Equipment für Fotografie

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ChristophC

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Hallo Zusammen,

ich hatte mich vor einiger - langer Zeit schon mal hier zu Wort gemeldet, in Bezug auf mein bisheriges Teleskop und dem Thema "Astrofotografie"...

Mir wurde damals schon geschildert, dass ich keine All zu großen Erwartungen an das Teleskop bzw. die Montierung haben sollte - da sie eher ein "Kinderspielzeug" dann was brauchbares ist...
Es handelt sich dabei um das Celestron NexStar 114GT... nun - mir ist bewusst, dass ich wohl keine "schönen" Astrofotos damit hinbekommen werde... zumal ich mir gestern möglicher weise auch die GoTo-Elektronik gegrillt habe...

(Plötzlich keine Funktion mehr, Display an der Steuerung geht nicht mehr an -> strenger "schmorgeruch")
Wie das passiert ist - keine Ahnung.

Jedenfalls bin ich nun am Überlegen, mir auf kurz oder lang neue Ausrüstung anzuschaffen - habe aber absolut keinen Plan, worauf ich hier achten sollte.

OK, eine "Stabile" Montierung sollte es sein...

Vorzugsweise sollte es eine Computergesteuerte Ansteuerung + Nachführung haben - ich bin nicht so der "Kenner" welcher exakt sagen kann wo was am Himmel ist.

Als Fotomotive kann ich mir so ziemlich alles Vorstellen - von Planeten (Jupiter,...) bis in den Bereich "DeepSky"...

Als Kamera kommt bislang eine Canon EOS 60D zum Einsatz - entsprechende Bajonettadapter sind von meinen bisherigen Versuchen noch vorhanden - ggf. würde ich aber für diese Art von Bildern auch auf andere Systeme umsteigen.

Wie gesagt - ich sehe mich in dem Gebiet als absoluter Anfänger... und ich denke, ich muss mich noch an EINIGES heranarbeiten (stacken mehrerer Aufnahmen, usw.)

Vielen Dank schon mal und mit freundlichen Grüßen,
Christoph
 
Hallo Christoph,

Planeten und Deepsky sind in Sachen Astrofotografie zwei völlig verschiedene Dinge. Während es bei Planetenaufnahmen hauptsächlich um Videografie mit extrem viel Brennweite (4000mm und mehr durch Barlow etc.) und sehr sehr langsamen Öffnungsverhältnissen (f/20 und kleiner) geht, sieht es bei Deepsky häufig anders aus, moderate Brennweite um 500mm mit viel Öffnung um die Belichtungszeiten "kurz" zu halten und das ganze dann mit CCD oder DSLR (modifizierte welche).

Am einfachsten ist es, wenn du zum einem einen Budgetrahmen angeben würdest und zum anderen ein wenig konkreter werden würdest, was deine fotografischen Ziele betrifft.
 
Hallo Christoph,
fang doch erst einmal klein an.
Du hast eine 60D: mach doch mal ein paar gute Sternstrichspuraufnahmen. Dann bekommst Du schon einmal ein Gespür für Bel.-zeit, Öffnung ect. ect.
Danach machst Du vielleicht ein paar Mondaufnahmen.
Mit ein wenig Investition in Baader-Filterfolie kannst Du die Sonne fotofrafieren (heute mit einem sehr großen Fleck).
Wenn Du dann wirklich richtig einsteigen willst, solltes Du in eine sehr gute Basis(Montiereung)investieren, die später, nach einem kurzbrennweitigen auch (zusätzlich) ein Teleskop mit längerer Brennweite stabil tragen kann.

VG, Manfred
 
Hallo Zusammen,

danke schon mal für die Tipps :)
@Sodiac: Budgetrahmen gibt es keinen Konkreten... je nach Kostenfaktoren dauert die Anschaffung länger oder eben nicht.

Für mich steht der Fotografische Aspekt im Mittelpunkt - d.h. ich möchte einfach Bilder machen - wenn ich "Lust darauf" habe.
Ich bin nicht so der Freund von "regelmäßigen" Durchführungen oder jemand, für den die Fotografie "ein Nebeneffekt" der Astronomie ist bei mir ist es eher umgekehrt... ich möchte Bilder machen und mich dann anschließend ein wenig mit dem Befassen, was ich da Fotografiert habe. :)

@Manfred:
Erste versuche habe ich schon durchgeführt... Jupiter mit seinen 4 großen Monden erst jetzt am Sonntag Abend..., sowie ein paar "rudimentäre" Mondbilder.
Allerdings alle nur mit 300mm und nicht sehr Lichtstarkem Objektiv.

