Equipment für Rollstuhlfahrer

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Panky

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So Ihr Lieben, wie im Beitrag in der Fotogalerie angekündigt, erstelle ich mal ein neues Thema. Gibt es noch andere hier, die auf den Rollstuhl angewiesen sind? Welches Equipment ist geeignet? Hat jemand Erfahrung oder Tipps?

Meistens sind ja die, die auf einen Rolli angewiesen sind auch nicht gerade so üppig dabei mit den Finanzen.
Kann man gutes Equipment zu einem erschwinglichen Preis bekommen?
Was eignet sich für einen mobilen Einsatz?

Und so weiter...

Ich bin gespannt, ob es überhaupt ein ansprechendes und treffendes Thema ist. Ich war schon immer ein "Einzelstück" :-)
Gibt es noch andere hier? Spannend (jedenfalls für mich) !

Ich lasse mich überraschen.
 
Hallo Reinhard,

schwierig wird es mit Teleskopen. Aber ein Großfernglas sollte prima gehen. Vielleicht ggf. mit einer Spezialanfertigung als Stativersatz, welche Du an die Armlehnen anbringen kanns, sodass

a) die Stativbeine nicht stören
b) du nicht umständlich hin und herrücken musst, sondern das Glas einfach weiterfährsts :cool: und es auch nicht umkarrst aus versehen... :/

Oder hinten auf die Griffe ein Gestell montieren (lassen).

Ganz verwegene Idee: ein extra-Astro-Rolli! Klingt erst mal vielleicht spaßig, ist aber mein voller Ernst und würde ich auch probieren.

Ansonsten sind der TEchnik glaube ich keine Grenzen gesetzt. Sofern Du Auto fahren kannst, also sonst fit bist, sind die Grenzen gar nicht so eng. Da kann schon ein 12"er noch gut zu handeln sein, wenn es kein Volltubus ist. Aber dann als f/4, weil Du sonst nicht durchschaun kannst. Ich denke, das ist die Grenze - leider: 12". Aber wie Du siehst, bin ich selbst damit auch unterwegs ;)

Wenn ich´s mir nochmal recht überlege, fallen die zerlegbaren Dobsons wohl leider raus. Hab im ersten Moment nicht an die Montage (Klemmung) der Stangen unten gedacht... Das dürfte tricky werden...

Aber vielleicht findest Du da für Dich einen Trick?

Ansonsten zur Frage preiswert: heut gibt es ALLES, von billig bis tuer und auch preiswert. Stöber einfach mal bei den Händlern... Als Fazit würde ich das Großfernglas als ideal herausstellen. So bis 80 mm Öffnung denke ich.

Schöne Grüße,
Norman


 
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Hallo Norman,

verstehe ich das richtig, Du bist auch mit dem Rolli unterwegs? !

Die Idee mit dem Astrorolli ist zu bedenken. In der Tat.
Ich bin immer davon ausgegangen: Das Ding soll (zumindest in Einzelteilen) noch transportierbar sein, z. B. mein Nexstar 4.
Das scheint mir aber von der Größe her schon das Limit.

Du nennst einen 12" - das klingt nicht schlecht. Wenn Du leider sagst denke ich, wer hat schon einen 12 Zöller, auch wenn er keinen Rolli braucht...

Ja, interessant. Bin auf weitere Beiträge gespannt.

Ach ja, mir geht es auch um Fotografie ...
 
Grüß Dich,

naja, "leider" deshalb, weil heutzutage einige einen 12er schon al sEnstiegsgerät herholen ;-) und mit > 20 operieren...

Nein, ich selbst bin nicht auf den Rollstuhl angewiesen. Weiß aber ein wenig um die Komplikationen aus dem Zivildienst heraus...

Es gibt einige Handwerker hier, die würden Dir sicher gern bei der realisierung von der einen oder anderen Idee hier helfen. NurMut - einfach fragen!

