mit Sternhaufen oder hellen Nebeln versuchen willst (letztere am Besten mit einem Nebelfilter).

Einziger Grund nicht den 10zöller zu nehmen wäre (neben dem Preis), wenn du das Teleskop immer auf die Dachterrasse und wieder runter tragen musst. So ein 10'' Teleskop ist schon ein richtig großer Brocken - den trägt man nicht mehr so leicht herum. Da wäre der 8'' besser.
(Der Skywatcher Dobson in 10'' wiegt z.B. 34kg, der 8'' nur 25kg. Das ist beim Tragen ein ordentlicher Unterschied.)

Aber gängige Größen wie 8'' und 10'' Dobsons stehen bei Tommy (Teleskop Austria) eigentlich immer herum. Also einfach mal hingehen, sich beraten lassen und die Geräte live ansehen.

Grüße, Mario
 
Hallo Stephan,

bitte denk dran, dass Du zu dem Dobson auch noch ein paar gescheite Okulare brauchst. Und gerade bei einem Newton Teleskop sind die gescheite Okulare gerne etwas teurer.

Ich würde mich der Empfehlung anschließen, dass Du mal in einer Sternwarte vorbei schaust und Dich auch mal in nem Laden betaten lässt.

Gruß vom Stuttgarter Flughafen
wo ich ein Lied von Lichtverschmutzung singen kann ;)

Oli
 
Hallo Stephan,

in der Stadt ist der Kampf gg die Lichter auch mit viel Öffnung nicht zu gewinnen. Von daher würde ich die Entscheidung 8 oder 10 Zoll davon abhängig machen was für dich noch transportabel ist. Oft kommt man in 10 bis 20 Autominuten schon unter Bortle 5 Himmel, und dort sind dann schon viele viele Objekte mit 8 Zoll erreichbar. Ob das bei dir auch so ist zeigt dir die Light Pollution Map App. Das schnellere Öffnungsverhältnis des 10ers finde ich heutzutage nicht mehr so tragisch. Günstige Planetaries um 30 Euro kommen damit gut zurecht. Nur beim Übersichtsokular sowie wenn man auf große scheinbare Gesichtsfelder besteht muss man notgedrungen etwas tiefer in die Tasche greifen.

VG Klaus
 
Hallo Stephan

8 oder 10 Zoll klingt nach wenig mehr, macht aber von der Grösse und somit von der Lichtsammelleistung viel aus. Leider halt auch vom Gewicht und vom Preis (alles ca. x1.5).

Wenn ich in derselben Stadt einen in der Astroszene dermassen renommierten Laden hätte wie du, wäre ich schon längst vorbei gegangen. ;) Nur schon ein Anblick auf die andiskutierten Teleskope kann sehr erhellend sein. 10-Zöller sind nämlich schon richtig ordentliche Trümmer! :oops: Übrigens auch 8-Zöller. Den jedes Mal auf die Terrasse hieven oder viellt. irgendwann mal doch ins Auto..

Jupiter und Saturn stehen leider eher tief Richtung Süden, siehst du die von «deiner» Terrasse überhaupt?

Grüsse,
Martin
 
Hallo Stephan,
ich würde dir raten, bei einem der untenstehenden Vereine unverbindlich zu schnuppern:
www.waa.at oder
www.noe-sternwarte.at

Waa ist ein Wiener Verein, er veranstaltet immer wieder Fernrohrabende z.B. auf der Sofienalpe - ca. 15 Min von der Stadt entfernt - mit halbwegs dunklem Himmel.
Der Verein Antares betreibt die NÖ-Sternwarte in Michelbach, ist auch ein sehr reger Verein und hat z.B. kommenden Freitag (26.7.) öffentliche Führung, da sind auch einige Teleskope aufgebaut (neben den Vereinsgeräten in den Kuppeln).

Generell unterstützen beide Vereine bzw. die handelnden Personen sehr gerne Einsteiger mit praktischer Beratung (ich bin bei beiden Vereinen Mitglied).
Da kannst du in Ruhe verschiedenste Geräte testen und für dich das passende Einsteigerequipement und jede Menge Tipps finden.
CS
Charly
 
Und man muß bei Newtons öfter mal kollimieren! Das geht notgedrungen mit einer Filmdose, in die man am Boden ein Löchlein macht. Besser aber auf dem Feld mit einem Laser, und der kostet, wenn es was Vernünftiges sein soll. Oder einen sog. Concenter, kostet auch. Deine Dachterrasse scheint ja groß genug zu sein, daß Du bei jeder Position des Tubusses vorne an den Okularauszug kommen kannst. Als Balkongeräte wären klassische Newtons m.E. eher ungeeignet.
 