Mit meinem 1000mm f/11(?) Celestron war ich aber von den Bildern doch ziemlich enttäuscht - ich weiß nicht, woran es lag - aber ich habe kein Akzeptables Mondbild hinbekommen.

Allerdings schiebe ich die Schuld hier auf das Teleskop, denn dieses Stand Jahrelang ungenutzt herum und - ist denke ich De-zentriert... Leider habe ich es auch nicht geschafft, es korrekt zu Zentrieren und wieder Flott zu bekommen.

Sonnenfotografie klingt ja auch ganz Interessant...
Kann mir mal jemand ein Bild posten, was ich z.B. für Ergebnisse bei 300mm "erwarten" kann?

Auf jeden Fall werde ich mit meinen bereits vorhandenen Möglichkeiten versuchen, meine Bilder, welche ich bis jetzt gemacht habe noch ein wenig auszubauen und zu verbessern...
 
So, mal eine Doofe Frage:

Taugt das Skywatcher Apochromatischer Refraktor AP 80/500 Equinox ED OTA für Fotografie etwas??

klingt finde ich jetzt nicht sehr schlecht - oder?
Montierbar wäre es so wie ich das Sehe auch auf einem "Normalen" Fotostativ... sodass ich mich auch erstmal weiter an den Mond und co. machen könnte... ohne auf die Nachführung achten zu müssen.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Christoph,

der kleine APO taugt durchaus zur Fotografie (einen Flattener solltest du ihm dann aber spendieren) aber auf einem "normalen" Fotostativ? Bei 500mm kannst du max 1/3 Sekunde belichten, ohne das die Sterne zu stark verformt werden, besser kürzer belichten! Außer dem Mond wirst du mit 500mm auch nicht viel erreichen (zumindest nicht mit derart kurzen Belichtungszeiten)...

Aber irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass dir nicht ganz klar ist, welcher Aufwand hinter "einfach Bilder machen - wenn ich "Lust darauf" habe" und "anschließen ein wenig mit dem Befassen, was ich da fotografiert habe" wirklich steckt.

Zum einen wirst du (außer bei Strichspuren) nicht um´s Autoguiding herum kommen. 500mm sind für den Einstieg noch machbar (wenn es um DS geht, am Planeten oder Mond aber meiner Meinung nach das falsche Gerät), ein Einstieg mit noch mehr Brennweite bei DS birgt ein sehr sehr hohes Frustrisiko! Nebenbei brauchst du eine ordentlich stabile Montierung, die du im Gegensatz zur Gabelmontierung so genau wie möglich auf den Himmelspol ausrichten musst und die optimaler Weise auch absolut in Waage steht. Darüber hinaus musst du dir Gedanken machen, wie du den ganzen Rummel mit Strom versorgen willst und ob eventuell auch ein Notebook zur Kontrolle der DSLR (vor allem des Fokus) her soll. Selbst wenn du die Montierung nur grob per Polsucher "einnordest" und das Stativ nur per Dosenlibelle auf die Schnelle in Waage bringst, vergeht locker ne halbe Stunde, ehe du mit der ersten Belichtung anfangen kannst (am Anfang dauerts sogar deutlich länger, da nicht jeder Handgriff sitzt und sich auch noch keine "Automatismen" eingespielt haben). Sobal das System läuft, solltest du dir was suchen um die Zeit tot zu schlagen oder ein zweites Instrument zur visuellen Beobachtung am Start haben, denn während der XY Stunden Photonensammelei hast du, außer hin und wieder einen Kontrollblick auf´s System/Bilder zu werfen, nichts zu tun!

Bis hier ging´s nur um die Rohdatengewinnung, danach kommt ein ebenso zeitfressender Vorgang, die Bildbearbeitung! Das ist dummerweise auch nicht in 5min gemacht, sondern nimmt auch schon mal gern die ein oder andere Stunde in Anspruch.

