Erfahrungen Kronos 7x35 / 10x50

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K_Hansky

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Hallo,

wer hat Erfahrungen mit oben genannten Gläsern? Laut Datenblatt
unter http://www.sheldy.ru/english/opt-binocl.htm (BPShC - Gläser) soll das Sehfeld sehr
groß sein - 7.8° beim 10x50.

Wie sieht es mit dem Einblickverhalten und Reflexen aus? Die Preise sind ja recht moderat
bei den deutschen Händlern.

Viele Grüße

Karsten
 
Hallo Karsten,

wenn ich das richtig sehe, dann sind das die Gläser, die hin und wieder auf ebay als Flugüberwachungsgläser für ca. 60 bis 80 Euro verkauft werden. Wir hatten schon mal eine Diskussion zu diesen Ferngläsern (vor dem crash des neuen Forums). Was mir davon in Erinnerung geblieben ist, ist eine für den Preis recht gute Optik. Das große Sehfeld ist wohl für Brillenträger nicht übersehbar und bei hellen Lichtquellen wurde über sichtbare aber nicht allzu heftige Reflexe berichtet. Auch ging der Mitteltrieb etwas zu leicht. Ansonsten war die Mechanik wohl sehr solide. Wenn das die Gläser sind, von denen Du sprichst, dann findest Du auf Christian's Astroseite einen Bericht zum 6x30.

Russische Ferngläser sind ja generell keine schlechte Idee. Ein Teil der Ferngläser stammt wohl vom Militär und da kann man schon einiges erwarten (nicht zu verwechseln mit dem Plunder, der für deutlich unter 50 Euro auf ebay an ahnungslose Käufer verhökert wird!).

Frank.
 
Hallo Frank,

danke für den Hinweis. Ich habe mir den Bericht zum 6x30 durchgelesen, der ja recht positiv
ausgefallen ist.

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob die Angaben zum Sehfeld nicht etwas übertrieben sind. Für das
7x35 werden immerhin 11° angegeben. Das 7x35 ist sicher ein gutes Glas für den Tageseinsatz im
Urlaub. Das 10x50 mit angegebenen 7.8° ist für den Sternenhimmel prädestiniert.

Schönen 2. Weihnachtsfeiertag.

Karsten
 
Hallo Karsten,

du hast recht, 11 Grad wahres Gesichtsfeld bei 7x35 ist heute selten, weil aufwendig in der Produktion - und auch mein altes 7x35 mit 192m/1000m (jap. Hersteller, JB-Code 146) leidet unter wohl kaum zu umgehenden Randschwächen, dennoch: eine feine Sache auch bei Nacht, so ein riesiges wahres und scheinbares Gesichtsfeld, gerade wenn kein perfekt dunkler Himmel zur Verfügung steht!
Übrigens gibt es unter all dem ebay-Schrott immer wieder auch gute gebrauchte russische 7x35 mit ca. 150m wahrem Gesichtsfeld, die meist ziemlich gut in der Schärfe sind (Kronos, Tento, Berkut, alle mit BPC in russischen Buchstaben, liest sich wie GNU, gekennzeichnet).
Darüber hinaus tauchen immer wieder recht gute ältere 7x35 aus Japan (Hersteller JB-Code 31 oder 133, oft unter Handelsnamen Revue) auf, die alle 10 Grad wahres Gesichtsfeld und meist recht gute Schärfe bieten - kann ich alles aus eigener Sammelwuterfahrung verifizieren :-)
Schönen Feiertagsausklang,
Dietmar
 
Hallo Karsten,

die angegebenen Sehfelder könnten schon stimmen. Alle 4 Modelle haben ja ordentliche WW Okulare mit ca. 75 Grad scheinbarem Sehfeld. Klar, die Randschärfe wird dabei schon etwas leiden, aber ein Streifzug durch die Milchstraße im Sommer dürfte sehr beeindruckend sein! Für den Preis dieser Ferngläser wird man wohl so schnell nichts vergleichbares finden. Der Bericht vom Christian klingt echt verlockend. So ein 7x35 mit 11 Grad Sehfeld ist doch optimal, um mal so richtig in der Milchstraße zu schwelgen. Eigentlich wollte ich mir so schnell kein weiteres Fernglas zulegen, nun bin ich aber wieder auf den Geschmack gekommen ... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Frage: Gibt es hierzulande einen Händler, der die russischen WW Gläser vertreibt? Bisher habe ich sie nur auf ebay gesehen.

