Volker68
Neues Mitglied
Hallo liebe Astronomie Freunde,
als Wiedereinsteiger in die Teleskopiererei nach über 35 Jahren Pause möchte ich hier über meine ersten Schritte mit meinem Skywatcher 250 PDS Newton auf EQ6-R Goto berichten. Dies ist mein erster Forumsbeitrag, nachdem ich hier schon viel gelesen hatte bevor ich mich für dieses Teleskop entschieden habe. Vielleicht sind meine Anfängerfehler ja von Interesse für diejenigen, die auch vor einem Kauf stehen...
Vorkenntnisse konnte ich als 14 jähriger mit einem parallaktisch montierten Refraktor D60mm, f900mm (aus Japan) sammeln, den es in den frühen 80ern für 600DM vom Konfirmationsgeld zu erstehen gab. Schon damit waren die Sonne, der Mond, der Jupiter mit seinen galileischen Monden und Saturn mit Ring inkl. der Cassini-Teilung zu beobachten. Doch mehr war einfach nicht drin. An Nebel, Galaxien oder gar Astrofotografie war damals nicht zu denken und "digital" noch lange nicht erfunden.
Auffrischen konnte ich mein Wissen, als sich mein damals 15-jähriger Sohn einen 8" Dobson (aus China) für ca. 400 € (kurz vor Corona) leistete. Zum ersten Mal habe ich den Ringnebel damit wirklich gesehen, den mein Sohn nach kurzer Einarbeitung ohne Hilfe am Nachthimmel finden konnte (Ein halbes Jahr zuvor wusste er noch nicht wo der Polarstern zu finden ist). Nur Galaxien bleiben bisher harte Brocken. Ich war wieder angefixt. Zwar war ich erstaunt, wie gut sich ein Dobson übers Himmelszelt schubsen lässt (gerade mit Weitwinkel Okularen), was mir aber mehr und mehr zu Schaffen macht, sind die Verrenkungen, die man anstellen muss, um ein Objekt zu finden (wenn gerade mal kein Sohn in der Nähe ist). Ich wollte mir Luxus gönnen und dachte, es sei eine zeitsparende und rückenschonende Idee, auf eine Goto Steuerung zu setzen nur um visuell zu beobachten. So bin ich also zu oben beschriebenem Setup gekommen, das noch in meiner Jugend in die Kategorie "mobile Volkssternwarte" gefallen wäre und mit dem Galileo Galilei nicht nur die nach ihm benannten Monde entdeckt hätte, sondern den gesamten Messier-Katalog gleich mit (ohne Film und ohne digital). Also ein "Wahnsinns Gerät", das auch eher aussieht wie eine Abwehrkanone für UFOs.
Ja, ich habe sehr lange über das Gewicht nachgedacht. Doch es ist glaube ich weniger der Rücken, als der Schweinehund, der einem dann im Wege steht, denn ich bin darauf angewiesen mit dem Auto einen Beobachtungsstandort zu erreichen, der auch einen Hauch von Deep Sky aufkommen lässt. Erst sollte es womöglich ein 14-Zöller werden, doch das Studium des Forums hat mich zum Glück zur Vernunft gebracht. Ob die 10" (bzw. der 1,2m Tubus mit über 12 kg und die riesige Montierung) nun tatsächlich der Weisheit letzter Schluss sind, das habe ich noch nicht herausgefunden. Ich wollte "mehr sehen" und mehr Bequemlichkeit, daher eher 10" als 8" für Deep Sky Objekte.