Also von "mal eben" und "hin und wieder" solltest du dich verabschieden! Wenn du das ganze nur alle Jubeljahre mal machst, wird sich zum einen keine Routine einstellen und zum anderen sind die Risiken wegen Fehlfunktionen durch ungeladene Akkus, Treiber/Firmware-Problemen, Dreck,... einfach viel höher, als wenn du routiniert an die Sache heran gehst, weißt was du tust und dein Equipment immer im Blick hast. Daher kehre noch mal in dich, überlege dir ob du bereit bist diesen Aufwand zu betreiben und wenn ja, ob du eher bei Mond/Planeten oder bei DSO deine ersten Fotoversuche unternehmen willst.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Sodiac,

dass meine Wortwahl etwas "überspitzt" war und man durchaus einiges an Zeit investieren muss ist mir schon klar :)

Das ganze "nebenbei" zu Betreiben ist für mich mehr eine Kompromisslösung aus Arbeiten, Hobbyfotografie generell und dem grundlegenden Interesse an der Astronomie...

Ich bin auch schon bereit, für entsprechendes Equiptment mal ne gewisse Zeit zu sparen und dann ein bisschen Tiefer in die Tasche zu greifen.
Was ich aber damit ausdrücken wollte ist, dass die Astrofotografie für mich nicht die "Hauptsache" werden soll und ich daher nicht zwangsweise das "beste vom besten" brauche.

Wie ich auch schon gesagt hab wäre mir ein "GoTo" - System eigentlich am liebsten...
Und ich habe jetzt auch schon ein bisschen herumgesucht ...

... z.B. bei den Celestron-Geräten bin ich aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen skeptisch...das liegt an meinem NexStar 114GT welches ich mir vor langer, langer Zeit als Kind gewünscht hatte - und von dem ich dann ziemlich enttäuscht wurde.

Diese Erfahrung hatte letztendlich dazu geführt, dass ich mich nicht weiter mit der Thematik Astronomie befasst habe... nur immer mal wieder gelegentlich kleinere Anläufe...nie wirklich etwas konkretes...

Inzwischen weiß ich, dass die NexStar Serie von Celestron wohl auch eine Kompromisslösung war - und es durchaus "bessere" Systeme von Celestron gibt - und ich glaube auch, dass sich hier in Sachen Motorisierung und dem ganzen GoTo-Gedöhns ein bisschen was getan haben dürfte...

Also nochmal kurz zusammen gefasst:

am liebsten wäre mir ein "GoTo" System, mit welchem sich Aufnahmen von DeepSky realisieren lassen.
Es muss nicht das TOP-Gerät sein, sondern sollte - wenn möglich - Flexibel und Transportabel sein.


so... und jetzt zu einer anderen Frage:

- Wäre DeepSky mit meinem Bisherigen Teleskop - dem Celestron NexStar 114GT auch möglich?

Die Technischen Daten sind meines Wissens nach: f=1000mm f/11
Montierung ist die "Typische" Celestron NexStar GoTo - ich glaube Azimut.
Vorausgesetzt - ich bekomme die Elektronik wieder ans laufen und es ist kein "Totalschaden"...

- Wenn es ein Totalschaden sein sollte mit der GoTo:
wäre eine andere Celestron-Montierung mit GoTo empfehlenswert? Es gibt glaube ich auch parallaktische Montierungen - der Tubus wäre dann aber der gleiche

Ich glaube, für Fotografie ist eine paralaktische Montierung "unumgänglich" ?
 
Hallo Christoph,

es scheint dir also ernst zu sein ;-)

Ich wollte halt nur verhindern, dass du ne Menge Geld ausgiebst und nach 2 oder 3 Versuchen der ganze Krempel ungenutzt in der Ecke verstaubt...


Zu deinen Fragen:

Mit deinem NexStar wirst du in Sachen DS nicht glücklich. F/10 treibt die in Sachen Belichtungszeit schlichtweg die Tränen in die Augen und 1m Brennweite will auch erst mal ordentlich nachgeführt werden. Darüber hinaus hat dein jetziges Teleskop eine Gabelmontierung, bei der es schon sehr schnell zu einer Bildfelddrehung kommt, da das ganze halt nicht auf den Himmelspol ausgerichtet ist, sondern die Achsen irgendwie je nach Ort im Raum stehen... Also selbst wenn es kein Totalschaden ist, fotografisch eventuell mit einer 2x Barlow und Webcam für Planetenvideos / Mondvideos brauchbar, sonst selbst visuell nutzen, während das Fotogeraffel vor sich hin läuft.