Fotografie: hm, hat Vor- und Nachteile. Vor allem der Preis - wenn gute Ergebnisser rauskommen sollen, verschlingt die Montierung selbst schon vierstellige Summen...
Rein visuell beobachtend muss die 1000 nicht geknackt werden

Schöne Grüße,
Norman

 
Zuletzt bearbeitet:
Hello again Noman,

das klingt gut. Danke für Deinen Beitrag.
Natürlich ist es immer SEHR individuell. Abhängig, was jemand noch kann. Da ich Handbike - Leistungssport gemacht habe, bin ich vom Oberkörper zu einer Menge in der Lage. Das geht anderen leider anders.
Nun, ich warte mal auf weitere Anregungen (falls es welche gibt) - Deine Idee mit dem Astrorolli finde ich genial. In der Umsetzung wahrscheinlich nicht einfach - vor allem wegen der Kosten. Bleiben wir dran - vielleicht ist da sogar eine Marktlücke :-)

 
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Hallo Reinhard,

mobil ist schwierig, wenn das Teleskop halbwegs leistungsfähig sein soll. Ansonsten kann man kurzbrennweitige Dobsons in Betracht ziehen. Ein Refraktor auf einer azimutalen Montierung auf einem höhenverstellbaren Stativ wäre auch noch möglich, wobei hier noch etwas Mobilität möglich wäre.

Grüße

fquadrat
 
Hallo Reinhard,

spontan denke ich an einen Refraktor. Mit einem Zenitprisma hast du so einen angenehmen Einblick ins Teleskop auch im sitzen und vor allem bei Zenit nahen Objekten. Es gibt mittlerweile gute Refraktoren in einem günstigeren Preissegment die auch für die Astrofotografie geeignet sind. Du kannst dich z.Bsp. bei Teleskop Service Ransburg beraten lassen. Wolfi ist ein netter Kerl der sicher Verständnis hast wenn er dich berät du dich aber dann auf dem Gebrauchtmarkt umschaust.

Leider ist Astroequipment teuer vor allem wenn es um Astrofotografie geht. Hat meistens nen Rattenschwanz die ganze Sache. Eine astrofotografische Ausrüstung hätte aber noch den Vorteil das du das ganze von einem Notebook oder Netbook steuern könntest also nicht durch einen Sucher schauen müsstest um die Objekte ein zu stellen (Stichwort Goto).
Transportabel und gut zu hantieren ist eine Montierung der EQ5 Klasse, die aber wiederum keinen großen Teleskope tragen kann. Wiederum ein Grund zu einem kleineren Linsenteleskop zu greifen.

Vielleicht kannst du dich auch an einen Verein oder eine kleine Gruppe in deiner Gegend wenden, vielleicht kann man dann gemeinsam was überlegen oder du könntest Vereinseigentum nutzen.

Visuell könnte ich mir gut eine Art Parallelogramm Halterung für ein Fernglas oder sogar einen kleinen Refraktor denken die du evtl. an den Rolli direkt montieren könntest.

Lösungen gibt es sicher!:-)

CS Frank
 
Hi Reinhard,

freut mich sehr, dass Dir meine Anregungen so gefallen :)

Der "Astro-Rolli" muss ja nicht von Grund auf neu gebaut werden. Es wäre ja zu überlegen, sich einfach so eine alte Meyra-Gurke zu nehmen und die abnehmbaren Armlehnen gegen so ein Stativgestänge einzutauschen, ggf. auf einer Seite schon fest verschweisst - die andere Seite normal als Einstieg abnehmbar lassen.

So ein paar Stangen kosten nicht die Welt. Man könnte ja ganz primitiv mit nach oben verlängerten "Armlehnen" anfangen, in die Mitte arretier- und lösbar verstreben und dann eine Fernglashalterung auf die Verstrebung packen. Mit Großfernglas meine ich übrigens auch solche mit Wechselokularen - aber die sind dann üblicherweise wieder etwas teurer.

