Equipment für Kuipergürtel

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someone125

Neues Mitglied
Hallo zusammen,

ich bin der Neue! :)

Nach vielen Kinderjahren mit einem 60/700 Refraktor habe ich mir vor ein paar Jahren ein Meade LightBridge 8" zugelegt. Mit meiner Nikon D5100 sind da auch schon mal gute Bilder von Mond, Jupiter und Saturn dabei. Aber alles noch ohne großen Schnickschnack, keine GoTo Steuerung, keine Software, etc...

Ich plane aber in den nächsten 18 Monaten eine Stufe weiter zu gehen und würde es dann gleich mal richtig machen wollen. Von einer festen Montage über ein ordentlich Teleskop, GoTo, Software, Kamera... Was man halt so braucht. Mein Ziel ist neben den Planeten auch Pluto und TNO zu erwischen.

Daher mal meine erste Anfrage was ihr für so ein Projekt an Equipment empfehlen würdet.... Preislich möchte ich erstmal nicht mehr wie 7500 Euro ausgeben.

Ich habe bereits eine Sternwarte (also eine Unterkunt für das alles), Computer habe ich auch genügend, Kameras habe ich auch würde aber eher Richtung "Webcam"-Technik gehen wollen.

Vielen Dank schonmal für euer Feedback.
Grüße
 
Hallo Neuer (würde hier dein Name stehen würde es auch irgendwie persönlicher klingen...)!

Wenn ich dich recht verstehe willst du also z.B. Makemake fotografieren? So ein kleinen Punkt, mit 17mag, den selbst das Hubble-Teleskop nur als eben solchen kleinen Punkt abbilden kann und das ganze dann von der Erde aus mit einem Budget von 7.500 €?

José Luis Ortiz Moreno hat für Haumea ein 35cm SC verwendet, demnach solltest du auch mit einem 14" SC hinkommen, so lange dein Himmel das überhaupt zulässt aber damit wäre dein Budget auch schon verbraten! Eine passende Montierung kostet nocheinmal mindestens das gleiche und das ein oder andere Zubehörteilchen muss ja auch noch her.
 
Hallo Markus! Mein Name ist Karsten. ;)

Danke für deine Antwort. Genau deswegen bin ich ja hier. Ich brauche Input. Es ist mir auch klar dass Profis wie Du natürlich schon wieder die Augen rollen bei so Noobs wie mir. Aber irgendwann muss ich mal anfangen.

Es ist mir bewusst dass selbst Hubble die TNO nur verschwommen wahrnimmt. Ich möchte bei den TNO auch eher die Planetenschleife vor dem Hintergrund beobachten, ich möchte keine Krater auf Pluto sehen, das macht heute schon New Horizon für mich;).

Ich persönlich dachte ursprünglich an ein Meade LX200 12", eine Kamera für 800 - 1000 Euro und Software dazu. Bei der Montierung dachte ich an ein bauseitig angebractes Betonsäule mit entsprechendem Durchmesser, die Montierung hatte ich bei den 7500 Euro jetzt nicht inbegriffen, da die Betonsäule im Hausbau mit drin sein wird.



 
Also selbst als Anfänger weiß ich das du bei Pluto nicht im Entferntesten an iwelche Krater denken brauchst.
Pluto selbst dürftest du nur als winzigen lichtschwachen Punkt wahrnehmen... wenn überhaupt.
 
Hi Karsten

Nicht, dass ich mit Erfahrung aufwarten könnte - aber das Thema interessiert micht auch, nur auf einem weit niedrigeren Level. Manche sind ja zum Glück schon mit kleinen Öffnungen erreichbar. Ein Pünktchen nachzuweisen ist ja schon ganz nett, aber da gibt es noch spannendere Sachen...
Zum Einstieg: http://www.kleinplanetenseite.de/Aufsatz/photomet.htm


cs
Jürgen
 
Zitat von Rattlesnake:
Also selbst als Anfänger weiß ich das du bei Pluto nicht im Entferntesten an iwelche Krater denken brauchst.
Pluto selbst dürftest du nur als winzigen lichtschwachen Punkt wahrnehmen... wenn überhaupt.

Hallo Rattlesnake, danke. Hatte ich ja zuvor geschrieben. Ist mir bewusst und auch nicht mein Ziel.

Zitat von Nasus:

Hallo Jürgen, ah genau. Da wirds schon wärmer. Die Literaturliste ist super. Weisst du ob es dazu auch nocht eine aktuellere Liste gibt. Oder kannst du Literatur empfehlen?


 
Hi Karsten

Beim VdS gibt es dazu ne eigene Fachgruppe. Die können da sicher besser weiterhelfen, als ich. Evtl. sind da aber auch ein paar Mitglieder hier.

cs
Jürgen
 
Hallo Karsten

Zitat von someone125:
Es ist mir auch klar dass Profis wie Du natürlich schon wieder die Augen rollen bei so Noobs wie mir. Aber irgendwann muss ich mal anfangen.

das "Augenrollen" kommt daher, dass ich mich bei der Lektüre von so manchem Einsteiger an meine ersten Versuche/Erwartungen/Ergebnisse erinnere. Vom Profi bin ich auch jetzt noch weit entfernt, aber so langsam kann ich einschätzen was so gehen könnte...