Wie du richtig festgestellt hast, brauchst du eine parallaktische Montierung und eine Optik mit einem Öffnungsverhältnis um f/6 oder größer.

Wenn du einen "geschmeidigen" Einstieg haben willst und mit der Fotografie allgemein vertraut bist, dann würde ich mich nach folgendem Setup umschauen:

Montierung: Skywatcher HEQ5
Optik: ED APO mit 80mm Öffnung und stabilem OAZ und Flattener oder ein fotooptimierter 6" Newton
DSLR: hauptsache Astromodifiziert
Guiding: MGEN am Sucher

Mit diesen Gerätschaften kannst du dich über Jahre hinweg austoben und während dessen auf eine größere Montierung sparen, denn der Wunsch nach mehr Brennweite, längeren Belichtungszeiten, mehr Öffnung wird mit Sicherheit kommen.
 
Hallo Sodiac,

genau das war auch der Grund, warum ich nach etwas möglichst "einfachem" für den Anfang gesucht habe, was aber schon über dem liegt, was ich bis jetzt machen kann (startrails, etc.pp)

Ich will auch ungern "Unsummen" ausgeben um dann nur "gelegentlich" ein paar Bilder machen zu können... ein Kollege von mir hat sich z.B. eine "Super Montierung" geleistet... diese aber noch nicht ein einziges mal verwenden können...

Daher suche ich halt etwas, womit man arbeiten kann - aber durchaus eben noch "spiel nach oben hat" - denn besser geht "immer" - und wenn es einen wirklich packen sollte, ist das Upgraden denke ich immer mal wieder möglich.

Eine Frage noch bzgl. "Astromodifizierter" Cam...
mir ist klar, dass die normalen DSLR das meiste IR-Licht schlucken... und auch UV in gewissem Maße...
Aber: Mit welchem Unterschied kann man da rechnen, wenn man eine "normale" DSLR gegen eine Astromodifizierte Cam vergleicht?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Christoph,

IR und UV sind nicht das Thema, eine "serien-DSLR" schluckt viel von dem Licht, das die großen H-alpha Regionen emittieren. Bei (Kugel-) Sternhaufen, Reflexionsnebeln und im gewissen Rahmen auch bei Galaxien spielt das eine untergeordnete Rolle, da diese Objekte "in allen Farben leuchten", das Dumme an der Sache ist nur, dass viele der vermeintlich einfachen "Einsteigerobjekte" (NGC7000, M42, Rosettennebel, Pferdekopfnebel,...) von einem Umbau der DSLR profitieren. Ich habe leider keine Vergleichsbilder, so dass ich den Unterschied zwischen Astromodifiziert und Serienzustand nur aus dem Bauch heraus schätzen kann, aber mit einer "serien-DSLR" wirst du mindestens doppelt so lang belichten müssen, eher noch mehr!

Und falls ich es noch nicht geschrieben haben sollte, spare nicht an der Montierung!
 
Zitat von Sodiac:
Mit deinem NexStar wirst du in Sachen DS nicht glücklich. F/10 treibt die in Sachen Belichtungszeit schlichtweg die Tränen in die Augen und 1m Brennweite will auch erst mal ordentlich nachgeführt werden. Darüber hinaus hat dein jetziges Teleskop eine Gabelmontierung, bei der es schon sehr schnell zu einer Bildfelddrehung kommt, da das ganze halt nicht auf den Himmelspol ausgerichtet ist, sondern die Achsen irgendwie je nach Ort im Raum stehen... Also selbst wenn es kein Totalschaden ist, fotografisch eventuell mit einer 2x Barlow und Webcam für Planetenvideos / Mondvideos brauchbar, sonst selbst visuell nutzen, während das Fotogeraffel vor sich hin läuft.

Wie du richtig festgestellt hast, brauchst du eine parallaktische Montierung und eine Optik mit einem Öffnungsverhältnis um f/6 oder größer.