Und hinten noch einen verstärkten/ verlängerten Kippschutz dranbauen, damit der Rolli nicht unfreiwillig zum Liegestuhl wird beim Nachobengucken ;)

Ist ja schon mal super, dass Du so fit bist ! Einen Refraktor auf konventionellem Stativ fänd ich aber recht unpraktisch. Da wärst du mmehr mit Hinundherräumen beschäftigt als mit Beobachten... Es sei denn, Du begnügst Dich mit wenigen nah beieinander stehenden Objekten. Hat auch was - dafür könnte man die dann richtiv intensiv begucken und ggf. zeichnen (als Photoersatz?).

Soweit nochmal meine Ideen...

Schöne Grüße,
Norman
 
Servus,
habe bei einem tschechischen Anbieter ein "Fernrohr für Invalidenleute" gefunden. Es handelt sich um einen dobsonmontierten Newton, bei dem durch Gegengewichte die Höhenachse um den Okularauszug läuft. Der Einblick ist somit immer waagerecht. Hab den link noch mal rausgesucht, die automatische Übersetzung klingt etwas blöd, aber es ist, denke ich, verständlich:
http://www.dalekohledy-drbohlav.cz/deutsch/vozickari.html

Vielleicht hilft es ja....

Viele Grüße,

Gottfried
 
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An Alle:

Ich finde es super, dass es Leute wie Euch gibt, die sich für jemand, den sie nicht kennen und dessen Situation sie nicht betrifft, Gedanken machen, Impulse geben und sich ein Stück weit investieren. Dafür möchte ich mich in aller Form und sehr ausdrücklich bedanken.

Gottfried: Klasse Link. Ja, da gibt es schon ein Engagement. Das ist toll. Es geht doch was :-)

Es wäre natürlich schön, wenn andere Betroffene, sprich Rollifahrer, sich melden würden. Aber vielleicht bin ich der Einzige. Oder die anderen sehen das hier nicht - schlecht zu beurteilen.

Bei mir ist es bisher so (auch ein wenig, wie Norman das erwähnt hat): Ich nehme das Nexstar in den einzelnen Teilen und baue auf - und nachher ab. Das ist etwas mühsam und kostet auch Zeit, ist aber nicht zu vermeiden. Das wird bei anderen Geräten auch so sein.

Es wird auch weiterhin so sein: Gute Geräte kosten etwas. So ist das Leben.

Leider kann man kaum herausfinden, wie viele Rollifahrer es gibt, die Interesse an der Astronomie haben. Wenn man es wüßte und regional zuordnen könnte, wäre auch so eine Aktion planbar, wie im Link angegeben. Oder gar eine Volkssternwarte mit Scher-Refraktor planen.

Ein schönes Wochenende und
 
Hello again :-)

Leider war ich aufgrund einer wirklichen Grippe die ganze Zeit "out of order" und konnte mich nicht um mein Thema kümmern. Ich bitte das zu entschuldigen. Bin den ersten Tag wieder auf ...

Entweder gibt es im Forum keine Rollifahrer mehr - oder sie haben das Thema nicht gefunden. Da mache ich mal so eine Art Resümee.

Gute Ideen und Impulse (wie ich das schon mal erwähnt habe), die individuell umgesetzt werden müssten. Das liegt dann wieder beim Einzelnen. Mangels Masse wird es sich für Händler nicht lohnen, hier mit Aufwand etwas zu entwickeln, da dann der Umsatz fehlt und sich das ganze nicht amortisiert.

Mein persönlicher Stand:

Mein ETX 70 von Meade passt hervorragend mit dem Rucksack an den Rolli. Klasse zu handhaben, die Optik ist besser als erwartet. Habe im Schwarzwald (etwas über 700M Höhe) mit der 3-fach Barlow und dem 4mm Okular Saturn mit Cassini-Teilung und der "Wolkenkappe" am Pol definiert und satt sehen können. Das war erstaunlich gut. Ansonsten hat es natürlich seine Grenzen mit einem 70mm Teil. Klar. Geht aber zum Schnellspechteln ganz gut.