Oder man nimmt eine einfache Methode zum Einstellen des Umlenkspiegels (den man meist eh nicht mehr nachstellen muss, wenn er mal gut fixiert ist) und kollimiert (=justiert) dann direkt am Stern.
- Dazu braucht man nichts außer einem stärker vergrößernden Okular und ein bisschen Übung.

Einfach, billig und sehr genau!

Grüße, Mario
 
Bei einem Zwölfzöller nicht machbar! Vielleicht geht das mit der Armlänge noch bei einem Achtzöller..Und beispielsweise bei der Hitze jetzt, da wird wohl auch nachts reichlich mieses Seeing vorherrschen. Und der Beitragsersteller ist ein Neuling!
Aber stimmt schon, daß am Stern ist die trennschärfste Methode.
 
Kommt sicher immer auf die Fähigkeiten und Lernbereitschaft des Einsteigers an, aber ich denke mit einer guten Anleitung kann fast jeder die Kollimation am Stern in ein paar Tagen lernen. Und wenn es am Anfang nicht ganz perfekt klappt - auch nicht so schlimm - das wird rasch besser, wenn man es ein paar Wochen jedes Mal vor dem Beobachten macht.
Und dann geht es rasch von der Hand und ist in ein paar Minuten erledigt.

Das mit der "Armlänge" und dem Seeing versteh ich aber nicht ganz.
Es sind doch (meiner Erfahrung nach) gerade die Beobachter mit den großen Newtons, wie 16'', 20'', 25'' usw., die eigentlich nur noch am Stern kollimieren. Dass man zugleich schraubt und durchs Okular schaut ist dabei ja sowieso nicht vorgesehen.
Und so schlechtes Seeing, dass keine Kollimation am Stern möglich war, hätte ich persönlich noch nie erlebt.

Alles natürlich nur meine Meinung und Erfahrung,
Mario
 
Es gibt doch diese Dobsons, wo man die HS- Kollimierung mit Stangen von oben macht, damit man gleichzeitig die Kontrolle durch das Okular haben kann. Ich weiß, daß die Am-Stern- Kollimationsmethode als die beste gilt, mir ist sie aber zu umständlich. Man kann sich das Ganze erleichtern, indem man die Standardschrauben, die z.B. mit einen Flachschraubenzieher betätigt werden müssen, durch Rändelschrauben ersetzt. " Armlänge" meinte genau das: Kollimieren unter unmittelbarer Augenkontrolle!
Und wie gesagt- der Ersteller ist Anfänger, er wird vermutlich nicht mit einem Zwanzigzöller beginnen.
 
Ich gebe dir in allen Belangen recht!

Ich wollte nur kurz aufzeigen, dass man zum Justieren eines Newton-Teleskops nicht zwingend einen (teuren) Laser braucht, sondern dass es ansich auch ohne geht - und das sogar genauer als mit Laser.

Insgesamt würde ich dem Themenersteller Stephan zu einem 8'' Dobson (notfalls, falls zu teuer, zu einem 6'' Dobson) raten, da ich es in seinem Budget für das beste Anfängerteleskop halte. Gerade in Wien werden hauptsächlich Mond und Planeten (+ ev. Sonne mit passendem Filter) als Beobachtungsobjekte in Frage kommen.
Mit so einem Dobson reicht die Maximalvergrößerung um auch an Planeten schon einige Details zu sehen und er ist lichtstark genug um doch auch mal helle Sternhaufen oder Ähnliches zu versuchen.

Grüße, Mario

PS. Ja, diese Stangen zum Kollimieren gibt es bei manchen großen Dobsons. Ist aber eher selten - in der Regel wechselt man einfach ein paar mal zwischen Okular und Schrauben hin und her. Welche Schraube die Kollimation wohin und wieweit verschiebt hat man beim eigenen Gerät rasch heraußen - das geht dann recht schnell.
Und seit ich mal auf einem Treffen gesehen habe, wie jemand mit der Stange abrutschte und sich den Hauptspiegel schrottete, würde ich das nie mit Stange machen.
 
Ja- Da stimme ich Dir natürlich zu, sogar mit diesem Deckel mit einem Loch in der Mitte- wie bei den Galaxy- Dobsons kann man für´s erste zurechtkommen. Und wenn man mehr will, ist die Sternjustage natürlich das beste. Zur Großstadt kann ich nichts sagen, ich wohne geradezu traumhaft, tief auf dem Lande mit einem Riesengrundstück.

Gruß

Michael
 
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