Am Morgen meiner allerersten Beobachtungsnacht nieselte es noch und glücklicherweise handelte es sich um eine Vollmondnacht. Deep Sky und Vollmond? Natürlich nicht. Ich kam auch kaum dazu, den Mond zu betrachten. Es ging ja erstmal darum, Goto in Betrieb zu nehmen. Zwar habe ich schon in der Dämmerung aufgebaut, aber ich war auch dann heilfroh, dass der Mond sein Licht spendete, denn die (nacht)blinde Bedienung der ganzen Gerätschaft will einstudiert sein. Wichtig war, einen Standort mit festem Untergrund zu haben, damit das Stativ nicht einsinkt. Dann musste ich erstmal zum Katholizismus konvertieren, ging vor dem Polsucher Richtung Norden auf die Knie und dachte über die theoretischen Forumsbeiträge nach, die die korrekte Positionierung der falsch montierten Polsucher Glasplatte zum Thema haben. Das ist total unwichtige Kosmetik - zumindest am ersten Tag. Ich hatte mehr an meinen Rücken gedacht und mich gefragt, warum es da keinen Zenitspiegel gibt. Ich wollte schon zu Fluchen beginnen, denn ich wollte ja eine bequeme Lösung. Ich hätte noch mehr Zubehör anschaffen sollen wie iPolar (oder so ähnlich), aber dann musste ich an Galilei denken. Der hat das mit viel primitiveren Mitteln auch geschafft. Auch wenn ich keine Galaxie entdecken werde, ich werde sie für mich das erste Mal sehen. Besser ist es mal anzufangen, als alles theoretisch richtig zu machen aber nix zu sehen zu bekommen (außer Hubble Space-Teleskop Bildbänden). Also gut, mein Sohn hat mir geholfen und der Polarstern war da, wo er sein sollte.
Nun sollte das Star-Alignment folgen. Denn ohne Alignment keine Bequemlichkeit. Schade dass wegen der aufgezogenen Wolken inzwischen nur noch Arktur und Capella zu sehen waren. Ob das für eine 2-star Alignment reicht? Ich wollte schon aufgeben. Aber man braucht auch etwas Geduld und Zeit und bei einem heißen Tee aus der Thermoskanne (Kleidung ist auch wichtig für die Ausdauer!) verzogen sich auch die Wolken. Und dann ist mitten im Alignment die Kupplung gerutscht und es musste von vorne losgehen. Nein, da waren nicht die Klemmen schuld, die sich nicht stark genug anziehen lassen. Ich hatte Tubus und Gewichte nicht sorgsam genug ausbalanciert. (Das dritte Gegengewicht ist übrigens wichtig, schon allein damit die Stange nicht zu lang wird, an der man evtl. noch hängen bleibt, wenn man im Dunkeln ums Teleskop tanzt.) Zwar hatte ich im Wohnzimmer geübt und mit dem Stift Markierungen an der Schiene angebracht, aber das hilft im Dunkeln nix und alleine schafft man das auch nicht so genau, den Tubus auf die Montierung zu wuchten (Millimetergenau). Zusammenfassung zum Thema Bequemlichkeit bisher: Rockerbox eines Dobson aufstellen geht im Vergleich verdammt schnell. Ich war schon 45 Minuten beschäftigt und hatte bislang nur Polaris Vega und Arktur im Visier. Puh! Doch dann wurden wir belohnt. Nachdem mein Sohn mir auch die nicht selbsterklärende Synscan Steuerung programmiert hatte konnte es endlich losgehen und tatsächlich: Die anzusteuernden Objekte waren sogar im Gesichtsfeld des 17.5 mm Okulars. Schon das zweite Objekt (Saturn nach Jupiter) erhellte meinen Horizont erneut, denn die Steuerung beschloss das Teleskop umzuschlagen und der Okularauszug befand sich nun in nur akrobatisch erreichbarer Lage. Den Forumsbeitrag, den es zu diesem Thema gibt, hatte ich da noch nicht gelesen und meine Erfahrungen mit einem Refraktor ließen mich daran nicht denken. Wenigstens musste ich schmunzeln, obwohl es doch nun genauso unbequem war, wie mit einem Dobson. Komisch, dass noch niemand einen Schnellspannverschluss für die Rohrschellen erfunden hat, um den Tubus zu drehen. Bei diesem Unterfangen ist mir erstmal die Montierung durchgerutscht und ich hatte die Gelegenheit das Alignment erneut zu üben. Ich bestelle mir wohl einen Zenitspiegel fürs Erste...
Der Vollmond lud dann doch ein, die verschiedenen Vergrößerungen kennenzulernen. Aber aufgepasst! Nicht nur die Sonne, auch der Vollmond sieht durch den Lichteimer betrachtet aus wie eine Laserkanone von vorne - also nur die kleine Kappe am großen Deckel abnehmen, sonst ist der Abend gelaufen.
