NanteAstrophotography_274
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Grüße,
Da man nur sehr wenige wirklich informative Erfahrungsberichte zu größeren Newtons findet – speziell zur Skywatcher Quattro 12"-Reihe – dachte ich mir, ich teile hier einfach mal meine noch frischen Eindrücke.
Vielleicht hilft es dem einen oder anderen, der ebenfalls mit dem Gedanken spielt, „noch ein bisschen mehr Öffnung“ zu wollen.
Denn genau so fing es bei mir an.
Der Wunsch nach mehr wurde irgendwann einfach zu groß. Also fiel die Entscheidung: Quattro 12" f/4.
Bestellt, gefreut, gewartet… und dann kam der erste Aha-Moment.
Natürlich rechnet man gedanklich mit einem großen Teleskop.
Aber wenn dann eine Spedition mit einer Palette vor der Tür steht, merkt man erst, was „12 Zoll“ wirklich heißt
Die Vorfreude war riesig – und beim Auspacken dann:
Heilige ****** ist das Ding groß.
Kein Scherz. Der Tubus ist ein echtes Brett.
Spätestens da war klar: Das hier ist kein Spielzeug mehr.
die Vorfreude war groß, im wahrsten Sinne des Wortes:
Wie vermutlich jeder weiß, der sich mit der Quattro-Serie beschäftigt:
Der originale Skywatcher-Auszug ist… sagen wir: suboptimal.
Spiel, Flex, Verkippung – für visuell vielleicht noch ok, für Astrofotografie bei f/4 definitiv nicht.
Also keine große Diskussion:
Der OAZ flog direkt runter und wurde durch einen Lacerta OctoPlus ersetzt.
Rückblickend: Beste Entscheidung im ganzen Projekt.
Wer den Originalen Auszug und dann den Octoplus in der Hand hält denkt sich (ist der Quattro aus Kunststoff? Der ist ja federleicht)
Nach dem Umbau war die Euphorie erstmal schnell gedämpft.
Es folgten:
Als wäre das nicht genug, verabschiedete sich beim Umbau auch noch die originale Fangspiegelspinne.
Ersatz? Praktisch nicht existent. Eine originale Quattro-12"-Spinne bekommt man schlicht nicht. (zumindest auf Nachfrage bei TS)
Die Spinne ist gebrochen als man den Newton Kollimieren wollte, die "Bobs knobs" waren so knallfest, das die Spinne sich verabschiedet hat ein Totalausfall.
Ich gehe davon aus, das Skywatcher hier die Justageschrauben im frisch Lackierten zustand verbaut hat, und sich der Lack als "Locktite" geoutet hat.
Also fiel die Entscheidung für eine Edelstahlspinne von TS-Optics.
Einbau erledigt – und dann begann der wirklich lehrreiche Teil:
An dieser Stelle kann ich ehrlich sagen:
Ohne externe Hilfe wäre ich irgendwann wahnsinnig geworden.
(Bin ich wahrscheinlich auch so, hatte mittlerweile Hass auf den 12" xD)
Ich habe mich schließlich an Michael von Backyard Universe gewandt – und das war ein absoluter Glücksgriff.
Schnelle Antworten, extrem praxisnah, kein Marketing-Gelaber.
Ein paar der wichtigsten Erkenntnisse daraus:
Mit der BU-Kollimationskamera ließ sich das Ganze deutlich strukturierter angehen als nur mit Cheshire.
Nach etlichen Durchläufen, Nachjustieren der Fangspiegelhöhe (am Ende ~9,5 mm), Variieren des GPU-Abstands und finalem Abgleich kam der Moment, auf den man hofft:
Das letzte kleine Problem ist klar identifiziert:
Der GPU sitzt aktuell ohne festen Anschlag im OAZ → minimale Verkippung.
Eine passende OctoPlus-Verlängerung ist bereits bestellt.
Der Quattro 12" f/4 ist kein Einsteigergerät.
Er verzeiht keine Schlamperei – weder mechanisch noch optisch.
Aber:
Wenn alles passt, liefert das Teil eine Abbildung, die ich so ehrlich gesagt nicht erwartet hätte.
Da ich noch recht Jung bin, Sonntag 21 geworden hab ich mir gedacht, pff die 25kg ist jetzt nicht das Problem.
Das sind sie auch nicht, sondern die Länge. Das Teil ist so lang das es ein Himmelfahrtskommando ist das Ding allein auf die EQ8 zu schnallen. Einmal gemacht und das niewieder!
Bin jetzt aber mehr als zufrieden mit der Eckabbildung.
Fortsetzung folgt sobald die Verlängerung für den Octo da ist.
CS Vincent
Da man nur sehr wenige wirklich informative Erfahrungsberichte zu größeren Newtons findet – speziell zur Skywatcher Quattro 12"-Reihe – dachte ich mir, ich teile hier einfach mal meine noch frischen Eindrücke.
Vielleicht hilft es dem einen oder anderen, der ebenfalls mit dem Gedanken spielt, „noch ein bisschen mehr Öffnung“ zu wollen.
Denn genau so fing es bei mir an.
Der Wunsch nach mehr wurde irgendwann einfach zu groß. Also fiel die Entscheidung: Quattro 12" f/4.