Frank.
 
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Händler 7x35 / 10x50

Hallo Frank,

das 6x30, 7x35 und 8x40 wird von BW-Optik vertrieben. Der Preis im letzten Katalog lag bei 113€ für
die beiden ersten Gläser und 128€ für das 8x40. Bei ebay wird zusätzlich noch das 10x50 angeboten.
Der Sofort-Kaufen Preis liegt dort bei max. 69€ (einfach unter Flugabwehr suchen). Das deckt sich
einigermaßen mit den Händlerpreisen auf der Seite mit den technischen Daten (siehe oben). Es
wird sich dabei um unverzollte "Importe" handeln.

Viele Grüße

Karsten
 
Re: Händler 7x35 / 10x50

Hallo Karsten,

kann auch sein, daß BW-Optik im Preis etwas übertreibt. Wenn ich mir deren Preise für Lomo Mikroskopobjektive anschaue, dann gab es die auch schon mal deutlich günstiger. Da schaue ich lieber bei ebay vorbei. Bleibt noch die Qual der Wahl: welches nimmt man? Das 10x50 ist für Astro bestimmt die beste Wahl, aber die großen realen Sehfelder der kleineren Ferngläser haben auch ihren Reiz. Wird wohl ein 7x35 oder 8x40 werden, die kann man schön ruhig halten und so die Sternwolken der Milchstraße bequem im Liegestuhl erkunden.

Frank.
 
Re: Händler 7x35 / 10x50

Von meinem rel. neuen Kronos_26x70 kann ich fast nur Positives berichten. Meins hat ebenfalls Weitwinkel, was ich nach Nachmessen bestätigen kann (und man auch sieht). Das Teil hat zwar auch seine Schwächen, aber wenn man den Preis des Glases dazu in Relation setzt, dann ist das 26x70 eine wunderbare Optik, mit der ich sehr zufrieden bin (und ich stelle eher höhere Ansprüche an Optiken;-).
Mein Glas habe ich von einem Russen, der sich hier in Berlin niedergelassen hat (also eine dt. GmbH betreibt). Hier die URL:

http://www.hupra.com/index_de.html

Vielleicht kann er auch das hier nachgefragte Kronos-Glas besorgen? Einfach mal per Mail nachfragen.

Die auf der von Dir angegebenen Homepage ( http://www.sheldy.ru/english/opt-binocl.htm ) genannten Preise halte ich allerdings für ein Gerücht (sind extrem zu niedrig angesetzt!). Glaube kaum, dass Du diese Preise hier bekommt. (Habe der Einfachheit halber mal 1 USD = 1 Eur gewertet.)
 
Re: Händler 7x35 / 10x50 - Preise

Ich werde mir nun doch eines der Gläser zulegen. Ich schwanke noch zwischen 7x35 und 10x50. Tagsüber möchte
ich es auch noch verwenden... Das würde fast für beide Gläser sprechen

Die auf der russischen Seite angegebenen Preise sind sicherlich korrekt. Ich nehme allerdings an, dass sie sich
an Händler richten. Wenn man dann noch Versand, Steuern usw. draufschlägt, dann kommt man in die Regionen,
die deutsche Händler verlangen. Wie gesagt, bei ebay bekommt man die Gläser für 69 Euro.

Viele Grüße

Karsten <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
 
Re: Erfahrungen Kronos, und eine Frage

Hallo Frank,

bin schon gespannt auf deinen Testbericht hier!
Ich habe mich noch nicht zum Kauf entschließen können, da ich neben etlichen anderen schon zwei japanische 10x40 mit 132m und 140m Gesichtfeld habe, mit denen ich ganz zufrieden bin ... die Schärfe ist ganz gut über mein ganzes Gesichtsfeld nach Demontage der Augenmuscheln, und zum Rand hin habe ich als Brillenträger eh ein paar Problemchen. Aber vor allem wiegen die, bei deutlich kleineren Abmessungen wie die grösseren 10x50, noch unter 600 Gramm :-)))
Eine Frage an dich als Experten: Stimmt es, daß bei Pupillenöffnungen über 6mm die Sehschärfe des Auges auch bei hochwertigeren Gläsern mit AP>6mm deutlich einbricht (behauptet ein Sternenfreund gelesen zu haben, wir streiten uns seitdem darüber mit Genuß)???