Ich hatte mir drei Baader Morpheus 76° Okulare geleistet. Ich habe keine Vergleichsmöglichkeiten, aber ich fand das Bild wirklich bis zum Rand scharf. Gewundert habe ich mich nur, dass ich nicht in den Fokus komme und ich die Okulare wenige Millimeter aus dem 2" Adapter ziehen muss (ohne Adapter gehts garnicht). Es funktioniert aber. Vielleicht liegt es daran, dass der Newton eher fotografisch ausgelegt ist mit f/4.7? Sehr unterschiedlich sind das Einblickverhalten für die verschiedenen Okularbrennweiten. Das empfand ich zum Teil nervöser als das beschrieben wurde, aber hier fehlt mir vielleicht noch die Übung.
Naja und eine persönliche Entdeckung habe ich am ersten Beobachtungstag dann sogar doch gemacht: Uranus, dessen blass blau-grünes Scheibchen ihn eindeutig als Planeten identifizierte. Zum ersten Mal in meinem Leben. Was ein Zufall, dass die Photonen nach mehrstündiger Reise auf meiner Netzhaut gelandet sind und nicht wie die meisten, die an meinem A... vorbeigegangen und im Acker auftrafen (immerhin haben sie die Erde getroffen). Was für eine Verschwendung von Sternenlicht.
Es wird wohl noch ein paar Abende dauern, bis das Aufstellen und einrichten klappt. Mal sehen wie es dann weitergeht...
Vorläufige Erkenntnis: Goto ist ein teuer erkauftes Stück Bequemlichkeit - nicht nur finanziell, auch über Gewicht der nötigen Montierung und die Vorbereitungszeit. Aber die EQ6-R ist sicher eine ganz solide Basis, um darauf vielleicht doch etwas Kleineres zu setzen und ein bisschen zu fotografieren. Nur wenn ich glaubte, mich in Astronomie schon ein bisschen auszukennen, dann tue ich das mit der Fotografie gleich garnicht. Da kommt noch viel Neues auf mich zu. Was Galilei wohl damit alles gemacht hätte?
Wer bis hierhin durchgehalten hat, dem wünsche ich schlicht eine gute Nacht!
Volker
als Wiedereinsteiger in die Teleskopiererei nach über 35 Jahren Pause möchte ich hier über meine ersten Schritte mit meinem Skywatcher 250 PDS Newton auf EQ6-R Goto berichten. Dies ist mein erster Forumsbeitrag, nachdem ich hier schon viel gelesen hatte bevor ich mich für dieses Teleskop entschieden habe. Vielleicht sind meine Anfängerfehler ja von Interesse für diejenigen, die auch vor einem Kauf stehen...
Vorkenntnisse konnte ich als 14 jähriger mit einem parallaktisch montierten Refraktor D60mm, f900mm (aus Japan) sammeln, den es in den frühen 80ern für 600DM vom Konfirmationsgeld zu erstehen gab. Schon damit waren die Sonne, der Mond, der Jupiter mit seinen galileischen Monden und Saturn mit Ring inkl. der Cassini-Teilung zu beobachten. Doch mehr war einfach nicht drin. An Nebel, Galaxien oder gar Astrofotografie war damals nicht zu denken und "digital" noch lange nicht erfunden.
Auffrischen konnte ich mein Wissen, als sich mein damals 15-jähriger Sohn einen 8" Dobson (aus China) für ca. 400 € (kurz vor Corona) leistete. Zum ersten Mal habe ich den Ringnebel damit wirklich gesehen, den mein Sohn nach kurzer Einarbeitung ohne Hilfe am Nachthimmel finden konnte (Ein halbes Jahr zuvor wusste er noch nicht wo der Polarstern zu finden ist). Nur Galaxien bleiben bisher harte Brocken. Ich war wieder angefixt. Zwar war ich erstaunt, wie gut sich ein Dobson übers Himmelszelt schubsen lässt (gerade mit Weitwinkel Okularen), was mir aber mehr und mehr zu Schaffen macht, sind die Verrenkungen, die man anstellen muss, um ein Objekt zu finden (wenn gerade mal kein Sohn in der Nähe ist). Ich wollte mir Luxus gönnen und dachte, es sei eine zeitsparende und rückenschonende Idee, auf eine Goto Steuerung zu setzen nur um visuell zu beobachten. So bin ich also zu oben beschriebenem Setup gekommen, das noch in meiner Jugend in die Kategorie "mobile Volkssternwarte" gefallen wäre und mit dem Galileo Galilei nicht nur die nach ihm benannten Monde entdeckt hätte, sondern den gesamten Messier-Katalog gleich mit (ohne Film und ohne digital). Also ein "Wahnsinns Gerät", das auch eher aussieht wie eine Abwehrkanone für UFOs.