Zitat von someone125:
Ich persönlich dachte ursprünglich an ein Meade LX200 12", eine Kamera für 800 - 1000 Euro und Software dazu. Bei der Montierung dachte ich an ein bauseitig angebractes Betonsäule mit entsprechendem Durchmesser, die Montierung hatte ich bei den 7500 Euro jetzt nicht inbegriffen, da die Betonsäule im Hausbau mit drin sein wird.

Also hast du vor ein 12" LX200 mit Gabelmontierung zu kaufen und diese dann parallaktisch auf deine Betonsäule zu bauen?
Wenn dem so ist, dann kommst du auf jeden Fall mit dem Budget erst mal hin, aber auch der Link von Jürgen führt zu 14", sofern du wirklich bis 17mag runtergehen willst, ob das heute eventuell auch mit 2" weniger Öffnung geht kann ich schlecht beurteilen, aber eine Frage solltest du dir dabei stellen, hast du den Himmel danach?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Zitat von Sodiac:

Das ist eien gute Frage. Ich müsste mal genau messen (fehlt aber auch noch das Equipment dazu). Ich bin im nördlciehn Baden-Württemberg.

Das ganze wird in einer Dorfrandlage sein. Osten, Süden und teilweise Westen unverbaut. Keine Straßen, keine Laternen.

Laut verschiedener Lichtverschmutzungskarten müsste ich zwischen 3 und 4 Bortle liegen. Ich benutze auch Loss of Night, und sehe in einer klaren Nacht alle gesuchten Sterne relativ klar.
 
Hallo Karsten,

Dein Vorhaben ist prinzipiell machbar, 1000 Euro für ne Kamera wird aber wol nicht reichen. Für solche lichtschwachen Objekte sollte es schon eine gekühlte s/w CCD-Kamera mit hoher Quanteneffizienz sein.

Da sich die TNO langsam bewegen, wirst für ne "Schleife" monatelang Bilder machen müssen. Ob da das Wetter immer mitmacht? Das kann sehr frustrierend sein.

Erfolgversprechender wäre es fürs erste, Bilder von mehreren Tagen hintereinander oder zumindest im Abstand von 4 Stunden (geht halt blos im Winter) zu blinken, da sieht man dann auch, wie sich das TNO vor dem Hintergrund der Fixsterne bewegt...
 
Hi Karsten,

stell die Frage nach der richtigen CCD-Kamera bitte im Unterforum "Astrofotografie und Software zur Bildbearbeitung". Schreib dazu, welches Teleskop Du Dir zulegen möchtest und daß Du TNO´s fotografieren möchtest.

Ich videografiere hauptsächlich Planeten, daher kenne ich mich mit den CCD-Kameras für Deepsky nicht wirklich aus...

 
Hallo Sternenfee und Karsten!

Bei der Anwendung wäre u.U. die Verwendung einer sCMOS Kamera interessant. Ist natürlich nicht ganz preiswert.
In Kelheim bei Regensburg gibt es z.B. die Firma PCO die sowas herstellt. Die Daten die die für ihre Kameras angeben klingen schon sehr interessant. Wundert mich eh, warum dieser Chiptyp in der Astrofotografie nicht schon mehr vertreten ist. Oder bin ich einfach nicht informiert?

VG und CS

Julius
 
Hallo Julius,

kannst Du bitte nen Link posten, welche Kamera Du da genau meinst? Ich hab blos "Hochgeschwindigkeitskameras" für Laboranwendungen, Mikroskopie, Messungen in der industriellen Fertigung... gefunden. 50 fps, egal wie empfindlich, bei 20 ms Belichtungszeit hast wenig bis garkein Signal von irgendwelchen Deepskyobjekten auf dem Chip. :(

Mit Gehäusen, in die Feuchtigkeit eindringen kann wegen großen Schlitzen zur besseren Kühlung der Kamera. Arbeitsbereich +10 bis + 40°C. Das ist doch nichts für Langzeitbelichtungen im Deepsky-Bereich im Freien, wo die Teleskope in feuchten Nächten vor sich hin plitschen...
 
Hallo Fee,

Ja, mir ist klar das die Kameras jetzt nicht direkt für Astro-Anwendung gedacht sind.

Wenn dann diese hier?

http://www.pco.de/de/scmos-kameras/pcoedge-gold-42/

aber die sCMOS technologie an sich klingt von den Werten her überzeugend, oder? Bin jetzt auch noch über EMCCD Chips gestolpert, die nochmal besser sein sollen. Jedoch wohl auch unbezahlbar teuer (40k +). Interessante Artikel:

http://www.photonics.com/Article.aspx?AID=46174

http://www.andor.com/pdfs/literature/Lucky_Imaging_Whitepaper.pdf

Ich bin in der Materie nicht drin und wollte eigentlich nur unschuldig nachfragen. Hab also bitte Nachsicht, wenn das von mir präsentierte schon ein alter Hut sein sollte ;).
 
Hallo Markus,

Ja klar, natürlich! Wie gesagt, mir war eher der Hinweis auf den Sensortyp wichtig und nicht die Kameras von PCO als vermeintliche Astrokameras.
 
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