Beste Grüße und guten Rutsch,
Dietmar

 
Re: Erfahrungen Kronos, und eine Frage

Hallo Dietmar,

ich habe mich auch noch nicht zum Kauf entschließen können. Da geht es mir wohl wie Dir, habe neben einigen Gläsern auch noch ein paar andere ... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Deine Frage bezüglich der Sehschärfe bei großer Pupillenöffnung sollten wir mal an Alois weiterreichen. Er kann das sicherlich besser beantworten. Wenn ich mich recht entsinne, steigt zwar die Lichtempfindlichkeit bei dunkeladaptiertem Auge, dies geht aber zu Lasten der Sehschärfe. Das wirklich scharfe Sehen (auch das Farbsehen) am Tag ist ja auf den Bereich der Netzhautgrube beschränkt (Stichwort Zapfen-Sehen). Außerhalb der Netzhautgrube kommt das Stäbchen-Sehen zum Tragen, hier hat man eine erhöhte Empfindlichkeit aber weniger Sehschärfe. Irgendwie hängt das ganze mit der Kopplung zwischen Rezeptoren und Gehirn zusammen. Die nachlassende Sehschärfe bei großer Pupillenöffnung dürfte sich bei allen Ferngläsern mit großer AP auswirken - unabhängig davon, ob die Gläser hochwertig sind oder nicht. Bei Billiggläsern fällt es vielleicht weniger auf. Wie stark die Sehschärfe bei welcher Pupillenöffnung leidet, weiß ich auch nicht. Dazu müßte man mal einen Augenoptiker befragen. Ich hoffe, daß ich mir das jetzt richtig zusammengereimt habe. Alois liest hoffentlich noch mit, er beantwortet Deine Frage bestimmt etwas fundierter.

Nachtrag. Das was ich mir hier zusammengereimt habe, dürfte aber nicht die Antwort auf Deine Frage sein. Du sprachst ja explizit von Puppillenöffnungen > 6mm und hochwertigen Ferngläsern. Der Zusammenhang zwischen Pupillenöffnung und Sehschärfe ist Dir sicher bekannt. Also schaun wir mal, ob der Alois oder jemand anderes eine plausible Antwort weiß.

Frank.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

ich habe ein Kronos 8x40 und bin recht zufrieden damit. Optisch ist es wirklich gut und der große Blickwinkel super. Etwas getrübt wird es durch die leichte Randaufhellung, vermutlich durch die einfache Schwärzung der Teile im Inneren. Die Randschärfe ist besser als bei Nikon und Minolta 8x40 Gläser. Das Bild ist recht hell und scharf aber leider mit einem leichten Farbstich, im Vergleich dazu kommen im Nikon- oder Minolta-Fernglas die Farben neutraler und etwas kräftiger. Frontlinsen und Prismen sind beim Kronos auch nur einfach blau vergütet, lediglich die Okulare sind mehrfach vergütet und hauptsächlich violett schmimmernd, nicht rot !!!! Die russischen Produkte haben oft diese violett schimmernde, teilweise hervorragenden Mehrfachvergütung, nicht zu verwechseln mit der roten Vergütung der Fernost Billig-Produkte. Das Einblickverhalten ist sehr gut, die Okularlinsen riesig und nach Abnehmen der Gummihülsen auch prima zu reinigen. Es ist schon klasse das Einblickverhalten, Augenabstand, Randschärfe, Verzeichnung und großer Blickwinkel wirklich gut sind, so sollten alle Okulare sein.

Die Mechanik ist gut, im habe aber das kleine Spiel in der Okularbefestigung behoben (Unterlegscheiben tellerförmig verbogen). Die Schäfeeinstellung ist dann völlig wackel- und spielfrei und man kann sich die Unendlich-Einstellung über die Skala am Einstellring merken. Ein Nachteil ist die fehlende Gummiarmierung. Nach ein paar Nächten bei Minustemperaturen ist so ein Alugehäuse recht kalt, zumal man das Glas nicht ganz so ruhig halten kann wie ein Nikon oder Minolta. Außerdem hatte ich schon einen kleinen "Unfall" mit dem Kronus, es fiel mir vom Schrank und hatte danach Doppelbilder, eine Gummiarmierung hätte das vielleicht verhindert. Da die Justierschrauben von außen gut zugänglich sind und das Fernglas zur Not komplett zerlegen werden kann, lassen sich solche Probleme beheben. Für den rauen Einsatz ist es wohl nicht geeignet.