Bestellt, gefreut, gewartet… und dann kam der erste Aha-Moment.
Spedition, Palette und Realität
Natürlich rechnet man gedanklich mit einem großen Teleskop.
Aber wenn dann eine Spedition mit einer Palette vor der Tür steht, merkt man erst, was „12 Zoll“ wirklich heißt

Die Vorfreude war riesig – und beim Auspacken dann:
Heilige ****** ist das Ding groß.
Kein Scherz. Der Tubus ist ein echtes Brett.
Spätestens da war klar: Das hier ist kein Spielzeug mehr.
die Vorfreude war groß, im wahrsten Sinne des Wortes:
Der erste Umbau
Wie vermutlich jeder weiß, der sich mit der Quattro-Serie beschäftigt:
Der originale Skywatcher-Auszug ist… sagen wir: suboptimal.
Spiel, Flex, Verkippung – für visuell vielleicht noch ok, für Astrofotografie bei f/4 definitiv nicht.
Also keine große Diskussion:
Der OAZ flog direkt runter und wurde durch einen Lacerta OctoPlus ersetzt.
Rückblickend: Beste Entscheidung im ganzen Projekt.
Wer den Originalen Auszug und dann den Octoplus in der Hand hält denkt sich (ist der Quattro aus Kunststoff? Der ist ja federleicht)
Dann kam der Reality-Check
Nach dem Umbau war die Euphorie erstmal schnell gedämpft.
Es folgten:
- massive Justageprobleme
- Fokusprobleme (GPU kam nicht in den Fokus)
- Koma
- und irgendwann der Gedanke:
„Okay… irgendwas passt hier grundsätzlich nicht.“
Als wäre das nicht genug, verabschiedete sich beim Umbau auch noch die originale Fangspiegelspinne.
Ersatz? Praktisch nicht existent. Eine originale Quattro-12"-Spinne bekommt man schlicht nicht. (zumindest auf Nachfrage bei TS)
Die Spinne ist gebrochen als man den Newton Kollimieren wollte, die "Bobs knobs" waren so knallfest, das die Spinne sich verabschiedet hat ein Totalausfall.
Ich gehe davon aus, das Skywatcher hier die Justageschrauben im frisch Lackierten zustand verbaut hat, und sich der Lack als "Locktite" geoutet hat.
Neue Spinne, neues Spiel
Also fiel die Entscheidung für eine Edelstahlspinne von TS-Optics.
Einbau erledigt – und dann begann der wirklich lehrreiche Teil:
- Spinne zentrisch setzen
- Fangspiegelhöhe bestimmen
- komplette Kollimation von Grund auf neu
An dieser Stelle kann ich ehrlich sagen:
Ohne externe Hilfe wäre ich irgendwann wahnsinnig geworden.
(Bin ich wahrscheinlich auch so, hatte mittlerweile Hass auf den 12" xD)
Hilfe von außen – Kontakt mit Backyard Universe
Ich habe mich schließlich an Michael von Backyard Universe gewandt – und das war ein absoluter Glücksgriff.
Schnelle Antworten, extrem praxisnah, kein Marketing-Gelaber.
Ein paar der wichtigsten Erkenntnisse daraus:
- Die scheinbare Rundheit des Fangspiegels ist kein verlässlicher Maßstab
- f/4 verzeiht nichts – kleinste Abweichungen sieht man sofort
- Sehr oft wird Kollimation mit falschem GPU-Arbeitsabstand verwechselt
- Erst Arbeitsabstand korrekt einstellen, dann fein kollimieren
- Wenn Spinnenstreben und Fadenkreuz deckungsgleich sind, stimmt die Geometrie
Mit der BU-Kollimationskamera ließ sich das Ganze deutlich strukturierter angehen als nur mit Cheshire.
Der Knoten platzt
Nach etlichen Durchläufen, Nachjustieren der Fangspiegelhöhe (am Ende ~9,5 mm), Variieren des GPU-Abstands und finalem Abgleich kam der Moment, auf den man hofft:
- Sterne rund
- Koma nahezu weg
- drei Ecken perfekt, eine minimal limitiert
Das letzte kleine Problem ist klar identifiziert:
Der GPU sitzt aktuell ohne festen Anschlag im OAZ → minimale Verkippung.
Eine passende OctoPlus-Verlängerung ist bereits bestellt.
Fazit nach den ersten Nächten
Der Quattro 12" f/4 ist kein Einsteigergerät.
Er verzeiht keine Schlamperei – weder mechanisch noch optisch.
Aber:
Wenn alles passt, liefert das Teil eine Abbildung, die ich so ehrlich gesagt nicht erwartet hätte.
Da ich noch recht Jung bin, Sonntag 21 geworden hab ich mir gedacht, pff die 25kg ist jetzt nicht das Problem.
Das sind sie auch nicht, sondern die Länge. Das Teil ist so lang das es ein Himmelfahrtskommando ist das Ding allein auf die EQ8 zu schnallen. Einmal gemacht und das niewieder!
Bin jetzt aber mehr als zufrieden mit der Eckabbildung.
Fortsetzung folgt sobald die Verlängerung für den Octo da ist.
CS Vincent