Das Nexstar 4" geht vom Gewicht und von der Größe her, um es in Einzelteilen aufzubauen. Optik und Montierung getrennt sind so gerade noch bewegbar. Allerdings mit Mühe und zeitlichem Aufwand. Hier in Verbindung mit der LPI und jetzt der DBK 31 auch photographisch zu nutzen. Da gehen schon ganz ordentliche Ergebnisse (wie man an meinen Postings erkennen kann) - mit Luft nach oben.
Da hätte ich dann gerne mehr Optik (wer nicht:-) aber es scheitert dann wohl an Gewicht und Größe. Ein 6" habe ich noch nicht ausprobieren können.

Mein PST mit der DSI 2000 Montierung von Meade ist auch auf jeden Fall zu handhaben. Hier kann man die Ergebnisse der Fotos ja auch aufrufen.

Belassen wir es also erst einmal soweit. (Obwohl ein Test mit einem 6" gar nicht schlecht wäre. Ich müsste dazu mal in einen Laden fahren und probieren. Das wäre ein nächstes Ziel.)

Nochmals danke an alle Beteiligten. Hat mich sehr gefreut und mir Mut gemacht!
 
Jetzt kann ich doch ein Update geben!

Herzlichen Dank an die Firma MEADE, die mir ermöglicht hat zu testen, ob ein 6" Lightswitch in Frage kommt. Ein sehr freundliches Entgegenkommen!! Das nenne ich kundenfreundliche Bedienung!! Und ich musste noch nicht einmal dorthin fahren - einfach SUPER.

Leider hat sich herausgestellt, dass es etwas zu groß ist. Die Optik ist hervorragend - ich konnte z. B. viele Details auf Jupiter sehen. Klasse das Ding. Aber die Maße sind zu groß und mit dem Rolli ist die Grenze des Umgehens damit überschritten. Ich musste es leider wieder zurück geben.

Ein Freund hat mir sein Meade ETX 125 zur Verfügung gestellt. Auch hier eine klasse Optik - und ich kann die einzelnen Komponenten mit dem Rolli transportieren. Somit ist das Ding zu handhaben. Auch hier danke, dass ich das testen durfte.
Da ich mit den Armen dank meines Sportes gut dabei bin, ist das jetzt für mich die Grenzgröße zur Handhabung, die möglich ist. Damit ist bestimmt auch ne Menge zu machen.

Dank der freundlichen Hilfen bin ich also einen guten Schritt weiter gekommen.
Nochmals herzlichen Dank hierfür!
 
Hallo Reinhard,
Wenn Du größtmögliche Abbildungsqualität bei grösstmöglicher Öffnung eingeschränktem Anspruch an Handhabung, guter Portabilität und schneller Einsatzbereitschaft (Auskühlung) benötigst, bleibt eigentlich nur ein langbrennweitiger FH Refraktor.

Nein, ich möchte hier niemanden auf den Arm nehmen.

Mein 4" f/13 Refraktor erfüllt die o.g. voraussetzungen weil:

Leicht, etwa 3,5 kg (lässt sich noch etwa 1 kg leichter bauen)
Azimutal oder äqatorial montierbar auf leichter Montierung
Durch Faltung (Fagott) kurz, etwa 650 mm
Einblick am Objektivende, kein Drehen in der Rohrschelle (wie beim Newton) erforderlich, da Einblicknachführung durch Drehen des ZS
Durch Schwerpunktlage in Auszugsposition kein Schwingen bei Manipulationen
Einfache Okulare verwendbar

Nachteil: geringer Farbfehler
Und ... Man muss ihn halt selber bauen ..

Grüße von
Sven
 
Hi Sven,

danke für Deinen Tipp. Ja, das klingt gut.
Einen Selbstbau traue ich mir schon zu - allerdings komme ich nicht mehr in meinen Werkzeugkeller - bzw. müsste alles neu gestalten, weil ich ja nicht mehr stehen kann und alles darauf ausgerichtet ist (Höhe ...)