Ich benutze das Fernglas vor allem um Objekte am Himmel zu suchen und mich am Himmel zurechtzufinden, dafür sind die 9,5 ° Blickwinkel bei 40 mm Öffnung ideal. Mein 11x56 ist mir da zu unhandlich. Für Leute die sich ggf. das Justieren der Prismen zutrauen kann ich es nur empfehlen.

Gruß Holger
 
Re: 7x35 / 8x40/ 10x50 unter 100€ mit WW Okularen

Hallo Frank, genau da liegen die Minolta Classic und Olympus DPSR, allerdings mit etwas weniger spektakulärem
Gesichtsfeld - ich habe das 7x35 Olympus mit 9,3° Gesichtsfeld (65° real) und es ist wirklich sehr schön klein und leicht und
gut für die Milchstraße und zum Mitschleppen - und das für etwas mehr als 60€! (es ist allerdings aus Plastik, aber armiert
und fühlt sich dadurch sehr gut an ). Weiterer Vorteil: Naheinstellung ab ca. 3m!!! Einziger echter Nachteil ist die
ziemlich schwache Randschärfe, fällt aber bei normaler Betrachtung gar nicht auf.

Ich habe auch ein 8x40 "Superweitwinkel" von Vistamar mit 75° (ist wohl auch russischer Herkunft, Vistamar ist
ein rumänischer Schiffsausstatter, also Händler), der Nachteil ist das so stark gewölbte Bildfeld, daß man Mitte und
Rand nicht mehr gleichzeitig voll scharf bekommt. Die Okulare sind normale König wie bei fast allen Ferngläsern,
Brennweite so knappe 20mm, überzeugten mich aber im Teleskop überhaupt nicht - da ist mein Bertele 17,5mm
mit seinen 62° (gerechnet aus Feldblende 21mm) deutlich besser !!

 
Swarovski, Minox und kein Geld

Hallo hanz,

ich hatte auch mal ein 7x35 WW in meinem Besitz. Das war irgendein noname-Produkt mit ca. 11 Grad realem Sehfeld. Der Einblick war schon beeindruckend, aber leider fehlte es an der nötigen Schärfe und am Kontrast. Das Bild war eher flau (was sich eben auch am Sternhimmel negativ bemerkbar machte) und nach einigen Tagen habe ich das Glas verschenkt. Allerdings muß man sagen, für 70 DM war die Qualität absolut in Ordnung. Weniger kann manchmal auch mehr sein und ein Minolta oder Olympus Standard mit "normalem" Sehfeld dürfte nicht die schlechteste Wahl sein. Leider taugen die Olympus Gläser nicht für meinen Augenabstand, sonst hätte ich mir schon längst das neue 8x42 EXPS II zugelegt. Hab da mal durchgelinst und war echt beeindruckt!

Nun hatte ich am vergangenen Wochenende bei unserem Jagdausstatter das erste mal die Gelegenheit durch ein Swarovski EL 8,5x42 zu schauen. Na gut, das Glas ist ein klein wenig teurer <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> wie die Gläser, von denen wir gerade sprechen, aber seither bin ich hin und weg! Wenn es ein Traumfernglas gibt, dann ist es genau dieses. Ein derart brillantes Bild bei gleichzeitig wirklich großzügigem Sehfeld (130m/1000m) und perfektem Einblickverhalten habe ich bis jetzt noch nicht gesehen. Einmal durchschauen und das Glas löst sofort den haben-wollen-Reflex aus <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />. Wäre an dem Tag die Sparkasse offen gewesen, dann hätte ich wohl mein Sparbuch geplündert. Nun warte ich erstmal ab, vielleicht kann man ja irgendwo und irgendwann in absehbarer Zeit ein Schnäppchen machen ...