Ja, ich habe sehr lange über das Gewicht nachgedacht. Doch es ist glaube ich weniger der Rücken, als der Schweinehund, der einem dann im Wege steht, denn ich bin darauf angewiesen mit dem Auto einen Beobachtungsstandort zu erreichen, der auch einen Hauch von Deep Sky aufkommen lässt. Erst sollte es womöglich ein 14-Zöller werden, doch das Studium des Forums hat mich zum Glück zur Vernunft gebracht. Ob die 10" (bzw. der 1,2m Tubus mit über 12 kg und die riesige Montierung) nun tatsächlich der Weisheit letzter Schluss sind, das habe ich noch nicht herausgefunden. Ich wollte "mehr sehen" und mehr Bequemlichkeit, daher eher 10" als 8" für Deep Sky Objekte.
Am Morgen meiner allerersten Beobachtungsnacht nieselte es noch und glücklicherweise handelte es sich um eine Vollmondnacht. Deep Sky und Vollmond? Natürlich nicht. Ich kam auch kaum dazu, den Mond zu betrachten. Es ging ja erstmal darum, Goto in Betrieb zu nehmen. Zwar habe ich schon in der Dämmerung aufgebaut, aber ich war auch dann heilfroh, dass der Mond sein Licht spendete, denn die (nacht)blinde Bedienung der ganzen Gerätschaft will einstudiert sein. Wichtig war, einen Standort mit festem Untergrund zu haben, damit das Stativ nicht einsinkt. Dann musste ich erstmal zum Katholizismus konvertieren, ging vor dem Polsucher Richtung Norden auf die Knie und dachte über die theoretischen Forumsbeiträge nach, die die korrekte Positionierung der falsch montierten Polsucher Glasplatte zum Thema haben. Das ist total unwichtige Kosmetik - zumindest am ersten Tag. Ich hatte mehr an meinen Rücken gedacht und mich gefragt, warum es da keinen Zenitspiegel gibt. Ich wollte schon zu Fluchen beginnen, denn ich wollte ja eine bequeme Lösung. Ich hätte noch mehr Zubehör anschaffen sollen wie iPolar (oder so ähnlich), aber dann musste ich an Galilei denken. Der hat das mit viel primitiveren Mitteln auch geschafft. Auch wenn ich keine Galaxie entdecken werde, ich werde sie für mich das erste Mal sehen. Besser ist es mal anzufangen, als alles theoretisch richtig zu machen aber nix zu sehen zu bekommen (außer Hubble Space-Teleskop Bildbänden). Also gut, mein Sohn hat mir geholfen und der Polarstern war da, wo er sein sollte.