Aber ich behalte alle Tipps in Erinnerung. Wenn ich alles ausgenutzt habe, was bis jetzt zur Verfügung steht, kommen die ein oder anderen dann dran. Deshalb nehme ich sie gerne an! Je mehr Ideen, desto mehr steht für später zur Verfügung.
Daher immer her damit. Die Fagottversion hatte ich noch nicht auf dem Schirm. Ist aber sehr wertvoll!
 
also ich bezweifle, dass ein 4" fh besser abbildet also ein guter 4" mak bzw. 5" mak. da sollte doch ein mak leichter zu handhaben sein. in dem fall der 125etx.
alle bislang genannten geraete taugen aber nur wenig fuer deepsky. da hab ich aber ausser grossem fernglas auch keine idee.
schoen dass meade dir ein testgeraet geschickt hat.
vielleicht hat stefan schimpf eine idee bzgl. rolli und teleskophalterung.
 
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Hallo Peter,
Stell Dir mal den Einblick bei einem SC oder MAK vor und dann bei wechselnder Beobachtungsrichtung und Höhe.
Wenn Du im Vergleich durch das Fagott schaust und die Einfachheit der Handhabung beim Richtungswechsel praktisch erlebst, wirst Du erstaunt sein!

Öffnungsmässig ist man eingeschränkt, das ist klar, aber das ist ein Rollifahrer auch schon aufgrund des Transportgewichtes und auch wegen des Aufbaus und Hantierung. Ein 4"FH (gefaltet) wäre m.E. Das Maximum an Öffnung. Und bitte den 4 oder 5" SC oder MAK (habe ich selbst besessen) der besser abbildet als ein langer 4"FH (keine Chinascherbe), den zeige mir bitte!

Also meinen 6" INTES habe ich nach meinem Umbau des FH zum Fagott verkauft.

Ebenso finde ich es für einen Rollifahrer unzumutbar 2 Stunden oder mehr auf den Temperaturaugleich zu warten, besonders bei winterlicher Temperatur.

Für einen Vergleichstest auf die geforderte Leistungsfähigkeit und praktische Nutzbarkeit, stehe ich mit meinem Faltrefraktor gerne zur Verfügung.

Bis denne
Sven
 
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Hi Sven,
ich habe einen 127/1500mm den ich locker in den Ring werfe (bildlich gesprochen). Er wiegt genau 4kg ohne Sucher.
Der ist wirklich knackscharf und sollte jeden Vergleich mit einem 4"FH aushalten denke ich. Vor allem macht er bei Vergrößerungen >100x nicht schlapp und bunt.
Bzgl. auskühlen kann man die Sachen ja entsprechend vorher schon mal rausstellen oder in den Kühlschrank stellen - mit dem Mak geht das. Natürlich weiss ich, dass obstruktionsfreies Beobachten angenehmer ist und besser abbildet, aber ein guter 5"Mak wäre mir lieber.
Bzgl. justierstabilität würde ich dem Mak auch eher trauen als dem Fagott, aber da ich keinen besitze, ist es eher eine Annahme.
Um es final zu entscheiden muss man es natürlich direkt vergleichen können, aber ich habe einige Teleskope rumstehen und meine mittlerweile gut von schlecht unterscheiden zu können.

 
Hallo Peter,
Fotografisch stimme ich Dir zu! Hier aber geht es um die visuelle Beobachtung, da ist die Wahrnehmung des Farbfehlers deutlich geringer.
Welche Brennweite hatte der 6. Zöllner denn? 1200 mm, also f/8!
Ich beschrieb einen 4"/ f/13 Fraunhofer und nicht einen f/8 Achromaten.

Also bitte keine klassischen Äpfel mit chinesischen Birnen vergleichen.

Es geht in dieser Fragestellung eher um die Haptik eines Systems.

Ein Problem in der Stativmontage sehe ich erst einmal nicht. Ich beobachte ausschließlich in sitzender Position. Durch einen Rollstuhl bedingt ist natürlich der Abstand zum Okular etwas größer. Ich habe das unter diesem Gesichtspunkt gestern noch einmal probiert.
Der Abstand ließe sich durch Montage auf einer Säule statt Dreibeinig diesbezüglich deutlich verringern.