Bei der Gelegenheit konnte ich auch das Minox 8,5x42 bewundern. Für den Preis scheint man bei Minox wirklich einen ansprechenden Gegenwert zu bekommen. Ein direkter Vergleich mit dem Nikon Monarch 8x42 ging eindeutig zugunsten von Minox aus. Das Minox war brillanter, hatte die bessere Farbwiedergabe und machte äußerlich einen sehr soliden Eindruck. Dagegen kam mir das Nikon Monarch regelrecht billig vor. Wer sich Leica nicht leisten will und trotzdem ein ordentliches Fernglas sucht, der sollte sich ruhig mal bei Minox umsehen. Leider hatte der Laden nur das 8,5x42 vorrätig, die neuen ED Ferngläser hätten mich auch interessiert.

Fazit: es gibt in jeder Preisklasse sehr schöne Gläser, man muß nur lange genug danach suchen. So schön wie gute und bezahlbare Ferngläser auch sind, wenn ich nicht notorisch pleite wäre, hätte ich jetzt ein Swarovski EL ... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Frank.
 
Re: Swarovski, Minox und kein Geld

ist wohl der Normalzustand aber ich bin Schwabe: tolle Angebote, aber rechnet sich nicht (Beobachtungsstunde
zu teuer, kann ich mit meinen 54 Jahren gar nicht mehr auf unter 5 alte DM bringen) und habe auch noch so
ein paar andere Hobbys wie Geige spielen (Stradivari für 2-3Mio gefällig? weiß gar nicht, ob die gerade in DM
oder € fällig wären).
Habe über Weihnachten (eigentlich Skiurlaub, war aber nur joggen drin) wieder bei diesem Superoptiker
in Oberstdorf mit großen Augen durchs Fenster gesehen: Minox, Zeiss, Leica und sogar Swarowski (ja, auch
dieses tolle mit der anderen Brücke, dieser superteure Überall-Testsieger). Aber für was (englisch so what?)
Der ist sicher gut, weil ihn die Vogelfreunde gestylt haben - naja, aber Astro ist was anderes.

Nicht reingegangen und durchgeguckt, um mich nicht festzuhaken - dafür haben wir die Wissenschaft. Und die hat
andere Spielregeln: die perfekte Astroreihe verlangt für meinen (extrem wirtschaftlichen) Skywatcher
200/1000 Newton mit Eigenbau Stativ und selbstgedrehtem Holzflansch aus Birke-Multi (weil Baader Optik
mir als "EQ5" nur den Getriebeteil verkaufen konnte, aber keinen Stativadapter) ein 25mm Okular, das die
Idealreihe 10° (8x40WW und 7x35 Fernglas) 5° (11x80 Fernglas) 3,5° (20x60 Fernglas, zugegeben, müßten eigentlich
2,5° sein aber das Fujinon war mir zu teuer) - stop - Übergang auf Teleskop - 2° 25mm AP5 (die Lücke) -
1° AP 3,5mm (Bertele 17,5) 0,5° Antares Ultraplössl 10mm, 0,25° Celestron Ultima 5mm (das alte ohne Barlow)
auffüllt. Und dafür dürfen dann auch bei einem Schwaben 280€ weg - wenn es was taugt -weil es das Weltbild festigt.

Mal Spaß beiseite: ich habe eigentlich nicht den Eindruck, daß ich mit teurerem Gerät wirklich wesentlich mehr
sehen würde - es ist mehr der zu schlechte Himmel und die Physik selbst, die die Grenzen ziehen (sonst müßte man
etwa wie Statis Kafalis mit seinen Selbstschleif- Mount Palomarspiegeln mal so auf die 1000mm zielen).

Und bei den Ferngläsern hab ich ja ein Leitz - das 10x25 (und das ist eben das, das immer dabei ist -
nur ist der Preis von inzwischen 450€ vollkommen astronomisch, aber ein Schweizer Konzern wie Wild/Leica
braucht das halt für seine Manager, damit sie sich die Super Swarowski Binos für die Jagd leisten können).

Gruß

 
Re: Swarovski, Minox und kein Geld

> Mal Spaß beiseite: ich habe eigentlich nicht den Eindruck, daß ich mit teurerem Gerät wirklich wesentlich mehr sehen würde - es ist mehr der zu schlechte Himmel und die Physik selbst, die die Grenzen ziehen ...