Um mir (und allen Anfängern) nicht ganz den Mut zu nehmen habe ich mal eine Aufnahme vom M42 gemacht.
Vorgaben vom Christoph: Montierung aufgestellt und grob noch Norden ausgerichtet (hingestellt). Alter FH 1487mm F11, normale DSLR, 20 Sek. belichtet. Das Bild ist ein Rohbild, ohne weitere Bearbeitung, nur fürs Forum hier verkleinert.
Aufwand ungefähr 20 Minuten, also auch für die arbeitenden Amateure, die sich nicht die Nächte um die Ohren hauen können. So sieht ein Bild aus, wenn man wirklich keinen Aufwand betreiben möchte.
 

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Zitat von *entfernt*:
Um mir (und allen Anfängern) nicht ganz den Mut zu nehmen habe ich mal eine Aufnahme vom M42 gemacht.
Vorgaben vom Christoph: Montierung aufgestellt und grob noch Norden ausgerichtet (hingestellt). Alter FH 1487mm F11, normale DSLR, 20 Sek. belichtet.
Nette Aufnahme. Hm - meine ersten Deep-Sky-Aufnahmen habe ich durch einen 102/1500er FH gemacht. Film war ein Konica SR-G 3200, belichtet wurde zwischen 5 und 15 Minuten. Bei M 57 waren die 5 min ganz in Ordnung, bei M 27 die 15 min etwas zu wenig.

Grüße

f "Dinosaurier" quadrat
 
Moin zusammen,

es hat ja keiner geschrieben, dass gar nichts geht!

Zitat von *entfernt*:
Um mir (und allen Anfängern) nicht ganz den Mut zu nehmen habe ich mal eine Aufnahme vom M42 gemacht.
(...)Montierung aufgestellt und grob noch Norden ausgerichtet (hingestellt). Alter FH 1487mm F11, normale DSLR, 20 Sek. belichtet. (...)
Aufwand ungefähr 20 Minuten, also auch für die arbeitenden Amateure, die sich nicht die Nächte um die Ohren hauen können. So sieht ein Bild aus, wenn man wirklich keinen Aufwand betreiben möchte.

Für ein Einzelframe sieht das schon recht gut aus, 100 stück davon gestackt und durch die digitale Dunkelkammer gejagt kommt auch mit Sicherheit ein sehr ansehnliches Bild heraus! Aber erhlich gesagt, wenn du die Montierung nur mal eben so "auf´s Feld geworfen" hast, ist es doch ein ziemlicher Glückstreffer, dass du bei 20 Sekunden Belichtungszeit und 1,5m Brennweite noch recht runde Sterne hast. Mit schlecht justiertem Polsucher in der LXD-75 und somit auch schlechter Polausrichtung konnte ich bei meinem 8" SC keine 20 Sekunden belichten, das bedurfte schon einer guten Polausrichtung mit gut justiertem Polsucher und korrekter Einstellung von Zeit/Datum/Ort.

Und was das "um die Ohren hauen der Nächte" und arbeitende Amateure betifft, da hat die Astronomie (die Sonne als Beobachtungsobjekt lasse ich mal außen vor) doch den eklatanten Nachteil ein Hobby zu sein, das man nur in der Dunkelheit ausüben kann... Aus diesem Grund kann ich auch leider nicht jede klare Nacht zur Fotografie nutzen, auch wenn ich das gern würde. Aber wenn ich schon anfange zu Fotografieren, dann nehme ich mir auch Zeit dafür. Mal eben hektisch das ganze Geraffel irgendwie aufbauen, losknipsen, reinräumen und schauen ob´s was geworden ist? Sorry, das ist für mich Stress pur und hat nicht´s mit Hobby (also im entferntesten Erholung/Entschleuningung) zu tun und schon mal gar nicht wenn das alles innerhalb von 30min. passieren muss. Gerade wenn das Fotoequipment einmal sauber läuft, hat man viel Zeit für sich selbst und die Sterne.
 
Alles eine Frage des Anspruchs und der Vergleichsbilder.

Wenn ich mir meine ersten Versuche um 1981/82 ansehe ... Beirette SL100, ORWO NP27, Sternspuren, später eine klapprige Barndoor gebastelt, irgendwann frustriert aufgegeben; später mit einer Praktica Fotografie durch das Fernglas versucht, aufgegeben.

Von so einem "20 Minuten auf die Schnelle" Bild von M42 hätten wir doch vor ein paar Jahren noch geträumt, da wurde sowas in Büchern abgedruckt und für einen Amateur war das schon high end.

Besser geht immer. Schlechter meistens auch ;)
 
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