Bei Einsatz eines SC oder MAK ginge es vielleicht durch Montage auf einem Ausleger, so dass man mit dem Rolli darunter fahren könnte. Eine mobile Art der Montage kann das m.E. Jedoch nicht sein.

Das Interesse an einer Lösung ist sicherlich groß. Deshalb wäre ein Treffen mit einem praktischen Vergleich und Handhabung durch Rollstuhlfahrer der Sache dienlich. Das könnte auch Tagsüber statt finden, eigentlich ein sinnvolles Projekt auch für bewölkte Tage.

Mein Angebot dazu steht! Wer macht mit?

Gruß Sven

P.S. Man sollte unterschiedliche Systeme hier nur unter dem Aspekt der Rollitauglichkeit vergleichen. Ansonsten konnten die Beiträge hier wieder entgleisen, was schade wäre.
 
Hi Sven,
sind ja beides Achromaten, deiner ist halt noch langsamer und zweigt deshalb weniger Farbfehler.
Aber trotzdem kann man mit so langsamen Geräten nur Planeten und Kugelsternhaufen anschauen meine ich.
Da fehlt was schnelles.
Ich hab noch einen 80/400 Bresser FH und der macht ein schönes weites Feld und lässt viel Licht rein - wiegen tut der nix. Gibts als Nachbau von Skywatcher.
Sowas kriegt man für 40-60Euro gebraucht. Ein schönes Reisegerät, hab es manchmal im Urlaub mit, passt auf ein Fotostativ.
Hat aber keinen 1,25" Anschluss, falls einer Okus >70° verwenden will.
 
Hallo Peter, Sven ... und alle anderen ...

Es ist ganz toll, dass Ihr Euch um das Thema kümmert. Ganz herzlichen Dank!
Es ist immer wieder Thema mit oder ohne Obstruktion, dafür der Farbfehler usw. Leider gibt es das eierlegendewollmilchsau - Teleskop nicht (dass zum Schluß noch auf den Grill kommt :-)
Ich trauere meinem 8" Schiefspiegler nach, auch dem 10" LX 200, das bei mir auf dem Dach steht und ich nicht mehr nutzen kann. Die Dach - Hühner - Leiter Marke Hahnentod schaffe ich nicht mehr. Und so bleibt das, was geht. Derzeit habe ich ja den 125 ETX und werde ihn nutzen. Das Konzept des Faltrefraktors gefällt mir sehr gut - den müsste ich erst bauen ...
Und ich müsste die Optik kaufen, auch das ist im Moment zu viel. Daher muss es zumindest warten, dieses Projekt.

Die Ergebnisse mit kleinem Maks sind ja wirklich nicht übel ( siehe http://forum.astronomie.de/phpapps/...lleries/996376/Bearbeiteter_Jupiter_vom_18_03

und

http://forum.astronomie.de/phpapps/...rue/Re_Mondmosaik_mit_kleinem_Gera#Post980591


- da dürfte mit dem 125 er ja noch was drin sein gegenüber dem 4".

Wenn es Euch nicht langweilt oder überdrüssig ist, kann ich ja den Fortschritt jeweils berichten. Da ergeben sich bestimmt noch tolle Herausforderungen!

Nochmals danke für alle Beiträge (was nicht bedeuten soll, dass es jetzt aufhören muss :-)

und
 
Hi Sven!
Herzlichen Dank, dass Du Dir die Mühe gemacht hast, mir Deinen 4" Faltrefraktor zu präsentieren. Beachtlich und sehr freundlich!!

Ja, da geht der Einblick mit der Rolliposition gut, weil er in einem Ebenenbereich zu regeln ist, egal, wie das Ding positioniert. Durch die Drehung des Zenitprismas kann leicht ein Ausgleich geschaffen werden, wenn die Nachführung eine Weile gelaufen ist.
Danke auch für die Bilder, jetzt kann jeder eine Vorstellung bekommen, wie das funktioniert. Klasse!

 

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