Hallo hanz,

ist wohl eher eine Frage der Philosophie, der persönlichen Vorlieben oder was auch immer. Wozu einen Lomo Spiegel kaufen, wenn's Skywatcher gibt? Oder wozu braucht man eine Reihe Pentax XL Okulare, die TS-Superweitwinkel tun's doch genauso? Oder das 40-er Pentax XL, wenn es ein TS-Kellner für 200 Lappen weniger gibt? Das könnte man beliebig fortsetzen. Der eine ist erst zufrieden, wenn er die komplette Reihe Nagler Okulare sein eigen nennt, ein anderer kann da nur drüber lächeln. Man muß schon einen an der Waffel haben, um sich für die Astronomie ein 1400 Euro teures 8,5x42 Fernglas zu wünschen. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> Ich bekenne mich aber zu meinem Dachschaden. Solange man das ganze mit einem gesunden Schuß Humor betrachtet, ist das doch ok. Außerdem verfüge ich nicht über Deine Willensstärke. Wenn ich ein Schaufenster mit Leica, Zeiss oder Swarovski Ferngläsern sehe, dann zieht es mich unwillkürlich in den Laden. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> Da kann man nix machen.

> aber ein Schweizer Konzern wie Wild/Leica braucht das halt für seine Manager, damit sie sich die Super Swarowski Binos für die Jagd leisten können).

Der war gut!

Frank.
 
Re: Swarovski, Minox und kein Geld

Natürlich hat jeder einen Schuß, der nicht gerade nur ums tägliche Überleben kämpft (nur dafür ist der Mensch ja
eigentlich evolutionsmäßig eingestellt). Ich bin eben ein Bastler und kein Fertigproduktstreichler - das heißt für
mich zählt, daß ich diese traurigen Reste aus e-bay wieder zum Funktionieren gebracht habe und daß ich jetzt
viel mehr von Ferngläsern zu verstehen glaube als vorher. Das macht mir dann auch richtig Spaß und ich komme
mir wohl etwa so vor wie Du, wenn Du der einzige bist, der weiß welches Fernglas wirklich das beste ist.

Aber z.B. die Vixenorthos endlich nicht mehr als "nach Abbe" sondern korrekt als "orthoskopische symmetrische
Okulare", vielleicht sogar mit der richtigen Linsenskizze bezeichnet zu sehen, würde uns wahrscheinlich beiden
gefallen. Gibts aber nur in der neuen Baader Okular Seite und nicht bei denen, die diese Okulare verkaufen.

Gruß
 
Re: Swarovski, Minox und kein Geld

Hallo hanz,

was das Wiederbeleben von ebay Gläsern betrifft, da fehlt mir ganz bestimmt Deine Erfahrung. Allerdings kann ich das Gefühl nachvollziehen, wenn so ein Glas eines Tages wieder funktioniert. Mein Lieblingsglas, ein 90 Jahre altes Zeiss 6x24, stammt ebenfalls von ebay und da stecken etliche Stunden Kleinarbeit drin. So ein Glas zu reinigen, neu zu justieren und dann wieder nutzen zu können, macht schon Spaß. Streicheln kann man es dann trotzdem. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Was das Wissen um das beste Fernglas betrifft, da gibt es genug Experten - ich zähle mit Sicherheit nicht dazu. Jeder eingefleischte Leica Nutzer weiß, daß Leica die besten Gläser baut. Auf die echten Zeiss Nutzer trifft sinngemäß das gleiche zu, nur daß der beste Fernglasbauer halt nicht Leica sondern Zeiss heißt. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> Die wirklich erfahrenen Leute wissen, daß das beste Glas immer noch das ist, welches oft und mit Spaß am Beobachten eingesetzt wird. Ich denke, da sind wir uns einig.

Mit den Orthos nach Abbe bin ich noch immer etwas vorsichtig. Bis heute weiß ich nicht, ob unsere Erkenntnis auf alle Brennweiten eines namhaften Herstellers zutrifft. Ich konnte das Plössl Design nur am 5mm Okular feststellen, da ich keine andere Brennweite hatte. Es dürfte schwer werden, einen unserer Händler zum aufschrauben aller Okulare dieses Typs zu bewegen. Aber merkwürdig ist es schon, daß die Beschreibung auf der Website nach ersten Diskussionen im alten Forum abgeändert wurde. Früher hätte Ernst Abbe seine wahre Freude an den Okularen gehabt, heute wohl nicht mehr ... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Frank.
 
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