Nun sollte das Star-Alignment folgen. Denn ohne Alignment keine Bequemlichkeit. Schade dass wegen der aufgezogenen Wolken inzwischen nur noch Arktur und Capella zu sehen waren. Ob das für eine 2-star Alignment reicht? Ich wollte schon aufgeben. Aber man braucht auch etwas Geduld und Zeit und bei einem heißen Tee aus der Thermoskanne (Kleidung ist auch wichtig für die Ausdauer!) verzogen sich auch die Wolken. Und dann ist mitten im Alignment die Kupplung gerutscht und es musste von vorne losgehen. Nein, da waren nicht die Klemmen schuld, die sich nicht stark genug anziehen lassen. Ich hatte Tubus und Gewichte nicht sorgsam genug ausbalanciert. (Das dritte Gegengewicht ist übrigens wichtig, schon allein damit die Stange nicht zu lang wird, an der man evtl. noch hängen bleibt, wenn man im Dunkeln ums Teleskop tanzt.) Zwar hatte ich im Wohnzimmer geübt und mit dem Stift Markierungen an der Schiene angebracht, aber das hilft im Dunkeln nix und alleine schafft man das auch nicht so genau, den Tubus auf die Montierung zu wuchten (Millimetergenau). Zusammenfassung zum Thema Bequemlichkeit bisher: Rockerbox eines Dobson aufstellen geht im Vergleich verdammt schnell. Ich war schon 45 Minuten beschäftigt und hatte bislang nur Polaris Vega und Arktur im Visier. Puh! Doch dann wurden wir belohnt. Nachdem mein Sohn mir auch die nicht selbsterklärende Synscan Steuerung programmiert hatte konnte es endlich losgehen und tatsächlich: Die anzusteuernden Objekte waren sogar im Gesichtsfeld des 17.5 mm Okulars. Schon das zweite Objekt (Saturn nach Jupiter) erhellte meinen Horizont erneut, denn die Steuerung beschloss das Teleskop umzuschlagen und der Okularauszug befand sich nun in nur akrobatisch erreichbarer Lage. Den Forumsbeitrag, den es zu diesem Thema gibt, hatte ich da noch nicht gelesen und meine Erfahrungen mit einem Refraktor ließen mich daran nicht denken. Wenigstens musste ich schmunzeln, obwohl es doch nun genauso unbequem war, wie mit einem Dobson. Komisch, dass noch niemand einen Schnellspannverschluss für die Rohrschellen erfunden hat, um den Tubus zu drehen. Bei diesem Unterfangen ist mir erstmal die Montierung durchgerutscht und ich hatte die Gelegenheit das Alignment erneut zu üben. Ich bestelle mir wohl einen Zenitspiegel fürs Erste...
Der Vollmond lud dann doch ein, die verschiedenen Vergrößerungen kennenzulernen. Aber aufgepasst! Nicht nur die Sonne, auch der Vollmond sieht durch den Lichteimer betrachtet aus wie eine Laserkanone von vorne - also nur die kleine Kappe am großen Deckel abnehmen, sonst ist der Abend gelaufen.
Ich hatte mir drei Baader Morpheus 76° Okulare geleistet. Ich habe keine Vergleichsmöglichkeiten, aber ich fand das Bild wirklich bis zum Rand scharf. Gewundert habe ich mich nur, dass ich nicht in den Fokus komme und ich die Okulare wenige Millimeter aus dem 2" Adapter ziehen muss (ohne Adapter gehts garnicht). Es funktioniert aber. Vielleicht liegt es daran, dass der Newton eher fotografisch ausgelegt ist mit f/4.7? Sehr unterschiedlich sind das Einblickverhalten für die verschiedenen Okularbrennweiten. Das empfand ich zum Teil nervöser als das beschrieben wurde, aber hier fehlt mir vielleicht noch die Übung.
Naja und eine persönliche Entdeckung habe ich am ersten Beobachtungstag dann sogar doch gemacht: Uranus, dessen blass blau-grünes Scheibchen ihn eindeutig als Planeten identifizierte. Zum ersten Mal in meinem Leben. Was ein Zufall, dass die Photonen nach mehrstündiger Reise auf meiner Netzhaut gelandet sind und nicht wie die meisten, die an meinem A... vorbeigegangen und im Acker auftrafen (immerhin haben sie die Erde getroffen). Was für eine Verschwendung von Sternenlicht.
Es wird wohl noch ein paar Abende dauern, bis das Aufstellen und einrichten klappt. Mal sehen wie es dann weitergeht...
Vorläufige Erkenntnis: Goto ist ein teuer erkauftes Stück Bequemlichkeit - nicht nur finanziell, auch über Gewicht der nötigen Montierung und die Vorbereitungszeit. Aber die EQ6-R ist sicher eine ganz solide Basis, um darauf vielleicht doch etwas Kleineres zu setzen und ein bisschen zu fotografieren. Nur wenn ich glaubte, mich in Astronomie schon ein bisschen auszukennen, dann tue ich das mit der Fotografie gleich garnicht. Da kommt noch viel Neues auf mich zu. Was Galilei wohl damit alles gemacht hätte?
Wer bis hierhin durchgehalten hat, dem wünsche ich schlicht eine gute Nacht!
Volker